BI Umweltschutz: Massiver Protest gegen Gorleben

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

buero@bi-luechow-dannenberg.de

 

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 14.05.2016

 

Tausende folgten erneut dem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) und der Kulturellen Landpartie zu einer

Widerstandsparty: am Freitag den 13. in Gorleben. Deutlich mehr noch als im letzten Jahr, als erstmalig im Rahmen der Kulturellen Landpartie im Wendland rund 8000 Menschen an den Atomanlagen zusammen kamen, um gegen das Festhalten am Erkundungsbergwerk als mögliches nukleares Endlager und für den sofortigen Atomausstieg zu demonstrieren.

 

Im Fokus stand in diesem Jahr der Streit in der Endlagerkommission, wie mit dem bisherigen geplanten Endlagerstandort umzugehen sei. „Endlich wird selbst in der Kommission des Deutschen Bundestages deutlich, dass es im Kern nur um die Frage geht, ob der fragwürdige Alt-Standort im Spiel bleibt oder nicht. Und schon wieder gibt es politisches Gerangel um wissenschaftliche Ausschlusskriterien, um Gorleben im Suchverfahren fortzuschleppen“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. „Wenn es dabei bleibt, dass ein tiefengeologisches Lager favorisiert wird, bestehen wir auf einem Mehrbarrieren-Konzept, einem Deckgebirge, das Wasser abweisend ist. Deshalb sind wir froh, dass so viele Menschen den Weg zu dem wunden Punkt Gorleben finden, um mit Nachdruck das Ende des unwürdigen Gefeilsches um den Standort einzufordern, schließlich geht es um Sicherheit und nicht um politischen Opportunismus.“

 

Deutlich mehr Polizei habe man übrigens ebenfalls registriert, nachdem es im Jahr zuvor zu einer kurzfristigen Platzbesetzung kam. Von einer „Gewaltorgie“ hatte der niedersächsische Innenminister Pistorius gesprochen.

Die Veranstalter konterten, Pistorius habe sich zu einer „Verbalorgie“

hinreißen lassen.

 

In diesem Jahr flanierten und umrundeten die Menschen zu Fuß oder per Trecker und Anhänger die Endlagerfestung, zwei Einfahrten zum festungsähnlichen Gelände des sogenannten Erkundungsbergwerks wurden unter den argwöhnischen Blicken von Polizeieinheiten aus Lüneburg und Hannover mit Mutterboden symbolisch verschüttet, Blumen wurden gepflanzt. Drei Bühnen mit

Musik- und Redeprogramm, Kleinkunst, Verkaufs- und Infostände sorgten bis in die frühen Morgenstunden für die richtige Widerstandsparty-Stimmung.

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