.ausgestrahlt: AKW-Betreiber tricksen bei Brennelemente-Steuer

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

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Hamburg, 20. September 2016

 

Durch Verschiebung von Brennstoff-Wechsel in den Reaktoren kommt es zu großen Steuerausfällen / Brennelemente-Steuer muss verlängert werden

Finanzminister Schäuble rechnet für das Jahr 2016 mit 1 Milliarde Euro Einnahmen aus der Brennelemente-Steuer – Eine Luftnummer! Denn die AKW-Betreiber nutzen das geplante Auslaufen der Steuer mit Ende des Jahres aus: Sie wollen erst nach dem Jahreswechsel neuen Atombrennstoff „nachtanken“ – wenn die Steuer weggefallen ist.

Die Betreiber von Atomkraftwerken in Deutschland drücken sich um die 2016 noch anfallende Brennelemente-Steuer. Durch einen aufwändigen Trick sorgen sie für Steuerausfälle von etwa 700 Millionen Euro. Eon, RWE und EnBW verschieben den eigentlich im Sommer üblichen Wechsel der Brennelemente in den Reaktoren auf die Tage nach dem Jahreswechsel. Da die Brennelemente-Steuer nach derzeitiger Gesetzeslage am 31. Dezember ausläuft und da die Steuer beim Einsetzen frischen Brennstoffs fällig wird, werden damit beträchtliche Summen am Finanzamt vorbei geschleust.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet laut Steuerschätzung im Jahr 2016 Einnahmen von einer Milliarde Euro durch die Brennelemente-Steuer. Eingenommen hat er bisher 266 Millionen. Und da sieben der acht laufenden Atomkraftwerke ihre Jahresrevision schon hinter sich haben, kommt da auch nicht mehr viel dazu.

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Die Stromkonzerne haben ein Steuerschlupfloch entdeckt und nutzen es zum Schaden der Allgemeinheit. So war das vom Gesetzgeber nicht gedacht. Bundesregierung und Bundestag müssen schnell reagieren und die auslaufende Brennelemente-Steuer über den Jahreswechsel hinaus verlängern. Dann geht der Plan der Atomwirtschaft nicht auf.“

Der Trick der AKW-Betreiber: Normalerweise wird bei der jährlichen Revision eines AKW etwa ein Viertel der Brennelemente im Reaktorkern durch neue ersetzt. Beim Einsetzen wird für die Betreiber dann die Steuer in Höhe von 145 Euro pro Gramm Brennstoff fällig.

Dieses Jahr jedoch wurden bei den bisherigen Revisionen wesentlich weniger Brennelemente ausgetauscht als üblich. Stattdessen gruppieren die Betreiber bereits länger eingesetzte Brennelemente um, frische (für die die Steuer anfällt) setzen sie nur so viele wie unbedingt nötig ein, um gerade so über den Jahreswechsel zu kommen.

 

Die Stromkonzerne setzen darauf, kurz nach Auslaufen der Brennelemente-Steuer ihre Kraftwerke runterzufahren um ordentlich „aufzutanken“. Im  Winter und Frühjahr 2017 sind in allen deutschen Reaktoren Abschaltungen geplant, oft sogar über den Jahreswechsel oder kurz danach. Ein vollkommen unüblicher Vorgang, der direkt auf das Auslaufen der Brennelemente-Steuer zurückzuführen ist.

 

Die genauen Zahlen im .ausgestrahlt-Dossier im Anhang dieser Mail.

 

Umweltverbände fordern Beibehaltung der Brennelementesteuer

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie

Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland

Umweltinstitut München

antiakwsonne

 

Gemeinsame Pressemitteilung

Berlin/Hamburg/München, 19.09.2016

 

 

Offener Brief an Finanzminister Schäuble, Energieminister Gabriel und Umweltministerin Hendricks

Eine Ende des Jahres drohende Steuerbefreiung für Atomkraftwerke in Milliardenhöhe ruft Protest von UmweltschützerInnen und AtomkraftgegnerInnen hervor. Die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Umweltinstitut München und fordern in einem gemeinsamen offenen Brief an Finanz-, Wirtschafts- und Umweltministerium sowie die Fraktionsspitzen von CDU/CSU und SPD, den Brennstoff von Atomkraftwerken weiter zu besteuern. Bisher plant die Regierung, die so genannte Brennelementesteuer Ende des Jahres ersatzlos zu streichen.

