Schlagwort: Atomanlagen

BI Umweltschutz: Gorlebentag auf der Kulturellen Landpartie. Erst demonstrieren, dann tanzen!

 

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 16.05.2018

 

Die kulturelle Widerstandspartie 2018 startet am Pfingstfreitag, 18.05.18 ab 14.00 Uhr an den Atomanlagen Gorleben

Gorleben ist nicht nur identitätsstiftend für die Kulturelle Landpartie, Gorleben ist unverändert der „wunde Punkt“,denn solange der Salzstock Gorleben als potentielles Endlager nicht aufgegeben wird, muss politisch weiter Druck gemacht werden.

Deshalb lädt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) von 14.00 Uhr bis 1:00 Uhr zur kulturellen Widerstandspartie am Beluga-Dreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben ein.(53°01’48.0″N 11°20’31.9″E) Viele KLP-Punkte bleiben an diesem Tag geschlossen mit der Empfehlung, nach Gorleben zu gehen.

Neu wird in diesem Jahr sein, dass die Widerstandspartie eher „leise“ beginnt. Um 14 Uhr wird zum „Gorlebener Gebet“ eingeladen und im Anschluss gibt es auf der Hauptbühne („Belugabühne“) zunächst zwei Diskussionsrunden zum Thema Atomkraft, auf der sich Initiativen vorstellen.Gäste aus Frankreich, dem Hambacher Forst und des Klimacamps Rheinland nehmen zu„internationalen Energiekämpfen“ und zum notwendigen Ausstieg aus Kohle und Atom Stellung.

Wie im vergangenen Jahr wird im„Klimarundling“ zu Fragen der Klimapolitik und dem möglichen eigenen Handeln informiert. Die Bäuerliche Notgemeinschaft startet zu den beliebten informativen Treckerrundfahrten.

Auf der Waldbühne wird Klaus der Geiger ab 16 Uhr die Teilnehmer*innen auf die Demonstration einstimmen, die rund um den wunden Punkt „Erkundungsbergwerk“ führt.

„In diesem Jahr wird erst demonstriert und dann getanzt“, kündigt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an, um den politischen Charakter des Events zu betonen.

Die BI lädt ein, am Ort der Empörung, bunt, frech und widerständisch zu sein.

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Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Mai 2018

  1. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser (Mobile Atomaufsicht)
  2. Protest-Treck im Herbst geplant: ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!
  3. Mit dem Zug von Braunschweig zur Demo in Lingen am 9. Juni
  4. Aufgabe Atommüll: Staat, übernehmen Sie!
  5. Ist Umweltministerin Schulze die Asse egal?
  6. Termine

 

ag schacht konrad antiatom

 

 

  1. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser (Mobile Atomaufsicht)

 

Es ist geradezu vermessen anzunehmen, Schacht Konrad sei sicher. Unter anderem deshalb findet vom 14.-18.05.2018 das 1. Konradseminar 2018 der IG-Metall Salzgitter-Peine im Gewerkschaftshaus statt. Weil Kontrolle bekanntlich besser als Vertrauen ist, planen wir als Seminarabschluss am Freitag den 18.05.2018 ab 17.00 Uhr den Betreibern von Schacht Konrad auf die Finger zu schauen.

Wir treffen uns oben am Schacht 1 und werden dort einige Kontrollmessungen durchführen. Begleitet werden die Messungen von Redebeiträgen der SeminarteilnehmerInnen.

Alle interessierten Menschen aus der Region sind herzlich Willkommen.

 

Flyer (PDF) <http://ag-schacht-konrad.de/images/stories/Gruppen/Kanaldoerfer/Mobile_Atomaufsicht/20.Mobile-Atomaufsicht-Plakat-A4.pdf>

 

 

  1. Protest-Treck im Herbst geplant: ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!

 

Am Samstag, den 20. Oktober, soll es mit einem bunten Treck vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter-Lebenstedt zur Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine gehen. Mit vielen Menschen, Initiativen und Organisationen wollen wir gemeinsam aufbrechen, um die BGE als Betreiber der Anlagen ASSE II und Schacht KONRAD aufzufordern, ihre Kapazitäten auf den Schachtneubau an der ASSE zu konzentrieren und das sinnlose Projekt KONRAD endlich aufzugeben.

