Protestaktion mit riesigen Buchstaben am AKW Gundremmingen Atomkraftgegner fordern: Atomrisiko jetzt abschalten!

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Mahnwache Gundremmingen Umweltinstitut München

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Gemeinsame Pressemitteilung (mit Link zum Foto-Download)

 

Gundremmingen, 17. September 2017

 

Eine Woche vor der Bundestagswahl haben Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner mit einer Protestaktion vor dem AKW Gundremmingen ihrer Forderung Nachdruck verliehen, beide Reaktorblöcke noch in diesem Jahr abzuschalten. Mit riesigen Buchstaben formten sie den Schriftzug „Atomrisiko jetzt abschalten“.

„In Wahlkampfzeiten sind ‚große Worte‘ nicht selten. Doch heute kommen sie in ganz besonderer Form und nicht aus den Mündern von Politikern“, so Helge Bauer von .ausgestrahlt. „Wir fordern von der nächsten Bundesregierung das gefährlichste AKW in Deutschland spätestens zum Jahreswechsel vollständig abzuschalten. Die Pläne, Block C in Gundremmingen noch vier weitere Jahre zu betreiben, müssen vom Tisch.“

„Es ist unverständlich, dass wir der Gefahr von Block C vier weitere Jahre ausgesetzt werden sollen, dass weitere vier Jahre Atommüll produziert werden soll und gleichzeitig der Ausbau der Windkraft in Bayern blockiert wird“, erklärt Thomas Wolf von der „Mahnwache Gundremmingen“.

„Die Siedewasserreaktoren in Gundremmingen sind ein unverantwortliches Risiko. Sie gehören sofort und endgültig vom Netz“, ergänzt Philip Bedall vom Umweltinstitut München. „Das sieht auch die Mehrheit der Bayrischen Bevölkerung so. Die bayerische wie auch die Bundes-Atomaufsicht könnten eine Abschaltung in die Wege leiten, aber sie sitzen das Risiko aus. Die künftige Bundesregierung muss die Zukunft Gundremmingens zum Gegenstand von Koalitionsverhandlungen machen!“

 

Hier können Sie Fotos der Aktion zur freien Verwendung downloaden:

http://www.ausgestrahlt.de/presse/presse-fotos/aktion-gundremmingen/

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Lingen: Protest gegen Atomkraft während der Rede von Kanzlerin Merkel

BBU-Pressemitteilung, 14.09.2017

anti-atom

(Bonn, Lingen, 14.09.2017) Die umstrittenen Atomanlagen in Lingen
bleiben weiter in der Diskussion. Am Rande der Wahlkampfrede von
Bundeskanzlerin Angela Merkel haben am Mittwoch (13.9.2017) in Lingen
Anti-Atomkraft-Initiativen aus Niedersachsen und aus Nordrhein-Westfalen
die sofortige Stilllegung des AKW Lingen 2 sowie der Lingener
Brennelementefabrik und der Urananreicherungsanlage In Gronau gefordert.
Der Arbeitskreis Umwelt Schüttorf hatte eine Mahnwache organisiert, mit
der auch gegen den Export von Brennelementen aus Lingen für
Atomkraftwerke in Belgien, Frankreich und anderswo demonstriert wurde.
Zudem forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der
Protestveranstaltung das generelle Verbot und die Vernichtung aller
Atomwaffen.

Bereits am Samstag (9.9.2017) hatten in Lingen rund 500 besorgte
Bürgerinnen und Bürger für den sofortigen und internationalen
Atomausstieg demonstriert. Und am Dienstag (12.9.2017) haben
Umweltgruppen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
bei einem Anhörungstermin in Lingen ihre Einsprüche gegen die weitere
Nutzung von Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal für den Weiterbetrieb des
AKW Lingen 2 ausführlich begründet.

Ein weiterer Erörterungstermin zur zukünftigen Nutzung des Speichersees
bei Geeste für den Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 beginnt am 18.
September 2017 (Montag) um 10 Uhr in der Halle IV in Lingen,
Kaiserstraße 10 a. Der Termin ist nicht öffentlich, es können nur
Personen teilnehmen, die Einsprüche oder Stellungnahmen bei der
Genehmigungsbehörde eingereicht haben. Der BBU weist aber darauf hin,
dass eine Teilnahme auch mit Vollmachten ermöglicht werden kann. Wer
sich von dem AKW Lingen 2 und von den Auswirkungen der wasserrechtlichen
Genehmigungen betroffen fühlt, kann sich zum Informationsaustausch bei
BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz unter 02562-23125 oder
udo.buchholz@bbu-bonn.de <mailto:udo.buchholz@bbu-bonn.de>, sowie beim
BBU in der Geschäftsstelle unter 0228-214032 melden.

