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ASSE II: KEINE VERFRÜHTEN STANDORTFESTLEGUNGEN!

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Der Asse II-Koordinationskreis unabhängiger Bürgerinitiativen hält Vorfestlegungen zur Atommüll-Konditionierungsanlage und zu einem langfristigen Zwischenlager bei der aktuellen Datenlage für falsch.

Die wissenschaftlichen Berater des Begleitprozesses in der Arbeitsgruppe Option Rückholung (AGO) sind am 24. Januar 2019 mit einem Diskussionspapier hervorgetreten. Es empfiehlt den „_sofortigen Beginn der Standortauswahl in unmittelbarer Nähe zur Asse … für ein Pufferlager, eine Anlage zur Charakterisierung und Umladung der rückgeholten Abfälle, eine Konditionierungsanlage sowie eines Zwischenlagers_“.

Die Vernachlässigung wichtiger wissenschaftlicher Vorarbeit (z.B. GNS/WTI-Studie von 2011) und die Überschreitung eigener wissenschaftlicher Kompetenzen, die z.B. bezüglich juristischer Aspekte sogar eingestanden wird, disqualifizieren das sogenannte „Diskussionspapier“ der AGO. Es kann u.E. nicht als wissenschaftlich fundierte Stellungnahme betrachtet werden, sondern stellt einen politisch motivierten Meinungsbeitrag dar.

DREI WESENTLICHE KRITIKPUNKTE:

Vieles ist an dem veröffentlichten sogenannten „Diskussionspapier“ zu kritisieren. Drei Punkte möchten wir herausheben:

  • Die Autoren gehen ohne weitere Begründung davon aus, dass direkt nach der Rückholung der Atommüll konditioniert werden muss, aufwändiger als nötig und mit hohen Belastungen für Beschäftigte und Anwohner*innen verbunden – obwohl die Endlagerbedingungen für den Atommüll aus Asse II noch gar nicht bekannt sind.
  • Es wird nicht betrachtet, dass der Atommüll ggf. unter Tage untersucht (qualifiziert) und dann mit einer gasdichten Transportverpackung umhüllt werden könnte, wodurch der Atommüll transportfähig gemacht werden könnte und eine Konditionierungsanlage wohl auch entfallen könnte.
  • Es werden verschiedene Behandlungsschritte beschrieben und pauschal eine Reduzierung der Schritte vorgeschlagen. Dabei wird außer acht gelassen, bei welchen Schritten konkret welche Belastungen und welche Risiken – insbesondere bei Störfällen – für die in der Nähe wohnenden Menschen entstehen. Diese hängen stark von der Entfernung zur Anlage ab. Da die Wohnbevölkerung an der Asse in vielen Dörfern rund um den Schacht lebt, ist diese Vernachlässigung des Anlagenabstandes hier von besonderer Bedeutung.

 

IGNORANZ GEGENÜBER VORARBEITEN

Unverständlicherweise wird die richtungsweisende GNS/WTI-Studie „Standortunabhängiges Konzept für die Nachqualifizierung und Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle aus der Schachtanlage Asse II“ vom 21. Juli 2011 überhaupt nicht beachtet.

Diese Studie legt dar, dass für eine schnelle und einfache Rückholung und auch für eine einfachere Untersuchung des Atommülls (Qualifizierung) folgendes erforderlich ist:

 

  • Verzicht auf umfassende Konditionierungsmaßnahmen,
  • Entfall einer Kompaktierung des Atommülls (weil nicht machbar, da nichtkompressible Abfallproduckte: Beton, Styrol, Bitumen, Innenabschirmungen vorhanden sind),
  • stattdessen Verpackung in Overpack-Behälter, Probenahme unter Tage, dicht verschlossen und außen kontaminationsfrei nach über Tage befördern. Erforderlichenfalls kann der Innenraum der Overpack-Behälter über Deckelanschlüsse getrocknet und verfüllt werden,  die dichten Overpack-Behälter werden über Tage nicht mehr geöffnet.

 

  • Diese Studie hätte in den vergangen sieben Jahren vom Betreiber und von den AGO-Wissenschaftlern weiter konkretisiert werden müssen. Dies ist unverzüglich nachzuholen.

 

RESÜMEE:

Ohne eine Bewertung der Belastungen zu berücksichtigen und ohne zu wissen, wie der Betreiber mit dem Atommüll aus Asse II unter Tage und über Tage umgehen will, kann eine wissenschaftliche belastbare Empfehlung zu Art und Weise der Auswahl für den Standort eines langfristigen Atommüll-Zwischenlagers wie auch insbesondere eine Empfehlung: „_Sofortiger Beginn der Vorbereitungen zur Planung der Konditionierungsanlage am Asse-nahen Standort_“ nicht seriös abgegeben werden.