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2135&Itemid=1>

 

 

  1. Mit dem Zug von Braunschweig zur Demo in Lingen am 9. Juni

 

Atomrisiko jetzt beenden! AKW abschalten – 30 Jahre sind 30 Jahre zu viel!

Wir unterstützen mit unserer Teilnahme das Motto der Demo vom AKW Lingen II zur Brennelementefertigung in Lingen am Samstag, den 9. Juni. Das Atomkraftwerk Emsland wird am 20. Juni 30 Jahre alt! Dieser Atommeiler hat eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2022. Das Risiko einer so langen Laufzeit können und dürfen wir nicht zulassen, weder in Lingen noch an anderen Standorten! Es gibt keine „sichere Atomkraft“, und je älter ein Reaktor wird, desto gefährlicher ist er. Allein durch Materialermüdung und Verschleiß steigt die Anzahl der Störfälle dramatisch an, auch im AKW Emsland. Und auch der aktuelle Störfall im AKW Doel in Belgien nahe der deutschen Grenze bei Aachen…

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2134&Itemid=1>

 

  1. Aufgabe Atommüll: Staat, übernehmen Sie!

 

Bericht über den Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“

Mit dem neuen Standortauswahlgesetz wurde auch eine Neuordnung der Verantwortung im Umgang mit dem Atommüll und ein neues Finanzierungskonzept vom Bundestag beschlossen. Zu diesem Thema veranstaltete das Fachportal Atommüllreport am Freitag, dem 20.4. in Hannover den Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll“, an dem 40 Vertreter von Firmen, Behörden, Wissenschaft, Initiativen und Umweltverbänden teilnahmen.

 

weiterlesen beim Atommüllreport… <https://www.atommuellreport.de/themen/atommuell/einzelansicht/aufgabe-atommuell-staat-uebernehmen-sie.html>

 

  1. Ist Umweltministerin Schulze die Asse egal?

 

Nach einer sechsmonatigen Pause, in der sich vieles um die Umstrukturierung von Ämtern und Gremien drehte, kam am 27. April erstmalig in diesem Jahr der „A2B groß“ zu seiner eigentlich quartalsmäßigen Sitzung in Wolfenbüttel zusammen. Auffallend leer blieben die Sitze des BMUB, weder Staatssekretäre noch Ministerialdirektoren oder -räte hatten den Weg aus der Hauptstadt in die Asse-Region gefunden. Landrätin Steinbrügge antwortet auf Nachfrage aus dem Publikum, dass dem Landkreisamt auch keine Gründe für das Fernbleiben bekannt seien.

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2136&Itemid=1>

 

 

  1. Termine

 

 

*             26.03.-09.08.2018 atomwaffenfrei – Aktionspräsenz in Büchel <http://www.atomwaffenfrei.de>

*             Mo., 07.05.18, 18.00 Uhr, Wolfenbüttel: ASSE-Mahnwache, Lange Herzogstr. 63 in Wolfenbüttel, Wolfenbütteler AtomAustiegsGruppe WAAG <https://waagwf.wordpress.com/2018/05/02/mahnwache-zu-asse-ii-und-mehr-am-montag-den-7-5-2018/>

*             Mo., 07.05.18, 18.00 Uhr, Göttingen: Mahnwache für die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen weltweit, mit Redebeiträgen, aktuellen Infos und Aktionen. Ort: Göttingen, Gänseliesel, VA: Anti-Atom-Initiative Göttingen <http://anti-atom-initiative-goettingen.de>

*             Di., 08.05.18, 18.00 Uhr, Fachgruppe ASSE <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1808&Itemid=325> , DGH Burschenhof, Kantorweg 1, Sickte, Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Di., 08.05.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) <https://www.biss-braunschweig.de> , Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Di., 08.05.18, 19.00 Uhr, ASSE-2-Koordinationskreis, Treffen in Remlingen

*             Mi., 09.05.18, 09.30 Uhr, Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen wegen einer Kletteraktion gegen einen Uranzug im Hamburger Hafen, Ort: Amtsgericht Hamburg-Harburg, Saal A3.06. www.nirgendwo.info <http://www.nirgendwo.info>

*             Do., 10.05.18, 10.00 Uhr, Aachen: Aktion rund um die Karlspreisverleihung <https://www.anti-akw-ac.de/events/99/aktion-rund-um-die-karlspreisverleihung-an-den-groessten-einzelaktionaer-von-tihange-emanuel-macron/>  an den größten Einzelaktionär von Tihange: Emmanuel Macron, Treffen am Welthaus Aachen (An der Schanz 1)

