Uranfabriken: Bundesumweltministerin muss klare Zeichen setzen!

 

bbu
(Bonn, Gronau, Lingen, 27.06.2016) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
(BBU) fordert von Bundesumweltmisterin Barbara Hendricks klare Zeichen gegen den
Weiterbetrieb der umstrittenen Uranfabriken in Gronau und Lingen. Ende letzter Woche
hatte die Bundesregierung die einstimmige Forderung der Landes-Umweltminister nach
Stilllegung der beiden Anlagen abgelehnt.

Immer deutlicher wird, dass sich weder die Länder noch die Bundesregierung für die
Uranfabriken zuständig und verantwortlich fühlen. „Die offizielle Kritik an den belgischen
Atomkraftwerken ist absolut berechtigt. Es ist aber nicht hinnehmbar, dass sich die
Bundesregierung und besonders die Länder NRW und Niedersachsen quasi unter dem
Teppich verstecken, wenn es um Fragen zur Zukunft der eigenen Uranfabriken geht. Frau
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legen“, fordert Udo Buchholz vom Vorstand des BBU.
Nach Angaben des BBU ist der Weiterbetrieb der Uranfabriken in Gronau und Lingen
widersinnig und nicht hinnehmbar. In beiden Anlagen wird Uran für den Einsatz in
Atomkraftwerken vorbereitet, mit dem letztlich auch zahlreiche Atomkraftwerke in Belgien, in Frankreich und anderswo betrieben werden. Und bei der Uranverarbeitung fällt in großen Mengen Atommüll an, für den es keinen sicheren Entsorgungsweg gibt. „Mit dem Weiterbetrieb der Uranfabriken in Gronau und Lingen ist das Anwachsen der Atommüllberge vorprogrammiert“, kritisiert Buchholz.

Anti-Atomkraft-Initiativen, der BBU und weitere Organisationen fordern schon lange die
Beendigung jeglicher Uranverarbeitung. Sie werden sich weiterhin für die Stilllegung der
Gronauer Urananreicherungsanlage und der Brennelementefabrik in Lingen einsetzen. Die
Aktionen der Anti-Atomkraft-Bewegung richten sich zudem u. a. auch gegen den
Uranabbau, der z. B. in Kanada oder Australien erfolgt, sowie gegen die zahlreichen
Atomtransporte, die die einzelnen Atomanlagen untereinander verknüpfen.
Traditionell werden sich am 3. Juli wie an jedem ersten Sonntag im Monat Mitglieder
mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen zum Sonntagsspaziergang an der Gronauer
Urananreicherungsanlage treffen. Weitere Aktionen gegen die Uranfabriken in Gronau und Lingen werden aktuell vorbereitet. Auftrieb gibt den Anti-Atomkraft-Initiativen im
Münsterland sowie im Emsland die jüngste Anti-Atomkraft-Demonstration in Aachen: Dort hatten am Samstag (25. Juni) rund 4000 Menschen speziell gegen die belgischen
Atomkraftwerke Doel und Tihange demonstriert.

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