Schlagwort: Asse

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Mai 2017

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Kommt mit im Bus zur „Kettenreaktion Tihange“ am Sonntag 25. Juni
  2. Arbeitsgemeinschaft startet durch
  3. Atomares Erbe – Herausforderung für die nächste Generation – Sommerakademie
  4. Asse II – Belastungen und Gefahren analysieren, Risiken minimieren
  5. Alles hängt sich an KONRAD
  6. Wieder … nur eine Sonderregelung rettet Eckert & Ziegler die Strahlengenehmigung
  7. Termine

1. Kommt mit im Bus zur „Kettenreaktion Tihange“ am Sonntag 25. Juni

Die belgischen Atommeiler in Tihange und Doel sind eine akute Gefahr. Diese Gefahr muss sofort abgeschaltet werden! Diese Forderung wird am Sonntag den 25. Juni mit der „Kettenreaktion Tihange“, einer 90 Kilometer langen, grenzübergreifenden Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht bis Aachen eindrucksvoll untermauert werden. Wir brauchen kein zweites Tschernobyl in Europa Deshalb wollen Menschen aus drei Ländern, mit unterschiedlichen Sprachen, an diesem Sonntag gemeinsam Hand-in-Hand ein sichtbares Zeichen setzen, gegen Atomenergie, gegen die Gefährdung von Millionen von Menschen in Europa.

Gemeinsam fährt sich’s weniger allein

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. hat einen Bus gechartert, um vielen Leuten aus unserer Region die Möglichkeit zu geben, an der Menschenkette teilzunehmen. Los geht es am Sonntag, 25.06., in aller Frühe vom ZOB in Braunschweig. Reisepreis pro Person 25 Euro. Weitere Info und Anmeldung: Email: info@ag-schacht-konrad.de; Tel: 05341 – 900194

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2. Arbeitsgemeinschaft startet durch

Die open-air-Saison ist – auch wenn man es dem Wetter noch nicht zutraut – nun eröffnet und wir zeigen Präsenz auf der Straße. Die kommenden Aktivitäten im Rahmen unseres Jubiläumsjahres: Samstag, 20. Mai auf dem Braunschweiger Kastanienblütenfest in der Kastanienallee (Infostand, Ausstellung zu 30 Jahren Widerstand im Braunschweiger Land, Waffeln mit erneuerbaren Energieträgern backen). Sonntag, 21. Mai geht es per Rad auf den Transportwegen einer verfehlten Atommüllpolitik weiter. Die Radtour ist ein Patenschaftsgeschenk zum 30jährigen Bestehen der AG Schacht Konrad e.V. von der BISS e.V. und startet um 10 Uhr an der Atomfirma Eckert&Ziegler in BS-Thune – mit Infos an verschiedenen Stationen zu Eckert&Ziegler, zur aktuellen Politik des Rats der Stadt, zum geplanten interkommunalen Gewerbegebiet, zum Übergabebahnhof Beddingen und zu Schacht Konrad. Am langen Himmelfahrtswochenende sind wir gleich an mehreren Orten unterwegs: in Berlin sind wir in Kooperation mit .ausgestrahlt vom 24.-27. Mai mit einen Infostand auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag präsent und im Wendland wird unsere Ausstellung zu 30 Jahren Widerstand vom 25. Mai bis 01. Juni auf der Mützingenta zu sehen sein. Zum Abschluss der Kulturellen Landpartie sind wir am 2. Juni – wie auch in den Vorjahren – auf der Widerstandspartie in Gorleben dabei.

weiterlesen und links zu den jeweiligen Aktivitäten

3. Atomares Erbe – Herausforderung für die nächste Generation – Sommerakademie

Sommerakademie 2.-6. August 2017 in Wolfenbüttel:

Welches atomare Erbe hinterlassen wir künftigen Generationen? Welche Probleme ergeben sich bei der Lagerung radioaktiver Abfälle? Welche Kosten werden entstehen und wie werden diese finanziert?

Diesen Fragen soll eine interdisziplinäre Gruppe von StudentInnen und jungen WissenschaftlerInnen bei der Sommerakademie des „Atommüllreport“ nachgehen. Ausgewiesene ExpertInnen geben eine Einführung in die Probleme bei Umgang und Lagerung radioaktiver Abfälle und zeigen berufliche Perspektiven auf.

Die Sommerakademie richtet sich an Studierende und junge Akademikerinnen und Akademiker aller Fachrichtungen. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

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4. Asse II – Belastungen und Gefahren analysieren, Risiken minimieren

Für die ehemalige Samtgemeinde Asse wurden 2010 für 2002 – 2009 signifikant erhöhte Krebsraten festgestellt – dreimal so viele Schilddrüsenkrebsfälle bei Frauen und doppelt so viele Leukämiefälle bei Männern.

Frühere Zahlen liegen nicht vor, da das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen erst im Jahr 2000 gegründet wurde.

weiterlesen bei der WAAG…

5. Alles hängt sich an KONRAD

Während der Bundesrechnungshof das Bundesumweltministerium rügt, weil die Ausbaukosten für Schacht KONRAD explodieren und die Inbetriebnahme sich ständig nach hintern verschiebt, scheint dieses Dahinschleppen für Atommüllbesitzer und -verwalter immer wieder eine willkommene Ausrede zu sein, um Ausnahmeregelungen von einer sicheren „Zwischenlagerung“ einzufordern. Wer möchte schon großes Aufhebens um Atommüllchargen machen, die nicht einmal hochradioaktiv sind?

Dieses Mal geht es um das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus.