„Lässt die Bundesregierung das Auslaufen der Brennelementesteuer zu, belohnt sie den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken – pro Reaktor und Tag mit rund 500.000 Euro“, kritisiert Franziska Buch vom Umweltinstitut München. „Fünf Jahre nach Fukushima wäre das gesellschaftlich wie ökonomisch das absolut falsche Signal. Die Regierung muss nun schnellstens eine Gesetzesänderung auf den Weg bringen, um das Ende der Brennelementesteuer zu verhindern.“

Eingeführt wurde die Steuer 2011, um die AKW-Betreiber an den gesellschaftlichen Kosten der Atomenergie zu beteiligen und Wettbewerbsvorteile der Atomkraft zu reduzieren. „Es gibt keinen Grund, jetzt auf diese Steuer zu verzichten“, so Thorben Becker, Atomexperte beim BUND. „Im Gegenteil: Die Sanierung der Atommülllager Asse II und Morsleben wird weit mehr kosten, als die Brennelementesteuer bisher eingebracht hat. Zudem hätten die übriggebliebenen Atomkraftwerke mit dem Auslaufen der Steuer in den kommenden Jahren völlig ungerechtfertigte Vorteile im Strommarkt.“

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, verweist darauf, dass die Abschaffung der Brennelementesteuer auch den geplanten „Risikoaufschlag“ beim Atommüll-Fonds ad absurdum führen würde. „Die Konzerne bekämen die sechs Milliarden Euro, die sie als ‚Risikoaufschlag‘ in den Fonds einzahlen sollen, durch die Befreiung von der Brennelementesteuer wieder zurück. Unterm Strich würde der Staat den AKW-Betreibern die Haftung für ihren Atommüll also völlig gratis abnehmen – das kann nicht sein!“

 

HINWEIS:

Den offenen Brief im Wortlaut finden Sie im Anhang dieser

Pressemitteilung sowie unter

www.ausgestrahlt.de/brennelemente-steuer/offener-brief/

Mehr Informationen zur Brennelemente-Steuer finden Sie unter

www.ausgestrahlt.de/brennelemente-steuer

BI Umweltschutz: Endlagerdebatte und Protest vorm Zwischenlager

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

buero@bi-luechow-dannenberg.de

Wendland Gorleben antiatom

Pressemitteilung 27.08.2016

Ein Tag – zwei Termine

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und dessen grüner Kabinettskollege Stefan Wenzel kamen pünktlich: Von 10 – 12 Uhr debattierten knapp 200 Menschen mit ihnen auf dem Saal des Gasthauses Wiese in Gedelitz, wie es bei der Endlagersuche weitergehen wird und welche Rolle der Salzstock Gorleben-Rambow dabei spielt.

Eingeladen zum Frühschoppen ab diesem historischen Ort – ungezählte Demonstration gegen Gorleben starten hier – hatten die Bäuerliche Notgemeinschaft und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Beide Politiker halten bekanntlich den Salzstock  Gorleben- Rambow als Atommüllendlager für nicht für geeignet. Wenn es in Zukunft fair und transparent zugeht, sei Gorleben erledigt, gleichwohl sei Niedersachsen ein Bundesland, das mit seinen Ton- und Salzvorkommen sehr wohl wieder im Fokus der Atommüllendlagerung stehen könne, unterstrichen die Koalitionspartner.

Das Ergebnis der Endlagerkommission wurde aber von vielen im Saal als unzureichend angesehen. “Zu viel Wenn und Aber war im Raum”, fasst die BI das Gespräch zusammen. Mit Gorleben im Topf bei der Endlagersuche könne es nicht fair zugehen. Vor allem die windelweichen geologischen Ausschlusskriterien machten es möglich, an vielen Orten ein Endlager einzurichten – also auch in Gorleben.

Wenn man sich vor Augen hält, dass Atommüll für eine Million Jahre von der Biosphäre abgeschirmt werden soll, dann reiche ein Blick auf die Probleme, die sich schon während der Zwischenlagerung ergibt. Denn immer neue Rostfässer tauchen im Zwischenlager Gorleben auf. Ein Grund für die Versammlungsteilnehmer_innen, gleich im Anschluss an die Diskussion um “Fünf nach 12″ vor das Tor des Zwischenlagers zu ziehen und auf das aktuelle Atommülldilemma in Gorleben zu verweisen.

