Kategorie: Großbritannien

NukeNews #24 – Anti-Atom-Infodienst

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  1. Vorwort

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Der kommende Sommer wird ein Sommer der Aktionen gegen Atomkraft! Wir beginnen diesen Newsletter mit dem Aufruf und dann einigen Einladungen zu konkreten Veranstaltungen in der Jahresmitte. Da der Newsletter wieder ein bisschen später erscheint als geplant, ist die Einladung zum Ostermarsch jetzt leider nur noch von dokumentarischem Interesse … Deshalb eine kurze Ergänzung: An dem Tag demonstrierten etwa 250 Personen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland, und 50 protestierten gegen Atomanlagen in Jülich. Mehr erfahrt ihr in Artikel #7. Außerdem berichtet diese Ausgabe der NukeNews über aktuelle Entwicklungen in der Atompolitik in Tschechien, Frankreich, Japan, Russland und Slowenien. Euer Feedback zu den NukeNews ist willkommen – die Kontaktinformationen findet ihr am Ende dieser E-Mail!

 

 

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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #24

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  1. Aufruf zu Internationalen Anti-Atom-Sommer 2017
  2. Gorleben: Kulturelle Widerstandspartie
  3. Kettenreaktion Tihange
  4. Internationales Aktionscamp: Stoppt die neue Atombombe der USA
  5. Sommercamp gegen Atomkraft mit dem Schwerpunkt Uran und neue    Reaktoren/Laufzeitverlängerungen
  6. Frankreich: Festival Les Bure’lesques
  7. Deutschland: Ostermarsch in Gronau und Jülich
  8. Slowenische Umweltschutzbehörde: Keine UVP für Laufzeitverlängerung des AKW Krško erforderlich
  9. Tschechischer Staat beendet an 7 Standorten geologische Gutachten und Ausgleichszahlungen
  10. Verhandlungen mit ausländischen Anbietern über den Bau von Atomreaktoren in der Tschechischen Republik
  11. Auf dem Weg zum Weltsozialforum gegen Atomkraft 2017
  12. Russland: Schwimmendes Atomkraftwerk soll von Sankt Petersburg ablegen
  13. FoE Japan: Landespolitik setzt Opfer unter Druck – sechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima
  14. Übersetzung einer atomkritischen Publikation nun auch auf Ungarisch erhältlich
  15. Veranstaltungen der nächsten Monate
  16. Was sind die NukeNews?

 

 

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  1. Aufruf zu Internationalen Anti-Atom-Sommer 2017

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Wir rufen 2017 einen internationalen Anti-Atom-Sommer aus! In verschiedenen Ländern bereiten Initiativen und Organisationen Aktionen, Camps und andere Treffen im Kampf gegen die immer noch mächtige Atomindustrie vor. Da vereinzelt agierende Gruppen alleine nicht in der Lage sein werden, den herrschenden Regierungen und mächtigen Konzerne etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen, wollen wir unsere Kampagnen und Aktionen verknüpfen, um die Auseinandersetzungen gegen die Atomwirtschaft zu stärken. Es wird diesen Sommer vielfältige Veranstaltungen geben, die diese Sache aus verschiedenen Blickwinkeln mit unterschiedlichen Mitteln angehen. Für jed*e sollte etwas passendes dabei sein…

 

Erfahre mehr auf der Webseite zum Aufruf, einschliesslich einer Liste der Aktivitäten:

http://actionsummer.nuclear-heritage.net

 

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  1. Gorleben: Kulturelle Widerstandspartie

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Für den 2. Juni laden wir euch ins „Belugadreieck“ vor dem „Erkundungsbergwerk“ (Atommülllager) Gorleben ein. Wir laden euch ein, am Ort der Empörung mit uns bunt, frech und widerständisch zu sein.

Mehrere Gruppen werden sich und ihre Aktivitäten vorstellen. Schließt euch der Bewegung an! Außerdem gibt es Musik, Essen, „XBOX – strahlende Musikvideoclips“, viele Traktoren der Bäuerlichen Notgemeinschaft und noch mehr.

Weitere Informationen gibt es hier:

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=17982

 

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  1. Kettenreaktion Tihange

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Am 25. Juni 2017 findet die Menschenkette zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 statt. Wir Menschen aus drei Ländern mit unterschiedlichen Sprachen protestieren gemeinsam Hand in Hand für unser Ziel. Mit der Menschenkette setzen wir zu Zehntausenden ein weithin sichtbares Zeichen gegen die Gefährdung von Millionen Menschen in Europa. Jeder Meter zählt! – Wir brauchen dich! Nur zusammen können wir die Kettenreaktion Wirklichkeit werden lassen.

