.ausgestrahltNews | Nach dem Castor ist vor dem Castor!

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Liebe Interessierte,

innerhalb einer Woche gingen gleich zwei Botschaften der Anti-AKW-Bewegung über alle Kanäle durchs ganze Land und sogar über Grenzen hinweg. Am 25. Juni haben sich 50.000 Menschen über 90 km zwischen Tihange und Aachen miteinander verbunden und ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Atomkraft gesetzt. Nur drei Tage später war der Anti-Atom-Widerstand erneut in aller Munde und in den Top-News-Leisten der Medien. Diesmal kamen die Nachrichten vom Neckar.

Dort hatten sich Demonstrant*innen versammelt, um gegen die gefährliche und sinnlose Castor-Verschiffung von Obrigheim nach Neckarwestheim zu protestieren. Die Gruppe war vergleichsweise klein, denn viele, die gerne dabei gewesen wären, hatten nicht die Möglichkeit kurzfristig und mitten in der Woche auf den Castor-Alarm zu reagieren und den Transport zu begleiten. Die, die dort waren, haben in ihren Protest so viel Kreativität, Geschick und Willenskraft eingebracht, dass sie in der Öffentlichkeit fast ebenso deutlich wahrgenommen wurden, wie die vielen tausend Teilnehmer*innen bei der Menschenkette. Mit Transparenten, Brückenblockaden und einer Abseilaktion sorgten die Atomkraftgegner*innen für politischen Gegenwind am Neckar.

Nichtsdestotrotz hat EnBW bereits mit den Vorbereitungen für den zweiten von insgesamt fünf geplanten Castor-Transporten begonnen. Leere Behälter wurden Anfang dieser Woche nach Obrigheim gebracht und werden jetzt mit den hochradioaktiven Brennstäben befüllt. In zwei bis vier Wochen ist mit der nächsten Atomfracht auf dem Neckar zu rechnen.

Auch diesmal bleibt der genaue Transporttermin das Geheimnis von EnBW und Behörden. Es ist also nicht vorhersehbar, wann genau der nächste Castor-Alarm ausgerufen wird. Der Widerstand gegen den verantwortungslosen Umgang mit Atommüll hängt also erneut von der Spontaneität und Kreativität derer ab, die die Möglichkeit haben, schnell vor Ort zu sein. Sobald es losgeht, sendet das Bündnis „Neckar castorfrei“ einen „Weckruf“ per SMS. Wo auch immer in Deutschland Du Dich dann gerade aufhältst, Du hast ausreichend Zeit, um passend da zu sein. Falls Du Dich noch nicht für den „SMS-Alarm“ angemeldet hast, kannst Du das hier nachholen.


Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:
1. Danke für die finanzielle Unterstützung
2. Neuer .ausgestrahlt-Podcast: Das Brennelementesteuer-Urteil
3. Neu im .ausgestrahlt-Webshop
4. Nachrichtenservice: Atomradar

Herzliche Grüße

Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team


1. Danke für die finanzielle Unterstützung

Im letzten Newsletter habe ich um Unterstützung gebeten, damit .ausgestrahlt die Menschenkette nicht mit einem finanziellen Defizit abschließt. Viele haben daraufhin gespendet, so dass wir jetzt wohl auf der sicheren Seite sind, auch wenn noch nicht alle Abrechnungen vorliegen. Dafür danke ich ganz herzlich. Es ist sehr ermutigend, dass es so viele Menschen gibt, die die Arbeit von .ausgestrahlt mittragen.


2. .ausgestrahlt-Podcast #7: Das Brennelementesteuer-Urteil

Der siebte .ausgestrahlt-Podcast ist online. Diesmal geht es um das Brennelementesteuer-Urteil. In knapp neun Minuten erfährst Du, was die damalige Regierung bei der Einführung der Steuer verbockt hat und wie die jetzige handeln müsste, um den Fehler zu korrigieren. Du kannst die auf der .ausgestrahlt-Website bereitgestellten Audio-Dateien jederzeit abrufen oder auch abonnieren.


3. Neu im .ausgestrahlt-Webshop

Neu: Broschüre „AKW-Abriss: versteckt – verteilt – verharmlost“
Die Bürgerinitiative baesh.de aus Schleswig-Holstein hat eine Broschüre zum Thema AKW-Abriss herausgegeben. Auf 28 Seiten erläutert sie die Hintergründe, Gefahren und Alternativen zur Praxis des Recycelns, Verbrennens und Deponierens von radioaktivem AKW-Abrissmaterial.

Die Broschüre kostet in der Druckfassung 1 €. In der PDF-Fassung ist sie als kostenloser Download verfügbar.

Neu: „Hausaufgabenhefte“ zur Menschenkette Tihange-Aachen
Wer am 25. Juni bei der Menschenkette war und kein „Hausaufgabenheft für Atomkraftgegner*innen“ ergattern konnte, kann das jetzt nachholen – es sind noch welche da. Alle anderen dürfen sich natürlich auch mit „Hausaufgaben“ eindecken. Das Heft ist kostenlos.


4. Nachrichtenservice: Atomradar

Mit dem „Atomradar“ stellen wir Dir unsere Presseauswertung und -zusammenfassung zur Verfügung. Per E-Mail erhältst Du manchmal täglich, manchmal alle paar Tage eine Linksammlung zu den wichtigsten Medienberichten rund um das Thema Atompolitik und Atomenergie. Das Abo ist kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

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