Kategorie: Widerstand

[BI-Newsletter] Termine im August – Fahrplan und Demo in Lingen

Liebe Freundinnen und Freunde,

nur noch wenige Tage bis zum Sommer Camp im Wendland.
Speziell für die lokale Bevölkerung bietet sich auch die Möglichkeit an verschiedenen Seminartagen und Abendveranstaltungen teilzunehmen und sich unter das internationale Publikum zu mischen ohne die gesamte Zeit auf dem Gelände zu sein.
Das detaillierte Programm findet ihr hier => http://www.bi-luechow-dannenberg.de/wp-content/uploads/2017/01/07_12_TabelleCampprogramm.pdf

Mit dem zehntägigen Camp starten wir in die zweite Jahreshälfte unserer politischen Arbeit, deren Höhepunkt die Teilnahme an den Protesten zur Weltklimakonferenz in Bonn bilden soll. Im Rahmen der „Don´t nuke the climate“-Kampagne wollen wir einen gut wahrnehmbaren Block auf der Großdemo am 11.11.2017 hinbekommen.
Bereits im Juli begannen wir mit der ersten Veranstaltung, die darauf hinarbeitet. Leona Morgan aus Arizona berichtete über die Umweltzerstörung in den Gebieten der American Natives, die der Raubbau fossiler Energieträger mit sich bringt. Bis in den November wird es immer wieder Veranstaltungen im Klimakontext geben.

Den Entwicklungen bei der Zwischenlagerung und der Umsetzung des Standortauswahlgesetzes werden wir selbstverständlich weiterhin ausführlich folgen, mit besonderem Fokus auf den Standort Gorleben.
Momentan wird im stillen Kämmerlein unsere Begleitung der ersten Phase im Standortauswahlgesetz erarbeitet. Überlegungen dazu werden auch Bestandteil unserer Arbeitsgruppe auf der kommenden Atommüllkonferenz, Sa. 02.09.2017,  in Kassel sein.
Die Übergabe des Zwischenlagers in bundeseigene Hand fand derweil formal schon einmal statt.
Lest dazu unsere aktuelle Pressemitteilung =>  http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=19193

Die Castortransporte auf dem Neckar sind vermutlich bis Ende August erst einmal ausgesetzt. Mit Überraschungen ist natürlich immer zu rechnen.
Bleibt informiert unter  => https://www.neckar-castorfrei.de/

Termine

 

Do. 17.08.2017 – 20.15h – Film Spezial: „Die Rückkehr der Atomkraft“ im Kino Lüchow
Seit der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl 1986 wird in Europa kein Meiler mehr gebaut – bis 2004 auf der finnischen Halbinsel Olkiluoto die Arbeiten an einem neuen Reaktor beginnen.
Während anderswo Proteste zu erwarten wären, ist der Widerstand vor Ort in Eurajoki gering. Fast alle Bewohner arbeiten für eine der Betreiberfirmen, denen die bestehenden zwei Reaktoren und das geplante Atommülllager gehören.
Während aber die Anwohner weitestgehend passiv sind und die Manager von effizienter, sauberer und sicherer Energie reden, verzögert sich der Neubau weiter – und die Kosten explodieren.
Für ihren Dokumentarfilm „Return Of The Atom“ beobachteten die Regisseure Jussi Eerola und Mika Taanila die Bauarbeiten am Reaktor Olkiluoto-3 über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren und bestätigten dabei, dass es den perfekten Standort nicht gibt…

Die Filmveranstaltung ist Teil der Mobilisierung im Rahmen der „Don´t nuke the climate“-Kampagne zur Weltklimakonferenz in Bonn. Moderiert wird die Veranstaltung von Kerstin Rudek und Henrik Stern von der BI.

Der Eintritt beträgt 8€ für Erwachsene und 5,50€ für Kinder.

Bitte reserviert euch rechtzeitig eine Eintrittskarte unter =>
http://www.wendland-kino.de/index.php?knr=313&show=week&week=2&firstday=akt&date=&target=detail&idf=63768&starttime=1502969952

 

Mo. 28.08.2017 – 18.00h – Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2017 im Ostbahnhof Dannenberg
Unter dem Motto „Jetzt gerecht – Du hast die Wahl“ veranstaltet der DGB Kreisverband Lüchow-Dannenberg in Kooperation mit der GEW und der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg einen informativen Abend zur Bundestagswahl. Im Verlauf des Abends haben PolitikerInnen der im aktuellen Bundestag vertreten Parteien die Möglichkeit auf Fragen der VeranstalterInnen und des Publikums einzugehen und ihre Positionen zu erläutern.
Die jeweiligen KandidantInnen aus dem Wahlkreis haben ihre Teilnahme zugesagt.
Hiltrud Lotze (SPD), Michél Pauly (DIE LINKE), Eckhard Pols (CDU/CSU) und Dr. Julia Verlinden (Bündnis90/Die Grünen).

Los geht´s um 18.00h im Ostbahnhof Dannenberg, der Eintritt ist frei.

 

Sa. 02.09.2017 – 11.00-17.00h – 11. Atommüllkonferenz in Kassel
Die Atommüllkonferenz geht in die nächste Runde und dieses Mal wieder in der Volkshochschule Kassel.
Schwerpunkte bei den Fachvorträgen werden dieses Mal die Themen „Terrorgefahren bei Atomanlagen“ und „Das neue Strahlenschutzgesetz“ sein, denen dann die gewohnten drei ständigen Arbeitsgruppen folgen werden.
Die Fachkonferenz richtet sich an alle Menschen, die tiefer in aktuelle Problemstellungen eintauchen wollen und den Austausch zu anderen Initiativen und Einzelpersonen suchen.
Um eine Anmeldung wird gebeten.

Alle Infos und das Programm findet ihr unter =>
www.atommuellkonferenz.de

 

Di. 05.09.2017 – 19.30h – Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik“
Zurück aus der Sommerpause geht es weiter mit der beliebten Filmreihe im Kino Platenlaase.

Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“ mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat werden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet.
Dieser Form der zerstörerischen Landwirtschaft setzt der Film drei nachhaltige Projekte entgegen:

– Die Teeplantage AMBOOTIA in Indien in der überwältigenden Landschaft von Darjeeling/Himalaya.
– Das Projekt SEKEM des alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish, der vor 40 Jahren inmitten der Wüste seine     biologische Farm gründete.
– Der unbeugsame Bayer FRANZ AUNKOFER war einer der ersten Biobauern Deutschlands – auf alle Fälle aber der erste biologische Schweinemäster. Durch seine Pionierarbeit erwirtschaftet er inzwischen denselben Ertrag, wie im konventionellen Anbau – ohne einen Tropfen Gift.

In der eindrücklichen Montage konfrontiert der Film die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus.
Er wirft die Frage auf: In welcher Art von Landwirtschaft liegt der CODE OF SURVIVAL auf unserem Planeten?

Los geht´s um 19.30 im Kino Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

 

Sa. 09.09.2017 – 13.00h – Demo „Atomzentrum Lingen stilllegen“ in Lingen am Bahnhof
Wir möchten Euch aufrufen, am 9. September 2017, mit uns gemeinsam in Lingen/Ems auf die Straße zu gehen!
Lasst uns zwei Wochen vor der Bundestagswahl ein weiteres deutliches Zeichen setzen, indem wir sichtbar und hörbar diese Forderungen stellen:

  • Exportgenehmigungen von Kernbrennstoffen an die gefährlichen Pannen-Reaktoren in Belgien und Frankreich mit sofortiger Wirkung zurücknehmen!
  • Brennelemente-Herstellung in Lingen und Urananreicherung in Gronau sofort beenden!
  • Die AKW Lingen, Grohnde, Fessenheim, Tihange, Doel und alle anderen AKW abschalten! Für einen weltweiten Atomausstieg!
  • Sonne & Wind, statt Fracking, Kohle & Atom! Energiewende jetzt!

Lingen im Emsland ist eines der wichtigsten Atomzentren des Landes. Mit dem AKW Emsland, der Brennelementefabrik und der in unmittelbarer Nähe befindlichen Urananreicherungsanlage Gronau befinden sich gleich drei wichtige Säulen der Atomindustrie in dieser Region!
Die TAZ benennt Lingen als eine international bedeutende „Bastion der Atomindustrie“. Wir sagen: „Stilllegen!“

Wir bringen euch hin!

 

Nehmt Platz im BI Bus und fahrt mit uns gemeinsam nach Lingen. Wir starten am Samstag, 09.09.2017, um

  • 7.00h in Lüchow am Gildehaus Parkplatz und halten um
  • 7.30h in Dannenberg am ZOB.

 

Danach geht es direkt nach Lingen. In Lingen wollen wir spätestens um 18.00h wieder aufbrechen, damit wir gegen 22.30h wieder im Landkreis sind.

