Autor: hiksch

50.000 bei Anti-Atom-Menschenkette

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

Aachen, 25. Juni 2017

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„KettenreAktion Tihange“: 90 Kilometer Protest grenzüberschreitend durch Belgien, die Niederlande und Deutschland / Rückenwind für europäischen Atomausstieg

An der Menschenkette gegen die Atomkraftwerke Tihange und Doel und für einen europäischen Atomausstieg haben sich heute nach Zählungen auf allen Streckenabschnitten 50.000 Menschen beteiligt.

Dazu Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die regionalen Organisatoren tatkräftig unterstützt hat:

„Wir haben heute den größten Anti-Atom-Protest seit den Demonstrationen nach der Katastrophe von Fukushima erlebt. Immer mehr Menschen nehmen die Bedrohung durch die störanfälligen Reaktoren nicht länger hin und beginnen sich zu wehren. Der grenzüberschreitende Protest gibt dem ganzen noch eine besondere Note: Die Menschen schließen sich zusammen gegen eine Atomwirtschaft, die längst international kooperiert. Die heutige Aktion bringt Rückenwind für die Forderung nach einem euorpäischen Atomausstieg.

Jetzt muss die Politik handeln. Zum einen die Regierung in Belgien – dort müssen die maroden Atommeiler endlich abgeschaltet werden. Aber auch in Deutschland, wo immer noch acht alte Atomkraftwerke am Netz sind und die Brennelementefabrik in Lingen weltweit Reaktoren mit Brennstoff versorgt. Damit muss endlich Schluss sein.“

Einladung zur 11. Atommüllkonferenz

ag schacht konrad antiatom

 

Samstag, 2. September 2017

11.00 – 17.00 Uhr

 

Volkshochschule Kassel

Wilhelmshöher Allee 19-21

34117 Kassel

 

Inhaltliche Schwerpunkte der 11. Atommüllkonferenz sind die Terrorgefahren bei Atomanlagen und das neue Strahlenschutzgesetz, die Fortsetzung der Diskussionen über Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle und die Auseinandersetzung mit den geplanten Begleitprozessen bei der Suche nach einem „End“lagerstandort. Zu Letzterem sollen unabhängige Ansätze diskutiert werden. Die Arbeitsgruppe „Freimessen“ diskutiert und organisiert die bundesweite Verbreitung der Thematik und den Widerstand gegen die Freigabe von Atommüll.

 

Programmübersicht:

 

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

11.15 – 12.00 Uhr Fachdiskussion I

Terrorgefahren bei Atomanlagen

12.00 – 12.30 Uhr Fachdiskussion II

Das neue Strahlenschutzgesetz

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen

Abschaltung – Stilllegung – Rückbau | Diskussion und Positionierung zu Zwischenlagern

Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll | Begleitprozesse

Freimessen / Strahlenschutz | das neue Strahlenschutzgesetz, Öffentlichkeitsarbeit

16.00 Uhr Abschlussplenum & Ergebnisse und Aussicht

 

Ausführlichere Angaben stehen im angehängten Einladungsschreiben.

 

Anmeldung

Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

 

Anreise

Mit der Bahn bis Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Vom Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe fahren im Abstand von ca. 8 Minuten die Straßenbahnen Tram 1 (Richtung Velmar Nord) und Tram 3 (Richtung Wolfsanger) zur Haltestelle Weigelstraße (Fahrzeit 8 Minuten). Von dort etwa 150m Fußweg in Fahrtrichtung befindet sich auf der rechten Seite die Volkshochschule Kassel.

[ Karte ] (+ Skizze im Anhang)

 

Kostenbeitrag

Zur Finanzierung bitten wir alle Teilnehmer*innen um einen Kostenbeitrag von 25,- € (inkl. Tagungsgetränken und -imbiss).

Überweisung an die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.

Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)

IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00 Stichwort: AMK

(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

 

Aktuelle Informationen sowie Dokumente der vergangenen Konferenzen gibt es auf

www.atommuellkonferenz.de

Mehrheit in Bayern für Gundremmingen-Aus in 2017

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

Gundremmingen, Hamburg, 8. Juni 2017

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Mehrheit in Bayern für Gundremmingen-Aus in 2017

 

Repräsentative Umfrage: Selbst 46 Prozent der CSU-Anhänger wollen das AKW noch in diesem Jahr vollständig abschalten

 

 

52 Prozent des Bayerinnen und Bayern sind dafür, beide noch laufenden Blöcke des AKW Gundremmingen noch 2017 abzuschalten, also den Block C des Kraftwerks nicht– wie bisher vorgesehen – noch vier weitere Jahre am Netz zu lassen. Nur 42 Prozent wollen, dass der Atomausstieg in Gundremmingen nicht beschleunigt wird. Selbst 46 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der CSU treten dafür ein, schon in diesem Jahr ganz auf dieses Atomkraftwerk zu verzichten.

Im Auftrag der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid 1.055 Menschen in Bayern folgende Frage gestellt: „Das Atomkraftwerk Gundremmingen hat zwei Reaktoren. Einer soll in diesem Jahr abgeschaltet werden, der gleichalte zweite Reaktor soll noch bis 2021 weiterlaufen. Sind Sie der Meinung, dass beide Reaktoren des Atomkraftwerks Gundremmingen in diesem Jahr, also 2017, abgeschaltet werden sollen?“

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Es hat sich in Bayern herumgesprochen, dass auf die Sicherheit des AKW Gundremmingen kein Verlass ist und das Kraftwerk für die Stromversorgung nicht mehr benötigt wird. Eine Mehrheit möchte den Atomausstieg deutlich beschleunigen und nicht vier weitere Jahre den Gefahren des alten Siedewasserreaktors ausgesetzt sein.