Hier gibt es mehr Informationen:

https://www.chain-reaction-tihange.eu/en/

 

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  1. Internationales Aktionscamp: Stoppt die neue Atombombe der USA

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Zusammen können wir die geplante Atombombe stoppen! Bitte schließt euch unserer Kampagne an, die vorhandenen US-Atomwaffen zurück nach Hause zu schicken und uns gegen die neue B61-12-Atombombe zu organisieren, die bis 2020 in den USA gebaut und in fünf europäischen Ländern gelagert werden soll: Italien, Belgien, den Niederlanden, der Türkei und Deutschland.

Wir laden Anti-Atom-, Umwelt- und Friedensaktivist*innen aus Europa und den USA in unser Camp am Haupttor der Militärbasis in Büchel ein.

Die internationale Aktionswoche ist Teil unserer zwanzig Aktionswochen von 26. März bis zum 9. August. Die zwanzig Wochen stehen für die zwanzig B61-H-Bomben in Büchel. Zu unserem Friedenscamp gehören Netzwerkarbeit, Mahnwachen und gewaltfreier ziviler Widerstand. Mit dieser internationalen Woche tun wir uns erstmals mit dem Anti-Atom- Widerstand in den USA, dem Land, in dem die Bombe gebaut wird, zusammen.

Mehr erfahrt ihr hier:

https://buechel-atombombenfrei.jimdo.com/international/international-action-camp/

 

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  1. Sommercamp gegen Atomkraft mit dem Schwerpunkt Uran und neue    Reaktoren/Laufzeitverlängerungen

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Wie bereits angekündigt wird vom 17. bis 23. Juli 2017 ein internationales Camp in Döbeln, Sachsen, stattfinden. Bisher haben über 40 Personen aus 15 Ländern ihre Teilnahme angekündigt. Wir rechnen damit, dass diesen Sommer etwa 60 bis 100 Organisator*innen, Aktivist*innen und andere Interessierte zusammenkommen, um einander kennenzulernen, Informationen über Atomangelegenheiten in ihren Regionen, Kampagnen und Aktionen zu geben und das Netzwerk von Anti- Atom-Gruppen und -Initiativen zu stärken. Es wurden zwei Schwerpunkte

ausgewählt: die Urankette, die auch alle Themen im Bereich Atomkraft miteinander verbindet, und der Bau neuer Reaktoren sowie die Laufzeitverlängerung alternder Atomkraftwerke.

Besonders in diesen zwei Hauptbereichen werden Vertreter*innen von Organisationen, die zu diesen Themen arbeiten, Wissen über Atomanlagen, -unternehmen und -politik teilen. Sie werden ihre Kampagnen und Projekte vorstellen und neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und Aktivist*innen suchen, um die Fähigkeiten der Bewegung im Kampf gegen die weltweite Atomindustrie zu stärken. Wenn ihr teilnehmen möchtet, meldet euch bitte unter „summercamp AT nuclear-heritage DOT net“ an. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Camps:

http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

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  1. Frankreich: Festival Les Bure’lesques

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Vom 11. bis zum 13. August 2017 findet im französischen Bure am Standort eines geplanten Atommülllagers ein informatives, fröhliches und originelles Festival statt, das für alle offen ist – Familien, FreundInnen, Menschen aus der Umgebung und von weiter weg. Das tiefengeologische Lager für Atommüll, das in der Region entstehen soll, heißt „Cigéo“ und wird trotz beispielloser Risiken und gegen den Rat Tausender GegnerInnen geplant, darunter AnwohnerInnen, die nie in die Entscheidung einbezogen wurden. Bei seinem Bau käme es zu einer nicht rückgängig zu machenden Mutation des Wohngebietes zu einer riesigen radioaktiven Müllhalde.

Mehr erfahrt ihr hier:

http://burestop.free.fr/spip/spip.php?article790

 

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  1. Deutschland: Ostermarsch in Gronau und Jülich

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Mehrere Gruppen rufen für Karfreitag, 14. April, zu einem überregionalen Ostermarsch in Gronau und Jülich auf. Die Demonstration beginnt um 13:00 Uhr vor dem Gronauer Bahnhof und endet an der Urananreicherungsanlage. Von dort aus transportiert ein Shuttlebus die Teilnehmenden zum Bahnhof zurück. Um 14:00 Uhr beginnt eine Mahnwache am Forschungszentrum Jülich vor dem Haupttor des Zentrifugenunternehmens ETC, eines Gemeinschaftsunternehmens von Urenco und Areva. Durch die Lieferung von Zentrifugen entwickelt und fördert ETC Wissen über die Urananreicherung und bietet so auch die Möglichkeit einer militärischen Nutzung.