Vor einem Jahr begann eine “Auslagerungskampagne”. Die Lagerungsgenehmigung für Rollreifenfässer, die in den 90er Jahren ursprünglich in das – inzwischen geschlossene, weil havarierte – Endlager Morsleben verbracht werden sollten, läuft 2019 aus. Insgesamt 1.300 Fässer müssen in der GNS-Anlage in Duisburg, mitten in einem Wohngebiet, neu konditioniert werden. Die derzeitigen Planungen sehen den letzten der voraussichtlich 15 Transporte Mitte 2017 vor. Wohin sie im Anschluss gebracht werden, ist bisher unbekannt.

Bei der Auslagerung werden ständig Rostfässer entdeckt. “Dabei wird es bleiben”, ist sich Wenzel sicher. Das niedersächsische Umweltministerium fordert ein Video gestütztes Überwachungssystem. Es geht auch um die Feuchte im Lager, das an die Castor-Halle mit den 113 Behältern angrenzt. Doch die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) klagt dagegen, bis zum 7. September will sie beim Verwaltungsgericht Lüneburg die Klage begründen.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke vor Ort: “Wir fordern von der GNS die Rücknahme ihrer Klage und vom Umweltministerium einen absoluten Einlagerungstopp! Wenn die Lagerung nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht, muss eine weitere Einlagerung verhindert werden.” Doch Wenzel, so beklagt  die BI, hielt sich bedeckt. Ehmke: “Er sprach im Plusquamperfekt, einen Einlagerungsstopp hatte es gegeben, doch wir wollen ihn jetzt.”

29.10.2016: Demo: Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen!

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Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen!
Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!

Beginn: 29. Oktober 2016, 13 Uhr, Bahnhof Lingen
Abschlusskundgebung vor dem Alten Rathaus

Gemeinsam mit vielen Menschen aus dem Emsland und ganz Niedersachsen, aus NRW und aus anderen Regionen wollen wir am 29. Oktober 2016 für unsere Forderungen auf die Straße gehen:

  • Uranlieferungen aus Lingen und Gronau an marode AKW in Belgien und Frankreich stoppen!
  • Brennelementeherstellung in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
  • Das AKW Emsland, Grohnde, Tihange, Doel, Fessenheim, Cattenom und alle anderen AKW abschalten! Sofort!
  • Energiewende jetzt! Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom!
Über 5 Jahre nach Fukushima und 30 Jahre nach Tschernobyl sind wir mehr denn je von alternden Atomkraftwerken und von einer weiterhin aktiven Nuklearindustrie bedroht.

 

Atomausstieg? Ungenügend!
Während die verbleibenden 8 deutschen Atomkraftwerke bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollen, bleibt die nukleare Infrastruktur unangetastet. Sowohl die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) als auch die Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) verfügen weiterhin über eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Beide Uranfabriken versorgen Atommeiler in aller Welt mit Brennstoff, so auch die besonders maroden Meiler Tihange, Doel, Fessenheim und Cattenom.

 

Lingen – Zentrum der Atomindustrie dichtmachen!
In Niedersachsen hat sich die Atomindustrie auch im Emsland breit gemacht. Gleich vier Atomanlagen in Lingen stehen exemplarisch für verschiedene Gefahren in der nuklearen Kette:
Mit der Brennelementefabrik mutet die Firma AREVA der Bevölkerung in der Region Störfälle und gefährliche Atomtransporte zu.
Das fast 30 Jahre alte AKW Emsland soll trotz wiederholter Störfälle noch bis Ende 2022 weiter laufen, wobei es schon jetzt ein unzumutbares Risiko darstellt. Nicht ohne Grund werden in dessen Umkreis Jodtabletten auf niederländischer und deutscher Seite verteilt. Aber veraltete Katastrophenschutzpläne und fehlende Evakuierungspläne lassen befürchten, dass die Bevölkerung bei einer nuklearen Katastrophe der radioaktiven Verseuchung schutzlos ausgeliefert sein wird.
Die Castor-Atommüllhalle neben dem AKW Emsland macht Lingen zu einem weiteren Atommüllstandort in Niedersachsen, neben den schon vorhandenen oder geplanten Standorten Asse, Gorleben und Schacht Konrad.
Am ständig wachsenden hochradioaktiven Müll und dem äußerst schwierigen Rückbau des AKW Lingen 1 zeigt sich, wie sehr die nuklearen Hinterlassenschaften unsere Zukunft und die nachfolgender Generationen belasten.

