Schlagwort: Atomlobby

Störfall im AKW Doel erfordert Konsequenzen: Brennelementexporte von Lingen nach Doel sofort stoppen!

Lingen/Münster/Aachen/Bonn/Berlin,2. Mai 2018

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Presseerklärung:

Allein fünf neue Brennelement-Transporte im März/April!!

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind angesichts des gravierenden Störfalls im belgischen AKW Doel sowie der schleppenden und äußerst bruchstückhaften Informationspolitik des AKW-Betreibers Engie-Electrabel und der belgischen Atomaufsicht alarmiert und fordern von der belgischen Regierung die sofortige Stilllegung des Reaktors. Zugleich fordern sie von der Bundesregierung in Berlin die sofortige Einstellung aller Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau nach Belgien.

Laut der aktuellen Transportübersicht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) lieferte Lingen mit Billigung des Bundesumweltministeriums erst vor wenigen Wochen zwischen dem 18. März und dem 4. April fünfmal neue Brennelemente nach Belgien. Zielort war laut einer Auskunft des Bundesumweltministeriums an die Links-Fraktion ausgerechnet Doel 1 und 2 (Quelle: Bundestags-Drucksache 19-1126, Fragen 149 und 150). Es ist sehr gut möglich, dass diese Brennelemente nun bei den „Wartungsarbeiten“für Doel 1 in den Reaktor eingesetzt werden, um den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

„Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor das Bundesumweltministerium und die Bundesregierung die Reißleine ziehen, um die äußerst brisanten Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran für den AKW-Betrieb in Belgien einzustellen?“ fragte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. „Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre jeweiligen Parteifreunde in Berlin davon überzeugen, dass diese Exporte von Kernbrennstoffen zu einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit für halb Europa führen?“ ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss jetzt umgehend handeln und jeden weiteren Brennelementexport nach Belgien per Weisung unterbinden.

Während beim Betreiber der belgischen AKW, Engie-Electrabel, der französische Staat der größte Einzelaktionär ist, befindet sich der Betreiber der Lingener Brennelementefabrik, EDF-Framatome, sogar mehrheitlich im französischen Staatsbesitz.Lingen ist schon seit langem der wichtigste Brennelementelieferant für den AKW-Standort Doel. Doel 1 und 2 werden sogar exklusiv aus Lingen beliefert. In 2016/17 wurden zudem die Hochrisikoreaktoren Doel 3 und Tihange 2 aus Lingen beliefert. Das angereicherte Uran für die Brennelemente stammt zum Teil aus der Urananreicherungsanlage in Gronau.

„Ohne Brennelemente funktioniert kein AKW. Wer die Brennelemente wider besseren Wissens liefert, trägt auch für sämtliche Störfälle eine Mitverantwortung. Es ist deshalb mehr als unverständlich und unverantwortlich, dass die Bundesregierung weiterhin durch die Exportgenehmigungen aktiv am Weiterbetrieb der belgischen Pannenmeiler mitwirkt. Rechtlich wurden inzwischen sowohl ein Exportstopp wie auch die komplette Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau positiv begutachtet – jetzt müssen endlich Taten folgen,“ so Christina Burchert vom niedersächsischen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

Neue Anti-Atom-Proteste in Aachen und Lingen:

Für die kommenden Wochen planen Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Niedersachsen sowie mehrere Umweltverbände neue Proteste gegen den Weiterbetrieb der belgischen Pannenreaktoren sowie der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau:

10. Mai:Anti-Atom-Demo zum Macron-Besuch in Aachen
Anlässlich der Verleihung des Karlspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron findet in Aachen ab 10 Uhr eine Anti-Atom-Demo statt. Der französische Staat ist über Konzerne mit großer staatlicher Beteiligung sowohl in Doel und Tihange wie auch bei der Brennelementefabrik Lingen größter Anteilseigner. Derf ranzösische Präsident steht deshalb in besonderer Verantwortung, die störanfälligen Atomanlagen endlich stillzulegen.

9. Juni:Anti-Atom-Demo in Lingen
Mit einer überregionalen Demonstration vom AKW Lingen II („Emsland“) zur Brennelementefabrik Lingen unterstreichen zahlreiche Initiativen und Verbände die Forderung nach einer sofortigen Stilllegung des Atomstandorts Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau.

Link zur BfE-Transportliste:
https://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Downloads/BfE/DE/fachinfo/ne/transportgenehmigungen.pdf?__blob=publicationFile&v=30

Weitere Infos:
www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de, www.urantransport.de

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Pressemitteilung: Verzicht auf Atomtransporte im Hamburger Hafen? Vor allem heiße Luft!

+ + + Pressemitteilung von ContrAtom und ROBIN WOOD v. 12.4.2018 + + +

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Verzicht auf Atomtransporte im Hamburger Hafen? Vor allem heiße Luft!