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6. Wieder … nur eine Sonderregelung rettet Eckert & Ziegler die Strahlengenehmigung

Das Landesumweltministerium teilte am Mittwoch im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Braunschweig mit, dass EZ nur aufgrund von freiwillig auferlegten Einschränkungen seine Strahlengenehmigung behalten darf. Dies bedeutet, die gesetzlichen Vorgaben für die Evakuierung der Anwohner*innen können nicht eingehalten werden. Demnach wäre also die Rücknahme der enorm hohen Strahlengenehmigung von EZ zwingend. Dennoch soll EZ 100% seiner Strahlengenehmigung behalten. Um das zu erreichen, bedient sich das NMU erneut einer Sonderregelung für den Atomstandort neben Wohnhäusern und Schulen.

weiterlesen bei der BISS…

6. Termine

  • 02.-12.05.17 Ausstellung 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ Kreishaus des Landkreises Göttingen, Reinhäuser Landstraße 4, 37083 Göttingen. In der zweiten Mai-Hälfte soll sie dann in Bad Pyrmont gezeigt werden mehr…
  • morgen Fr., 05.05.17, 11.00 Uhr KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, in den Blumentriften, Salzgitter-Lebenstedt
  • morgen Fr., 05.05.17, 19.00 Uhr Neckar castorfrei Infoveranstaltung, Meuchefitz / Wendland
  •  So., 07.05.17, 17.00 Uhr Die ASSE-Konzerte – Heute beginnt die diesjährige Asse-Konzertreihe mit einem ganz besonderen Konzert unter dem Motto „Denn es ist das ewig Eine“ gestalten, ein Programm mit Opernarien und Lyrik zum Thema Liebe, Hans Gröning (Gesang), Anna Stieblich (Texte) und Byron Knutson (Klavier), Wir sind sehr stolz, für diese Eröffnung „echte Stars“ auf der Bühne zu haben: Die Schauspielerin Anna Stieblich ist nicht nur auf großen Theaterbühnen, sondern auch durch Film und Fernsehen bekannt (Tatort, Türkisch für Anfänger), Bariton Hans Gröning ist u.a. Preisträger des Deutschen Gesangswettbewerbs und regelmäßiger Gast am Münchner Theater am Gärtnerplatz sowie der Komischen Oper Berlin mit großen Opernpartien und der Pianist Byron Knutson hat eine Professur an der Hanns Eisler Musikhochschule Berlin. Und dazu ein hinreißendes Programm zum schönsten Thema der Welt… Schünemannsche Mühle, Wolfenbüttel (Rosenwall 17) mehr…
  •  So., 07.05.17, 13.00 Uhr „Tour Bequerel“ Fahrrad-Demo – Sternfahrt nach Aachen: Stop Tihange&Doel
  • Di., 09.05.17, 17.15 Uhr Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD-Haus, Salzgitter-Bleckenstedt
  • Mi., 10.05.17, 18.30 Uhr Vorbereitungstreffen Jubiläum der AG, KONRAD-Haus, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Fr., 12.05.17, 14.00 Uhr ASSE-II-Begleitgruppe(A2B)(groß), öffentlich, TWW e.V. Am Exer, Wolfenbüttel
  • Fr., 12.05.17, 19.30 Uhr Atommüll 2017 – Ewigkeitsschäden und andere Kleinigkeiten, Vortrag und Diskussion mit Ursula Schönberger, Projekt Atommüllreport, Ort: Staatsarchiv Ludwigsburg, Arsenalplatz 3
  • So., 14.05.17, 14.00 Uhr BISS-Sonntagsspaziergang, Treffen vor dem Firmengelände von Eckert & Ziegler Gieselweg 1, 38110 Braunschweig
  • Di., 16.05.17, 19.00 Uhr Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Sa., 20.05.17, 11.00 Uhr Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten, Café täglich, Osterstraße 41, 31785 Hameln
  • So., 21.05.17, 10.00 Uhr BISS-RadtourMit dem Rad auf den Transportwegen einer verfehlten Atommüllpolitik. Die Radtour ist eingebunden in das Motto „30 Jahre – 30 Paten“ mit der das Jubiläum der erfolgreichen Anti-Atom-Politik der AG Schacht Konrad gefeiert wird
  • Di., 23.05.17, 19.00 Uhr ASSE-II-koordinationskreis, Wolfenbüttel, Thomas-Kirche, Jahnstr.1
  • 24.-28.05.17 Evangelischer Kirchentag in Berlin, mit Infotischen von ausgestrahlt und Arbeitsgemeinschaft – 30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad
  • 25.05.-05.06.17 Kulturelle Landpartie im Wendland
  • Fr., 02.06.17, 11.00 Uhr KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, in den Blumentriften, Salzgitter-Lebenstedt
  • Fr., 02.06.17, 14.00 Uhr bis in die Nacht hinein 40 Jahre Standortbenennung Gorleben – 40 Jahre Widerstand Gorleben ist seit 40 Jahren unser Wunder Punkt Kulturelle Widerstandpartie 2017, Beluga-Dreieck Infostand und Ausstellung 30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad
  • Sa., 10.06.17, 09.00-15.00 Uhr WUM (Wolfenbütteler-Umwelt-Markt)

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Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

www.ag-schacht-konrad.de

Atommüll in der Asse trocken halten!

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Betreiber von Asse II darf Kritik nicht länger ignorieren!

 

Der Asse II-Koordinationskreis protestierte heute in Berlin dagegen, wie Bundes- und Landesbehörden mit der Schachtanlage Asse II umgehen. Um 11 Uhr begann die Protestaktion vor dem Kanzleramt, und endete um 13 Uhr vor dem Bundesumweltministerterium.

Im ehemaligen Salzbergwerk Asse II (15 km südöstlich von Braunschweig) hat die Bundesrepublik Deutschland vom 4.4.1967 bis zum 31.12.1978 insgesamt etwa 50.000 Kubikmeter Atommüll eingelagert, darunter ca. 28 kg Plutonium, 102 t Uran, 87 t Thorium und auch Kernbrennstoffe.