 

QUELLEN:

 

  • AGO-Diskussionspapier: „Aspekte zu Umgang, Konditionierung und Lagerung der rückgeholten Asse-Abfälle“. Abgestimmte Endfassung vom 24.01.2019: http://t1p.de/ago-konditionierung
  • „Standortunabhängiges Konzept für die Nachqualifizierung und Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle aus der Schachtanlage Asse II“, erarbeitet von der „Wissenschaftlich-Technische Ingenieurberatung GmbH“ (WTI), der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH: http://t1p.de/gns-wti-studie
  • AGO-Stellungnahme zur Unterlage „Standortunabhängiges Konzept für die Nachqualifizierung und Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle aus der Schachtanlage Asse II“, WTI/GNS (06.12.2011): http://t1p.de/ago-nachqualifizierung
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Wasserzulauf in Asse II vor Atommüll-Einlagerung bekannt

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WASSERZULAUF IN ASSE II VOR ATOMMÜLL-EINLAGERUNG BEKANNT

 

PROTOKOLL VON 1964 OFFENBART: FORSCHUNGSMINISTERIUM UND KERNFORSCHUNGSGESELLSCHAFT SCHOBEN WASSERPROBLEMATIK BEISEITE

 

In den letzten Wochen wurde in Asse II ein deutlich erhöhter Laugenzufluss festgestellt, wie die bundeseigene Betreibergesellschaft BGE meldete (http://t1p.de/asselauge2019).

 

Bislang war man offiziell davon ausgegangen, dass erst seit 1988 – zehn Jahre nach Ende der Einlagerung von Atommüll – Lauge in die Schachtanlage Asse II zutritt. Doch die Analyse eines Befahrungsprotokolls ergibt: schon 1964 wusste man, dass täglich drei Kubikmeter Wasser eindringen. Also bevor am 4. April 1967 das erste Atommüllfass nach unten gebracht wurde.

 

Am 29. Januar 1964, heute vor 55 Jahren, besichtigten Vertreter des Forschungsministeriums, der Gesellschaft für Kernforschung Karlsruhe

(GfK) und des damaligen Eigentümers die Schachtanlage Asse II, um die Eignung zur Atommüll-Deponierung festzustellen. Es wurde notiert, dass pro Minute ca. zwei Liter Wasser durch den Schacht hineinlaufen (Seite 3). Das sind etwa drei Kubikmeter pro Tag. Man könne den Wasserzulauf eindämmen, sorgte sich aber nicht um den weiteren Verbleib dieses Wassers.

 

Auch weitere Formulierungen lassen nur den Schluss zu, dass es allein darum ging, die kostengünstige Einlagerung von Atommüll zu rechtfertigen, nicht aber um eine wissenschaftlich fundierte Beurteilung der Eignung des Salzbergwerks Asse II für Atommüll-Endlagerung. So heißt

es: „Positiv zu werten ist vor allem der Preis, der … auf 600.000,– DM beziffert wurde.“ (Seite 4)

 

 

FORSCHUNGSMINISTERIUM LIES WIDER BESSERES WISSEN EINLAGERN

 

Im Forschungsministerium hätten angesichts dieser Beurteilung schon im Frühjahr 1964 (verfasst wurde das Protokoll am 3. März 1964) alle Alarmglocken schrillen

 

asse-presse@listen.jpberlin.de müssen. Stattdessen ließ man die Umrüstung der Schachtanlage Asse II geschehen und durch die Münchner GSF in fast 12 Jahren 50.000 Kubikmeter Atommüll einlagern. Vermutlich immer mit der Angst im Nacken, noch während des Einlagerungsbetriebes könnte sich die Wassermenge den Weg in das Bergwerk hinein suchen, denn tausend Kubikmeter pro Jahr mussten ja irgendwo bleiben. Am Silvestertag des Jahre 1978 wurde der letzte Atommüll in Asse II abgekippt.

 

Sollten die BGE als Betreiber von Asse II und die Bundesministerien keine Konsequenzen aus dem damaligen leichtfertigen Umgang mit Risiken bei der Lagerung von Atommüll ziehen, können sie auch heute keine Glaubwürdigkeit bei der Einschätzung von Risiken im Rahmen der Endlagersuche gewinnen.

 

 

WIR FORDERN FÜR DIE SCHACHTANLAGE ASSE II UND FÜR ALLE

ATOMMÜLL-PROJEKTE:

 

  1. WISSENSCHAFTLICHE EXPERTISE muss angefordert und erstellt werden, um Vorhaben kritisch zu prüfen und nicht um politische Vorentscheidungen lediglich zu legitimieren.

