Schlagwort: Atomkraft

BI Umweltschutz: Gorlebentag auf der Kulturellen Landpartie. Erst demonstrieren, dann tanzen!

 

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 16.05.2018

 

Die kulturelle Widerstandspartie 2018 startet am Pfingstfreitag, 18.05.18 ab 14.00 Uhr an den Atomanlagen Gorleben

Gorleben ist nicht nur identitätsstiftend für die Kulturelle Landpartie, Gorleben ist unverändert der „wunde Punkt“,denn solange der Salzstock Gorleben als potentielles Endlager nicht aufgegeben wird, muss politisch weiter Druck gemacht werden.

Deshalb lädt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) von 14.00 Uhr bis 1:00 Uhr zur kulturellen Widerstandspartie am Beluga-Dreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben ein.(53°01’48.0″N 11°20’31.9″E) Viele KLP-Punkte bleiben an diesem Tag geschlossen mit der Empfehlung, nach Gorleben zu gehen.

Neu wird in diesem Jahr sein, dass die Widerstandspartie eher „leise“ beginnt. Um 14 Uhr wird zum „Gorlebener Gebet“ eingeladen und im Anschluss gibt es auf der Hauptbühne („Belugabühne“) zunächst zwei Diskussionsrunden zum Thema Atomkraft, auf der sich Initiativen vorstellen.Gäste aus Frankreich, dem Hambacher Forst und des Klimacamps Rheinland nehmen zu„internationalen Energiekämpfen“ und zum notwendigen Ausstieg aus Kohle und Atom Stellung.

Wie im vergangenen Jahr wird im„Klimarundling“ zu Fragen der Klimapolitik und dem möglichen eigenen Handeln informiert. Die Bäuerliche Notgemeinschaft startet zu den beliebten informativen Treckerrundfahrten.

Auf der Waldbühne wird Klaus der Geiger ab 16 Uhr die Teilnehmer*innen auf die Demonstration einstimmen, die rund um den wunden Punkt „Erkundungsbergwerk“ führt.

„In diesem Jahr wird erst demonstriert und dann getanzt“, kündigt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an, um den politischen Charakter des Events zu betonen.

Die BI lädt ein, am Ort der Empörung, bunt, frech und widerständisch zu sein.

Advertisements

BI Umweltschutz: Gorleben – finanzielles (Atommüll-) Fass ohne Boden

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Wendland Gorleben antiatom

Pressemitteilung 17.05.2018
Gorleben – finanzielles (Atommüll-) Fass ohne Boden

 

Sonderliches förderte eine parlamentarische Anfrage der Grünen zu Tage: die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK), eine  Postkastenfirma, deren Aktenbestände von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) verwaltet werden, verdient sich an Gorleben unbefristet (!) dick und dämlich.

 

Die DWK hatte mit aggressiven Grundstücksaufkäufen Ende der 70er Jahre ein Gelände von 650 Hektar Wald erworben, auf diesem Gelände sollte ursprünglich das „Nukleare Entsorgungszentrum“ (NEZ) errichtet werden. Daraus wurde bekanntlich nichts, der Widerstand gegen diese Pläne war so heftig, dass der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) den legendären Satz sagte, der Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage sei „politisch nicht durchsetzbar“, erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberge.V. (BI).

 

Vorangetrieben wurden aber die Pläne, in Gorleben oberirdisch die atomaren Zwischenlager zu errichten – die Castorhalle,in der zurzeit 113 Behälter stehen und ein Fasslager. Eine Pilotkonditionierungsanlage, die ihren Betrieb vermutlich nie aufnehmen wird,komplettiert einen Teil des Atomstandorts Gorleben. Nicht weit davon entfernt wurde unter Tage seit 1986 ein Bergwerk im Salzstock Gorleben- Rambow aufgefahren,unter dem Deckmantel „Erkundung“ wurde mit der Errichtung eines Atommüllendlagers begonnen.

