Schlagwort: Anti-Atom-Bewegung

BI Umweltschutz: Gorlebentag auf der Kulturellen Landpartie. Erst demonstrieren, dann tanzen!

 

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

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Pressemitteilung 16.05.2018

 

Die kulturelle Widerstandspartie 2018 startet am Pfingstfreitag, 18.05.18 ab 14.00 Uhr an den Atomanlagen Gorleben

Gorleben ist nicht nur identitätsstiftend für die Kulturelle Landpartie, Gorleben ist unverändert der „wunde Punkt“,denn solange der Salzstock Gorleben als potentielles Endlager nicht aufgegeben wird, muss politisch weiter Druck gemacht werden.

Deshalb lädt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) von 14.00 Uhr bis 1:00 Uhr zur kulturellen Widerstandspartie am Beluga-Dreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben ein.(53°01’48.0″N 11°20’31.9″E) Viele KLP-Punkte bleiben an diesem Tag geschlossen mit der Empfehlung, nach Gorleben zu gehen.

Neu wird in diesem Jahr sein, dass die Widerstandspartie eher „leise“ beginnt. Um 14 Uhr wird zum „Gorlebener Gebet“ eingeladen und im Anschluss gibt es auf der Hauptbühne („Belugabühne“) zunächst zwei Diskussionsrunden zum Thema Atomkraft, auf der sich Initiativen vorstellen.Gäste aus Frankreich, dem Hambacher Forst und des Klimacamps Rheinland nehmen zu„internationalen Energiekämpfen“ und zum notwendigen Ausstieg aus Kohle und Atom Stellung.

Wie im vergangenen Jahr wird im„Klimarundling“ zu Fragen der Klimapolitik und dem möglichen eigenen Handeln informiert. Die Bäuerliche Notgemeinschaft startet zu den beliebten informativen Treckerrundfahrten.

Auf der Waldbühne wird Klaus der Geiger ab 16 Uhr die Teilnehmer*innen auf die Demonstration einstimmen, die rund um den wunden Punkt „Erkundungsbergwerk“ führt.

„In diesem Jahr wird erst demonstriert und dann getanzt“, kündigt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an, um den politischen Charakter des Events zu betonen.

Die BI lädt ein, am Ort der Empörung, bunt, frech und widerständisch zu sein.

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BI Umweltschutz: Gorleben lebt – immer noch!

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

Pressemitteilung 02.05.2018

Wendland Gorleben antiatom
Rechtzeitig vor der 39. Kulturellen Landpartie( KLP), zu der zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag wieder Tausende auswärtige Besucher*innen ins Wendland kommen werden, erscheint die nächste „Gorleben Rundschau“ der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Im Grußwort erinnert Michael Seelig, einer der Mitgründer der KLP, an den holprigen Start, den Pfingstmarkt Kukate und die Landschafts-Kunstaktionen „Hart an der Grenze“ sowie „Aus allen Wolken“, die den Durchbruch brachten.

Im Fokus der BI steht natürlich der „Gorlebentag, der Freitag vor Pfingsten,und mit Blick auf die Gäste bietet die Gorleben Rundschau in einem Interview mit Wolfgang Ehmke, dem Sprecher der BI, auch eine Orientierungshilfe aus dem Dschungel der Gorleben-Geschichten.

Weitere Themen sind die geplanten Castortransporte nach Brokdorf, Philippsburg, Biblis und Isar, die Probleme einer langfristigen Zwischenlagerung und Informationen über das französische Gorleben – Bure.

Störfall im AKW Doel erfordert Konsequenzen: Brennelementexporte von Lingen nach Doel sofort stoppen!

Lingen/Münster/Aachen/Bonn/Berlin,2. Mai 2018

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Presseerklärung:

Allein fünf neue Brennelement-Transporte im März/April!!

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind angesichts des gravierenden Störfalls im belgischen AKW Doel sowie der schleppenden und äußerst bruchstückhaften Informationspolitik des AKW-Betreibers Engie-Electrabel und der belgischen Atomaufsicht alarmiert und fordern von der belgischen Regierung die sofortige Stilllegung des Reaktors. Zugleich fordern sie von der Bundesregierung in Berlin die sofortige Einstellung aller Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau nach Belgien.