 

Urananreicherung in Gronau beenden Uranexporte stoppen!
In NRW zieht die Angst vor einem Super-GAU in Belgien, aber auch vor den niedersächsischen Atomkraftwerken Emsland (Lingen) und Grohnde immer weitere Kreise. Die Zahl der Kommunen, die sich gegen die belgischen Pannenreaktoren wehren oder vorsorglich Jodtabletten an die Bevölkerung verteilen wollen, wächst zusehends.
Dabei muss klar sein: nur durch das Abschalten der Hochrisikomeiler ist die Gefahr gebannt, und nur mit einen Lieferstopp kann verhindert werden, dass die Meiler in Tihange mit dem angereicherten Uran aus Gronau weiterlaufen.
Dass sich die NRW-Landesregierung der Klage der Städteregion Aachen gegen das AKW Tihange angeschlossen hat, ist ein richtiger Schritt, doch längst nicht ausreichend. Es ist an der Zeit, die im NRW-Koalitionsvertrag vereinbarte Schließung der Urananreicherungsanlage vor der Landtagswahl 2017 endlich umzusetzen!

 

Veranstalter/innen:

Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, AntiAtomBonn, Anti-Atom-Gruppe Osnabrück, Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Elternverein Restrisiko Emsland.

 

Unterstützer/innen:

AKW-NEE-Gruppe Aachen
Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn
Aktionsbündnis STOP Westcastor
AntiAtom-Bündnis Niederrhein
AntiAtomEuskirchen
AntiAtomPlenum Köln
Arbeitskreis Atomenergie der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Atomianer
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Bonn
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Emsland
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Grafschaft Bentheim
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Recklinghausen
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Niedersachsen
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Nordrhein-Westfalen
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Nordrhein-Westfalen – Landesarbeitskreis Atom
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Regionalgruppe Münsterland
Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Grafschaft Bentheim
Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverband Gescher
Bürgerinitiative Cattenom Non Merci
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Bürgerinitiative StrahlenSchutz (BISS) Braunschweig
Die Linke. Kreisverband Borken
Die Linke. Landesverband NRW
Die Linke. Stadtverband Gronau
Elektrizitätswerke Schönau (EWS)
Greenpeace Energy (Hamburg)
Klimaforum Detmold
LichtBlick (Hamburg)
NaturFreunde Deutschlands
Piratenpartei Landesverband Niedersachsen
Piratenpartei Landesverband Nordrhein-Westfalen
Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten
Robin Wood
Schweinfurter Aktions-Bündnis gegen Atomkraft
SofA Münster (Sofortiger Atomausstieg)
Südwestdeutsche Anti Atom Initiativen
Umweltinstitut München
World Information Service on Energy (WISE International)

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. September 2016

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen! Bus aus der Region zur Demo in Lingen
  2. Beagles rocken für Rechtshilfe
  3. Mit Geschenkspenden unterstützen – so geht’s!
  4. Bundesweite Atommüllkonferenz am 24.September in Göttingen
  5. Termine

1. Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen! Bus aus der Region zur Demo in Lingen am 29. Oktober

Atomkraftwerke in aller Welt werden weiterhin aus Deutschland mit Brennstoff versorgt. Diese Anlagen sind vom Atomausstieg ausgenommen und haben eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Deshalb: Brennelementeherstellung in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!

Demo am 29. Oktober um 13 Uhr am Bahnhof Lingen, Abschlusskundgebung vor dem Alten Rathaus.

Die Arbeitsgemeinschaft ist Mit-Verstalter der Demo, ruft zur Teilnahme auf und organisiert einen Bus aus der Region Weltatomerbe Braunschweiger Land.

Wir bitten alle Interessierten, sich jetzt schon per Mail an info@ag-schacht-konrad.de zu melden. Genauere Infos wie Abfahrtsorte und -zeiten in der Region sowie Preis gibt es dann schnellstmöglich und auch in Abhängigkeit von den hoffentlich zahlreichen Anmeldungen.

