Kategorie: Energiewende

7 Jahre nach Fukushima – BBU fordert Sofortausstieg! Bundesweit Gedenk-und Protestveranstaltungen

BBU-Pressemitteilung, 08.03.2018

 

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(Bonn / Berlin, 08.03.2018) Anlässlich des 7. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan, 11. März 2011) ruft der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bundesweit zur Teilnahme an Gedenk- und Protestveranstaltungen rund um den Jahrestag auf. „Die Katastrophe und ihre anhaltenden Folgen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Das Mitgefühl des BBU gilt den betroffenen Menschen in Japan. Und in der Bundesrepublik muss der Atomausstieg endlich richtig und umfassend vollzogen werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Dreckiger Kohlestrom darf dabei keine Alternative zum Atomstrom sein. „Die Zukunft gehört der Solarenergie und der Windkraft“.

 

Der BBU weist darauf hin, dass besonders Initiativen im Bereich von Atomanlagen und von Atommüll-Lagern mit vielfältigen lokalen Veranstaltungen an die Fukushima-Katastrophe erinnern und einen umfassenden Atomausstieg einfordern. Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis z. T. Ende 2022 ist unverantwortlich und auch die sonstigen Atomanlagen wie die Uranfabriken in Gronau und Lingen müssen sofort stillgelegt werden.

 

Hier eine unvollständige Übersicht lokaler und überregionaler Aktivitäten:

 

10.03., Berlin, Kazaguruma-Demonstration, 13 Uhr, Brandenburger Tor / Pariser Platz

 

10.03., Gronau, Mahnwache, 12.00 – 13.00 Uhr, Neustraße (vor „Bruno Kleine“)

 

10.03., Landshut, Filmvorführung zum Thema Atommüll, 17 Uhr, Landshuter Umweltmesse, Niedermayerstraße 100

 

10.03., Mosbach, Mahnwache, 11.30 Uhr – 12.00 Uhr, Kirchplatz

 

11.03., Bonn, Filmvorführung über Fukushima, 11.00 Uhr, Neue Filmbühne, Friedrich-Breuer-Straße 68-70

 

11.03., Gorleben, Sonntagsspaziergang am Bergwerksgelände, 13.00 Uhr

 

11.03., Lingen, Mahnwache, 18.00 – 18,30 Uhr, Altes Rathaus, Marktplatz

 

11.03., Münster, Filmvorführung über Fukushima, 12.00 Uhr, Cinema, Warendorfer Str. 45

 

11.03., Neckarwestheim, überörtliche Demonstration zum Atomkraftwerk,

13.00 Uhr ab Bahnhof Kirchheim / Neckar

 

12.03., Dannenberg, Mahnwache, Kundgebung und Treckerkonvoi, 18.00 Uhr, Marktplatz

 

13.03., Hamburg, Infoveranstaltung über die Gefahren der Atomtransporte,

19.00 Uhr, Centro Sociale, Raum Kubus, Sternstr. 2, Ecke Neuer Kamp

 

18.03., Ahaus, Kundgebung, 14.00 Uhr, Innenstadt / am Mahner

 

Weitere Informationen: https://www.facebook.com/BBU72

 

Europäischer Brücken-Aktionstag gegen Atomgefahren

 

Zudem findet am Samstag, 10.03., eine international vernetzte Aktion statt, in deren Rahmen in vielen Städten auf Autobahnbrücken mit Transparenten und Anti-Atomkraft-Fahnen demonstriert wird. Damit soll auf die europäische Bedrohung durch die Nutzung der Atomkraft und deren Gefahren (GAU, Terrorgefahren, Verlängerung der Laufzeiten, Ausbau von AKWs etc.) hingewiesen werden. In der Bundesrepublik gibt es dabei Aktionen u. a. auf Brücken in Berlin, Freiburg, Karlsruhe, Saarbrücken und Trier. Auch in Belgien und Frankreich finden Brückenproteste statt.

 

http://chainehumaine.fr/aufruf-zum-europaischen-bruckentag

 

Mit diesen und vielen weiteren Aktionen soll verdeutlicht werden, dass kein weiterer Atommüll, für den es weltweit keinen sicheren Platz gibt, produziert werden darf. Mit der notwendigen Stilllegung der AKW und Atomanlagen wird das Risiko großer Katastrophen reduziert, deren Wahrscheinlichkeit steigt, weil die Anlagen schon alle sehr alt sind.

 

Über die konkreten Folgen der Atomkatastrophe in Japan schreibt Kazuhiko Kobayashi aus Tokyo: „Aber die Regierung will für die aus Fukushima geflohenen Mütter und Kinder kein Geld ausgeben. Sie holt sie sogar mit allen gemeinen psychischen und physischen Druckmitteln und Tricks wieder in Fukushima zurück. So sind von den aus Fukushima geflohenen 17,895 Kindern mehr als Hälfte, nämlich 9,271 Kinder wieder in Fukushima zurückgeholt worden, so bleiben nur noch 8,624 Kinder im Fluchtort außerhalb von Fukushima, deren Mütter trotz aller Schwierigkeiten weiterhin unbedingt ihre Kinder vor der atomaren Strahlungsgefahr schützen wollen.“ (Vollständiger Text, siehe unten). Der BBU hat in den letzten Jahren wiederholt Vortragsveranstaltungen mit Kazuhiko Kobayashi in der Bundesrepublik durchgeführt.

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Einladung zur Fukushima-Demonstration: „Die nukleare Kette brechen!“

Sayonara Nukes Berlin, NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin, Greenpeace Energy, IPPNW, Strahlentelex, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, ausgestrahlt, AK Rote Beete, DIE LINKE Berlin, BUND Berlin, COOP Berlin – Anti-War-Cafe, MC Kuhle Wampe Berlin, WOLF, ican, Deutsch-Japanische Gesellschaft Halle/Saalekreis,

 

Gemeinsame Pressemitteilung der teilnehmenden Organisationen für die Demonstration zum Fukushima-Jahrestag

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Einladung zur Fukushima-Demonstration: „Die nukleare Kette brechen!“

 

73 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki, 32 Jahre nach Tschernobyl und 7 Jahre nach

Fukushima: Wir müssen die nukleare Kette weltweit brechen, um das atomare Zeitalter Geschichte werden zu lassen! Deshalb ruft ein breites Bündnis zur Fukushima-Demonstration in Berlin auf.

