[BI-Newsletter] Termine im Oktober – Anti Atom Teck

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie bereits im vorherigen Newsletter angekündigt, erscheint nun der zweite Teil mit weiteren interessanten Terminen für den Oktober.

Auch im Anti Atom Bereich stehen zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen an und wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns in diesem Monat zum Anti Atom Treck von Salzgitter nach Peine begleiten würdet.

Bereits seit einiger Zeit unterwegs ist Kerstin Rudek, die in den USA zu einer Vortragsreise gastiert. Im Rahmen des internationalen Bündnis „Don´t nuke the climate“, das auch in diesem Jahr zur Weltklimakonferenz in Kattowitz (COP24 – Polen) wieder mit Protesten und Anti Atom Arbeit während der Konferenz auftreten wird, ist Kerstin Rudek der Einladung unserer Partnerorganisation (NIRS – www.nirs.org) gefolgt und referiert fast täglich auf Anti Atom Veranstaltungen quer durch die USA.

Einen Reisebericht mit zahlreichen Fotos könnt ihr hier sehen => https://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=21321

Informationen zum internationalen Bündnis „Don´t nuke the climate“ gibt´s hier => http://www.dont-nuke-the-climate.org/de/

Auf bundesweiter Ebene erwarten wir in naher Zukunft die Veröffentlichung des Positionspapiers von Anti Atom Initiativen und Verbänden  zur Zwischenlagerung. Das Papier entstand im Rahmen einer Arbeitsgruppe über zahlreichen Atommüllkonferenzen hinweg und wird richtungsweisend in der Auseinandersetzung um die Zwischenlagerung von Atommüll sein. Dank der beharrlichen und diplomatischen Initiative von Henning Garbers (BISS-Braunschweig) und Ursula Schönberger (atommüllreport.de) konnten bei der vergangenen Konferenz die letzten kontroversen Punkte ausgeräumt werden.

Maßgeblich in die Debatte eingebracht hat sich auch die BI Ahaus. In Ahaus steht der baugleiche Typ der Zwischenlagerhalle Gorleben (Transportbehälterlager). Während in Gorleben derzeit keine weiteren Einlagerungen von hochradioaktivem Müll stattfindet, soll bereits im nächsten Jahr hochradioaktiver Atommüll aus Jülich und Garching eingelagert werden. Dies stößt auf Widerstand in Ahaus und zwar sehr gut begründet.

Wir laden euch ein zu einem haarsträubenden Beispiel der Atommüllverschiebung in der BRD und möchten euch bitten unseren ahauser Freund*innen ein wenig Zeit und Solidarität zu schenken. Jüngst wurde die „Ahauser Erklärung“ verfasst, die ihr auch im Internet unterzeichnen könnt. Dort findet ihr im Detail alle Informationen zur Misere in Ahaus.

Ahauser Erklärung => https://ahauser-erklaerung.de/

Termine

Fr. 05.10.18 – 18.30h, Ratskeller Lüchow – Infoabend „ASSE, SCHACHT KONRAD = Anti Atom Treck“ mit Gästen von der AG Schacht Konrad

Was gibt´s eigentlich Neues aus der ASSE? Wie steht es um das Projekt SCHACHT KONRAD? Seid ihr auf dem aktuellen Stand?

Marianne Neugebauer und Thomas Erbe aus dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad (www.ag-schacht-konrad.de) kommen für einen Infoabend ins Wendland und erläutern den momentanen Stand der beiden tiefengeologischen Atommülllagerprojekte. Es sei vorweg genommen, dass die Zustände nach Protest schreien.

Zum Beispiel in Form eines  Anti Atom Trecks. Das überregionale Ereignis am 20.10.2018 mit Teilnahme des Wendlands wird uns Anton Jäkel vom Kampagnenbüro des Anti Atom Trecks näher bringen.

Sa. 13.10.18 – 14.00h-17.00h, Blockhaus in Schletau/Lemgow – Infonachmittag der AG gegen Fracking

Auf meinem Grundstück nicht!
Unter diesem Schlagwort haben sich mehr als 40 Grundeigentümer*innen in Schletau / Lemgow gegen jegliche Maßnahmen zur Vorbereitung und möglicher Bohrungen nach Erdöl / Erdgas ausgesprochen.