*             10.-21.05.18 Kulturelle Landpartie (KLP) www.kulturelle-landpartie.de <http://www.kulturelle-landpartie.de>

*             10.-21.05.18 Mützingenta www.muetzingenta.de <http://www.muetzingenta.de>

*             So., 13.05.18, 14.00 Uhr, BISS-Sonntagsspaziergang <https://www.biss-braunschweig.de> , Treffen vor dem Firmengelände von Eckert & Ziegler Gieselweg 1, 38110 Braunschweig

*             Di., 14.05.18, 18.00 Uhr, Fachgruppe Konrad <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1141&Itemid=242> , KONRAD-Haus, Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Mi., 16.05.18, 19.00 Uhr, Umweltstammtisch, VA: Greenpeace Braunschweig, Ort: Nexus, Frankfurter Str. 235b, 38122 Braunschweig, facebook <https://www.facebook.com/events/2030020510554915/>

*             Mi., 16.05.18, 19.00 Uhr, Mitgliederversammlung des Vereins Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V. <http://www.grohnde-kampagne.de/grohnde-klage/der-rechtshilfeverein/>  mit Bericht zum Stand der Grohnde-Klage und Neuwahl des Vorstandes, Hameln

*             Fr., 18.05.18, 14.00-01.00 Uhr, Kulturelle Widerstands-Partie <http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=19983> , Beluga-Dreieck, Gorleben, BI Lüchow-Dannenberg

*             Fr., 18.05.18, 17.00 Uhr, Mobile Atomaufsicht mit IG-Metall <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2130&Itemid=1> , Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser, Treffen am Schacht 1, Aktion und Redebeitrage. Interessierte sind herzlich willkommen! Flyer <http://ag-schacht-konrad.de/images/stories/Gruppen/Kanaldoerfer/Mobile_Atomaufsicht/20.Mobile-Atomaufsicht-Plakat-A4.pdf>

*             Sa., 26.05.18, 13.00-17.00 Uhr, Fahrrad-Tour zum Schacht KONRAD mit Rebecca Harms, VA: KV Grüne BS <http://gruene-braunschweig.de/event/radtour-mit-rebecca-harms/>

*             Sa., 26.05.18, 11.00-15.00 Uhr, Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten <http://www.grohnde-kampagne.de>  lädt zu offenem Treffen, Kulturzentrum Alte Polizei, Obernstr. 29, 31655 Stadthagen, Themen: Vorstellung des Anti-Atombündnis Schaumburg – Stand der Endlagersuche / Bericht vom NBG – Präsentation der Grohnde- Klage – Stilllegungsantrag zum AKW Grohnde

*             So., 27.05.18, 11.00 Uhr, Fahrradtour: Mit Rad und Tat zum Atomausstieg, Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) <https://www.biss-braunschweig.de/>

*             Fr., 08.06.18, 14.00 Uhr, ASSE II-Begleitgruppe (öffentliche Sitzung mit Behördenvertretern), TWW, Am Exer, WF

*             Sa., 09.06.18, 09.00-14.00 Uhr, Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM) <http://www.der-wum.de>

*             Sa., 09.06.18, 13.00 Uhr, Save the date: Demo in Lingen vom AKW Lingen II zur Brennelementefertigung, www.lingen-demo.de <https://www.lingen-demo.de> , Facebook <https://www.facebook.com/events/147907749227394/>

*

*             Ausblick:

*             07.-11.08.18 Sommerakademie (richtet sich an Studierende und junge Akademikerinnen und Akademiker aller Fachrichtungen) in Karlsruhe, Veranstalter: Atommüllreport <https://www.atommuellreport.de/projekte-termine/sommerakademie.html>

*             04.-27.06.2018 Wanderausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1898&Itemid=341>  im Wilhelmgymnasium Braunschweig

*             04.-22.06.2018 Wanderausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1898&Itemid=341>  im Nordflügel Rathaus Wolfenbüttel

 

mehr Termine <http://termine.ag-schacht-konrad.de/>

 

 

Schöne Grüße

Michaela Sohn und Thomas Erbe

für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

Störfall im AKW Doel erfordert Konsequenzen: Brennelementexporte von Lingen nach Doel sofort stoppen!