 

Für die Salzrechte wurden der DWK im Jahr 2015 vom Bund als Einmalzahlung 277 697,20 Euro überwiesen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf die parlamentarische Anfrage. Für die 37 Hektar, auf denen die Atomanlagen und das Bergwerk stehen, kassiert die DWK jährlich 43.041,68 Euro – unbefristet, zumindest solange, wie Gorleben als mögliches Endlager vorgehalten wird.
BI- Sprecher Wolfgang Ehmke: „Gorleben ist für die Steuerzahler ein Fass ohne Boden. Die Arbeiten unter Tage werden bis zum Rückbau eines Erkundungsbereiches ohnehin jährlich mit 40 Mio. Euro veranschlagt, der dann folgende Offenhaltungsbetrieb schlägt immer noch mit 30 Mio. Euro zu Buche. Und das alles, weil die Politik nicht bereit war, konsequent unter Gorleben einen Schlussstrich zu ziehen.“

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Mai 2018

  1. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser (Mobile Atomaufsicht)
  2. Protest-Treck im Herbst geplant: ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!
  3. Mit dem Zug von Braunschweig zur Demo in Lingen am 9. Juni
  4. Aufgabe Atommüll: Staat, übernehmen Sie!
  5. Ist Umweltministerin Schulze die Asse egal?
  6. Termine

 

ag schacht konrad antiatom

 

 

  1. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser (Mobile Atomaufsicht)

 

Es ist geradezu vermessen anzunehmen, Schacht Konrad sei sicher. Unter anderem deshalb findet vom 14.-18.05.2018 das 1. Konradseminar 2018 der IG-Metall Salzgitter-Peine im Gewerkschaftshaus statt. Weil Kontrolle bekanntlich besser als Vertrauen ist, planen wir als Seminarabschluss am Freitag den 18.05.2018 ab 17.00 Uhr den Betreibern von Schacht Konrad auf die Finger zu schauen.

Wir treffen uns oben am Schacht 1 und werden dort einige Kontrollmessungen durchführen. Begleitet werden die Messungen von Redebeiträgen der SeminarteilnehmerInnen.

Alle interessierten Menschen aus der Region sind herzlich Willkommen.

 

Flyer (PDF) <http://ag-schacht-konrad.de/images/stories/Gruppen/Kanaldoerfer/Mobile_Atomaufsicht/20.Mobile-Atomaufsicht-Plakat-A4.pdf>

 

 

  1. Protest-Treck im Herbst geplant: ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!

 

Am Samstag, den 20. Oktober, soll es mit einem bunten Treck vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter-Lebenstedt zur Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine gehen. Mit vielen Menschen, Initiativen und Organisationen wollen wir gemeinsam aufbrechen, um die BGE als Betreiber der Anlagen ASSE II und Schacht KONRAD aufzufordern, ihre Kapazitäten auf den Schachtneubau an der ASSE zu konzentrieren und das sinnlose Projekt KONRAD endlich aufzugeben.

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2135&Itemid=1>

 

 

  1. Mit dem Zug von Braunschweig zur Demo in Lingen am 9. Juni

 

Atomrisiko jetzt beenden! AKW abschalten – 30 Jahre sind 30 Jahre zu viel!

Wir unterstützen mit unserer Teilnahme das Motto der Demo vom AKW Lingen II zur Brennelementefertigung in Lingen am Samstag, den 9. Juni. Das Atomkraftwerk Emsland wird am 20. Juni 30 Jahre alt! Dieser Atommeiler hat eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2022. Das Risiko einer so langen Laufzeit können und dürfen wir nicht zulassen, weder in Lingen noch an anderen Standorten! Es gibt keine „sichere Atomkraft“, und je älter ein Reaktor wird, desto gefährlicher ist er. Allein durch Materialermüdung und Verschleiß steigt die Anzahl der Störfälle dramatisch an, auch im AKW Emsland. Und auch der aktuelle Störfall im AKW Doel in Belgien nahe der deutschen Grenze bei Aachen…

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2134&Itemid=1>

 

  1. Aufgabe Atommüll: Staat, übernehmen Sie!

 

Bericht über den Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“

Mit dem neuen Standortauswahlgesetz wurde auch eine Neuordnung der Verantwortung im Umgang mit dem Atommüll und ein neues Finanzierungskonzept vom Bundestag beschlossen. Zu diesem Thema veranstaltete das Fachportal Atommüllreport am Freitag, dem 20.4. in Hannover den Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll“, an dem 40 Vertreter von Firmen, Behörden, Wissenschaft, Initiativen und Umweltverbänden teilnahmen.