 

Die Kosten betragen pro Person für Hin- und Rückfahrt => 25,00€ normal / 20,00€ ermäßigt

 

Bitte meldet euch zeitnah im BI Büro an: 05841-4684 oder buero@bi-luechow-dannenberg.de

 

15.-17.09.2017 – Workshop Wochenende: „Jugend trifft Erfahrung“ im Wendland
Als Mitglied im Trägerkreis „atommüllreport“ möchten wir euch auf eine interessante Seminarreihe des Projekts atommüllreport in Kooperation mit der BUND Jugend und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hinweisen.

Du interessierst dich für das Thema Atommüll, bist noch unter 28 Jahren und hast Lust dich gemeinsam mit erfahrenen Aktivist*innen auf eine authentische zeitgeschichtliche Reise zu begeben, auf der wir unter anderem auch nach Antworten auf die folgenden Fragen suchen werden:

  • Wie unterscheiden sich die Bedürfnisse junger Menschen damals und heute?
  • Welche gesellschaftlichen Unterschiede gibt es?
  • Welche Erfahrungen wurden mit Beteiligung gemacht?
  • Wie nimmt die Jugend heute die Anti-AKW-Bewegung wahr? Welche Forderungen haben sich geändert?
  • Gibt es Hemmschwellen des Engagements junger Menschen? Wie können sie überwunden werden?
  • Was braucht es, um das Thema Atommüll zu einem Bewegungsthema zu machen?

Namhafte ReferentInnen aus der Anti Atom Bewegung verbringen mit euch das Wochenende in Tüschau im Wendland, erläutern ihre Geschichte und ihren Werdegang, erarbeiten mit euch gemeinsam neue Ansätze und Strategien und stehen für einen offenen Austausch auf Augenhöhe zur Verfügung.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15€ und die Plätze sind begrenzt. Bitte meldet euch bis zum 24.08.2017 an!
Bitte nicht vergessen: Teilnahme nur für Menschen unter 28 Lebensjahren.

 

Alle Infos über das Projekt und das Seminar findet ihr hier =>
http://www.atommuellreport.de/projekte/jugendprojekt/einzelansicht/jugend-trifft-erfahrung-15-179-wendland.html

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

18.-29.08.2017 – Klimacamp im Rheinland
Die spektakulären Massenaktionen der vergangenen Jahre in den Kohlegruben dieser Republik haben für eine Menge Aufsehen gesorgt.
Ob in der Lausitz oder im Rheinland, viele tausende Menschen beteiligten sich an vielschichtigen Aktionen.
Die Auseinandersetzung um den Naturraubbau und die Kohleverstromung geht in diesem Monat in die näxte Runde.
Zahlreiche Initiativen, Verbände, Aktionsgruppen und Einzelpersonen bieten ein abwechslungsreiches Programm.

Schaut doch mal vorbei => www.klimacamp-im-rheinland.de

 

Vormerken

 

Di. 19.09.2017 – Ratschlag! – 19.00h Kulturverein Platenlaase

Mi. 20.09.2017 – AG gegen Fracking der BI präsentiert => 16.00h Gasland-Exkursion in der Region / 19.00h Lesung „Ruhrbeben“ von und mit Ursula Sternberg in der „Alte Jeetzel Buchhandlung“.

Wir wünschen euch einen wundervollen und erfahrungsreichen Spätsommer. Wir sehen uns und passt auf euch auf!

Sonnige Grüße
Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstraße 2029439 Lüchow

NukeNews #25 – Anti-Atom-Infodienst

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*           NukeNews #25 – Anti-Atom-Infodienst            *

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  1. Vorwort

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Diesmal gibt es nur eine kurze Ausgabe der Nuke News – die Anti-Atom-Aktivitäten des Sommers sind in vollem Gang! In dieser Ausgabe findet ihr Neuigkeiten, Berichte und Ankündigungen kommender Aktionen.

Einen schönen Anti-Atom-Sommer!

 

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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #25

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  1. Gute Neuigkeiten aus Südafrika
  2. Herausforderungen für die Anti-Atom-Bewegung in Schweden
  3. Öffentliche Anhörung zum staatlichen Programm zur Entsorgung radioaktiver Abfälle
  4. Tschechische Regierung hat eine neue Rohstoffpolitik genehmigt – sie bereitet den Weg für den Uranabbau.
  5. Die zwei Gesichter der deutschen Umweltministerin Barbara Hendricks
  6. Internationales Sommercamp gegen Atomkraft beginnt bald
  7. Castor: Protest gegen ersten Castortransport per Schiff
  8. UK: Windscale im Oktober
  9. UK: Protest gegen den „DRS Open Day“
  10. Sankt Petersburg: Schwimmendes AKW
  11. Kettenreaktion Tihange – Kurzer Bericht
  12. Veranstaltungen der nächsten Monate
  13. Was sind die NukeNews?

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  1. Gute Neuigkeiten aus Südafrika

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Definitiv gute Neuigkeiten gibt es aus Südafrika, wo ein Hohes Gericht urteilte, die zwischenstaatliche Vereinbarung mit dem russischen Unternehmen Rosatom sei verfassungswidrig. Damit ist noch nicht alles vorbei, denn der Staat kann durchaus ein weiteres Abkommen unterzeichnen, wenn er das will. Trotzdem ist es ein schwerer Schlag für Rosatom. Schon früher (letztes Jahr) hatte Vietnam angekündigt, es werde keine russischen Reaktoren bauen. Wir stellen fest, dass Abkommen sogar dann gekündigt werden, wenn Russland sie mit Geld unterstützt.

Mehr erfahrt ihr hier:

http://echo.msk.ru/blog/ecodefense/1970580-echo/

 

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  1. Herausforderungen für die Anti-Atom-Bewegung in Schweden

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Zurzeit steht die Anti-Atom-Bewegung in Schweden zusätzlich zu den zahlreichen verschiedenen Aspekten des ständigen Kampfes vor zwei größeren Herausforderungen:

 

1) die sogenannte „Hauptanhörung“ im Umweltgericht (auf Schwedisch „Miljödomstolen“) zum Antrag der schwedischen Atomindustrie auf den Bau eines Lagers für abgebrannte Brennelemente (den KBS-3-Antrag), die momentan für fünf Wochen im September und Oktober 2017 geplant ist, und

2) das nicht verbindliche Referendum in der Gemeinde Östhammar am Sonntag, dem 4. März 2018, über die mögliche Unterbringung eines Lagers für abgebrannte Brennelemente in Forsmark, wo die schwedische Atomindustrie laut ihrem Antrag ihre KBS-3-Anlage bauen will.

 

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Challenges_the_anti-nuclear_movement_is_facing_in_Sweden

 

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  1. Öffentliche Anhörung zum staatlichen Programm zur Entsorgung radioaktiver Abfälle

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Tschechiens strategische Prüfung der Aktualisierung des staatlichen Programms zur Entsorgung radioaktiver Abfälle und abgebrannter Brennelemente ist in ihre letzte Phase eingetreten.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Public_hearing_on_the_National_Radioactive_Waste_Management_Programme

 

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  1. Tschechische Regierung hat eine neue Rohstoffpolitik genehmigt – sie bereitet den Weg für den Uranabbau

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Obwohl nach einer öffentlichen Anhörung im Februar 2017 die Teile, die sich auf den Antrag auf Uranabbau in Brzkov bezogen, von der neuen tschechischen Rohstoffpolitik ausgenommen wurden, sind AnwohnerInnen in Brzkov und an anderen Uranstandorten besorgt über zukünftigen Uranabbau.

Den ganzen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Czech_government_has_approved_a_new_Raw_Material_Policy_%E2%80%93_it_opens_the_way_for_uranium_mining

 

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  1. Die zwei Gesichter der deutschen Umweltministerin Barbara Hendricks

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Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erwähnte in den letzten zwei Jahren mehrmals, dass die belgischen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 gefährlich sind. In den Medien beschwerte sie sich über viele kleine Risse in den Reaktorbehältern, zahlreiche kritische Vorfälle und eine laxe nukleare Kontrolle in Belgien.

Hendricks forderte die belgische Regierung außerdem auf, Tihange 2 zu schließen.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/The_two_faces_of_German_Minister_of_Environment_Barbara_Hendricks

 

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  1. Internationales Sommercamp gegen Atomkraft beginnt bald

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Am 17. Juli beginnt das bereits angekündigte Sommercamp in Döbeln.

Etwa 60 Teilnehmer*innen aus 18 Ländern haben sich angemeldet. Es wird verschiedene interessante Präsentationen, Vorträge, Workshops und einige Ausflüge geben. Wer noch spontan teilnehmen möchte, meldet sich bitte per E-Mail an „summercamp AT nuclear-heritage PUNKT net“ oder über das Camp-Handy:+49 1578 9165215.

Weitere Details:

http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

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  1. Castor: Protest gegen ersten Castortransport per Schiff

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Am 28. Juni fand der erste Castortransport per Schiff auf dem Neckar vom AKW Obrigheim zum AKW Neckarwestheim statt. Aktivist*innen organisierten Mahnwachen, Demonstrationen und Protestaktionen, beispielsweise stoppte eine Abseilaktion von einer Brücke über den Neckar den Transport eine Zeitlang. Es war das erste Mal, dass gefüllte Castorbehälter auf einem Schiff transportiert wurden.

