Wissenschaft konkret: Vortrag: Die Anti-Atom-Bewegung auf neuen Wegen?

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  • Freitag, 23.02.2018
  • Zeit: 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
  • Ort: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin

 

In seiner Bachelorarbeit hat Luca Schirmer über die Rolle der NaturFreunde in der Anti-Atom-Bewegung und deren atom-und energiepolitischen Positionen zu Zeiten der Energiewende geschrieben. Leitfragen der Arbeit waren dabei: Ist die deutsche Anti-Atom-Bewegung durch den „Atomausstieg“ und die „Energiewende“ obsolet geworden? Wofür sollte eine Bewegung die ihr großes Ziel offensichtlich erreicht hat noch kämpfen?

Dabei stehen die NaturFreunde als wichtiger Teil dieser Bewegung im Vordergrund der Betrachtung. Sie waren in unterschiedlicher Weise an allen großen Auseinandersetzungen der Anti-Atom-Geschichte präsent und sind auch heute noch am Diskurs beteiligt. Neben der rezenten (End-)Lagerdebatte mischt die Anti-Atom-Bewegung heut auch auf internationaler Ebene und insbesondere bei Fragen der erneuerbaren Energien mit.

Seine Arbeit wird Luca im Rahmen unserer Vortragsreihe „Wissenschaft Konkret“ vorstellen und im Anschluss soll ausgiebig darüber diskutiert werden.

Die Bachelor-Arbeit findet Ihr unter: http://www.naturfreunde-berlin.de/bachelorarbeit-anti-atom-bewegung-neuen-wegen

Infos: NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch, (0176) 62 01 59 02, hiksch@naturfreunde.de
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BI Umweltschutz: „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 19.02.2018

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Zwischen 1978 und 1980 hielt der damaligeWendland-Neuling Helmut Koch seine Kamera auf die Landschaft, die Folklore undden beginnenden Widerstand. Vor 41 Jahren ins Wendland gekommen, um Bäume gegenGorleben zu pflanzen, knatterte er bald mit seinem Mofa hinter Treckern zumLüchower Bahnhof her, nachdem ihn die Bauern nächtens aus dem Bett getrommelthatten.
Es wurde die erste mehrtägige Blockade.Blockiert wurde die Celler Brunnenbau, die mit den Baugrunduntersuchungen fürdie Errichtung eines nuklearen Entsorgungszentrums beauftragt war.

 

Koch hatte seine S-8-Kamera dabei. Und nichtnur dort… Hinter Trebel, an der B 493 auf der Brandheide, pflanzte die Gruppe“Platz” der Bürgerinitiative Bäume, in Schmarsau wurde Hochzeit gefeiert, zur Freudeder Kinder brach der “Katastrophenwinter” herein. Zu sehen sind in der knappenStunde auch eine Demo in Lüchow, die Geschichte einer Fahne, derNiedersachsentag in Lüchow, die 1004-Besetzung und -Räumung, alles inunscharfen, vierzig Jahre alten Bildern.

Nach einigen Aufführungen 1980 verstaubte der Film, bis er Ende 2017digitalisiert und neu geschnitten wurde. Er zeigt eine andere Perspektive derAnfänge des Widerstandes als die bekannten Dokumentationen und Spielfilme zumThema. Zur Kulturellen Landpartie (KLP) im Mai soll er im Lüchower Kinozusammen mit vielen anderen Widerstandsfilmen laufen. Da aber viele Wendländer zurKLP hoch beschäftigt sind, findet die digitale Premiere am 41. Jahrestag derStandortbenennung Gorlebens, am 22. Februar, um 20.15 und um 21.30 Uhr imLüchower Kino statt. Die BI Umweltschutz und das Gorleben-Archiv sind mit vonder Partie und zeigen sich mit einemgemeinsamen Info-Stand.

Aufgrund der begrenzten Plätze wird dringend um Reservierung (wendland-Kino.de)gebeten. Eintritt per Hutkasse.

24.2.2018: Aktionstag gegen Urantransporte

BBU-Pressemitteilung

15.02.2018

 

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(Bonn / Hamburg, 15.02.2018) Am 24. Februar 2018 findet ein bundesweiter Strecken-Aktionstag gegen Urantransporte statt.