Dass auch fast die Hälfte der CSU-Anhänger den Sicherheits-Litaneien der bayerischen Staatsregierung keinen Glauben mehr schenkt, ist überraschend, zeigt aber, dass sich die Menschen nicht länger für dumm verkaufen lassen. Wenn Gundremmingen C noch vier Jahre weiterläuft, nutzt das nur den Betreibern und steigert gleichzeitig das Risiko für die Allgemeinheit. Wir fordern: Schaltet beide Blöcke noch dieses Jahr aus, bevor es übel endet.“

Die Ergebnisse der Emnid-Umfrage im Detail:

https://www.ausgestrahlt.de/akw-gundremmingen/emnid-b-und-c-ausschalten

.ausgestrahltNews | Kette, Castor und eine illegale Steuer

.ausgestrahlt-Newsletter
8. Juni 2017
es schreibt Jochen Stay

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Liebe/r Anti-Atom-Koordination Berlin,

ereignisreiche Tage: Eigentlich wollte ich Dir in diesem Newsletter nur ausführlich schildern, was Du alles tun kannst, um die Menschenkette von Tihange bis Aachen am 25. Juni zu einem Erfolg zu machen. Nun knallte gestern das Urteil in Sachen Brennelemente-Steuer auf den Tisch – und am Neckar kann jeden Tag der Castor-Alarm ausgerufen werden. Und, und, und …

Viel Stoff zu lesen also mal wieder, verbunden mit meiner Bitte an Dich, Dir die Zeit zu nehmen, Dich hier zu informieren und zu überlegen, ob und wie Du selbst aktiv werden kannst. Gerade das aktuelle Desaster um die Brennelementesteuer zeigt, wie dringend notwendig es weiter ist, sich in die Atompolitik einzumischen.


Aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Menschenkette: Du bist Multiplikator*in
2. Desaster Brennelemente-Steuer
3. Castor-Alarm am Neckar steht kurz bevor
4. CSU-Anhänger*innen wollen Aus für AKW Gundremmingen
5. .ausgestrahlt informierte auf Kirchentag und im Wendland
6. Junger atomkritischer Sachverstand gesucht
7. Drei offene Stellen bei .ausgestrahlt: Bewerbungsschluss 18. Juni
8. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand


Herzliche Grüße

Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

1. Menschenkette: Du bist Multiplikator*in

In gut zwei Wochen ist es soweit, dann werden sich Zehntausende Atomkraftgegner*innen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland auf 90 Kilometern die Hände reichen – ein unübersehbares Zeichen für den europäischen Atomausstieg. Doch damit die Kette ein Erfolg wird, braucht es jede*n Einzelne*n. Nicht nur diejenigen sind gefragt, die immer mal wieder zu einer Anti-Atom-Demo gehen, sondern auch alle, die das nur sehr selten oder noch nie gemacht haben, egal ob nah dran oder mit weiter Anreise.

Erfahrungsgemäß entscheiden sich die meisten in den letzten zwei Wochen, ja teilweise erst in den letzten Tagen vor einer solch großen Aktion zum Mitmachen. Wenn Du jetzt diese Zeilen liest, bist Du Multiplikator*in: Denn nichts ist wirkungsvoller als die persönliche Ansprache von Bekannten, ob im Gespräch, per E-Mail, Brief oder wie auch immer. Machst Du mit bei der Werbung für die Kette?

Diese Bekannten müssen nicht nur in Deiner Nachbarschaft wohnen (mit denen aus Deinem Ort kannst Du eine Fahrgemeinschaft bilden), sondern auch irgendwo sonst in der Republik, in Belgien oder den Niederlanden. Weise sie auf die Aktion hin, aber – ganz wichtig – achte dabei auf folgende Hinweise:

Besonders wichtig, damit die Kette klappt:

a. Beachte unbedingt das Konzept „Wohnort bestimmt Aktionsort“, denn eine Menschenkette funktioniert wirklich nur dann, wenn sich alle gleichmäßig verteilen – und deswegen müssen etwa die Berliner*innen woanders hin als die Kölner*innen und die Menschen aus verschiedenen Stadtteilen von Aachen fahren auch zu unterschiedlichen Streckenabschnitten. Welche Regionen zusammengehören, siehst Du hier.

b. Alle aus Deutschland müssen über die Grenzen nach Belgien und die Niederlande und treffen auf den dortigen Streckenabschnitten Menschen aus den Nachbarländern. Nur etwa 4 km der Strecke verlaufen hierzulande und die sind schon voll. Wer wohin fährt, findest Du hier.

c. Die Anreise mit der Bahn funktioniert nicht, denn die wenigen Nahverkehrszüge an der Strecke werden heillos überfüllt sein. Bisherige Busse und Mitfahrgelegenheiten sind hier zu finden (die Liste wird ständig länger). Wer selbst einen Bus organisiert oder andere Mitfahrgelegenheiten, sollte die unbedingt eintragen.
Die Verkehrswege rund um die Kette siehst Du hier.

d. Die Organisation einer so großen Aktion über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg erfordert einen riesigen Aufwand, nicht zuletzt finanziell – auch für uns bei .ausgestrahlt, die wir die Organisator*innen vor Ort personell, mit Geld und Knowhow massiv unterstützen. Kannst Du etwas beitragen? Spende hier.
(Zur Unterscheidung: .ausgestrahlt ist auch Spendenadresse des örtlichen Bündnisses, für die wir die Finanzverwaltung übernommen haben. Doch unter dem hier angegebenen Link sammeln wir Spenden für unseren eigenen hohen Aufwand in Sachen Menschenkette.)

