Kategorie: Castor

BI Umweltschutz: Wer hat das Sagen in Gorleben?

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

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Pressemitteilung 16.01.2018

Die Nuklearindustrie führt in Gorleben immer noch eine gewichtige Rolle. Seit dem 1.8.2017 hat zwar die bundeseigne Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) formell die Geschäfte übernommen, denn die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll ist nach einer Novelle des Atomgesetzes fortan Sache des Bundes.

Einmal abgesehen davon, dass die Mitarbeiter*innen der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) von der bundeseigenen Firma zu 100 Prozent übernommen wurde, wird fortan suggeriert, dass es nun eine klare staatliche Verantwortung in Sachen nuklearer Entsorgung gebe. Lars Köbler, der technische Geschäftsführer, verblüffte auf einer Ratssitzung in Gorleben mit dem Satz: „Jetzt gibt es höhere Ansprüche an die Sicherheit“.

Irritiert ist die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), dass der Bund offensichtlich nur teilweise Regie führt. Auf der Homepage der zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für die Zwischenlager, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BFE): „Betrieben wird es von der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH. Weitere Genehmigungsinhaberin ist die Brennelementlager Gorleben GmbH (BLG).“ http://www.bfe.bund.de/DE/ne/zwischenlager/zentral/gorleben/gorleben_node.html

Die staatliche Regie bei der Zwischenlagerung von Atommüll und bei der Endlagersuche ist zweifelhaft, solange die Nuklearindustrie in Gorleben noch was zu sagen hat, unterstreicht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Die Initiative drängt darauf, dass diese Vermischung aus staatlicher Verantwortung auf der einen Seite und möglicher Einflussnahme durch die Nuklearindustrie auf der anderen Seite klar beendet wird, denn der BLG, einer Tochter der GNS, gehört offensichtlich immer noch das 15 Hektar große Betriebsgelände.

Mit einer Anfrage bei der Aufsichtsbehörde, dem BfE, soll geklärt werden, wem der Gebäudebestand gehört und warum die BLG noch Genehmigungsinhaberin ist. Eine weitere Frage ist, ob der Bund an die BLG und die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK) Pachtgeld für das Zwischenlagergelände und das Areal des Endlagerbergwerks zahlt – und wenn ja, in welcher Höhe -, nachdem sich die Atomstromproduzenten mit 23 Mrd. Euro von der nuklearen Entsorgung freigekauft haben.

Das mag überraschen, denn auch die DWK, die ursprünglich in Gorleben und später in Dragahn eine Wiederaufarbeitungsanlage errichten und damit politisch gescheitert war, gibt es noch. Am 16. Juli 1980 gründete die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mbH (DWK), Hannover, die BLG als Tochterunternehmen mit Sitz in Gorleben.

Ein weiterer Punkt, „der uns auf die Palme bringt“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, ist die BFE-Beschreibung dessen, was die Pilot-Konditionierungsanlage in Gorleben, die zum Gebäudebestand gehört, leistet, angeblich nämlich die endlagergerechte Konditionierung hochradioaktiver Abfälle. Ehmke: „Dem BFE scheint entgangen zu sein, dass der Betrieb der PKA bis zur Benennung eines Endlagerstandortes durch den Bund ist durch eine Nebenbestimmung der erteilten Genehmigung auf die Reparatur schadhafter Transport- und Lagerbehälter beschränkt ist. Wenn das frühestens 2031 geschieht und wenn der Endlagerstandort dann tatsächlich Gorleben heißt, ist sie 2050 mit dem Beginn der Endlagerung völlig veraltet und kann eine Konditionierung der 1.900 Castoren ohnehin nicht leisten.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

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BI Umweltschutz: Große Koalition, kleine Pläne

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

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Wendland Gorleben antiatom

 

Pressemitteilung 12.01.2018

 

 

Das, was die Unionsparteien und die SPD zum Bereich Klimaschutz, Energie und Umwelt ausgehandelt haben, ist aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) „minimalistisch“.

