Anti-Atom-Sommercamp nahe Narbonne, Frankreich, vom 6.-12. August 2018

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Liebe Anti-Atom-AktivistInnen, -Gruppen und Interessierte,

wir möchten Euch hiermit herzlich einladen, Euer Wissen, Eure
Erfahrungen, und das bereichernde Gefühl des Widerstandes beim
internationalen Anti-Atom-Sommercamp nahe Narbonne, Frankreich, vom
6.-12. August 2018 zu teilen.

Unsere Gruppe besteht aus unabhängigen Anti-Atom-AktivistInnen aus der
ganzen Welt und unser Ziel ist es, ein Treffen für internationale
Vernetzung und die Verbreitung von Wissen und Erfahrungen über
Anti-Atom-Themen zu organisieren. Zudem wünschen wir uns dabei, das
aufregende Erlebnis eines Sommercamps mit dem Spaß während der dort
gemeinsam verbrachten Zeit zu verknüpfen.

Das Sommercamp gliedert sich in zwei Hauptthemen:
Das erste Hauptthema ist die Uran-Konversionsfabrik der Firma Orano
(früher als Areva bekannt) in Narbonne-Malvési. Wir denken, es ist
wichtig, die lokalen Anti-Atom-Gruppierungen zu unterstützen und
Erfahrungen über die Probleme im Uran-Konversionsprozess sowie bei der
Lagerung von radioaktivem Müll zu teilen. Während des Camps wird es
mindestens einen Aktionstag gegen die Atomindustrie in Narbonne bzw. in
der Nähe von Narbonne geben.

Das zweite Hauptthema sind Sicherheitsprobleme beim Transport von Uran
und seinen Nebenprodukte, weiter über die atomare Brennstoffspirale
hinaus bis hin zum radioaktivem Atommüll.

Zwischendurch werden wir Euch im Programm genügend Zeit und Raum geben,
um gemeinsame Erfahrungen und Wissen teilen zu können und um anstehende
Projekte und Kampagnen vorzubereiten. Wir möchten auch gerne einen Raum
für informelle Treffen, künstlerischen und kreativen Austausch, Siestas
und kleine Feste bieten. Wir hoffen, örtliche Musikbands für uns zu
gewinnen, an einem der Abende auf dem Gelände des Sommercamps für uns zu
spielen. Zudem bieten wir Euch abends die Möglichkeit, Filme von Eurer
Anti-Atom-Arbeit zu zeigen (Bitte bringt Eure Filme mit zum Camp!).
Unser Sommercamp trifft mit dem Jahrestag der Atombombenabwürfe auf
Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August zusammen. Wir wünschen uns,
die Möglichkeit damit wahrzunehmen an die hohe Todeszahl der
Atombombenabwürfe zu erinnern und auf die Gefahren eines atomaren
Krieges hinzuweisen.

Wir benötigen noch Unterstützung bei Workshops zu Anti-Atom-Themen,
Vorträgen und Diskussionsrunden. Jede(r) von Euch ist hiermit herzlich
willkommen, seine eigenen Workshops und Präsentationen zu
Anti-Atom-Themen anzubieten. Wir hoffen, dass viele der TeilnehmerInnen
ihre Anti-Atom-Kämpfe oder Anti-Atomstrategien ihrer Region vorstellen
können. Zudem suchen wir Unterstützung, damit unsere gemeinsamen
Aktionstage erfolgreich sind.

Für das Sommercamp werden wir unsere Infrastruktur in einem Olivenhain
aufbauen, wie z.B. Komposttoiletten, Solarduschen, unsere
Gemeinschaftsküche usw. Wir haben den Anspruch, (nichtprofessionelle)
Flüster-Übersetzungen in den Workshops und in den Präsentationen für
Spanisch, Französisch, Englisch und andere Sprachen anzubieten – mit
Eurer Hilfe.