 

weiterlesen beim Atommüllreport… <https://www.atommuellreport.de/themen/atommuell/einzelansicht/aufgabe-atommuell-staat-uebernehmen-sie.html>

 

  1. Ist Umweltministerin Schulze die Asse egal?

 

Nach einer sechsmonatigen Pause, in der sich vieles um die Umstrukturierung von Ämtern und Gremien drehte, kam am 27. April erstmalig in diesem Jahr der „A2B groß“ zu seiner eigentlich quartalsmäßigen Sitzung in Wolfenbüttel zusammen. Auffallend leer blieben die Sitze des BMUB, weder Staatssekretäre noch Ministerialdirektoren oder -räte hatten den Weg aus der Hauptstadt in die Asse-Region gefunden. Landrätin Steinbrügge antwortet auf Nachfrage aus dem Publikum, dass dem Landkreisamt auch keine Gründe für das Fernbleiben bekannt seien.

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2136&Itemid=1>

 

 

  1. Termine

 

 

*             26.03.-09.08.2018 atomwaffenfrei – Aktionspräsenz in Büchel <http://www.atomwaffenfrei.de>

*             Mo., 07.05.18, 18.00 Uhr, Wolfenbüttel: ASSE-Mahnwache, Lange Herzogstr. 63 in Wolfenbüttel, Wolfenbütteler AtomAustiegsGruppe WAAG <https://waagwf.wordpress.com/2018/05/02/mahnwache-zu-asse-ii-und-mehr-am-montag-den-7-5-2018/>

*             Mo., 07.05.18, 18.00 Uhr, Göttingen: Mahnwache für die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen weltweit, mit Redebeiträgen, aktuellen Infos und Aktionen. Ort: Göttingen, Gänseliesel, VA: Anti-Atom-Initiative Göttingen <http://anti-atom-initiative-goettingen.de>

*             Di., 08.05.18, 18.00 Uhr, Fachgruppe ASSE <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1808&Itemid=325> , DGH Burschenhof, Kantorweg 1, Sickte, Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Di., 08.05.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) <https://www.biss-braunschweig.de> , Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Di., 08.05.18, 19.00 Uhr, ASSE-2-Koordinationskreis, Treffen in Remlingen

*             Mi., 09.05.18, 09.30 Uhr, Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen wegen einer Kletteraktion gegen einen Uranzug im Hamburger Hafen, Ort: Amtsgericht Hamburg-Harburg, Saal A3.06. www.nirgendwo.info <http://www.nirgendwo.info>

*             Do., 10.05.18, 10.00 Uhr, Aachen: Aktion rund um die Karlspreisverleihung <https://www.anti-akw-ac.de/events/99/aktion-rund-um-die-karlspreisverleihung-an-den-groessten-einzelaktionaer-von-tihange-emanuel-macron/>  an den größten Einzelaktionär von Tihange: Emmanuel Macron, Treffen am Welthaus Aachen (An der Schanz 1)

*             10.-21.05.18 Kulturelle Landpartie (KLP) www.kulturelle-landpartie.de <http://www.kulturelle-landpartie.de>

*             10.-21.05.18 Mützingenta www.muetzingenta.de <http://www.muetzingenta.de>

*             So., 13.05.18, 14.00 Uhr, BISS-Sonntagsspaziergang <https://www.biss-braunschweig.de> , Treffen vor dem Firmengelände von Eckert & Ziegler Gieselweg 1, 38110 Braunschweig

*             Di., 14.05.18, 18.00 Uhr, Fachgruppe Konrad <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1141&Itemid=242> , KONRAD-Haus, Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Mi., 16.05.18, 19.00 Uhr, Umweltstammtisch, VA: Greenpeace Braunschweig, Ort: Nexus, Frankfurter Str. 235b, 38122 Braunschweig, facebook <https://www.facebook.com/events/2030020510554915/>

*             Mi., 16.05.18, 19.00 Uhr, Mitgliederversammlung des Vereins Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V. <http://www.grohnde-kampagne.de/grohnde-klage/der-rechtshilfeverein/>  mit Bericht zum Stand der Grohnde-Klage und Neuwahl des Vorstandes, Hameln

*             Fr., 18.05.18, 14.00-01.00 Uhr, Kulturelle Widerstands-Partie <http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=19983> , Beluga-Dreieck, Gorleben, BI Lüchow-Dannenberg