Insgesamt sollen 342 hochradioaktive abgebrannte Brennelemente zu einem Zwischenlager im AKW Neckarwestheim gebracht werden. Sie werden auf 15 Castorbehälter aufgeteilt, von denen bei einem Transport jeweils drei verschifft werden. Der zweite Transport könnte während des Internationalen Anti-Atom-Sommercamps in Döbeln stattfinden.

Organisator*innen der Initiative „Bündnis Neckar castorfrei“ erwarten ihn spätestens in der Woche, die mit dem 24. Juli beginnt (nach dem Camp), es könnte aber auch früher sein.

 

Hintergrundinformationen (auf Englisch):

https://www.neckar-castorfrei.de/home/english

Bericht über Proteste gegen den ersten Neckar-Castor:

https://neckar-castorfrei.de/informiert-sein/news-berichte/209-rueckblick

 

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  1. UK: Windscale im Oktober

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Der Brand in Windscale ereignete sich am 10. Oktober 1957. Zum 60.

Jahrestag des Brandes organisiert die Close Capenhurst Campaign in Zusammenarbeit mit Radiation Free Lakeland und anderen Gruppen im Arbeitsbündnis „Working Alliance“ eine Reihe Veranstaltungen.

Mehr erfahrt ihr hier:

http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

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  1. UK: Protest gegen den „DRS Open Day“

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Die Eisenbahngesellschaft DRS (Direct Rail Services) veranstaltet am Samstag, 22. Juli 2017, in ihrem Depot in Kingmoor, Carlisle, ihren jährlichen Tag der offenen Tür. An diesem Tag protestieren wir wieder von 10:30 bis 14:30 Uhr mit einer Flugblattaktion. Die Veranstaltung wird von der Close Capenhurst Campaign in Zusammenarbeit mit Radiation Free Lakeland im Rahmen des Netzwerks Working Alliance organisiert. Um die gesamte Organisation kümmern sich einige wenige Aktivist*innen.

Siehe:

http://close-capenhurst.org.uk/?p=745

 

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  1. Sankt Petersburg: Schwimmendes AKW

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Rosatom wird im Zentrum von St. Petersburg, im „Baltischen Werk“ zwei Kilometer von der Isaakskathedrale, einen Atomreaktor starten – um das schwimmende Atomkraftwerk „Akademik Lomonossow“ zu „testen“, das für Tschukotka gebaut wird. Die Einwohner*innen St. Petersburgs wurden nicht informiert. Aktivist*innen, Anarchist*innen und Mitglieder der Umweltbewegung organisierten Aktionen, um den Bürger*innen Informationen zu vermitteln. Zugleich äußerte die norwegische Regierung Bedenken über den Transport eines schwimmenden Atomreaktors von St. Petersburg nach Murmansk.

Weitere Informationen:

https://www.facebook.com/%D0%9D%D0%95%D0%A2-%D0%B7%D0%B0%D0%BF%D1%83%D1%81%D0%BA%D1%83-%D1%80%D0%B5%D0%B0%D0%BA%D1%82%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B2-%D0%BF%D0%BB%D0%B0%D0%B2%D1%83%D1%87%D0%B5%D0%B9-%D0%90%D0%AD%D0%A1-%D0%B2-%D0%9F%D0%B5%D1%82%D0%B5%D1%80%D0%B1%D1%83%D1%80%D0%B3%D0%B5-655651194625314/

 

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  1. Kettenreaktion Tihange – Kurzer Bericht

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Am 25. Juni fand die tri-nationale 90 km lange Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht nach Aachen statt. Mit dieser Aktion forderten etwa 50.000 Menschen Hand in Hand mit den Initiator*innen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland die sofortige Abschaltung der Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3.

Mehr erfahrt ihr hier:

https://www.chain-reaction-tihange.eu/de/

 

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  1. Veranstaltungen der nächsten Monate

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Ihr seid eingeladen, uns eure lokalen und internationalen Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!

http://upcoming.nuclear-heritage.net

 

13.07.17-23.07.17: Anti-Atom-Fahrradtour von Bure (F) über Chooz (F) und Tihange (B) nach Maastricht (NL)

17.07.17-23.07.17: Internationales Anti-Atom-Sommercamp 2017 in Döbeln (D)

22.07.17:   „DRS Open Day Protest“ (Protest beim Tag der offenen Tür der Eisenbahngesellschaft Direct Rail Services) in Carlisle (UK)

ab 24.07.17:    2. Neckar-Castortransport (D)

28.07.17-29.07.17: e-Ventschau: Benefiz-Open-Air für Opfer von Fukushima und Tschernobyl in Ventschau (D)

31.07.17-06.08.17: war-starts-here-Camp beim Gefechts-Übungs-Zentrum Altmark (GÜZ), Potzehne in der Colbitz-Letzlinger Heide (D)

07.08.17-16.08.17: Internationalistisches Sommercamp gegen Atomkraft und Free Flow Festival in Gedelitz (D)

11.08.17-13.08.17: Festival Les Burlesques in Bure (F)

02.11.17-04.11.17: Weltsozialforum gegen Atomkraft 2017 in Paris (F)

06.11.17-17.11.17: Weltklimagipfel und Proteste in Bonn (D)

 

 

https://lehalagedudebat.wordpress.com/2017/01/27/halage-2017-13-au-23-juilet/

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Anti-nuclear_summer_camp_2017

http://close-capenhurst.org.uk/?p=745

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Castor_Resistance_in_Germany_2017

http://e-ventschau.de

http://www.war-starts-here.camp

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Internationalistic_Anti_Nuclear_Summer_Camp_and_Free_Flow_Festival

http://burestop.free.fr/spip/spip.php?article790

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Antinuclear_World_Social_Forum_2017

 

 

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  1. Was sind die NukeNews?

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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail an „newsletter AT nuclear-heritage DOT net“. Der Text sollte sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen.

Die Deadline für die 26. Ausgabe der NukeNews ist der 10. September 2017.

Erfahre mehr und mache die NukeNews bekannter:

http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET

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ger-nukenews Newsletter

 

Netzwerk & Kampagne:

http://NUCLEAR-HERITAGE.NET

.ausgestrahltNews | Kette, Castor und eine illegale Steuer

.ausgestrahlt-Newsletter
8. Juni 2017
es schreibt Jochen Stay

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Liebe/r Anti-Atom-Koordination Berlin,

ereignisreiche Tage: Eigentlich wollte ich Dir in diesem Newsletter nur ausführlich schildern, was Du alles tun kannst, um die Menschenkette von Tihange bis Aachen am 25. Juni zu einem Erfolg zu machen. Nun knallte gestern das Urteil in Sachen Brennelemente-Steuer auf den Tisch – und am Neckar kann jeden Tag der Castor-Alarm ausgerufen werden. Und, und, und …

Viel Stoff zu lesen also mal wieder, verbunden mit meiner Bitte an Dich, Dir die Zeit zu nehmen, Dich hier zu informieren und zu überlegen, ob und wie Du selbst aktiv werden kannst. Gerade das aktuelle Desaster um die Brennelementesteuer zeigt, wie dringend notwendig es weiter ist, sich in die Atompolitik einzumischen.


Aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Menschenkette: Du bist Multiplikator*in
2. Desaster Brennelemente-Steuer
3. Castor-Alarm am Neckar steht kurz bevor
4. CSU-Anhänger*innen wollen Aus für AKW Gundremmingen
5. .ausgestrahlt informierte auf Kirchentag und im Wendland
6. Junger atomkritischer Sachverstand gesucht
7. Drei offene Stellen bei .ausgestrahlt: Bewerbungsschluss 18. Juni
8. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand


Herzliche Grüße

Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

1. Menschenkette: Du bist Multiplikator*in

In gut zwei Wochen ist es soweit, dann werden sich Zehntausende Atomkraftgegner*innen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland auf 90 Kilometern die Hände reichen – ein unübersehbares Zeichen für den europäischen Atomausstieg. Doch damit die Kette ein Erfolg wird, braucht es jede*n Einzelne*n. Nicht nur diejenigen sind gefragt, die immer mal wieder zu einer Anti-Atom-Demo gehen, sondern auch alle, die das nur sehr selten oder noch nie gemacht haben, egal ob nah dran oder mit weiter Anreise.

Erfahrungsgemäß entscheiden sich die meisten in den letzten zwei Wochen, ja teilweise erst in den letzten Tagen vor einer solch großen Aktion zum Mitmachen. Wenn Du jetzt diese Zeilen liest, bist Du Multiplikator*in: Denn nichts ist wirkungsvoller als die persönliche Ansprache von Bekannten, ob im Gespräch, per E-Mail, Brief oder wie auch immer. Machst Du mit bei der Werbung für die Kette?

