Kategorie: Tschechische Republik

atomstopp: Frau Umweltministerin Köstinger: Tun Sie endlich was zu Dukovany!

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 14.01.2018
anti-atom

Frist für Stellungnahme zum Dukovany-Ausbau läuft ab!

„Mit zunehmendem Ärger mussten wir in den letzten Tagen wahrnehmen, dass die großen Ansagen zur Anti-Atomlinie der neuen ÖVP/FPÖ-Bundesregierung ein Zerfallsdatum haben, das dem der Radioaktivität diametral entgegen steht!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in Reaktion auf die bisherige absolute Nullmeldung der Regierung zum Ausbau des AKW Dukovany.

„Die geplante Erweiterung der alten tschechischen Risikoanlage nur wenige Kilometer zur Grenze nach Österreich erhöht das europäische Gefahrenpotenzial massiv, verlängert es weit in die Zukunft – für viele Generationen! Dass dazu von Seiten der Bundesregierung kein einziges Wort des Einspruches fällt ist verantwortungslos und inakzeptabel!“, so Schweiger u nd Egger.

„Ein Vorschlag zur Güte, Frau Umweltministerin Köstinger: Tun Sie endlich was – und zwar noch bis 15. Jänner 2018, dem letzten Tag der Einreichungsfrist, um gegen den Ausbau von Dukovany im Rahmen des Umweltverträglichkeitsverfahrens Stellung nehmen zu können! Das ist das Mindeste – und Sie müssen das Rad gar nicht erst neu erfinden: Bedienen Sie sich einfach bei einer der vielen Vorlagen! Egal ob bei der parteiübergreifenden Initiative aller österreichischen Umweltlandesrät_innen, bei Global2000, dem AAK oder bei unserer Stellungnahme von atomstopp! Allen Initiativen ist nämlich gemein: Es geht um die Sache, nicht um fraktionelle Vorlieben!“, fordern Schweiger und Egger Umweltministerin Köstinger absc hließend auf, das Versprechen aus dem Regierungsprogramm ‚Dem Neu- und Ausbau von Atomkraftwerken in Europa, insbesondere in den Nachbarländern, mit allen zur Verfügung stehenden politischen und rechtlichen Mitteln entgegenwirken’ auch Taten folgen zu lassen.

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atomstopp: Willkommen in Absurdistan! Tschechien will Atomkraft ausbauen und weiß nicht, wohin mit dem Abfall!

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 22.07.2016
antiakwsonne

„Es ist selbstverständlich, dass wir unseren tschechischen Kolleg_innen und vor allem den bedrohten Bewohner_innen mit der Teilnahme an ihrem allsommerlichen Protestmarsch gegen die Errichtung eines Endlagers für die hochradioaktiven Abfälle unsere Solidarität ausdrücken. Das Problem „Endlagerung“ ist unlösbar! Die Gemeinden in Tschechien wehren sich vehementest dagegen, auch nur als potenzielle Endlagerstandorte geführt zu werden“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Das tut den virtuellen Ausbauplänen in Tschechien aber keinen Abbruch, hat doch der Atomkonzern CEZ erst kürzlich den Antrag auf eine Umweltverträglichkeitsprüfu ng zum Ausbau des Atomkraftwerks Dukovany gestellt. Willkommen in Absurdistan! Ohne zu wissen, wohin mit dem jetzt schon produzierten Atommüll, phantasiert man über einen weiteren Ausbau!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Bevor nicht geklärt ist, wo der hochradioaktive Abfall für eine Million Jahre sicher gelagert werden soll, dürfte es logischerweise keine Betriebsbewilligung für jedweden Atomreaktor geben! Aber Logik und Atomkraft sind offenbar Begriffe, die ganz und gar nicht zusammengehen“, so Egger und Schweiger abschließend.

atomstopp: Gefahrzeitverlängerung von AKW Dukovany besorgniserregend!

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 10.04.2016

antiakwsonne
Bundespräsident Fischer darf es beim Staatsbesuch in Tschechien nicht bei diplomatischen Floskeln belassen

„Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB die Gefahrzeit für das Atomkraftwerk Dukovany für weitere 10 Jahre verlängert hat, ohne dass eine international übliche Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen wurde, ist aus unserer Sicht besorgniserregend. Gerade das AKW Dukovany machte in den vergangenen Monaten international Schlagzeilen als bekannt wurde, dass bei der Kontrolle der Schweißnähte der Schlendrian Programm war.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Bundespräsident Fischer wird morgen zu seinem letzten Staatsbesuch in die Tschechische Republik aufbrechen und wir gehen davon aus, dass er die guten Beziehungen zwischen Wien und Prag loben und gleichz eitig festhalten wird, dass Österreich und die Tschechische Republik unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Nutzung der Atomenergie haben.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Uns genügt es aber längst nicht, dass Bundespräsident Fischer sich in diplomatischen Ansagen übt. Vielmehr erwarten wir, dass er unsere Besorgnis zur Gefahrzeitverlängerung des AKW Dukovany zum Ausdruck bringt und darüber hinaus in Prag darauf hinweist, dass das Einhalten international üblicher Regeln bei Umweltverträglichkeitsprüfungen zur Stärkung der nachbarschaftlichen Beziehungen ganz besonders beitragen kann.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Von einem österreichischen Bundespräsidenten erwarten wir uns, dass er die Anliegen von Umweltorganisationen ernst nimmt und auch als Korrektiv auftritt, wenn die eigene Bundesregierung säumig ist: Unbestritten ist nämlich, dass die österreichische Bundesregierung im Fall der Gefahrzeitverlängerung von Dukovany energisch und entschieden auftreten könnte, es jedoch verabsäumt, auf international übliche Umweltverträglichkeitsprüfung zu bestehen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

atomstopp: Tschechische Atomaufsichtsbehörde SUJB macht sich unglaubwürdig – Umweltminister Rupprechter ebenfalls

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 31.03.2016

antiakwsonne

Gefahrzeitverlängerung für Dukovany inakzeptabel!

„Noch vor wenigen Monaten hatte SUJB-Chefin Dana Drabova selber die Kontrollarbeit im AKW Dukovany als „Schlamperei“ bezeichnet. Nun erteilt dieselbe Instanz in einem 180-Gradschwenk die unbegrenzte Genehmigung für den Weiterbetrieb des 30 Jahre alten Reaktors! Das beweist einmal mehr: Sicherheitskultur von AKW scheint für die tschechische Atomaufsichtsbehörde einen vernachlässigbaren Stellenwert zu haben. Und das ist ein Affront gegenüber der tschechischen und österreichischen Bevölkerung, die durch die Laufzeitverlängerung einem unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt werden!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Genauso fahrlässig wie das Agieren der tschechischen Atomaufs ichtsbehörde SUJB ist jedoch auch das Schweigen von Umweltminister Rupprechter dazu! Denn nach herrschendem europäischen Recht muss auch für Laufzeitverlängerungen eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgen – was im gegenständlichen Fall von Dukovany jedoch nicht umgesetzt wurde! Umweltminister Rupprechters Pflicht ist es nun, dagegen Einspruch zu erheben. Alles andere käme einem Gefälligkeitsdienst an der Atomlobby gleich!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Kein österreichischer Minister hat, aus welchen noch so diplomatisch gemeinten Gründen, das Recht, derartige Seilschaften zur Atomindustrie aufzubauen. Wir werden keine Ruhe geben, bis Umweltminister Rupprechter unser aller gutes Recht gebührend in Anspruch nimmt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

atomstopp: Umweltminister Rupprechter wegen dubioser Vorgänge im AKW Dukovany dringend gefordert!

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich

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Unbefristete Laufzeitverlängerung trotz tausender gefälschter Schweißnahtkontrollen!

„Offensichtlich genug Gras scheint der tschechischen Atomaufsichtsbehörde in Sachen gefälschter Kontrollbilder von mehreren tausend Schweißnähten in den tschechischen Atomanlagen gewachsen. Völlig unverständlich ist, dass der Betreiber CEZ die Reparaturen von denselben Leuten vornehmen lässt, die für die Fälschungen verantwortlich waren! Laut dem renommierten Wirtschaftsmagazin E15 denkt aber die Chefin der SUJB, Dana Drabova, bereits laut darüber nach, die Laufzeit von Block 1 in Dukovany zu verlängern, und das – entgegen früherer Ankündigungen – sogar unbefristet!“, empören sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Es ist nicht tragbar, dass vom österr eichischen Umweltminister Rupprechter dazu kein Sterbenswörtchen kommt! Nach geltendem europäischen Recht ist für Betriebsverlängerungen über die ursprünglich veranschlagte Lebensdauer hinaus – genau wie beim Neubau – eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig! Und das aus logischem Grund, denn je älter ein Atommeiler wird, umso höher steigt die Gefahr einer Havarie!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir fordern Bundesminister Rupprechter dringend dazu auf, Einspruch einzulegen und auf die UVP vor Erteilung der Laufzeitverlängerung im grenznahen AKW Dukovany zu bestehen. Die besorgten Österreicher_innen haben ein Recht darauf, in ihrem Sinne vertreten zu werden. Tausende Protestunterschriften dürfen nicht einfach ignoriert werden.“, so Egger und Schweiger abschließend.

atomstopp: Tschechische Atomaufsicht SUJB verschiebt Entscheidung über Gefahrzeitverlängerung für Dukovany auf März 2016

antiakwsonne

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 14.12.2015
Österreichisches Umweltministerium muss Umweltverträglichkeitsprüfung verlangen

„Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB nach den alarmierenden Meldungen über die mangelhaften Schweißnähte im Atomkraftwerk Dukovany die Entscheidung über die Laufzeitverlängerung auf März 2016 verschiebt, ist ein Eingeständnis, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann und das Vertrauen in den Atomkonzern wohl nachhaltig erschüttert ist“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer Reaktion auf heutige tschechische Medienberichte.

