Asse-Geologie: Neue Erkenntnisse statt veralteter Mutmaßungen

Pressemitteilung des Asse II-Koordinationskreises (A2K):

 

aufpassen-logo

 

Asse II-Koordinationskreis beim Fachworkshop „Vorstellung der geologischen Oberflächenkarte Asse“

 

„Interessante neue Erkenntnisse über die Asse und insbesondere ihre geologische Oberflächenstruktur! Sie werfen neue Fragen zur Tiefenstruktur des Salzstocks auf, aber stehen keiner der dringend notwendigen Maßnahmen für die Rückholung des Atommülls entgegen“ – so lautete das einhellige Fazit der zehn Mitglieder der Bürgerinitiativen und Gruppen des Asse II-Koordinationskreises (A2K) nach ihrem Besuch des öffentlichen BGE-Fachworkshops zur Vorstellung der geologischen Oberflächenkarte der Asse am Donnerstag, den 19.4.2018, in der Lindenhalle Wolfenbüttel.

Die Auswertung der 2000 GPS-stationierten Beobachtungspunkte an der Oberfläche der Asse durch Dr. Hans Joachim Franzke ergibt nun ein viel detaillierteres Bild der Oberfläche und zeigt, dass auch die bisherigen Modellvorstellungen zur Entstehung des Salzstocks korrekturbedürftig sind.

Vermutlich wurden die schon vorher längs und quer gebrochenen Sedimentschichten über den Zechstein-Salzlagen durch tektonische Spannungen aufgefaltet, wobei die Nordflanke über die Südflanke geschoben worden sei und das zeitweise ca. 100°C heiße Salz in die dadurch entstandenen Hohlräume fließen konnte.

Eine wichtige Erkenntnis: für das bisher über dem Salzstock vermutete „verstürzte Deckgebirge“ gebe es keine Hinweise. Daher sei hier ein geschichteter Aufbau des Gesteins anzunehmen.

Neue Erkenntnisse im Rahmen der geologischen Revisionskartierung konnten auch durch eine Pollenanalyse gewonnen werden: die Sulfate, die sich in Gesteinsschichten befinden, die im Grenzbereich zwischen Nordflanke und Südflanke an die Oberfläche austreten, sind den Zechstein-Salzen zuzuordnen, aus denen auch der eigentliche Asse-Salzstock besteht.

Für die Mitglieder des Asse II-Koordinationskreises ergaben aus dem Fachworkshop verschiedene Folgerungen, unter anderem:

 

  1. Sind Zechstein-Salze in oberen Bereichen der Asse wirklich nur mitgeschleppte Scherreste aus der Zeit der Auffaltung, oder bestehen hier möglicherweise bisher unerkannte Wegsamkeiten in die Tiefe?

 

  1. Gegen den Bau des Schachtes „Asse 5“ (zur Rückholung des Atommülls) an der bislang ausgewählten Stelle ergaben sich durch die Revisionskartierung keine neuen Bedenken. Mit dieser für die Rückholung wichtigen Maßnahme könnte der Betreiber der Schachtanlage Asse II also unverzüglich beginnen.

Wobei es zielführend wäre, gleichzeitig einen zweiten, alternativen Schachtansatzpunkt zu bestimmen – um den Zeitverlust für den Fall gering zu halten, dass die Abteufung von „Asse 5“ am derzeitigen Punkt scheitern sollte.

 

  1. Wie weit reichen die Störungen in den geologischen Formationen, die an der Oberfläche erkennbar sind, in die Tiefe? Nach der Oberflächenkartierung sind nun auch Tiefbohrungen nötig, um Kenntnisse über die Strukturen in der Tiefe der Asse zu erweitern.