Anti-Atomkraft-Initiativen rufen zur Teilnahme an Mahnwachen auf, mit denen auf die Gefahren der zahlreichen Urantransporte hingewiesen werden soll. Gleichzeitig richten sich die Protestaktionen generell gegen die Nutzung der Atomenergie. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass erste konkrete Aktionen in Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz angekündigt wurden. http://urantransport.de/aktionstage/streckenaktionstag-2018

 

In dem Aufruf zur Teilnahme an den Protestaktionen heißt es: „Wir wollen auf den Transport von Uranerzkonzentrat (auch bekannt als „Yellow Cake“) aufmerksam machen, das regelmäßig im Hamburger Hafen verladen wird und dann per Bahn bis Narbonne im Süden Frankreichs fährt, inklusive radioaktiver Strahlung und entsprechender Gefährdung. Uranerzkonzentrat ist eine Art gelbes Pulver, das aus den Uranminen kommt und in Narbonne in Uranhexafluorid (sehr giftiges Zeug) umgewandelt wird, damit es in Gronau z.B. für Brennelemente angereichert werden kann.“

 

Das Uranerzkonzentrat fährt über den Schienenweg von Hamburg über Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier, danach über Metz und Woippy bis Narbonne. Die Anti-Atomkraft-Initiativen rufen zum Protest entlang dieser Transportstrecke auf.

 

Udo Buchholz vom BBU-Vorstand betont, dass sich der Aktionstag gegen viele Gefahren der Atomindustrie richtet. „Der Schwerpunkt der Proteste richtet sich gegen konkrete Transporte von Uranerzkonzentrat. Die Proteste richten sich aber auch gegen alle Uran- und Atomtransporte, sowie gegen Atomkraftwerke und Uranfabriken. Und der Protest richtet sich auch gegen den Uranabbau, der in vielen Ländern erfolgt und der die Rohstoffe der Atomindustrie liefert.“

 

Urantransporte erfolgen auch mit LKW – Hilfskräfte werden vorab nicht informiert

 

Der BBU weist darauf hin, dass Urantransporte nicht nur mit der Bahnerfolgen, sondern auch mit LKW. Oft fahren die Transporte unerkannt durch Wohngebiete; Hilfskräfte wie Feuerwehren oder das THW werden im Vorfeld nicht über derartige Transporte informiert und wären im Ernstfall selber den Gefahren radioaktiver Strahlung ausgesetzt.

 

Wer nicht im Nahbereich der Bahnstrecke Hamburg – Narbonne wohnt, kann am 24. Februar auch in anderen Orten, unabhängig vom Streckenverlauf Mahnwachen, Kundgebungen oder Infostände gegen Uran- und sonstige Atomtransporte organisieren. Wo es zeitlich besser passt, können Mahnwachen auch am 23.2. oder am 25.2. durchgeführt werden. Zur bundesweiten Vernetzung ist es sinnvoll, die „Bundesweite Vernetzung gegen Urantransporte“ über geplante Aktivitäten zu informieren, damit sie gemeinsam beworben werden können. Kontakt: kontakt@urantransport.de <mailto:kontakt@urantransport.de>

 

Weitere Informationen über die Gefahren der Urantransporte, über den Aktionstag am 24.2.2018 sowie über konkrete Aktionen unter http://urantransport.de. Informationen zum Thema Uranabbau:

http://www.wise-uranium.org, http://www.menschenrechte3000.de

Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel: Pannenreaktoren stilllegen, Uran-Brennstoffexporte stoppen

Gemeinsame Pressemitteilung von 14 Initiativen und Verbänden zum Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel (20.02.2018)

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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer
Verantwortung (IPPNW)
Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen
Initiative 3 Rosen e. V. Aachen
Initiative „Buirer für Buir“
Dorfinteressengemeinschaft Wanlo e. V.
Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben ohne Braunkohle“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
AntiAtomBonn
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Aachen/Düsseldorf/Münster/Bonn, 19. Februar 2018

Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel:
– Pannenreaktoren stilllegen, Uran-Brennstoffexporte stoppen
– Keine Braunkohle, sondern Erneuerbare als Ersatz

14 Anti-Atomkraft-Initiativen, Anti-Braunkohle-Initiativen sowie Umweltverbände erwarten vom Spitzentreffen am morgigen Dienstag in Brüssel zwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und dem belgischen Regierungschef Charles Michel konkrete Vereinbarungen zum Atomausstieg an den AKW-Standorten Tihange und Doel.

