Auffällige Brennstäbe nicht nur im AKW Brokdorf? Demo am 23. April

BBU-Pressemitteilung

21.02.2017

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(Bonn, Brokdorf, Kiel, 21.02.2017) Nach dem Fund auffälliger Brennstäbe im Atomkraftwerk Brokdorf fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) von der schleswig-holsteinischen Landesregierung die endgültige Stilllegung des letzten Atomkraftwerkes in Norddeutschland.

Gleichzeitig fordert der BBU von der niedersächsischen Landesregierung die sofortige Stilllegung der bundesweit einzigen Brennelementefabrik in Lingen.

 

Nach Angaben des BBU muss unverzüglich geprüft werden, wo die auffälligen Brennstäbe produziert wurden, die jetzt im Atomkraftwerk Brokdorf gefunden wurden. „Möglicherweise sind ja weitere Brennstäbe ähnlicher Bauart auch in anderen Atomkraftwerken im Einsatz, Das muss unverzüglich untersucht werden. Die Öffentlichkeit ist vollständig zu informieren. Zuständig ist letztlich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks“, so Udo Buchholz vom Vorstand des BBU.

 

Der BBU weist darauf hin, dass in der jüngsten Zeit Brennstäbe von der Brennelementefabrik in Lingen zum Atomkraftwerk Brokdorf transportiert worden sind. Laut Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit

(BfE) haben im Mai 2016 4 LKW-Transporte mit frischen Brennelementen von Lingen nach Brokdorf stattgefunden: Eine Transportgenehmigung für einen 5. Transport ist bis zum 31. März 2017 gültig (sofern der Transport noch nicht statttgefunden hat).

 

http://www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/fachinfo/ne/transportgenehmigungen.pdf?__blob=publicationFile&v=44

 

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz kritisiert, dass die Brennelementefabrik in Lingen unbefristet laufen darf, sie unterliegt keiner Laufzeitbegrenzung. Immer wieder geraten Atomkraftwerke negativ in die Schlagzeilen, die von der Lingener Anlage beliefert werden, z. B.

in Belgien. Anti-Atomkraft-Initiativen, der BBU und andere Organisationen wie die Ärzteorganisation IPPNW fordern daher schon lange die Stilllegung dieser niedersächsischen Uranfabrik, die den gefährlichen Betrieb zahlreicher Atomkraftwerke im In- und Ausland gewährleistet.

 

Schon jetzt weist der BBU darauf hin, dass zum 31. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl auch beim Atomkraftwerk Brokdorf eine Anti-Atomkraft-Demonstration stattfinden wird – und zwar am 23. April.

In dem Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration heißt es: „Im Falle eines schweren Nuklear-Unfalls im AKW-Brokdorf müsste Norddeutschland evakuiert werden – von Flensburg bis Hannover, von Emden bis Schwerin.

Das hat die für den Strahlenschutz zuständige Behörde, das Bundesamt für Strahlenschutz, im Jahr 2014 errechnet.“

 

Weitere Informationen dazu unter http://akw-brokdorf-abschalten.de

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