Im sogenannten „Aufsuchungsfeld Prezelle“ plant eine Firma „GEO EXPLORATION TECHNOLOGIE“ aus Mainz erste Untersuchungsbohrungen.
Zum internationalen „Global Frack Down“-Tag am 13. Oktober wird die AG gegen Fracking der BI im betroffenen Ort Schletau eine Informationsveranstaltung durchführen. (Ortseingang von Schletau, am „Blockhaus“).
Der Geograph mit geologischer Ausbildung, Dr. Henning Tribian, wird über 60 Jahre Ölförderung im Raum Hankensbüttel berichten.

Ein Spaziergang wird zu der Fläche führen, bei dem die Aufsuchungsmaßnahmen vorgenommen werden könnten. Schautafeln werden über die Auswirkungen von Öl- und Gasbohrungen und -förderungen informieren. Material zum Bauen von roten Widerstands-Xen ist vorhanden. Selbstverständlich ist für Kaffee und Kuchen gegen Spende gesorgt.

Eingeladen sind alle, die die Schletauer unterstützen wollen, um diesen Irrsinn zu verhindern.

Infos zur AG gegen Fracking der BI gibt´s hier =>  http://no-fracking-wendland.de/

Mi. 17.10.18 – 10.30h-12.00h, Kreishaus Lüchow – Öffentliche Kreistagssitzung des Atomausschusses mit Staatssekretär Jochen Flasbarth (Bundesumweltministerium)

Für alle, die sich einen Überblick verschaffen wollen über die Kreispolitik zum Thema Atomanlagen, sei dieser Termin empfohlen. Staatssekretär Jochen Flasbarth wird sich den Fragen und Forderungen des hiesigen Kreistages stellen.

Die Sitzung ist öffentlich. Rederecht haben jedoch lediglich die gewählten Volksvertreter*innen. Auch mal ein guter Anlass, um den lokalen Vertretungspersonen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

Sa. 20.10.18 – ab 10.00h, Salzgitter Bhf – Anti Atom Treck „ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!“

Am Samstag, den 20. Oktober, soll es mit einem bunten Treck vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter-Lebenstedt zur Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine gehen.

Mit vielen Menschen, Initiativen und  Organisationen wollen wir  gemeinsam aufbrechen, um die BGE als  Betreiber der Anlagen ASSE II und  Schacht KONRAD aufzufordern, ihre  Kapazitäten auf den Schachtneubau  an der ASSE zu konzentrieren und das  sinnlose Projekt KONRAD endlich  aufzugeben.

Der Treck wird ca. 30 km lang werden und aus Treckern, Fahrrädern, Autos und Motorrädern bestehen. Wir wollen der gemeinsamen Forderung „ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben“ damit Ausdruck verleihen.

Da sind wir doch dabei und bringen euch auch hin!

Gemeinsame Busfahrt zur Demo incl. Fahrradmitnahme

Ablauf: Wir starten in Lüchow und Dannenberg und verladen eure Fahrräder in den dafür bereitgestellten Anhänger des Busunternehmens. Die Reise führt uns dann zum Startpunkt des Trecks in Salzgitter am Bahnhof. Von dort aus fahren wir mit dem Treck nach Peine. In Peine nimmt uns der Bus samt Fahrrädern wieder auf und wir fahren zurück ins Wendland. Daher sind die Busplätze begrenzt und eine Mitfahrt ohne Fahrrad ist nicht möglich, da ihr sonst am Treck nicht teilnehmen könnt.

Eine Beteiligung der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg mit Traktoren befindet sich in der Anfrage und wird auf einem gesonderten Treffen besprochen.

Ihr könnt natürlich selbständig mit Vehikeln zum Startpunkt des Trecks reisen und dann teilnehmen.

Sa. 20.10.18 – Abfahrt 6.30h Lüchow-Gildehaus

Sa. 20.10.18 – Abfahrt 7.00h Dannenberg-ZOB

Rückfahrt ab Peine ca. 17.00h

Unkosten pro Person: 10,00€ ermäßigt – 20,00€ normal – 30,00€ soli

ACHTUNG: Wir haben nur 25 Plätze! Frühe Reservierung im BI Büro empfohlen.