Hintergrundinformationen zu den Erörterungsterminen in Lingen:

http://bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202017/13.09.17.pdf

.ausgestrahltNews | Film ab: AKW Gundremmingen off!

.ausgestrahlt-Newsletter
14. September 2017
es schreibt Angela Wolff

Lesen, handeln und weiterschicken!

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Liebe/r Anti-Atom-Aktive,

die Bundestagswahl rückt näher. Spätestens jetzt sollten die Politikerinnen und Politiker, die in der kommenden Legislaturperiode umweltpolitische Verantwortung für dieses Land übernehmen wollen, eine Sache auf dem Zettel haben: Das endgültige Abschalten des Atomrisikos von Gundremmingen! Beide Reaktoren, B und C, müssen in 2017 vom Netz genommen werden, lautet die Botschaft, zu der .ausgestrahlt in Zusammenarbeit mit dem Umweltinstitut München und der IPPNW jetzt auch einen Film gemacht hat.

Als Newsletter-Leser*in gehörst Du zu den ersten, die den einminütigen „B-und-C-Abschalten“-Clip zu sehen bekommen und ihn dann hoffentlich mit vielen Menschen teilen. Die Premiere ist nämlich genau jetzt hier.

Stopp! – bevor Du Dir den Film ansiehst, nimm Dir doch bitte noch kurz Zeit für

weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar
4. Gefälschte Sicherheitsnachweise: Welche Atomanlagen sind betroffen?
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Herzliche Grüße

Angela Wolff
und das ganze .ausgestrahlt-Team
1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September

„Große Worte“ sind zu Wahlkampfzeiten nicht selten. Am 17. September kommen sie aber in ganz besonderer Form und nicht aus den Mündern von Politiker*innen. Mit einer pressebegleiteten Protestaktion vor dem AKW Gundremmingen lenken .ausgestrahlt, das Umweltinstitut München und die Mahnwache Gundremmingen die Aufmerksamkeit ein weiteres Mal auf das, was laut Umfrage die absolute Mehrheit der Bayer*innen fordert: AKW Gundremmingen abschalten! Wenn Du am Sonntagvormittag in der Gegend bist, komm doch vorbei. Die Aktion startet gegen 11.30 Uhr und wird ca. eine Stunde dauern.
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award

Das .ausgestrahlt-Team jubelt, denn Jochen Stay wird morgen in Basel mit dem Nuclear-Free Future Award (NFFA) ausgezeichnet. Jochen erhält den Preis in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Nuclear-Free Future Award wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen. Die Preisverleihung ist öffentlich und beginnt um 18.30 Uhr im Kollegienhaus der Universität Basel. Hier die .ausgestrahlt-Presseerklärung dazu, auch mit Infos zum NFFA 2017 und zu den weiteren Preisträger*innen.

Und falls Du den (undotierten) Preis für Jochen noch aufwerten möchtest, kannst Du hier – wenn Du es noch nicht bist – Förderin oder Förderer von .ausgestrahlt werden.
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar

Der dritte von insgesamt fünf geplanten Castor-Transporten auf dem Neckar wird voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte stattfinden –  sehr wahrscheinlich wieder an einem Mittwoch. EnBW hat vorgestern bereits drei leere Castorbehälter zur Beladung nach Obrigheim verschiffen lassen. Das Beladen dauert ca. zwei bis drei Wochen. In der vergangenen Woche wurde der zweite Castor-Transport erneut von Protesten begleitet und diese fanden viel Beachtung in den Medien.
4. Fehlende Sicherheitsüberprüfungen: Welche Atomanlagen sind betroffen?

Ein Angehöriger der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) hat über Jahre hinweg bewusst Sicherheitsunterlagen von Mitarbeiter*innen manipuliert. Im .ausgestrahlt-Blog kannst Du nachlesen, wie es möglich sein konnte, dass Personen ohne behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung in sensiblen Bereichen von Atomanlagen gearbeitet haben und warum der Skandal nicht nur Jülich, sondern Atomanlagen im gesamten Bundesgebiet betrifft.

Du wohnst in der Nähe einer Atomanlage und fragst Dich, ob dort ebenfalls Personen mit gefälschten Sicherheitsunterlagen gearbeitet haben? Frag doch einmal bei der zuständigen Landesatomaufsicht nach; die Adresse findest Du hier.