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2. Beagles rocken für Rechtshilfe

Die Braunschweiger Classic Rock Band the beagles gibt ein Konzert und bietet ihren Fans neben heißen Rhythmen die Chance, etwas Gutes zu tun: Die Veranstaltung steht im Zeichen der Unterstützung für den Rechtshilfefonds Strahlenschutz. Der Rechtshilfefonds unterstützt AnwohnerInnen der Nuklearfirma Eckert&Ziegler in Braunschweig-Thune bei einer zukünftigen Klage gegen die enorm hohe Strahlengenehmigung des Unternehmens. Die Unterstützung kann nicht groß genug sein, denn die Vorbereitungen der Klage sind umfangreich und stehen den finanziellen Möglichkeiten eines international agierenden Unternehmens gegenüber.

Das Konzert findet am Freitag, 16. September um 19:30 Uhr in der Aula des Lessinggymnasiums (Heideblick, 38110 Braunschweig) statt. weiterlesen…

3. Mit Geschenkspenden unterstützen – so geht’s!

Geld statt Geschenke, dies war die Idee von Ulrike. Grund zum Feiern war ihr runder Geburtstag, den sie mit Freunden, der Familie und KollegInnen verbringen wollte. Wunschlos glücklich kündigte sie allen Gästen in ihrer Einladung an, statt der Geschenke, doch für die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad zu spenden und somit deren wichtige Arbeit zu unterstützen. Der Spendenaufruf kam super an und Ulrike konnte der Arbeitsgemeinschaft 865 Euro zukommen lassen. weiterlesen…

4.  Bundesweite Atommüllkonferenz am 24. September in Göttingen

Die Atommüllkonferenz ist (nicht nur) ein fachlich-politisches, partei-unabhängiges Forum für Betroffene und Akteure von den Standorten, an denen Atommüll liegt oder an denen die Lagerung vorgesehen ist. Sie ist ebenso offen für all diejenigen, die sich zum Thema Atommüll informieren, aktiv werden und/oder sich vernetzen wollen.

Programm und Anmeldung unter: http://www.atommuellkonferenz.de

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5. Termine

  • Fr., 02.09.16, 11.00 Uhr – KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, in den Blumentriften, Salzgitter-Lebenstedt
  • Sa., 03.09.16, 11-16 Uhr – Anti-Kriegstag – Gemeinsam für den Frieden, vor dem Rathaus in Braunschweig, VA: Friedenszentrum Braunschweig, Friedensbündnis Braunschweig
  • So., 04.09.16, 11-17 Uhr – Windfest in Jeggeleben mit Info-Stand der Arbeitsgemeinschaft, Windpark Jeggeleben, 39624 Kalbe (Milde)-OT Jeggeleben
  • Mo., 05.09.16, 18.00 Uhr – Wolfenbüttel: ASSE-Mahnwache, vor Seeliger, Lange Herzogstr. 67, VA: Wolfenbütteler AtomAustiegsgruppe WAAG
  • Mo., 05.09.16, 18.00 Uhr – Göttingen: Mahnwache für die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen weltweit, mit Redebeiträgen, aktuellen Infos und Aktionen. Ort: Göttingen, Gänseliesel, VA: Anti-Atom-Initiative Göttingen
  • Di., 06.09.16, 17.30 Uhr – Umwelt- und Klimaschutzausschuss Stadt Salzgitter
  • Di., 06.09.16, 19.00 Uhr – Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post)
  • Mi., 07.09.16, 17.00 Uhr – Fachgruppe KONRAD, Interessierte sind herzlich willkommen! KONRAD-Haus Bleckenstedt
  • Do., 08.09.16, 17.15 Uhr – Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD-Haus, Salzgitter-Bleckenstedt
  • Fr., 09.09.16, 17.00 Uhr – 12. Mobile Atomaufsicht, KONRAD-Spaziergang, Treffpunkt unter der Brücke Ortseingang SZ-Bleckenstedt
  • Sa., 10.09.16, 11-17 Uhr – NRW Anti-Atom Landeskonferenz Herbst 2016, Welthaus Aachen, An der Schanz 1, 52064 Aachen, VA: Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie
  • So., 11.09.16, 17.00 Uhr – ASSE-Konzert: ZWIEGESPRÄCHE Werke für zwei Violoncelli von Mozart, Boccherini, Couperin u.a., Kirche St. Barbara, Wittmar
  • Mo., 12.09.16 – Blockade des Atomwaffenlagers Büchel, Fliegerhorst Büchel, Alflen, mehr bei facebook… https://www.facebook.com/events/247674198956862/
  • Mi., 14.09.16, 18.30 Uhr – Planungstreffen für das Jubiläumsjahr 2017 – 30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, Interessierte herzlich willkommen! Konradhaus Bleckenstedt
  • Mi., 14.09.16, 18.00 Uhr – Orga-Treffen für den Gorlebentag 2017, Interessierte sehr willkommen! Lüchow, BI Lüchow-Dannenberg
  • Fr., 16.09.16, 19.30 Uhr – Benefiz-Konzert: Die Beagles spielen für den Rechtshilfefonds Strahlenschutz e.V., mehr…
  • Sa., 24.09.16, 11-17 Uhr – 9. Atommüllkonferenz, in der VHS Göttingen, www.atommuellkonferenz.de
  • Sa., 24.09.16, 11-16 Uhr – Regionalkonferenz Grohnde, 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ am 19.3.1977, www.grohnde-kampagne.de
  • So., 25.09.16, 10-15.30 Uhr – Bundesweites Castor-Treffen in der VHS Göttingen, Ort: Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen – direkt hinterm Bahnhof
  • So., 25.09.16, 14.00 Uhr – KONRAD-Gottesdienst in Bleckenstedt