Diese Bekannten müssen nicht nur in Deiner Nachbarschaft wohnen (mit denen aus Deinem Ort kannst Du eine Fahrgemeinschaft bilden), sondern auch irgendwo sonst in der Republik, in Belgien oder den Niederlanden. Weise sie auf die Aktion hin, aber – ganz wichtig – achte dabei auf folgende Hinweise:

Besonders wichtig, damit die Kette klappt:

a. Beachte unbedingt das Konzept „Wohnort bestimmt Aktionsort“, denn eine Menschenkette funktioniert wirklich nur dann, wenn sich alle gleichmäßig verteilen – und deswegen müssen etwa die Berliner*innen woanders hin als die Kölner*innen und die Menschen aus verschiedenen Stadtteilen von Aachen fahren auch zu unterschiedlichen Streckenabschnitten. Welche Regionen zusammengehören, siehst Du hier.

b. Alle aus Deutschland müssen über die Grenzen nach Belgien und die Niederlande und treffen auf den dortigen Streckenabschnitten Menschen aus den Nachbarländern. Nur etwa 4 km der Strecke verlaufen hierzulande und die sind schon voll. Wer wohin fährt, findest Du hier.

c. Die Anreise mit der Bahn funktioniert nicht, denn die wenigen Nahverkehrszüge an der Strecke werden heillos überfüllt sein. Bisherige Busse und Mitfahrgelegenheiten sind hier zu finden (die Liste wird ständig länger). Wer selbst einen Bus organisiert oder andere Mitfahrgelegenheiten, sollte die unbedingt eintragen.
Die Verkehrswege rund um die Kette siehst Du hier.

d. Die Organisation einer so großen Aktion über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg erfordert einen riesigen Aufwand, nicht zuletzt finanziell – auch für uns bei .ausgestrahlt, die wir die Organisator*innen vor Ort personell, mit Geld und Knowhow massiv unterstützen. Kannst Du etwas beitragen? Spende hier.
(Zur Unterscheidung: .ausgestrahlt ist auch Spendenadresse des örtlichen Bündnisses, für die wir die Finanzverwaltung übernommen haben. Doch unter dem hier angegebenen Link sammeln wir Spenden für unseren eigenen hohen Aufwand in Sachen Menschenkette.)

Hausaufgabenhefte und Ketten-Banner

Uns von .ausgestrahlt ist es besonders wichtig, dass sich bei der Kette nicht alles alleine um Tihange dreht, sondern alle anderen AKW, die die Region um Lüttich, Maastricht und Aachen bedrohen, ebenfalls Thema sind – auch die noch immer in Deutschland laufenden. Du kannst uns dabei helfen, diese Botschaft während der Kette rüberzubringen:

Das mit dem Aachener Aktionsbündnis zusammen herausgegebene „Hausaufgaben-Heft für Atomkraftgegner*innen“ mit Ideen zum aktiv bleiben nach der Kette (nicht nur zu Tihange) drucken wir 20.000-mal im praktischen Hosentaschen-Format. Damit in der Kette möglichst viele Menschen ihr Heft bekommen, suchen wir zahlreiche Verteiler*innen, denen wir vorher 50 oder 100 Exemplare schicken können, die sie in ihrem Abschnitt austeilen. Machst Du mit? Dann bestelle hier Dein Päckchen.

Es gibt wieder Kettenbänder, um kleine Lücken zu schließen. Diese Bänder bekommst Du jedoch erst während der Aktion (gegen eine Spende) und nur an der Strecke. Zusätzlich haben wir aber auf großen sechs Meter langen Bannern das Motiv der Kettenbänder aufgedruckt: Alle AKW der Region mit dem dreisprachigen Slogan „Atomkraft überall abschalten“. Bitte trage dazu bei, dass diese Banner mit dieser Botschaft in der Kette auftauchen und bestelle jetzt Dein eigenes Exemplar. Bitte schnell (vor-)bestellen, damit wir planen können. Danke!


2. Desaster Brennelemente-Steuer

Die Brennelemente-Steuer ist verfassungswidrig und der Staat muss inklusive Zinsen etwa sieben Milliarden Euro an die AKW-Betreiber zurückzahlen. Das hat gestern das Bundesverfassungsgericht entschieden. Damit rächt sich bitter, dass die Bundesregierung es nicht geschafft hat, bei den Verhandlungen über die Folgekosten der Atomkraft im letzten Herbst die Stromkonzerne zu verpflichten, alle ihre Klagen zurückziehen, wenn sie schon von der Haftung für die Atommüll-Lagerung befreit werden. Für Eon, RWE und Co ein unverschämt gutes Geschäft auf Kosten der Allgemeinheit.

.ausgestrahlt hatte genau davor gewarnt und außerdem eine Nachschusspflicht in den neuen öffentlichen Fonds gefordert, wenn es den Unternehmen wieder besser geht. Jetzt geht es ihnen besser – aber das Geld landet nicht im Atommüll-Topf, sondern bei den Aktionär*innen.

Aus den Reihen von SPD, Grünen und Linkspartei wurden gestern Forderungen laut, mit einer neuen, verfassungskonformen Abgabe-Regelung die AKW-Betreiber zukünftig an den Lasten für die Allgemeinheit zu beteiligen. .ausgestrahlt wird sie im Bundestagswahlkampf und bei einer möglichen Regierungsbeteiligung daran messen.

Die gestrige Presseerklärung von .ausgestrahlt.

Ein treffender Kommentar von Jürgen Döschner (WDR).


3. Castor-Alarm am Neckar steht kurz bevor

Seit dem 16. Mai liegt die Transportgenehmigung vor und die ersten drei Behälter werden in Obrigheim beladen. Es kann also jeden Tag mit dem ersten von geplanten fünf Transporten losgehen. Alarm wird ausgelöst, sobald das leere Schiff sich von Neckarwestheim, wo es derzeit liegt, auf den Weg nach Obrigheim macht, um die Atommüll-Behälter abzuholen. Schon bei diesem Leertransport, der zehn bis zwölf Stunden dauert, sind erste Aktionen geplant. Treffpunkt ist die Mahnwache in Gundelsheim. Wer also aktiv werden möchte, sollte schon dort dabei sein.

Möglicherweise folgt der Transport der Castoren schon am darauffolgenden Tag. Dann gibt es eine Mahnwache als Anlaufpunkt in Heilbronn. Die Möglichkeit, Dich in den Alarm-Verteiler einzutragen, alle Infos zu den Örtlichkeiten, den Aktions-Plänen (soweit öffentlich), Ausrüstungs-Liste und viele weitere nützliche Hinweise hier.


4. CSU-Anhänger*innen wollen Aus für AKW Gundremmingen

.ausgestrahlt hat das Meinungsforschungs-Institut Emnid beauftragt, die Stimmung in Bayern zum AKW Gundremmingen herauszufinden. Wie viele Menschen unterstützen die Forderung „Wer B sagt, muss auch C sagen – beide Blöcke 2017 abschalten“? Die Ergebnisse sind erstaunlich: 52 Prozent des Bayerinnen und Bayern sind dafür. Nur 42 Prozent wollen, dass der Atomausstieg in Gundremmingen nicht beschleunigt wird. Überrascht hat uns, dass selbst 46 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der CSU dafür eintreten, schon in diesem Jahr ganz auf dieses Atomkraftwerk zu verzichten. Die Chancen sind also gar nicht so schlecht.
Die Pressemitteilung zur Umfrage, die Süddeutsche Zeitung berichtete.


5. .ausgestrahlt informierte auf Kirchentag und im Wendland

Vier gut frequentierte Infostände und Ausstellungen innerhalb von zwei Wochen hatte .ausgestrahlt bei der „Kulturellen Landpartie“ im Wendland, der „Widerstandspartie“ in Gorleben und dem evangelischen Kirchentag in Berlin. Unterm Strich haben wir hunderte Gespräche geführt, mit früher Aktiven, heute Aktiven, zukünftig Aktiven, Förderinnen und Förderern. Wir haben viel Informationsmaterial verteilt und festgestellt, dass junge Menschen die Anti-Atom-Sonne mögen, selbst wenn sie deren lange Geschichte noch gar nicht kennen.


6. Junger atomkritischer Sachverstand gesucht

Viele atomkritische Expert*innen, die der Anti-Atom-Bewegung nahestehen, sind schon Jahrzehnte dabei. Bisher sind zu wenige Nachfolger*innen in Sicht. Deshalb organisiert der Trägerkreis „Atommüllreport“, zu dem auch .ausgestrahlt gehört, die Sommerakademie „Atomares Erbe – Herausforderungen für die nächste Generation“ vom 2. bis 6. August in Wolfenbüttel. Wenn Du jüngere kritische Studierende oder Wissenschaftler*innen kennst, von denen Du annimmst, sie könnten sich für das Thema interessieren, dann weise sie doch bitte auf diese wichtige Veranstaltung hin. Übrigens soll die Teilnahme nicht am Geld scheitern. Flyer dafür gibt es hier.