Wir sammeln Infos zu den Vorfällen und würden uns freuen, wenn Du uns auch das Ergebnis Deiner Nachforschungen mitteilst. Am liebsten per E-Mail an:
info@ausgestrahlt.de.
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop

Endlich da: Tabletten „GundremmingenAkut“

Eine Geduldsprobe lang haben wir auf die Lieferung der GundremmingenAkut-Tabletten gewartet. Jetzt sind sie endlich da: 18 Pfefferminz-Dragees in Jodtabletten-Aufmachung. Natürlich mit Beipackzettel zu den Risiken und Nebenwirkungen des AKW Gundremmingen.
Großen Dank an alle, die gemeinsam mit uns geduldig geblieben sind!

WICHTIG: „GundremmingenAkut“ erhöht die Aufmerksamkeit vor dem Störfall – bei einem Super-GAU helfen die Pillen ebenso wenig wie Jodtabletten.

Passend für unterschiedlich große Geldbeutel: „GundremmingenAkut“-Tabletten zum ermäßigten Preis (1 Euro), zum normalen Preis (1,50 Euro) oder zum Soli-Preis (2 Euro).
Neu: Bernward Janzing:  „Vision für die Tonne“

Bernward Janzing dokumentiert den jahrzehntelangen Widerstand gegen Atomkraft in Mitteleuropa. Auf seiner „Reise“ durch anti-atombewegte Zeiten begegnet er außergewöhnlichen Charakteren, deren Geschichten er in seinem Buch festhält.
Alle neuen Produkte (und viele weitere) findest Du im .ausgestrahlt-Webshop.
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Die Umweltorganisation Robin Wood sucht zum 1. Dezember 2017 eine*n Energiereferenten*in. Ausführliche Informationen findest Du in der Stellenausschreibung.

Das Standardwerk zur weltweiten Entwicklung der Atomkraft ist neu erschienen. Die 2017er-Ausgabe des „World Nuclear Industry Status Report“ findest Du hier.

„Großbuchstaben bringen es auf den Punkt: Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten!“

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Mahnwache Gundremmingen Umweltinstitut München

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Gemeinsame Presse-Einladung

 

Protestaktion am AKW Gundremmingen

am Sonntag, dem 17. September, um 11.30 Uhr

 

„Großbuchstaben bringen es auf den Punkt:

Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten!“

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Vorfeld der Bundestagswahl werden Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner vor dem AKW Gundremmingen ihre Forderung, beide Reaktorblöcke noch in diesem Jahr abzuschalten, mit einer bildmächtigen Aktion verdeutlichen. Mit großen Buchstaben werden die Aktiven vor der Kulisse des Atomkraftwerks einen Slogan bilden.

Den genauen Ort der Protestaktion finden Sie hier:

https://www.ausgestrahlt.de/akw-gundremmingen/aktionskarte

 

Jochen Stay erhält den Nuclear Free Future Award

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

 

Hamburg, 12. September 2017

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Preisverleihung am Freitag in Basel

Am Freitag erhält  der Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt Jochen Stay in Basel den „Nuclear Free Future Award“ in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Preis wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen.

Die weitere Preisträgerinnen und Preisträger in diesem Jahr sind:

Almoustapha Alcahen, Niger (Kategorie Widerstand) Janine Allis Smith und Martin Grant Forwood, Großbritannien (Aufklärung) Hiromichi Umebayashi, Japan (Lösungen) Die Unermüdlichen der Schweizer Anti-Atom-Bewegung (Besondere Anerkennung)

 

Auszug aus der Begründung für die Nominierung:

„Jochen Stay ist seit 30 Jahren im Widerstand gegen die Atomkraft aktiv, schwerpunktmäßig im Widerstand gegen Atommüll-Projekte und -Transporte.

Von Wackersdorf über Neckarwestheim, Biblis, Brokdorf, Ahaus bis Gorleben und an vielen anderen Standorten hat er seine Spuren hinterlassen.

Nach dem Aus von Wackersdorf hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Anti-Atom-Bewegung den Widerstand gegen die Castor-Transporte zu den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield zu ihrem Schwerpunktthema gemacht hat. Dadurch konnte die Zahl der dort ankommenden Brennelemente deutlich reduziert werden.

Ab 1992 hat er im Wendland an entscheidender Stelle dazu beigetragen, die Castor-Transporte nach Gorleben zum Symbol in der Auseinandersetzung um Atommüll und Atomkraft zu machen. Als ein maßgeblicher Stratege im Hintergrund und eine hörbare öffentliche Stimme des wendländischen Widerstands hat er damit den Gorleben-Konflikt bundesweit neuen Generationen zugänglich gemacht – und gleichzeitig die anderen Standorte nie vernachlässigt. Nur 13 Transporte nach Gorleben konnten durchgesetzt werden. Seit 2011 gilt ein Transportestopp.