 

Der Asse II-Koordinationskreis fordert zum Umgang mit der Schachtanlage – unabhängig davon, wer die Anlage betreibt – folgendes:

  1. Alle Arbeiten im Bergwerk sind in ihren Auswirkungen auf die Rückholung abzuwägen und zu dokumentieren.Der Betreiber muss endlich eine detaillierte Planung für die Rückholung des Atommülls vorlegen!

 

  1. Der fragliche Stollen, die „2. südliche Richtstrecke nach Westen auf der 750 m-Sohle“, ist offen zu halten und zu pflegen, solange ausreichende Bergsicherheit gegeben ist!

 

  1. Das Notfallkonzept ist zu revidieren: Atommüll muss möglichst trocken gehalten werden, Durchnässung und Auflösung dürfen nicht billigend in Kauf genommen werden!

 

Wegen der Vorgänge um die geplante Verfüllung auf der 750-m-Sohle richtet der Asse II-Koordinationskreis auch Forderungen an den Gesetzgeber, den Deutschen Bundestag:

– Der Gesetzgeber muss den verantwortlichen Behörden vorgeben, dass alle Maßnahmen in der Schachtanlage Asse II gemäß dem Auftrag (§57b AtG) zur Rückholung des Atommülls zu bewerten sind. Das betrifft sowohl die Notfallplanung als auch alle anderen Maßnahmen.

– Es muss gesetzlich festgelegt werden, dass abzuwägen und zu dokumentieren ist, welche Auswirkungen Arbeiten und Genehmigungen auf die Rückholung haben.

 

Gesetzliche Grundlagen für den Umgang mit der Schachtanlage Asse II sollten folgendes vorsehen:

– Antragsunterlagen des Betreibers für geplante Maßnahmen müssen nachvollziehbar sein und sie müssten neben den üblichen bergrechtlichen und atomrechtlichen Antragsdokumenten auch die bekannten Stellungnahmen kritischer Wissenschaftlicher zur jeweiligen Maßnahme enthalten;

– Berg- und atomrechtliche Genehmigungsbehörden müssen verpflichtet werden, die verschiedenen Auffassungen neutral und nachvollziehbar zu prüfen, sie abzuwägen und – für den Fall, dass dabei bekannte Stellungnahmen und Gutachten fehlen – müssen die Genehmigungsbehörden fordern, das die Unterlagen entsprechend ergänzt werden.

 

Die Bürgerinnen und Bürger heutiger und künftiger Generationen haben ein Recht auf nachvollziehbare Genehmigungsverfahren!

Im Asse II – Koordinationskreis arbeiten folgende Organisationen und Gruppen gegen die Flutung der Asse zusammen: AufpASSEn e.V. •  Aktion Atommüllfreie Asse Wolfenbüttel (AAA)  •  Bürgerinitiative Strahlenschutz Braunschweig (BISS)  •  BUND Kreisgruppe Wolfenbüttel  •  Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Thomas Wolfenbüttel  •  Jugendumweltnetzwerk Niedersachen AK Asse  •  SPD Ortsvereine Denkte/Kissenbrück und Remlingen •  Vahlberger Asse Aktivisten  •  Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe (WAAG)  •  sowie zahlreiche Einzelpersonen.

50 Jahre Einlagerung von Atommüll in Asse II – 10 Jahre „Remlinger Erklärung“ gegen die Flutung

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Am heutigen 50. Jahrestag der ersten Einlagerung von Atommüll in die Schachtanlage Asse II (15 km südöstlich von Braunschweig) fanden sich gut fünfzig Menschen vor der Schachtanlage ein, um an die Geschichte der Einlagerung von Atommüll hier im Berg zu erinnern. Eine Geschichte der Verharmlosung der Gefahren, die von diesem Müll ausgehen, und eine Geschichte der Verschleierung der Vorgänge in der Schachtanlage.

 

Grußworte von Initiativen anderer Atommüll-Standorte sowie von Dr.-Ing.

Hans-Helge Jürgens wurden eingebracht. Jürgens war einer der frühen Warner vor einem Laugenzutritt in die Schachtanlage Asse II. Seine Ausarbeitung von 1979 wurde damals ignoriert, seine wissenschaftliche Karriere jedoch war danach beendet.

 

Symbolisch wurde ein Sarg vor das Tor der Schachtanlage getragen: „Region Asse – Ruhe sanft.“ Der Hintergrund: Jahrzehntelang verbarg man die Gefahren, die von dem Atommüll ausgehen, der in der Asse vergraben liegt.

Die Bürger wurden beruhigt mit einer angeblichen Harmlosigkeit der Abfälle und mit vorgetäuschter Sicherheit einer Deponierung unter Tage. Dabei lauern tödliche Gefahren in dem Müll: Unter anderem sind 28 kg Plutonium und 500 kg Arsen eingelagert.

 

Rednerinnen und Redner erinnerten an sieben Phasen des Umgangs mit Atommüll in der Asse. Asse II war als erste unterirdischer Atommüll-Deponie Deutschlands jahrzehntelang der Nachweis für eine angebliche Machbarkeit einer „Entsorgung“ radioaktiver Abfälle.