*             Fr., 18.05.18, 17.00 Uhr, Mobile Atomaufsicht mit IG-Metall <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2130&Itemid=1> , Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser, Treffen am Schacht 1, Aktion und Redebeitrage. Interessierte sind herzlich willkommen! Flyer <http://ag-schacht-konrad.de/images/stories/Gruppen/Kanaldoerfer/Mobile_Atomaufsicht/20.Mobile-Atomaufsicht-Plakat-A4.pdf>

*             Sa., 26.05.18, 13.00-17.00 Uhr, Fahrrad-Tour zum Schacht KONRAD mit Rebecca Harms, VA: KV Grüne BS <http://gruene-braunschweig.de/event/radtour-mit-rebecca-harms/>

*             Sa., 26.05.18, 11.00-15.00 Uhr, Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten <http://www.grohnde-kampagne.de>  lädt zu offenem Treffen, Kulturzentrum Alte Polizei, Obernstr. 29, 31655 Stadthagen, Themen: Vorstellung des Anti-Atombündnis Schaumburg – Stand der Endlagersuche / Bericht vom NBG – Präsentation der Grohnde- Klage – Stilllegungsantrag zum AKW Grohnde

*             So., 27.05.18, 11.00 Uhr, Fahrradtour: Mit Rad und Tat zum Atomausstieg, Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) <https://www.biss-braunschweig.de/>

*             Fr., 08.06.18, 14.00 Uhr, ASSE II-Begleitgruppe (öffentliche Sitzung mit Behördenvertretern), TWW, Am Exer, WF

*             Sa., 09.06.18, 09.00-14.00 Uhr, Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM) <http://www.der-wum.de>

*             Sa., 09.06.18, 13.00 Uhr, Save the date: Demo in Lingen vom AKW Lingen II zur Brennelementefertigung, www.lingen-demo.de <https://www.lingen-demo.de> , Facebook <https://www.facebook.com/events/147907749227394/>

*

*             Ausblick:

*             07.-11.08.18 Sommerakademie (richtet sich an Studierende und junge Akademikerinnen und Akademiker aller Fachrichtungen) in Karlsruhe, Veranstalter: Atommüllreport <https://www.atommuellreport.de/projekte-termine/sommerakademie.html>

*             04.-27.06.2018 Wanderausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1898&Itemid=341>  im Wilhelmgymnasium Braunschweig

*             04.-22.06.2018 Wanderausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1898&Itemid=341>  im Nordflügel Rathaus Wolfenbüttel

 

mehr Termine <http://termine.ag-schacht-konrad.de/>

 

 

Schöne Grüße

Michaela Sohn und Thomas Erbe

für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

BI Umweltschutz: Gorleben lebt – immer noch!

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

Pressemitteilung 02.05.2018

Wendland Gorleben antiatom
Rechtzeitig vor der 39. Kulturellen Landpartie( KLP), zu der zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag wieder Tausende auswärtige Besucher*innen ins Wendland kommen werden, erscheint die nächste „Gorleben Rundschau“ der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Im Grußwort erinnert Michael Seelig, einer der Mitgründer der KLP, an den holprigen Start, den Pfingstmarkt Kukate und die Landschafts-Kunstaktionen „Hart an der Grenze“ sowie „Aus allen Wolken“, die den Durchbruch brachten.

Im Fokus der BI steht natürlich der „Gorlebentag, der Freitag vor Pfingsten,und mit Blick auf die Gäste bietet die Gorleben Rundschau in einem Interview mit Wolfgang Ehmke, dem Sprecher der BI, auch eine Orientierungshilfe aus dem Dschungel der Gorleben-Geschichten.

Weitere Themen sind die geplanten Castortransporte nach Brokdorf, Philippsburg, Biblis und Isar, die Probleme einer langfristigen Zwischenlagerung und Informationen über das französische Gorleben – Bure.

Störfall im AKW Doel erfordert Konsequenzen: Brennelementexporte von Lingen nach Doel sofort stoppen!

Lingen/Münster/Aachen/Bonn/Berlin,2. Mai 2018

Brennelement_raucht_gruen_2

Presseerklärung:

Allein fünf neue Brennelement-Transporte im März/April!!

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind angesichts des gravierenden Störfalls im belgischen AKW Doel sowie der schleppenden und äußerst bruchstückhaften Informationspolitik des AKW-Betreibers Engie-Electrabel und der belgischen Atomaufsicht alarmiert und fordern von der belgischen Regierung die sofortige Stilllegung des Reaktors. Zugleich fordern sie von der Bundesregierung in Berlin die sofortige Einstellung aller Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau nach Belgien.