 

Advertisements

ausgestrahlt: Und wieder kassieren die Atomkonzerne

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

 

Hamburg, 30. April 2018

ausgestrahlt_large

 

Entschädigung für AKW-Betreiber ist Folge schlechter Atompolitik – nötig wäre Verschärfung des Atomgesetzes

 

Zum Gesetzentwurf für die Entschädigung von AKW-Betreibern erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Zwar ist zu begrüßen, dass die AKW-Betreiber statt der von ihnen geforderten 19 Milliarden Entschädigung nur maximal eine Milliarde bekommen. Allerdings wären diese Kosten nie angefallen, hätte Angela Merkel nicht 2010 die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert.

Damit reiht sich diese Zahlung ein in die anderen skandalösen atompolitischen Finanzentscheidungen der letzten Jahre: Die Rückzahlung der vom Verfassungsgericht wegen handwerklicher Fehler im Gesetz beanstandeten Brennelementesteuer und die Abwälzung der finanziellen Risiken der Atommüll-Kosten auf die Allgemeinheit. Erneut kassieren die Atomkonzerne.

Ob der im Detail nicht allen Wünschen der AKW-Betreiber folgende Gesetzentwurf des Umweltministeriums überhaupt so umgesetzt wird, ist noch fraglich. Es wäre nicht das erste Mal, dass das Wirtschaftsministerium Entwürfe im Sinne der Energiekonzerne verschlimmbessert.

Die Einschätzung der „taz“, die heute zuerst über den Gesetzentwurf berichtet hatte, dass jetzt einzelne AKW des Eon-Konzerns früher vom Netz gehen könnten, teilen wir nicht. Derzeit hat Eon zwar für seine Kraftwerke zu wenig Reststrommengen, um diese bis zum gesetzlich vorgeschriebenen Laufzeit-Ende 2022 zu betreiben. Aber da sowohl Vattenfall als Miteigentümer des Eon-AKW Brokdorf als auch RWE, neuerdings nicht mehr Konkurrent sondern Anteileigner von Eon, noch über überschüssige Reststrommengen verfügen, dürfte sich eine Übertragung anbahnen, die dazu führt, dass kein Atomkraftwerk früher abgeschaltet wird.

Hier könnte der Gesetzgeber mehr erreichen. Nötig wäre aus unserer Sicht ein deutlich schärferes Atomgesetz, das die Übertragung von Reststrommengen von einem AKW auf andere ganz verbietet. Damit könnten die Laufzeiten noch einmal deutlich reduziert werden. Angesichts der zunehmenden Risiken alternder Reaktoren wäre dies auch verfassungskonform umsetzbar.“

Kommt das Aus für die Pilot-Konditionierungsanlage?

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Gorleben BI Umweltschutz 2017

Pressemitteilung 22.04.2018

Fachworkshop zu Übernahme aller Zwischenlagerdurch die BGZ

 

Die Übernahme der zwölf kraftwerksnahen Zwischenlagerdurch die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) zum 1. Januar2019 sieht Dr. Hans-Jürgen Brammer als eine „sportliche Herausforderung“.

Der Geschäftsführer der Brennelementlagergesellschaft Gorleben (BLG) und sein BGZ-Kollege Burghard Rosen erläuterten auf einem Fachworkshop des „atommüllreports“(www.atommuellreport.de), eines Zusammenschlusses von Anti-Atom- und Umweltinitiativen, ihre Planungen und Schwierigkeiten, die aus der gesetzlichen Neuordnung der Zuständigkeiten bei der Atommülllagerung resultieren.
Das Interesse an diesem Fachworkshop inHannover, der auch von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI)unterstützt wurde, war entsprechend groß, denn mit der Übertragung derZuständigkeiten von den Kraftwerksbetreibern auf die BGZ ist auch die Aufgabeverbunden, diese als „autarke Betriebe“ weiterzuführen. Absehbar sei jetztschon, so die BGZ-Vertreter, dass dieses ohne Dienstleistungsverträge mit denAKW-Betreibern nicht zu wuppen sei. Pikanterie am Rande: So würden dann Mittelaus dem staatlichen Atommüllfonds, in den die AKW-Betreiber eingezahlt haben,wieder an sie zurückfließen.