Alle Infos zum Anti Atom Treck gibt´s hier => https://www.anti-atom-treck.de/

„StromweXel – JETZT!“

Die Lage im Hambacher Wald hat offenbar viele Menschen bundesweit bewogen in einer erneuten Welle den Stromanbieter zu wechseln.

Unsere Freund*innen von „.ausgestrahlt – gemeinsam gegen atomenergie“ haben in ihrem Newsletter bereits darauf hingewiesen und diesem guten Beispiel möchten wir folgen.

Es bleibt eine sehr effektive Form des Protest, wenn die Menschen sich von Konzernen wie RWE oder Vattenfall abwenden und zu kleineren Öko-Strom Anbietern wechseln, die nicht Teil eines Energiekonzerns sind.

Auch wenn ihr selbst schon lange gewechselt habt, ist es ein großer solidarischer Beitrag, wenn ihr Mitmenschen für einen Wechsel sensibilisieren oder gar bewegen könnt.

Infomaterial und Wechselformulare könnt ihr von uns bekommen oder ihr verweist einfach auf unsere Webseite:

https://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9579

Termine anderer Veranstalter*innen

Di. 16.10.18 – 19.00h, Kino Platenlaase – Filmvorführung „Luventa“ mit anschl. Erfahrungsaustausch

Zivile Seenotrettung ohne Perspektive?

Film „IUVENTA“ & Erfahrungsaustausch mit Aktivist*innen von Jugend Rettet, Sea Watch und Sea-Eye

Nach fast zwei Jahren Einsatz und ca. 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wurde im August 2017 das Schiff „Iuventa“ der Organisation
Jugend Rettet nach unhaltbaren Vorwürfen beschlagnahmt. Der Druck auf die zivilen Seenotretter*innen im Mittelmeer wird immer weiter
verstärkt. Sea-Eye, Sea Watch und andere Rettungsorganisationen sind festgesetzt worden. Schiffen mit Flüchtenden an Bord wird die Einfahrt
in europäische Häfen verwehrt. Wie es weitergeht, ist unklar. Parallel sterben immer mehr Menschen auf dem Mittelmeer.

Nach dem beeindruckenden Dokumentationsfilm „Iuventa“ (2018, 86min.) werden Aktivist*innen aus dem Wendland von ihren Erlebnissen auf den
Rettungsschiffen berichten.

Es laden ein: der Politische wunde.r.punkt KW6 & Aktivist*innen von Jugend Rettet, Sea Watch und Sea-Eye.

Großdemos in Hamburg und Berlin

Sa. 29.09.18 – 12.00h, Hamburg Rathausmarkt – „United Against Racism“ – Anti Rassistische Parade => https://antiracist-parade.org/

Sa. 13.10.18 – 12.00h, Berlin Alexanderplatz – „#unteilbar“ – Solidarität statt Ausgrenzung  => https://www.unteilbar.org

Wie ihr unschwer erkennen könnt, haben wir nun wirklich für alle Wochenende im Oktober eine sinnvolle Beschäftigung für euch parat! Für die Tage dazwischen empfehlen wir euch => Mal richtig abschalten!

Habt einen wundervollen Oktober, passt auf euch auf und wir sehen uns!

Sonnige Grüße

Torben Klages

für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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Hamburg-Harburg: Erneuter Prozess gegen Anti-Atom Aktivisten

Pressemitteilung

anti-atom-sonne

Am Freitag, den 21.9. soll am Amtsgericht Hamburg-Harburg ein weiteres Strafverfahren gegen einen Aktivisten beginnen, der im August 2014 gegen einen Atomtransport im Hafenbahnhof Hamburg Süd protestiert hatte. Damals hatten sich 3 Personen vor und hinter einem mit Uranerzkonzentrat beladenen Güterzug an die Schienen gekettet und diesen für ca. 5 Stunden daran gehindert loszufahren.