Angesichts der jüngsten Debatten über den geplanten Betriebsbeginn eines riesigen Uranmüll-Lagers in Gronau, während gleichzeitig Politiker*innen über eine mögliche Schließung der Urananreicherungsanlage diskutieren, aber auch angesichts internationaler Rufe nach einer atomaren Wiederaufrüstung sind die Aktionen in Gronau und Jülich von großer Bedeutung.

Weitere Informationen:

http://www.ostermarsch-gronau.de

 

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  1. Slowenische Umweltschutzbehörde: Keine UVP für Laufzeitverlängerung des AKW Krško erforderlich

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Am 20. Februar 2017 veröffentlichte die slowenische Umweltschutzbehörde das Fazit ihres Untersuchungsverfahrens, mit dem festgestellt werden sollte, ob für die Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Krško eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig sei.

Sie kam zu dem Schluss, eine UVP sei nicht erforderlich. Die Untersuchung erfolgte nach Hinweisen einer Gruppe von Umwelt-NGOs auf die 2012 von der Atomsicherheitsadministration vorgenommene Laufzeitverlängerung des AKW Krško von 40 auf 60 Jahre.

In die Untersuchung der Umweltbehörde wurden verschiedene Stellen involviert, die alle der Meinung sind, eine Laufzeitverlängerung des AKW Krško um 20 Jahre habe keine Umweltauswirkungen. Aufgrund dieser Meinungen wurde entschieden, keine UVP durchführen zu lassen. Gegen diese negative Entscheidung legte eine Gruppe von Umwelt-NGOs (Focus, PIC, Umanotera, SE-F) am 6. März 2017 Berufung ein und begründete dies unter anderem mit dem Verstoß gegen die Aarhus- und die Espoo-Konvention.

 

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  1. Tschechischer Staat beendet an 7 Standorten geologische Gutachten und Ausgleichszahlungen

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Entsprechend den Einwendungen von Gemeinden und Vereinen hat das Umweltministerium (MŽP) beschlossen, die Erkundungsgenehmigungen für geologische Arbeiten im Rahmen der Standortsuche für ein Tiefenendlager nicht um zwei Jahre zu verlängern, wie es die Behörde für Endlager für radioaktive Abfälle (SÚRAO) verlangt hatte. Grund dafür ist, dass die Erkundungsgenehmigungen am 31. Dezember 2016 abgelaufen war und SÚRAO den Antrag auf Verlängerung zu spät eingereicht hatte. Damit darf SÚRAO seit dem 1. Januar 2017 keine der zuvor genehmigten geologischen Arbeiten in den Anlagen mehr durchführen.

Den ganzen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/The_state_stopped_geological_surveys_and_the_payment_of_financial_compensation_in_7_sites

 

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  1. Verhandlungen mit ausländischen Anbietern über den Bau von Atomreaktoren in der Tschechischen Republik

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Zwischen dem 26. Januar und dem 10. Februar 2017 fanden Beratungen mit sechs Bewerbern für den Bau von Reaktoren im Land statt. Bei den Verkäufern handelt es sich um folgende Unternehmen: ATMEA (gemeinsames Projekt von Mitsubishi und AREVA NP), China General Nuclear Power Corporation, AREVA NP/Electricité de France, Korea Hydro and Nuclear Power (Tochtergesellschaft der Korea Electric Power Corporation), Rosatom State Atomic Energy Corporation (Russland) und Toshiba/Westinghouse Electric Company (USA).

Die Verhandlungen gingen einer Ausschreibung voran, ohne die die Tschechische Republik (anders als Ungarn) die Generation-3+-Reaktoren nicht bauen lässt. Diese wurde aber noch nicht angekündigt. Zuerst will die Tschechische Republik bei der EU eine Freistellung beantragen, um das Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen nicht in vollem Umfang anwenden zu müssen.

Den ganzen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Negotiations_with_foreign_vendors_on_the_construction_of_nuclear_reactors_in_the_Czech_Republic

 

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  1. Auf dem Weg zum Weltsozialforum gegen Atomkraft 2017

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Seit dem ersten Weltsozialforum (WSF) in Porto Allegre 2001 ist die Antiglobalisierungsbewegung gewachsen und stärker geworden. Mehrere WSF haben stattgefunden: in Lateinamerika, in Asien, in Afrika und im August 2016 in Nordamerika. Neue Themen haben die Dynamik bereichert.