 

Klimaforscher des Potsdam-Instituts warnen vor künftigen Überschwemmungen, wenn es kein Umsteuern in der Energie- und Klimapolitik gibt. Die Parteien der Groko hingegen räumen ein, dass die international gesteckten Ziele zum Klimaschutz bis 2030 nicht eingehalten werden können.

“Stattdessen gibt es einen vagen, nicht terminierten Zeitplan zum Kohleausstieg“, kritisiert die BI.“ BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Die Luftverschmutzung durch die Braunkohleverstromung bleibt, und damit das Hauptproblem.“ Ein schneller Atomausstieg wird offensichtlich nicht einmal angedacht, auch nicht die Kündigung des EURATOM-Vertrages, der immer noch die Förderung der Atomkraft zum Hauptziel hat.

 

Die Groko-Parteien will die „Endlagersuche zielstrebig fortsetzen“. Die Notwendigkeit, die Sicherheit von Zwischenlagern, die zu Dauerlagern mutieren, zu thematisieren und Sicherheitsüberprüfungen oder andere Lagerkonzepte zu realisieren, scheinen die Unterhändler nicht angesprochen zu haben. Ehmke: „Ebenfalls überhaupt keine Erwähnung findet die Tatsache, dass mit der Brennelementfertigung und der Urananreicherung zwei Atomanlagen in Deutschland völlig vom Atomausstieg ausgenommen sind – und damit weiter Atommüll anfällt, allen Rechenmodellen zum Trotz.“

 

BI Umweltschutz: Neue Gorleben Rundschau: VIELES NEU

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

Rosenstr. 20

29439 Lüchow

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antiatom castor

 

Pressemitteilung 8.01.2018

 

Die erste Gorleben Rundschau 2018 mit dem Schwerpunktthema „Dauerzwischenlager“ ist da. „Niemand geht davon aus, dass bis 2050 in Deutschland ein Endlager in Betrieb ist, daraus resultieren neue Probleme und Gefahren bei der Zwischenlagerung“, betont BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Schon am kommenden Samstag werde das Nationale Begleitgremium, das die Endlagersuche moderieren soll, sich unter BI-Beteiligung bei einer Tagung in Karlsruhe mit diesem Thema befassen.

Die „etwas andere Bürgerinitiative“, das Trio Oliver Neß, Frank Otto und Andreas Blechschmidt, haben mit „Lesen ohne Atomstrom“ die Hamburger Lesetage, das Greenwashing des Vattenfall-Konzerns, verdrängt. Initialzündung sagen der Fernsehjournalist, der Medienunternehmer und Sohn des Versandhausgründers Otto und der Sprecher der Roten Flora in Hamburg, seien die Castortransporte ins Wendland gewesen. Heute sind die „Lesetage ohne Atomstrom“ ein fester Bestandteil des Hamburger Kulturlebens. Sie sagen im Interview, wenn alle Atomkraftwerke stillgelegt, der Hamburger Hafen nicht mehr Drehschreibe für Atomtransporte und wenn „Gorleben unwiderruflich stillgelegt ist, dann hören wir sofort auf dem Lesen ohne Atomstrom.“

Armin Simon blickt noch einmal zurück auf den Weltklimagipfel in Bonn und Axel Kahrs eröffnet mit einer Würdigung von Nicolas Born, der am 31.12. 80 Jahre alt geworden wäre, eine neue Rubrik: ein „kleines Feuilleton“.

Die GR kostet nichts, sie liegt in vielen Läden, Cafés und Restaurants aus, kann direkt im BI-Büro abgeholt oder dort bestellt werden: 05841-4684.

 

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06 http://www.bi-luechow-dannenberg.de/wp-content/uploads/2017/12/GR_2018_01_Web.pdf

BI Umweltschutz fordert Denkmalnach in Gorleben

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

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Pressemitteilung 2.01.2018

 

Zur Einstimmung auf das Widerstandsjahr 2018 versammelten sich rund 100 Atomkraftgegner_innen an den Atomanlagen in Gorleben. Im Fokus der Auseinandersetzung werde neben der ungeklärten Situation, ob der Salzstock Gorleben-Rambow und damit das sogenannte Erkundungsbergwerk Gorleben als Atommüllendlager genutzt wird, die Dauerzwischenlagerung stehen, erklärte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI).