Es handelt sich bereits um das insgesamt dritte Verfahren im Zusammenhang mit dieser Aktion. Zuletzt wurde eine Aktivistin verurteilt, weil sie eine Angekettete mit Lebensmitteln versorgt hatte. „Wir haben es hier mit einem politischen Verfahren zu tun, und mit einer Staastanwaltschaft die auf Biegen und Brechen Menschen für ihre emanzipatorischen Ideale bestrafen will. Um die Sache geht es dieser Justiz nicht“, so der Angeklagte. „Auch für mein Verfahren rechne ich fest mit einer Verurteilung – ganz egal, was die Beweiserhebung bringen wird. Spätestens seit den G20 Prozessen sollte klar sein, das in Hamburg die rechtsstaatlichen Masken gefallen sind. Gerade in dieser Situation ist es wichtig sich nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin für eine vernunftgeleitete Politik zu kämpfen.“

Über das Hamburger Stadtgebiet und den Hafen gehen eine Vielzahl von Atomtransporten. Trotz Ausstiegsankündigungen einzelner Unternehmen bleibt Hamburg bislang eine Drehscheibe zur Versorgung der AKWs im internationalen Atomgeschäft. Uranoxide, das extrem giftige Uranhexafluorid, unbestrahlte Brennelemente oder andere Produkte im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomtechnologie werden im Hamburger Hafen umgeschlagen und durch das Hamburger Stadtgebiet transportiert. Im Schnitt passiert ca. alle drei Tage ein Atomtransport die Hansestadt. Atomkraftgegner*innen kritisieren seit Jahren diese Praxis und blockieren auch immer wieder direkt Atomtransporte, so zuletzt in der Nähe von Koblenz Ende August.

Bislang anberaumte Verhandlungstermine sind 21.9.25.9. und 2.10. jeweils 8:30 Uhr, Amtsgericht Hamburg-Harburg, Buxtehuder Strase 9, Saal A 6.04. Interessierte Journalist*innen sind willkommen.

Mehr Informationen
– zu Urantransporten: urantransport.de
– zum Verfahren: nirgendwo.info/hamburg

Unterschriftenaktion gegen Atommülltransporte: „Ahauser Erklärung“ / BBU unterstützt Ahauser Bürgerinitiative

BBU-Pressemitteilung

17.09.2018

bbu

(Bonn, Düsseldorf, München, 17.09.2018) Über 360 Menschen haben am Sonntag (16.09.2018) bei einer Kundgebung der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ in der Ahauser Innenstadt die neue „Ahauser Erklärung“ unterschrieben. Sie sprechen sich damit gegen drohende Atommüll-Transporte aus Jülich (NRW) und Garching (Bayern) nach Ahaus aus. Außerdem fordern sie, dass die bis 2036 genehmigte Zwischenlagerung von Atommüll in Ahaus keinesfalls verlängert werden darf.

 

Die Ahauser Bürgerinitiative ist im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) organisiert. Der BBU unterstützt die Aktivitäten der Bürgerinitiative und ist bei der bundesweiten Verbreitung der „Ahauser Erklärung“ behilflich. .

 

Mit der Unterschriftenaktion will die Bürgerinitiative in den nächsten Wochen und Monaten den Widerstand in Ahaus und darüber hinaus verstärken. Die „Ahauser Erklärung“ gibt es bei der Bürgerinitiative in Papierform als Unterschriftenliste, sie kann zudem auch im Internet unterzeichnet werden unter www.ahauser-erklaerung.de <http://www.ahauser-erklaerung.de>.

 

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ hofft auf örtliche und überörtliche Unterstützung von Privatpersonen, aber auch von Firmen, Vereinen und Verbänden. Die gesammelten Unterschriften sollen an die verantwortlichen Bundesministerinnen für Umwelt und Nukleare Sicherheit sowie für Bildung und Forschung, Svenja Schulze und Anja Karliczek, übergeben werden. In einer aktuellen Pressemitteilung der Bürgerinitiative vom 16. September 2018 bekundet der Sprecher der Bürgerinitiative Hartmut Liebermann: „Es wird Zeit, dass sich die verantwortlichen Ministerinnen, die beide aus dem Münsterland kommen, endlich auch um die Belange dieser Region kümmern.“

 

Bei der Kundgebung am Sonntag wurden auch zahlreiche Informationsblätter und die aktuelle Ausgabe der „Gorleben Rundschau“ verteilt, die schwerpunktmäßig die Misere der Zwischenlagerung von Atommüll in Ahaus beschreiben.