Lingen/Münster/Aachen/Bonn/Berlin,2. Mai 2018

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Presseerklärung:

Allein fünf neue Brennelement-Transporte im März/April!!

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind angesichts des gravierenden Störfalls im belgischen AKW Doel sowie der schleppenden und äußerst bruchstückhaften Informationspolitik des AKW-Betreibers Engie-Electrabel und der belgischen Atomaufsicht alarmiert und fordern von der belgischen Regierung die sofortige Stilllegung des Reaktors. Zugleich fordern sie von der Bundesregierung in Berlin die sofortige Einstellung aller Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau nach Belgien.

Laut der aktuellen Transportübersicht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) lieferte Lingen mit Billigung des Bundesumweltministeriums erst vor wenigen Wochen zwischen dem 18. März und dem 4. April fünfmal neue Brennelemente nach Belgien. Zielort war laut einer Auskunft des Bundesumweltministeriums an die Links-Fraktion ausgerechnet Doel 1 und 2 (Quelle: Bundestags-Drucksache 19-1126, Fragen 149 und 150). Es ist sehr gut möglich, dass diese Brennelemente nun bei den „Wartungsarbeiten“für Doel 1 in den Reaktor eingesetzt werden, um den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

„Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor das Bundesumweltministerium und die Bundesregierung die Reißleine ziehen, um die äußerst brisanten Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran für den AKW-Betrieb in Belgien einzustellen?“ fragte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. „Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre jeweiligen Parteifreunde in Berlin davon überzeugen, dass diese Exporte von Kernbrennstoffen zu einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit für halb Europa führen?“ ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss jetzt umgehend handeln und jeden weiteren Brennelementexport nach Belgien per Weisung unterbinden.

Während beim Betreiber der belgischen AKW, Engie-Electrabel, der französische Staat der größte Einzelaktionär ist, befindet sich der Betreiber der Lingener Brennelementefabrik, EDF-Framatome, sogar mehrheitlich im französischen Staatsbesitz.Lingen ist schon seit langem der wichtigste Brennelementelieferant für den AKW-Standort Doel. Doel 1 und 2 werden sogar exklusiv aus Lingen beliefert. In 2016/17 wurden zudem die Hochrisikoreaktoren Doel 3 und Tihange 2 aus Lingen beliefert. Das angereicherte Uran für die Brennelemente stammt zum Teil aus der Urananreicherungsanlage in Gronau.

„Ohne Brennelemente funktioniert kein AKW. Wer die Brennelemente wider besseren Wissens liefert, trägt auch für sämtliche Störfälle eine Mitverantwortung. Es ist deshalb mehr als unverständlich und unverantwortlich, dass die Bundesregierung weiterhin durch die Exportgenehmigungen aktiv am Weiterbetrieb der belgischen Pannenmeiler mitwirkt. Rechtlich wurden inzwischen sowohl ein Exportstopp wie auch die komplette Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau positiv begutachtet – jetzt müssen endlich Taten folgen,“ so Christina Burchert vom niedersächsischen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

Neue Anti-Atom-Proteste in Aachen und Lingen:

Für die kommenden Wochen planen Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Niedersachsen sowie mehrere Umweltverbände neue Proteste gegen den Weiterbetrieb der belgischen Pannenreaktoren sowie der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau:

10. Mai:Anti-Atom-Demo zum Macron-Besuch in Aachen
Anlässlich der Verleihung des Karlspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron findet in Aachen ab 10 Uhr eine Anti-Atom-Demo statt. Der französische Staat ist über Konzerne mit großer staatlicher Beteiligung sowohl in Doel und Tihange wie auch bei der Brennelementefabrik Lingen größter Anteilseigner. Derf ranzösische Präsident steht deshalb in besonderer Verantwortung, die störanfälligen Atomanlagen endlich stillzulegen.

9. Juni:Anti-Atom-Demo in Lingen
Mit einer überregionalen Demonstration vom AKW Lingen II („Emsland“) zur Brennelementefabrik Lingen unterstreichen zahlreiche Initiativen und Verbände die Forderung nach einer sofortigen Stilllegung des Atomstandorts Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau.

