atomstopp: Hinkley Point schlittert erneut in Warteschleife

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 27.01.2016

antiakwsonne
Utl.: Chancen auf Finanzierbarkeit immer unwahrscheinlicher

Vorsichtig erfreut zeigt sich atomstopp_oberoesterreich über die nächste, heute bekanntgegebene Verzögerung des Neubaus am AKW-Standort Hinkley Point C in Großbritannien. „Dass sich keine und wieder keine Finanzierungsmöglichkeit für den ehrgeizigen Reaktorbau finden will, macht einigermaßen optimistisch! Aber es überrascht auch nicht!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp. „Es war klar, dass es unter dem aufmerksamen Licht der Öffentlichkeit kaum möglich sein würde, entsprechend dubiose Finanzquellen auftun zu können, die an jeder Wirtschaftlichkeit vorbei Hinkley Point C ermöglichen könnten!“.

Zu sehr leidet EdF, die französische Erbauergesellschaft, unter den ernüchternden Bauentwicklungen der letzten Jahrzehnte, denn beide la ufenden Projekte in Flamanville, Frankreich, und Olkiluoto, Finnland, wirken durch die mehrmaligen Zeitplan- und Kostenüberschreitungen geradezu abschreckend für jeden seriösen Investor.

„Die Zusage der britischen Regierung, Subventionen in Form überhöhter Strompreisgarantien zu gewähren, könnte aus heutiger Sicht das einzige halsbrecherische Investitionssignal bleiben – und zwar eines ohne Chancen auf Realisierung. Darüber sollten sich vor allem die heutigen und zukünftigen britischen Steuerzahler_innen freuen! “, meinen Schweiger und Egger.

„Dass die Republik Österreich gegen das Subventionierungsmodell klagt, ist würdig und recht! Wichtig ist jetzt, dass Bundesminister Rupprechter auch gegen geplante Laufzeitverlängerungen wie in Dukovany eine ähnlich kämpferische Position einleitet. Denn wer in Zeiten, wo z.B. deutsche AKW-Betreiber nicht wissen, wie der Rückbau abgeschalteter Reaktoren finanziert werden soll, wo die Reaktor-Katastrophen Tschernobyl und Fukushima nach 30 bzw fünf Jahren immer noch unabsehbare Kosten verursachen – wer da noch immer auf Atomkraft setzt, gefährdet die Zukunft auf fahrlässige Weise!“, so Schweiger und Egger abschließend.

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