atomstopp: Für eine Energieversorgung ohne länder- und generationenübergreifende Gefährdungspotenziale

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 08.09.2016
antiakwsonne
Nein zum Ausbau des Atomkraftwerks Dukovany – Einwendungen noch bis 23.9. möglich

„Mit Bedauern müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Tschechische Republik weiterhin und entgegen dem europäischen Trend auf Atomenergie setzt und damit nicht nur das Potenzial der Gefährdung der eigenen Bevölkerung, sondern auch in unverantwortlicher Weise die grenzüberschreitenden Gefahr durch die Atomkraft weiter ausbauen will“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich anlässlich der Eingabe ihrer Einwendung gegen den Ausbau des AKW Dukovany bei der heutigen, gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesrat Rudi Anschober, dem Antiatom-Beauftragten des Landes OÖ Dalibor Strasky und Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.

Noch bis 23. September ist es möglic h, bei den Ämtern der österreichischen Landesregierungen eine Einwendung gegen den Ausbau abzugeben und auch die Projektunterlagen einzusehen.

Erstaunlich ist in jedem Fall, dass als Begründung für den Ausbau des AKW Dukovany der steigende Stromverbrauch in der Tschechischen Republik angeführt wird, andererseits aber nicht aufgezeigt wird, dass mehr als die Jahresproduktion des AKW Temelin ins Ausland exportiert wird. Es darf also bezweifelt werden, ob die tschechische Energiewirtschaft tatsächlich von der Sorge um die Eigenversorgung des Landes angetrieben wird oder nicht wohl eher mit möglichen weiteren und steigenden Stromexporten spekuliert.

„Die Verlautbarung des Vorverfahrens zum Bau von neuen Atomreaktoren in Dukovany wird jedenfalls zum Anlass genommen werden, dieses Vorhaben auf das Schärfste zurückzuweisen und an die Vernunft der verantwortlichen Projektwerberin – den Atomkonzern CEZ – und an das für das Vorhaben zuständige tschechische Umweltminister ium zu appellieren: Anstatt sich mit unrealisierbaren, unfinanzierbaren Atomprojekten auseinanderzusetzen, sollte auf zukunftsfähige Technologien gesetzt und der Trend der Zeit erkannt werden! Die zukünftige Energieversorgung wird erneuerbar sein, und zwar ohne länderüberschreitende Gefahrenpotenziale und ohne die generationenbelastende Erbschaft des für eine Million Jahre strahlenden radioaktiven Abfalls“, so Egger und Schweiger abschließend.

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