Laut der aktuellen Transportübersicht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) lieferte Lingen mit Billigung des Bundesumweltministeriums erst vor wenigen Wochen zwischen dem 18. März und dem 4. April fünfmal neue Brennelemente nach Belgien. Zielort war laut einer Auskunft des Bundesumweltministeriums an die Links-Fraktion ausgerechnet Doel 1 und 2 (Quelle: Bundestags-Drucksache 19-1126, Fragen 149 und 150). Es ist sehr gut möglich, dass diese Brennelemente nun bei den „Wartungsarbeiten“für Doel 1 in den Reaktor eingesetzt werden, um den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

„Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor das Bundesumweltministerium und die Bundesregierung die Reißleine ziehen, um die äußerst brisanten Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran für den AKW-Betrieb in Belgien einzustellen?“ fragte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. „Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre jeweiligen Parteifreunde in Berlin davon überzeugen, dass diese Exporte von Kernbrennstoffen zu einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit für halb Europa führen?“ ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss jetzt umgehend handeln und jeden weiteren Brennelementexport nach Belgien per Weisung unterbinden.

Während beim Betreiber der belgischen AKW, Engie-Electrabel, der französische Staat der größte Einzelaktionär ist, befindet sich der Betreiber der Lingener Brennelementefabrik, EDF-Framatome, sogar mehrheitlich im französischen Staatsbesitz.Lingen ist schon seit langem der wichtigste Brennelementelieferant für den AKW-Standort Doel. Doel 1 und 2 werden sogar exklusiv aus Lingen beliefert. In 2016/17 wurden zudem die Hochrisikoreaktoren Doel 3 und Tihange 2 aus Lingen beliefert. Das angereicherte Uran für die Brennelemente stammt zum Teil aus der Urananreicherungsanlage in Gronau.

„Ohne Brennelemente funktioniert kein AKW. Wer die Brennelemente wider besseren Wissens liefert, trägt auch für sämtliche Störfälle eine Mitverantwortung. Es ist deshalb mehr als unverständlich und unverantwortlich, dass die Bundesregierung weiterhin durch die Exportgenehmigungen aktiv am Weiterbetrieb der belgischen Pannenmeiler mitwirkt. Rechtlich wurden inzwischen sowohl ein Exportstopp wie auch die komplette Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau positiv begutachtet – jetzt müssen endlich Taten folgen,“ so Christina Burchert vom niedersächsischen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

Neue Anti-Atom-Proteste in Aachen und Lingen:

Für die kommenden Wochen planen Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Niedersachsen sowie mehrere Umweltverbände neue Proteste gegen den Weiterbetrieb der belgischen Pannenreaktoren sowie der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau:

10. Mai:Anti-Atom-Demo zum Macron-Besuch in Aachen
Anlässlich der Verleihung des Karlspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron findet in Aachen ab 10 Uhr eine Anti-Atom-Demo statt. Der französische Staat ist über Konzerne mit großer staatlicher Beteiligung sowohl in Doel und Tihange wie auch bei der Brennelementefabrik Lingen größter Anteilseigner. Derf ranzösische Präsident steht deshalb in besonderer Verantwortung, die störanfälligen Atomanlagen endlich stillzulegen.

9. Juni:Anti-Atom-Demo in Lingen
Mit einer überregionalen Demonstration vom AKW Lingen II („Emsland“) zur Brennelementefabrik Lingen unterstreichen zahlreiche Initiativen und Verbände die Forderung nach einer sofortigen Stilllegung des Atomstandorts Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau.

Link zur BfE-Transportliste:
https://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Downloads/BfE/DE/fachinfo/ne/transportgenehmigungen.pdf?__blob=publicationFile&v=30

Weitere Infos:
www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de, www.urantransport.de

BI Umweltschutz: Was ich nicht gefragt werde, beantworte ich auch nicht

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

Pressemitteilung 03.05.2018

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Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) hat im vergangenen Jahr begonnen, bundesweit geologische Daten für die Suche nach einem Endlagerstandort für hoch radioaktiven Atommüll zu erheben.Nach Standortauswahlgesetz sollen in einem ersten Schritt des Suchverfahrens Teilgebiete mit günstigen geologischen Voraussetzungen ermittelt werden. Ungeeignete Gebiete sollen durch die Anwendung von

Ausschlusskriterien identifiziert und aus dem Suchverfahren ausgeschlossen werden.
Die niedersächsischen Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne) hat nachgefragt, welche Daten das Land Niedersachsen der BGE übermittelt hat.