 

  1. GENEHMIGUNGSBEHÖRDEN dürfen nicht über kritische Stellungnahmen von Wissenschaftler*innen und Bürger*innen hinweggehen, sondern müssen diese beachten und in den Genehmigungsunterlagen nachvollziehbar bewerten. Der Gerichtsweg zur Überprüfung der Entscheidungen muss allen offenstehen.

 

  1. AKTEN ZU ATOMMÜLL-ANGELEGENHEITEN müssen für die Öffentlichkeit leicht zugänglich sein; heutige und kommende Generationen müssen auf unbegrenzte Zeit einen Zugang zu originalen und digitalisierten Akten haben und auch zu Analysesoftware, um diese auszuwerten.

Rechtliche Sonderregelung für Atommüll aus Asse II nötig: Unabhängige Bürgerinitiativen fordern Lex Asse 2.0

Pressmitteilung des Asse II-Koordinationskreises:

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Der Asse II-Koordinationskreis plädiert dafür, den Widerspruch zwischen dem Erfüllen von Atommüll-Endlagerbedingungen und dem Minimierungsgebot des Strahlenschutzgesetzes durch eine neue Gesetzgebung aufzulösen.

Der Bundestag hat bekanntlich 2013 beschlossen, dass der Atommüll aus der Schachtanlage Asse II zurückgeholt werden soll, weil er unten nicht langfristig sicher gelagert werden kann. Aus dem Auftrag zur Rückholung ergeben sich aber bisher ungelöste Folgefragen.

Der Asse II-Koordinationskreis unabhängiger Bürgerinitiativen bittet nun die beteiligten Ministerien, Behörden und den Bundestag, sich dieses gesetzgeberischen Problems anzunehmen. Beim Antrittsbesuch in der Asse von Umweltministerin Schulze am 07.02.2019 konnte ein entsprechendes Schreiben persönlich ihr und Landesumweltminister Lies sowie dem Betreiber der Schachtanlage Asse II und der zuständigen Aufsichtsbehörde übergeben werden.

Das Problem ist folgendes: Um die Anforderungen der geltenden Endlagerbedingungen zu erfüllen, muss Atommüll detailliert klassifiziert werden. Bei Atommüll aus laufenden Atomanlagen geht das in der Regel. Für den Atommüll aus der Schachtanlage Asse II wird dies wohl kaum der Fall sein können – es sei denn, man nimmt die zusätzliche Freisetzung von Radionukliden in Kauf.

(Der Atommüll aus Asse II wird nur teilweise in intakten Fässern geborgen werden können, denn viele Fässer werden defekt oder zerstört sein. Eine unbedingte Verpflichtung zur kompletten detaillierten Klassifizierung würde jedoch dazu führen, dass auch intakt zurückgeholte Fässer geöffnet werden müssten und der enthaltene Atommüll neu konditioniert werden müsste. Denn bei der Einlagerung wurde keine detaillierte Klassifizierung vorgenommen und die Einlagerungsdokumentation des Atommülls ist nur wenig belastbar. Eine Öffnung und Beprobung erhaltener Fässer würde zwangsläufig zur zusätzlichen Freisetzung radioaktiver Strahlung führen, egal wo sie vorgenommen wird. Darüber hinaus würde das Störfallrisiko steigen.

Bei dem Atommüll aus der Schachtanlage Asse II steht also die Erfüllung von Endlagerbedingungen dem Minimierungsgebot des Strahlenschutzgesetzes entgegen. An den üblichen Einlagerungsbedingungen festzuhalten, würde im Ergebnis zu höheren Lasten und Risiken für die Anwohner und die Beschäftigten der Schachtanlage Asse II führen.)

Alle wissen, dass der Atommüll aus der Schachtanlage Asse II einen Sonderfall darstellt. Für den Umgang mit diesem Atommüll müssen bestehende Regelungen im Sinne des Minimierungsgebots des Strahlenschutzgesetzes überprüft, neu gedacht und angepasst werden. Das erfordert ein Zusammenwirken vieler Akteure: der beteiligten Ministerien, des Bundestages, des Betreibers von Asse II. Dabei haben alle Beteiligten eine Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten und den AnwohnerInnen an der Asse.

Der Asse II Koordinationskreis erwartet von den Behörden und Ministerien Stellungnahmen hierzu und die Bereitschaft des Bundestages, einen Dialog mit den AnwohnerInnen der Asse und den unabhängigen Bürgerinitiativen zu beginnen, um eine möglichst belastungsarme Rückholung zu gewährleisten.

Reaktion auf Asse II: Erheblich erhöhte Laugenzuflüsse

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Asse II-Koordinationskreis (A2K) fordert Beschleunigungen:
1.: Schacht 5 jetzt abteufen!
2.: Atommüll-Rückholung von der 725m- und 511m-Sohle beginnen und vorhandene Unterbringungsmöglichkeiten nutzen!
3.: Bergwerk stabilisieren!