Noch schwieriger würde es, wenn auch weitere zwölf Lager mit schwach- und mittelaktiven Abfällen ein Jahr später zum 1. Januar2020 ebenfalls in die Zuständigkeit der BGZ fielen, dann nämlich würde Müll,der bereits endlagerfertig verpackt sei und in staatlicher Verantwortung gelagert würde, neben Müll stehen, der noch in die Verantwortung der Atomkraftbetreiber fiele – ungelöst sei bisher auch die Finanzierung dieser Mischpoke.

Für die Konditionierung des Atommülls würde inkeinem Fall die Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben genutzt, erklärte Brammer auf Nachfrage von BI-Sprecher Wolfgang Ehmke kategorisch: „Das ist ausgeschlossen!“ Die BGZ erarbeite gegenwärtig Konzepte mit dem Ziel, diese kostspielige Anlage atomrechtlich loszuwerden, das Ziel, so Brammer, sei die Stilllegung.Dazu gehöre auch, dass für den Fall, dass eine Wartung von defekten Castorbehältern notwendig würde, Alternativen vorhanden seien, die die PKA überflüssig machten.
Eine Neubewertung der Sicherheit und bei derSicherung der Zwischenlager gegen Unfälle oder terroristische Angriffe sei beider Übertragung der Betriebsgenehmigungen auf die BGZ hingegen nicht geplant.Aber genau das will die BI – an allen Zwischenlagerstandorten müssen esRegionalkonferenzen geben, um genau diese Neubewertung vornehmen zu können,forderte Ehmke und ist sich sicher:“ Da ist das letzte Wort noch nichtgesprochen!“

„Der Atommülltourismus geht weiter!“

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841- 4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 25.04.2018
„Der Atommülltourismus geht weiter!“

antiatom castor

Die Grünen haben mit einer parlamentarischenAnfrage noch einmal den Fokus auf die Zustände im Abfalllager Gorlebengerichtet.
Die Antwort der niedersächsischen Landesregierungüberrascht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) nichtwirklich, von den genannten 26 Rostfässern sei auch schon vorher die Redegewesen, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.
Unverständlich sei hingegen, dass dieAtomaufsicht in Niedersachsen von der Betreiberin dieses Lagers, der Gesellschaftfür Nuklearservice (GNS) kein schlüssiges Konzept für den Umgang mit denFässern verlangt. „Die Umlagerung nach Ahaus ist nichts anderes als derbekannte Atommülltourismus, der geht einfach weiter“, kritisiert die BI. Undder Grund für die Auslagerung von 1.309 Fässern sei kein sachlicher, er seiallein damit zu begründen, dass die Genehmigung für die Lagerung dieser Fässer2019 ausläuft.
In Ahaus würden dann hochradioaktive Abfälle unterder Zuständigkeit der neuen bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung(BGZ) und für einen gewissen Zeitraum auch noch der GNS in einer Hallegelagert.
Schwerwiegende Fragen werfe auch das Konditionierungskonzeptauf, die Zementierung der Abfälle gepaart mit einer Restfeuchte führeunweigerlich wieder zu Rost. In diesem Zusammenhang verlangt die BI, dass nichtnur die Einzelfässer in Gorleben unter die Lupe genommen werden sollten, geradedie sogenannten „konradgängigen“ Container müssten stichprobenartig überprüftwerden, „denn da ist auch Zement im Spiel gewesen“, so Ehmke.

 

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

BI Umweltschutz fordert Salzstudie

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 4.04.2018

Die Bürgerinitiative UmweltschutzLüchow-Dannenberg (BI) drängt darauf, dass ein „besonders düsteres“ Kapitel derGorleben-Geschichte in den Fokus des Nationalen Begleitgremiums (NBG) gerücktwird: es geht um eine Studie des Bundesamtes für Geowissenschaften undRohstoffe (BGR) aus dem Jahr 1995, in der mögliche Salzlagerstätten auf ihreEignung als nukleares Endlager für hochradioaktiven Müll ausgewiesen wurden.