Die Antwort des niedersächsischen Umweltministeriums spiegelt, dass das Land nicht bereit, eine kritische und hinterfragende Rolle einzunehmen, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Die Behörde verhalte sich nach dem Motto „Was ich nicht gefragt werden, beantworte ich auch nicht.“

So wird der Tatsache, dass weite Teile Norddeutschland von Eiszeiten berührt waren und mit Sicherheit wieder berührt werden, deshalb keine Bedeutung beigemessen, weil glaziale Ereignisse schlicht nicht zum Fragenkatalog des Standortauswahlgesetzes (StandAG) gehörten. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Das betrifft auch die Frage nach dem Ausschlusskriterium „Einbruchsee“über einem Salzstock, wie es beim Salzstock Gorleben-Rambow der Fall ist, auch die Frage, ob ein Endlager unter dem Urstromtal der Elbe errichtet werden kann,wird nicht beantwortet – wieder mit Verweis auf den vorgegebenen Fragenkatalog des StandAG.“

Offensichtlich wurden nicht einmal die acht Tiefbohrungen dokumentiert und übermittelt, die es zwischen 1907 und 1929 im Bereich Gorleben, Vietze und Brünkendorf während des Kalibooms gab, dabei wurden Teufen bis 1035 Meter erreicht. Dokumentiert sei, so die BI Umweltschutz,dass sie chaotisch oder gar nicht verfüllt wurden (s. Literatur). Ehmke:“ Unser Bemühen, die BGE auf diese Ereignisse hinzuweisen, wurden bisher nicht positiv aufgegriffen, das muss sich ändern.“

Literatur: „Unverritzt ist anders. Altbergbauim Salzstock Gorleben“ von Ulrich Reif. Zur Sache Nr. 11 „Salinare Hölle.“Lüchow März 2017
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9404

Abfalllager Gorleben – viele offene Fragen, neue Transporte geplant

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
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Pressemitteilung 11.05.2018

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Das Abfalllager für schwach- und mittelaktive Abfälle in Gorleben muss am Ende komplett geräumt werden. Das bestätigten der technische Geschäftsführer der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) Wilhelm Graf und ihr Abteilungsleiter Dr. Michael Hoffmann auf Nachfrage.

Auf einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für atomare Angelegenheiten des Samtgemeinderats Gartow nahm die BGZ-Spitze nicht nur zu einem Fragenkatalog des Ausschusses Stellung, besorgte Fragen kamen auch aus dem Publikum – und dabei wurden viele Ungereimtheiten publik.

So zum Beispiel, dass nicht nur die „bekannten“1.309 Einzelfässer, deren Lagerungsgenehmigung ausläuft, ausgelagert und in Jülich nachkonditioniert werden müssen, auch alles andere „muss raus“, erklärten sie auf Nachfrage des BI-Sprechers Wolfgang Ehmke. Der Grund: auch die sogenannten „konradgängigen“ Container, die in Gorleben lagern, entsprechen nicht mehr den Einlagerungsbedingungen, sollte der Schacht Konrad bei Salzgitter tatsächlich eines Tages als nukleares Endlager genutzt werden.

Wer glaubt, dass das Abfalllager damit sukzessive geräumt würde, wurde enttäuscht, so die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), denn neue Einlagerungen von Mosaikbehältern mit mittelaktiven Abfällen seien anvisiert. „Der Atommülltourismus geht also weiter“,konstatiert die BI.

Eine Frage nach einem Brandschutzkonzept für das Abfalllager konnte die BGZ-Spitze nicht beantworten. Dr. Hoffman erklärte,dass es derzeit keine Berechnungen für den Fall gäbe, wie sich eine radioaktive Wolke für den Fall eines Brandes im Abfalllager verbreitet. Zwischenzeitlich ruderte die BGZ zurück und korrigierte gegenüber der BI diese Aussage. „Wir wollen diese Unterlagen einsehen und prüfen, ob das Sicherungskonzept noch aktuell ist“,kündigte Ehmke an. Denn Fässer und die Abfallgebinde würden beispielsweise keinerlei Schutz bei einem Flugzeugabsturz bieten.

 

7 Jahre nach Fukushima – BBU fordert Sofortausstieg! Bundesweit Gedenk-und Protestveranstaltungen

BBU-Pressemitteilung, 08.03.2018

 

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(Bonn / Berlin, 08.03.2018) Anlässlich des 7. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan, 11. März 2011) ruft der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bundesweit zur Teilnahme an Gedenk- und Protestveranstaltungen rund um den Jahrestag auf. „Die Katastrophe und ihre anhaltenden Folgen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Das Mitgefühl des BBU gilt den betroffenen Menschen in Japan. Und in der Bundesrepublik muss der Atomausstieg endlich richtig und umfassend vollzogen werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Dreckiger Kohlestrom darf dabei keine Alternative zum Atomstrom sein. „Die Zukunft gehört der Solarenergie und der Windkraft“.