 

1.) Dr.-Ing. Frank Hoffmann: „Das wichtigste in Kürze“

2.) Hans-Jürgen Thiel: „1964-67: „Proteste und Kritik von Anfang an“

3.) Christiane Jagau „1967-71: Klare Einlagerungsbedingungen? Lieber nicht!“

4.) Dr. Ursula Kleber: „1976-78: Der Kampf um das Ende der Einlagerung““

5.) Lutz Seifert: „1978-88: Doch noch Fortsetzung der Versuchsendlagerung?“

6.) Hilmar Nagel:              „1988-98: Laugeneinbrüche werden verheimlicht“

7.) Gerta Kuchenbäcker und Henning Garbers: 2002-17: „Der Kampf gegen die Flutung von Asse II (Remlinger Erklärung und Geschehen seither)“

 

Wortlaut der Redebeiträge:

http://www.asse-watch.de/pdf/170404_BERICHT_50_Jahre_Atommuell_in_Asse_II.pdf

 

 

Im Asse II – Koordinationskreis arbeiten folgende Organisationen und Gruppen gegen die Flutung der Asse zusammen: AufpASSEn e.V. •  Aktion Atommüllfreie Asse Wolfenbüttel (AAA)  •  Bürgerinitiative Braunschweig

(BIBS)  •  BUND Kreisgruppe Wolfenbüttel  •  Ev.-luth. Kirchengemeinde St.

Thomas Wolfenbüttel  •  Jugendumweltnetzwerk Niedersachen AK Asse  •  SPD Ortsvereine Denkte/Kissenbrück und Remlingen  •  Vahlberger Asse Aktivisten  •  Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe (WAAG)  •  sowie zahlreiche Einzelpersonen.

Asse II: Durch geplante Verfüllmaßnahme droht Flutung des Atommülls

Pressemitteilung des Asse II-Koordinationskreises anlässlich der Sitzung des Umweltausschusses des Bundestages zum Standort-Auswahlgesetz am

8.3.2017:

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Der zweifelhafte Umgang des Bundes mit seinem gescheiterten Atommüll-Lagerort Asse II lässt nichts Gutes für die Auswahl eines Standortes für wärmeentwickelnden Atommüll erwarten.

Bürgerinitiativen an der Asse sorgen sich um die weitere Entwicklung im Atommüll-Lager Asse II bei Wolfenbüttel. „Hier wird anscheinend nicht nach dem Stand von Wissenschaft und Technik gearbeitet, obwohl im Bergwerk Asse II ca. 50.000 Kubikmeter Atommüll und außerdem hochgiftige Stoffe lagern“, kritisiert Christiane Jagau vom BUND. In Asse II befinden sich u.a. ca. 28 kg Plutonium, ca.102 t Uran, ca. 87 t Thorium, Kernbrennstoffe und ca. 500 kg Arsen.

In den nächsten Monaten will das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen Stollen auf der 750 m-Sohle mit Sorelbeton verfüllen, die ‚2. südliche Richtstrecke nach Westen‘. Dieser Stollen führt vor den verschlossenen Atommüll-Kammern entlang. Der Asse II-Koordinationskreis der Bürgerinitiativen, Gruppen und Einzelpersonen, die sich gegen die Flutung von Asse II engagieren, wendet sich gegen die geplante Verfüllung.

In dem Stollen werden gegenwärtig an verschiedenen Stellen teilweise radioaktiv kontaminierte Salzlösungen (Laugen) aufgefangen. Diese stammen vermutlich aus einem Teil des Laugenzuflusses von 12 m³ täglich und haben wohl den Atommüll in den Kammern durchflossen. Täglich wird neben 20 bis

30 Litern radioaktiver Lauge auf dieser Sohle auch etwa ein halber Kubikmeter an Lauge aufgefangen, die noch nicht kontaminiert ist. „Wenn der betreffende Stollen verfüllt wird, könnten etwaige neue Laugenzuflüsse nicht mehr aus den Kammern abfließen, also auch nicht mehr gefunden und abgepumpt werden“, so Ingenieur Udo Dettmann aus Groß Denkte von „AufpASSEn“.

„Es droht die schleichende Flutung des Atommülls auf der 750 m-Sohle“, fasst Andreas Riekeberg von der Kirchengemeinde St. Thomas in Wolfenbüttel die Befürchtungen der Bürgerinitiativen angesichts der geplanten Maßnahme zusammen.

 

Die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) geplante Verfüllung der ‚2. südlichen Richtstrecke nach Westen‘ würde die Rückholung des Atommülls erschweren und die radiologischen Risiken in der Asse erhöhen. Heike Wiegel aus Remlingen, Vorstandmitglied des Vereins „AufpASSEn“, moniert:

„Eine fachliche, wissenschaftliche Begründung und Abwägung in den Genehmigungsunterlagen zu den Stellungnahmen der Wissenschaftler der Asse 2 Begleitgruppe (AGO) gibt es nicht.“

Über 700 Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits den folgenden Forderungen des Asse II-Koordinationskreises an das Bundesamt für Strahlenschutz sowie an die Umweltministerien in Hannover und Berlin angeschlossen:

 

 

  1. Alle Arbeiten im Bergwerk sind in ihren Auswirkungen auf die Rückholung abzuwägen und zu dokumentieren.Der Betreiber muss endlich eine detaillierte Planung für die Rückholung des Atommülls vorlegen!

 

  1. Der fragliche Stollen, die 2. südliche Richtstrecke nach Westen auf der 750 m-Sohle, ist offen zu halten und zu pflegen, solange ausreichende Bergsicherheit gegeben ist!

 

  1. Das Notfallkonzept ist zu revidieren: Atommüll muss möglichst trocken gehalten werden, Durchnässung und Auflösung dürfen nicht billigend in Kauf genommen werden!“

 

 

Diese Forderungen können unterstützt werden auf https://kurzlink.de/keine-asseflutung oder https://www.openpetition.de/petition/online/asse-ii-durch-geplante-verfuellmassnahme-droht-flutung-des-atommuells

Im Asse II – Koordinationskreis arbeiten folgende Organisationen und Gruppen gegen die Flutung der Asse zusammen: AufpASSEn e.V. •  Aktion Atommüllfreie Asse Wolfenbüttel (AAA)  •  Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS)  •  BUND Kreisgruppe Wolfenbüttel  •  Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Thomas Wolfenbüttel  •  Jugendumweltnetzwerk Niedersachen AK Asse  •  SPD Ortsvereine Denkte/Kissenbrück und Remlingen  •  Vahlberger Asse Aktivisten  •  Wolfenbüttler AtomAusstiegsGruppe (WAAG)  •  sowie zahlreiche Einzelpersonen.

