Uranfabrik Gronau: Anti-Atom-Hund untergräbt Sicherungszaun

BBU-Pressemitteilung
08.02.2016
bbu

(Bonn, Gronau, 08.02.2016) Zeitgleich mit dem Karnevalsumzug in Gronau haben sich am Karnevalssonntag (7. Februar 2016) Mitglieder niederländischer und deutscher Anti-Atomkraft-Initiativen an der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau an einem Sonntagsspaziergang beteiligt. Dabei wurden auf dem Gelände der Anlage LKW-Auflieger mit Containern entdeckt, in denen sich vermutlich das hochgefährliche Uranhexafluorid befindet. Unterstützt wurden die Aktiven von einem „Anti-Atomkraft-Hund“, der buddelnd die mangelhafte Sicherung der Urananreicherungsanlage entlarvte. Es bereitete ihm keine Mühe den Anlagenzaun zu unterhöhlen.

Es ist kaum zu glauben, aber offenbar ist es mit wenigen Spatenstichen möglich, den Anlagenzaun der Urananreicherungsanlage zu untergraben. So können Unbefugte in kürzester Zeit auf das Anlagengelände, und zu den ungeschützten Containern, kommen. In der Mitte des Anlagengeländes befindet sich ein Freilager, in dem schutzlos einige Hundert Container mit Uranhexafluorid gelagert werden. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und weitere Organisationen kritisieren schon lange, dass das Freilager nicht gegen Sabotage und auch nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert wird.
Grundsätzlich fordern sie die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage, damit in ihr nicht weiterhin Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt, und zudem auch noch Atommüll, produziert.

Bei Kaffee und Kuchen wurden am Rande des sonntäglichen Spaziergangs aktuelle Informationen über die Gefahren der Atomindustrie ausgetauscht.
Außerdem wurden weitere Aktivitäten besprochen.
Schon seit Ende 1986, also seit fast 30 Jahren, treffen sich Anti-Atomkraft-Initiativen regelmäßig an jedem ersten Sonntag im Monat in Gronau an der bundesweit einzigartigen Atomfabrik, um ihrem Protest gegen die Anlage und gegen Urantransporte Nachdruck zu verleihen. Seit dem Herbst 1986 ist noch keiner der monatlichen Sonntagsspaziergänge ausgefallen. Neben niederländischen und deutschen Initiativen haben auch mehrfach Mitglieder russischer Anti-Atomkraft-Organisationen an den Anti-Atomkraft-Sonntagsspaziergängen in Gronau teilgenommen.

Der nächste Sonntagspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage findet am 6. März statt. Er wird in Erinnerung an den Beginn der japanischen Reaktorkatastrophe von Fukushima vor 5 Jahren (11. März
2011) durchgeführt. Wenige Wochen später findet dann Karfreitag (25.
März) an der Gronauer Urananreicherungsanlage wieder ein Ostermarsch statt. Dabei wird im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche der Friedensbewegung gegen Atomanlagen und gegen Atomwaffen demonstriert.
2015 fand an der Gronauer Uranfabrik einer der größten Ostermärsche der bundesweiten Friedens- und Umweltbewegung statt.

Weitere Informationen:

http://www.bbu-online.de, http://www.friedenskooperative.de,
http://www.sofa-ms.deFoto UAA-Sonntagsspaziergang mit Hund, 07.02.2016,

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