Laut der aktuellen Transportübersicht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) lieferte Lingen mit Billigung des Bundesumweltministeriums erst vor wenigen Wochen zwischen dem 18. März und dem 4. April fünfmal neue Brennelemente nach Belgien. Zielort war laut einer Auskunft des Bundesumweltministeriums an die Links-Fraktion ausgerechnet Doel 1 und 2 (Quelle: Bundestags-Drucksache 19-1126, Fragen 149 und 150). Es ist sehr gut möglich, dass diese Brennelemente nun bei den „Wartungsarbeiten“für Doel 1 in den Reaktor eingesetzt werden, um den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

„Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor das Bundesumweltministerium und die Bundesregierung die Reißleine ziehen, um die äußerst brisanten Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran für den AKW-Betrieb in Belgien einzustellen?“ fragte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. „Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre jeweiligen Parteifreunde in Berlin davon überzeugen, dass diese Exporte von Kernbrennstoffen zu einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit für halb Europa führen?“ ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss jetzt umgehend handeln und jeden weiteren Brennelementexport nach Belgien per Weisung unterbinden.

Während beim Betreiber der belgischen AKW, Engie-Electrabel, der französische Staat der größte Einzelaktionär ist, befindet sich der Betreiber der Lingener Brennelementefabrik, EDF-Framatome, sogar mehrheitlich im französischen Staatsbesitz.Lingen ist schon seit langem der wichtigste Brennelementelieferant für den AKW-Standort Doel. Doel 1 und 2 werden sogar exklusiv aus Lingen beliefert. In 2016/17 wurden zudem die Hochrisikoreaktoren Doel 3 und Tihange 2 aus Lingen beliefert. Das angereicherte Uran für die Brennelemente stammt zum Teil aus der Urananreicherungsanlage in Gronau.

„Ohne Brennelemente funktioniert kein AKW. Wer die Brennelemente wider besseren Wissens liefert, trägt auch für sämtliche Störfälle eine Mitverantwortung. Es ist deshalb mehr als unverständlich und unverantwortlich, dass die Bundesregierung weiterhin durch die Exportgenehmigungen aktiv am Weiterbetrieb der belgischen Pannenmeiler mitwirkt. Rechtlich wurden inzwischen sowohl ein Exportstopp wie auch die komplette Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau positiv begutachtet – jetzt müssen endlich Taten folgen,“ so Christina Burchert vom niedersächsischen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

Neue Anti-Atom-Proteste in Aachen und Lingen:

Für die kommenden Wochen planen Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Niedersachsen sowie mehrere Umweltverbände neue Proteste gegen den Weiterbetrieb der belgischen Pannenreaktoren sowie der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau:

10. Mai:Anti-Atom-Demo zum Macron-Besuch in Aachen
Anlässlich der Verleihung des Karlspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron findet in Aachen ab 10 Uhr eine Anti-Atom-Demo statt. Der französische Staat ist über Konzerne mit großer staatlicher Beteiligung sowohl in Doel und Tihange wie auch bei der Brennelementefabrik Lingen größter Anteilseigner. Derf ranzösische Präsident steht deshalb in besonderer Verantwortung, die störanfälligen Atomanlagen endlich stillzulegen.

9. Juni:Anti-Atom-Demo in Lingen
Mit einer überregionalen Demonstration vom AKW Lingen II („Emsland“) zur Brennelementefabrik Lingen unterstreichen zahlreiche Initiativen und Verbände die Forderung nach einer sofortigen Stilllegung des Atomstandorts Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau.

Link zur BfE-Transportliste:
https://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Downloads/BfE/DE/fachinfo/ne/transportgenehmigungen.pdf?__blob=publicationFile&v=30

Weitere Infos:
www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de, www.urantransport.de

BI Umweltschutz: Was ich nicht gefragt werde, beantworte ich auch nicht

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

Pressemitteilung 03.05.2018

bi umweltschutz castor antiatom

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) hat im vergangenen Jahr begonnen, bundesweit geologische Daten für die Suche nach einem Endlagerstandort für hoch radioaktiven Atommüll zu erheben.Nach Standortauswahlgesetz sollen in einem ersten Schritt des Suchverfahrens Teilgebiete mit günstigen geologischen Voraussetzungen ermittelt werden. Ungeeignete Gebiete sollen durch die Anwendung von

Ausschlusskriterien identifiziert und aus dem Suchverfahren ausgeschlossen werden.
Die niedersächsischen Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne) hat nachgefragt, welche Daten das Land Niedersachsen der BGE übermittelt hat.

