.ausgestrahltNews | Film ab: AKW Gundremmingen off!

.ausgestrahlt-Newsletter
14. September 2017
es schreibt Angela Wolff

Lesen, handeln und weiterschicken!

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Liebe/r Anti-Atom-Aktive,

die Bundestagswahl rückt näher. Spätestens jetzt sollten die Politikerinnen und Politiker, die in der kommenden Legislaturperiode umweltpolitische Verantwortung für dieses Land übernehmen wollen, eine Sache auf dem Zettel haben: Das endgültige Abschalten des Atomrisikos von Gundremmingen! Beide Reaktoren, B und C, müssen in 2017 vom Netz genommen werden, lautet die Botschaft, zu der .ausgestrahlt in Zusammenarbeit mit dem Umweltinstitut München und der IPPNW jetzt auch einen Film gemacht hat.

Als Newsletter-Leser*in gehörst Du zu den ersten, die den einminütigen „B-und-C-Abschalten“-Clip zu sehen bekommen und ihn dann hoffentlich mit vielen Menschen teilen. Die Premiere ist nämlich genau jetzt hier.

Stopp! – bevor Du Dir den Film ansiehst, nimm Dir doch bitte noch kurz Zeit für

weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar
4. Gefälschte Sicherheitsnachweise: Welche Atomanlagen sind betroffen?
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Herzliche Grüße

Angela Wolff
und das ganze .ausgestrahlt-Team
1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September

„Große Worte“ sind zu Wahlkampfzeiten nicht selten. Am 17. September kommen sie aber in ganz besonderer Form und nicht aus den Mündern von Politiker*innen. Mit einer pressebegleiteten Protestaktion vor dem AKW Gundremmingen lenken .ausgestrahlt, das Umweltinstitut München und die Mahnwache Gundremmingen die Aufmerksamkeit ein weiteres Mal auf das, was laut Umfrage die absolute Mehrheit der Bayer*innen fordert: AKW Gundremmingen abschalten! Wenn Du am Sonntagvormittag in der Gegend bist, komm doch vorbei. Die Aktion startet gegen 11.30 Uhr und wird ca. eine Stunde dauern.
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award

Das .ausgestrahlt-Team jubelt, denn Jochen Stay wird morgen in Basel mit dem Nuclear-Free Future Award (NFFA) ausgezeichnet. Jochen erhält den Preis in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Nuclear-Free Future Award wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen. Die Preisverleihung ist öffentlich und beginnt um 18.30 Uhr im Kollegienhaus der Universität Basel. Hier die .ausgestrahlt-Presseerklärung dazu, auch mit Infos zum NFFA 2017 und zu den weiteren Preisträger*innen.

Und falls Du den (undotierten) Preis für Jochen noch aufwerten möchtest, kannst Du hier – wenn Du es noch nicht bist – Förderin oder Förderer von .ausgestrahlt werden.
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar

Der dritte von insgesamt fünf geplanten Castor-Transporten auf dem Neckar wird voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte stattfinden –  sehr wahrscheinlich wieder an einem Mittwoch. EnBW hat vorgestern bereits drei leere Castorbehälter zur Beladung nach Obrigheim verschiffen lassen. Das Beladen dauert ca. zwei bis drei Wochen. In der vergangenen Woche wurde der zweite Castor-Transport erneut von Protesten begleitet und diese fanden viel Beachtung in den Medien.
4. Fehlende Sicherheitsüberprüfungen: Welche Atomanlagen sind betroffen?

Ein Angehöriger der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) hat über Jahre hinweg bewusst Sicherheitsunterlagen von Mitarbeiter*innen manipuliert. Im .ausgestrahlt-Blog kannst Du nachlesen, wie es möglich sein konnte, dass Personen ohne behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung in sensiblen Bereichen von Atomanlagen gearbeitet haben und warum der Skandal nicht nur Jülich, sondern Atomanlagen im gesamten Bundesgebiet betrifft.

Du wohnst in der Nähe einer Atomanlage und fragst Dich, ob dort ebenfalls Personen mit gefälschten Sicherheitsunterlagen gearbeitet haben? Frag doch einmal bei der zuständigen Landesatomaufsicht nach; die Adresse findest Du hier.