7. Drei offene Stellen bei .ausgestrahlt: Bewerbungsschluss 18. Juni

Zur Erinnerung: .ausgestrahlt sucht für eine Elternzeitvertretung vom 1. September 2017 bis mindestens 28. Februar 2019 eine*n Verantwortliche*n für Webtechnik und EDV im Umfang von 20-25 Stunden. Darüber hinaus stellen wir unbefristet eine*n Organizer*in mit 20 Stunden und eine*n Mitarbeiter*in für Büromanagement mit 35-40 Stunden ein, beides zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der*die für eine dieser Stellen in Frage kommt. Je nach Qualifikation lassen sich auch Aufgaben koppeln.


8. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Voller guter Argumente: „Kindergeburtstag für den Atomausstieg“ im ZDF. Bitte weiter verbreiten.

Der Deutsche Ärztetag warnt vor Verharmlosung möglicher Strahlenschäden bei „Freimessung“ von Atommüll.

Die Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig ist aus dem Gefängnis raus.


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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen Atomkraftgegner*innen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.

Mehr über .ausgestrahlt

NukeNews #24 – Anti-Atom-Infodienst

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  1. Vorwort

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Der kommende Sommer wird ein Sommer der Aktionen gegen Atomkraft! Wir beginnen diesen Newsletter mit dem Aufruf und dann einigen Einladungen zu konkreten Veranstaltungen in der Jahresmitte. Da der Newsletter wieder ein bisschen später erscheint als geplant, ist die Einladung zum Ostermarsch jetzt leider nur noch von dokumentarischem Interesse … Deshalb eine kurze Ergänzung: An dem Tag demonstrierten etwa 250 Personen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland, und 50 protestierten gegen Atomanlagen in Jülich. Mehr erfahrt ihr in Artikel #7. Außerdem berichtet diese Ausgabe der NukeNews über aktuelle Entwicklungen in der Atompolitik in Tschechien, Frankreich, Japan, Russland und Slowenien. Euer Feedback zu den NukeNews ist willkommen – die Kontaktinformationen findet ihr am Ende dieser E-Mail!

 

 

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Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #24

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  1. Aufruf zu Internationalen Anti-Atom-Sommer 2017
  2. Gorleben: Kulturelle Widerstandspartie
  3. Kettenreaktion Tihange
  4. Internationales Aktionscamp: Stoppt die neue Atombombe der USA
  5. Sommercamp gegen Atomkraft mit dem Schwerpunkt Uran und neue    Reaktoren/Laufzeitverlängerungen
  6. Frankreich: Festival Les Bure’lesques
  7. Deutschland: Ostermarsch in Gronau und Jülich
  8. Slowenische Umweltschutzbehörde: Keine UVP für Laufzeitverlängerung des AKW Krško erforderlich
  9. Tschechischer Staat beendet an 7 Standorten geologische Gutachten und Ausgleichszahlungen
  10. Verhandlungen mit ausländischen Anbietern über den Bau von Atomreaktoren in der Tschechischen Republik
  11. Auf dem Weg zum Weltsozialforum gegen Atomkraft 2017
  12. Russland: Schwimmendes Atomkraftwerk soll von Sankt Petersburg ablegen
  13. FoE Japan: Landespolitik setzt Opfer unter Druck – sechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima
  14. Übersetzung einer atomkritischen Publikation nun auch auf Ungarisch erhältlich
  15. Veranstaltungen der nächsten Monate
  16. Was sind die NukeNews?

 

 

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  1. Aufruf zu Internationalen Anti-Atom-Sommer 2017

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Wir rufen 2017 einen internationalen Anti-Atom-Sommer aus! In verschiedenen Ländern bereiten Initiativen und Organisationen Aktionen, Camps und andere Treffen im Kampf gegen die immer noch mächtige Atomindustrie vor. Da vereinzelt agierende Gruppen alleine nicht in der Lage sein werden, den herrschenden Regierungen und mächtigen Konzerne etwas Wirkungsvolles entgegenzusetzen, wollen wir unsere Kampagnen und Aktionen verknüpfen, um die Auseinandersetzungen gegen die Atomwirtschaft zu stärken. Es wird diesen Sommer vielfältige Veranstaltungen geben, die diese Sache aus verschiedenen Blickwinkeln mit unterschiedlichen Mitteln angehen. Für jed*e sollte etwas passendes dabei sein…

 

Erfahre mehr auf der Webseite zum Aufruf, einschliesslich einer Liste der Aktivitäten:

http://actionsummer.nuclear-heritage.net

 

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  1. Gorleben: Kulturelle Widerstandspartie

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Für den 2. Juni laden wir euch ins „Belugadreieck“ vor dem „Erkundungsbergwerk“ (Atommülllager) Gorleben ein. Wir laden euch ein, am Ort der Empörung mit uns bunt, frech und widerständisch zu sein.

Mehrere Gruppen werden sich und ihre Aktivitäten vorstellen. Schließt euch der Bewegung an! Außerdem gibt es Musik, Essen, „XBOX – strahlende Musikvideoclips“, viele Traktoren der Bäuerlichen Notgemeinschaft und noch mehr.

Weitere Informationen gibt es hier:

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=17982

 

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  1. Kettenreaktion Tihange

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Am 25. Juni 2017 findet die Menschenkette zur sofortigen Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 statt. Wir Menschen aus drei Ländern mit unterschiedlichen Sprachen protestieren gemeinsam Hand in Hand für unser Ziel. Mit der Menschenkette setzen wir zu Zehntausenden ein weithin sichtbares Zeichen gegen die Gefährdung von Millionen Menschen in Europa. Jeder Meter zählt! – Wir brauchen dich! Nur zusammen können wir die Kettenreaktion Wirklichkeit werden lassen.

Hier gibt es mehr Informationen:

https://www.chain-reaction-tihange.eu/en/

 

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  1. Internationales Aktionscamp: Stoppt die neue Atombombe der USA

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Zusammen können wir die geplante Atombombe stoppen! Bitte schließt euch unserer Kampagne an, die vorhandenen US-Atomwaffen zurück nach Hause zu schicken und uns gegen die neue B61-12-Atombombe zu organisieren, die bis 2020 in den USA gebaut und in fünf europäischen Ländern gelagert werden soll: Italien, Belgien, den Niederlanden, der Türkei und Deutschland.

Wir laden Anti-Atom-, Umwelt- und Friedensaktivist*innen aus Europa und den USA in unser Camp am Haupttor der Militärbasis in Büchel ein.

Die internationale Aktionswoche ist Teil unserer zwanzig Aktionswochen von 26. März bis zum 9. August. Die zwanzig Wochen stehen für die zwanzig B61-H-Bomben in Büchel. Zu unserem Friedenscamp gehören Netzwerkarbeit, Mahnwachen und gewaltfreier ziviler Widerstand. Mit dieser internationalen Woche tun wir uns erstmals mit dem Anti-Atom- Widerstand in den USA, dem Land, in dem die Bombe gebaut wird, zusammen.

Mehr erfahrt ihr hier:

https://buechel-atombombenfrei.jimdo.com/international/international-action-camp/

 

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  1. Sommercamp gegen Atomkraft mit dem Schwerpunkt Uran und neue    Reaktoren/Laufzeitverlängerungen

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Wie bereits angekündigt wird vom 17. bis 23. Juli 2017 ein internationales Camp in Döbeln, Sachsen, stattfinden. Bisher haben über 40 Personen aus 15 Ländern ihre Teilnahme angekündigt. Wir rechnen damit, dass diesen Sommer etwa 60 bis 100 Organisator*innen, Aktivist*innen und andere Interessierte zusammenkommen, um einander kennenzulernen, Informationen über Atomangelegenheiten in ihren Regionen, Kampagnen und Aktionen zu geben und das Netzwerk von Anti- Atom-Gruppen und -Initiativen zu stärken. Es wurden zwei Schwerpunkte

ausgewählt: die Urankette, die auch alle Themen im Bereich Atomkraft miteinander verbindet, und der Bau neuer Reaktoren sowie die Laufzeitverlängerung alternder Atomkraftwerke.

Besonders in diesen zwei Hauptbereichen werden Vertreter*innen von Organisationen, die zu diesen Themen arbeiten, Wissen über Atomanlagen, -unternehmen und -politik teilen. Sie werden ihre Kampagnen und Projekte vorstellen und neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und Aktivist*innen suchen, um die Fähigkeiten der Bewegung im Kampf gegen die weltweite Atomindustrie zu stärken. Wenn ihr teilnehmen möchtet, meldet euch bitte unter „summercamp AT nuclear-heritage DOT net“ an. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Camps:

http://camp2017.nuclear-heritage.net

 

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  1. Frankreich: Festival Les Bure’lesques

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Vom 11. bis zum 13. August 2017 findet im französischen Bure am Standort eines geplanten Atommülllagers ein informatives, fröhliches und originelles Festival statt, das für alle offen ist – Familien, FreundInnen, Menschen aus der Umgebung und von weiter weg. Das tiefengeologische Lager für Atommüll, das in der Region entstehen soll, heißt „Cigéo“ und wird trotz beispielloser Risiken und gegen den Rat Tausender GegnerInnen geplant, darunter AnwohnerInnen, die nie in die Entscheidung einbezogen wurden. Bei seinem Bau käme es zu einer nicht rückgängig zu machenden Mutation des Wohngebietes zu einer riesigen radioaktiven Müllhalde.