Der freiwillige Verzicht umfasst nur einen Bruchteil der Transporte radioaktiver Stoffe im Hamburger Hafen

 

Der angekündigte Verzicht der Unternehmen HHLA und Hapag-Lloyd auf den Umschlag von Kernbrennstoffen in Hamburg ist ein kleines Zugeständnis, aber noch lange kein Durchbruch in der Auseinandersetzung um die Sperrung des Hafens für sämtliche Atomtransporte. Das stellen ContrAtom und ROBIN WOOD fest, die sich seit Jahren im Bündnis „Atomtransporte durch Hamburg stoppen!“ engagieren.

 

Medien brachten gestern Schlagzeilen wie „Atomtransporte im Hafen stehen vor dem Aus“ (Hamburger Abendblatt) oder „Hafenunternehmen verzichten auf Atomumschlag“ (NDR). In den Artikeln wurde berichtet, dass die Reederei Hapag-Lloyd und die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) künftig freiwillig auf den Umschlag von Kernbrennstoffen verzichten. Hamburger Atomkraftgegner*innen weisen darauf hin: Die Erfolgsmeldung ist nicht so groß, wie sie sich anhört. Praktisch machen die Transporte, auf die jetzt freiwillig verzichtet werden soll, nur etwa zehn Prozent der durch Hamburg beförderten radioaktiven Stoffe aus.

 

Im Jahre 2017 wären das 12 von 119 Transporten gewesen, bezogen auf das Gewicht sogar noch weniger. Die Zahlen beruhen auf Recherchen der Hamburger Systemoppositionellen Atomkraft Nein Danke-Gruppe.

 

Zum einen umfasst der Verzicht nur Kernbrennstoffe laut Atomgesetz, das heißt Stoffe, die spaltbar sind, insbesondere Uranprodukte erst nach dem Anreicherungsprozess. Nicht verzichtet wird also auf den Umschlag von Uranerzkonzentrat und nicht angereichertem Uranhexafluorid, beides sind Zwischenprodukte auf dem Weg zur Produktion von Brennelementen für Atomkraftwerke.

 

Hapag-Lloyd  beförderte 2017 etwa 3.000 Tonnen (Bruttomasse) nicht angereichertes Uranhexafluorid in 12 Transporten, aber kein einziges Mal Kernbrennstoffe. Alle Atomtransporte durch Hapag-Lloyd werden also weiter gehen, vielleicht sogar zunehmen. Vor dem Amtsantritt des rot-grünen Senats 2015 wurden durch Hapag-Lloyd nur knapp 1.000 Tonnen Uranhexafluorid über Hamburg transportiert. Versorgt wird mit dem Uranhexafluorid vor allem die Urananreicherungsanlage in Gronau, die eine unbefristete Betriebsgenehmigung hat und weiterhin Uran für alle Welt anreichern darf.

 

Auch der Verzicht der HHLA bedeutet lange nicht das Aus der Atomtransporte in Hamburg, auch wenn dieser durchaus ein Anfang ist. Viele der über das HHLA-Terminal Altenwerder abgewickelten Atomtransporte werden weiter gehen, weil es sich dort vorwiegend um nicht angereicherte radioaktive Stoffe handelt, insbesondere um das – auch chemisch extrem gefährliche – Uranhexafluorid und um Uranerzkonzentrat. Beide Stoffe dienen dem unverantwortlichen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken. Tritt bei Unfällen Uranhexafuorid aus, bildet es zusammen mit Luftfeuchtigkeit Flusssäure, die zu tödlichen Verätzungen führen kann. Der Abbau von Uran verursacht enorme ökologische Schäden und Menschenrechtsverletzungen.

 

„Dass zwei Hafenbetriebe nach vielen Protestaktionen endlich auf den Umschlag eines Teils der radioaktiven Stoffe verzichten, ist ein längst überfälliger Schritt, der bei weitem nicht ausreicht. Der Hamburger Hafen bleibt so weiterhin eine zentrale Drehscheibe für das riskante Geschäft der Atomindustrie weltweit. Ziel muss es sein, dass HHLA, Hapapg-Lloyd und alle weiteren im Hafen tätigen Unternehmen sämtliche Atomtransporte einstellen. Wenn dies nicht freiwillig geschieht, ist eine gesetzliche Regelung nötig“, sagt Ronja Heise, Energiereferentin bei ROBIN WOOD.

 

Irene Thesing von ContrAtom ergänzt: „Viel herausgekommen ist bei dem freiwilligen Verzicht nicht. Im Hafen wird weiter Profit vor dem Schutz der Gesundheit der Menschen hier oder beim Uranabbau gehen – geschützt durch den Senat mit kleinen Happen zur Beruhigung der Bevölkerung. Deshalb bleiben auch weiter entschlossene Aktionen gegen die verbliebenen Transporte notwendig.“

 

Atomkraftgegner*innen stehen für ihre Aktionen gegen die Transporte immer wieder vor Gericht. Der nächste Prozesstermin ist am 25. April um 9:00 Uhr vor dem Amtsgericht Hamburg-Harburg wegen einer Abseilaktion gegen einen Urantransport aus der Firma C. Steinweg – die bisher keinerlei Verzicht ankündigte.

