Bundesamt leugnet Probleme bei langfristiger Zwischenlagerung

 

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 15.04.2018
bi umweltschutz castor antiatom

 

Das Bundesamt für kerntechnischeEntsorgungssicherheit (BfE) hat erstmalig auf die anhaltende Debatte um dieSicherheit der atomaren Zwischenlager reagiert.
Hintergrund ist die Tatsache, dass die aufvierzig Jahre begrenzte Laufzeit der Zwischenlager nicht ausreichend sein wird,betont die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Nach denoffiziellen Plänen wäre frühestens 2050 ein Endlager betriebsbereit sein,dieses Datum wird aber nachhaltig in Frage gestellt. Hinzu kommt, dass dieRäumung der sechzehn Zwischenlager mit dann 1.900 Castorbehältern nachEinschätzung von Fachleuten weitere rund 30 Jahre in Anspruch nehmen wird
Diese „Lücke“ und die damit verbundenen Fragennach den Folgen der Alterung sowie nach neuen Herausforderungen bei derSicherung der Lager gegen terroristische Anschläge ist Gegenstand derSicherheitsdebatte, aber darauf ging BfE-Präsident Wolfram König nicht ein,moniert die Bi. „Die sich abzeichnende schwierige Lage wird schöngeredet,gefordert sind aber Handlungskonzepte.“

König unterstrich, dass aus Sicht der zuständigen Genehmigungsbehörde die deutschen Atommüll-Zwischenlager sicher seien und bis zum Bau eines Endlagers weiter betrieben werden sollen. „Ich kenne keinen einzigen Fall, wo wir derzeit Unsicherheiten haben“, sagte der Chef des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Wolfram König, am Donnerstag in Berlin. Die einstige Begrenzung der Genehmigungen für die zwölf dezentralen Zwischenlager auf nur 40 Jahre habe keine Sicherheitsgründe gehabt,sondern sei ein politisches Signal gewesen, sagte König.
Immerhin, so die BI, sei die Diskussion, dieunter anderem vom nationalen Begleitgremium (NBG) angestoßen wurde, nicht spurlosam BfE vorbeigegangen, in der Broschüre, die König vorstellte, würdeeingeräumt, dass es Nachprüfungen geben müsse.
Auf einer Veranstaltung der niedersächsischenGrünen zu diesem Thema am vergangenen Freitag in Hannover, bestärkte Ehmke dasNBG, diese Diskussion weiter voranzutreiben, weil sie eng mit der Endlagerfrageverknüpft sei. Ehmke: “Wir sind schon einen Schritt weiter, wir fordern regionaleZwischenlagerkonferenzen, um über die Sicherheitsfragen zu debattieren, diesich aus dem unstimmigen Fahrplan bei dem Umgang mit den 1.900 Castorbehälternergeben.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20699

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