Mit Blick auf den geplanten Rückbau der festungsartigen Mauer rund um das Endlagerbergwerk stellte Falko Berkemeier den Plan vor, ein Mauersegment mit den Anti-Atom-Graffitis stehen zu lassen, als Mahnmal für die verkorkste Endlagersuche, aber auch als Denkmalnach: die notwendige Infrastruktur für das Bergwerk, um aus dem Stillstand sofort wieder mit den Plänen, dort hochradioaktiven Müll versenken zu können bleibt erhalten.

Die Gefahr, dass aus 40 Jahren Zwischenlagerung flugs 100 Jahre werden können und die Frage, ob die Castorbehälter für eine derart lange Laufzeit ausgelegt und die Castor-Halle Schutz vor Einwirkungen „Dritter“ – wie ein gezielter oder nicht gewollter Flugzeugabsturz umschrieben wird – rückte Martin Donat, der BI-Vorsitzende in den Mittelpunkt seiner kurzen Ansprache. Schon am 13. Januar wird das Nationale Begleitgremium (NBG), das die Endlagersuche moderieren soll, sich dieses Themas annehmen. Nicht ganz freiwillig, betonte Donat, „dieses Thema hat das NBG übernommen, weil wir es beständig auf die Tagesordnung setzen“. Am 2. Februar wird es im Ratskeller in Lüchow eine Abendveranstaltung mit Experten zu dieser Problematik geben.

BI-Pressesprecher Wolfgang Ehmke blickte noch einmal auf das Jahr 2017 zurück. Mit dem Gorleben-Tag während der KLP, den Tausende besucht hatten, einem internationalen Sommercamp und den Aktivitäten rund um den Weltklimagipfel sei ein breites Spektrum der Widerstandsarbeit sichtbar und wirksam geworden. Dass es zu einer vorerst letzten Befahrung des Endlagerbergwerks am 19. Dezember gekommen sei, hätte sich vor rund 30 Jahren, als im März 1986 das Abteufen des ersten Schachtes begann, niemand träumen mögen, so sehr schien alles auf Gorleben als Endlagerstandort zuzulaufen. „Das erfüllt uns auch mit Stolz, wenngleich wir im Jahr 2018 sofort wieder darauf verweisen, dass sich der Endlagerstandort Gorleben nicht erledigt habe.“ Schon bei den Ausschlusskriterien für ein Atommüllendlager werde deutlich, dass es nicht allein um die reine Wissenschaft, sondern um politische Vorgaben gehe, sonst wäre der Salzstock Gorleben mit einem Einbruchsee darüber schon jetzt raus.

BI Umweltschutz: Alle Jahre Widerstand

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

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Pressemitteilung 27.12.2017

Alle Jahre wieder zieht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) Bilanz. 40 Jahre Widerstand prägen das Wendland und im Jahr 2017 gab es naturgemäß viele Veranstaltungen zu diesem Thema mit großer Presseresonanz. Höhepunkt war zweifelsohne der Gorleben-Tag mit der Widerstandspartie Anfang Juni, zu der wieder Tausende Besucher_innen kamen.

Die Weltklimakonferenz in Bonn und die Versuche der Atomlobby, die Atomkraft als “grüne” Energie darzustellen, hat die Aktivisten im Herbst auf den Plan gerufen. In Bonn wurde karnevalistisch am 11. November unter dem Motto “Die bösen Geister austreiben” für den Ausstieg aus der Kohle und der Atomkraft demonstriert.