 

Weitere Informationen: www.bi-ahaus.de <http://www.bi-ahaus.de>, http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=10826,

https://bbu-online.de, http://www.atommuellkonferenz.de

BBU: Nein zu EURATOM

BBU-Pressemitteilung, 12.09.2018

bbu

13.09.2018: Protest in Berlin gegen den EURATOM-Vertrag

(Bonn, Berlin, 12.09.2018)Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. solidarisiert sich mit einer Protestaktion, die am Donnerstag (13.09.2018) in Berlin von 17 bis 18 Uhr vor der Vertretung der EU-Kommission stattfinden wird. (Unter den Linden 78, 10117 Berlin). Mit der Aktion soll der Forderung nach Auflösung des sogenannten EURATOM-Vertrages Nachdruck verliehen werden.

BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz betont, dass die Bundesrepublik Deutschland ihre EURATOPM-Mitgliedschaft unbedingt kündigen muss. „Wer aus der Atomenergie aussteigen will, darf nicht an dem EURATOM-Vertrag festhalten.“

In einem Aufruf zur Teilnahme an der Aktion heißt es dazu: „Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) zu den geplanten Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C hat überdeutlich gezeigt, dass der EURATOM-Vertrag sofort gekündigt werden muss. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass „Förderung der Kernenergie auch mittels Anreizen sich mit dem Ziel der „EURATOM-Gemeinschaft, Investitionen im Bereich der Kernenergie zu erleichtern“ decke.

Der EURATOM-Vertrag ist ein Relikt aus den 1950er Jahren, als auch die deutsche Regierung den Besitz von Atomwaffen anstrebte und den Menschen vorgaukelte, mit der „friedlichen Nutzung“ der Atomenergie so etwas wie ein „Paradies auf Erden“ schaffen zu können. In der Präambel des Vertrags heißt es, dass „die Kernenergie eine unentbehrliche Hilfsquelle für die Entwicklung und Belebung der Wirtschaft und für den friedlichen Fortschritt darstellt“. Ziel sei „die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie […], welche die Energieerzeugung erweitert“. Da die Atomtechnologie höchst kostenintensiv ist, konnten Atomkraftwerke damals und können sie auch heute nur mit erheblichen staatlichen Subventionen gebaut und betrieben werden.“

Quelle und vollständiger Text des Aufrufes: https://www.antiatomberlin.de
Direktlink: https://www.antiatomberlin.de/termine-uebersicht/icalrepeat.detail/2018/09/13/661/88/protest-vor-der-vertretung-der-eu-kommission.html?filter_reset=1

Hintergrundinformationen:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=LEGISSUM%3Axy0024

http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/15519-europas-liebe-zu-euratom-broeckelt

http://www.fr.de/wirtschaft/euratom-im-club-der-atomfreunde-a-316688

https://www.deutschlandfunk.de/europaeische-atomgemeinschaft-euratom-der-grosse-foerderer.724.de.html?dram:article_id=382156

http://www.raus-aus-euratom.at

atomstopp: Meldepflichtiger Störfall im AKW Temelin

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 10.09.2018
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40 Jahre nach Zwentendorf immer noch von Atomkraft bedroht

„In Temelin wird wieder gepatzt – radioaktiv, versteht sich und das österreichische BMNT berichtet zwar darüber. Das ist wohl gut und würdig und recht, nach den Kriterien des Melker Abkommens, das im Jahr 2000 durch hartnäckige Proteste an der Grenze zwischen Österreich und Tschechien evoziert worden war. Aber uns ist das zu wenig!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in Reaktion auf die heutige Meldung aus dem Umweltministerium, dass es im Kontrollbereichbe des AKW Temelin letzten Freitag zum Austritt mehrerer Kubikmeter kontaminierter Flüssigkeit gekommen war.