2013 und 2015 waren Atomangelegenheiten Thema mehrerer Workshops, und im Frühjahr 2016 wurde in Tokio das erste Sozialforum gegen Atomkraft veranstaltet, bei dem der „Aufruf für ein Netzwerk für eine Welt ohne Atomkraft“ veröffentlicht wurde. In Montréal fand im Rahmen des WSF das zweite Forum gegen Atomkraft statt. Da Frankreich das im Verhältnis zur Anzahl der Einwohner*innen am stärksten nuklearisierte Land der Welt ist, fanden französische Anti-Atom-Organisationen es wichtig, das nächste WSF gegen Atomkraft in Frankreich zu veranstalten: Es findet vom 2. bis zum 4. November in Paris statt.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Antinuclear_World_Social_Forum_2017

 

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  1. Russland: Schwimmendes Atomkraftwerk soll von Sankt Petersburg ablegen

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Im „Baltic Shipyard“ mitten in Russlands zweitgrößter Stadt, Sankt Petersburg, wurde das schwimmende Atomkraftwerk „Akademik Lomonossow“

errichtet. Es handelt sich um ein experimentelles neues Schiff mit zwei Reaktoren, das an seinem endgültigen Bestimmungsort Pewek in Tschukotka (russischer Föderationskreis Ferner Osten) betrieben werden soll. Es wurde keine grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt und es ist auch keine geplant. Russische Behörden betonen, das Land habe niemals die Espoo-Konvention ratifiziert und sei daher nicht verpflichtet, seine Nachbarländer einzubeziehen, die durch den Transport des schwimmenden AKW an seinen endgültigen Bestimmungsort im Herbst 2017 oder Frühjahr 2018 betroffen sind. Auf dem Weg wird es die Ostsee durchqueren und dabei die Territorialgewässer mehrerer anderer Länder passieren. Russland hat jedoch die Espoo-Konvention unterzeichnet und russische Dokumente empfehlen die Anforderungen dieses Vertrags gegebenenfalls zu erfüllen.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Russia:_Floating_nuclear_power_plant_to_cast_off_from_Saint_Petersburg

 

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  1. FoE Japan: Landespolitik setzt Opfer unter Druck – sechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima

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Auch sechs Jahre nach dem Unfall am 11. März 2011 bleiben die Probleme ungelöst und wir stehen weiterhin den Folgen einer anhaltenden, beispiellosen Atomkatastrophe gegenüber. Die Folgen sind kompliziert und unterschiedlich. Die weitreichende Verstrahlung kostete Menschen, die früher die Segnungen der Natur genießen durften, das Leben und änderte die Situation Anderer in vielen Regionen dramatisch. Zu den zahllosen Folgen gehören der Verlust von Lebensgrundlagen und Lebenszielen, der Aufenthalt in überfüllten vorläufigen Notunterkünften, die Spaltung von Familien und Gemeinden, Gesundheitsrisiken und wachsende Ängste, Schikanierung und Vorurteile in den Unterkünften für Evakuierte … die Liste ließe sich fortsetzen. In einer derartigen Situation hat eine nationale Politik, die Evakuierte auffordert, im Rahmen eines „Wiederaufbaus“ nach Hause zurückzukehren, den Effekt, die Opfer der Atomkatastrophe unter Druck zu setzen.

Die vollständige Erklärung gibt es hier:

http://www.foejapan.org/en/energy/doc/170310.html

 

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  1. Übersetzung einer atomkritischen Publikation nun auch auf Ungarisch erhältlich

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Dank einer Kooperation der in München angesiedelten NGO wecf, der österreichisch-tschechischen NGO „Sonne und Freiheit“ und des in Ungarn tätigen Teams von GeniaNet.com konnte das bisher in Deutsch, Englisch, Französisch und Tschechisch publizierte Büchlein „Die Kernfrage“ nun auch in einer ungarisch-sprachigen Version produziert werden. Dank der finanziellen Unterstützung der oberösterreichischen Landesregierung für Übersetzung und Druck sollte der ungarische AKW-Widerstand damit einen wichtigen neuen Impuls erhalten und wir freuen uns auf eine Intensivierung unserer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die ungarische Ausgabe kann gegen Kostenersatz bei „b DOT riepl AT eduhi DOT at“ bestellt werden.

Kostenloser Download der ungarischen Publikation:

http://sonneundfreiheit.eu/files/nuklearis.pdf

 

Weitere Informationen:

http://www.wecf.eu/english/publications/2011/critical-questionnuclear.php

 

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  1. Veranstaltungen der nächsten Monate

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Ihr seid eingeladen, uns eure lokalen und internationalen Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!

http://upcoming.nuclear-heritage.net

 

wahrscheinlich 2017:  Castor-Proteste in Frankreich, Deutschland und Großbritannien

25.06.17:          Menschenkette gegen AKW Tihange, Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen (B, D, NL)

07.07.17-08.07.17: G20-Gipfel und Proteste in Hamburg (D)

12.07.17-18.07.17: „Internationale Woche“ mit US- und anderen Aktivist*innen, Fliegerhorst Büchel in Alflen (D)