 

Mit hunderten Windrädern (Kazaguruma) werden die Teilnehmenden für ein Ende der Atomenergie und für die Energiewende demonstrieren.

 

KAZAGURUMA-DEMO: Die nukleare Kette brechen!

Samstag, 10.03.2018,

13.00 Uhr Pariser Platz (Brandenburger Tor)

 

 

Dazu erklärt der Jochen Stay (Sprecher .ausgestrahlt): „Sieben Jahre nach Fukushima ist Deutschland noch immer zweitgrößter Atomstrom-Produzent in der EU. Der Atomausstieg ist eine Schnecke. Die alten Meiler werden nicht weniger gefährlich, wenn ein Abschaltdatum beschlossen ist. Wir fordern, die noch laufenden sieben Reaktoren sofort abzuschalten.“

 

Derzeit versucht die Atomindustrie, in einigen EU-Ländern mit neuen – unwirtschaftlichen und deshalb hoch subventionierten Reaktorprojekten – eine Wiederkehr dieser gefährlichen Technologie zu erreichen. „Dass ausgerechnet das Atomausstiegsland Deutschland wiederholt kneift und höchst umstrittene AKW-Bauten wie Hinkley Point C in England oder Paks II in Ungarn nicht EU-rechtlich untersuchen lassen will, ist dabei höchst bedauerlich“, kritisiert Christoph Rasch, Pressesprecher von Greenpeace Energy

 

Dazu Uwe Hiksch (NaturFreunde Deutschlands): „Die NaturFreunde fordern ein weltweites Verbot von Uranabbau. Die sogenannte zivile Nutzung der Atomenergie und die militärische Herstellung von Atombomben sind zwei Seiten einer Medaille. Deutschland muss den Atomverbotsvertrag beitreten und den EURATOM-Vertrag kündigen.“

 

Ablauf der Demonstration:

 

13.00 Uhr: Auftakt-Performance

  • Kazuma Glen Motomura – Mad World Dance

 

Redner*innen Auftaktkundgebung:

  • Dr. Hiroomi Fukuzawa (Sayonara Nukes Berlin)
  • Günther Hemeyer ( BI Lüchow-Dannenberg)
  • Michael Müller (Bundesvorsitzender NaturFreunde Deutschlands)
  • Jochen Stay (Sprecher von .ausgestrahlt)

 

14.00 Uhr Beginn Demo

  • Demo-Strecke: Auftakt-Kundgebung: Pariser Platz, Unter den Linden, Friedrichstraße, Französische Straße, Charlottenstraße, Unter den Linden, Abschluss-Kundgebung: Pariser Platz

 

14.45 Uhr Redner*innen Abschlusskundgebung:

  • Dr. Alex Rosen (Vorsitzender der deutschen Sektion von IPPNW)
  • Christoph Rasch (Pressesprecher Greenpeace Energy)
  • Sascha Hach (Vorstandsmitglied ICAN)

 

15.15 Uhr Abschluss-Performance

  • Kunst & Musik von Sympathetic Cardiogram (Daichi Matsusaki & Fumihiro Ono)

 

Rückfragen:

Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

Treffen Anti-Atom-Koordination Berlin/Anti-Kohle-Koordination

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Wir treffen uns zur nächsten Anti-Atom-Koordination/Anti-Kohle-Koordination

 

Treffen der Anti-Atom-Koordination/Anti-Kohle-Koordination

Mittwoch, 03.01.2017

19.00 Uhr

Warschauer Str. 23 (Stadtteilladen Friedrichshain)

 

Vorgeschlagene TO:

1. Anti-Atom-Arbeit: Was gibt es neues?

  • Fukushima-Demonstration 2018
  • Was tun zu Tschernobyl-Jahrestag
  • Nächste(n) Aktion(en) vor Botschaft
    • Russische Botschaft

2. Anti-Kohle-Arbeit in Berlin

3. Was sonst noch ist?

 

Uwe (NaturFreunde)

Emmes (Anti Atom Berlin)

Atompolitische Forderungen an die mögliche Jamaika-Koalition

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Wendland Gorleben antiatom

 

Pressemitteilung 13.11.2017

 

Salzgitter/Gorleben 12.11.2017

Da war doch noch was? Es laufen noch Atomkraftwerke in Deutschland, die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen sind vom Atomausstieg ausgenommen – und die Atommülllagerung ist noch lange nicht gelöst.

Von einer künftigen Bundesregierung erwarten wir, dass diese Themen nicht ausgeklammert, sondern angegangen werden, vor allem von den Grünen erwarten wir, dass sie diese brennenden Fragen in den Koalitionsgesprächen thematisieren und auf Lösungen beharren.

Die Klima- und Energiepolitik müssen im Fokus der politischen Zielabsprachen stehen. Seit Monaten erlebt die Öffentlichkeit, dass dieses Zukunftsthema überlagert wird vom „Flüchtlingsstreit“.

Um sicher zu stellen, dass das Rad der Geschichte nicht rückwärts gedreht wird, müssen der Atomausstieg und der Verzicht auf eine künftige Nutzung der Atomkraft ins Grundgesetz aufgenommen werden: So können künftige Bundesregierungen den Atomausstieg ohne eine 2/3 Mehrheit im Parlament nicht rückgängig machen. By the way – auf Jamaika gibt es kein Atomkraftwerk, aber leider eine hohen Prozentsatz Kohleverstromung.