Mehr erfahrt ihr hier:

http://burestop.free.fr/spip/spip.php?article790

 

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  1. Deutschland: Ostermarsch in Gronau und Jülich

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Mehrere Gruppen rufen für Karfreitag, 14. April, zu einem überregionalen Ostermarsch in Gronau und Jülich auf. Die Demonstration beginnt um 13:00 Uhr vor dem Gronauer Bahnhof und endet an der Urananreicherungsanlage. Von dort aus transportiert ein Shuttlebus die Teilnehmenden zum Bahnhof zurück. Um 14:00 Uhr beginnt eine Mahnwache am Forschungszentrum Jülich vor dem Haupttor des Zentrifugenunternehmens ETC, eines Gemeinschaftsunternehmens von Urenco und Areva. Durch die Lieferung von Zentrifugen entwickelt und fördert ETC Wissen über die Urananreicherung und bietet so auch die Möglichkeit einer militärischen Nutzung.

Angesichts der jüngsten Debatten über den geplanten Betriebsbeginn eines riesigen Uranmüll-Lagers in Gronau, während gleichzeitig Politiker*innen über eine mögliche Schließung der Urananreicherungsanlage diskutieren, aber auch angesichts internationaler Rufe nach einer atomaren Wiederaufrüstung sind die Aktionen in Gronau und Jülich von großer Bedeutung.

Weitere Informationen:

http://www.ostermarsch-gronau.de

 

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  1. Slowenische Umweltschutzbehörde: Keine UVP für Laufzeitverlängerung des AKW Krško erforderlich

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Am 20. Februar 2017 veröffentlichte die slowenische Umweltschutzbehörde das Fazit ihres Untersuchungsverfahrens, mit dem festgestellt werden sollte, ob für die Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Krško eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig sei.

Sie kam zu dem Schluss, eine UVP sei nicht erforderlich. Die Untersuchung erfolgte nach Hinweisen einer Gruppe von Umwelt-NGOs auf die 2012 von der Atomsicherheitsadministration vorgenommene Laufzeitverlängerung des AKW Krško von 40 auf 60 Jahre.

In die Untersuchung der Umweltbehörde wurden verschiedene Stellen involviert, die alle der Meinung sind, eine Laufzeitverlängerung des AKW Krško um 20 Jahre habe keine Umweltauswirkungen. Aufgrund dieser Meinungen wurde entschieden, keine UVP durchführen zu lassen. Gegen diese negative Entscheidung legte eine Gruppe von Umwelt-NGOs (Focus, PIC, Umanotera, SE-F) am 6. März 2017 Berufung ein und begründete dies unter anderem mit dem Verstoß gegen die Aarhus- und die Espoo-Konvention.

 

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  1. Tschechischer Staat beendet an 7 Standorten geologische Gutachten und Ausgleichszahlungen

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Entsprechend den Einwendungen von Gemeinden und Vereinen hat das Umweltministerium (MŽP) beschlossen, die Erkundungsgenehmigungen für geologische Arbeiten im Rahmen der Standortsuche für ein Tiefenendlager nicht um zwei Jahre zu verlängern, wie es die Behörde für Endlager für radioaktive Abfälle (SÚRAO) verlangt hatte. Grund dafür ist, dass die Erkundungsgenehmigungen am 31. Dezember 2016 abgelaufen war und SÚRAO den Antrag auf Verlängerung zu spät eingereicht hatte. Damit darf SÚRAO seit dem 1. Januar 2017 keine der zuvor genehmigten geologischen Arbeiten in den Anlagen mehr durchführen.

Den ganzen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/The_state_stopped_geological_surveys_and_the_payment_of_financial_compensation_in_7_sites

 

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  1. Verhandlungen mit ausländischen Anbietern über den Bau von Atomreaktoren in der Tschechischen Republik

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Zwischen dem 26. Januar und dem 10. Februar 2017 fanden Beratungen mit sechs Bewerbern für den Bau von Reaktoren im Land statt. Bei den Verkäufern handelt es sich um folgende Unternehmen: ATMEA (gemeinsames Projekt von Mitsubishi und AREVA NP), China General Nuclear Power Corporation, AREVA NP/Electricité de France, Korea Hydro and Nuclear Power (Tochtergesellschaft der Korea Electric Power Corporation), Rosatom State Atomic Energy Corporation (Russland) und Toshiba/Westinghouse Electric Company (USA).

Die Verhandlungen gingen einer Ausschreibung voran, ohne die die Tschechische Republik (anders als Ungarn) die Generation-3+-Reaktoren nicht bauen lässt. Diese wurde aber noch nicht angekündigt. Zuerst will die Tschechische Republik bei der EU eine Freistellung beantragen, um das Gesetz über das öffentliche Beschaffungswesen nicht in vollem Umfang anwenden zu müssen.

Den ganzen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Negotiations_with_foreign_vendors_on_the_construction_of_nuclear_reactors_in_the_Czech_Republic

 

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  1. Auf dem Weg zum Weltsozialforum gegen Atomkraft 2017

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Seit dem ersten Weltsozialforum (WSF) in Porto Allegre 2001 ist die Antiglobalisierungsbewegung gewachsen und stärker geworden. Mehrere WSF haben stattgefunden: in Lateinamerika, in Asien, in Afrika und im August 2016 in Nordamerika. Neue Themen haben die Dynamik bereichert.

2013 und 2015 waren Atomangelegenheiten Thema mehrerer Workshops, und im Frühjahr 2016 wurde in Tokio das erste Sozialforum gegen Atomkraft veranstaltet, bei dem der „Aufruf für ein Netzwerk für eine Welt ohne Atomkraft“ veröffentlicht wurde. In Montréal fand im Rahmen des WSF das zweite Forum gegen Atomkraft statt. Da Frankreich das im Verhältnis zur Anzahl der Einwohner*innen am stärksten nuklearisierte Land der Welt ist, fanden französische Anti-Atom-Organisationen es wichtig, das nächste WSF gegen Atomkraft in Frankreich zu veranstalten: Es findet vom 2. bis zum 4. November in Paris statt.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Antinuclear_World_Social_Forum_2017

 

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  1. Russland: Schwimmendes Atomkraftwerk soll von Sankt Petersburg ablegen

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Im „Baltic Shipyard“ mitten in Russlands zweitgrößter Stadt, Sankt Petersburg, wurde das schwimmende Atomkraftwerk „Akademik Lomonossow“

errichtet. Es handelt sich um ein experimentelles neues Schiff mit zwei Reaktoren, das an seinem endgültigen Bestimmungsort Pewek in Tschukotka (russischer Föderationskreis Ferner Osten) betrieben werden soll. Es wurde keine grenzübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt und es ist auch keine geplant. Russische Behörden betonen, das Land habe niemals die Espoo-Konvention ratifiziert und sei daher nicht verpflichtet, seine Nachbarländer einzubeziehen, die durch den Transport des schwimmenden AKW an seinen endgültigen Bestimmungsort im Herbst 2017 oder Frühjahr 2018 betroffen sind. Auf dem Weg wird es die Ostsee durchqueren und dabei die Territorialgewässer mehrerer anderer Länder passieren. Russland hat jedoch die Espoo-Konvention unterzeichnet und russische Dokumente empfehlen die Anforderungen dieses Vertrags gegebenenfalls zu erfüllen.

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Russia:_Floating_nuclear_power_plant_to_cast_off_from_Saint_Petersburg

 

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  1. FoE Japan: Landespolitik setzt Opfer unter Druck – sechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima

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Auch sechs Jahre nach dem Unfall am 11. März 2011 bleiben die Probleme ungelöst und wir stehen weiterhin den Folgen einer anhaltenden, beispiellosen Atomkatastrophe gegenüber. Die Folgen sind kompliziert und unterschiedlich. Die weitreichende Verstrahlung kostete Menschen, die früher die Segnungen der Natur genießen durften, das Leben und änderte die Situation Anderer in vielen Regionen dramatisch. Zu den zahllosen Folgen gehören der Verlust von Lebensgrundlagen und Lebenszielen, der Aufenthalt in überfüllten vorläufigen Notunterkünften, die Spaltung von Familien und Gemeinden, Gesundheitsrisiken und wachsende Ängste, Schikanierung und Vorurteile in den Unterkünften für Evakuierte … die Liste ließe sich fortsetzen. In einer derartigen Situation hat eine nationale Politik, die Evakuierte auffordert, im Rahmen eines „Wiederaufbaus“ nach Hause zurückzukehren, den Effekt, die Opfer der Atomkatastrophe unter Druck zu setzen.