Am 12. Januar vermeldete die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) einen erheblichen Anstieg des Laugenzuflusses auf 14.140 Liter pro Tag in der Schachtanlage Asse II. Damit wurde die Meldeschwelle um mehr als 100% überschritten.

Der Asse II-Koordinationskreis unabhängiger Bürgerinitiativen fordert angesichts dessen eine andere Prioritätensetzung beim Betreiber von Asse II:

Vorrang muss der Bau des neuen Schacht Asse 5 haben, nur so kann eine Beschleunigung erfolgen. Auch muss vordringlich die Verfüllung in den Abbaureihen K2 und K4 oberhalb der Atommüll-Kammern fortgesetzt werden, damit in diesen wichtigen Bereichen eine Stabilisierung erfolgt (siehe http://www.asse-watch.de/#FW_Gebirgsbeobachtung_2018). Das folgt auch aus der Bewertung des Institutes für Gebirgsmechanik Leipzig (IfG).

Die Kontrolle der Laugenflüsse auf der 750m-Sohle, auf der der meiste Atommüll liegt, ist aufrecht zu erhalten. Ziel aller Maßnahmen muss sein, den Atommüll so weit wie möglich trocken zu halten.

Die Erhöhung des Laugenzuflusses macht den Zeitdruck deutlich, unter dem die Bergung des Atommülls aus der Schachtanlage Asse II steht. Die Rückholung des Atommülls auf der 725m- und der 511m-Sohle, wie von der BGE vorgestellt, muss beschleunigt werden. Hierfür sollten zunächst die vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten in Deutschland genutzt werden.

Der Atommüll in der Schachtanlage Asse II ist nicht in der Asse entstanden, sondern aus dem ganzen damaligen Bundesgebiet zum Schacht Asse II transportiert worden. Daher muss auch bundesweit nach den bestgeeigneten Lösungen gesucht werden, die schnell zur Verfügung stehen!
Der A2K sieht Anlagen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten als ungeeignet an.

Die Bürgerinitiativen warnten bereits vor sieben Jahren mit der Aktion „Pumpen statt Fluten“ (siehe http://www.asse-watch.de/#Pumpen_statt_Fluten) vor einem Ansteigen der Laugenzuflussmenge und forderten eine Notfallvorsorge, bei der der Atommüll trocken und gebunden gehalten wird. Atommüll darf nicht fahrlässig oder gar vorsätzlich geflutet werden.

Grafik Längsschnitt durch Asse II: http://www.asse-watch.de/pics/Standortueberwachung_Asse_Jahresbericht_2017-202_300dpi_Ausschnitt_Bearbeitung_AR.jpg

Hintergrund:

Der Anlass

Vom 11. Januar auf den 12. Januar sind laut BGE (1) die Laugenzuflüsse in Asse II um 13% angestiegen, und zwar von 12,51 auf 14,14 Kubikmeter. Damit wurde die Meldeschwelle von 0,8 Kubikmeter Anstieg um mehr als 100% überschritten. Es ist zu befürchten, dass dies auf Veränderungen in der instabilen Südflanke des Salzstockes zurückgeht.

Der Berg drückt auf den Salzstock

Das Institut für Gebirgsmechanik (IfG) Leipzig hatte in seiner „Gebirgsmechanischen Bewertung für das Jahr 2017“ (2) angemahnt, dass die verschiedene Einlagerungskammern, die bisher nur mit Salzgruß gefüllt sind, durch eine Firstspaltverfüllung weitergehend stabilisiert werden müssen, um den Verformungen des Salzstockes entgegenzuwirken, die insbesondere an den Pfeilerstauchungsraten erkennbar sind.

Der A2K sieht es daher als dringlich an, dass diese Firstspaltverfüllungen beschleunigt werden, insbesondere in den großen Kammern der Abbaureihen 2 und 4 oberhalb der Atommüll-Einlagerungskammern. Das IfG hatte dazu wörtlich festgestellt „Wie bereits in der Zustandsanalyse 2016 ausgeführt, wiegt für das IfG in der Abwägung die Stabilisierung z.B. der Abbaureihen 2 und 4 schwerer als das Risiko partieller Suspensionseintritte in Risssysteme.“

Die anliegende Grafik zeigt: In die Kammern der Abbaureihen K2, K3 und K4 auf der 679m-Sohle und der 658m-Sohle (oberhalb der Atommüll-Kammern) wurde von 1985 bis 1987 Salzgrus eingefüllt. Dieser Salzgruß ist mit viel Luft versehen (sogenannter „Porenraum“). Der Salzgruß setzt sich im Laufe der Zeit nach unten ab. Dadurch bilden sich am First der Einlagerungskammer Hohlräume, sog. Firstspalte. Durch eine Verfüllung der Firstspalte mit Sorelbeton könnte ein gewisser Gegendruck zum Bergdruck aufgebaut und die Bergbewegung eingedämmt werden, die für Verformungen außerhalb des Salzstockes und für die Aufweitung von Laugenwegsamkeiten verantwortlich sein dürfte.