Der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2022 führt dazu, dass der Atommüllberg weiter steigt, allein bis zu 1.900 Castorbehälter mit hochradioaktiven Abfällen würde es geben. Wir fordern den sofortigen Atomausstieg, damit der Weg frei wird für eine zukunftsweisende Energiepolitik, deren Grundsätze Energiesparen, Energieeffizienz und Suffizienz lauten.

Wir lehnen eine Übertragung von Reststrommengen bereits abgeschalteter AKW auf noch laufende vehement ab: schlechtes Beispiel AKW Emsland/Lingen II und Brokdorf. Erneuerbare Energien müssen tatsächlich künftig Vorrang im Netz haben, Atomstrom darf nicht Netzkapazitäten blockieren. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass Reaktoren bei vorhersehbaren Stromüberkapazitäten rechtzeitig abgeregelt werden, am besten halt durch die sofortige Stilllegung.

Nur für den Fall, dass sofortige Abschaltung der AKW gegenüber Unionsparteien und FDP nicht durchsetzbar ist, braucht es zumindest eine rechtssichere Wiedereinführung der Brennelemente-Steuer oder einer entsprechenden Abgabe durch Grundgesetzänderung: Dem Verursacherprinzip muss Rechnung getragen werden. Auch die Haftungsregeln für deutsche Atomkraftwerke müssen verschärft werden.

Alle politischen und rechtlichen Mittel müssen genutzt werden, um auch die Arbeit der Brennelemente-Fertigungsanlage in Lingen und der Urananreicherung in Gronau zu beenden. Deutschland darf Pannenmeiler insbesondere in Tihange und Doel nicht weiter beliefern.

Um eine „ergebnisoffene Endlagersuche“ zu ermöglichen, müssen die Vorschlags- und Vetorechte des Nationalen Begleitgremiums gestärkt werden. Bei der ersten Datensichtung der Landesbergämter, bei denen es um Gebiete geht, die bei der angeblich „weißen Landkarte“ von der Endlagersuche ausgeschlossen werden, muss auch berücksichtigt werden, dass es über dem Salzstock Gorleben-Rambow einen Einbruchsee gibt. Vor allem müssen strukturelle „Vorteile“ von Gorleben abgebaut werden, hierzu gehört der Abbau der veralteten Pilotkonditionierungsanlage.

Es bestehen wissenschaftliche Zweifel an der Geeignetheit von Schacht Konrad. Da die genehmigten Kapazitäten nicht für die Gesamtmengen des schwach – und mittelradioaktiven Atommüll ausreicht, muss ein transparenter vergleichender Standortsuchprozess auch für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll begonnen werden. Das Planfeststellungsverfahren muss neu aufgenommen werden.

Forschungswende in der Nuklearforschung: Öffentliche Forschungsgelder der Bundesregierung dürfen nicht weiter für die Nutzung der Atomkraft (z.B. Fusionsforschung und Transmutationsforschung) ausgegeben werden. Deutschland muss aus dem Projekt ITER aussteigen. Öffentliche Gelder nur für Sicherheitsfragen des Atomausstiegs und der Lagerung von Atommüll. Diese ausstiegsbezogene Forschung ist dringend zu intensivieren.

Sicherheitskonzept für die Zwischenlagerung müssen überprüft werden:  Da die Dauer bis zur Endlagerung die Genehmigungszeiträume der Zwischenlager bei weitem überschreiten wird, sind sicherheitsbezogene Konzepte insbesondere in Bezug auf Einwirkungen Dritter und Reparaturmöglichkeiten für Castoren zu entwickeln. Genehmigungen dürfen nicht einfach auf dem Papier verlängert werden.

Die Bundesregierung muss sich verpflichtet, sich auch international für den Atomausstieg einzusetzen. Hermes-Bürgschaften für den Bau von Atomkraftwerken im Ausland dürfen nicht übernommen werden, Bündnisse zur Förderung der Atomkraft wie EURATOM sind zu verlassen oder ihre Zielsetzung muss in Richtung eines Atomausstiegs abgeändert werden.

Kein Export von hochradioaktivem Atommüll aus Forschungsreaktoren wie Garching und Versuchsreaktoren wie Jülich in die USA.

Ludwig Wasmus, AG Schacht Konrad

Wolfgang Ehmke, BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

NukeNews #25 – Anti-Atom-Infodienst

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*           NukeNews #25 – Anti-Atom-Infodienst            *

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  1. Vorwort

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Diesmal gibt es nur eine kurze Ausgabe der Nuke News – die Anti-Atom-Aktivitäten des Sommers sind in vollem Gang! In dieser Ausgabe findet ihr Neuigkeiten, Berichte und Ankündigungen kommender Aktionen.

Einen schönen Anti-Atom-Sommer!

 

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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #25

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  1. Gute Neuigkeiten aus Südafrika
  2. Herausforderungen für die Anti-Atom-Bewegung in Schweden
  3. Öffentliche Anhörung zum staatlichen Programm zur Entsorgung radioaktiver Abfälle
  4. Tschechische Regierung hat eine neue Rohstoffpolitik genehmigt – sie bereitet den Weg für den Uranabbau.
  5. Die zwei Gesichter der deutschen Umweltministerin Barbara Hendricks
  6. Internationales Sommercamp gegen Atomkraft beginnt bald
  7. Castor: Protest gegen ersten Castortransport per Schiff
  8. UK: Windscale im Oktober
  9. UK: Protest gegen den „DRS Open Day“
  10. Sankt Petersburg: Schwimmendes AKW
  11. Kettenreaktion Tihange – Kurzer Bericht
  12. Veranstaltungen der nächsten Monate
  13. Was sind die NukeNews?

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  1. Gute Neuigkeiten aus Südafrika

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Definitiv gute Neuigkeiten gibt es aus Südafrika, wo ein Hohes Gericht urteilte, die zwischenstaatliche Vereinbarung mit dem russischen Unternehmen Rosatom sei verfassungswidrig. Damit ist noch nicht alles vorbei, denn der Staat kann durchaus ein weiteres Abkommen unterzeichnen, wenn er das will. Trotzdem ist es ein schwerer Schlag für Rosatom. Schon früher (letztes Jahr) hatte Vietnam angekündigt, es werde keine russischen Reaktoren bauen. Wir stellen fest, dass Abkommen sogar dann gekündigt werden, wenn Russland sie mit Geld unterstützt.