„Mit dem nuklearen Spuk muss endlich Schluss sein. Auch wenn Störfälle immer wieder glimpflich verlaufen: Dieser Technologie muss endlich die finanzielle und poli tische Grundlage entzogen werden. In Europa geht das nur über die Entmachtung von EURATOM! Dieser Vertrag muss aufgelöst werden, er stützt und ermöglicht einzig und allein die Weiterexistenz der Atomindustrie! Unsere Bundesregierung ist dringend aufgefordert, jetzt, 40 Jahre nach dem Aus für Zwentendorf, noch während der Ratspräsidentschaft 2018 entsprechende Schritte auf EU-Ebene in die Wege zu leiten!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Protest vor der Vertretung der EU-Kommission: EURATOM-Vertrag auflösen!

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Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) zu den geplanten Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C hat überdeutlich gezeigt, dass der EURATOM-Vertrag sofort gekündigt werden muss. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass „Förderung der Kernenergie auch mittels Anreizen sich mit dem Ziel der „EURATOM-Gemeinschaft, Investitionen im Bereich der Kernenergie zu erleichtern“ decke.

Der EURATOM-Vertrag ist ein Relikt aus den 1950er Jahren, als auch die deutsche Regierung den Besitz von Atomwaffen anstrebte und den Menschen vorgaukelte, mit der „friedlichen Nutzung“ der Atomenergie so etwas wie ein „Paradies auf Erden“ schaffen zu können. In der Präambel des Vertrags heißt es, dass „die Kernenergie eine unentbehrliche Hilfsquelle für die Entwicklung und Belebung der Wirtschaft und für den friedlichen Fortschritt darstellt“. Ziel sei „die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie […], welche die Energieerzeugung erweitert“. Da die Atomtechnologie höchst kostenintensiv ist, konnten Atomkraftwerke damals und können sie auch heute nur mit erheblichen staatlichen Subventionen gebaut und betrieben werden.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs erlaubt der Atomlobby, mit öffentlichen Mitteln eine völlig unwirtschaftliche und hochgefährliche Technologie weiterhin auszubauen und diese Hochrisikotechnologie auf Kosten der Steurzahler*innen weiterhin zu betreiben.

Spätestens diese Begründung des EUGH macht deutlich, dass der EURATOM-Vertrag endlich verschwinden muss. Wenn die Bundesregierung glaubwürdig an ihrem Atomausstieg festhalten will, muss sie wirksame Schritte unternehmen, den EURATOM-Vertrag zu kündigen.
Nur so können solche Urteile des EUGH in Zukunft verhindert werden.

Wir fordern:

  • Keine staatliche Subventionierung von Atomkraftwerken!
  • EURATOM-Vertrag auflösen!
  • Deutschland muss seine EURATOM-Mitgliedschaft kündigen, wenn eine Auflösung innerhalb der EURATOM-Mitgliedstaaten nicht durchsetzbar ist!

13.09. 2018  /  17:00 Uhr
Protest gegen EURATOM-Vertrag
Ort: Vor der EU-Vertretung, Unter den Linden 78, 10117 Berlin

Es laden ein: NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin

 

BISS: Demonstration am Donnerstag 6.9.2018, um 18:30 Uhr

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Ort: Gieselweg vor dem Firmengelände von Eckert & Ziegler in 38110 Braunschweig

Der Stresstest der BISS ist von einer Fachgutachterin als korrekt bestätigt worden. Wenn Radioaktivität durch einen Unfall freigesetzt wird, droht die Evakuierung in einer Entfernung von bis zu 20 km. Das ist in einer Großstadt wie Braunschweig nicht machbar. Die Verantwortlichen bei der Stadt Braunschweig und das Niedersächsische Umweltministerium werden den Stresstest bei allen Genehmigungen berücksichtigen müssen. Zu einer Erweiterung des Nuklearstandortes darf es nicht kommen!
Darum sollen die Verantwortlichen mit einer spontanen kurzen Demo aufgefordert werden, sich ernsthaft mit den Gefahren auseinanderzusetzen. Daher das Motto: „Nix verpennen! BISS-Stresstest kennen“

Der Widerstand gegen den ungeeigneten Firmenstandort geht in die entscheidende Phase—kommt zahlreich!