„Angesichts der gravierenden Sicherheitsprobleme in Tihange und Doel appellieren wir an den belgischen Regierungschef, die dringend notwendige Stilllegung der betroffenen Reaktoren nicht länger zu verzögern. Auch in der Sowjetunion und Japan hielt man vor Tschernobyl und Fukushima einen Super-GAU für ausgeschlossen. Doch die Ukraine, Weißrussland und Japan kämpfen bis heute mit den Folgen. Ein schwerer Reaktorunfall in Tihange oder Doel hätte verheerende Folgen für Westeuropa. Die Strahlenbelastungen in der Großregion Aachen/Brüssel/Maastricht wären vergleichbar mit denen innerhalb der 20 km Sperrzone in Fukushima,“ warnte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Von NRW-Ministerpräsident Laschet fordern die Initiativen und Verbände ein umgehendes Ende der Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau. „Solange Deutschland durch die Lieferungen von Uran-Brennstoff maßgeblich am Weiterbetrieb der Pannenreaktoren mitbeteiligt ist, bleibt die offizielle Kritik an den Atomkraftwerken unglaubwürdig. Der Brüssel-Besuch ist ein guter Anlass, um ein Exportverbot für Uran-Brennstoff auf den Weg zu bringen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich fordern die Initiativen und Verbände von Laschet eine Kehrtwende bei seiner bisherigen Forderung, Belgien ausgerechnet extrem umweltschädlichen Braunkohlestrom als Ersatz für die Atomkraftwerke anzubieten: „Dies ist ein klimapolitisch vergiftetes Angebot, das allein dem deutschen Energieriesen RWE nutzen soll. Wir fordern, dass Ministerpräsident Laschet von seinem Braunkohle-Vorschlag Abstand nimmt und stattdessen Belgien erneuerbare Energien anbietet. Nur so ist das Exportangebot glaubwürdig und nur so lassen sich auch die selbstgesteckten Klimaziele erreichen,“ forderte Herbert Gilles von der Initiative 3 Rosen aus Aachen.

„Für schmutzige Deals zugunsten RWE und zu Lasten unserer Zukunft stehen wir nicht zur Verfügung. Herr Laschet wurde gewählt, um Zukunft zu gestalten – zwei Drittel der Menschen in NRW wollen den schnellstmöglichen Kohleausstieg. Das ist ein klarer Wählerauftrag,“ ergänzte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“ aus Kerpen.

Weitere Infos:

www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.nabu-nrw.de, www.antiatombonn.de,
www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de,
www.dont-nuke-the-climate.org

Anti-Atom-Sommercamp nahe Narbonne, Frankreich, vom 6.-12. August 2018

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Liebe Anti-Atom-AktivistInnen, -Gruppen und Interessierte,

wir möchten Euch hiermit herzlich einladen, Euer Wissen, Eure
Erfahrungen, und das bereichernde Gefühl des Widerstandes beim
internationalen Anti-Atom-Sommercamp nahe Narbonne, Frankreich, vom
6.-12. August 2018 zu teilen.

Unsere Gruppe besteht aus unabhängigen Anti-Atom-AktivistInnen aus der
ganzen Welt und unser Ziel ist es, ein Treffen für internationale
Vernetzung und die Verbreitung von Wissen und Erfahrungen über
Anti-Atom-Themen zu organisieren. Zudem wünschen wir uns dabei, das
aufregende Erlebnis eines Sommercamps mit dem Spaß während der dort
gemeinsam verbrachten Zeit zu verknüpfen.

Das Sommercamp gliedert sich in zwei Hauptthemen:
Das erste Hauptthema ist die Uran-Konversionsfabrik der Firma Orano
(früher als Areva bekannt) in Narbonne-Malvési. Wir denken, es ist
wichtig, die lokalen Anti-Atom-Gruppierungen zu unterstützen und
Erfahrungen über die Probleme im Uran-Konversionsprozess sowie bei der
Lagerung von radioaktivem Müll zu teilen. Während des Camps wird es
mindestens einen Aktionstag gegen die Atomindustrie in Narbonne bzw. in
der Nähe von Narbonne geben.

