50 Jahre Einlagerung von Atommüll in Asse II – 10 Jahre „Remlinger Erklärung“ gegen die Flutung

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Am heutigen 50. Jahrestag der ersten Einlagerung von Atommüll in die Schachtanlage Asse II (15 km südöstlich von Braunschweig) fanden sich gut fünfzig Menschen vor der Schachtanlage ein, um an die Geschichte der Einlagerung von Atommüll hier im Berg zu erinnern. Eine Geschichte der Verharmlosung der Gefahren, die von diesem Müll ausgehen, und eine Geschichte der Verschleierung der Vorgänge in der Schachtanlage.

 

Grußworte von Initiativen anderer Atommüll-Standorte sowie von Dr.-Ing.

Hans-Helge Jürgens wurden eingebracht. Jürgens war einer der frühen Warner vor einem Laugenzutritt in die Schachtanlage Asse II. Seine Ausarbeitung von 1979 wurde damals ignoriert, seine wissenschaftliche Karriere jedoch war danach beendet.

 

Symbolisch wurde ein Sarg vor das Tor der Schachtanlage getragen: „Region Asse – Ruhe sanft.“ Der Hintergrund: Jahrzehntelang verbarg man die Gefahren, die von dem Atommüll ausgehen, der in der Asse vergraben liegt.

Die Bürger wurden beruhigt mit einer angeblichen Harmlosigkeit der Abfälle und mit vorgetäuschter Sicherheit einer Deponierung unter Tage. Dabei lauern tödliche Gefahren in dem Müll: Unter anderem sind 28 kg Plutonium und 500 kg Arsen eingelagert.

 

Rednerinnen und Redner erinnerten an sieben Phasen des Umgangs mit Atommüll in der Asse. Asse II war als erste unterirdischer Atommüll-Deponie Deutschlands jahrzehntelang der Nachweis für eine angebliche Machbarkeit einer „Entsorgung“ radioaktiver Abfälle.

 

1.) Dr.-Ing. Frank Hoffmann: „Das wichtigste in Kürze“

2.) Hans-Jürgen Thiel: „1964-67: „Proteste und Kritik von Anfang an“

3.) Christiane Jagau „1967-71: Klare Einlagerungsbedingungen? Lieber nicht!“

4.) Dr. Ursula Kleber: „1976-78: Der Kampf um das Ende der Einlagerung““

5.) Lutz Seifert: „1978-88: Doch noch Fortsetzung der Versuchsendlagerung?“

6.) Hilmar Nagel:              „1988-98: Laugeneinbrüche werden verheimlicht“

7.) Gerta Kuchenbäcker und Henning Garbers: 2002-17: „Der Kampf gegen die Flutung von Asse II (Remlinger Erklärung und Geschehen seither)“

 

Wortlaut der Redebeiträge:

http://www.asse-watch.de/pdf/170404_BERICHT_50_Jahre_Atommuell_in_Asse_II.pdf

 

 

Im Asse II – Koordinationskreis arbeiten folgende Organisationen und Gruppen gegen die Flutung der Asse zusammen: AufpASSEn e.V. •  Aktion Atommüllfreie Asse Wolfenbüttel (AAA)  •  Bürgerinitiative Braunschweig

(BIBS)  •  BUND Kreisgruppe Wolfenbüttel  •  Ev.-luth. Kirchengemeinde St.

Thomas Wolfenbüttel  •  Jugendumweltnetzwerk Niedersachen AK Asse  •  SPD Ortsvereine Denkte/Kissenbrück und Remlingen  •  Vahlberger Asse Aktivisten  •  Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe (WAAG)  •  sowie zahlreiche Einzelpersonen.

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