Wir sammeln Infos zu den Vorfällen und würden uns freuen, wenn Du uns auch das Ergebnis Deiner Nachforschungen mitteilst. Am liebsten per E-Mail an:
info@ausgestrahlt.de.
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop

Endlich da: Tabletten „GundremmingenAkut“

Eine Geduldsprobe lang haben wir auf die Lieferung der GundremmingenAkut-Tabletten gewartet. Jetzt sind sie endlich da: 18 Pfefferminz-Dragees in Jodtabletten-Aufmachung. Natürlich mit Beipackzettel zu den Risiken und Nebenwirkungen des AKW Gundremmingen.
Großen Dank an alle, die gemeinsam mit uns geduldig geblieben sind!

WICHTIG: „GundremmingenAkut“ erhöht die Aufmerksamkeit vor dem Störfall – bei einem Super-GAU helfen die Pillen ebenso wenig wie Jodtabletten.

Passend für unterschiedlich große Geldbeutel: „GundremmingenAkut“-Tabletten zum ermäßigten Preis (1 Euro), zum normalen Preis (1,50 Euro) oder zum Soli-Preis (2 Euro).
Neu: Bernward Janzing:  „Vision für die Tonne“

Bernward Janzing dokumentiert den jahrzehntelangen Widerstand gegen Atomkraft in Mitteleuropa. Auf seiner „Reise“ durch anti-atombewegte Zeiten begegnet er außergewöhnlichen Charakteren, deren Geschichten er in seinem Buch festhält.
Alle neuen Produkte (und viele weitere) findest Du im .ausgestrahlt-Webshop.
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Die Umweltorganisation Robin Wood sucht zum 1. Dezember 2017 eine*n Energiereferenten*in. Ausführliche Informationen findest Du in der Stellenausschreibung.

Das Standardwerk zur weltweiten Entwicklung der Atomkraft ist neu erschienen. Die 2017er-Ausgabe des „World Nuclear Industry Status Report“ findest Du hier.

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„Großbuchstaben bringen es auf den Punkt: Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten!“

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Mahnwache Gundremmingen Umweltinstitut München

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Gemeinsame Presse-Einladung

 

Protestaktion am AKW Gundremmingen

am Sonntag, dem 17. September, um 11.30 Uhr

 

„Großbuchstaben bringen es auf den Punkt:

Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten!“

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Vorfeld der Bundestagswahl werden Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner vor dem AKW Gundremmingen ihre Forderung, beide Reaktorblöcke noch in diesem Jahr abzuschalten, mit einer bildmächtigen Aktion verdeutlichen. Mit großen Buchstaben werden die Aktiven vor der Kulisse des Atomkraftwerks einen Slogan bilden.

Den genauen Ort der Protestaktion finden Sie hier:

https://www.ausgestrahlt.de/akw-gundremmingen/aktionskarte

 

Jochen Stay erhält den Nuclear Free Future Award

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

 

Hamburg, 12. September 2017

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Preisverleihung am Freitag in Basel

Am Freitag erhält  der Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt Jochen Stay in Basel den „Nuclear Free Future Award“ in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Preis wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen.

Die weitere Preisträgerinnen und Preisträger in diesem Jahr sind:

Almoustapha Alcahen, Niger (Kategorie Widerstand) Janine Allis Smith und Martin Grant Forwood, Großbritannien (Aufklärung) Hiromichi Umebayashi, Japan (Lösungen) Die Unermüdlichen der Schweizer Anti-Atom-Bewegung (Besondere Anerkennung)

 

Auszug aus der Begründung für die Nominierung:

„Jochen Stay ist seit 30 Jahren im Widerstand gegen die Atomkraft aktiv, schwerpunktmäßig im Widerstand gegen Atommüll-Projekte und -Transporte.

Von Wackersdorf über Neckarwestheim, Biblis, Brokdorf, Ahaus bis Gorleben und an vielen anderen Standorten hat er seine Spuren hinterlassen.

Nach dem Aus von Wackersdorf hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Anti-Atom-Bewegung den Widerstand gegen die Castor-Transporte zu den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield zu ihrem Schwerpunktthema gemacht hat. Dadurch konnte die Zahl der dort ankommenden Brennelemente deutlich reduziert werden.