Mehr erfahrt ihr hier:

http://echo.msk.ru/blog/ecodefense/1970580-echo/

 

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  1. Herausforderungen für die Anti-Atom-Bewegung in Schweden

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Zurzeit steht die Anti-Atom-Bewegung in Schweden zusätzlich zu den zahlreichen verschiedenen Aspekten des ständigen Kampfes vor zwei größeren Herausforderungen:

 

1) die sogenannte „Hauptanhörung“ im Umweltgericht (auf Schwedisch „Miljödomstolen“) zum Antrag der schwedischen Atomindustrie auf den Bau eines Lagers für abgebrannte Brennelemente (den KBS-3-Antrag), die momentan für fünf Wochen im September und Oktober 2017 geplant ist, und

2) das nicht verbindliche Referendum in der Gemeinde Östhammar am Sonntag, dem 4. März 2018, über die mögliche Unterbringung eines Lagers für abgebrannte Brennelemente in Forsmark, wo die schwedische Atomindustrie laut ihrem Antrag ihre KBS-3-Anlage bauen will.

 

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Challenges_the_anti-nuclear_movement_is_facing_in_Sweden

 

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  1. Öffentliche Anhörung zum staatlichen Programm zur Entsorgung radioaktiver Abfälle

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Tschechiens strategische Prüfung der Aktualisierung des staatlichen Programms zur Entsorgung radioaktiver Abfälle und abgebrannter Brennelemente ist in ihre letzte Phase eingetreten.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Public_hearing_on_the_National_Radioactive_Waste_Management_Programme

 

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  1. Tschechische Regierung hat eine neue Rohstoffpolitik genehmigt – sie bereitet den Weg für den Uranabbau

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Obwohl nach einer öffentlichen Anhörung im Februar 2017 die Teile, die sich auf den Antrag auf Uranabbau in Brzkov bezogen, von der neuen tschechischen Rohstoffpolitik ausgenommen wurden, sind AnwohnerInnen in Brzkov und an anderen Uranstandorten besorgt über zukünftigen Uranabbau.

Den ganzen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Czech_government_has_approved_a_new_Raw_Material_Policy_%E2%80%93_it_opens_the_way_for_uranium_mining

 

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  1. Die zwei Gesichter der deutschen Umweltministerin Barbara Hendricks

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Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erwähnte in den letzten zwei Jahren mehrmals, dass die belgischen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 gefährlich sind. In den Medien beschwerte sie sich über viele kleine Risse in den Reaktorbehältern, zahlreiche kritische Vorfälle und eine laxe nukleare Kontrolle in Belgien.

Hendricks forderte die belgische Regierung außerdem auf, Tihange 2 zu schließen.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/The_two_faces_of_German_Minister_of_Environment_Barbara_Hendricks

 

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  1. Internationales Sommercamp gegen Atomkraft beginnt bald

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Am 17. Juli beginnt das bereits angekündigte Sommercamp in Döbeln.

Etwa 60 Teilnehmer*innen aus 18 Ländern haben sich angemeldet. Es wird verschiedene interessante Präsentationen, Vorträge, Workshops und einige Ausflüge geben. Wer noch spontan teilnehmen möchte, meldet sich bitte per E-Mail an „summercamp AT nuclear-heritage PUNKT net“ oder über das Camp-Handy:+49 1578 9165215.

Weitere Details:

http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

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  1. Castor: Protest gegen ersten Castortransport per Schiff

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Am 28. Juni fand der erste Castortransport per Schiff auf dem Neckar vom AKW Obrigheim zum AKW Neckarwestheim statt. Aktivist*innen organisierten Mahnwachen, Demonstrationen und Protestaktionen, beispielsweise stoppte eine Abseilaktion von einer Brücke über den Neckar den Transport eine Zeitlang. Es war das erste Mal, dass gefüllte Castorbehälter auf einem Schiff transportiert wurden.

Insgesamt sollen 342 hochradioaktive abgebrannte Brennelemente zu einem Zwischenlager im AKW Neckarwestheim gebracht werden. Sie werden auf 15 Castorbehälter aufgeteilt, von denen bei einem Transport jeweils drei verschifft werden. Der zweite Transport könnte während des Internationalen Anti-Atom-Sommercamps in Döbeln stattfinden.

Organisator*innen der Initiative „Bündnis Neckar castorfrei“ erwarten ihn spätestens in der Woche, die mit dem 24. Juli beginnt (nach dem Camp), es könnte aber auch früher sein.

 

Hintergrundinformationen (auf Englisch):

https://www.neckar-castorfrei.de/home/english

Bericht über Proteste gegen den ersten Neckar-Castor:

https://neckar-castorfrei.de/informiert-sein/news-berichte/209-rueckblick

 

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  1. UK: Windscale im Oktober

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Der Brand in Windscale ereignete sich am 10. Oktober 1957. Zum 60.

Jahrestag des Brandes organisiert die Close Capenhurst Campaign in Zusammenarbeit mit Radiation Free Lakeland und anderen Gruppen im Arbeitsbündnis „Working Alliance“ eine Reihe Veranstaltungen.

Mehr erfahrt ihr hier:

http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

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  1. UK: Protest gegen den „DRS Open Day“

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Die Eisenbahngesellschaft DRS (Direct Rail Services) veranstaltet am Samstag, 22. Juli 2017, in ihrem Depot in Kingmoor, Carlisle, ihren jährlichen Tag der offenen Tür. An diesem Tag protestieren wir wieder von 10:30 bis 14:30 Uhr mit einer Flugblattaktion. Die Veranstaltung wird von der Close Capenhurst Campaign in Zusammenarbeit mit Radiation Free Lakeland im Rahmen des Netzwerks Working Alliance organisiert. Um die gesamte Organisation kümmern sich einige wenige Aktivist*innen.