Die Antwort des niedersächsischen Umweltministeriums spiegelt, dass das Land nicht bereit, eine kritische und hinterfragende Rolle einzunehmen, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Die Behörde verhalte sich nach dem Motto „Was ich nicht gefragt werden, beantworte ich auch nicht.“

So wird der Tatsache, dass weite Teile Norddeutschland von Eiszeiten berührt waren und mit Sicherheit wieder berührt werden, deshalb keine Bedeutung beigemessen, weil glaziale Ereignisse schlicht nicht zum Fragenkatalog des Standortauswahlgesetzes (StandAG) gehörten. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Das betrifft auch die Frage nach dem Ausschlusskriterium „Einbruchsee“über einem Salzstock, wie es beim Salzstock Gorleben-Rambow der Fall ist, auch die Frage, ob ein Endlager unter dem Urstromtal der Elbe errichtet werden kann,wird nicht beantwortet – wieder mit Verweis auf den vorgegebenen Fragenkatalog des StandAG.“

Offensichtlich wurden nicht einmal die acht Tiefbohrungen dokumentiert und übermittelt, die es zwischen 1907 und 1929 im Bereich Gorleben, Vietze und Brünkendorf während des Kalibooms gab, dabei wurden Teufen bis 1035 Meter erreicht. Dokumentiert sei, so die BI Umweltschutz,dass sie chaotisch oder gar nicht verfüllt wurden (s. Literatur). Ehmke:“ Unser Bemühen, die BGE auf diese Ereignisse hinzuweisen, wurden bisher nicht positiv aufgegriffen, das muss sich ändern.“

Literatur: „Unverritzt ist anders. Altbergbauim Salzstock Gorleben“ von Ulrich Reif. Zur Sache Nr. 11 „Salinare Hölle.“Lüchow März 2017
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9404

Abfalllager Gorleben – viele offene Fragen, neue Transporte geplant

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 11.05.2018

antiatom castor
 

Das Abfalllager für schwach- und mittelaktive Abfälle in Gorleben muss am Ende komplett geräumt werden. Das bestätigten der technische Geschäftsführer der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) Wilhelm Graf und ihr Abteilungsleiter Dr. Michael Hoffmann auf Nachfrage.

Auf einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für atomare Angelegenheiten des Samtgemeinderats Gartow nahm die BGZ-Spitze nicht nur zu einem Fragenkatalog des Ausschusses Stellung, besorgte Fragen kamen auch aus dem Publikum – und dabei wurden viele Ungereimtheiten publik.

So zum Beispiel, dass nicht nur die „bekannten“1.309 Einzelfässer, deren Lagerungsgenehmigung ausläuft, ausgelagert und in Jülich nachkonditioniert werden müssen, auch alles andere „muss raus“, erklärten sie auf Nachfrage des BI-Sprechers Wolfgang Ehmke. Der Grund: auch die sogenannten „konradgängigen“ Container, die in Gorleben lagern, entsprechen nicht mehr den Einlagerungsbedingungen, sollte der Schacht Konrad bei Salzgitter tatsächlich eines Tages als nukleares Endlager genutzt werden.

Wer glaubt, dass das Abfalllager damit sukzessive geräumt würde, wurde enttäuscht, so die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), denn neue Einlagerungen von Mosaikbehältern mit mittelaktiven Abfällen seien anvisiert. „Der Atommülltourismus geht also weiter“,konstatiert die BI.

Eine Frage nach einem Brandschutzkonzept für das Abfalllager konnte die BGZ-Spitze nicht beantworten. Dr. Hoffman erklärte,dass es derzeit keine Berechnungen für den Fall gäbe, wie sich eine radioaktive Wolke für den Fall eines Brandes im Abfalllager verbreitet. Zwischenzeitlich ruderte die BGZ zurück und korrigierte gegenüber der BI diese Aussage. „Wir wollen diese Unterlagen einsehen und prüfen, ob das Sicherungskonzept noch aktuell ist“,kündigte Ehmke an. Denn Fässer und die Abfallgebinde würden beispielsweise keinerlei Schutz bei einem Flugzeugabsturz bieten.