[.ausgestrahltNews] Hauptstadtflughafen, Elbphilharmonie, Atommüll-Lager: jetzt dürfen die Experten ran

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.ausgestrahlt-Newsletter

  1. Oktober 2015

es schreiben: Jochen Stay und Julia Schumacher

Liebe Freundinnen und Freunde,

gestern wurde in Berlin eine 19-köpfige Kommission eingesetzt, die sich um die Folgekosten der Atomkraft kümmern soll – vor allem auch um die Frage, wie die Rückstellungen der Stromkonzerne gesichert werden können.

Was sofort auffällt: Die Kommission ist deutlich prominenter besetzt als die Atommüll-Kommission, die sich schon seit Frühjahr letzten Jahres mit dem Suchverfahren für ein langfristiges Lager beschäftigt. Denn jetzt geht es ums Geld und das ist wohl wichtiger als die Sicherheit der kommenden Generationen.

Jürgen Trittin (Grüne) teilt sich den Vorsitz mit Matthias Platzeck

(SPD) aus Brandenburg und Ole von Beust (CDU) aus Hamburg, also zwei ausgewiesene Experten für Kostenexplosionen bei Großprojekten – Elbphilharmonie und Hauptstadtflughafen lassen grüßen.

Auch beim Abriss der AKW und der Atommüll-Lagerung ist mit extremen Kostensteigerungen zu rechnen. Deshalb ist es mehr als verwunderlich, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Wochenende bei der Vorstellung des Stresstests zu den Rückstellungen erklärte, alles sei im grünen Bereich. Selbst die FAZ kommentierte:

„Kein Mensch kann heute abschätzen, wie viele Milliarden Zwischenlagerung, Atommülltransporte, Endlagererkundung und schließlich die dauerhafte Deponierung des Nuklearerbes verschlingen werden. Nach allen Erfahrungen wird der dafür angesetzte Betrag nicht ausreichen. (…) Wenn das Bundeswirtschaftsministerium die Atomrückstellungen für ausreichend befindet, soll das vor allem die Finanzmärkte beruhigen.“

Eine kurze .ausgestrahlt-Analyse des Stresstests:

https://www.ausgestrahlt.de/gabriel-irrt

Alle Infos und die Unterschriftenaktion „Wir zahlen nicht für Euren Müll“:

https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/badbank

Herzliche Grüße

Jochen Stay

und das ganze .ausgestrahlt-Team

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Inhaltsverzeichnis

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  1. Der neue .ausgestrahlt-Rundbrief ist da
  2. Wer wird der/die 3.000ste Förderin oder Förderer von .ausgestrahlt?
  3. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

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  1. Der neue .ausgestrahlt-Rundbrief ist da

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Wie eng sind Staat und Atomindustrie verflochten? Was steckt hinter der geplanten milliardenschweren Steuerbefreiung für Atomkraftwerke? Wie bringt die Atommüll-Kommission mit ihren geologischen Kriterien Gorleben wieder ins Spiel? Können alle acht noch laufenden AKW sofort abgeschaltet werden? Was ist aus dem Atomausstieg in Schweden geworden?

Welche Positionen haben die Anti-Atom-Initiativen zum Abriss der AKW entwickelt? Was tun gegen Urantransporte? Diese und andere Fragen beantwortet der neue .ausgestrahlt-Rundbrief.

Hier der gesamte Rundbrief als PDF:

https://www.ausgestrahlt.de/fileadmin/user_upload/rundbrief/RB29-web.pdf

Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns bei allen aufmerksamen LeserInnen, die uns auf einen fiesen Fehler aufmerksam gemacht haben. So muss es im Artikel zum Thema Brennelementesteuer natürlich heißen: 200 Milliarden Euro Atomsubventionen sind in den Jahren 1950 bis 2010 geflossen (und nicht 200 Millionen).

Wer den Rundbrief zukünftig kostenlos nach Hause bekommen möchte, kann ihn hier kostenlos bestellen:

https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/rundbrief-abonnieren

Das Titelmotiv unseres Rundbriefs – eine Wäscheleine mit bunten „E-off“-Shirts – hat bei vielen LeserInnen Neugier geweckt. Spontan erreichten uns Anfragen, wo ein solches Shirt zu erhalten sei. Also haben wir uns ganz spontan dran gemacht, eine Neuauflage zu produzieren.

Bestellen könnt Ihr die Shirts im .ausgestrahlt-Shop:

https://www.ausgestrahlt.de/eoff

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  1. Wer wird der/die 3.000ste Förderin oder Förderer von .ausgestrahlt?

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2.976 Menschen sorgen derzeit mit ihren regelmäßigen Spenden dafür, dass .ausgestrahlt handlungsfähig ist und wir unsere Anti-Atom-Arbeit gut planen können. Viele sind unserem letzten Aufruf gefolgt und haben sich entschlossen, unsere Arbeit zu unterstützen. So ist die Zahl der Förderinnen und Förderer schon knapp unter die Marke von 3.000 angestiegen. Herzlichen Dank an alle, ob neu dabei oder schon seit längerer Zeit!

Hilf mit, die 3.000er-Marke zu knacken und werde auch Du jetzt Förderer/Förderin von .ausgestrahlt – es gibt auch etwas zu gewinnen:

https://www.ausgestrahlt.de/spenden/foerdern

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  1. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

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Ein AKW kann man sicherheitsorientiert zurückbauen oder kostenorientiert. Meist passiert derzeit zweiteres. Deshalb sammeln örtliche Bürgerinitiativen Einwendungen gegen die Pläne zum Abriss des AKW Esenshamm. Mach mit!

http://bit.ly/1VTLkBX

In Ungarn sollen zwei neue Druckwasserreaktoren gebaut werden. Erstmals können auch Menschen in Deutschland Einwendungen einreichen:

http://biwaanaa.de/2015/10/bitte-teilnehmen-anhoerung-zum-akw-neubau-paks-ii-ungarn-in-muenchen-einwenden-bis-19-10-moeglich/

„Unsere schöne nukleare Welt“ – ein sehenswertes Feature zum Thema Plutonium ist derzeit online zu sehen auf arte:

http://future.arte.tv/de/plutonium-strahlendes-gift

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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen AtomkraftgegnerInnen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.

Mehr über .ausgestrahlt:

http://www.ausgestrahlt.de/ueber-uns

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