 

Der BBU weist darauf hin, dass besonders Initiativen im Bereich von Atomanlagen und von Atommüll-Lagern mit vielfältigen lokalen Veranstaltungen an die Fukushima-Katastrophe erinnern und einen umfassenden Atomausstieg einfordern. Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis z. T. Ende 2022 ist unverantwortlich und auch die sonstigen Atomanlagen wie die Uranfabriken in Gronau und Lingen müssen sofort stillgelegt werden.

 

Hier eine unvollständige Übersicht lokaler und überregionaler Aktivitäten:

 

10.03., Berlin, Kazaguruma-Demonstration, 13 Uhr, Brandenburger Tor / Pariser Platz

 

10.03., Gronau, Mahnwache, 12.00 – 13.00 Uhr, Neustraße (vor „Bruno Kleine“)

 

10.03., Landshut, Filmvorführung zum Thema Atommüll, 17 Uhr, Landshuter Umweltmesse, Niedermayerstraße 100

 

10.03., Mosbach, Mahnwache, 11.30 Uhr – 12.00 Uhr, Kirchplatz

 

11.03., Bonn, Filmvorführung über Fukushima, 11.00 Uhr, Neue Filmbühne, Friedrich-Breuer-Straße 68-70

 

11.03., Gorleben, Sonntagsspaziergang am Bergwerksgelände, 13.00 Uhr

 

11.03., Lingen, Mahnwache, 18.00 – 18,30 Uhr, Altes Rathaus, Marktplatz

 

11.03., Münster, Filmvorführung über Fukushima, 12.00 Uhr, Cinema, Warendorfer Str. 45

 

11.03., Neckarwestheim, überörtliche Demonstration zum Atomkraftwerk,

13.00 Uhr ab Bahnhof Kirchheim / Neckar

 

12.03., Dannenberg, Mahnwache, Kundgebung und Treckerkonvoi, 18.00 Uhr, Marktplatz

 

13.03., Hamburg, Infoveranstaltung über die Gefahren der Atomtransporte,

19.00 Uhr, Centro Sociale, Raum Kubus, Sternstr. 2, Ecke Neuer Kamp

 

18.03., Ahaus, Kundgebung, 14.00 Uhr, Innenstadt / am Mahner

 

Weitere Informationen: https://www.facebook.com/BBU72

 

Europäischer Brücken-Aktionstag gegen Atomgefahren

 

Zudem findet am Samstag, 10.03., eine international vernetzte Aktion statt, in deren Rahmen in vielen Städten auf Autobahnbrücken mit Transparenten und Anti-Atomkraft-Fahnen demonstriert wird. Damit soll auf die europäische Bedrohung durch die Nutzung der Atomkraft und deren Gefahren (GAU, Terrorgefahren, Verlängerung der Laufzeiten, Ausbau von AKWs etc.) hingewiesen werden. In der Bundesrepublik gibt es dabei Aktionen u. a. auf Brücken in Berlin, Freiburg, Karlsruhe, Saarbrücken und Trier. Auch in Belgien und Frankreich finden Brückenproteste statt.

 

http://chainehumaine.fr/aufruf-zum-europaischen-bruckentag

 

Mit diesen und vielen weiteren Aktionen soll verdeutlicht werden, dass kein weiterer Atommüll, für den es weltweit keinen sicheren Platz gibt, produziert werden darf. Mit der notwendigen Stilllegung der AKW und Atomanlagen wird das Risiko großer Katastrophen reduziert, deren Wahrscheinlichkeit steigt, weil die Anlagen schon alle sehr alt sind.

 

Über die konkreten Folgen der Atomkatastrophe in Japan schreibt Kazuhiko Kobayashi aus Tokyo: „Aber die Regierung will für die aus Fukushima geflohenen Mütter und Kinder kein Geld ausgeben. Sie holt sie sogar mit allen gemeinen psychischen und physischen Druckmitteln und Tricks wieder in Fukushima zurück. So sind von den aus Fukushima geflohenen 17,895 Kindern mehr als Hälfte, nämlich 9,271 Kinder wieder in Fukushima zurückgeholt worden, so bleiben nur noch 8,624 Kinder im Fluchtort außerhalb von Fukushima, deren Mütter trotz aller Schwierigkeiten weiterhin unbedingt ihre Kinder vor der atomaren Strahlungsgefahr schützen wollen.“ (Vollständiger Text, siehe unten). Der BBU hat in den letzten Jahren wiederholt Vortragsveranstaltungen mit Kazuhiko Kobayashi in der Bundesrepublik durchgeführt.