17.07.17-23.07.17: Internationales Sommercamp gegen Atomkraft 2017 in Döbeln (D)

31.01.17-06.08.17: war-starts-here-Camp beim Gefechts-Übungs-Zentrum Altmark (GÜZ), Potzehne in der Colbitz-Letzlinger-Heide (D)

07.08.17-16.08.17: Internationalistisches Sommercamp gegen Atomkraft und Free Flow Festival in Gedelitz (D)

11.08.17-13.08.17: Festival Les Burlesques in Bure (F)

02.11.17-04.11.17: Weltsozialforum gegen Atomkraft 2017 in Paris (F)

06.11.17-17.11.17: Weltklimagipfel und Proteste in Bonn (D)

 

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Castor_Resistance_in_Germany_2017

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Tihange_Humain_Chain

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/G20_-_July_7/8,_2017_in_Hamburg

https://buechel-atombombenfrei.jimdo.com/kalender/

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Anti-nuclear_summer_camp_2017

http://www.war-starts-here.camp

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Internationalistic_Anti_Nuclear_Summer_Camp_and_Free_Flow_Festival

http://burestop.free.fr/spip/spip.php?article790

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Antinuclear_World_Social_Forum_2017

 

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  1. Was sind die NukeNews?

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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail an „newsletter AT nuclear-heritage DOT net“. Der Text sollte sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen.

Die Deadline für die 25. Ausgabe der NukeNews ist der 18. Juni 2017.

 

Erfahre mehr und mache die NukeNews bekannter:

http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET

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ger-nukenews Newsletter

 

Netzwerk & Kampagne:

http://NUCLEAR-HERITAGE.NET

 

AKW Hinkley Point C kann noch verhindert werden

BBU-Pressemitteilung
29.07.2016

bbu

(Bonn, London, 29.07.2016) Nach Auffassung des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kann der Bau des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point noch verhindert werden.Am Donnerstag (28 Juli 2016) hat der Verwaltungsrat desfranzösischen Atomkonzerns EDF dem Bau zwar zugestimmt. Doch die britische Regierung hat heute (29. Juli) mitgeteilt, dass sie erst im Herbst abschließend über den Bau des AKW entscheiden wird.
http://www.heraldscotland.com/news/14650341.Government_delays_decision_on_Hinkley_Point_power_station_until_autumn/

Der BBU ruft zu weiteren internationalen Protesten gegen das geplante Nuklearprojekt auf. Der engagierte Verband warnt davor, dass es in den neuen Reaktoren des AKW Hinkley Point C nach deren Inbetriebnahme zu katastrophalen Störfällen kommen könnte. Ausführliche Informationen über den Wiederstand gegen AKW Hinkley Point C unter http://stophinkley.org

Der BBU lehnt grundsätzlich den Neubau von Atomkraftwerken ab und fordert zudem international die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und sonstiger Atomanlagen. Den andauernden Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke bezeichnet der Verband als unverantwortlich. Erst Ende 2022 sollen die letzten deutschen Atomkraftwerke stillgelegt werden und die Uranfabriken in Gronau und Lingen laufen derzeit ohne jegliche Laufzeitbegrenzung.

Der BBU betont, dass nicht nur belgische oder französische Atomkraftwerke eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Auch der Betrieb der deutschen Atomkraftwerke ist mit vielfältigen Risiken verbunden. Der sichere Verbleib des Atommülls ist völlig ungeklärt, immer wieder gab es Störfälle und weitere sind zu befürchten. Hinzu kommen Gefahren durch Erdbeben und Flugzeugabstürze. Besondere Brisanz hätte dabei auch der gezielte Absturz eines Militärflugzeuges mit hoher Geschwindigkeit auf ein Atomkraftwerk.

Gezielte Tornado-Angriffe können nicht verhindert werden!

Die Atomkraftwerke Emsland (AKW Lingen 2), Isar 2 und Neckarwestheim 2 sollen am längsten laufen, bis Ende 2022. Und gerade mit ihrer Sicherheit beschäftigt sich ein Zeitzeuge, der bereits in der Bauphase der AKW vor rund 30 Jahren mit den Atomkraftwerken befasst war und mit dem BBU Kontakt aufgenommen hat. Sein Anliegen: Die zuständigen Behörden und Ministerien sollen sich zur konkreten Gefahrenlage dieser Atomkraftwerke im Falle eines gezielten Tornado-Flugzeugabsturzes äußern. Seine bisherigen Anfragen verpufften und konkrete Antworten wurden nicht erteilt.