Das zweite Hauptthema sind Sicherheitsprobleme beim Transport von Uran
und seinen Nebenprodukte, weiter über die atomare Brennstoffspirale
hinaus bis hin zum radioaktivem Atommüll.

Zwischendurch werden wir Euch im Programm genügend Zeit und Raum geben,
um gemeinsame Erfahrungen und Wissen teilen zu können und um anstehende
Projekte und Kampagnen vorzubereiten. Wir möchten auch gerne einen Raum
für informelle Treffen, künstlerischen und kreativen Austausch, Siestas
und kleine Feste bieten. Wir hoffen, örtliche Musikbands für uns zu
gewinnen, an einem der Abende auf dem Gelände des Sommercamps für uns zu
spielen. Zudem bieten wir Euch abends die Möglichkeit, Filme von Eurer
Anti-Atom-Arbeit zu zeigen (Bitte bringt Eure Filme mit zum Camp!).
Unser Sommercamp trifft mit dem Jahrestag der Atombombenabwürfe auf
Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August zusammen. Wir wünschen uns,
die Möglichkeit damit wahrzunehmen an die hohe Todeszahl der
Atombombenabwürfe zu erinnern und auf die Gefahren eines atomaren
Krieges hinzuweisen.

Wir benötigen noch Unterstützung bei Workshops zu Anti-Atom-Themen,
Vorträgen und Diskussionsrunden. Jede(r) von Euch ist hiermit herzlich
willkommen, seine eigenen Workshops und Präsentationen zu
Anti-Atom-Themen anzubieten. Wir hoffen, dass viele der TeilnehmerInnen
ihre Anti-Atom-Kämpfe oder Anti-Atomstrategien ihrer Region vorstellen
können. Zudem suchen wir Unterstützung, damit unsere gemeinsamen
Aktionstage erfolgreich sind.

Für das Sommercamp werden wir unsere Infrastruktur in einem Olivenhain
aufbauen, wie z.B. Komposttoiletten, Solarduschen, unsere
Gemeinschaftsküche usw. Wir haben den Anspruch, (nichtprofessionelle)
Flüster-Übersetzungen in den Workshops und in den Präsentationen für
Spanisch, Französisch, Englisch und andere Sprachen anzubieten – mit
Eurer Hilfe.

Das Campgelände befindet sich auf einer schönen Fläche weniger als 10
Kilometer entfernt von Narbonne am Mittelmeer. Jedoch ist die im Sommer
auftretende Hitze und Trockenheit ein Anlaß zur Besorgnis für die
Region, weil die kleinen Bäume nur wenig Schatten bieten und damit das
Risiko eines Waldbrandes groß ist. Deswegen sollten alle TeilnehmerInnen
verantwortungsvoll handeln und das Risiko eines Feuers auf dem Gelände
minimieren. Bei der Vorbereitung des Camps würde es uns helfen, wenn Ihr
Sonnenschirme, Sonnensegel und Feuerlöscher mitbringt, falls ihr über
derartiges verfügt.

Um einen Teil der Campkosten zu decken, erheben wir eine tägliche Gebühr
für unser gemeinsames Essen, das genutzte Wasser und andere Ausgaben von
jedem der TeilnehmerInnen. Die Höhe nennen wir Euch in einem der
folgenden Einladungsschreiben. Wenn Du Dich gerade in einer schwierigen
finanziellen Situation befindest, kannst Du uns gerne nach einem
reduzierten Beitrag fragen. Wenn Du unser Sommercamp aus innerhalb
Europas besuchen kommst, wünschen wir uns von Dir, bitte NICHT das
Flugzeug für Deine Reise zu benutzen!

Bitte bringe Deine Zelte, Schlafsäcke, Musikinstrumente und gerne auch
selbstorganisierte Kleinkunst zu diesem Sommercamp mit. Wenn es Dir
möglich ist, größere Gruppenzelte oder Sonnensegel mitzubringen, wären
wir sehr froh, wenn wir dies vorher von Dir erfahren. Siehe unsere
Kontaktinfos weiter unten.