Die vollständige Erklärung gibt es hier:

http://www.foejapan.org/en/energy/doc/170310.html

 

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  1. Übersetzung einer atomkritischen Publikation nun auch auf Ungarisch erhältlich

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Dank einer Kooperation der in München angesiedelten NGO wecf, der österreichisch-tschechischen NGO „Sonne und Freiheit“ und des in Ungarn tätigen Teams von GeniaNet.com konnte das bisher in Deutsch, Englisch, Französisch und Tschechisch publizierte Büchlein „Die Kernfrage“ nun auch in einer ungarisch-sprachigen Version produziert werden. Dank der finanziellen Unterstützung der oberösterreichischen Landesregierung für Übersetzung und Druck sollte der ungarische AKW-Widerstand damit einen wichtigen neuen Impuls erhalten und wir freuen uns auf eine Intensivierung unserer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die ungarische Ausgabe kann gegen Kostenersatz bei „b DOT riepl AT eduhi DOT at“ bestellt werden.

Kostenloser Download der ungarischen Publikation:

http://sonneundfreiheit.eu/files/nuklearis.pdf

 

Weitere Informationen:

http://www.wecf.eu/english/publications/2011/critical-questionnuclear.php

 

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  1. Veranstaltungen der nächsten Monate

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Ihr seid eingeladen, uns eure lokalen und internationalen Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!

http://upcoming.nuclear-heritage.net

 

wahrscheinlich 2017:  Castor-Proteste in Frankreich, Deutschland und Großbritannien

25.06.17:          Menschenkette gegen AKW Tihange, Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen (B, D, NL)

07.07.17-08.07.17: G20-Gipfel und Proteste in Hamburg (D)

12.07.17-18.07.17: „Internationale Woche“ mit US- und anderen Aktivist*innen, Fliegerhorst Büchel in Alflen (D)

17.07.17-23.07.17: Internationales Sommercamp gegen Atomkraft 2017 in Döbeln (D)

31.01.17-06.08.17: war-starts-here-Camp beim Gefechts-Übungs-Zentrum Altmark (GÜZ), Potzehne in der Colbitz-Letzlinger-Heide (D)

07.08.17-16.08.17: Internationalistisches Sommercamp gegen Atomkraft und Free Flow Festival in Gedelitz (D)

11.08.17-13.08.17: Festival Les Burlesques in Bure (F)

02.11.17-04.11.17: Weltsozialforum gegen Atomkraft 2017 in Paris (F)

06.11.17-17.11.17: Weltklimagipfel und Proteste in Bonn (D)

 

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Castor_Resistance_in_Germany_2017

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Tihange_Humain_Chain

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/G20_-_July_7/8,_2017_in_Hamburg

https://buechel-atombombenfrei.jimdo.com/kalender/

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Anti-nuclear_summer_camp_2017

http://www.war-starts-here.camp

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Internationalistic_Anti_Nuclear_Summer_Camp_and_Free_Flow_Festival

http://burestop.free.fr/spip/spip.php?article790

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Antinuclear_World_Social_Forum_2017

 

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  1. Was sind die NukeNews?

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Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem Laufenden halten.

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail an „newsletter AT nuclear-heritage DOT net“. Der Text sollte sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen.

Die Deadline für die 25. Ausgabe der NukeNews ist der 18. Juni 2017.

 

Erfahre mehr und mache die NukeNews bekannter:

http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET

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ger-nukenews Newsletter

 

Netzwerk & Kampagne:

http://NUCLEAR-HERITAGE.NET

 

BI Umweltschutz: Willkommen zur Kulturellen Landpartie!

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

 

Pressemitteilung 21.05.2017

bi umweltschutz castor antiatom

 

Vom 25.05.2017 – 05.06.2017 ist es wieder soweit, die Kulturelle Landpartie öffnet ihre Pforten!

 

Auch für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) heißt es dann: Willkommen an unserem Wunde(n)rPunkt! Wie in den vergangen Jahren wird es wieder einen Kristallisationspunkt geben, wie gehabt am Freitag vor Pfingsten an den Atomanlagen in Gorleben.

Mit diesem Anti-Atom-Festival erinnern wir daran, dass der Atomausstieg in Deutschland nicht unter Dach und Fach ist. Und Gorleben hat sich als Endlagerstandort noch lange nicht erledigt.

Aber auch abseits der Großveranstaltung gibt es zum Thema Gorleben allerhand zu sehen! Die Wunderpunkte selbst setzen sich fortwährend an ihren Orten mit dem Thema Gorleben und Atomkraft auseinander. Im Reisebegleiter der Kulturellen Landpartie, der im KLP Büro bestellt werden kann (5€+Versand), findet man alle Informationen zu den einzelnen Punkten mit Programm und vielen Hintergrundinformationen.

Dank der Unterstützung durch die Wunderpunkte finden BesucherInnen auch in diesem Jahr an über 50 Orten die BI-Infokiste. Die kleine, aber feine Holzkiste bietet eine Auswahl an aktuellen und grundsätzlichen Informationen zur Gorleben Auseinandersetzung. Pins, Buttons, Aufkleber und kleine Accessoires runden das Angebot ab und bieten allerorts einen schnellen Zugriff auf Informationen.

 

Infozelt auf der Mützingenta und Gorleben Rundschau ganz groß

Das große BI- Infozelt auf der Mützingenta in Mützingen bietet einen täglichen (11h-19h) Anlaufpunkt für Interessierte. Ebenfalls täglich präsentiert sich die Gorleben Rundschau, das Magazin der BI, an einem eigenen Wunderpunkt. Im politischen Teil des neuen Wunde.r.punkts in Neu Darchau werden zwei Ausstellungen gezeigt: Während ein Zeitstrahl die 40-jährige Geschichte der Auseinandersetzungen im Wendland Revue passieren lässt, werden in der „größten Gorleben Rundschau aller Zeiten“ die geologischen Mängel des Salzstocks Gorleben-Rambow aufgezeigt. „Um Gorleben im Pool möglicher Standorte halten zu können, wurden die Kriterien der vorgeblich neuen Endlagersuche daran ausgerichtet, was im Wendland vorgefunden wurde“, sagt der verantwortliche Redakteur der Rundschau, Andreas Conradt. „Schon insofern ist das künftige Suchverfahren durch die hier bestehenden Mängel vergiftet.“ Umso wichtiger sei es, die Unzulänglichkeiten unter Tage immer wieder zu benennen. Die Gorleben Rundschau wird regelmäßig von der BI herausgegeben und in Neu Darchau produziert. Am Wunde.r.punkt kann zudem in älteren Ausgaben geschmökert werden.

 

An den Atomanlagen

An den Atomanlagen Gorleben herrscht nicht nur zur Widerstandspartie reges Treiben. An den Wochenenden könnt ihr Euch zu allgemeinen und Fachvorträgen dort einfinden. Die BI und ihre Fachgruppen informieren dann direkt am Ort des Geschehens über die Probleme. Hier finden Sie/findet ihr die Themen und Termine:

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=18523

 

Die BI gastiert auch an anderen Orten:

Di. 30.05.17 – 18.30h – Politischer Wunderpunkt Klein Witzeetze 6 Die „Öko-Politfilmreihe“, eine Kooperation des Kulturvereins Platenlaase und der BI, gastiert mit einer Filmvorführung. Um 18.30h läuft dort der Film „Seefeuer“. Eintritt frei – Hutkasse geht rum.

 

Mi. 31.05.2017 – 15.30h – Wunderpunkt Zadrau „Alte Schule“ Vortrag und Diskussion – „Gorleben oder wie wir den Deckel endgültig draufmachen“ Lokale Standortinitiative trifft weltweiten Anti Atom Widerstand.

Input von und Diskussion mit Kerstin Rudek und Günter Hermeyer von der BI.

.ausgestrahltNews | Abschalten ist die einzige Versicherung!

.ausgestrahlt-Newsletter
11. Mai 2017
es schreibt Jochen Stay

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Liebe/r Anti-Atom-Koordination Berlin,

vor kurzem haben sich die Gemüter in den Kommentarspalten verschiedener deutscher Zeitungen erregt. Grund waren die Ergebnisse einer Studie zur Deckung der Folgekosten im Falle eines Super-GAUs in Europa. Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kommt im Auftrag von Greenpeace Energy zu dem Ergebnis, dass die Kosten bei 100 bis 430 Milliarden Euro lägen. Die Empörung Vieler gilt aber nun weniger dieser gigantischen Summe und den immensen Risiken, als der Information, dass die Deckungsvorsorgen in anderen europäischen Ländern wesentlich geringer sind als in hierzulande. Auch sind Deutschland und die Schweiz die einzigen europäischen Atomstaaten, in denen die Betreiberkonzerne mit ihrem Gesamtvermögen haften.