Einladung zur Fukushima-Demonstration: „Die nukleare Kette brechen!“

Sayonara Nukes Berlin, NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin, Greenpeace Energy, IPPNW, Strahlentelex, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, ausgestrahlt, AK Rote Beete, DIE LINKE Berlin, BUND Berlin, COOP Berlin – Anti-War-Cafe, MC Kuhle Wampe Berlin, WOLF, ican, Deutsch-Japanische Gesellschaft Halle/Saalekreis,

 

Gemeinsame Pressemitteilung der teilnehmenden Organisationen für die Demonstration zum Fukushima-Jahrestag

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Einladung zur Fukushima-Demonstration: „Die nukleare Kette brechen!“

 

73 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki, 32 Jahre nach Tschernobyl und 7 Jahre nach

Fukushima: Wir müssen die nukleare Kette weltweit brechen, um das atomare Zeitalter Geschichte werden zu lassen! Deshalb ruft ein breites Bündnis zur Fukushima-Demonstration in Berlin auf.

 

Mit hunderten Windrädern (Kazaguruma) werden die Teilnehmenden für ein Ende der Atomenergie und für die Energiewende demonstrieren.

 

KAZAGURUMA-DEMO: Die nukleare Kette brechen!

Samstag, 10.03.2018,

13.00 Uhr Pariser Platz (Brandenburger Tor)

 

 

Dazu erklärt der Jochen Stay (Sprecher .ausgestrahlt): „Sieben Jahre nach Fukushima ist Deutschland noch immer zweitgrößter Atomstrom-Produzent in der EU. Der Atomausstieg ist eine Schnecke. Die alten Meiler werden nicht weniger gefährlich, wenn ein Abschaltdatum beschlossen ist. Wir fordern, die noch laufenden sieben Reaktoren sofort abzuschalten.“

 

Derzeit versucht die Atomindustrie, in einigen EU-Ländern mit neuen – unwirtschaftlichen und deshalb hoch subventionierten Reaktorprojekten – eine Wiederkehr dieser gefährlichen Technologie zu erreichen. „Dass ausgerechnet das Atomausstiegsland Deutschland wiederholt kneift und höchst umstrittene AKW-Bauten wie Hinkley Point C in England oder Paks II in Ungarn nicht EU-rechtlich untersuchen lassen will, ist dabei höchst bedauerlich“, kritisiert Christoph Rasch, Pressesprecher von Greenpeace Energy

 

Dazu Uwe Hiksch (NaturFreunde Deutschlands): „Die NaturFreunde fordern ein weltweites Verbot von Uranabbau. Die sogenannte zivile Nutzung der Atomenergie und die militärische Herstellung von Atombomben sind zwei Seiten einer Medaille. Deutschland muss den Atomverbotsvertrag beitreten und den EURATOM-Vertrag kündigen.“

 

Ablauf der Demonstration:

 

13.00 Uhr: Auftakt-Performance

  • Kazuma Glen Motomura – Mad World Dance

 

Redner*innen Auftaktkundgebung:

  • Dr. Hiroomi Fukuzawa (Sayonara Nukes Berlin)
  • Günther Hemeyer ( BI Lüchow-Dannenberg)
  • Michael Müller (Bundesvorsitzender NaturFreunde Deutschlands)
  • Jochen Stay (Sprecher von .ausgestrahlt)

 

14.00 Uhr Beginn Demo

  • Demo-Strecke: Auftakt-Kundgebung: Pariser Platz, Unter den Linden, Friedrichstraße, Französische Straße, Charlottenstraße, Unter den Linden, Abschluss-Kundgebung: Pariser Platz

 

14.45 Uhr Redner*innen Abschlusskundgebung:

  • Dr. Alex Rosen (Vorsitzender der deutschen Sektion von IPPNW)
  • Christoph Rasch (Pressesprecher Greenpeace Energy)
  • Sascha Hach (Vorstandsmitglied ICAN)

 

15.15 Uhr Abschluss-Performance

  • Kunst & Musik von Sympathetic Cardiogram (Daichi Matsusaki & Fumihiro Ono)

 

Rückfragen:

Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902