Hausaufgabenhefte und Ketten-Banner

Uns von .ausgestrahlt ist es besonders wichtig, dass sich bei der Kette nicht alles alleine um Tihange dreht, sondern alle anderen AKW, die die Region um Lüttich, Maastricht und Aachen bedrohen, ebenfalls Thema sind – auch die noch immer in Deutschland laufenden. Du kannst uns dabei helfen, diese Botschaft während der Kette rüberzubringen:

Das mit dem Aachener Aktionsbündnis zusammen herausgegebene „Hausaufgaben-Heft für Atomkraftgegner*innen“ mit Ideen zum aktiv bleiben nach der Kette (nicht nur zu Tihange) drucken wir 20.000-mal im praktischen Hosentaschen-Format. Damit in der Kette möglichst viele Menschen ihr Heft bekommen, suchen wir zahlreiche Verteiler*innen, denen wir vorher 50 oder 100 Exemplare schicken können, die sie in ihrem Abschnitt austeilen. Machst Du mit? Dann bestelle hier Dein Päckchen.

Es gibt wieder Kettenbänder, um kleine Lücken zu schließen. Diese Bänder bekommst Du jedoch erst während der Aktion (gegen eine Spende) und nur an der Strecke. Zusätzlich haben wir aber auf großen sechs Meter langen Bannern das Motiv der Kettenbänder aufgedruckt: Alle AKW der Region mit dem dreisprachigen Slogan „Atomkraft überall abschalten“. Bitte trage dazu bei, dass diese Banner mit dieser Botschaft in der Kette auftauchen und bestelle jetzt Dein eigenes Exemplar. Bitte schnell (vor-)bestellen, damit wir planen können. Danke!


2. Desaster Brennelemente-Steuer

Die Brennelemente-Steuer ist verfassungswidrig und der Staat muss inklusive Zinsen etwa sieben Milliarden Euro an die AKW-Betreiber zurückzahlen. Das hat gestern das Bundesverfassungsgericht entschieden. Damit rächt sich bitter, dass die Bundesregierung es nicht geschafft hat, bei den Verhandlungen über die Folgekosten der Atomkraft im letzten Herbst die Stromkonzerne zu verpflichten, alle ihre Klagen zurückziehen, wenn sie schon von der Haftung für die Atommüll-Lagerung befreit werden. Für Eon, RWE und Co ein unverschämt gutes Geschäft auf Kosten der Allgemeinheit.

.ausgestrahlt hatte genau davor gewarnt und außerdem eine Nachschusspflicht in den neuen öffentlichen Fonds gefordert, wenn es den Unternehmen wieder besser geht. Jetzt geht es ihnen besser – aber das Geld landet nicht im Atommüll-Topf, sondern bei den Aktionär*innen.

Aus den Reihen von SPD, Grünen und Linkspartei wurden gestern Forderungen laut, mit einer neuen, verfassungskonformen Abgabe-Regelung die AKW-Betreiber zukünftig an den Lasten für die Allgemeinheit zu beteiligen. .ausgestrahlt wird sie im Bundestagswahlkampf und bei einer möglichen Regierungsbeteiligung daran messen.

Die gestrige Presseerklärung von .ausgestrahlt.

Ein treffender Kommentar von Jürgen Döschner (WDR).


3. Castor-Alarm am Neckar steht kurz bevor

Seit dem 16. Mai liegt die Transportgenehmigung vor und die ersten drei Behälter werden in Obrigheim beladen. Es kann also jeden Tag mit dem ersten von geplanten fünf Transporten losgehen. Alarm wird ausgelöst, sobald das leere Schiff sich von Neckarwestheim, wo es derzeit liegt, auf den Weg nach Obrigheim macht, um die Atommüll-Behälter abzuholen. Schon bei diesem Leertransport, der zehn bis zwölf Stunden dauert, sind erste Aktionen geplant. Treffpunkt ist die Mahnwache in Gundelsheim. Wer also aktiv werden möchte, sollte schon dort dabei sein.

Möglicherweise folgt der Transport der Castoren schon am darauffolgenden Tag. Dann gibt es eine Mahnwache als Anlaufpunkt in Heilbronn. Die Möglichkeit, Dich in den Alarm-Verteiler einzutragen, alle Infos zu den Örtlichkeiten, den Aktions-Plänen (soweit öffentlich), Ausrüstungs-Liste und viele weitere nützliche Hinweise hier.


4. CSU-Anhänger*innen wollen Aus für AKW Gundremmingen

.ausgestrahlt hat das Meinungsforschungs-Institut Emnid beauftragt, die Stimmung in Bayern zum AKW Gundremmingen herauszufinden. Wie viele Menschen unterstützen die Forderung „Wer B sagt, muss auch C sagen – beide Blöcke 2017 abschalten“? Die Ergebnisse sind erstaunlich: 52 Prozent des Bayerinnen und Bayern sind dafür. Nur 42 Prozent wollen, dass der Atomausstieg in Gundremmingen nicht beschleunigt wird. Überrascht hat uns, dass selbst 46 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der CSU dafür eintreten, schon in diesem Jahr ganz auf dieses Atomkraftwerk zu verzichten. Die Chancen sind also gar nicht so schlecht.
Die Pressemitteilung zur Umfrage, die Süddeutsche Zeitung berichtete.


5. .ausgestrahlt informierte auf Kirchentag und im Wendland

Vier gut frequentierte Infostände und Ausstellungen innerhalb von zwei Wochen hatte .ausgestrahlt bei der „Kulturellen Landpartie“ im Wendland, der „Widerstandspartie“ in Gorleben und dem evangelischen Kirchentag in Berlin. Unterm Strich haben wir hunderte Gespräche geführt, mit früher Aktiven, heute Aktiven, zukünftig Aktiven, Förderinnen und Förderern. Wir haben viel Informationsmaterial verteilt und festgestellt, dass junge Menschen die Anti-Atom-Sonne mögen, selbst wenn sie deren lange Geschichte noch gar nicht kennen.