Der BBU ist der Auffassung, dass neben den zuständigen Landesregierungen das Bundesumweltministerium sowie das Bundesverteidigungsministerium für den Schutz der Bevölkerung verantwortlich sind. Da zu befürchten ist, dass die Reaktorgebäude der Atomkraftwerke einen gezielten Angriff mit einem Tornado-Kampfjet nicht aushalten würden, müssen die Anlagen auch aus diesem Grund zum Schutz der Bevölkerung sofort stillgelegt werden.

Udo Buchholz vom Vorstand des BBU bemängelt, dass gerade in der aktuellen Situation die Möglichkeit eines gezielten Flugangriffs auf Atomreaktoren und Uranfabriken nicht ausreichend berücksichtigt wird.  „Es ist nicht beruhigend, was man über die Pläne zum Schutz von Atomkraftwerken hört: Rund um die AKW aufgeschüttete Erdwälle, Vernebelungsanlagen, Mauern oder Stahlseilnetze im möglichen Anflugbereich. Grundlegenderen Schutz bietet die sofortige Stilllegung aller AKW und Atomanlagen“, so Udo Buchholz.

atomstopp: Hinkley Point schlittert erneut in Warteschleife

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 27.01.2016

antiakwsonne
Utl.: Chancen auf Finanzierbarkeit immer unwahrscheinlicher

Vorsichtig erfreut zeigt sich atomstopp_oberoesterreich über die nächste, heute bekanntgegebene Verzögerung des Neubaus am AKW-Standort Hinkley Point C in Großbritannien. „Dass sich keine und wieder keine Finanzierungsmöglichkeit für den ehrgeizigen Reaktorbau finden will, macht einigermaßen optimistisch! Aber es überrascht auch nicht!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp. „Es war klar, dass es unter dem aufmerksamen Licht der Öffentlichkeit kaum möglich sein würde, entsprechend dubiose Finanzquellen auftun zu können, die an jeder Wirtschaftlichkeit vorbei Hinkley Point C ermöglichen könnten!“.

Zu sehr leidet EdF, die französische Erbauergesellschaft, unter den ernüchternden Bauentwicklungen der letzten Jahrzehnte, denn beide la ufenden Projekte in Flamanville, Frankreich, und Olkiluoto, Finnland, wirken durch die mehrmaligen Zeitplan- und Kostenüberschreitungen geradezu abschreckend für jeden seriösen Investor.

„Die Zusage der britischen Regierung, Subventionen in Form überhöhter Strompreisgarantien zu gewähren, könnte aus heutiger Sicht das einzige halsbrecherische Investitionssignal bleiben – und zwar eines ohne Chancen auf Realisierung. Darüber sollten sich vor allem die heutigen und zukünftigen britischen Steuerzahler_innen freuen! “, meinen Schweiger und Egger.

„Dass die Republik Österreich gegen das Subventionierungsmodell klagt, ist würdig und recht! Wichtig ist jetzt, dass Bundesminister Rupprechter auch gegen geplante Laufzeitverlängerungen wie in Dukovany eine ähnlich kämpferische Position einleitet. Denn wer in Zeiten, wo z.B. deutsche AKW-Betreiber nicht wissen, wie der Rückbau abgeschalteter Reaktoren finanziert werden soll, wo die Reaktor-Katastrophen Tschernobyl und Fukushima nach 30 bzw fünf Jahren immer noch unabsehbare Kosten verursachen – wer da noch immer auf Atomkraft setzt, gefährdet die Zukunft auf fahrlässige Weise!“, so Schweiger und Egger abschließend.

atomstopp: Schwache EU-Kommission braucht wegen Hinkley Point C-Entscheidung

antiakwsonne

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 01.12.2015

atomstopp: Schwache EU-Kommission braucht wegen Hinkley Point C-Entscheidung offenbar Unterstützung der Nuklearstaaten
Tschechische Republik als fragwürdige Stütze für die Atomkraft

„Dass die Tschechische Republik nun der EU-Kommission wegen der Hinkley Point C-Entscheidung und der milliardenschweren Atomsubventionen den Rücken stärkt, zeigt, wie umstritten die Atomkraft in Europa ist und dass Großbritannien wohl fürchtet, den Rechtsstreit mit Österreich und Luxemburg vor dem Europäischen Gericht zu verlieren. Gleichzeitig offenbart sich auch die extreme Schwäche der EU-Kommission in dieser Frage, falls sie sich von Atomhardlinern wie Tschechien durch Einflüstern bedienen lässt“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, die jüngste Ankündigung der Tschechischen Republik, beim Rechtsstreit wegen der Atomsubventionen für Hinkley Point C di e EU-Kommission zu unterstützen.