Link zur BfE-Transportliste:
https://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Downloads/BfE/DE/fachinfo/ne/transportgenehmigungen.pdf?__blob=publicationFile&v=30

Weitere Infos:
www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de, www.urantransport.de

Schacht KONRAD aufgeben – ASSE ausräumen

Pressemitteilung 12.04.2018
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„Schacht ASSE V statt Schacht KONRAD 2“, so lautet das Jahresmotto der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD für 2018 – beschlossen auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Damit verbunden ist die klare Forderung an die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) als Betreiberin beider Anlagen, ihre Kapazitäten auf den Schachtneubau an der Asse zu konzentrieren und das sinnlose Projekt KONRAD endlich aufzugeben.

„Wie werden diesen Forderungen mit kreativen Aktionen im Herbst Nachdruck verleihen. Allerdings behalten wir auch die Entwicklungen in Morsleben und Thune im Blick und wir werden uns auch auf Landes- und Bundesebene atompolitisch weiter einmischen“, so Marianne Neugebauer, die ebenso wie ihre Vorstandskollegen Thomas Erbe, Silke Westphal, Ludwig Wasmus und Carsten Kawka in ihrem Amt bestätigt wurde.

Anhang: Foto des alten und neuen Vorstandes. Von links: Silke Westphal, Thomas Erbe, Marianne Neugebauer, Ludwig Wasmus, Carsten Kawka

KONNews Newsletter AG Schacht KONRAD, April 2018

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V.
April 2018

ag schacht konrad antiatom

  1. Mitgliederversammlung: Schacht KONRAD aufgeben – ASSE ausräumen
  2. 20.04. Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“ – Jetzt anmelden!
  3. Kirchen laden zum Pilgerweg nach Schacht Konrad ein
  4. Es stehen viele Termine an!

1. Mitgliederversammlung: Schacht KONRAD aufgeben – ASSE ausräumen

„Schacht ASSE V statt Schacht KONRAD 2“, so lautet das Jahresmotto der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD für 2018 – beschlossen auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Damit verbunden ist die klare Forderung an die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) als Betreiberin beider Anlagen, ihre Kapazitäten auf den Schachtneubau an der Asse zu konzentrieren und das sinnlose Projekt KONRAD endlich aufzugeben.

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20.04. Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“ – Jetzt anmelden!

2017 wurde der Betrieb der „Endlager“-Projekte in die Hände einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegeben. Ein Teil der Belegschaft des vormals zuständigen Bundesamtes für Strahlenschutz wechselte zum neuen Betreiber, ein anderer zur neu gegründeten Aufsichtsbehörde Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit. Auch die Zwischenlagerung wurde neu strukturiert. Doch wer ist jetzt eigentlich für was genau zuständig? Das ist Thema des Fachworkshops „Wem gehört der Atommüll?“ am Freitag, 20.04.2018, 12.00 Uhr im Raschplatzpavillion Hannover.

weiterlesen beim Atommüllreport…

3. Kirchen laden zum Pilgerweg nach Schacht Konrad ein

Geschichte und Gegenwart in der Region erleben: Die evangelische Kirche, Stadthistoriker und die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad laden für den 21. April zu einem Pilgerweg in Salzgitter ein. Er verbindet die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Drütte mit dem geplanten Atommülllager Schacht Konrad.

Auf den Seiten der evangelische Konföderation heißt es: „Schacht Konrad wird vom Bund zum nationalen Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle umgebaut. Der geplante Einlagerungsbeginn wurde immer wieder verschoben, nach neuesten Berechnungen soll der Betrieb 2027 aufgenommen werden. Die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad fordert die Aufgabe des Projektes. Zum Abschluss des Pilgerwegs hält Pastorin Ann-Kathrin Rieken aus Salzgitter eine Andacht an der Kirche im Ortsteil Bleckenstedt.“

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4. Es stehen viele Termine an!