6. Junger atomkritischer Sachverstand gesucht

Viele atomkritische Expert*innen, die der Anti-Atom-Bewegung nahestehen, sind schon Jahrzehnte dabei. Bisher sind zu wenige Nachfolger*innen in Sicht. Deshalb organisiert der Trägerkreis „Atommüllreport“, zu dem auch .ausgestrahlt gehört, die Sommerakademie „Atomares Erbe – Herausforderungen für die nächste Generation“ vom 2. bis 6. August in Wolfenbüttel. Wenn Du jüngere kritische Studierende oder Wissenschaftler*innen kennst, von denen Du annimmst, sie könnten sich für das Thema interessieren, dann weise sie doch bitte auf diese wichtige Veranstaltung hin. Übrigens soll die Teilnahme nicht am Geld scheitern. Flyer dafür gibt es hier.


7. Drei offene Stellen bei .ausgestrahlt: Bewerbungsschluss 18. Juni

Zur Erinnerung: .ausgestrahlt sucht für eine Elternzeitvertretung vom 1. September 2017 bis mindestens 28. Februar 2019 eine*n Verantwortliche*n für Webtechnik und EDV im Umfang von 20-25 Stunden. Darüber hinaus stellen wir unbefristet eine*n Organizer*in mit 20 Stunden und eine*n Mitarbeiter*in für Büromanagement mit 35-40 Stunden ein, beides zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der*die für eine dieser Stellen in Frage kommt. Je nach Qualifikation lassen sich auch Aufgaben koppeln.


8. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Voller guter Argumente: „Kindergeburtstag für den Atomausstieg“ im ZDF. Bitte weiter verbreiten.

Der Deutsche Ärztetag warnt vor Verharmlosung möglicher Strahlenschäden bei „Freimessung“ von Atommüll.

Die Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig ist aus dem Gefängnis raus.


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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen Atomkraftgegner*innen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.

Mehr über .ausgestrahlt

Internationales Anti-Atom-Sommercamp

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(see English and Russian version below)

Liebe Freundinnen und Freunde,

in nur wenigen Wochen, vom 17. – 23. Juli, wird auf dem Gelände des
Projekthauses in Döbeln, Mittelsachsen, das Internationale
Anti-Atom-Sommercamp veranstaltet und wir freuen uns schon sehr darauf!

Bisher haben wir angemeldete TeilnehmerInnen aus der BRD, Lettland,
Großbritannien, Frankreich, Österreich, Rußland, Belarus, Kanada,
USA, Finnland, Litauen, Polen, Türkei, Ukraine, Tschechischer Republik,
Indien, Japan und Slowenien. Wir haben noch reichlich Platz in unserem
Sommercamp, also wenn Du interessierst bist und gerne teilnehmen
möchtest, das ist jetzt Deine Chance, dich anzumelden!

Hier ein paar gute Gründe, warum Du unbedingt am Camp teilnehmen solltest:

– Das Camp wird eine Vielzahl von Vorträgen, Präsentationen und
Workshops mit einem speziellen Focus auf die Uran-Spirale und den
Widerstand gegen Laufzeitverlängerungen und gegen AKW-Neubaupläne
umfassen.
– Das angebotene Programm wird intensiv; aber zusammen gestalten wir
eine freundliche, entspannte und tolerante Arbeitsatmosphäre.
– Wir verstehen die Wichtigkeit des Netzwerkens und daher wird es viele
Möglichkeiten und Zeitfenster hierfür auf dem Camp geben.
– Wir werden einen historischen Stadtrundgang und einen Ausflug zur
Uranabbau-Altlast der WISMUT unternehmen.
– Das Projekthaus ist ein schöner Ort für unsere Veranstaltung und das
Camp wird im Streuobstgarten des Projekthauses stattfinden.
– Döbeln ist eine kleinere Stadt mitten in Sachsen und kann einfach per
Zug erreicht werden, die nächsten Großstädte sind Leipzig und Dresden.
– Eine ganze Woche wollen wir gemeinsam Veganes Essen kochen.
– Fünf Jahre sind nun seit dem letzten Camp vergangen und es ist eine
einzigartige Erfahrung, an unserem Internationalen Anti-Atom-
Sommercamp teilzunehmen.

Hier eine Vorschau auf die von Teilnehmer*innen des Camps organisierten
Vorträge und Präsentationen; das komplette Programm findest Du auf
unserer Sommercamp-Webseite:

– Uranium transports & actions
– Spirits of Gorleben resistance
– France, the happy atoms land
– Lifetime extensions of nuclear units in Ukraine: risks, challenges and
European public money support
– International ambitions of Rosatom
– Nuclear energy plans and antinuclear movement in Turkey
– Without it the nuclear industry would long have been dead: the
EURATOM Treaty
– Well fought and yet lost? – Power, impotence and open questions of the
anti-nuclear movement in Germany

…und hier eine Auswahl von Workshops (weitere folgen noch, vielleicht
auch Dein Workshop?) :

– Russian nuclear reactors export – how to stop it?
– Final disposal of nuclear waste strategy of the anti-nuclear movement
– debate Past, Current and Future Actions against EURATOM
– Anti-nuclear World Social Forum 2017
– The power is in your hands – The Aarhus Convention and the example
Hinkley Point C
– Raising funding for anti-nuclear groups – workshop to figure out
opportunities & discuss new tools for the network

Wochenüberblick zum Sommercamp:

Vorbereitungswoche (10. – 16. Juli): Aufbau der Infrasstruktur für das Camp
Bitte reist frühzeitig an, das inhaltliche Programm beginnt bereits am
Montag, den 17. Juli!