Siehe:

http://close-capenhurst.org.uk/?p=745

 

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  1. Sankt Petersburg: Schwimmendes AKW

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Rosatom wird im Zentrum von St. Petersburg, im „Baltischen Werk“ zwei Kilometer von der Isaakskathedrale, einen Atomreaktor starten – um das schwimmende Atomkraftwerk „Akademik Lomonossow“ zu „testen“, das für Tschukotka gebaut wird. Die Einwohner*innen St. Petersburgs wurden nicht informiert. Aktivist*innen, Anarchist*innen und Mitglieder der Umweltbewegung organisierten Aktionen, um den Bürger*innen Informationen zu vermitteln. Zugleich äußerte die norwegische Regierung Bedenken über den Transport eines schwimmenden Atomreaktors von St. Petersburg nach Murmansk.

Weitere Informationen:

https://www.facebook.com/%D0%9D%D0%95%D0%A2-%D0%B7%D0%B0%D0%BF%D1%83%D1%81%D0%BA%D1%83-%D1%80%D0%B5%D0%B0%D0%BA%D1%82%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B2-%D0%BF%D0%BB%D0%B0%D0%B2%D1%83%D1%87%D0%B5%D0%B9-%D0%90%D0%AD%D0%A1-%D0%B2-%D0%9F%D0%B5%D1%82%D0%B5%D1%80%D0%B1%D1%83%D1%80%D0%B3%D0%B5-655651194625314/

 

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  1. Kettenreaktion Tihange – Kurzer Bericht

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Am 25. Juni fand die tri-nationale 90 km lange Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht nach Aachen statt. Mit dieser Aktion forderten etwa 50.000 Menschen Hand in Hand mit den Initiator*innen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland die sofortige Abschaltung der Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3.

Mehr erfahrt ihr hier:

https://www.chain-reaction-tihange.eu/de/

 

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  1. Veranstaltungen der nächsten Monate

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Ihr seid eingeladen, uns eure lokalen und internationalen Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!

http://upcoming.nuclear-heritage.net

 

13.07.17-23.07.17: Anti-Atom-Fahrradtour von Bure (F) über Chooz (F) und Tihange (B) nach Maastricht (NL)

17.07.17-23.07.17: Internationales Anti-Atom-Sommercamp 2017 in Döbeln (D)

22.07.17:   „DRS Open Day Protest“ (Protest beim Tag der offenen Tür der Eisenbahngesellschaft Direct Rail Services) in Carlisle (UK)

ab 24.07.17:    2. Neckar-Castortransport (D)

28.07.17-29.07.17: e-Ventschau: Benefiz-Open-Air für Opfer von Fukushima und Tschernobyl in Ventschau (D)

31.07.17-06.08.17: war-starts-here-Camp beim Gefechts-Übungs-Zentrum Altmark (GÜZ), Potzehne in der Colbitz-Letzlinger Heide (D)

07.08.17-16.08.17: Internationalistisches Sommercamp gegen Atomkraft und Free Flow Festival in Gedelitz (D)

11.08.17-13.08.17: Festival Les Burlesques in Bure (F)

02.11.17-04.11.17: Weltsozialforum gegen Atomkraft 2017 in Paris (F)

06.11.17-17.11.17: Weltklimagipfel und Proteste in Bonn (D)

 

 

https://lehalagedudebat.wordpress.com/2017/01/27/halage-2017-13-au-23-juilet/

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Anti-nuclear_summer_camp_2017

http://close-capenhurst.org.uk/?p=745

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Castor_Resistance_in_Germany_2017

http://e-ventschau.de

http://www.war-starts-here.camp

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Internationalistic_Anti_Nuclear_Summer_Camp_and_Free_Flow_Festival

http://burestop.free.fr/spip/spip.php?article790

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Antinuclear_World_Social_Forum_2017

 

 

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  1. Was sind die NukeNews?

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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail an „newsletter AT nuclear-heritage DOT net“. Der Text sollte sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen.

Die Deadline für die 26. Ausgabe der NukeNews ist der 10. September 2017.

Erfahre mehr und mache die NukeNews bekannter:

http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET

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ger-nukenews Newsletter

 

Netzwerk & Kampagne:

http://NUCLEAR-HERITAGE.NET

Internationales Anti-Atom-Sommercamp

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(see English and Russian version below)

Liebe Freundinnen und Freunde,

in nur wenigen Wochen, vom 17. – 23. Juli, wird auf dem Gelände des
Projekthauses in Döbeln, Mittelsachsen, das Internationale
Anti-Atom-Sommercamp veranstaltet und wir freuen uns schon sehr darauf!

Bisher haben wir angemeldete TeilnehmerInnen aus der BRD, Lettland,
Großbritannien, Frankreich, Österreich, Rußland, Belarus, Kanada,
USA, Finnland, Litauen, Polen, Türkei, Ukraine, Tschechischer Republik,
Indien, Japan und Slowenien. Wir haben noch reichlich Platz in unserem
Sommercamp, also wenn Du interessierst bist und gerne teilnehmen
möchtest, das ist jetzt Deine Chance, dich anzumelden!