Auf den ersten – flüchtigen – Blick habe sich vor Ort vieles zum Besseren gewendet: seit 2011 gibt es keine Castor-Transporte mehr und im Jahr 2018 soll die festungsähnliche Mauer rund um das sogenannte Erkundungsbergwerk zurückgebaut werden.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wer näher hinschaut, wird jedoch an das Märchen “Des Kaisers neue Kleider” von Christian Andersen erinnert. Politiker_innen und Behörden behaupten unablässig, in Gorleben gingen die Lichter aus. Doch den aufmerksamen Betrachtern geht eher ein Licht auf: zwei Schächte, unter Tage die notwendige Infrastruktur – Gorleben bleibt als Atommülllager im Rennen. Nicht einmal ein Einbruchsee über dem Salzstock wie in Rudow gilt bisher als Ausschlusskriterium.“ Deshalb ruft die BI nach den Festtagen erneut am 1. Januar um 14 Uhr an den Atomanlagen zum “Neujahrsempfang” auf und läutet damit das Widerstandsjahr 2018 mit vielen Höhepunkten ein.

NukeNews #27 – Anti-Atom-Infodienst

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*           NukeNews #27 – Anti-Atom-Infodienst            *

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  1. Vorwort

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Willkommen bei der letzten Ausgabe der NukeNews 2017! Dieses Mal freuen wir uns, Informationen unserer Freundinnen und Freunde in Indien, den Vereinigten Staaten, der Tschechischen Republik, Schweden, Kanada und Polen über ihre Kämpfe gegen Atomkraft und die neuesten Entwicklungen der Atompolitik in ihren Regionen mit euch teilen zu können.

 

Wir wünschen euch ein gutes, erfolgreiches neues Jahr 2018!

 

 

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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #27

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  1. Vorwort
  2. Internationale Kooperation für eine Welt ohne Atomkraft!
  3. Aktuelle Informationen über Atomkraftwerke in Kalifornien 3. Tschechische Republik: Willkommen im Atomstaat 4.  Mitglieder der Plattform gegen das Endlager enttäuscht über die

Entscheidung des Ministers RAWRA zu unterstützen 5.  Indien, Klimawandel und Atomkraft: Leugnen, Täuschen und

Verschleiern

  1. Atomares Indien: Stolzer Marsch auf dem Holzweg 7. Erklärung der Solidarität mit dem Kampf gegen Atomkraft in Chutka 8.  Auf dem Weg zur Festlegung eines Endlagers für hochradioaktiven

Atommüll in Schweden

  1. Radioaktiver Kolonialismus – Uranpleite in Nordsaskatchewan 10. Aktuelles zur Atompolitik in Polen 11. Veranstaltungen der nächsten Monate 12. Was sind die NukeNews?

 

 

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  1. Internationale Kooperation für eine Welt ohne Atomkraft!

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Zeigt eure Solidarität mit unserer internationalen Kooperation zum Schutz unserer Gesellschaft, unserer Menschenrechte und der Mutter Erde vor der nuklearen Zerstörung, indem ihr heute einen Beitrag leistet… Wir sind eine Gruppe von Organisator*innen und Aktivist*innen, die als Planungskomitee an der Koordination eines internationalen Aktionscamps gegen Atomkraft im Sommer 2018 in Europa arbeiten. Die Mitglieder unseres Planungskomitees kommen aus Indien, Japan, Russland, Deutschland, der Türkei, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Wir arbeiten gemeinsam daran, uns wieder zusammenzufinden, und laden Andere ein, mehr über die Kämpfe der Anderen zu erfahren, Strategien zu diskutieren und zukünftige Kampagnen zu planen.

 

Mehr erfahrt ihr hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/International_Collaboration_for_a_Nuclear_Free_World!

 

 

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  1. Aktuelle Informationen über Atomkraftwerke in Kalifornien

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Die Californian Public Utilities Commission, die Regulierungsbehörde des Staates Kalifornien, wird am 14. Dezember ihre Entscheidung zur Schließung der zwei Diablo-Canyon-Reaktoren fällen. Der Beschluss, den der Richter vorschlug, nachdem er die ein Jahr dauernde Überprüfung des Plans beaufsichtigt hatte, sieht vor, den Plan der Pacific Gas & Electric Co., eine große Menge erneuerbarer Energie zu kaufen, auf spätere Anhörungen zu verschieben. Er stimmte aber der Schließung der Anlage zu, und diese Schließung könne auch früher stattfinden, wenn entsprechende Informationen bekannt würden. Aktivist*innen sind mit dem geplanten Schließungsdatum 2024 unzufrieden und machen sich Sorgen wegen der Erdbebengefahr.