CAMP – Woche:
1. Tag (Montag, 17. Juli): Ankommen, Begrüßung, Kennenlernen
2. Tag (Dienstag, 18. Juli): Präsentationen & Vorträge
3. Tag (Mittwoch, 19. Juli): Exkursionden zum WISMUT-Uranabbau & Treffen
mit lokalen Kritiker*innen
4. Tag (Donnerstag, 20. Juli):Zukünftige Kampagnen, Projekte und
Veranstaltungen
5. Tag (Freitag, 21. Juli): Aktionstag

6. Tag (Samstag, 22. Juli):
Vormittag: Raum für zusätzliche Themen
Nachmittag: Internationaler Netzwerkslot – Workshops rund um bestehende
und weitere Netzwerkstrukturen und -ressourcen zur Stärkung
von Anti-Atom-Bewegung

 

7. Tag (Sonntag, 23. Juli):
Vormittag: Internationaler Netzwerkslot – Workshops rund um bestehende
und weitere Netzwerkstrukturen und -ressourcen zur Stärkung
von Anti-Atom-Bewegung
Nachmittag: Planungen für anstehende Projekte

 

Abbau – Woche (24. – 28. Juli): Abbau und Aufräumen der Campfläche

 

Für die Teilnahme am Sommercamp werden wir eine kleine Gebühr pro
Teilnehmer pro Tag erheben, um die Campausgaben für Esseneinkäufe,
Wasserverbrauch usw. finanzieren zu können, bitte schaut diesbezüglich
bald auf unsere Webseite.

Bitte nimm Kontakt mit uns auf (summercamp AT nuclear-heritage DOT net),
wenn Du am Camp teilnehmen möchtest, aber noch unsicher zu Fragen wie
Anreise mit Kindern, Haustieren, körperlichen Beeinträchtigungen,
Nahrungsmittelallergien bist oder Hilfe bei Deinen Reisekosten benötigst
oder wenn Du meinst, sprachliche Barrieren könnten ein Problem für Dich
sein. Wir möchten das Camp möglichst integrativ gestalten und können
vielleicht helfen eventuelle Probleme zu lösen.

 

Viele Grüße,

Euer Sommercamp Team

 

Kontakt:
Nuclear Heritage Network
Am Bärental 6, D-04720 Döbeln, GERMANY
phone: +49 3431 5894177
email: summercamp AT nuclear-heritage DOT net
http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

ENGLISH:

Dear friends,

In just a few weeks time, from July 17 until July 23, the Project House
in Döbeln, Germany, will host the International Anti-Nuclear Summer Camp
and we are very excited about it!

So far, we have confirmed participants from Germany, Latvia, United
Kingdom, France, Austria, Russia, Belarus, Canada, United States,
Finland, Lithuania, Poland, Turkey, Ukraine, Czech Republic, India,
Japan and Slovenia. We still have plenty of space in the camp so if you
are interested and would like to apply, this is your chance!

Here are a few reasons why to attend the camp…

– The camp will have a variety of lectures, presentations and
workshops with a particular focus on the uranium spiral and struggle
against lifetime extension & new construction plans
– The programme will be intense, however, we work in a friendly, laid
back and tolerant environment
– We understand the importance of networking so there will be plenty
of opportunities for that
– We will also have a Historical City Walk in Döbeln and a field trip
to WISMUT uranium mining reclamation
– The Project House is a lovely place and the camp will take place in
the orchard
– Döbeln is a lovely town and can be easily accessed by train, the
nearest big cities are Leipzig and Dresden
– Vegan food the whole week
– It has been 5 years since the previous camp so it is a somewhat
unique experience

Get a sneak preview at these lectures / presentations, the complete
programme can be found at our summer camp website:

– Uranium transports & actions
– Spirits of Gorleben resistance
– France, the happy atoms land
– Lifetime extensions of nuclear units in Ukraine: risks, challenges and
European public money support
– International ambitions of Rosatom
– Nuclear energy plans and antinuclear movement in Turkey
– Without it the nuclear industry would long have been dead: the
EURATOM Treaty
– Well fought and yet lost? – Power, impotence and open questions of the
anti-nuclear movement in Germany

…and here is a selection of workshops (more to come, maybe your
workshop?):

– Russian nuclear reactors export – how to stop it?
– Final disposal of nuclear waste strategy of the anti-nuclear movement
– debate Past, Current and Future Actions against EURATOM
– Anti-nuclear World Social Forum 2017
– The power is in your hands – The Aarhus Convention and the example
Hinkley Point C
– Raising funding for anti-nuclear groups – workshop to figure out
opportunities & discuss new tools for the network

Overview of the camp days:

Preparation week (July 10-16): putting up structures together
Please arrive early, our program starts at Monday!

CAMP week:
1st day (Mon, July 17): arrival, welcoming, getting to know each others
2nd day (Tue, July 18): presentations & lectures
3rd day (Wed, July 19): excursion slot to WISMUT AG / field trip /
meeting with local critics
4th day (Thu, July 20): upcoming campaigns, projects & events
5th day (Fri, July 21): action slot

6th day (Sat, July 22):
MORNING: buffer for additional topics
AFTERNOON: international network slot – workshops on network resources,
tools and capacities

7th day (Sun, July 23):
MORNING: international network slot – workshops on network resources,
tools and capacities
AFTERNOON: next steps for upcoming projects

Cleanup week (July 24-28): cleaning up the campsite & taking down
infrastructure

There will be a small fee per attendee per day, because of expenses for
food, water etc., please have a look at our website soon.

Please do get in touch with us (summercamp AT nuclear-heritage DOT net)
if you would like to come but have doubts because you would be
traveling with children, pets, have a disability, food allergy, need
support with travel costs or think that language barrier could be a
problem. We want the camp to be as inclusive as possible and might be
able to help you!

 

Best wishes,
The Summer Camp Team

 

Contact
Nuclear Heritage Network
Am Bärental 6, D-04720 Döbeln, GERMANY
phone: +49 3431 5894177
email: summercamp AT nuclear-heritage DOT net
http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

RUSSIAN:

 

Уже скоро: Международный Антиядерный Летний Лагерь в Германии

 

Дорогие друзья,

Всего на две недели с 17 до 23 Июля „Дом Проектов“ в Дёблине (Германия)
будет принимать у себя Международный Анти-ядерный Лагерь (International
Anti-Nuclear Summer Camp) и мы очень рады этому!