Für diejenigen unter Euch, welche nach einer komfortableren Unterkunft
als dem Camp/Zeltlager suchen, empfehlen wir, die örtliche
Touristeninformation in Narbonne zu kontaktieren
(http://www.narbonne-tourisme.com). Wenn Du daran interessierst sein
solltest, handle lieber schnell, weil in dieses Gebiet im Sommer viele
Touristen kommen und Übernachtungsplätze schnell ausgebucht sein werden.
Später werden wir hoffentlich in der Lage sein, Euch eine Liste
verfügbarer Unterkünfte in der Region bzw. in der Nähe unserers
Sommercamps mitzuteilen.

Bitte reiche diese Einladung zum Internationalen Anti-Atom Sommercamp
2018 in Deinem Umfeld weiter!

Diese Einladung ist eine erste Ankündigung. Es werden bald mehr
detailliertere Informationen zu unserem Camp, dem Programm, den Zielen,
Örtlichkeiten und mehr in den kommenden Monaten von uns bekanntgegeben.

Wenn Du am Camp interessierst bist oder es unterstützen willst, trete
bitte mit uns in Kontakt über die folgende E-Mail-Adresse:

camp2018 AT nuclear-heritage DOT net

Anmeldungen mit Angabe der Anzahl der TeilnehmerInnen und der
Anwesenheitstage auf dem Camp sende bitte an:

camp-registration AT nuclear-heritage DOT net

 

Solidarische Grüße von den Anti-Atom-Sommercamp-OrganisatorInnen!

 

P.S.: Nachtrag zu Orano (früher Areva) in Narbonne-Malvési:
Die Uran-Konversionsfabrik Narbonne-Malvési (3 km entfernt von der
Innenstadt Narbonnes) soll in den nächsten Jahren 21.000 Tonnen
Urantetrafluorid (UF4) produzieren. Zudem will sich Orano mit dem
Verdampfen von flüssigem radioaktiven Müll in die Atmosphäre in einem
neuen angeblich „sauberen“ Verfahren neue Wege zum Geldverdienen
erschließen. Und Orano will dieses neue Verfahren an andere Firmen
verkaufen bzw. lizensieren. Orano hat bereits jetzt für die nächsten 40
Jahre die Erlaubnis erhalten, radioaktive Gase aus mehr als 350.000 m³
flüssigem Atommüll in die Atmosphäre zu pusten. Die Gesundheitsrisiken
für Flora, Fauna und die Menschheit sind ernst zu nehmen und gefährlich.

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Februar 2018

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  1. Atomnarren: Wer hat Lust beim Karneval am 11. Februar mitzulaufen?
  2. ASSE II – Wie kann zivilgesellschaftliche Vertretung funktionieren?
  3. Ausstellung in der Stadtbibliothek Salzgitter-Bad
  4. Schülerklasse der IGS Volkmarode/Braunschweig – Stippvisitite im Konrad-Haus
  5. Regionalkonferenz Grohnde – Die Arbeit nach Kräften kreativ weiterentwickeln
  6. Allianz gegen Urananreicherung und Brennelementeproduktion
  7. Jugendworkshop „Atommüll – Was geht uns das an?“
  8. Atommüllkonferenz in Kassel
  9. Termine

1. Atomnarren: Wer hat Lust beim Karneval am 11. Februar mitzulaufen?

Seit 2009 beteiligen sich Braunschweiger Anti-Atom-Initiativen am Karnevalsumzug in Braunschweig und begleiten das ASSE-Geisterschiff.

Seit 2015 bestücken wir das ASSE-Geisterschiff mit eigenen Gruppen und begeistern die Karnevalsbesucher mit toller Musik und karnevalistisch vorgetragenen Themen aus dem Weltatomerbe Braunschweiger Land.

Wer hat Lust und möchte mitlaufen? Wir können immer Unterstützung beim Kamelle werfen, Flyer verteilen und gute Stimmung verbreiten gebrauchen.

Die Braunschweiger Atomnarren suchen Euch! www.braunschweiger-atomnarren.de

2. ASSE II – Wie kann zivilgesellschaftliche Vertretung funktionieren?

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD kamen am Mittwochabend VertreterInnen von Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und Gewerkschaften in Wolfenbüttel zusammen.