 

Mehr erfahrt ihr hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Update_on_atomic_power_plants_in_California

 

 

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  1. Tschechische Republik: Willkommen im Atomstaat

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Die Tschechische Republik entwickelt sich stetig zum Atomstaat.

Während viele Länder sich entschlossen haben ihre Atomprogramme zu reduzieren, plant die Tschechische Republik neue Reaktoren zu bauen – obwohl niemand weiß, wie und von wem sie finanziert werden sollen – und die Laufzeit der alten zu verlängern. Darüber hinaus versucht die Atomlobby, darunter auch das Staatsamt für Atomsicherheit, die Beteiligung der Öffentlichkeit an allen Atomprojekten wie der Tiefenlagerung von radioaktiven Abfällen, dem Bau neuer Reaktoren und der Laufzeitverlängerung für alte Reaktoren (PLEX – Plant Lifetime

Extension) so stark wie möglich zu verringern.

 

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Czech_Republic:_Welcome_in_the_nuclear_state!

 

 

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  1. Mitglieder der Plattform gegen das Endlager enttäuscht über die

Entscheidung des Ministers RAWRA zu unterstützen

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„Ebenso wenig, wie man Leichen wieder zum Leben erwecken kann, kann man abgelaufene Genehmigungen verlängern“, kommentierte Rechtsanwalt Doucha Umweltminister Brabecs im November ergangene Entscheidung, die abgelaufene Gültigkeitsfrist von Explorationsgenehmigungen zur geologischen Erforschung potenzieller Endlagerstandorte in Tschechien erneut zu thematisieren. Nachdem der Minister sich im März deutlich gegen den Antrag der Behörde für Endlager für radioaktive Abfälle (Radioactive Waste Repository Authority, RAWRA) auf eine Verlängerung der Gültigkeit nach dem Ablaufdatum äußerte, hat jetzt eine 180-Grad- Wende stattgefunden. Mitglieder der Plattform gegen das Endlager (Platform Against Repository) sind enttäuscht von den neuen Entwicklungen.

 

Mehr Informationen gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/The_Minister%27s_decision_to_support_RAWRA_has_disappointed_the_members_of_the_Platform_Against_Repository

 

 

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  1. Indien, Klimawandel und Atomkraft: Leugnen, Täuschen und

Verschleiern

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Narendra Modi, der indische Premierminister, hat bisher in Bezug auf den Klimawandel ein im besten Fall widersprüchliches Verhalten an den Tag gelegt. Jetzt plant das Land einen massiven Ausbau der Atomenergie, die er als Lösung darstellt. Die Tatsache, dass er offenbar Energieunternehmen beschwichtigen will sowie die gewalttätige Unterdrückung von Atomkraftgegner*innen geben Anlass zu ernster Besorgnis.

 

Die ganze Geschichte gibt es hier:

https://theecologist.org/2017/sep/15/india-climate-change-and-nuclear-power-denials-delusions-and-deceptions-modi

 

 

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  1. Atomares Indien: Stolzer Marsch auf dem Holzweg

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Die atomaren Ambitionen Indiens sind nicht nur hinsichtlich der erstrebten Kapazitäten gewaltig. Das Land entwickelt verschiedene, sich auf alle Bereiche erstreckende nukleare Einsatzmöglichkeiten – von neuen Bergwerken über Brennstofffabriken, Urananreicherungsanlagen, Wiederaufbereitungsanlagen bis zu neuen Reaktordesigns wie Europäische Druckwasserreaktoren (EPR), AP1000,

VVER1200 und die einheimischen PHWR-700. Obwohl Indiens Amt für Atomenergie weiterhin das Atommüllproblem und folglich den Bedarf einer Lagereinrichtung leugnet, sucht es auch nach einem geologischen Tiefenendlager.