Hier ein paar gute Gründe, warum Du unbedingt am Camp teilnehmen solltest:

– Das Camp wird eine Vielzahl von Vorträgen, Präsentationen und
Workshops mit einem speziellen Focus auf die Uran-Spirale und den
Widerstand gegen Laufzeitverlängerungen und gegen AKW-Neubaupläne
umfassen.
– Das angebotene Programm wird intensiv; aber zusammen gestalten wir
eine freundliche, entspannte und tolerante Arbeitsatmosphäre.
– Wir verstehen die Wichtigkeit des Netzwerkens und daher wird es viele
Möglichkeiten und Zeitfenster hierfür auf dem Camp geben.
– Wir werden einen historischen Stadtrundgang und einen Ausflug zur
Uranabbau-Altlast der WISMUT unternehmen.
– Das Projekthaus ist ein schöner Ort für unsere Veranstaltung und das
Camp wird im Streuobstgarten des Projekthauses stattfinden.
– Döbeln ist eine kleinere Stadt mitten in Sachsen und kann einfach per
Zug erreicht werden, die nächsten Großstädte sind Leipzig und Dresden.
– Eine ganze Woche wollen wir gemeinsam Veganes Essen kochen.
– Fünf Jahre sind nun seit dem letzten Camp vergangen und es ist eine
einzigartige Erfahrung, an unserem Internationalen Anti-Atom-
Sommercamp teilzunehmen.

Hier eine Vorschau auf die von Teilnehmer*innen des Camps organisierten
Vorträge und Präsentationen; das komplette Programm findest Du auf
unserer Sommercamp-Webseite:

– Uranium transports & actions
– Spirits of Gorleben resistance
– France, the happy atoms land
– Lifetime extensions of nuclear units in Ukraine: risks, challenges and
European public money support
– International ambitions of Rosatom
– Nuclear energy plans and antinuclear movement in Turkey
– Without it the nuclear industry would long have been dead: the
EURATOM Treaty
– Well fought and yet lost? – Power, impotence and open questions of the
anti-nuclear movement in Germany

…und hier eine Auswahl von Workshops (weitere folgen noch, vielleicht
auch Dein Workshop?) :

– Russian nuclear reactors export – how to stop it?
– Final disposal of nuclear waste strategy of the anti-nuclear movement
– debate Past, Current and Future Actions against EURATOM
– Anti-nuclear World Social Forum 2017
– The power is in your hands – The Aarhus Convention and the example
Hinkley Point C
– Raising funding for anti-nuclear groups – workshop to figure out
opportunities & discuss new tools for the network

Wochenüberblick zum Sommercamp:

Vorbereitungswoche (10. – 16. Juli): Aufbau der Infrasstruktur für das Camp
Bitte reist frühzeitig an, das inhaltliche Programm beginnt bereits am
Montag, den 17. Juli!

CAMP – Woche:
1. Tag (Montag, 17. Juli): Ankommen, Begrüßung, Kennenlernen
2. Tag (Dienstag, 18. Juli): Präsentationen & Vorträge
3. Tag (Mittwoch, 19. Juli): Exkursionden zum WISMUT-Uranabbau & Treffen
mit lokalen Kritiker*innen
4. Tag (Donnerstag, 20. Juli):Zukünftige Kampagnen, Projekte und
Veranstaltungen
5. Tag (Freitag, 21. Juli): Aktionstag

6. Tag (Samstag, 22. Juli):
Vormittag: Raum für zusätzliche Themen
Nachmittag: Internationaler Netzwerkslot – Workshops rund um bestehende
und weitere Netzwerkstrukturen und -ressourcen zur Stärkung
von Anti-Atom-Bewegung

 

7. Tag (Sonntag, 23. Juli):
Vormittag: Internationaler Netzwerkslot – Workshops rund um bestehende
und weitere Netzwerkstrukturen und -ressourcen zur Stärkung
von Anti-Atom-Bewegung
Nachmittag: Planungen für anstehende Projekte

 

Abbau – Woche (24. – 28. Juli): Abbau und Aufräumen der Campfläche

 

Für die Teilnahme am Sommercamp werden wir eine kleine Gebühr pro
Teilnehmer pro Tag erheben, um die Campausgaben für Esseneinkäufe,
Wasserverbrauch usw. finanzieren zu können, bitte schaut diesbezüglich
bald auf unsere Webseite.

Bitte nimm Kontakt mit uns auf (summercamp AT nuclear-heritage DOT net),
wenn Du am Camp teilnehmen möchtest, aber noch unsicher zu Fragen wie
Anreise mit Kindern, Haustieren, körperlichen Beeinträchtigungen,
Nahrungsmittelallergien bist oder Hilfe bei Deinen Reisekosten benötigst
oder wenn Du meinst, sprachliche Barrieren könnten ein Problem für Dich
sein. Wir möchten das Camp möglichst integrativ gestalten und können
vielleicht helfen eventuelle Probleme zu lösen.

 

Viele Grüße,

Euer Sommercamp Team

 

Kontakt:
Nuclear Heritage Network
Am Bärental 6, D-04720 Döbeln, GERMANY
phone: +49 3431 5894177
email: summercamp AT nuclear-heritage DOT net
http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

ENGLISH:

Dear friends,

In just a few weeks time, from July 17 until July 23, the Project House
in Döbeln, Germany, will host the International Anti-Nuclear Summer Camp
and we are very excited about it!

So far, we have confirmed participants from Germany, Latvia, United
Kingdom, France, Austria, Russia, Belarus, Canada, United States,
Finland, Lithuania, Poland, Turkey, Ukraine, Czech Republic, India,
Japan and Slovenia. We still have plenty of space in the camp so if you
are interested and would like to apply, this is your chance!

Here are a few reasons why to attend the camp…

– The camp will have a variety of lectures, presentations and
workshops with a particular focus on the uranium spiral and struggle
against lifetime extension & new construction plans
– The programme will be intense, however, we work in a friendly, laid
back and tolerant environment
– We understand the importance of networking so there will be plenty
of opportunities for that
– We will also have a Historical City Walk in Döbeln and a field trip
to WISMUT uranium mining reclamation
– The Project House is a lovely place and the camp will take place in
the orchard
– Döbeln is a lovely town and can be easily accessed by train, the
nearest big cities are Leipzig and Dresden
– Vegan food the whole week
– It has been 5 years since the previous camp so it is a somewhat
unique experience

Get a sneak preview at these lectures / presentations, the complete
programme can be found at our summer camp website:

– Uranium transports & actions
– Spirits of Gorleben resistance
– France, the happy atoms land
– Lifetime extensions of nuclear units in Ukraine: risks, challenges and
European public money support
– International ambitions of Rosatom
– Nuclear energy plans and antinuclear movement in Turkey
– Without it the nuclear industry would long have been dead: the
EURATOM Treaty
– Well fought and yet lost? – Power, impotence and open questions of the
anti-nuclear movement in Germany

…and here is a selection of workshops (more to come, maybe your
workshop?):

– Russian nuclear reactors export – how to stop it?
– Final disposal of nuclear waste strategy of the anti-nuclear movement
– debate Past, Current and Future Actions against EURATOM
– Anti-nuclear World Social Forum 2017
– The power is in your hands – The Aarhus Convention and the example
Hinkley Point C
– Raising funding for anti-nuclear groups – workshop to figure out
opportunities & discuss new tools for the network

Overview of the camp days:

Preparation week (July 10-16): putting up structures together
Please arrive early, our program starts at Monday!