Dinglichkeit der Atommüll-Rückholung zeigt sich immer wieder

Die erneute Erhöhung der Zuflussmenge – schon Anfang Oktober 2018 war eine solche gemeldet worden – macht den Zeitdruck deutlich, unter dem die Bergung des Atommülls aus der Schachtanlage Asse II steht. Die BGE arbeitet an Planungen zur beschleunigten Rückholung des Atommülls auf der
725 m-Sohle und auf der 511m-Sohle. Auch diese Planungen sind zu beschleunigen. Bezüglich der Unterbringung der Gebinde aus diesen beiden Einlagerungskammern weist der A2K darauf hin, dass der in der Schachtanlage Asse II eingelagerte Atommüll nicht in der Asse, sondern bundesweit entstanden ist. Daher muss auch bundesweit nach den bestgeeigneten Lösungen gesucht werden, die auch schnell zur Verfügung stehen! Der A2K sieht Anlagen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten als ungeeignet an.

Es wird zudem immer deutlicher, dass das Abteufen des Bergungsschachtes Asse 5 und dessen Anschluss an das bestehende Bergwerk dringlich ist.
Diese Dringlichkeit würde dadurch verstärkt, wenn eine Bergung aus den Kammern aus der 511- und 725-m-Sohle über den Schacht 2 nicht möglich ist, da bei einem Störfall die Auswirkungen zu groß sein könnten. Wir verweisen darauf, dass bei einem Störfall während der Rückholung von Atommüll durch Schacht Asse 2 als einzigem Schacht der gesamte Betrieb in der Schachtanlage von Stillstand bedroht wäre.

Die Bürgerinitiativen haben bereits vor sieben Jahren mit der Aktion „Pumpen statt Fluten“ vor einem Ansteigen der Zuflussmenge gewarnt und eine Ausweitung der Pumpenkapazitäten gefordert. Die BGE hat zwar erklärt, dass sie auch höhere Zuflüsse bewältigen könne. Dies entbindet die BGE jedoch nicht davon, die „Sicherheitsreserve“ dem erhöhten Zuflussmengen dynamisch anzupassen.

Quellen:
(1) https://www.bge.de/de/asse/meldungen-und-pressemitteilungen/meldung/news/2019/1/287-asse/
(2) https://www.bge.de/fileadmin/user_upload/Asse/Vortraege/2018/20180628_IfG_fuer_Gebirgsbeobachtung_JB_2017.pdf

Mehr Transparenz bei Asse II !

Asse II-Koordinationskreis unabhängiger Bürgerinitiativen fordert:

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Mehr Transparenz bei Asse II !

 

– Umgebungsüberwachung ist mehr als Datenerhebung!

– Wissensbestände zu Asse II offen legen!

– Wissenschaftliche Begleitung der Rückholung ausbauen – nicht einschränken!

 

Als vor 10 Jahren die skandalösen Vorgänge in der Asse nach und nach ans Licht kamen, wurde mehr Transparenz versprochen. Doch immer noch ist mangelnde Transparenz ein Problem in Bezug auf das Atommülllager Asse II und die Rückholung des Atommülls aus der Schachtanlage – trotz aller Öffentlichkeitsarbeit des Betreibers.

 

 

  1. Umgebungsüberwachung ist mehr als Datenerhebung!

 

Aus der Schachtanlage Asse II treten erhebliche Mengen von Radionukliden aus, vor allem radioaktiver Kohlenstoff und radioaktiver Wasserstoff (Tritium), aber auch Radon.

 

Zur Umgebungsüberwachung muss gefragt werden: Wie werden die gegenwärtigen und vergangenen radioaktiven Freisetzungen aus Asse II und deren Anreicherungen in der Umgebung gemessen? Wie werden die Ergebnisse der Umgebungsüberwachung kontrolliert, bewertet und veröffentlicht? Hier liegt einiges im Argen.

 

Umgebungsüberwachung ist mehr als die Erhebung von Daten: Daten müssen vollständig sein, sie müssen bewertet werden, ihre Qualität muss gesichert sein.

 

Es fehlen Messungen der Anreicherungen von Radionukliden in biologischen Sammlern, zum Beispiel in Baumscheiben, in Zähnen von Wildtieren, in Flechten und in den beiden Teichen in direkter Nachbarschaft zum Schacht Asse II.