Dabei ist gerade die Tschechische Republik eine fragwürdige Stütze: „Ohne massive Atomsubventionen wird es auch in Tschechien keine neuen Atomreaktoren geben. Und gerade diese Atomsubventionen will man sich offenbar über die Unterstützung der EU-Kommission beim Rechtsstreit mit Österreich und Luxemburg nun sichern.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die Atomkraft spaltet – auch Europa. Bedauerlicherweise war das noch nie offensichtlicher als heute.“, so Egger und Schweiger abschließend.

NaturFreunde: Britisch-chinesisches Atomabkommen ist ein umweltpolitischer Skandal

Euratom

Berlin, 23. Oktober 2015 – In einem Rahmenvertrag haben Großbritannien und China festgehalten, dass China drei Atomreaktoren in Großbritannien bauen möchte: zwei in Südwestengland (Hinkley Point) und einen an der Nordseeküste in der Nähe von London. Dieser Reaktor kann zudem chinesischer Bauart sein. Neben der britischen Regierung und dem chinesischem Staatsunternehmen „China General Nuclear Power“ ist auch der französische Stromkonzern EDF an dem Abkommen beteiligt. „Das alles ist ein riesiger umweltpolitischer Skandal“, erklärt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

Das chinesische Staatsunternehmen „China General Nuclear Power“ hat sich mit dem französischen Stromkonzern „Électricité de France SA“ (EDF) über den gemeinsamen Bau des geplanten Atomreaktors Hinkley Point C in Südwestengland geeinigt. Dabei wurde festgelegt, dass der chinesische Konzern rund ein Drittel der Kosten übernimmt. Ursprünglich hatte die britische Regierung geplant, den Atomreaktor in Hinkley Point bereits im Jahr 2017 in Betrieb zu nehmen. Zwischenzeitlich ist davon auszugehen, dass er nicht vor 2030 in Betrieb gehen wird. Denn der in Hinkley Point geplante Europäische Druckwasserreaktor (EPR) ist eine bisher nicht erprobte Hochrisikotechnologie.

Parallel hat die britische Regierung der chinesischen Regierung die Tür für den Bau von chinesischen Reaktoren in Europa geöffnet. Weil China in den völlig unwirtschaftlichen Atomreaktor in Hinkley Point investiert, darf der chinesische Staatskonzern einen chinesischen Reaktortyp in einem Land der Europäischen Union bauen. Dabei sind auch diese chinesische Atomreaktoren in keiner Weise sicher. Genau wie der Europäische Druckwasserreaktor stellen sie eine unverantwortliche Bedrohung für die Menschen in Großbritannien und den angrenzenden Ländern dar. Die NaturFreunde Deutschlands werden sich diesen Plänen entgegenstellen.

Windstrom wird mit 9,27 Cent vergütet, Hinkley-Point-Atomstrom mit 15,7 Cent

Der Europäische Druckwasserreaktor in Hinkley Point wird weit mehr als 30 Milliarden Euro kosten – doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Sollte der Reaktor jemals fertiggestellt werden, wird der dort produzierte Strom fast dreimal so teuer wie Strom aus Windenergie oder Solaranlagen. Möglich wird dieser ökonomische Wahnsinn durch einen von der britischen Regierung vertraglich garantierten Stromabnahmepreis für die ersten 35 Jahre Betriebszeit. Dieser Preis wird aufgrund eines garantierten Inflationsausgleichs nach 20 Jahren bei etwa 15,7 Cent pro Kilowattstunde liegen. Zum Vergleich: Neue Windkraftanlagen in Deutschland erhalten eine Vergütung von maximal 9,27 Cent pro Kilowattstunde.

Risiken sicherheitsrelevanter Erdbeben wurden zu niedrig angesetzt

Herr Cameron betreibt eine Politik der systematischen Gefährdung der Sicherheit und Gesundheit der Menschen in Großbritannien. Er hat aus den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima nichts gelernt. So wurden in der Sicherheitseinschätzung für Hinkley Point vorgelegte Risikoanalysen einfach ignoriert. Ein Gutachten weist beispielsweise auf Risiken durch Erdbeben hin. Doch die berücksichtigten Sicherheitsrisiken für den geplanten Atomreaktor sind scheinbar hundertmal niedriger, als die Eintrittswahrscheinlichkeit für ein sicherheitsrelevantes Erdbeben.

Klar ist: Auch die Planungen in Großbritannien zeigen, dass in den Ländern der EU endlich ein grundsätzliches Verbot des Baus oder Exports von Atomreaktoren festgeschrieben werden muss.

Zahlen des Anti Atom Komitees bestätigt – über 100 Milliarden Förderungen für britisches AKW

antiakwsonne

Studie des deutschen Instituts „brainpool“ bestätigt Berechnungen des Anti Atom Komitees. Über 100 Milliarden Euro an Steuergeldern sollen in die Kassen des Atomlobby fließen.