Ab 1992 hat er im Wendland an entscheidender Stelle dazu beigetragen, die Castor-Transporte nach Gorleben zum Symbol in der Auseinandersetzung um Atommüll und Atomkraft zu machen. Als ein maßgeblicher Stratege im Hintergrund und eine hörbare öffentliche Stimme des wendländischen Widerstands hat er damit den Gorleben-Konflikt bundesweit neuen Generationen zugänglich gemacht – und gleichzeitig die anderen Standorte nie vernachlässigt. Nur 13 Transporte nach Gorleben konnten durchgesetzt werden. Seit 2011 gilt ein Transportestopp.

Das von ihm mitentwickelte Mobilisierungs- und Blockadekonzept von X-tausendmal quer hat zu den größten und langanhaltendsten Sitzblockade-Aktionen in der Geschichte der Anti-Atom-Bewegung geführt.

Die Ideen und Konzepte von X-tausendmal quer wurden von vielen anderen Protestbewegungen national und international aufgegriffen.

Mit dem Aufbau der Organisation .ausgestrahlt konnte Jochen Stay ab 2008 maßgeblich zur Renaissance der Anti-Atom-Bewegung beitragen. Mit seinem Optimismus, seinem Gespür für politische Chancen, seiner Hartnäckigkeit und seiner Tatkraft hat er selbst fast aussichtlos erscheinende Projekte wie die 120 km lange Menschenkette von Brunsbüttel nach Krümmel im Jahr 2010 zu einem großen Erfolg geführt.

 

Nach Fukushima war .ausgestrahlt gewissermaßen die Koordinationsstelle und eine wesentliche Stimme der Anti-Atom-Bewegung in Deutschland.

Innerhalb von zwei Wochen wurden zusammen mit zahlreichen Bündnispartnern vier parallele Großdemonstrationen mit insgesamt 250.000 Menschen organisiert. Über Monate folgten weitere Großproteste und nach einem Aufruf von .ausgestrahlt wöchentliche Mahnwachen in über 700 Städten. Nur durch den anhaltenden Protest ist es gelungen, der Bundesregierung die Stilllegung von acht Atomkraftwerken abzutrotzen. In keinem anderen europäischen Land gab es nach Fukushima eine ähnliche Entwicklung.

In der seither wieder kleiner gewordenen Bewegung ist .ausgestrahlt und sein Sprecher Jochen Stay ein wesentlicher Akteur, der das Thema in der Öffentlichkeit hält und weiter für einen schnelleren Atomausstieg kämpft. Für viele AtomkraftgegnerInnen ist .ausgestrahlt heute ein bedeutsamer  Wächter, der darauf achtet, was atompolitisch schief läuft und wo es gilt, seine Stimme zu erheben.

Natürlich hat Jochen Stay keines dieser Projekte alleine umgesetzt, sondern es waren immer viele unterschiedliche Menschen und Organisationen beteiligt. Aber er war in vielen Fällen eine treibende Kraft. Ohne seine fast unerschöpfliche Energie, ohne seinen Widerstandsgeist, ohne seine argumentative Schärfe, aber auch seine Fähigkeit, ganz unterschiedliche Akteure in Bündnissen zu vereinen, hätte die Anti-Atom-Bewegung in Deutschland weniger erreicht.“

 

Mehr über die Preisträgerinnen und Preisträger:

http://www.nuclear-free-future.com/home/news/310-preistraeger-2017/

 

Mehr über den Preis:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nuclear-Free-Future-Award

 

atomstopp: Haftpflicht für AKW, Laufzeitverlängerungen, EURATOM

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 08.09.2017

antiakwsonne

„Zum Wahlkampfauftakt haben wir uns mit ganz konkreten antiatompolitischen Anfragen bei den Kandidat_innnen zur Nationalratswahl 2017 eingestellt – und warten nun gespannt auf die Ausführungen!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Eine Antiatompolitik, die diesen Namen auch verdient, sind uns ja so gut wie alle Regierungen der letzten Jahre schuldig geblieben. Wir wollen wissen, wer von den antretenden Parteien endlich mal mehr Biss hat und echte Ambitionen, über ein weitgehend schläfriges Sich-Räkeln auf einem ererbten fraktionsübergreifenden Antiatomkonsens hinaus zu agieren! Zu machen gäbe es viel: Neben der immer noch fehlenden Haftpflicht für AKW-Betreiber und den drohenden Laufzeitverlängerungen rund um Österreich steht für uns vor allem EURATOM und Österreichs Mitgliedschaft dabei zur Debatte!“, heben Schweiger und Egger die wichtigsten Punkte hervor.