 

Alle Messungen zur Umgebungsüberwachung müssen auch von einer unabhängigen Stelle durchgeführt, ausgewertet, bewertet und transparent in die Öffentlichkeit kommuniziert werden.

 

Es werden klare Zuständigkeiten mit verantwortlichen Ansprechpartnern benötigt.

 

Hintergrund dieser Beanstandungen sind Fehlerfeststellungen bezüglich der Umgebungsüberwachung, mitgeteilt von dem Radioökologen Dr. Rainer Gellermann in  Schreiben vom Jan. 2017 und vom 06.11.2018.

 

Auf die Nachfragen einer Bürgerinitiative hin wurde die Verantwortlichkeit für die Umgebungsüberwachung im Zuständigkeitsbereich der Wasserbehörde zwischen dem Landkreis Wolfenbüttel (Untere

Wasserbehörde) und dem Niedersächsischen Umweltministerium (als oberster

Wasserbehörde) hin- und hergeschoben.

 

 

  1. Wissensbestände zu Asse II offen legen!

 

Unzählige Akten existieren zu Asse II. Doch wie werden die Unterlagen so aufbereitet und öffentlich gemacht, dass alle Informationen für interessierte Bürgerinnen und Bürger zugänglich sind – und die Suche nach bestimmten Informationen nicht einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleicht?

 

Hier muss festgestellt werden: Das Desaster um den Schacht Asse II ist während der Verantwortung des Forschungsministeriums des Bundes (BMBF) für die Schachtanlage Asse II angerichtet worden. Der Asse II-Koordinationskreis (A2K) sieht daher eine bleibende Verantwortlichkeit im Bereich des Bundes.

 

Mit der Übergabe der Verantwortung für Asse II vom Forschungsministerium des Bundes (BMBF) an das Umweltministerium des Bundes (BMU) hat das BMU auch die Pflicht, die Aufarbeitung der Asse II-Akten und ein Analyseprogramm zu finanzieren.

 

Die Öffentlichkeit muss eine einfache Zugangsmöglichkeit zu den Akten und zu den darin enthaltenen Informationen bekommen.

 

Der umfassende und einfache Zugang zu Informationen ist eine Grundlage für Meinungsbildung und demokratische Teilhabe.

 

Die Verantwortlichkeit für die Aufarbeitung der Datenbestände und für die Analysesoftware sowie für die Pflege, Vervollständigung und Sicherung aller Datenbestände muss weiterhin im politischen Raum auf der Ebene der Bundesministerien bleiben. Sie darf nicht an eine privatwirtschaftliche Gesellschaft ausgelagert werden.

 

Insbesondere verbietet sich die Auslagerung an eine Institution, die Endlager betreibt oder beaufsichtigt oder die eine Endlagersuche durchführt. Hier sind zum Beispiel beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) und bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) Interessenskonflikte vorprogrammiert; das trifft auch auf die Bundesämter zu.

 

Fragwürdig ist auch, dass das bisher für die Auswertung der Akten zuständige IWW in Goslar zum Helmholtz Zentrum München gehört – das bis

2008 für den Betrieb der Schachtanlage Asse II zuständig war und dem also Mitverantwortung für Vorkommnisse in Asse II zugeschrieben werden muss.

 

Der Asse II-Koordinationskreis fordert daher, dass die Daten der Öffentlichkeit mittels einer Analysesoftware leicht und vollständig zugänglich gemacht werden – in der Verantwortung des Bundes.

 

 

  1. Wissenschaftliche Begleitung der Rückholung ausbauen – nicht einschränken!

 

Unabhängige Wissenschaftler arbeiten seit 10 Jahren dem Asse II-Begleitprozess in bedeutsamen Themen zu, die die Rückholung des Atommülls betreffen. Angesichts des Auslaufens der Verträge der gegenwärtig engagierten Wissenschaftler im März 2019 ist die Frage: Wer bestimmt, welche Fachrichtungen künftig vertreten sind und wie werden die Wissenschaftler ausgewählt?

 

Am 09.11.2018 wurden 2018 beim Treffen des Begleitprozesses in Wolfenbüttel verschiedene künftig zu besetzende Kompetenzfelder der Wissenschaftler öffentlich genannt. Dabei fehlten jedoch die Fachbereiche „Anlagenplanung“ und „Maschinenbau“. Auch „Hydrogeologie“ wurde als solche nicht explizit genannt, obwohl diese beim Schacht Asse II durch den Laugenzufluss in das Grubengebäude ein unverzichtbarer Fachbereich ist.

 

Damit würden Fachbereiche, die für die Rückholung wesentlich sind, nicht berücksichtigt werden.