  • 26.03. – 9.08.2018 Aktionspräsenz in Büchel www.atomwaffenfrei.de
  • 11.03. – 26.04.2018 Im Rahmen der Europäischen Aktionswochen zu Tschernobyl und Fukushima Aktionen mit Zeitzeugen, Informationsveranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten
  • heute Do., 12.04.18, 18.30 Uhr, Treffen BI Süd-West, Geitelde, Posthof 10
  • heute Do., 12.04.18, 19.00 Uhr, „Was passiert in Fukushima“, Vortrag von Mako Oshidori (Journalistin) Ort: Mehrgenerationenhaus, Hugo- Luther- Str. 60A, 38118 Braunschweig, Flyer
  • heute Do., 12.04.18, 19.00 Uhr, Treffen der BISS Leese, Ort: Gasthaus Cordes, Loccumer Str. 19, 31633 Leese, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • heute Do., 12.04.18, 19.30 Uhr, BI-Treffen Assewasser Nein Danke, Ort: Gemeindehaus der EV. luth. Kirche Sehnde, Mittelstraße 56, 31319 Sehnde
  • Fr., 13.04.18, 19.00 Uhr, „Was passiert in Fukushima“, Vortrag von Mako Oshidori (Journalistin) Ort: Gauß- Haus, Güldenstr.8, Braunschweig, Flyer
  • Sa., 14.04.18, 10.30-16.30 Uhr, Orte der Demokratie – Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen, Ort: Neues Rathaus, Hodlersaal, Hannover 15.00 Uhr Jenny Hagemann (Hannover), Vom Ort der Demokratie zum Ort der Demokratiegeschichte? Gorleben und die Anti-Atombewegung im Hannoverschen Wendland – 15.45 Uhr Gorleben und die Anti-Atombewegung: ein Erinnerungsort niedersächsischer und bundesdeutscher Demokratiegeschichte? Podiumsdiskussion mit Jenny Hagemann (Hannover), Gabi Haas (Gorleben Archiv) und Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg)
  • So., 15.04.18, 16.00 Uhr, Benefizkonzert für Tschernobyl- und Fukushima-Kinder, Ort: St. Martini, An der Martinikirche 1, 38100 Braunschweig EuAW/BS
  • Di., 17.04.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Mitgliederversammlung Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post)
  • Mi., 18.04.18, 19.30 Uhr, Vortrag: Kein Atomklo in Bure, der Kampf um das französische Gorleben, Ort: Kulturverein Platenlaase, Platenlaase Nr. 15, 29479 Jameln
  • Fr. 20.4.18, 12.00 Uhr, Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“, Raschplatzpavillion Hannover, Veranstalter: Atommüllreport
  • Fr., 20.04. 18, 14.00 Uhr, Erste gemeinsame Sitzung der „Zivilgesellschaftlichen Kammer“, der „Kommunalvertretung“ der ASSE II-Begleitgruppe und AGO
  • Sa., 21.04.18, 11.00-16.00 Uhr, Pilgerweg Schacht KONRAD, VA: AK Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen. In Kooperation AG Schacht Konrad, Kanaldörfern – 11.00 Uhr Auftakt Gedenk- und Dokumentationsstätte Drütte – 13.00 Uhr Pilgerweg vom Jammerthal nach Bleckenstedt – 14.30 Uhr Begrüßung und  Infos zu Schacht Konrad, Wanderung durchs Dorf zur Kirche –  Andacht mit Gemeinde- Pfarrerin, Anmeldung bis 17.04.2018: T. Schäfer: 0511-1215292, t.schaefer@elm-mission.net  Flyer
  • Sa., 21.04.18, 11.00 Uhr, Vallstedter Frühstück, VA: Vallstedter gegen Konrad, Ort: Gemeindehaus Vallstedt
  • Sa., 21.04. 18, 16.00 Uhr, Autorenlesung mit Musik: Interviews mit – und Geschichten von – Tschernobyl-Kindern, Ort: Historischer Rathaussaal, Stadtmarkt 3-6, Wolfenbüttel EuAW/BS
  • Sa., 21.04.18, 17.00 Uhr, Eröffnungskonzert 2018: ASSE-Konzert – „Café 1930“ Tango Argentino in Wittmar, Ort: Kirche St. Barbara, Kirchstraße, www.asse-konzerte.de
  • So., 22.04.18, 12.00 Uhr, 6. Protest und Kulturmeile am AKW Brokdorf, VA: Brokdorf- akut, Bund Steinburg www.akw-brokdorf-abschalten.de
  • Mo., 23.04.18, 18.00 Uhr, 1. Vorbereitungstreffen Herbstaktion Arbeitsgemeinschaft, Konradhaus, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Di., 24.04.18, 19.00 Uhr, ASSE-2- Koordinationskreis, Wolfenbüttel, St. Thomas, Jahnstr. 1
  • Mi., 25.04.18, 09.00 Uhr, Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen wegen einer Kletteraktion gegen einen Uranzug im Hamburger Hafen, Ort: Amtsgericht Hamburg-Harburg, Saal A3.06. www.nirgendwo.info
  • Mi., 25.04.18, 19.30 Uhr, „Skat mit Asse“ oder „Ein Spiel mit der Geschichte eines strahlenden Problems“, Autoren- Lesung mit Musik, Trinitatis- Kirche Wolfenbüttel anschließend 21.00 Uhr Europaweite Kerzenaktion EuAW/BS
  • *** Do., 26.04.18 Tschernobyl-Jahrestag ***
  • Do., 26.04.18, 11.55 Uhr, Andacht am Lutherbaum, Wiese vor BfS, SZ- Lebenstedt Pfarrer Rolf Adler (Umweltbeauftragter), Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrerin Ann-Kathrin Rieken, Diakon Paul Koch und Team EuAW/BS
  • Do., 26.04.18, 20.00 Uhr, 32 Jahre Tschernobyl – Mahn- und Protestaktion am AKW Neckarwestheim, Tor 1, Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim
  • Fr., 27.04.18, 14.00 Uhr, ASSE II-Begleitgruppe (öffentliche Sitzung mit Behördenvertretern), TWW, Am Exer, WF
  • Di., 01.05.18, 1. Mai Infostände: Die Arbeitsgemeinschaft ist mit Info-Ständen in  Salzgitter, Wolfsburg und Braunschweig dabei
  • Mi., 02.05.18, 17.15 Uhr, Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD- Haus, Salzgitter- Bleckenstedt
  • Fr., 04.05.18, 11.00 Uhr, KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, in den Blumentriften,  Salzgitter- Lebenstedt
  • So., 06.05.18, 17.00 Uhr, ASSE-Konzert „Bachs Welt“, Evangelische Kirche Groß Denkte www.asse-konzerte.de
  • Di., 08.05.18, 18.00 Uhr, Fachgruppe ASSE, DGH Burschenhof, Kantorweg 1, Sickte, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mi., 09.05.18, 09.30 Uhr, Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen wegen einer Kletteraktion gegen einen Uranzug im Hamburger Hafen, Ort: Amtsgericht Hamburg-Harburg, Saal A3.06. www.nirgendwo.info
  • Ausblick:
  • 10.-21.05.18, Kulturelle Landpartie (KLP) und Mützingenta
  • 7.-11.08.18 Sommerakademie in Karlsruhe, Veranstalter: Atommüllreport