„Einige Fraktionen haben bereits rückgemeldet, in den nächsten Tagen Stellung nehmen zu wollen. Wir freuen uns darauf, alle Antworten – aber auch allfällige Antwortverweigerungen! – noch rechtzeitig vor der Wahl in unserer neuesten Ausgabe von ‚atomstopp’ aufbereiten und in einer Auflage von rund 15.000 Stk an den Kreis unserer Unterstützer_innen versenden zu dürfen! Wir sind sicher, dass wir damit beitragen, einen klärenden Blick auf die österreichische Antiatompolitik der Zukunft zu werfen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

BBU: Minister Wenzel soll AKW Lingen 2 „das Wasser abgraben“.

BBU-Pressemitteilung
08.09.2017

bbu

Dienstag (12.9.2017) erster Erörterungstermin: Minister Wenzel soll AKW
Lingen 2 „das Wasser abgraben“.
Samstag (9.9.2017) Demonstration in Lingen

(Bonn, Lingen, 08.09.2017) Der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass das Atomkraftwerk Emsland (AKW
Lingen 2) für seinen Weiterbetrieb neue wasserrechtliche Genehmigungen
benötigt. Privatpersonen, Bürgerinitiativen und auch der BBU haben
allerdings gegen die Erteilung neuer Genehmigungen Einsprüche erhoben.
Diese sollen nun im September bei zwei Erörterungsterminen in Lingen
erörtert werden. BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz fordert, dass der
niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel die wasserrechtlichen
Genehmigungsverfahren zur Chefsache macht und dafür Sorge trägt, dass
dem Weiterbetrieb des AKW quasi „das Wasser abgegraben wird“. Am Samstag
(9.9.) findet in Lingen eine Anti-Atomkraft-Demonstration statt, die um
13 Uhr am Bahnhof Lingen beginnt.

Die bisherigen wasserrechtlichen Genehmigungen für den Betrieb des AKW
Lingen 2 laufen in wenigen Monaten aus, während das AKW nach den
offiziellen Plänen noch bis Ende 2022 am Netz bleiben soll. In den
Genehmigungen ist die bisherige Wasserentnahme aus dem
Dortmund-Ems-Kanal sowie aus dem Speicherbecken bei Geeste für den
Betrieb des AKW Lingen 2 geregelt. „Die noch amtierende rot-grüne
Landesregierung soll den Weiterbetrieb des AKW Lingen 2 über das
Wasserrecht ausbremsen“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Buchholz.

Die Erörterungstermine beginnen am 12. September bzw. am 18. September
jeweils um 10 Uhr in der Halle IV in Lingen, Kaiserstraße 10 a. Bei
Bedarf werden sie an den Folgetagen fortgesetzt, also am 13. bzw. am 19.
September. Die Termine sind nicht öffentlich, es können nur Personen
teilnehmen, die Einsprüche oder Stellungnahmen bei der zuständigen
Genehmigungsbehörde eingereicht haben; zuständig ist der
Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und
Naturschutz. Der BBU weist aber darauf hin, dass eine Teilnahme auch mit
Vollmachten ermöglicht werden kann. Wer sich von dem AKW Lingen 2 und
von den Auswirkungen der wasserrechtlichen Genehmigungen betroffen
fühlt, kann sich zum Informationsaustausch bei BBU-Vorstandsmitglied Udo
Buchholz unter 02562-23125 oder udo.buchholz@bbu-bonn.de, sowie beim BBU in der Geschäftsstelle
unter 0228-214032 melden.