 

Lies den gesamten Artikel:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_India:_Proudly_Marching_on_the_Wrong_Side_of_History

 

 

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  1. Erklärung der Solidarität mit dem Kampf gegen Atomkraft in Chutka

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Die widerständigen, mutigen Bewohner von Chutka, Indien, die unermüdlich gegen ein Atomprojekt in ihrer Nähe kämpfen, das sie wie schon die Bargi-Talsperre an der Narmada vertreiben und in Gefahr bringen würde, organisierten am 12. Dezember 2017 einen großen Protest. Er stellte den Höhepunkt der zweimonatigen basisdemokratischen Kampagne dar, mit der sie am 2. Oktober begonnen hatten. Mehr Details zu dieser Kampagne gibt es im verlinkten Artikel.

 

Ihr könnt gern die Solidaritätserklärung zu diesem Artikel weiterverbreiten und andere bitten, in einer E-Mail an „editor AT dianuke PUNKT org“ ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Ihr könnt auf der verlinkten Website auch eine Online-Petition unterschreiben.

 

Mehr erfahrt ihr hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Solidarity_statement_with_the_anti-nuclear_struggle_in_Chutka

 

 

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  1. Auf dem Weg zur Festlegung eines Endlagers für hochradioaktiven

Atommüll in Schweden

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Vor Kurzem wurde in Schweden das bislang größte Umweltverfahren

verhandelt: Fünf Wochen lang hörte eine Jury des Umweltgerichts sich an, welche Lösung (die KBS-3-Methode) die Atomindustrie vorschlägt, um schwer belasteten Atommüll so zu lagern, dass für 100.000 Jahre lang keinerlei Kontakt mit Menschen und Tieren stattfände. Eine unmögliche Aufgabenstellung! Alle schwedischen Umweltschutzorganisationen nahmen am Prozess teil und wurden demokratisch angehört. Die Jury wird der Regierung am 20. Dezember 2017 ihre Ansicht mitteilen. Danach kommt es voraussichtlich nach der Wahl im September 2018 zu einer Entscheidung.

Wir halten euch über das Verfahren auf dem Laufenden.

 

 

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  1. Radioaktiver Kolonialismus – Uranpleite in Nordsaskatchewan

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Das kanadische Uranunternehmen Cameco, größter Arbeitgeber für die indigene Bevölkerung, hat die Schließung der Werke McArthur River Mine und Key Lake Mill ab Januar 2018 angekündigt. 845 Personen werden entlassen. Industrie und Regierung haben eine wirtschaftliche Abhängigkeit gefördert, die Mitglieder der First Nations und der Metis unter Druck setzte, für diese Minen zu arbeiten. Die postsekundäre Schulbildung war stark auf Bergbautechnik ausgerichtet. Das bringt diese Gemeinschaften jetzt in Schwierigkeiten: Sie können nicht auf eine andere nachhaltige Wirtschaft zurückgreifen.

 

 

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  1. Aktuelles zur Atompolitik in Polen

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Das Energieministerium hätte der polnischen Regierung eigentlich längst das überarbeitete Grundsatzprogramm zur Atomenergie von 2014 übermitteln sollen. Dies wurde vertagt und nun wird dies zum Jahreswechsel, wahrscheinlicher aber nicht früher als Januar, erwartet.

 

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Updates_on_nuclear_policy_in_Poland

 

 

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  1. Veranstaltungen der nächsten Monate

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Ihr seid eingeladen uns eure lokalen und internationalen Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!

http://upcoming.nuclear-heritage.net

 

 

bald möglich:      nächster Castortransport vom AKW Obrigheim ins AKW

Neckarwestheim & Proteste (D)

ab 2018:           Atommülltransporte nach Ahaus & Proteste (D)

10.01.18:          Regionalkonferenz „Braunschweiger Land“ (D)

26.03.18-12.08.18: „20 Wochen gegen 20 Bomben“ – Aktionswochen 2018 am

Atomwaffenstützpunkt Büchel (D)

11.07.18-12.07.18: Protest beim NATO-Gipfel in Brüssel (B)

06.08.18-12.08.18: Treffen des Nuclear Heritage Network in

Südfrankreich

 

 

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Castor_Resistance_in_Germany_2017

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_Waste_Transport_to_Ahaus

http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=769&Itemid=189

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/%22Twenty_weeks_for_twenty_bombs%22_-_2018_action_weeks_in_B%C3%BCchel

http://www.cnduk.org/get-involved/events/item/3561-save-the-date-protest-at-nato-summit-in-brussels

 

 

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  1. Was sind die NukeNews?