mehr Termine

Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

www.ag-schacht-konrad.de

Bundesumweltministerium: Stilllegung oder Exportstopp für Urananreicherung Gronau?

Foto OMA Gronau 30.03.2018 Demozug Röntgenstraße

Die Proteste gegen die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau reissen nicht ab: Ostermarsch 2018 zur UAA Gronau (Karfreitag, 30.03.2018)

 

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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

 

Gronau/Münster/Schüttorf, 9. April 2018

 

Stilllegung oder Exportstopp für Urananreicherung Gronau?

Bundesumweltministerium prüft beide Varianten / Atomkraftgegner fordern auch Stilllegung der Lingener Brennelementefabrik

Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze prüft die mögliche Untersagung von Lieferungen von angereichertem Uran aus Gronau für Atomanlagen im Ausland, „deren Sicherheit aus deutscher Sicht zweifelhaft ist“. Außerdem prüft sie darüber hinaus auch die Möglichkeit einer generellen Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW). (Quelle: Aktuelle Stunde des WDR, Karfreitag). Die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) gehen davon aus, dass diese Ankündigung auch für die benachbarte Brennelementefabrik Lingen (Niedersachsen) gilt.

Schon lange kritisieren Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände wie der BBU, dass es für die Uranfabriken in Gronau und Lingen bisher keine Laufzeitbegrenzung gibt. Im vergangenen Herbst hatten zwei Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums bestätigt, dass sowohl die Urananreicherungsanlage Gronau wie auch die Brennelementefabrik in Lingen im Rahmen des deutschen Atomausstiegs rechtssicher stillgelegt werden können. Laut aktuellem Koalitionsvertrag soll zunächst der Export von angereichertem Uran und Brennelementen eingeschränkt werden. Hier hatte ein Gutachten für die atomkritische Ärzte-Organisation IPPNW ebenfalls entsprechende Handlungsmöglichkeiten der Bundesregierung aufgezeigt.