Morgen (9.9.) Demonstration in Lingen

Der Atomstandort Lingen ist insgesamt heftig umstritten. Dabei steht
ebenso wie das AKW Lingen 2 die Lingener Brennelementefabrik im
Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. In dieser Fabrik werden Brennstäbe
produziert, die in zahlreichen Atomkraftwerken, so auch in Belgien, zum
Einsatz kommen. Bürgerinitiativen und Umweltverbände wie der BBU fordern
die sofortige Stilllegung dieser Anlagen und den sofortigen Exportstopp
der in Lingen produzierten Brennstäbe. Zur Teilnahme an der
Demonstration in Lingen, die am Samstag (9.9.) um 13 Uhr am Lingener
Bahnhof beginnt, rufen zahlreiche Organisationen auf. Ausführliche
Informationen dazu unter http://www.lingen-demo.de <http://www.lingen-demo.de&gt;
sowie unter http://bbu-online.de/Presse.htm.

Hintergrundinformationen zu den bevorstehenden Erörterungsterminen in
Lingen:

12.9. / ggf. auch noch 13.9.:
http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/wasserwirtschaft/zulassungsverfahren/abwasser_und_einleitungen/kernkraftwerk_emsland_kke/wasserrechtliche-bewilligung-zur-entnahme-von-wasser-aus-dem-dek-fuer-das-kke-151162.html

18.9. / ggf. auch 19.9.:
https://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/wasserwirtschaft/zulassungsverfahren/abwasser_und_einleitungen/kernkraftwerk_emsland_kke/speicherbecken_geeste_sbg/entnahme-von-wasser-aus-dem-dortmund-ems-kanal-bei-kanal-km-154218-fuer-das-speicherbecken-geeste-151839.html

 

Start der Endlagersuche: BI will nicht Staffage sein

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 4.09.2017

Mit einem „Festprogramm“ in Berlin startet die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) am Dienstag (5.9.) den angeblichen Neustart des Standortauswahlverfahrens. Die Einladung zu diesem Programm aber missfällt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI).

„Wir haben intensiv diskutiert“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, dann aber die Idee verworfen, uns mit bedruckten T-Shirts wie „Neu-Alt-Gorleben“ ins Publikum zu setzen, es erschien uns zu clownesk.“ Die Absage basiere nämlich auf der Ankündigung der BGE, dass mit der Einladung der Eindruck erweckt wurde, dass die Behördenvertreter an einem „Austausch“ mit den Anti-Atom-Initiativen interessiert seien.

Stattdessen bekamen die Frau Heinen Esser, Dr. Seeba und Prof. Dr. Lennartz als Spitze der BGE einen Brief zu lesen. Martin Donat, der BI-Vorsitzende, begründet, warum aus dem Wendland niemand in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zugegen sein wird:

„In unseren Augen kann Ihre Veranstaltung mit einer Dauer von lediglich zwei Stunden, für die Sie allein schon 8 Referate eingeplant haben, dem Anspruch auf „Austausch“ unmöglich gerecht werden – erst recht nicht bei einem Prozess mit derartig weitreichenden Folgen.

 

Dieses Format ist in unseren Augen ebenso wenig für die „Erkundung geeignet, wo wir herkommen und was wir geschafft haben“. Wie Sie wissen, haben wir eine gemeinsame kritische und wissenschaftlich basierte Aufarbeitung der bisherigen Endlagersuche stets gefordert und vermissen sie nach wie vor. In wenigen Minuten werden wir das mit Sicherheit nicht nachholen können.

 

Wir gehen daher davon aus, dass es sich vorrangig um einen PR-Termin handeln wird, bei dem der Start der Endlagersuche und das Einvernehmen aller Beteiligten kommuniziert werden soll. Aus unserer Sicht ist eine Teilnahme an einer derartigen Veranstaltung nicht sinnvoll, weil sie unsere kritischen Positionen zum Standortauswahlverfahren nicht berücksichtigen kann. Wir wären dort lediglich Staffage.“

Neckar-Castoren: Risiko-Fahrt zum Zweiten?

Bündnis Neckar castorfrei

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Pressemitteilung 02.09.2017

 

Zeichen für bevorstehenden Neustart der Castortransporte von Obrigheim nach Neckarwestheim verdichten sich

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Sofortvollzug, der dann gar nicht in Anspruch genommen wird, war offenbar doch nicht so dringend.