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Schöne Grüße von Michaela Sohn und Thomas Erbe für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

www.ag-schacht-konrad.de

Urananreicherer Urenco mit Halbjahresverlust

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

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Gronau/Münster/Bonn, 30. August 2016

Urananreicherer Urenco mit Halbjahresverlust:
-Dividende für Anteilseigner EON und RWE in Gefahr?
-massive Kritik an Urenco-Ukraine-Deal

Der auch im westfälischen Gronau aktive Urananreicherer Urenco hat in seiner Halbjahresbilanz für das erste Halbjahr 2016 erstmals seit langem einen Nettoverlust ausgewiesen. Während Urenco im Vergleichszeitraum 2015 einen Nettogewinn von 166 Mio. Euro einfuhr, wurde trotz ungefähr gleichbleibender Einnahmen und deutlich geringerer Ausgaben nun ein Nettoverlust von 8,5 Mio. Euro erzielt. Urenco führt diesen Gewinneinbruch auf Währungsschwankungen sowie ein schwächeres Pfund Sterling zurück.

„Die neuen Zahlen für Urenco sind bemerkenswert, weil sich der Urananreicherer bislang immer als profitables Unternehmen dargestellt hat. Gibt es bei der Urananreicherung neben den Währungsschwankungen noch andere Geschäftsprobleme, über die die Öffentlichkeit informiert werden müsste? Mit dem jetzigen Verlust steht auch hinter der bisherigen Dividende von jeweils knapp 60 Mio. Euro für die deutschen Urenco-Anteilseigner EON und RWE für 2016 ein großes Fragezeichen,“ so Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Zudem fragt Buchholz, ob mögliche Probleme bei der Inbetriebnahme der neuen Uranmüllhalle in Gronau eine Rolle spielen.

Die neuen Geschäftszahlen von Urenco zeigen, wie wichtig für den Atomkonzern der vor einer Woche bekannt gewordene neue Deal mit der Ukraine ist. Im Laufe der nächsten drei Jahre soll pro Jahr angereichertes Uran für je zweimal 42 Uranbrennstäbe über die Brennelementeherstellung von Westinghouse in Schweden an die Ukraine geliefert werden. Zusätzliche Lieferungen sind als Option vereinbart. Möglich ist dabei auch eine Urananreicherung in Gronau wie auch im benachbarten Almelo in den Niederlanden.