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. März 2017

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  1. Mitgliederversammlung AG Schacht Konrad – 30 erfolgreiche Jahre Widerstand im Weltatomerbe Braunschweiger Land
  2. Stadt Braunschweig will die neue Atommüll-Halle im Schnelldurchlauf genehmigen!
  3. Zu Gast im Wendland: Podiumsgespräch zu 40 Jahren Standortbenennung Gorleben
  4. Geplantes Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet neben Schacht Konrad?
  5. Erinnerungen und heutige Relevanz – 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“
  6. Atomnarren mit dem Asse-Geisterschiff beim Braunschweiger Schoduvel dabei
  7. Termine

1. Mitgliederversammlung AG Schacht Konrad – 30 erfolgreiche Jahre Widerstand im Weltatomerbe Braunschweiger Land

Wir laden zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung

am Samstag, den 25. März 2017, 11.00 Uhr
ins Gemeindehaus an der Kirche, Salzgitter-Bleckenstedt

ein. Wir eröffnen damit ganz offiziell das Jubiläumsjahr und öffnen die Mitgliederversammlung deshalb auch für Interessierte und künftige Mitglieder, Gäste sind also außerordentlich willkommen!

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung zeigen wir erstmals die Entwürfe der neuen (Wander-)Ausstellung zu den Atommüllprojekten im Braunschweiger Land und unserem Widerstand und Protest dagegen. Die Entwürfe können mit oder ohne Führung durch ZeitzeugInnen besichtigt werden. Die Ausstellung kann ausgeliehen werden, aktuell suchen wir noch weitere Ausstellungsorte!

2. Stadt Braunschweig will die neue Atommüll-Halle im Schnelldurchlauf genehmigen!

Nach dem verlorenen Prozess um den Bebauungsplan der Stadt Braunschweig gegen Eckert & Ziegler will die Stadtverwaltung Braunschweig der Firma nun in einem neuen Bebauungsplan weitreichende Zugeständnisse machen und ihr vorab sogar die neue Konditionierungs-Halle genehmigen. Die BISS (Bürgerinitiative Strahlenschutz e.V.) ist entsetzt, dass die Stadtverwaltung derart umfassend einknickt.

weiterlesen…        dazu auch: Braunschweiger Nukleargelände: Stresstest kann Atommüllwohnort verhindern

3. Zu Gast im Wendland: Podiumsgespräch zu 40 Jahren Standortbenennung Gorleben

Ortsüblicher Empfang im wendländischen Dünsche: Polizeiwagen vor der Kneipentür des Gasthauses Sültemeier; die Menschheit muss vor gefährlichen Treckern geschützt werden. Im gut gefüllten Saal dann eröffnet Wolfgang Ehmke die Veranstaltung mit einer Hörprobe: die Tagesschau vor 40 Jahren, Ernst Albrecht (spricht exakt wie die heutige Verteidigungsministerin) erklärt Gorleben zum Standort für das nationale Entsorgungszentrum. Es folgt ein kurzer Rückblick auf eine lange Widerstandsgeschichte…

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4. Geplantes Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet neben Schacht Konrad?

Zu einer Infoveranstaltung über das geplante Interkommunale Industrie- und Gewerbegebiet zwischen den Ortschaften Geitelde, Stiddien, Timmerlah, Groß Gleidingen, Üfingen, Sauingen und Beddingen hatten die Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS) und der CDU-Ortsverband am Dienstag Abend in das TSV-Sportheim Geitelde geladen.

Mehr als 150 Leute waren gekommen, es wurden noch Stühle geholt und viele Bänke zusammen geschoben, trotzdem konnten einige Gäste den Wortbeiträgen der 2-stündigen Veranstaltung nur stehend oder vom Flur aus folgen.

Was brennt hier so unter den Nägeln?

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5. Erinnerungen und heutige Relevanz – 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“

Am 19. März 1977 kam es am Bauplatz des Atomkraftwerkes Grohnde zu teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen 15.000 Demonstranten und der Polizei. Das ist Geschichte. Damals ging es um die Durchsetzung der Atomenergie oder deren Verhinderung.

Mit mehreren Veranstaltungen und einer Ausstellung will die „Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten“ im März 2017 den langen Bogen vom Beginn der Auseinandersetzung bis heute schlagen, nach Erinnerungen fragen und heutiger Relevanz.

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6. Atomnarren mit dem Asse-Geisterschiff beim Braunschweiger Schoduvel dabei

20 Atomnarren als rostende Fässer, mit in die Jahre gekommenen Fässern, die sich nur noch mit Rollatoren fortbewegen können, das Geisterschiff mit goldenen Jubiläumsschildern am Bug und am Heck ausgestattet, die auf die 1. Einlagerung der ersten Atommüll-Fässer in die Asse vor genau 50 Jahren hinweisen – so zogen die Atomnarren die Aufmerksamkeit von 155.000 Besuchern des Schoduvel auf sich. „Von Geisterschiff bis Martin Luther“, so titelt dann auch der NDR: ein „Geisterschiff“, das auf einer Welle aus Atommüll-Fässern daher schwamm.