На сегодняшний день мы уже получили подтверждение приезда от участников
из Германии, Латвии, Соединённого Королевства, Франции, Австрии, России,
Беларуси, Канады, Соединённых Штатов, Финляндии, Литвы, Польши, Турции,
Украины, Чехии, Индии, Японии и Словении. У нас в лагере есть ещё много
места, так что если у вас есть интерес и вы хотели бы подать заявку, то
это – ваш шанс!

Вот несколько причин, по которым стоит участвовать в лагере…

* В лагере будет множество лекций, презентаций и семинаров с особым
упором на уран, на борьбу против продления сроков эксплуатации и планов
по строительству новых урановых объектов,
* Программа будет интенсивной, но всё же мы создаём дружескую,
„расслабляющую“ и толерантную среду для совместной работы,
* Мы понимаем важность создания связей и различных сетей, поэтому будет
много возможностей для кооперации, общения и новых связей и коалиций,
* У нас также будут экскурсии в Исторический Городской Парк Дёблина
(Historical City Walk in Döbeln) и на предприятие Wismut GmbH, основной
задачей которого является рекультивация земель, нарушенных горными
работами. Это предприятие добывало урановую руду с 1946 по 1990 годы.
* Сам „Дом проектов“ – приятное место, а лагерь будет располагаться в саду,
* Дёблин – это замечательный город, до него легко добраться поездом, а
ближайшие большие города – Лейпциг и Дрезден,
* Всю неделю будет веганская еда,
* Прошло пять лет со времени проведения предыдущего лагеря, так что это
будет уникальное событие.

Вот краткий обзор лекций / презентаций, а полную программу можно найти
на веб-портале нашего лагеря:

– Транспорт урана и акции
– Дух протестов Горлебена
– Урановые мощности Лингена и Гронау (на немецком с переводом)
– Европейская финансовая поддержка общественных проектов,
– Международные амбиции РосАтома,
– Франция – счастливая атомная страна
– Планы по ядерной энергии и антиядерное движение в Турции,
– Хорошо сражались и все же проиграли? – Мощь, важность и открытые
вопросы анти-ядерного движения в Германии

вот список мастерских ( воркшопов ), но их будет больше, и, возможно, вы
сами захотите сделать воркшоп:

– Экспорт российских ядерных реакторов – как его остановить?
– Окончательное непонимание (внутри антиядерного движения) стратегии в
отношении ядерных отходов
– Обсуждение Прошлого, Настоящего и Будущего акций против ЕВРОАТОМа
– Анти-ядерный World Social Forum 2017
– Как найти финансирование для анти-ядерных групп – воркшоп посвящён
выяснению этого
– возможности и обсуждение новых инструментов для объединения и
создания сетей

 

обзор расписания:

подготовительная неделя (с 10 по 16 июля): сведение воедино всех структур
пожалуйста, приезжайте пораньше, наша программа стартует в Понедельник!

 

неделя лагеря:

День 1 (понедельник, 17 июля): прибытие, размещение, знакомство;
День 2 (вторник, 18 июля): презентации и лекции;
День 3 (среда 19 июля): день зарезервирован для экскурсии
(похода) на WISMUT AG , встреча с
местными критиками;
День 4 (четверг, 20 июля): обсуждение предстоящих компаний,
проектов и мероприятий;
День 5 (пятница, 21 июля): зарезервированный день для акций;

День 6 (суббота, 22 июля):
УТРО: время для обсуждения вновь образовавшихся тем и вопросов
ПОСЛЕ ОБЕДА: время зарезервировано для создания международной сети,
воркшоп по ресурсам, инструментам и возможностям для
создания международных связей и сетей

День 7 (воскресенье, 23 июля):
УТРО: время зарезервировано для создания международной сети,
воркшоп по ресурсам, инструментам и возможностям для
создания международных связей и сетей
ПОСЛЕ ОБЕДА: необходимые следующие шаги для новых проектов

неделя уборки (с 24 по 28 июля): уборка лагерной площадки

 

Будет небольшая плата за участие, за каждый день, из-за расходов на
воду, еду и т.п., вы можете увидеть об этом скоро информацию на нашем
веб-сайте.

Пожалуйста, будьте с нами на связи (summercamp AT nuclear-heritage DOT
net). Если вы хотите приехать, но проблема в том, что хотите приехать с
детьми, собаками, у вас есть какие-то физические проблемы со здоровьем,
пищевая аллергия, вам нужна поддержка по оплате проезда или вы думаете,
что у вас возникнут языковые проблемы – мы хотим сделать лагерь
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тел.: +49 3431 5894177
email: summercamp AT nuclear-heritage DOT net
http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Juni 2017

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Kommt mit im Bus zur Menschenkette „Kettenreaktion Tihange“ am Sonntag 25. Juni
  2. Sommerakademie „Atomares Erbe“ – Die Anmeldefrist läuft!
  3. ASSE II: Wie alles anfing – Zeitzeugen berichten
  4. Wander-Ausstellung „30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ in Salzgitter und Sickte
  5. Damals war’s
  6. Termine

1. Kommt mit im Bus zur Menschenkette „Kettenreaktion Tihange“ am Sonntag 25. Juni

Die belgischen Atommeiler in Tihange und Doel sind eine akute Gefahr. Diese Gefahr muss sofort abgeschaltet werden! Diese Forderung wird am Sonntag den 25. Juni mit der „Kettenreaktion Tihange“, einer 90 Kilometer langen, grenzübergreifenden Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht bis Aachen eindrucksvoll untermauert werden. Wir brauchen kein zweites Tschernobyl in Europa. Deshalb wollen Menschen aus drei Ländern, mit unterschiedlichen Sprachen, an diesem Sonntag gemeinsam Hand-in-Hand ein sichtbares Zeichen setzen – gegen Atomenergie, gegen die Gefährdung von Millionen von Menschen in Europa.