Pikant: Auftraggeber war damals ausgerechnet Prof. Klaus Töpfer, heute einer der beiden Vorsitzenden des NBG. Die BI möchte,dass sich auch das NBG, das die Endlagersuche für hochradioaktive Abfällemoderieren soll, mit den Fehlern der bisherigen Endlagersuche befasst, zumal einer dieser historischen „Fehler“, nämlich die jahrzehntelange Festlegung auf den Salzstock Gorleben-Rambow, in die Gegenwart und Zukunft hineinragt: das Standortauswahlgesetz (StandAG) zementiere nämlich diese Fehler, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, schlicht durch das Festhalten an Gorleben.
Als ein besonders anschauliches Beispiel fürdie Tricksereien in der Gorleben-Geschichte gilt jene BGR-Salzstudie, sie wurde1992 vom damaligen Umweltminister Klaus Töpfer beauftragt und 1995 von dernachfolgenden Umweltministerin Angela Merkel der Öffentlichkeit vorgestellt.

Prof. Dr. Klaus Töpfer hatte 1992 darauf bestanden, nach der Wiedervereinigung sollten alle Salzformationen in Deutschland geologisch verglichen werden, Gorleben blieb bei dem Vergleich aber außen vor: Es sollten Ersatz –oder Reserve-Standorte gesucht werden, falls Gorleben sich als ungeeignet erweist.
Die BGR-Studie führte zu einer Liste mit einerRangordnung von untersuchungswürdigen, weniger untersuchungswürdigen und nichtuntersuchungswürdigen Standorten. Bei der Vorstellung der Ergebnisse verstiegsich die Töpfer-Nachfolgerin Merkel zu der Behauptung, die durch keinen Satzder Studie zu belegen war, es gäbe keinen besseren Standort als Gorleben.„Gorleben bleibt 1. Wahl“. ImSüd-West-Funk (SWF3-Interview vom 18.7.1995) äußerte Merkel dies nochdrastischer „die Studie hat ergeben, dass es keinen besseren Standort gibt alsGorleben“.
Schriftlich fordert der BI-Vorsitzende MartinDonat nun, dass das NBG eine Studie in Auftrag geben möge, in der diegeologischen Daten aller Salzstöcke Deutschlands, also auch des SalzstocksGorleben-Rambow, nach den 1995 geltenden und angewandten Kriterien verglichenund bewertet werden. „Das wäre ein Akt der Fairness und würde derÖffentlichkeit klar machen, wie falsch es ist, an Gorleben festzuhalten“, sindsich die Gorleben-Gegner*innen sicher.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20630

Bundesamt leugnet Probleme bei langfristiger Zwischenlagerung

 

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 15.04.2018
bi umweltschutz castor antiatom

 

Das Bundesamt für kerntechnischeEntsorgungssicherheit (BfE) hat erstmalig auf die anhaltende Debatte um dieSicherheit der atomaren Zwischenlager reagiert.
Hintergrund ist die Tatsache, dass die aufvierzig Jahre begrenzte Laufzeit der Zwischenlager nicht ausreichend sein wird,betont die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Nach denoffiziellen Plänen wäre frühestens 2050 ein Endlager betriebsbereit sein,dieses Datum wird aber nachhaltig in Frage gestellt. Hinzu kommt, dass dieRäumung der sechzehn Zwischenlager mit dann 1.900 Castorbehältern nachEinschätzung von Fachleuten weitere rund 30 Jahre in Anspruch nehmen wird
Diese „Lücke“ und die damit verbundenen Fragennach den Folgen der Alterung sowie nach neuen Herausforderungen bei derSicherung der Lager gegen terroristische Anschläge ist Gegenstand derSicherheitsdebatte, aber darauf ging BfE-Präsident Wolfram König nicht ein,moniert die Bi. „Die sich abzeichnende schwierige Lage wird schöngeredet,gefordert sind aber Handlungskonzepte.“