Das von ihm mitentwickelte Mobilisierungs- und Blockadekonzept von X-tausendmal quer hat zu den größten und langanhaltendsten Sitzblockade-Aktionen in der Geschichte der Anti-Atom-Bewegung geführt.

Die Ideen und Konzepte von X-tausendmal quer wurden von vielen anderen Protestbewegungen national und international aufgegriffen.

Mit dem Aufbau der Organisation .ausgestrahlt konnte Jochen Stay ab 2008 maßgeblich zur Renaissance der Anti-Atom-Bewegung beitragen. Mit seinem Optimismus, seinem Gespür für politische Chancen, seiner Hartnäckigkeit und seiner Tatkraft hat er selbst fast aussichtlos erscheinende Projekte wie die 120 km lange Menschenkette von Brunsbüttel nach Krümmel im Jahr 2010 zu einem großen Erfolg geführt.

 

Nach Fukushima war .ausgestrahlt gewissermaßen die Koordinationsstelle und eine wesentliche Stimme der Anti-Atom-Bewegung in Deutschland.

Innerhalb von zwei Wochen wurden zusammen mit zahlreichen Bündnispartnern vier parallele Großdemonstrationen mit insgesamt 250.000 Menschen organisiert. Über Monate folgten weitere Großproteste und nach einem Aufruf von .ausgestrahlt wöchentliche Mahnwachen in über 700 Städten. Nur durch den anhaltenden Protest ist es gelungen, der Bundesregierung die Stilllegung von acht Atomkraftwerken abzutrotzen. In keinem anderen europäischen Land gab es nach Fukushima eine ähnliche Entwicklung.

In der seither wieder kleiner gewordenen Bewegung ist .ausgestrahlt und sein Sprecher Jochen Stay ein wesentlicher Akteur, der das Thema in der Öffentlichkeit hält und weiter für einen schnelleren Atomausstieg kämpft. Für viele AtomkraftgegnerInnen ist .ausgestrahlt heute ein bedeutsamer  Wächter, der darauf achtet, was atompolitisch schief läuft und wo es gilt, seine Stimme zu erheben.

Natürlich hat Jochen Stay keines dieser Projekte alleine umgesetzt, sondern es waren immer viele unterschiedliche Menschen und Organisationen beteiligt. Aber er war in vielen Fällen eine treibende Kraft. Ohne seine fast unerschöpfliche Energie, ohne seinen Widerstandsgeist, ohne seine argumentative Schärfe, aber auch seine Fähigkeit, ganz unterschiedliche Akteure in Bündnissen zu vereinen, hätte die Anti-Atom-Bewegung in Deutschland weniger erreicht.“

 

Mehr über die Preisträgerinnen und Preisträger:

http://www.nuclear-free-future.com/home/news/310-preistraeger-2017/

 

Mehr über den Preis:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nuclear-Free-Future-Award

 

atomstopp: Haftpflicht für AKW, Laufzeitverlängerungen, EURATOM

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 08.09.2017

antiakwsonne

„Zum Wahlkampfauftakt haben wir uns mit ganz konkreten antiatompolitischen Anfragen bei den Kandidat_innnen zur Nationalratswahl 2017 eingestellt – und warten nun gespannt auf die Ausführungen!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Eine Antiatompolitik, die diesen Namen auch verdient, sind uns ja so gut wie alle Regierungen der letzten Jahre schuldig geblieben. Wir wollen wissen, wer von den antretenden Parteien endlich mal mehr Biss hat und echte Ambitionen, über ein weitgehend schläfriges Sich-Räkeln auf einem ererbten fraktionsübergreifenden Antiatomkonsens hinaus zu agieren! Zu machen gäbe es viel: Neben der immer noch fehlenden Haftpflicht für AKW-Betreiber und den drohenden Laufzeitverlängerungen rund um Österreich steht für uns vor allem EURATOM und Österreichs Mitgliedschaft dabei zur Debatte!“, heben Schweiger und Egger die wichtigsten Punkte hervor.

„Einige Fraktionen haben bereits rückgemeldet, in den nächsten Tagen Stellung nehmen zu wollen. Wir freuen uns darauf, alle Antworten – aber auch allfällige Antwortverweigerungen! – noch rechtzeitig vor der Wahl in unserer neuesten Ausgabe von ‚atomstopp’ aufbereiten und in einer Auflage von rund 15.000 Stk an den Kreis unserer Unterstützer_innen versenden zu dürfen! Wir sind sicher, dass wir damit beitragen, einen klärenden Blick auf die österreichische Antiatompolitik der Zukunft zu werfen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

BBU: Minister Wenzel soll AKW Lingen 2 „das Wasser abgraben“.