Freistadt (OTS) – Die Berechnungen des Anti Atom Komitees, über die Höhe der staatlichen Fördermittel wurden in einer Studie des deutschen Marktspezialisten „brainpool“ im Auftrag von Greenpeace Energy voll und ganz bestätigt. Demnach sollen über 100 Milliarden Euro an britischen Steuermitteln an den französischen Atomkonzern AREVA als Preisgarantie für Strom aus dem geplanten AKW in Hinkley Point C fließen.

„Das ist fast das Dreifache der bisher genannten Summe, die mit 35 Milliarden Euro beziffert wurde“, erklärt Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee. Diese Summe ergibt sich aus der Stromproduktion bei einer Preisgarantie von fast 130 Euro/MWh auf 35 Jahre mit Indexanpassung und stelle einen massiven Bruch der EU Wettbewerbsrechtes dar, der keinesfalls geduldet werden darf. „Wir begrüßen, dass Österreich die Klage vor dem EuGH nun einbringt, weil diese falsche Entscheidung der EU Kommission unvorhersehbare Auswirkungen auf die Energiezukunft Europas haben kann.

Wir erwarten uns von der Bundesregierung in dieser Causa wirklich Härte gegenüber dem Versuch die Atomenergie mit Steuergeldern an Leben zu erhalten“, appelliert Manfred Doppler an Kanzler Faymann und die Bundesregierung.

BI Umweltschutz: Klage gegen Hinkley Point

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 23.06.15

Vorbereitungen auf Demo in Paris laufen

171.545 Bürgerinnen und Bürger sowie 30 Umweltverbände haben eine offizielle Beschwerde gegen den AKW- Neubau Hinkley Point C an die EU-Kommission gerichtet. Auf diesem Wege wird die Klage Österreichs vor dem Europäischen Gerichtshof flankiert. Die von den Elektrizitätswerken Schönau initiierte Massenbeschwerde wird von über 30 deutschen und internationalen Umweltorganisationen unterstützt, darunter der Bund der Energieverbraucher, die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Deutsche Umwelthilfe, .ausgestrahlt und Friends of the Earth UK.

„Wir werden uns gegen die massiven Subventionen für ein neues Atomkraftwerk in Europa mit aller Kraft zur Wehr setzen“, so Sebastian Sladek, Vorstand und Geschäftsführer der Elektrizitätswerke Schönau. „Wir gratulieren den Österreichern zur eindeutigen Haltung ihrer Regierung und begrüßen die Klage Österreichs vor dem Europäischen Gerichtshof. Noch können sich Bürger aus ganz Europa unserer Beschwerde anschließen und damit auch die Klage unterstützen. Die Bewilligung der höchst umstrittenen Beihilfen für das neue britische AKW Hinkley Point C durch die EU-Kommission öffnet dem Bau zahlreicher neuer Atomkraftwerke in Europa Tür und Tor. Dies werden die Bürgerinnen und Bürger nicht akzeptieren – das zeigt die große Anzahl von bereits 171.545 offiziellen Bürger-Beschwerden, die wir bei der EU-Kommission einreichen werden.“

Der Energiekonzern Electricité de France will im englischen Hinkley Point eines der größten Atomkraftwerke der Welt bauen. Finanzierbar ist das Projekt nur mit Subventionen durch die britische Regierung. Geplant ist ein Garantiepreis von über 11 Cent pro Kilowattstunde. Dieser soll über einen Zeitraum von 35 Jahren gewährt werden, dazu kommt noch ein jährlicher Inflationsausgleich, sodass die Vergütung nach Berechnungen der Financial Times bis zum Ende des Förderzeitraums auf rund 35 Cent je Kilowattstunde ansteigen wird. Diese Beihilfen verstoßen klar gegen europäisches Wettbewerbsrecht. Die vorhergehende EU-Kommission hatte sie dennoch im Oktober letzten Jahres genehmigt.

Die österreichische Regierung hat heute eine Klage beim Europäischen Gerichtshof gegen diese Entscheidung angekündigt. Die EWS haben direkt bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt, der sich nun Zehntausende Bürgerinnen und Bürger angeschlossen haben. Die Beschwerden sollen in den kommenden Tagen bei der Europäischen Kommission in Brüssel übergeben werden.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wird am 12. Dezember am Rande der Weltklimagipfels COP 21 in Kooperation mit dem französischen Anti-Atom-Netzwerke Sortir du nucléaire und zahlreichen Umweltorganisation gegen die Renaissance der Atomkraft in Europa und das Hinkley Point-Projekt demonstrieren. „Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren“, schreibt die BI.