 

Es entsteht der Eindruck, dass die Neuausrichtung der Wissenschaftlergruppe im stillen Kämmerlein von Politik und Verwaltung getroffen wurde. Der A2K ist hierüber höchst irritiert und vermisst eine Information der Öffentlichkeit einschließlich einer Begründung für diese Neuausrichtung der Wissenschaftlergruppe „Arbeitsgruppe Option Rückholung“ (AGO).

 

 

Grundlage für diese Stellungnahme sind die 27 Grundsatzforderungen des Asse II-Koordinationskreises vom 22.05.2018, (http://t1p.de/27a2) insbesondere die Forderungen 4 und 22 – 24:

(4)          Wir fordern, dass alle Unterlagen, die im Zusammenhang mit der

Schachtanlage Asse II angefallen sind und noch anfallen, lückenlos und zeitlich unbegrenzt dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Dies muss gesetzlich verankert werden.

(22)        Wir fordern, dass die radioaktiven Emissionen aus der Schachtanlage

Asse II lückenlos überwacht und ihre gesundheitlichen Auswirkungen untersucht werden.

(23)        Wir fordern, dass Messergebnisse der Emissionen aus der

Schachtanlage Asse II durch die Umgebungsüberwachung aussagefähig bewertet und interpretiert werden.

(24) Wir fordern, dass in der Umgebungsüberwachung das Thema der Anreicherung von Radionukliden in der Biosphäre berücksichtigt wird – unter anderem durch regelmäßige Baumscheiben-Untersuchungen.

Anti-Atom-Treck setzt klares Zeichen

Anti-Atom-Treck 2018: Asse leerräumen - Konrad aufgeben

Mit einem bunten und kreativ gestalteten Treck haben am Samstag über 1.000 Atomkraftgegner*innen zwischen Salzgitter und Peine ihren Protest auf die Straße getragen. Sie forderten mehr Engagement für die Rückholung des Atommülls aus der Asse und die Aufgabe aller Pläne, in Schacht Konrad Atommüll einzulagern. Beteiligt hatten sich auch Gruppen, die in Braunschweig-Thune, Morsleben, Grohnde und Gorleben von Atomanlagen betroffen sind.

„Konrad muss aufgegeben werden, weil es ein altes Bergwerk ist, das den Anforderungen an ein Atommüllendlager niemals gerecht werden kann“, sagte Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

Die Arbeitsgemeinschaft hatte in einem breiten Bündnis mit Gewerkschaften, Landvolk, Verbänden und Initiativen seit Monaten den Treck vorbereitet und freut sich über die erneut gute Beteiligung. Jetzt sei die Politik am Zug, kommentierte Silke Westphal (AG Schacht Konrad): „Wir fordern von der Bundesregierung, die Verantwortung für den in der Asse havarierten Müll zu übernehmen und sich endlich wieder am Rückholungsprozess zu beteiligen!“

Auch Wolfgang Räschke erinnerte als 1. Bevollmächtigter der IG Metall Peine-Salzgitter, daran, dass es für Schacht Konrad nie eine vergleichende Standortauswahl gegeben hat und der neueste Stand von Wissenschaft und Technik nicht eingehalten wird: „Die wartungsfreie nicht rückholbare Endlagerung ist spätestens seit den Erfahrungen mit der Asse gescheitert. Eine Rückholbarkeit muss bei jedem Endlager gewährleistet bleiben.“

Wolfgang Ehmke von der BI Lüchow-Dannenberg prognostiziert, dass das Projekt Schacht Konrad ähnlich wie Gorleben schief gehen wird, weil die Endlagerung gegen den Widerstand der Zivilgesellschaft niemals durchsetzbar ist. Er forderte die BGE auf: „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“

An die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen erinnerte Ulrich Löhr vom Niedersächsischen Landvolk: „Demnächst müssen 8 Mrd. Menschen auf dem Erdball ernährt werden. Deswegen können wir es uns nicht leisten, in der Kornkammer Mitteleuropas die Erzeugung von Lebensmitteln durch ein Endlager zu gefährden, das genehmigt wurde, als der Commodore 64 eine technische Revolution darstellte.“

Eindrücklich unterstützt wurde der Protest von über 50 geschmückten Treckern, die den Protestzug anführten – es folgten 250 Fahrräder und zahlreiche PKW. Ziel der Demonstration war die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung in Peine, die nach einer Umstrukturierung jetzt Betreiber der Atommülllager Asse II und Planer von Schacht Konrad ist. Die Veranstalter kündigten an, dass die Auseinandersetzung um die Atommülllager in der Region auf allen Ebenen fortgesetzt werden wird.Weitere Infos und aktuelle Fotos vom Treck unter: https://www.anti-atom-treck.de/

Erhöhter Laugenzutritt zeigt Dringlichkeit der Rückholung des Atommülls

PRESSEMITTEILUNG des Asse II-Koordinationskreises

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„Asse II: Atommüll-Rückholung endlich umsetzen!“

Seit Ende September tritt eine deutlich höhere Menge von Lauge in das
ehemalige Salzbergwerk Asse II bei Braunschweig ein, im Schnitt täglich
12,7 Kubikmeter statt vorher 11,6 Kubikmeter – eine Steigerung um 10
Prozent. Diese Steigerung zeigt, wie dringlich die Rückholung des
Atommülls und des Giftmülls aus der Schachtanlage ist.

