Anti-Atomkraft-Initiativen blockieren Uranfabrik in Gronau

BBU-Pressemitteilung
11.07.2016

bbu

Der Bundesverband Bürgeruinitiativen Umweltschutz (BBU) unterstreicht die Notwendigkeit der sofortigen Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen).

Nachdem NRW-Umweltminister Johannes Remmel in der letzten Woche erneut
von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Stilllegung der
Gronauer Uranfabrik gefordert hat, haben heute Anti-Atomkraft-Initiativen mit einer Blockade der Anlage begonnen. Zwischenzeitlich wurden mindestens 2 Personen festgenommen und eine Hundertschaft soll auf dem Weg zur Uranfabrik sein.

Der BBU bezeichnet es als absurd, dass in Gronau weiterhin Uran für den Betrieb in Atomkraftwrken in aller Welt vorbereitet werden soll. Der Verband verweist auf wiederholte Störfälle in der Anlage und auf große Atommüllmengen, die beim Betrieb der Anlage anfallen. Der BBU ist der Auffassung, dass das Land NRW die Anlage auch eigenständig ohne die Zustimmung der Bundesumweltministerin stilllegen kann. Da das Land in der Vergangenheit wiederholt den Ausbau der Anlage befürwortet und genehmigt hat, sieht der BBU jetzt auch das Land NRW in der Pflicht, einen konkreten Stillegungsplan zu präsentieren, der auch die Schaffung alternativer Arbeitsplätze für die Belegschaft beinhaltet.

http://bbu-online.de

 

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