BI Umweltschutz: Wir stellen uns quer! Vor 20 Jahren wurde der erste Castor nach Gorleben transportiert

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 22.04.15
Wir stellen uns quer!
Vor 20 Jahren wurde der erste Castor nach Gorleben transportiert

Am 25. April 1995 war es soweit. Der erste Castor traf in Gorleben ein. Er kam aus Philippsburg und enthielt abgebrannte Brennelemente. 15.000 Polizisten „sicherten“ den Transport. Beim Beladen im AKW Philippsburg ging so einiges schief, was Angela Merkel, die damalige Umweltministerin, mit den Worten quittierte, das sei wie beim Kuchenbacken, da ginge auch schon mal etwas Backpulver daneben. Bei ihrem Besuch in Lüchow im März 1995 bekam sie dafür die Quittung, sie musste den Tagungsort unter einem Regenschirm wegen der Mehl- und Backpulverschwaden in der politisch aufgeheizten Luft verlassen….

Die Castortransporte haben das Leben – nicht nur – im Wendland nachhaltig verändert. 10 Jahre lang konnte durch einen Mix von Prozessen, Aktionen und politischer Intervention der erste Castor verhindert werden. Doch dann hieß es mindestens einmal im Jahr „Castor-Alarm“, man stellte sich quer, auf der Straße und – am Anfang sehr zögerlich – auf der Schiene. Tausende von Polizistinnen und Polizisten fielen wie eine Armada ins Wendland ein. 13 Mal schlug es 13 und 113 Behälter stehen derzeit im Gorlebener Tann´. Zur Zeit gibt einen Castor-Stopp und die Ausbauarbeiten im Endlagerbergwerk ruhen. Doch der Gorleben-Konflikt ist noch lange nicht Geschichte. E.on klagt und möchte die 26 Castor-Behälter mit dem hochradioaktiven WAA-Müll weiter in Gorleben einlagern. An einen wirklichen Neustart der Endlagersuche glaubt im Wendland niemand, solange der Salzstock Gorleben „im Topf“ ist.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz und das Gorleben Archiv laden am 25. April um 16 Uhr zu einer Veranstaltung ins Gorleben Archiv ein, mit persönlichen Rückblicken und politischen Aussichten, mit Fotos und Zeitzeugen. Wie war das vor 20 Jahren? War es die endgültige “Inbetriebnahme Gorlebens”, nachdem im Herbst 1984 schon die ersten Atommüllfässer angeliefert wurden? Oder war der erste Castor mit dem größten Polizeieinsatz der Nachkriegsgeschichte schon der Anfang vom Ende Gorlebens? Welchen Beitrag hat der Gorleben-Konflikt für den Atomausstieg gespielt?

Waren Sie schon mal im Gorleben Archiv? Unser aller Geschichte wird dort “aufbewahrt”, als Gedächtnis des bald 40 Jahre währenden Widerstands. In den Räumlichkeiten des Archivs wollen Susanne Kamien, Marianne Fritzen und Wolfgang Ehmke für die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) sowie Hermann Bammel, Hans-Werner Zachow für die Bäuerliche Notgemeinschaft diesen Fragen nachgehen.

Samstag, d. 25. April im Gorleben Archiv, 16- 18 Uhr, Rosenstraße 17 in Lüchow

Wolfgang Ehmke 0170 510 56 06
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9318

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/juni/die-physikerin-wie-angela-merkel-dem-teufel-begegnete

Nachtrag zum Beitrag „Gorleben-Gelder“ (da war heute morgen der Teufel drin)
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=13281

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