Dass die EnBW erst auf eine verspätete Genehmigung warten musste und dann freiwillig zwei Mal die Castortransporte auf dem Neckar verschoben hat, hat dennoch für die von der Gemeinde Neckarwestheim angerufenen Richter nicht ausgereicht, den fadenscheinigen Sofortvollzug der Transportgenehmigung in Frage zu stellen. Dabei dürfte der Zeitplan der EnBW nun schon fast 6 Monate in Verzug sein: statt 5 Transporte von März bis September durchzuziehen (das dürfte der Plan von EnBW, Transportfirma Daher, Atomaufsicht und Polizei gewesen sein), steht jetzt erst der zweite Transport an und die heiklen Transporte könnten sich bis ins nächste Jahr hinziehen.

Nach unseren Beobachtungen in Neckarwestheim und Obrigheim könnte die zweite Transport-Runde kurzfristig starten, vielleicht schon morgen (Sonntag 3.9.) mit der Fahrt der Schiffe aus ihrer Parkposition am AKW Neckarwestheim hin zum AKW Obrigheim. Und dann könnte es bereits am Montag oder Dienstag mit der heißen Fracht zurück nach Neckarwestheim gehen, obwohl dort wegen der Jahresrevision des Block II gerade Hochbetrieb mit unzähligen Fremdfirmen herrscht.

Möglicherweise wartet man aber bei der Polizei auch noch das Ferienende ab, das würde eine weitere Verschiebung um eine Woche bedeuten.

Wir stimmen der Gemeinde Neckarwestheim zu, dass die Sicherheit der Transporte und der Castoren-Lagerung in Neckarwestheim mangelhaft ist. Deshalb fordern auch wir einen Abbruch der Transporte statt der derzeitigen Vogel-Strauß-Politik der Verantwortlichen bei EnBW und Behörden.

Unsere Forderungen gehen jedoch entschieden weiter:

  • sofortiger Stopp der weiteren Atommüllproduktion in Neckarwestheim und Philippsburg!
  • jeder AKW-Betrieb direkt neben einem Castoren-Lager muss sofort verboten werden!
  • die seit dem 11.9.2001 und seit dem 11.3.2011 bekannten zusätzlichen Sicherheitslücken an den Atomstandorten müssen endlich geschlossen werden!
  • Stopp der AKW-Abbauarbeiten in Obrigheim, bis die dortigen Brennelemente endlich in einer Hochsicherheitshalle dort untergebracht sind!
  • 2046, also in 29 Jahren, werden das Castoren-Lager in Neckarwestheim und die ältesten Castoren dort ihre berechnete Haltbarkeit überschreiten und ihre Genehmigung verlieren. Wahrscheinlich werden die ersten Schäden schon vorher auftreten. Kein Mensch weiß, wie es dann weitergehen soll. Die Politik entlässt die EnBW in Kürze aus der Haftung, hat aber selbst keine Lösung. Dieses brennende Problem muss heute angegangen werden, nicht erst 2046!
  • keine Obrigheimer Castoren in ein Lager, dessen Genehmigung schon in 29 Jahren ausläuft!
  • Schutz der Matrosen, des Begleitpersonals und der Polizisten auf dem „Lastdrager 40“ und den direkt begleitenden Booten vor der erheblichen Gamma- und Neutronenstrahlung der Castoren!
  • ehrliche Information der Bevölkerung über die von den Castoren beim Transport ausgehende Strahlenbelastung, nachvollziehbare Messungen der LUBW ohne Verfälschungen durch Schleusenkammern, schräge Messwinkel usw.!
  • klare Information der Öffentlichkeit über Ort, Dauer und Gestaltung der „Bereitstellungslagerung“ der Castoren in Obrigheim!

 

Sobald die Schiffe in Neckarwestheim starten oder andere wichtige Infos verfügbar sind, informieren wir darüber in erster Linie per Twitter und SMS.

Webseiten-Aktualisierungen, Newsletter und Pressemitteilungen werden weniger häufig folgen.

Am Tag des zweiten heißen Transportes von Obrigheim nach Neckarwestheim rufen wir zu Protest und Mahnwachen in Lauffen am Neckar auf. Eine Karte mit den Standorten der beiden Mahnwachen und Infopunkte gibt es hier als Download:

https://neckar-castorfrei.de/karte-lauffen

Wir rufen alle Bürger und Bürgerinnen auf: Kommt am Transporttag nach Lauffen und protestiert mit uns gegen die Atommüll-Verschiebung!

https://www.neckar-castorfrei.de

https://twitter.com/NeckarXCastor