„Es liegt der Verdacht nahe, dass SUJB damit versucht, ein wenig Gras über die Sache wachsen zu lassen, bevor die gewünschte Laufzeitverlängerung der beiden älteren Reaktoren in Dukovany reib ungslos über die Bühne gebracht werden kann. Um so unverständlicher ist es, dass das österreichische Umweltministerium immer noch nicht auf die Idee gekommen ist, die alarmierenden Meldungen zum Anlass zu nehmen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten Gefahrzeitverlängerung von Dukovany einzufordern! Vor dem Bekanntwerden der mangelhaften Schweißnähte, bei der Übergabe von 35.000 Unterschriften für eine UVP für Dukovany im Feber 2015, meinte Umweltminister Rupprechter sogar noch diplomatisch, die tschechische Regierung würde sich grundsätzlich positiv zu einer UVP positionieren.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die Zeit der Diplomatie sollte angesichts der Vorgänge in Dukovany vorbei sein. Aus unserer Sicht muss das österreichische Umweltministerium vehement für eine UVP eintreten und dazu alle ihr zustehenden Mittel einsetzen. Das ist das Mindeste, dass sich die Bevölkerung von ihrem Umweltminister erwartet!“, so Egger und Schweiger abschließend.

atomstopp: Unterstützung für tschechische Gemeinde Manovice gegen atomares Endlager

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 16.07.2015

antiatom temelin
Bereits seit 11 Jahren allsommerliche Protestaktion – heuer am Samstag, 18. Juli

Auch heuer wird sich atomstopp wieder an der Protestaktion gegen ein atomares Endlager in der tschechischen Gemeinde Manovice beteiligen und sich gemeinsam mit Aktivist_innen aus Tschechien und Deutschland zu Fuß und auf dem Fahrrad von Pacejov nach Manovice aufmachen!

„Bereits seit 11 Jahren organisiert der tschechische Verein „Atomabfall Nein danke, kein Interesse!“ diese allsommerliche Protestaktion. Für die Vertreter_innen von atomstopp ist es fast schon Tradition, die tschechischen Aktivist_innen in ihrem Widerstand gegen das Endlager zu unterstützen und sich an der Protestaktion zu beteiligen! Wir sind heuer das vierte Mal mit dabei, wenn es darum geht, aufzuzeigen, dass der atomare Irrsinn schwer auf den Rücken von kommenden Generationen gelastet, die Frage der Haftung für Endlager, die für eine Million Jahre sicher sein müssen, völlig außer Acht gelassen wird.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Start der Protestaktion: Samstag, 18. Juli – 13:30 Uhr beim Bahnhof in Pacejov
Protestaktion: zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Manovice (ca. 5 km)
Abschluss der Protestaktion: Drachenwiese in Manovice mit Rede- und Musikbeiträgen

Manovice ist einer von fünf möglichen Standorten in der engeren Auswahl für ein atomares Endlager in der Tschechischen Republik. Der Widerstand gegen die Endlager ist generell sehr groß und die Atomindustrie tut sich schwer, die Leute von der Sicherheit der Endlagerung zu überzeugen.

„Aus unserer Sicht ist es unmöglich, zu garantieren, dass der radioaktive Abfall eine Million Jahre sicher verwahrt werden kann. Das ist aber die Voraussetzung, wenn man von einer sicheren Endla gerung spricht! Die Frage der atomaren Haftung ist auch schon im Katastrophenfall unverantwortlich gering: nicht einmal 1% eines potenziellen Schadens ist aktuell durch den Betreiber versichert. Wer bitte, soll die Haftung für Schäden übernehmen, die in 500 Jahren auftreten oder in 2.000 Jahren oder in 20.000 Jahren oder 500.000 Jahren, weil die Endlager doch nicht sicher sind? Es ist völlig absurd und der einzig logische Schritt ist: RAUS aus der ATOMKRAFT, alle Anstrengungen müssen ab sofort in die Sicherung der bereits angerichteten Probleme gelenkt werden!“, so Egger und Schweiger abschließend.