Die eindringende Lauge kann durch eine Verfüllung nicht aufgehalten
werden. Sie wird langfristig den Salzstock auflösen. Die Annahme, man
könne Asse II verfüllen und hätte dann für alle Zeit Ruhe vor der
eingelagerten Radioaktivität, ist irrig. Eine Verfüllung hält den
Zerstörungsprozess nicht auf. Da der Salzstock zudem unter Druck steht,
droht langfristig die Auspressung der radioaktiven Stoffe.

Die Rückholung des Atommülls duldet keine Verzögerung. Jedoch: sie wurde
zwar vom Bundestag im Atomgesetz verankert, aber kommt seit Jahren nicht
wirklich voran. Vordringlich sind hier nach Ansicht des Asse
II-Koordinationskreises, in dem Bürgerinitiativen, Gruppen und
Einzelpersonen seit mehr als 10 Jahren gegen die Flutung von Asse II
zusammenarbeiten:

Forderungen zur Rückholung

– Der Betreiber muss alle Maßnahmen umsetzen, die den Atommüll und den
Giftmüll trocken halten, um damit die Rückholung zu ermöglichen.

– Zu möglichen Maßnahmen der Verhinderung des Absaufens von
Schachtanlage Asse II muss Fachwissen internationaler Experten eingeholt
werden. Es müssen Notfallmaßnahmen geplant werden, die die
Trockenhaltung sicherstellen.

– Der Betreiber muss schnellstmöglich alle Maßnahmen umsetzen, die
erforderlich sind, um den Anforderungen des Atomgesetzes §57b zur
Rückholung nachzukommen.

– Die Rückholung des Atommülls und des Giftmülls aus der Schachtanlage
Asse II sowie der Bau und der Betrieb von Einrichtungen zur
Konditionierung und Zwischenlagerung darf keinerlei wirtschaftlichen
Einschränkungen unterliegen.
Planung und Durchführung der Rückholung sollten nach industriellen und
nicht nach verwaltungstechnischen Maßstäben erfolgen. Dazu gehört ein
dauerhaftes Projektmanagement, ein detaillierter, gültiger Masterplan,
der ständig aktualisiert wird. Bürokratie darf die Planung nicht
verzögern.

– Der Asse II Koordinationskreis fordert schon lange, dass umgehend alle
notwendigen Maßnahmen für die Rückholung des Atommülls und des Giftmülls
aus dem Schacht Asse II im Detail geplant, genehmigungsrechtlich
abgesichert und umgesetzt werden. Ein neuer Schacht (Asse 5) muss
unverzüglich (d.h. innerhalb der nächsten fünf Jahre) gebaut werden, um
sowohl einen sicheren Betrieb unter Tage als auch die Rückholung des
Atommülls und des Giftmülls zu sichern.

Umfassender Forderungskatalog

Diese Forderungen sind Bestandteil der 27 grundlegende Forderungen vom
Mai dieses Jahres:
1) Zur Schachtanlage Asse II an sich,
2) zur Rückholung der radioaktiven und chemotoxischen Stoffe aus dem
Bergwerk,
3) zur künftigen Lagerung rückgeholter Abfälle und
4) zur Umgebungsüberwachung.

Der komplette Katalog der Forderungen und unsere Beschreibung der
gegenwärtigen Situation in Form einer Präambel finden sich in
„Asse-Durchblicke, Nr. 8“, im Internet unter dem Kurzlink
http://t1p.de/27a2 .

Hintergrund:

Etwa einen Kilometer von den umliegenden Dörfern und nur 15 Kilometer
von Braunschweig, der zweitgrößten Stadt Niedersachsens entfernt wurden
in das ehemalige Salzbergwerk Asse II in den Jahren 1967 bis 1978 etwa
50.000 Kubikmeter Atommüll und Giftmüll eingelagert. Darunter auch 500
kg Arsen und mindestens 28 kg Plutonium. Seither treten bis heute
radioaktive Stoffe wie Tritium (radioaktiver Wasserstoff) und
Radiocarbon (radioaktiver Kohlenstoff) aus der Schachtanlage aus.