Gemeinsam fährt sich’s weniger allein

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. hat einen Bus gechartert, um vielen Leuten aus unserer Region die Möglichkeit zu geben, an der Menschenkette teilzunehmen. Los geht es am Sonntag, 25.06., in aller Frühe vom ZOB in Braunschweig. Reisepreis pro Person 25 Euro. Weitere Info und Anmeldung: Email: info@ag-schacht-konrad.de; Tel: 05341 – 900194

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2. Sommerakademie „Atomares Erbe“ – Die Anmeldefrist läuft!

Bis zum 15. Juni läuft die Anmeldefrist für die Sommerakademie „Atomares Erbe – Herausforderungen für die nächste Generation“ vom 2.-6 August in Wolfenbüttel. Die interdisziplinäre Veranstaltung wendet sich an Studierende und junge AkademikerInnen aller Fachrichtungen. Ausgewiesene ExpertInnen geben einen Einführung in die Probleme bei Umgang und Lagerung radioaktiver Abfälle und zeigen berufliche Perspektiven auf.

Für die erfolgreiche Teilnahme können Studierende maximal einen Credit (ECTS-Punkt) bekommen. Durchgeführt wird die Sommerakademie vom Projekt Atommüllreport in Kooperation mit dem Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz der TU Braunschweig und der Hochschule Ruhr West.

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3. ASSE II: Wie alles anfing – Zeitzeugen berichten

Vortrag, Diskussion, Austausch – In wochenlanger Kleinarbeit und mit Sorgfalt hat Helga Koslowsky in den letzten Wochen in ihren eigenen Aufzeichnungen und Ordnern „gekramt“. Herausgekommen ist eine spannende Dia- und Videodokumentation über mehr als ein halbes Menschenleben im aktiven Widerstand gegen die Einlagerung von Atommüll in der Asse.
Die Fachgruppe Asse zeigt in Kooperation mit der Bürgeraktion Sichere Asse (BASA) am 14. Juni ab 19 Uhr im Café Burschenhof in Sickte (Kantorweg 1) eine Dokumentation über 53 Jahre Widerstand im Braunschweiger Land.
Bereits ab 18.30 Uhr besteht die Möglichkeit, sich einen Teilbereich der Wanderausstellung zu den Atommüllprojekten in der Region anzusehen.

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4. Wander-Ausstellung „30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ in Salzgitter und Sickte

Die Wander-Ausstellung „30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD ist ab dem 12. Juni im Rathaus Salzgitter-Lebenstedt und im Herrenhaus Sickte zu sehen. Seit dreißig Jahren engagieren sich die Menschen in der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. gegen die Atommüllprojekte in der Region Braunschweig und für einen Ausstieg aus der Atomenergienutzung. Die eigens im Jubiläumsjahr erstellte Wander-Ausstellung gibt Einblicke in die erfolgreiche Arbeit des Vereins und Informationen zu den Atommüllprojekten Schacht KONRAD, ASSE II, Morsleben und Eckert & Ziegler (Braunschweig).

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5. Damals war’s

2017 jährt sich die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. zum 30. Mal.

Wir dokumentieren Zeitungsartikel aus der Anfangszeit.

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6. Termine

  • heute Do., 08.06.17, 19.00 Uhr Regionalkonferenz Weltatomerbe Braunschweiger Land, TU Braunschweig, Raum RR 58.1, Rebenring 58
  • heute Do., 08.06.17 Treffen BI-Süd-West (Gewerbe- und Industriegebiet Stiddien-Beddingen), Geitelde
  • Sa., 10.06.17, 09.00-15.00 Uhr 25 Jahre WUM  (Wolfenbütteler-Umwelt-Markt)
  • Sa., 10.06.17, 11.00 Uhr Niedersächsisches Standorte- Treffen (Niesa), Ort: Ver.di, Goseriede 12, 30159 Hannover, mehr
  • Sa., 10.06.17, 15.00-24.00 Uhr Seefest Salzgitter: Info-Stand  30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Info-Bauwagen on Tour
  • So., 11.06.17, 14.00 Uhr BISS-Sonntagsspaziergang, Treffen vor dem Firmengelände von Eckert & Ziegler Gieselweg 1 38110 Braunschweig
  • So., 11.06.17, 17.00 Uhr ASSE-Konzert „An die Sterne“ venti voci Kammerchor Braunschweig, Winfried Hummel, Harfe Anneka Schiewek, Flöte, Leitung: Janis Berzins Chorwerke von Schumann, Barbe, Jackson u.a., Evangelische Kirche Groß Denkte (Kirchstraße)
  • 12. – 21.06.17 Wanderausstellung zu den Atommüllprojekten in der Region, 30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Foyer, Rathaus SZ-Lebenstedt, mehr
  • 12. – 23.06.17 Wanderausstellung zu den Atommüllprojekten in der Region, 30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Herrenhaus, Am Kamp 12, Sickte, mehr
  • Mo., 12.06.17, 19.00 Uhr ASSE-II-Koordinationskreis, Wolfenbüttel, Thomas-Kirche, Jahnstr.1
  • Di., 13.06.17, 19.00 Uhr Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mi., 14.06.17, 19.00 Uhr Vortrag, Diskussion, Austausch: „ASSE II – wie alles anfing“ Zeitzeugen berichten über 53 Jahre Aktionen gegen die Einlagerung und für die Rückholung, DGH Sickte (Burschenhof), Kantorweg 1, 38173 Sickte. Infostand 30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. Bereits ab 18.30 Uhr besteht die Möglichkeit, sich einen Teilbereich der Wanderausstellung zu den Atommüllprojekten in der Region anzusehen. [Flyer]
  • So., 18.06.17, 15.00-19.30 Uhr Pilgerweg ASSE II „Wachet und Betet“  von Groß Denkte zur Schachtanlage ASSE II [Flyer]
  • 19.- 25.06.2017 Fahrradtour von Grohnde nach Tihange zur Menschenkette, mehr
  • Mi., 21.06.17, 18.00 Uhr Vorbereitungstreffen Jubiläum der AG, KONRAD- Haus, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Fr., 23.06.17, 17.00 Uhr 17. Mobile Atomaufsicht „Rund um Landwirtschaft und Atommüll“