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7. Termine

  • morgen Fr., 03.03.17, 11.00 Uhr KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, in den Blumentriften, Salzgitter-Lebenstedt
  • morgen Fr., 03.03.17, 16.00 Uhr Fachgruppe KONRAD, KONRAD-Haus, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • morgen Fr., 03.03.17, 18.00 Uhr Aachen: „Wie sicher sind die belgischen Atomkraftwerke?“ Podiumsdiskussion mit Gästen aus Politik und Wissenschaft mehr
  • Fr., 03.03.17, 18.30 Uhr Nach dem Karneval – Abschlusstreffen der Braunschweiger Atomnarren, Ort: wird noch bekannt gegeben, Fotos
  • Sa., 04.03.17, 11.00-17.00 Uhr BISS-Mitglieder treffen sich zum Strategie-Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), DGH Schwülper
  • Sa., 04.03.17, 11.00-14.00 Uhr Kreativ-Termin der Kanaldörfer gegen KONRAD, Hof Wasmus, Bleckenstedter Str. 37, Bleckenstedt
  • Sa., 04.03.17, 13.00 Uhr Demo Heilbronn „Neckar castorfrei!“ – 2017 stehen bundesweit die ersten CASTOR-Transporte seit langem an. Mit 5 Transporten will die EnBW 15 Castoren auf dem Neckar vom stillgelegten AKW Obrigheim in das Zwischenlager am AKW Neckarwestheim bringen. mehr
  • 10.-13.03.17 Lesen ohne Atomstrom in Hamburg & Lübeck, mehr
  • 10.03.-28.04.17 Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ gesamtes Programm für Region Braunschweig
  • Mo., 06.03.17, 18.00 Uhr Wolfenbüttel: ASSE-Mahnwache, Lange Herzogstr. 67 in Wolfenbüttel, VA: Wolfenbütteler AtomAustiegsGruppe WAAG
  • Mo., 06.03.17, 18.00 Uhr Göttingen: Mahnwache für die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen weltweit, mit Redebeiträgen, aktuellen Infos und Aktionen. Ort: Göttingen, Gänseliesel VA: Anti-Atom-Initiative Göttingen
  • Fr., 10.03.17, 17.00 Uhr 16. Mobile Atomaufsicht, mit japanischer Zeitzeugin Shinobu Katsuragi [Plakat] [Karte]
  • Sa., 11.03.17 Fukushima Jahrestag (2011)
  • Sa., 11.03.17, 12.00 Uhr Berlin: Kazaguruma Demo, Gendarmenmark, mehr
  • Sa., 11.03.17, 13.30 Uhr Düsseldorf: Fukushima Gedenktag und Demo, Sayonara Genpatsu, mehr
  • Sa., 11.03.17, 14.00 Uhr Demo Antwerpen – Zeit für neue Energie – Stop Doel/ Tihange, mehr
  • Sa., 11.03.17, 14.00 Uhr Straßburg: Internationale Demonstration gegen das AKW Fessenheim
  • Sa., 11.03.17, 14.00 Uhr Hamburg: Fukushima-Demo – Atommüll verhindern, bevor er entsteht
  • Sa., 11.03.17, 15.00 Uhr Wendland: Demo zum Fukushima-Jahrestag: für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen – weltweit – 15.00 Uhr Gedelitz – Demozug von Gedelitz zu den Atomanlagen Gorleben – 16.00 Uhr Kundgebung – Protest, Reden, Musik, Kaffee und Kuchen.
  • Mo., 13.03.17, 17.15 Uhr Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD-Haus, Salzgitter-Bleckenstedt
  • Mi., 15.03.17, 19.00 Uhr Anti-Atom-Plenum Weserbergland, Sumpfblume, Hameln
  • Do., 16.03.17, 20.00-21.00 Uhr Radio Okerwelle Wunschkiste – 30 Jahre AG Schacht KONRAD
  • Fr., 17.03.17, 16.00 Uhr Ausstellungseröffnung im Hamelner Münster – 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“, Geschichtsprojekt, mehr
  • Sa.,18.03.17, 15.00 Uhr Geschichten und Geschichte aus 4 Jahrzehnten Auseinandersetzung. Der Geschichtsmarkt zum Projekt 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“, Geschichtsprojekt, Sumpfblume, Hameln, mehr
  • So., 19.03.17 Geschichtsprojekt „Schlacht um Grohnde“: Gottesdienst Hamelner Münster, mehr
  • So., 19.03.17, 18.00 Uhr ASSE-Andacht am ASSE-Schacht, Am Walde1, Remlingen
  • Sa. 25.03.17, 11.00 Uhr Mitgliederversammlung AG Schacht KONRAD, 30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD, Gemeindehaus Bleckenstedt
  • Sa. 25.03.17, 10.00-18.00 Uhr München: 7. Temelin- Konferenz, mehr
  • Sa. 25.03.17, 18.00 Uhr Wendland: Die BI wird 40 – Wir feiern uns selbst, mehr
  • 26.03.-09.08.17 „20 Wochen – gegen 20 Atombomben in Büchel“ Aktionspräsenz in Büchel, mehr
  • Di., 28.03.17 Harrisburg Jahrestag (1979)
  • 31.03.-01.04.17 Göttingen: Frühjahrskonferenz Anti-Atom Bewegung, mehr
  • Sa., 01.04.17, 11.00 Uhr Hameln: Regionalkonferenz Grohnde, Café täglich, Osterstraße 41
  • So., 02.04.17, 11.00 Uhr Vallstedter Frühstück  – Vallstedter gegen Schacht Konrad
  • Di., 04.04.17 50. Jahrestag erste Einlagerung von Atommüll in die ASSE
  • So., 09.04.17, 14.00 Uhr Konrad Gottesdienst, Treffpunkt Stein „Schacht KONRAD Bleckenstedt – Ende der Atommüllstraßen“ am Hof der Familie Traube in Salzgitter-Bleckenstedt (Broistedter Straße / Schwerdtfeger Straße)

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Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

Umweltministerium setzt Asse 2-Begleitgruppe unter Druck

Asse II–Koordinationskreis zu den ausstehenden Verträgen für die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Option Rückholung (AGO):

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Asse II: In der Asse 2-Begleitgruppensitzung am 10.02.2017 wurde deutlich, dass das Bundesumweltministerium (BMUB) die Verlängerung der Verträge für die Wissenschaftler der Asse 2-Begleitgruppe über den 30.06.2017 hinaus verweigert.