Die Arbeitsgemeinschaft hatte das Treffen initiiert um gemeinsam zu überlegen, welche Anforderungen an eine neue Struktur des Begleitprozesses um die Rückholung des Atom-Mülls aus der Asse gestellt werden müssen.

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3. Ausstellung in der Stadtbibliothek Salzgitter-Bad

Nun ist die Ausstellung „30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad – Widerstand auch in Zukunft“ offiziell eröffnet. Am 22. Januar wurden die Gäste der Eröffnungsveranstaltung von Frau Süßkraut, der Hausherrin der Stadtbibliothek Salzgitter-Bad, begrüßt.

Mit eindrucksvollen Grußworten, die mit viel Beifall bedacht wurden, eröffneten Frau Frenzel als Vertreterin der Stadt Salzgitter und Thomas Ohlendorf vom BUND, Kreisgruppe Salzgitter die Ausstellung.

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4. Schülerklasse der IGS Volkmarode/Braunschweig – Stippvisitite im Konrad-Haus

Eine Schülerklasse der IGS Volkmarode/Braunschweig besuchte gestern die AG Schacht Konrad in Bleckenstedt. Passend zum Unterrichtsfach Naturkunde mit dem Lehrplanthema Radioaktivität hatte die Klassenlehrerin veranlasst, doch direkt in der Region zu schauen, wie man hier mit dem Müll der Atomindustrie umgehen will.

Vormittagstags waren die Schüler*innen in Schacht Konrad eingefahren, um sich die geplante Atommüllanlage und die Bauarbeiten im Schacht einmal anzuschauen.

Im Anschluss waren wir dann mit ihnen am Kanaldörfer-Lehrpfad verabredet.

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5. Regionalkonferenz Grohnde – Die Arbeit nach Kräften kreativ weiterentwickeln

Rege Beteiligung und engagierte Diskussion bei der Regionalkonferenz am letzten Samstag in Hameln. Zur Diskussion stand, wie es angesichts eines kleiner werdenden Stamms hochaktiver MitstreiterInnen weitergehen soll.

Die Konferenz wird zukünftig nur noch 3x jährlich tagen, dabei die mitarbeitenden Gruppen besuchen und sich stärker auf inhaltliche Fragen konzentrieren.

Am 26. Mai in Stadthagen wird es um die Arbeit des Anti-Atombündnisses Schaumburg gehen, erste Erfahrungen mit der Endlagersuche, den Stillegungsantrag zum AKW-Grohnde und eine neue Präsentation zur Grohnde-Klage.

weiterlesen bei der Grohnde-Kampagne…

6. Allianz gegen Urananreicherung und Brennelementeproduktion

„Neue Bundesregierung muss Urananlagen in Gronau und Lingen stilllegen“

Rund ein Dutzend Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände haben sich am Wochenende in Münster zu einer Allianz zusammengeschlossen, um gemeinsam zu erreichen, dass die neue Bundesregierung die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefabrik Lingen in den Atomausstieg mit aufnimmt. Bislang dürfen die beiden Atomanlagen zeitlich unbefristet weiterlaufen.

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7. Jugendworkshop „Atommüll – Was geht uns das an?“

Ende 2022 soll das letzte Atomkraftwerk in Deutschland abgeschaltet werden, doch die Probleme sind damit noch lange nicht vorbei. Überall in Deutschland lagert Atommüll. Und wie dieser über hunderttausende von Jahren sicher gelagert werden kann, weiß bisher niemand. Du möchtest mehr über Atommüll und den damit verbundenen Gefahren wissen?

Du findest, dass schon in der Schule über Atommüll informiert werden sollte? Du möchtest mit Aktivisti*innen der Anti-Atom-Szene ins Gespräch kommen? Dann komm zum Workshop 9.-11.3.2018 in Karlsruhe.