CAMP week:
1st day (Mon, July 17): arrival, welcoming, getting to know each others
2nd day (Tue, July 18): presentations & lectures
3rd day (Wed, July 19): excursion slot to WISMUT AG / field trip /
meeting with local critics
4th day (Thu, July 20): upcoming campaigns, projects & events
5th day (Fri, July 21): action slot

6th day (Sat, July 22):
MORNING: buffer for additional topics
AFTERNOON: international network slot – workshops on network resources,
tools and capacities

7th day (Sun, July 23):
MORNING: international network slot – workshops on network resources,
tools and capacities
AFTERNOON: next steps for upcoming projects

Cleanup week (July 24-28): cleaning up the campsite & taking down
infrastructure

There will be a small fee per attendee per day, because of expenses for
food, water etc., please have a look at our website soon.

Please do get in touch with us (summercamp AT nuclear-heritage DOT net)
if you would like to come but have doubts because you would be
traveling with children, pets, have a disability, food allergy, need
support with travel costs or think that language barrier could be a
problem. We want the camp to be as inclusive as possible and might be
able to help you!

 

Best wishes,
The Summer Camp Team

 

Contact
Nuclear Heritage Network
Am Bärental 6, D-04720 Döbeln, GERMANY
phone: +49 3431 5894177
email: summercamp AT nuclear-heritage DOT net
http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

RUSSIAN:

 

Уже скоро: Международный Антиядерный Летний Лагерь в Германии

 

Дорогие друзья,

Всего на две недели с 17 до 23 Июля „Дом Проектов“ в Дёблине (Германия)
будет принимать у себя Международный Анти-ядерный Лагерь (International
Anti-Nuclear Summer Camp) и мы очень рады этому!

На сегодняшний день мы уже получили подтверждение приезда от участников
из Германии, Латвии, Соединённого Королевства, Франции, Австрии, России,
Беларуси, Канады, Соединённых Штатов, Финляндии, Литвы, Польши, Турции,
Украины, Чехии, Индии, Японии и Словении. У нас в лагере есть ещё много
места, так что если у вас есть интерес и вы хотели бы подать заявку, то
это – ваш шанс!

Вот несколько причин, по которым стоит участвовать в лагере…

* В лагере будет множество лекций, презентаций и семинаров с особым
упором на уран, на борьбу против продления сроков эксплуатации и планов
по строительству новых урановых объектов,
* Программа будет интенсивной, но всё же мы создаём дружескую,
„расслабляющую“ и толерантную среду для совместной работы,
* Мы понимаем важность создания связей и различных сетей, поэтому будет
много возможностей для кооперации, общения и новых связей и коалиций,
* У нас также будут экскурсии в Исторический Городской Парк Дёблина
(Historical City Walk in Döbeln) и на предприятие Wismut GmbH, основной
задачей которого является рекультивация земель, нарушенных горными
работами. Это предприятие добывало урановую руду с 1946 по 1990 годы.
* Сам „Дом проектов“ – приятное место, а лагерь будет располагаться в саду,
* Дёблин – это замечательный город, до него легко добраться поездом, а
ближайшие большие города – Лейпциг и Дрезден,
* Всю неделю будет веганская еда,
* Прошло пять лет со времени проведения предыдущего лагеря, так что это
будет уникальное событие.

Вот краткий обзор лекций / презентаций, а полную программу можно найти
на веб-портале нашего лагеря:

– Транспорт урана и акции
– Дух протестов Горлебена
– Урановые мощности Лингена и Гронау (на немецком с переводом)
– Европейская финансовая поддержка общественных проектов,
– Международные амбиции РосАтома,
– Франция – счастливая атомная страна
– Планы по ядерной энергии и антиядерное движение в Турции,
– Хорошо сражались и все же проиграли? – Мощь, важность и открытые
вопросы анти-ядерного движения в Германии

вот список мастерских ( воркшопов ), но их будет больше, и, возможно, вы
сами захотите сделать воркшоп:

– Экспорт российских ядерных реакторов – как его остановить?
– Окончательное непонимание (внутри антиядерного движения) стратегии в
отношении ядерных отходов
– Обсуждение Прошлого, Настоящего и Будущего акций против ЕВРОАТОМа
– Анти-ядерный World Social Forum 2017
– Как найти финансирование для анти-ядерных групп – воркшоп посвящён
выяснению этого
– возможности и обсуждение новых инструментов для объединения и
создания сетей

 

обзор расписания:

подготовительная неделя (с 10 по 16 июля): сведение воедино всех структур
пожалуйста, приезжайте пораньше, наша программа стартует в Понедельник!