Es stimmt, während in Deutschland Versicherungen eine Deckungsvorsorge in Höhe von 2,5 Milliarden bereitstellen, sind die Unfallkosten in den meisten europäischen Atomstaaten nur in Höhe dreistelliger Millionenbeträge abgedeckt. Im Verhältnis zu den Unfallkosten ist aber auch die hiesige Vorsorge absolut lächerlich: Da hilft es auch nicht, dass die Haftpflicht der Betreiberkonzerne unbegrenzt ist, denn da ist bekanntlich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage immer weniger zu holen. Auch der Verweis darauf, dass die Bundesrepublik ja ab 2022 im Gegensatz zu vielen seiner Nachbarn kein Gefährderstaat mehr sei, ist absolut unangebracht. Fakt ist, dass auch Deutschland bei zunehmenden Unfallrisiko bis 2022 an jedem einzelnen Tag die Risiken und Folgen eines Super-GAUs in Kauf nimmt und damit auch Staaten gefährdet, die sich bewusst gegen die Atomkraft entschieden haben. Dies geschieht zudem ohne Not – denn der sofortige Ausstieg wäre ohne Weiteres möglich.

Anstatt also gegenseitig mit dem Finger aufeinander zu zeigen, wäre es angebracht, endlich zuzugeben, dass die Risiken der Atomkraft nirgends tragbar sind – wirtschaftlich nicht und menschlich schon gar nicht. Gegen die Gefahren der Atomkraft gibt es nur eine Versicherung: Abschalten!


Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Wasseraktionstag am und auf dem Neckar am 21. Mai
2. Erinnere Robert Habeck an sein Brokdorf-Versprechen!
3. Neu im .ausgestrahlt-Shop
4. .ausgestrahlt beim Kirchentag vom 25. bis 27. Mai
5. Kulturelle Widerstands-Partie in Gorleben am 2. Juni
6. Neuer .ausgestrahlt-Podcast: AKW-Sicherheit
7. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand


Herzliche Grüße

Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

 

1. Wasseraktionstag am und auf dem Neckar am 21. Mai

Am Sonntag den 21. Mai startet um 12 Uhr in Kirchheim/Neckar eine Wasser- und Land-Demo gegen die geplanten Castor-Transporte. Kanus, Boote und Fahrräder werden am AKW Neckarwestheim vorbei flussabwärts bis Lauffen paddeln, rudern und radeln und so entlang des gesamten letzten Streckenabschnitts gegen die sinnlose und gefährliche Atommüll-Verschiebung protestieren. Bring ein Wasserfahrzeug oder Fahrrad mit und lass die Demo laut und bunt werden! Weitere Infos findest Du hier.


2. Erinnere Robert Habeck an sein Brokdorf-Versprechen!

Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck hat versprochen, das AKW Brokdorf erst wieder ans Netz zu lassen, wenn die Ursachen für die Brennelemente-Schäden im Reaktor aufgeklärt und beseitigt sind. .ausgestrahlt hat deshalb schon vor der Wahl im nördlichsten Bundesland der taz Nord eine Postkarte an Habeck beigelegt, mit der ihn viele Menschen an sein Versprechen erinnert haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Umweltminister auch in einer neuen Landesregierung im Amt bleibt, ist hoch. Deshalb bestelle jetzt Postkarten an Habeck im .ausgestrahlt-Shop, damit er nach der Wahl so handelt, wie vor der Wahl versprochen.


3. Neu im .ausgestrahlt-Webshop

Neu: Plakatserie zu Gundremmingen
Der Fotograf Alexander Tetsch stellt Bildern aus der Sperrzone um Tschernobyl analoge Situationen aus der (noch unverstrahlten) Umgebung des AKW Gundremmingen gegenüber.
Die sechs Bilderpaare führen auf drastische und anschauliche Weise vor Augen, welche Folgen ein schwerer Atomunfall für die ganze Region hätte. Die Ausstellung (6 Plakate in A2) ist für alle Orte mit Publikumsverkehr geeignet.

Neu: Flyer „Gorleben – Trügerische Ruhe“
Es ist nicht vorbei – der Standort Gorleben bleibt im Spiel. Einen Überblick zur Geschichte und der Situation heute gibt das druckfrische kostenlose .ausgestrahlt-Faltblatt, das Du auch in größeren Mengen zum Verteilen bestellen kannst.

Neu: Swetlana Alexijewitsch: „Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft“
Die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch gilt als wichtigste Zeitzeugin der postsowjetischen Gesellschaft. Über viele Jahre hat sie mit Menschen gesprochen, für die die Katastrophe von Tschernobyl zum zentralen Ereignis ihres Lebens wurde. Entstanden sind eindringliche Porträts, die ungeheure Nähe zu den Betroffenen aufbauen und von höchster Sensibilität und journalistischer Perfektion zeugen. Das Taschenbuch kostet 9,99 € 

Alle neuen Produkte (und viele weitere) findest Du im .ausgestrahlt-Webshop.


4. .ausgestrahlt beim Kirchentag vom 25. bis 27. Mai

Atommüll, Gorleben und die neue Standortsuche für ein Atommüll-Lager sind Thema
beim .ausgestrahlt-Stand auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin (25.–27.5.,
„Markt der Möglichkeiten“, Halle 2.2–H20). Außerdem ist dort eine gute Gelegenheit, mit
.ausgestrahlt-Aktiven persönlich ins Gespräch zu kommen.


5. Kulturelle Widerstandspartie in Gorleben am 2. Juni

Am 2. Juni findet die Kulturelle Widerstandspartie in Gorleben statt – wie immer bunt, frech und widerständisch. Los geht es ab 14 Uhr bei den Gorlebener Atomanlagen. .ausgestrahlt informiert dort über die Fehler der neuen Standortsuche. Bei der Kulturellen Landpartie (KLP) im Wendland vom 25. Mai bis zum 5. Juni ist .ausgestrahlt ebenfalls mit Informationen in Klein Witzeetze und Göttien vor Ort. Programminfos zur KLP und zur Widerstandspartie in Gorleben gibt’s hier.


6. .ausgestrahlt-Podcast #6: Die Sicherheitslüge

Der sechste .ausgestrahlt-Podcast ist online. Die Audio-Podcasts sind für .ausgestrahlt eine relativ neue Form atomkritischen Inhalten „Gehör“ zu verschaffen. Du kannst die auf der .ausgestrahlt-Website bereitgestellten Audio-Dateien jederzeit abrufen oder auch abonnieren. Der neueste Podcast behandelt das Thema AKW-Sicherheit.


7. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

In den letzten Newsletter hat sich ein Fehler eingeschlichen. Die acht Aktiven gegen Uranbergbau aus Tansania wurden nicht in Mali, sondern in Malawi inhaftiert.

Vom 9. bis 26. Juni findet auf Mosel und Rhein von Trier bis nach Köln eine Floßtour gegen Atomtransporte statt. Infos findest Du hier.

Weitere Aktionen im Anti-Atom-Sommer 2017 im Überblick.

Die Bewegungsstiftung, von der auch .ausgestrahlt schon mehrmals gefördert wurde, feiert ihren 15. Geburtstag – aus guten Gründen. Du findest sie hier.

Das Aktionsbündnis „Bielefeld steigt aus“ hat den „Not-Ausschalter“ für das AKW-Grohnde drücken lassen. Impressionen.

Spannende Texte zur aktuellen Situation in Fukushima bietet die aktuelle Ausgabe der „anti atom aktuell“. Bestellen kannst Du das Magazin (aaa, Nr. 265) hier.

 

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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen Atomkraftgegner*innen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.

Protest: Mit Pauken und Trompeten gegen die Atomlobby! ATOMFORUM ENDLICH ABSCHALTEN!

 

Atomlobby abschalten antiatom

 

Am 16. und 17. Mai 2017 veranstalten das Deutsche Atomforum und die Kerntechnische Gesellschaft ihre „48. Jahrestagung Kerntechnik“ im „Estrel Convention Center Berlin“. Dort werden die wichtigsten Lobbyisten der Atomindustrie über neue Atomkraftwerksgenerationen und die Möglichkeiten für den weltweiten Ausbau der unverantwortlichen Atomnutzung reden.

 

Dabei erhalten sie über staatliche Forschungsprogramme Milliarden von Euro Subventionen, Steuern werden abgeschafft und über die Europäische Union sowie den EURATOM-Vertrag versuchen sie, den Bau von neuen Atomreaktoren massiv voranzutreiben.

 

Wir stellen uns diesen Plänen entgegen. „Mit Pauken und Trompeten“ fordern wir: Atomforum endlich abschalten! Wir wollen in Berlin kein Forum für den Ausbau von Atomanlagen.

 

 

 

Wir fordern:

 

  • Für eine dezentrale, demokratische, soziale und ökologische Energiewende!
  • Sofortige Abschaltung aller Atomanlagen weltweit!
  • Auflösung von EURATOM!
  • Atomforum endlich abschalten!

 

 

Wir treffen uns:

Dienstag, 16. Mai 2017

Uhrzeit: 18.00 Uhr

Vor dem Estrel Convention Center (Berlin-Neukölln, Sonnenallee 225, Nähe S-Bhf. Sonnenallee)

 

 

NaturFreunde Berlin

Anti Atom Berlin