    In Zusammenarbeit mit dem Landvolk Stadtverband Salzgitter (Patenaktion im Rahmen des 30-jährigen Jubiläumsjahres der Arbeitsgemeinschaft)

    Treffpunkt unter der Brücke Ortseingang SZ-Bleckenstedt [Karte]

    Demnächst mehr unter www.ag-schacht-konrad.de

  • So., 25.06.17 Kettenreaktion Tihange, 90 km Menschenkette – Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3. Wir Menschen aus drei Ländern mit unterschiedlichen Sprachen protestieren gemeinsam Hand-in-Hand für unser Ziel. Mit der Menschenkette setzen wir zu Zehntausenden ein weithin sichtbares Zeichen gegen die Gefährdung von Millionen Menschen in Europa. Wir fahren mit dem Bus von Braunschweig zur Menschenkette! Mehr Info zur Busfahrt; Buskarten im KONRAD- Haus buchen! Gerne auch im Bus bezahlen.
  • So., 25.06.17, 10.00-17.00 Uhr Rechtshilfefonds Grohnde, Umweltzentrum Heerser Mühle e.V., Heerser Mühle 1-3, 32107 Bad Salzuflen, mehr

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Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

www.ag-schacht-konrad.de

NaturFreunde kritisieren die Bundesregierung für ihre nachgiebige Haltung gegenüber den Atom- und Kohlekonzernen

Folgen des Bundesverfassungsgerichtsurteils mehr als ärgerlich

 antikohle naturfreunde

Berlin, 7. Juni 2017 – Zum heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Kernbrennstoffsteuer, die zwischen 2011 und 2016 erhoben wurde, erklärt Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der NaturFreunde Deutschlands:

 

Der eigentliche Skandal an dem Urteil ist nicht, dass das Bundesverfassungsgericht das atompolitische Chaos der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung für verfassungswidrig erklärt hat. Vielmehr ist der Skandal, dass Konzerne, denen in den letzten Jahrzehnten viele Milliarden Euro Steuergelder geschenkt wurden, die Bundesregierung weiter verklagen konnten.

 

Es ist politisch unverantwortlich, dass der sogenannte Kompromiss, das weitreichende Kostenrisiko der „Endlagerkosten“ für Atommüll auf die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu übertragen, nicht die Einstellung aller Klagen gegen die Bundesrepublik beinhaltete. Es ist nicht akzeptabel, dass die heutige Bundesregierung den Stromkonzernen Milliarden an Kostenrisiko erlässt und gleichzeitig keine endgültige Lösung für alle offenen Rechtsfragen geschlossen hat. Auch Vattenfall klagt weiterhin vor einem Schiedsgericht der WTO auf weitere Schadenersatzforderungen an die Bundesregierung.

 

Den Profiteuren der unverantwortlichen Atomenergie, die den Aktionären in den letzten Jahrzehnten viele Milliarden an Gewinnen beschert haben, wurde durch den völlig inakzeptablen Kompromiss zur Risikoübertragung der sogenannten „Endlagerkosten“ weitere Milliarden geschenkt. Dass jetzt durch den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zusätzlich nahezu 7 Milliarden Euro an bezahlten Steuern an die Konzerne zurückfließen, ist mehr als ärgerlich.

 

Die Folgen dieser schlechten Politik sind deutlich zu sehen: RWE-Aktien stiegen bis auf 19,84 Euro an, die Anteilsscheine von E.ON stiegen um 4,24 Prozent auf 8,39 Euro.

 

Macht der Energiekonzerne brechen

Die NaturFreunde treten deshalb weiterhin dafür ein, die Macht der Großkonzerne im Energiebereich endlich zu brechen. Wir brauchen eine demokratische und ökologische Energiewende. Die Ansätze waren im Erneuerbaren-Energie-Gesetz vorhanden, das eine demokratische, dezentrale Bürger*innenenergiewende gefördert hat. Mit dem Ziel eines möglichst raschen Ausbaues von erneuerbaren Energien wurde durch das Gesetz der demokratische und ökologische Umbau der Energieerzeugungsstruktur gefördert.

 

Mithilfe eines schnellen Baues und einer konsequenten politischen Förderung von dezentralen Energieerzeugungsanlagen muss die Ära der undemokratischen Großkonzerne beendet werden. Die NaturFreunde fordern die Bundesregierung auf, die Verschlechterungen für den Ausbau von dezentralen Windkraftanlagen und Solaranlagen sofort zurückzunehmen und den unheilvollen Strommonopolisten endlich den Stuhl vor die Tür zu setzen.

 

Atom- und Kohleausstieg selber machen

Weiterhin gilt: Atom- und Kohleausstieg ist machbar. Alle Verbraucher*innen die sich über die Dreistigkeit der Atom- und Kohlekonzerne ärgern, sollten zu einem Ökostromanbieter wechseln. Alle Verbraucher*innen, die weiterhin ihren Strom bei den großen Atom- und Kohlekonzernen oder bei Energieanbietern beziehen, die den Strom dieser Konzerne lediglich vermitteln, tragen mit ihren Stromkosten dazu bei, dass diese Konzerne weiterhin demokratische Mehrheiten unterlaufen und eine dezentrale, demokratische und ökologische Energiewende behindern können.

 

Die NaturFreunde haben die Kampagne „Atomausstieg selber machen“ viele Jahre mitgetragen und bitten alle Energieverbraucher*innen zu einem der ökologischen Stromanbieter, wie zum Beispiel Naturstrom, Greenpeace Energy, Energiewerke Schönau oder Lichtblick, zu wechseln.