BBU-Pressemitteilung
08.09.2017

bbu

Dienstag (12.9.2017) erster Erörterungstermin: Minister Wenzel soll AKW
Lingen 2 „das Wasser abgraben“.
Samstag (9.9.2017) Demonstration in Lingen

(Bonn, Lingen, 08.09.2017) Der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass das Atomkraftwerk Emsland (AKW
Lingen 2) für seinen Weiterbetrieb neue wasserrechtliche Genehmigungen
benötigt. Privatpersonen, Bürgerinitiativen und auch der BBU haben
allerdings gegen die Erteilung neuer Genehmigungen Einsprüche erhoben.
Diese sollen nun im September bei zwei Erörterungsterminen in Lingen
erörtert werden. BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz fordert, dass der
niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel die wasserrechtlichen
Genehmigungsverfahren zur Chefsache macht und dafür Sorge trägt, dass
dem Weiterbetrieb des AKW quasi „das Wasser abgegraben wird“. Am Samstag
(9.9.) findet in Lingen eine Anti-Atomkraft-Demonstration statt, die um
13 Uhr am Bahnhof Lingen beginnt.

Die bisherigen wasserrechtlichen Genehmigungen für den Betrieb des AKW
Lingen 2 laufen in wenigen Monaten aus, während das AKW nach den
offiziellen Plänen noch bis Ende 2022 am Netz bleiben soll. In den
Genehmigungen ist die bisherige Wasserentnahme aus dem
Dortmund-Ems-Kanal sowie aus dem Speicherbecken bei Geeste für den
Betrieb des AKW Lingen 2 geregelt. „Die noch amtierende rot-grüne
Landesregierung soll den Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 über das
Wasserrecht ausbremsen“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Buchholz.

Die Erörterungstermine beginnen am 12. September bzw. am 18. September
jeweils um 10 Uhr in der Halle IV in Lingen, Kaiserstraße 10 a. Bei
Bedarf werden sie an den Folgetagen fortgesetzt, also am 13. bzw. am 19.
September. Die Termine sind nicht öffentlich, es können nur Personen
teilnehmen, die Einsprüche oder Stellungnahmen bei der zuständigen
Genehmigungsbehörde eingereicht haben; zuständig ist der
Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und
Naturschutz. Der BBU weist aber darauf hin, dass eine Teilnahme auch mit
Vollmachten ermöglicht werden kann. Wer sich von dem AKW Lingen 2 und
von den Auswirkungen der wasserrechtlichen Genehmigungen betroffen
fühlt, kann sich zum Informationsaustausch bei BBU-Vorstandsmitglied Udo
Buchholz unter 02562-23125 oder udo.buchholz@bbu-bonn.de, sowie beim BBU in der Geschäftsstelle
unter 0228-214032 melden.

Morgen (9.9.) Demonstration in Lingen

Der Atomstandort Lingen ist insgesamt heftig umstritten. Dabei steht
ebenso wie das AKW Lingen 2 die Lingener Brennelementefabrik im
Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. In dieser Fabrik werden Brennstäbe
produziert, die in zahlreichen Atomkraftwerken, so auch in Belgien, zum
Einsatz kommen. Bürgerinitiativen und Umweltverbände wie der BBU fordern
die sofortige Stilllegung dieser Anlagen und den sofortigen Exportstopp
der in Lingen produzierten Brennstäbe. Zur Teilnahme an der
Demonstration in Lingen, die am Samstag (9.9.) um 13 Uhr am Lingener
Bahnhof beginnt, rufen zahlreiche Organisationen auf. Ausführliche
Informationen dazu unter http://www.lingen-demo.de <http://www.lingen-demo.de&gt;
sowie unter http://bbu-online.de/Presse.htm.

Hintergrundinformationen zu den bevorstehenden Erörterungsterminen in
Lingen:

12.9. / ggf. auch noch 13.9.:
http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/wasserwirtschaft/zulassungsverfahren/abwasser_und_einleitungen/kernkraftwerk_emsland_kke/wasserrechtliche-bewilligung-zur-entnahme-von-wasser-aus-dem-dek-fuer-das-kke-151162.html

18.9. / ggf. auch 19.9.:
https://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/wasserwirtschaft/zulassungsverfahren/abwasser_und_einleitungen/kernkraftwerk_emsland_kke/speicherbecken_geeste_sbg/entnahme-von-wasser-aus-dem-dortmund-ems-kanal-bei-kanal-km-154218-fuer-das-speicherbecken-geeste-151839.html