Eine wissenschaftliche kritische Begleitung ist wohl nicht mehr erwünscht.

Der Betreiber und das BMUB bemühen sich beim Thema Asse II nicht um eine effektive Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlern der Asse 2-Begleitgruppe.

Das BMUB drängt die Asse 2-Begleitgruppe massiv zur Umstrukturierung.

Sollte die Begleitgruppe dem BMUB und dem Betreiber von Asse II zu stark geworden sein?

Bisher haben der Betreiber, die Behörden und Ministerien keinen Vorschlag gemacht, wie sie die Stellungnahmen der beratenden Wissenschaftler ins

Antrags- und Genehmigungsverfahren aufnehmen und diese bewerten wollen.

Das Atomgesetz schreibt dem Betreiber ein Arbeiten nach dem Stand von Wissenschaft und Technik vor. Dazu müssten auch die kritischen wissenschaftlichen Stellungsnahmen einbezogen werden.

Wir fordern das BMUB auf, die Verträge mit den von der Begleitgruppe ausgewählten Wissenschaftlern längerfristig abzuschließen und deren Stellungnahmen angemessen zu bewerten. Die Region um die Asse braucht die kontinuierliche und verlässliche Arbeit der Wissenschaftler ihres Vertrauens.

[BI-Newsletter] Termine im Februar – 40 Jahre Standortbenennung Gorleben

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir hoffen, dass ihr einen guten Start in das Jahr 2017 hattet und möchten uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für die Zuwendungen und guten Wünsche zum Ausklang des vergangenen Jahres bedanken.

Es bleibt turbulent im beschaulichen Wendland, denn das Jahr 2017 stellt uns vor neuerliche interessante Herausforderungen. Keine Zeit für Müßiggang, denn bereits vor dem Jahreswechsel wurde klar, dass das Standortauswahlgesetz möglichst bis März verabschiedet werden soll. Das sorgt für hunderte Seiten Papier, die gewälzt werden müssen, um daraus Stellungnahmen und Kritik abzuleiten, die wir unermüdlich dem Vorgehen der Politik entgegenstellen.

Das unermüdliche Entgegenstellen wird im Frühjahr auch auf anderer Ebene eine zentrale Rolle in unserer Arbeit einnehmen. Mit einer Aktionswoche zur 40 jährigen Standortbenennung Gorlebens und möglichen Castor Transporten in Süddeutschland stellen wir uns auf viel frische Luft ein.

Im März feiert die BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ihren 40. Geburtstag und Zeit für ein Widerstandsfest bietet auch wieder die Kulturelle Widerstandspartie Anfang Juni.

Mit einem mehrtägigen internationalen Anti Atom Camp im August im Wendland und dem Weltklimagipfel in Bonn stützen unsere internationalen VernetzerInnen die Kampagne „Don´t nuke the climate“ und lenken damit den Blick auf die globalen Zusammenhänge der Atomkraft Nutzung.

Von unserer Seite nur ein kleiner Ausblick auf die zahlreichen Aktivitäten im Jahr 2017, denn selbstverständlich werden wir auch an anderen Orten auftauchen, BündnispartnerInnen unterstützen, Anreisen zu Demos organisieren und möglichst vielen Menschen ermöglichen zusammen gegen Atomkraft auf die Straße zu gehen.

Packen wir´s an! Auf ein kraftvolles Jahr 2017!

 

Termine

 

Di. 07.02.2017 – Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen (114min./2015)“

„Für einen positiven Start ins neue Jahr“, titelten wir bereits im Januar. Leider blieb dies einigen BesucherInnen des Films verwehrt, denn erstmalig in unserer Filmreihe mussten wir Menschen aufgrund des großen Andrangs nach Hause schicken. Wir bitten um Entschuldigung und nehmen dies zum Anlass den Film einfach noch einmal zu zeigen.
TOMORROW trifft den Nerv der Zeit. Mit dem César als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film in den vergangenen Monaten in Frankreich zum Publikumsliebling und inspirierte dort schon mehr als eine Million Zuschauer. Für ihren mitreißenden Dokumentarfilm reisten Mélanie Laurent und Cyril Dion in zehn Länder. Wie bei einem Puzzle wird bald klar, dass erst die Summe der Lösungsansätze das Bild einer anderen Zukunft zeichnet.

Toller Spirit, hoffnungsfrohe Bilder und super Filmmusik! – Für einen positiven Start ins neue Jahr!

Öko-/Politfilm: „Tomorrow“

Di. 07.02.2017 – 19.30h

Kino Platenlaase – Eintritt frei, die Hutkasse geht rum

 

 

18.02.-26.02.2017 – Aktionswoche „40 Jahre Standortbenennung Gorleben“

„40 Jahre Gorleben – 40 Jahre Widerstand!“

Die Bäuerliche Notgemeinschaft, die BI Umweltschutz und das Gorleben Archiv haben sich zusammengesetzt und ein vielseitiges Programm rund um den Jahrestag – 22.02.1977 – der Standortbenennung gestrickt. Von den damaligen Plänen zur Errichtung eines „Nuklearen Entsorgungszentrums“ ist nur ein Teil verwirklicht worden. Auch wenn es sich heute um einen nur sehr geringen Teil der damals geplanten Anlagen und des Areals handelt, folgte seit Verkündung des Standortes Gorleben eine beispiellose gesellschaftliche Auseinandersetzung, die bis heute die Menschen fesselt.

Das Programm bietet einen Blick in die Vergangenheit, ermuntert zum Protest in der Gegenwart und wirft auch einen Blick in die Zukunft.

