Anti-Atom-Kundgebung in Aachen gegen AKW Tihange

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BBU-Pressemitteilung
21.12.2015

(Ache, Bonn, 21.12.2015) Am Dienstag (22.12.2015) findet in Aachen eine Kundgebung statt, die sich speziell gegen das belgische Atomkraftwerk Tihange richtet. Sie beginnt um 18.00 Uhr in Aachen am Elisenbrunnen und soll eine Stunde dauern. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) mit Sitz in Bonn solidarisiert sich mit der Aktion und ruft ebenfalls zur Teilnahme an der Kundgebung auf. Veranstalter der Aktion ist das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA).
Unter dem Motto „STOP TIHANGE – es reicht“ soll gefordert werden, das Atomkraftwerk Tihange 2 sofort und endgültig stillzulegen.

„Wäre hier nicht die kontinuierliche Arbeit vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie und jetzt zunehmend auch der Druck der Öffentlichkeit, würde sicher bis heute nichts geschehen und alles unter der Decke gehalten,“ ist sich Marika Jungblut vom BBU-Vorstand sicher. „Daher möchte ich allen Bürgerinnen und Bürgern danken, die sich hier engagieren, insbesondere aber dem Aachener Aktionsbündnis für deren Arbeit.“
In einer Presseinformation des AAA heißt es: „Am 14.12. wurde das Risse-AKW Tihange 2 mit vielen technischen Problemen „mühselig“ wieder hochgefahren. Vier Tage (18.12.) später brannte es im danebenliegenden AKW-Block Tihange 1. Das zeigt, dass Electrabel diese gefährlichen Anlagen nicht beherrscht.

In der Aachener Bevölkerung herrscht mittlerweile teils echte Angst vor diesem gefährlichen AKW, zumindest aber große Wut, dass die Bürger dieser Gefahr so hilflos ausgesetzt werden. Selbst die für Katastrophenschutz zuständigen Stellen haben zugegeben, dass sie bei einem Super-Gau in Tihange an ihre Grenzen stossen werden. Es ist auch offensichtlich geworden, dass selbst die Verteilung von Jodtabletten NICHT funktionieren kann, wenn es heute zum Super-GAU käme.

Deshalb möchte das AAA zusammen mit der Bevölkerung den Druck auf die Politik erhöhen, endlich wirklich zu handeln – und Tihange abzuschalten.

Für die Kundgebung sind als Redner eingeladen:

• der Oberbürgermeister Marcel Philipp
• der Chef der Aachener Feuerwehr Jürgen Wolff
• Vertreter der Fraktionen des Rates der Stadt Aachen

Diese sollen der Öffentlichkeit erklären, was sie als politisch Verantwortliche für die Stadt und deren Bevölkerung zu tun gedenken. Das AAA erwartet von der Politik deutlich weitergehende Konzepte als nur eine weitere ‚Resolution“.“

Marika Jungblut vom BBU-Vorstand sieht die Gefahren und stellt konkrete Forderungen: „Über ein Gau, der hier nicht unwahrscheinlich ist, spricht man nicht gern, nein, lieber verdrängt man diese reelle Gefahr und wendet sich anderen potentiellen Bedrohungen hin. Aber im Falle der Gefahr einer atomaren Verseuchung in weiten Teilen vieler Länder zeigen sich Politiker auf Bundes- und EU-Ebene völlig hilflos! Dafür habe ich kein Verständnis! Stadt und Städteregion sollten den Schutz der Bevölkerung zur obersten Priorität machen und schnell handeln!“

Weitere Informationen:

https://www.anti-akw-ac.de
http://www.bbu-online.de

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