Anmeldung und mehr Informationen | Programm | Plakat

8. Atommüllkonferenz in Kassel

Inhaltliche Schwerpunkte der 12. Atommüllkonferenz sind Probleme beim Start des Standortauswahlverfahrens und Verfahrenstricks im Fall Morsleben. Die Diskussion über Positionen und Forderungen zu Zwischenlagern für hoch radioaktive Abfälle wird fortgesetzt. Die ersten öffentlichen Veranstaltungen des Nationalen Begleitgremiums und seine Rolle werden bewertet und diskutiert. In der Arbeitsgruppe „Freimessen“ geht es um den Problemaufriss und die Alternativen bei der Entsorgung von freigemessenem Atommüll.

Samstag, 17. Februar 2018, 11.00 – 17.00 Uhr, Volkshochschule Kassel

weiterlesen…

9. Termine

mehr Termine

Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

06.02.18: Protest gegen Atom- und Klima-Deal zur Groko:

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Nordrhein-Westfalen Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich AntiAtomBonn Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg Initiative 3 Rosen e. V. Aachen Initiative „Buirer für Buir“

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Düsseldorf/Aachen/Gronau/Münster/Bonn, 5. Februar 2018

 

Morgen (6. Feb.), 16 Uhr, Staatskanzlei Düsseldorf, Horionplatz Protest gegen Atom- und Klima-Deal zur Groko:

– „Urananreicherung und Brennelement-Exporte stoppen“

– „Kohle-Ausstieg zwingend notwendig für Klimaziele 2020“

 

Mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen, Anti-Braunkohle-Initiativen sowie Umweltverbände protestieren am morgigen Dienstag (6. Februar) um 16 Uhr gemeinsam vor der Düsseldorfer Staatskanzlei am Horionplatz gegen den schwachen und unverbindlichen Deal der Groko-UnterhändlerInnen zum Atomausstieg, zum Braunkohle-Ausstieg und zum Klimaschutz. Auf der Kundgebung wird es mehrere Redebeiträge von VertreterInnen der Initiativen und Verbände geben.

 

Die Initiativen und Verbände sind besonders verärgert über NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der zugleich Chefunterhändler der CDU bei den Groko-Verhandlungen in Berlin ist. Fakt ist, dass sich weder CDU und SPD dazu durchringen wollen, die selbstgesteckten Klimaschutzziele für 2020 durch eine dringend notwendige Stilllegung besonders dreckiger Kohlekraftwerke noch zu erreichen. Versprechungen für 2030 sind wenig hilfreich, wenn die eigentlichen Anstrengungen immer wieder nach hinten verschoben werden. Von einem konkreten und raschen Ende des Braunkohle-Tagebaus ist gar nicht erst die Rede. Das ist unverantwortlich und hilft niemandem.

 

Fakt ist auch, dass weder CDU und SPD bereit sind, zum Schutz der Bevölkerung den Atomausstieg in Deutschland zu beschleunigen und die Urananreicherung in Gronau sowie die Brennelementefertigung in Lingen zu beenden. Angesichts der vielen Störfälle in den belgischen Pannenreaktoren Tihange und Doel will man anscheinend nur einen Exportstopp für Brennelemente und angereichertes Uran „prüfen“. Dabei haben gerade erst zwei Rechtsgutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums bestätigt, dass eine Stilllegung der beiden Atomanlagen in Gronau und Lingen rechtssicher möglich ist. Und in 2018 sollen nach aktuellen Medienberichten 48 neue Brennelemente von Lingen nach Doel gehen – die Zeit drängt!

 

Mit den Groko-Vorschlägen wird Deutschland seine Klimaziele weiterhin verfehlen und die Beteiligung am Betrieb von hochgefährlichen AKW im In- und Ausland nicht beenden. Deshalb fordern die beteiligten Initiativen und Verbände von Ministerpräsident Laschet und der CDU, aber auch von der SPD, einen neuen ambitionierten Klimaschutzplan mit klaren und zeitnahen Ausstiegsfristen für die Braunkohle-Förderung und die Kohleverstromung, um auch die Klimaschutzziele 2020 noch zu erreichen.

Desweiteren ist ein sofortiger und verbindlicher Exportstopp für Brennelemente aus Lingen und angereichertes Uran aus Gronau sowie die umgehende Einleitung der Stilllegung dieser beider Atomanlagen erforderlich.

 

Weitere Infos:

 

www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.nabu-nrw.de, www.bund-nrw.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de, www.dont-nuke-the-climate.org