„Mit dem Ukraine-Deal greift Urenco vor allem den bisherigen Weltmarktführer Rosatom an, der bislang die Ukraine beliefert. Angesichts der neuen Verlustzahlen benötigt Urenco den Deal aber womöglich auch, um nicht langfristig in die Verlustzone abzurutschen. Doch die Belieferung ausgerechnet von sowjetischen Schrottreaktoren im Krisengebiet Ukraine ist ein äußerst brisantes und unverantwortliches Geschäft. Es ist unverständlich, warum die Bundesregierung hier kein Veto eingelegt hat,“ so Matthias Eickhoff vom  Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern aufgrund der gefährlichen Unzuverlässigkeit der ukrainischen Alt-Reaktoren und der instabilen Lage im Kriegsgebiet im Osten des Landes von der Bundesregierung ein Exportverbot für mögliche Uranlieferungen aus Gronau. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor ziemlich genau 30 Jahren hat dramatisch gezeigt, dass auch Westeuropa von einem schweren Atomunfall in der Ukraine nicht verschont bliebe. Die Bundesregierung soll sich stattdessen für den beschleunigten Ausbau regenerativer und zukunftsfähiger Energien auch in der Ukraine stark machen.

Weitere Informationen:
http://www.bbu-online.de, http://www.sofa-ms.de,www.urantransport.de

Hinweis für die Redaktionen:
Hier der Link zum Halbjahres-Geschäftsbericht von Urenco:
http://www.urenco.com/news/detail/urenco-group-half-year-2016-unaudited-financial-results

BBU: AKW Grohnde sofort stilllegen!

BBU-Pressemitteilung

30.08.2016

bbu

(Bonn, Hannover, Grohnde, 30.08.2016) Nach den jüngsten Vorfällen im Atomkraftwerk Grohnde (Niedersachsen) fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) mit Nachdruck die sofortige und endgültige Stilllegung des umstrittenen Atomreaktors. Nach einem Arbeitsunfall mit Todesfolge am Freitag (26. August) hatte das niedersächsische Umweltministerium am Montag (29. August) die Öffentlichkeit über Probleme mit einem Transportbehälter für Brennelemente informiert. Die betroffenen Brennelemente sollen jetzt zur Kontrolle in die ebenfalls umstrittene Brennelementefabrik in Lingen (Emsland) transportiert werden.

Der BBU erinnert daran, dass der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel vor einem Monat ein schnelleres Aus für das AKW Grohnde gefordert hat. Nach bisherigem Planungsstand soll das AKW erst Ende 2021 stillgelegt werden. Nach Angaben des BBU liegt es in der Hand von Umweltminister Wenzel, das AKW jetzt vorzeitig stillzulegen. In Niedersachsen ist das Umweltministerium die zuständige Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für Atomkraftwerke und sonstige Atomanlagen. Udo Buchholz vom Vorstand des BBU betont, dass Minister Wenzel jetzt zeigen muss, wie er sich ein schnelleres Aus für das AKW Grohnde vorstellt.

Weil das AKW Grohnde in der Nähe der Landesgrenze zu NRW steht, sieht der BBU auch die NRW-Landesregierung in der Pflicht, für die Stilllegung des AKW Grohnde aktiv zu werden. Die ostwestfälischen Städte Bielefeld und Paderborn sind nur etwa 60 Kilometer Luftlinie vom AKW Grohnde entfernt.

In einem Aufruf zu einer überörtlichen Anti-Atomkraft-Demonstration wird das AKW Grohnde in einem Atemzug mit belgischen und französischen Pannenreaktoren genannt. Die Demonstration findet in zwei Monaten am 29.

Oktober in Lingen statt. Dort werden Brennstäbe hergestellt, die den Betrieb von Atomkraftwerken aufrecht halten. Und neben der Brennelementefabrik steht das AKW Emsland (AKW Lingen 2), in dem es auch wiederholt zu Störfällen gekommen ist. Gemeinsam mit zahlreichen Anti-Atomkraft-Initiativen, Umweltverbänden und weiteren Organisationen ruft auch die „Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten“ zur Teilnahme an der Demonstration in Lingen auf. In dem, Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration heißt es u. a.: „Das AKW Emsland, Grohnde, Tihange, Doel, Fessenheim, Cattenom und alle anderen AKW abschalten! Sofort!

Energiewende jetzt! Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom!“

 

Vollständiger Text des Aufrufs und weitere Informationen zur Demonstration unter www.lingen-demo.de.

Informationen zum langjährigen Wiederstand gegen das AKW Grohnde unter http://www.grohnde-kampagne.de.