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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem Laufenden halten.

 

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail an „newsletter AT nuclear-heritage DOT net“. Der Text sollte sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen. Die Deadline für die 28. Ausgabe der NukeNews ist der 16. Februar 2018.

 

Erfahre mehr und mache die NukeNews bekannter:

http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET

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ger-nukenews Newsletter

BI Umweltschutz: Endlagersuche auf tönernen Beinen

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

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Pressemitteilung 17.12.2017

Am morgigen Dienstag wird es im Endlagerbergwerk eine letzte „Befahrung“ geben, das teilte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die seit kurzem mit der Endlagersuche betraut ist, der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg eV (BI) mit. Zusammen mit Vertretern des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie würden unter Tage noch einmal jene Bereiche in Augenschein genommen, die aus der Bergaufsicht entlassen werden.

In Zukunft bleiben 18 Mitarbeiter damit beschäftigt, den Offenhaltungsbetrieb in Gorleben zu gewährleisten. „Das heißt im Klartext“, so die, „das Bergwerk Gorleben bleibt ab 2018 stand by und kann jederzeit wieder als mögliches Atommüllendlagerung aktiviert werden.“ Der geplante Rückbau der Mauer rund um das Bergwerksgelände könne darüber nicht hinwegtäuschen.

Sehr kniffelig sei die Datenlage, die dazu taugen soll, Regionen vorab von der Endlagersuche auszuschließen, räumt eine Sprecherin der BGE ein. Vor allem die Frage, wie die Behörde an Daten von Firmen und nicht nur an die der Bergämter herankommen kann, sei ungeklärt, weil versäumt wurde, dafür eine gesetzliche Grundlage zu schaffen. Wörtlich heißt es dazu in der Mitteilung der BGE:

„Es werden darüber hinaus Überlegungen angestellt, wie mit den Rechten Dritter an den Daten im Verfahren umzugehen ist. Die Länder hatten dies in den Gesprächen als besonderes Problem dargestellt. Zur Erklärung: an den Daten, z. B. Bohrdaten, bestehen die Rechte der Unternehmen, die diese Bohrungen durchgeführt haben. Die Daten können daher nicht einfach veröffentlich werden. Solange es keine gesetzliche Grundlage gibt, wie sie in der letzten Legislatur mit dem Geowissenschaftsdaten-Gesetz bereits avisiert war, muss ein Weg gefunden werden, die Daten aus Transparenzgründen veröffentlichen zu dürfen sowie die daran bestehenden Eigentumsrechte in ausreichendem Maße zu schützen. Wir betrachten zu diesem Zweck im Moment verschiedene Modelle und Vereinbarungen, um richtig aufgestellt zu sein.“

Das sei eine freundliche Umschreibung für einen Fehlstart, konstatiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Denn ohne die Daten von Firmen, die nach Bodenschätzen suchen, könne die BGE bei der Endlagersuche wahrlich keine Aussagen treffen, weder positiv noch negativ, so stünde die Endlagersuche auf „tönernen Beinen“. Die BI beklagt zudem, dass sich die neue Behörde in Schweigen hüllt, wenn nach Ausschlusskriterien gefragt werde, die in der Folge auch den Salzstock Gorleben berühren. Ehmke:“ Wir werden immer wieder auf den Einbruchsee in Rudow verweisen. Die Gebiete in Norddeutschland, die von Eiszeiten bedroht sind, scheiden aus unserer Sicht jedenfalls aus.“