König unterstrich, dass aus Sicht der zuständigen Genehmigungsbehörde die deutschen Atommüll-Zwischenlager sicher seien und bis zum Bau eines Endlagers weiter betrieben werden sollen. „Ich kenne keinen einzigen Fall, wo wir derzeit Unsicherheiten haben“, sagte der Chef des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Wolfram König, am Donnerstag in Berlin. Die einstige Begrenzung der Genehmigungen für die zwölf dezentralen Zwischenlager auf nur 40 Jahre habe keine Sicherheitsgründe gehabt,sondern sei ein politisches Signal gewesen, sagte König.
Immerhin, so die BI, sei die Diskussion, dieunter anderem vom nationalen Begleitgremium (NBG) angestoßen wurde, nicht spurlosam BfE vorbeigegangen, in der Broschüre, die König vorstellte, würdeeingeräumt, dass es Nachprüfungen geben müsse.
Auf einer Veranstaltung der niedersächsischenGrünen zu diesem Thema am vergangenen Freitag in Hannover, bestärkte Ehmke dasNBG, diese Diskussion weiter voranzutreiben, weil sie eng mit der Endlagerfrageverknüpft sei. Ehmke: “Wir sind schon einen Schritt weiter, wir fordern regionaleZwischenlagerkonferenzen, um über die Sicherheitsfragen zu debattieren, diesich aus dem unstimmigen Fahrplan bei dem Umgang mit den 1.900 Castorbehälternergeben.
Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20699

Rauchendes Brennelement vor dem Kieler Umweltministerium – Stilllegung des AKW Brokdorf gefordert

Pressemitteilung BI Kiel gegen Atomanlagen

Brennelement_raucht_gruen_2

Passend zum aktuellen Brennelementewechsel in Brokdorf fordern heute Anti-Atom-Initiativen die sofortige Stilllegung des AKW. Symbolisch raucht ein überdimensionales Brennelement der BI Kiel gegen Atomanlagen vor dem Kieler Umweltministerium.

Mit dem rauchenden Brennelement werden die stark oxidierten Brennelemente thematisiert, die bei der letzten Revision des AKW Brokdorf gefunden wurden. Offensichtlich funktionierten sie nicht wie geplant. Trotz ungeklärter Ursache erlaubte Umweltminister Habeck im letzten Herbst das Wiederanfahren des Reaktors. „Wenn niemand weiß, was in diesem Reaktor vor sich geht ist es unverantwortlich, zu erlauben, dass Brokdorf wieder ans Netz geht“ erklärt Andrea Rausch von der BI Kiel gegen Atomanlagen, „Wir fordern, den jetzigen Brennelementewechsel zu nutzen, um das AKW endgültig stillzulegen. Wir wollen nicht auf die nächste Atomkatastrophe warten.“

Der Atomreaktor in Brokdorf ist weder sicher noch wird er gebraucht. Er behindert den Ausbau erneuerbarer Energien, weil er nicht schnell herunter geregelt werden kann, wenn gerade viel Wind verfügbar ist. Stattdessen müssen dann Windräder vom Netz gehen, während das AKW Atommüll für kommende Generationen produziert. Die Anti-Atom-Initiativen treten dagegen ein für eine Welt ohne Atomkraft, ohne Kohleverstromung aber mit erneuerbaren, dezentral organisierter Energie in gemeinschaftlicher Hand, in welcher die Bedürfnisse von Mensch und Natur und nicht die Profitinteressen von RWE und EON handlungsbestimmend sind.

Mehr Informationen:
http://www.brokdorf-akut.de/
https://bi-kiel.blogspot.de/

Bilder von der Aktion zu Ihrer freien Verfügung (Urheberin: BI Kiel gegen Atomanlagen):
http://foto.nirgendwo.info/files/2018/04/Brennelement_raucht_gruen_1.jpg
http://foto.nirgendwo.info/files/2018/04/Brennelement_raucht_gruen_2.jpg
http://foto.nirgendwo.info/files/2018/04/Brennelement_raucht_orange_1.jpg
http://foto.nirgendwo.info/files/2018/04/Brennelement_raucht_orange_2.jpg
http://foto.nirgendwo.info/files/2018/04/Gruene_stilllegen-1.jpg