 

Neue Umweltministerin muss schnell Ausstiegsbeschlüsse für die Uranfabriken präsentieren

„Es freut uns, dass die neue Bundesumweltministerin dieses ernste und drängende atomare Problem nun offensichtlich rasch angehen will. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die hiesigen Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen zu Recht stillgelegt werden, die Risikoreaktoren im benachbarten Ausland jedoch aus Gronau und Lingen mit Uranbrennstoff weiterbeliefert werden. Wir fordern, dass die neue Ministerin hier schnell klare Ausstiegsbeschlüsse präsentiert, die den Atomausstieg auch für die Uranfabriken in Gronau und Lingen umsetzen,“ so Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und Mitglied im Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Schon im August 2016 hatte Svenja Schulze, damals noch als NRW-Landtagsabgeordnete, eine rechtssichere Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau gefordert.

 

(Quelle: http://www.spd-muenster.de/news/detail/news/spd-muenster-fuer-ende-der-urananreicherung-in-gronau/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=de3c2c1cb223049c95f6b848847b4a75)

 

 

Zum Hintergrund: Der auch in der Bundesrepublik Deutschland tätige internationale Urananreicherer Urenco beliefert von Gronau aus rund 10 % des Weltmarktes mit angereichertem Uran zur Brennelementeproduktion.

Kunden sind u. a. die belgischen AKW-Betreiber, aber auch z. B. die Ukraine. In Lingen produziert der französische Atomkonzern EDF/Framatome direkt für die belgischen AKW, aber auch z. B. für Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, Schweden und Finnland.

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern bereits seit langem ein Aus für Uranexporte sowie die Stilllegung dieser beiden Atomfabriken. Im Atomausstiegsgesetz wurden sie 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima aber „vergessen“ und dürfen deshalb derzeit noch unbefristet weiterlaufen. Im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche führte Karfreitag auch ein Ostermarsch zur Gronauer Urananreicherungsanlage und unterstrich die Stillegungsforderungen. In Lingen finden am 26. April sowie am 9. Juni weitere Protestaktionen statt.

 

Weitere Informationen:

www.sofa-ms.de <http://www.sofa-ms.de>, www.urantransport.de <http://www.urantransport.de>, www.bbu-online.de <http://www.bbu-online.de>

51 Jahre Atommüll in Asse II – Versammlung am 4.4., 18 Uhr, Remlingen

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51 Jahre Atommüll in Asse II

 

Anlässlich des 51. Jahrestages der ersten Einlagerung von Atommüll in die Schachtanlage Asse II lädt der Asse II-Koordinationskreis ein zu einer Versammlung am Mittwoch, den 4.4.2018, um 18 Uhr vor dem Eingang zur Schachtanlage Asse II oberhalb von Remlingen.

 

Zunächst wird dabei kurz Rückschau gehalten auf die Atommüll-Einlagerung der Jahre 1967 bis 1978, unter anderem aus dem havarierten Atomreaktor Jülich.

 

Dann stehen zwei aktuelle Themen im Mittelpunkt:

 

  1. Die neue Bundesregierung will ein Atommüll-Eingangslager für Schacht Konrad errichten. Wie groß ist die Gefahr, dass dieses Atommüll-Lager an der Asse errichtet wird, angesichts des Wolfenbütteler Kreistagsbeschlusses vom 5.10.2015: „Der Kreistag fordert den unverzüglichen Beginn einer … Standortsuche für die Konditionierungsanlage, das Puffer- und Zwischenlager. Dies gilt insbesondere für die Suche nach Asse-nahen Standorten.“ Kann damit die von der BGE verbreitete Idee einer „vorgezogenen Rückholung“ von Atommüll zusammenhängen?

 

  1. Die Schachtanlage Asse II emittiert gegenwärtig schon erhebliche Mengen radioaktiver Stoffe. Wie weit wird dem Minimierungsgebot des Strahlenschutzes entsprochen? Welche Auswirkungen kann auch radioaktive Niedrigstrahlung haben?

 

Alle, die sich für die Geschichte und Gegenwart des Atommüll-Problems in der Schachtanlage Asse II interessieren und die sich für die Zukunft der Asse und ihrer Umgebung verantwortlich fühlen, sind zur Teilnahmen herzlich eingeladen!

 

Link zum Plakat:

http://www.asse-watch.de/pdf/180404_Plakat.pdf

 

Asse II-Koordinationskreis

c/o Andreas Riekeberg

Räubergasse 2a

38302 Wolfenbüttel

http://www.asse-watch.de