 

неделя лагеря:

День 1 (понедельник, 17 июля): прибытие, размещение, знакомство;
День 2 (вторник, 18 июля): презентации и лекции;
День 3 (среда 19 июля): день зарезервирован для экскурсии
(похода) на WISMUT AG , встреча с
местными критиками;
День 4 (четверг, 20 июля): обсуждение предстоящих компаний,
проектов и мероприятий;
День 5 (пятница, 21 июля): зарезервированный день для акций;

День 6 (суббота, 22 июля):
УТРО: время для обсуждения вновь образовавшихся тем и вопросов
ПОСЛЕ ОБЕДА: время зарезервировано для создания международной сети,
воркшоп по ресурсам, инструментам и возможностям для
создания международных связей и сетей

День 7 (воскресенье, 23 июля):
УТРО: время зарезервировано для создания международной сети,
воркшоп по ресурсам, инструментам и возможностям для
создания международных связей и сетей
ПОСЛЕ ОБЕДА: необходимые следующие шаги для новых проектов

неделя уборки (с 24 по 28 июля): уборка лагерной площадки

 

Будет небольшая плата за участие, за каждый день, из-за расходов на
воду, еду и т.п., вы можете увидеть об этом скоро информацию на нашем
веб-сайте.

Пожалуйста, будьте с нами на связи (summercamp AT nuclear-heritage DOT
net). Если вы хотите приехать, но проблема в том, что хотите приехать с
детьми, собаками, у вас есть какие-то физические проблемы со здоровьем,
пищевая аллергия, вам нужна поддержка по оплате проезда или вы думаете,
что у вас возникнут языковые проблемы – мы хотим сделать лагерь
максимально открытым, как только возможно, и поэтому, может, мы сможем
помочь вам!

с наилучшими пожеланиями,
команда по подготовке Летнего Лагеря

 

контакт:

Nuclear Heritage Network
Am Bärental 6, D-04720 Döbeln, GERMANY (Дёбельн, Германия)
тел.: +49 3431 5894177
email: summercamp AT nuclear-heritage DOT net
http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

NaturFreunde kritisieren die Bundesregierung für ihre nachgiebige Haltung gegenüber den Atom- und Kohlekonzernen

Folgen des Bundesverfassungsgerichtsurteils mehr als ärgerlich

 antikohle naturfreunde

Berlin, 7. Juni 2017 – Zum heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Kernbrennstoffsteuer, die zwischen 2011 und 2016 erhoben wurde, erklärt Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstandes der NaturFreunde Deutschlands:

 

Der eigentliche Skandal an dem Urteil ist nicht, dass das Bundesverfassungsgericht das atompolitische Chaos der damaligen schwarz-gelben Bundesregierung für verfassungswidrig erklärt hat. Vielmehr ist der Skandal, dass Konzerne, denen in den letzten Jahrzehnten viele Milliarden Euro Steuergelder geschenkt wurden, die Bundesregierung weiter verklagen konnten.

 

Es ist politisch unverantwortlich, dass der sogenannte Kompromiss, das weitreichende Kostenrisiko der „Endlagerkosten“ für Atommüll auf die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu übertragen, nicht die Einstellung aller Klagen gegen die Bundesrepublik beinhaltete. Es ist nicht akzeptabel, dass die heutige Bundesregierung den Stromkonzernen Milliarden an Kostenrisiko erlässt und gleichzeitig keine endgültige Lösung für alle offenen Rechtsfragen geschlossen hat. Auch Vattenfall klagt weiterhin vor einem Schiedsgericht der WTO auf weitere Schadenersatzforderungen an die Bundesregierung.

 

Den Profiteuren der unverantwortlichen Atomenergie, die den Aktionären in den letzten Jahrzehnten viele Milliarden an Gewinnen beschert haben, wurde durch den völlig inakzeptablen Kompromiss zur Risikoübertragung der sogenannten „Endlagerkosten“ weitere Milliarden geschenkt. Dass jetzt durch den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zusätzlich nahezu 7 Milliarden Euro an bezahlten Steuern an die Konzerne zurückfließen, ist mehr als ärgerlich.

 

Die Folgen dieser schlechten Politik sind deutlich zu sehen: RWE-Aktien stiegen bis auf 19,84 Euro an, die Anteilsscheine von E.ON stiegen um 4,24 Prozent auf 8,39 Euro.

 

Macht der Energiekonzerne brechen

Die NaturFreunde treten deshalb weiterhin dafür ein, die Macht der Großkonzerne im Energiebereich endlich zu brechen. Wir brauchen eine demokratische und ökologische Energiewende. Die Ansätze waren im Erneuerbaren-Energie-Gesetz vorhanden, das eine demokratische, dezentrale Bürger*innenenergiewende gefördert hat. Mit dem Ziel eines möglichst raschen Ausbaues von erneuerbaren Energien wurde durch das Gesetz der demokratische und ökologische Umbau der Energieerzeugungsstruktur gefördert.

 

Mithilfe eines schnellen Baues und einer konsequenten politischen Förderung von dezentralen Energieerzeugungsanlagen muss die Ära der undemokratischen Großkonzerne beendet werden. Die NaturFreunde fordern die Bundesregierung auf, die Verschlechterungen für den Ausbau von dezentralen Windkraftanlagen und Solaranlagen sofort zurückzunehmen und den unheilvollen Strommonopolisten endlich den Stuhl vor die Tür zu setzen.

 

Atom- und Kohleausstieg selber machen

Weiterhin gilt: Atom- und Kohleausstieg ist machbar. Alle Verbraucher*innen die sich über die Dreistigkeit der Atom- und Kohlekonzerne ärgern, sollten zu einem Ökostromanbieter wechseln. Alle Verbraucher*innen, die weiterhin ihren Strom bei den großen Atom- und Kohlekonzernen oder bei Energieanbietern beziehen, die den Strom dieser Konzerne lediglich vermitteln, tragen mit ihren Stromkosten dazu bei, dass diese Konzerne weiterhin demokratische Mehrheiten unterlaufen und eine dezentrale, demokratische und ökologische Energiewende behindern können.

 

Die NaturFreunde haben die Kampagne „Atomausstieg selber machen“ viele Jahre mitgetragen und bitten alle Energieverbraucher*innen zu einem der ökologischen Stromanbieter, wie zum Beispiel Naturstrom, Greenpeace Energy, Energiewerke Schönau oder Lichtblick, zu wechseln.