Hamburg-Harburg: Erneuter Prozess gegen Anti-Atom Aktivisten

Pressemitteilung

anti-atom-sonne

Am Freitag, den 21.9. soll am Amtsgericht Hamburg-Harburg ein weiteres Strafverfahren gegen einen Aktivisten beginnen, der im August 2014 gegen einen Atomtransport im Hafenbahnhof Hamburg Süd protestiert hatte. Damals hatten sich 3 Personen vor und hinter einem mit Uranerzkonzentrat beladenen Güterzug an die Schienen gekettet und diesen für ca. 5 Stunden daran gehindert loszufahren.

Es handelt sich bereits um das insgesamt dritte Verfahren im Zusammenhang mit dieser Aktion. Zuletzt wurde eine Aktivistin verurteilt, weil sie eine Angekettete mit Lebensmitteln versorgt hatte. „Wir haben es hier mit einem politischen Verfahren zu tun, und mit einer Staastanwaltschaft die auf Biegen und Brechen Menschen für ihre emanzipatorischen Ideale bestrafen will. Um die Sache geht es dieser Justiz nicht“, so der Angeklagte. „Auch für mein Verfahren rechne ich fest mit einer Verurteilung – ganz egal, was die Beweiserhebung bringen wird. Spätestens seit den G20 Prozessen sollte klar sein, das in Hamburg die rechtsstaatlichen Masken gefallen sind. Gerade in dieser Situation ist es wichtig sich nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin für eine vernunftgeleitete Politik zu kämpfen.“

Über das Hamburger Stadtgebiet und den Hafen gehen eine Vielzahl von Atomtransporten. Trotz Ausstiegsankündigungen einzelner Unternehmen bleibt Hamburg bislang eine Drehscheibe zur Versorgung der AKWs im internationalen Atomgeschäft. Uranoxide, das extrem giftige Uranhexafluorid, unbestrahlte Brennelemente oder andere Produkte im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomtechnologie werden im Hamburger Hafen umgeschlagen und durch das Hamburger Stadtgebiet transportiert. Im Schnitt passiert ca. alle drei Tage ein Atomtransport die Hansestadt. Atomkraftgegner*innen kritisieren seit Jahren diese Praxis und blockieren auch immer wieder direkt Atomtransporte, so zuletzt in der Nähe von Koblenz Ende August.

Bislang anberaumte Verhandlungstermine sind 21.9.25.9. und 2.10. jeweils 8:30 Uhr, Amtsgericht Hamburg-Harburg, Buxtehuder Strase 9, Saal A 6.04. Interessierte Journalist*innen sind willkommen.

Mehr Informationen
– zu Urantransporten: urantransport.de
– zum Verfahren: nirgendwo.info/hamburg

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