Das Campgelände befindet sich auf einer schönen Fläche weniger als 10
Kilometer entfernt von Narbonne am Mittelmeer. Jedoch ist die im Sommer
auftretende Hitze und Trockenheit ein Anlaß zur Besorgnis für die
Region, weil die kleinen Bäume nur wenig Schatten bieten und damit das
Risiko eines Waldbrandes groß ist. Deswegen sollten alle TeilnehmerInnen
verantwortungsvoll handeln und das Risiko eines Feuers auf dem Gelände
minimieren. Bei der Vorbereitung des Camps würde es uns helfen, wenn Ihr
Sonnenschirme, Sonnensegel und Feuerlöscher mitbringt, falls ihr über
derartiges verfügt.

Um einen Teil der Campkosten zu decken, erheben wir eine tägliche Gebühr
für unser gemeinsames Essen, das genutzte Wasser und andere Ausgaben von
jedem der TeilnehmerInnen. Die Höhe nennen wir Euch in einem der
folgenden Einladungsschreiben. Wenn Du Dich gerade in einer schwierigen
finanziellen Situation befindest, kannst Du uns gerne nach einem
reduzierten Beitrag fragen. Wenn Du unser Sommercamp aus innerhalb
Europas besuchen kommst, wünschen wir uns von Dir, bitte NICHT das
Flugzeug für Deine Reise zu benutzen!

Bitte bringe Deine Zelte, Schlafsäcke, Musikinstrumente und gerne auch
selbstorganisierte Kleinkunst zu diesem Sommercamp mit. Wenn es Dir
möglich ist, größere Gruppenzelte oder Sonnensegel mitzubringen, wären
wir sehr froh, wenn wir dies vorher von Dir erfahren. Siehe unsere
Kontaktinfos weiter unten.

Für diejenigen unter Euch, welche nach einer komfortableren Unterkunft
als dem Camp/Zeltlager suchen, empfehlen wir, die örtliche
Touristeninformation in Narbonne zu kontaktieren
(http://www.narbonne-tourisme.com). Wenn Du daran interessierst sein
solltest, handle lieber schnell, weil in dieses Gebiet im Sommer viele
Touristen kommen und Übernachtungsplätze schnell ausgebucht sein werden.
Später werden wir hoffentlich in der Lage sein, Euch eine Liste
verfügbarer Unterkünfte in der Region bzw. in der Nähe unserers
Sommercamps mitzuteilen.

Bitte reiche diese Einladung zum Internationalen Anti-Atom Sommercamp
2018 in Deinem Umfeld weiter!

Diese Einladung ist eine erste Ankündigung. Es werden bald mehr
detailliertere Informationen zu unserem Camp, dem Programm, den Zielen,
Örtlichkeiten und mehr in den kommenden Monaten von uns bekanntgegeben.

Wenn Du am Camp interessierst bist oder es unterstützen willst, trete
bitte mit uns in Kontakt über die folgende E-Mail-Adresse:

camp2018 AT nuclear-heritage DOT net

Anmeldungen mit Angabe der Anzahl der TeilnehmerInnen und der
Anwesenheitstage auf dem Camp sende bitte an:

camp-registration AT nuclear-heritage DOT net

 

Solidarische Grüße von den Anti-Atom-Sommercamp-OrganisatorInnen!

 

P.S.: Nachtrag zu Orano (früher Areva) in Narbonne-Malvési:
Die Uran-Konversionsfabrik Narbonne-Malvési (3 km entfernt von der
Innenstadt Narbonnes) soll in den nächsten Jahren 21.000 Tonnen
Urantetrafluorid (UF4) produzieren. Zudem will sich Orano mit dem
Verdampfen von flüssigem radioaktiven Müll in die Atmosphäre in einem
neuen angeblich „sauberen“ Verfahren neue Wege zum Geldverdienen
erschließen. Und Orano will dieses neue Verfahren an andere Firmen
verkaufen bzw. lizensieren. Orano hat bereits jetzt für die nächsten 40
Jahre die Erlaubnis erhalten, radioaktive Gase aus mehr als 350.000 m³
flüssigem Atommüll in die Atmosphäre zu pusten. Die Gesundheitsrisiken
für Flora, Fauna und die Menschheit sind ernst zu nehmen und gefährlich.

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