„40 Jahre Gorleben – 40 Jahre Widerstand – 40 Jahre damals, heute und morgen Teil Eurer Geschichte!“

Das Programm in der Übersicht:

Samstag, 18.02.17 – ab 11.30h – Aktionstag “Rückbau statt Rückschau – 40 Jahre Gorleben!” – Dannenberg, Lüchow, Gorleben, Trebel

Samstag 18.02.17 – ab 17.00h – Plakat Ausstellung des Gorleben Archivs in den Künstlerischen Werkstätten Trebel

Montag, 20.02.17 – Ausstellungseröffnung  „40 Jahre BI Südheide“ im Kreishaus Lüchow

Mittwoch 22.02.17 – 19.00h Podiumsdiskussion “Gorleben: Vier Jahrzehnte vergeudete Zeit – Wo ist der Atommüll in 40 Jahren?”  Gasthaus Sültemeier, Dünsche

Donnerstag, 23.02.17 – 20.15h – Nostalgie und Popcorn – Filmabend “Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feynd wird” (BRD 1979) – Hutkasse! Kino „Alte Brennerei“ in Lüchow,

Samstag 25.02.17 – 18.00h  – Infoabend „Archäologische Ausgrabungen an der Freien Republik Wendland“ mit Attila Dészi von der UNI Hamburg – Kulturverein Platenlaase

Samstag 25.02.17 – 22.00h – TanzNachtTotal-Spezial „Ein Bier auf 1004!“, DJs der Bäuerlichen Notgemeinschaft – Kulturverein Platenlaase

Sonntag 26.02.17 – 11.00h  –  Eselwanderung über den Salzstock von Trebel zum Sonntagsspaziergang. Start Hauptstr. 54/Trebel – Gerhard Has – 13.00 Uhr: Sonntagsspaziergang um das Bergwerk – 14.00 Uhr: Gorlebener Gebet an den Gorlebener Kreuzen

Sonntag 26.02.17 – 17.00h – Literarischer Nachmittag – “Gorleben im Spiegel der Literatur” mit Axel Kahrs, Andreas Maier, Wolfgang Kaven, Ingrid Birkholz und Wolfgang Ehmke. Mit freundlicher Unterstützung des Förderkreises Schreyahn, Künstlerhof Schreyahn

Alle Infos mit weiteren Details findet ihr hier =>

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=17993

 

 

Sa. 25.02.2017 – 11.00-17.00h – 10. Atommüllkonferenz der Anti Atom Initiativen in Göttingen

Der beliebte Treffpunkt für alle, die es genauer wissen wollen und sich an den Debatten beteiligen möchten!

Inhaltliche Schwerpunkte der 10. Atommüllkonferenz sind die Auswirkungen der
Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung, die Fortsetzung der Diskussionen über
Zwischenlager für hoch radioaktive Abfälle und die Auseinandersetzung mit dem Nationalen Begleitgremium zusammen mit der Vorstellung von Ideen für Gegenstrukturen und Aktionen. Die neue Arbeitsgruppe „Freimessen“ startet mit Informationsaustausch, Koordinierung und Hilfestellung bei rechtlichen Fragen. Die Planungen zum Projekt
Atommüllreport werden fortgesetzt.

Einladung, Anmeldung und weitergehende Infos gibt´s hier => http://www.atommuellkonferenz.de/

 

 

Termine anderer VeranstalterInnen

18. und 19.02.17 – Aktionsfahrt gegen Urantransporte von Kiel => Frankreich

Der sogenannte Atomausstieg ist beschlossen – Atompolitik kein Thema mehr? Dennoch fahren täglich Atomtransporte quer durch die Welt um die Atomindustrie mit neuem Brennstoff zu versorgen. Uran wird abgebaut, umgewandelt, angereichert, in Brennelemente gepresst, zu Atomkraftwerken transportiert. Diese Transporte sind Lebensader und zugleich Achillesferse der Atomindustrie – ohne Atomtransporte könnten Atomkraftwerke nicht laufen.

Alle Infos findet ihr hier => http://urantransport.de/aktionstage/aktionsfahrt/

 

Neue Publikation

„StromweXel – Jetzt!“, heißt der neue Flyer der BI Umweltschutz, der nun verfügbar ist. Wir haben unsere Webseite diesbezüglich überarbeitet und einen handlichen Flyer zum Weiterreichen entworfen. Diesen könnt ihr im BI Büro ordern oder ihr schaut mal auf der Webseite vorbei => http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9579

Detaillierter hat sich jüngst Robin Wood mit dem Stromwechsel auseinandergesetzt.
Nach eingehender Recherche wurden die Ergebnisse mit vielen Informationen in einem „Ökostrom Report“ verfasst => http://www.robinwood.de/OEkostrom-Wechsel-Jetzt.oekostrom.0.html

 

Jubiläum

Wir gratulieren unseren FreundInnen der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V. zum 30. Geburtstag!

„30 Jahre Widerstand – auch in Zukunft“ ist das Motto zum Jubiläum. Einen informativen Flyer zu diesem Anlass gibt es hier => http://www.ag-schacht-konrad.de/images/stories/Jubilaeum2017/Jubilaeumsflyer-30-Jahre.pdf

 

Kleiner Ausblick – kurz notiert!

Sa. 11.03.17 – Fukushima Jahrestag mit Demos in Berlin, Hamburg und auch im Wendland

Sa. 25.03.17 – Feier 40 Jahre BI

So. 26.03.17 – Mitgliederversammlung der BI

 

Wir wünschen euch einen weiterhin schönen Winter mit stets „einer handbreit Split unter den Schuhen“. Bleibt gesund und auf ein Wiedersehen im Februar!

 

Sonnige Grüße

Torben Klages

für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.