 

Kontakt:

ContrAtom: Irene Thesing, Tel. 0151 / 59 23 93 49 ROBIN WOOD: Ronja Heise, 040 / 380 89 2 21, energie@robinwood.de und Ute Bertrand, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de

 

Mehr Informationen:

Infos der Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen“ http://www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de/

 

Detaillierte Auswertungen zu den Transporten durch Hamburg von der Systemoppositionellen Atomkraft Nein Danke Gruppe (SAND) auf Basis kleiner Anfragen an den Hamburger Senat (von den Linken), daraus ergeben sich auch alle genannten Zahlen:

https://sand.blackblogs.org/dokumente/auswertungen/

 

Infos zu Atomtransporten und Protestaktionen:

https://urantransport.de/

https://www.robinwood.de/kampagnen/atomtransporte-stoppen

http://www.contratom.de/

KONNews Newsletter AG Schacht KONRAD, April 2018

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V.
April 2018

ag schacht konrad antiatom

  1. Mitgliederversammlung: Schacht KONRAD aufgeben – ASSE ausräumen
  2. 20.04. Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“ – Jetzt anmelden!
  3. Kirchen laden zum Pilgerweg nach Schacht Konrad ein
  4. Es stehen viele Termine an!

1. Mitgliederversammlung: Schacht KONRAD aufgeben – ASSE ausräumen

„Schacht ASSE V statt Schacht KONRAD 2“, so lautet das Jahresmotto der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD für 2018 – beschlossen auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Damit verbunden ist die klare Forderung an die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) als Betreiberin beider Anlagen, ihre Kapazitäten auf den Schachtneubau an der Asse zu konzentrieren und das sinnlose Projekt KONRAD endlich aufzugeben.

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20.04. Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“ – Jetzt anmelden!

2017 wurde der Betrieb der „Endlager“-Projekte in die Hände einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegeben. Ein Teil der Belegschaft des vormals zuständigen Bundesamtes für Strahlenschutz wechselte zum neuen Betreiber, ein anderer zur neu gegründeten Aufsichtsbehörde Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit. Auch die Zwischenlagerung wurde neu strukturiert. Doch wer ist jetzt eigentlich für was genau zuständig? Das ist Thema des Fachworkshops „Wem gehört der Atommüll?“ am Freitag, 20.04.2018, 12.00 Uhr im Raschplatzpavillion Hannover.

weiterlesen beim Atommüllreport…

3. Kirchen laden zum Pilgerweg nach Schacht Konrad ein

Geschichte und Gegenwart in der Region erleben: Die evangelische Kirche, Stadthistoriker und die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad laden für den 21. April zu einem Pilgerweg in Salzgitter ein. Er verbindet die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Drütte mit dem geplanten Atommülllager Schacht Konrad.

Auf den Seiten der evangelische Konföderation heißt es: „Schacht Konrad wird vom Bund zum nationalen Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle umgebaut. Der geplante Einlagerungsbeginn wurde immer wieder verschoben, nach neuesten Berechnungen soll der Betrieb 2027 aufgenommen werden. Die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad fordert die Aufgabe des Projektes. Zum Abschluss des Pilgerwegs hält Pastorin Ann-Kathrin Rieken aus Salzgitter eine Andacht an der Kirche im Ortsteil Bleckenstedt.“

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4. Es stehen viele Termine an!

  • 26.03. – 9.08.2018 Aktionspräsenz in Büchel www.atomwaffenfrei.de
  • 11.03. – 26.04.2018 Im Rahmen der Europäischen Aktionswochen zu Tschernobyl und Fukushima Aktionen mit Zeitzeugen, Informationsveranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten
  • heute Do., 12.04.18, 18.30 Uhr, Treffen BI Süd-West, Geitelde, Posthof 10
  • heute Do., 12.04.18, 19.00 Uhr, „Was passiert in Fukushima“, Vortrag von Mako Oshidori (Journalistin) Ort: Mehrgenerationenhaus, Hugo- Luther- Str. 60A, 38118 Braunschweig, Flyer
  • heute Do., 12.04.18, 19.00 Uhr, Treffen der BISS Leese, Ort: Gasthaus Cordes, Loccumer Str. 19, 31633 Leese, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • heute Do., 12.04.18, 19.30 Uhr, BI-Treffen Assewasser Nein Danke, Ort: Gemeindehaus der EV. luth. Kirche Sehnde, Mittelstraße 56, 31319 Sehnde
  • Fr., 13.04.18, 19.00 Uhr, „Was passiert in Fukushima“, Vortrag von Mako Oshidori (Journalistin) Ort: Gauß- Haus, Güldenstr.8, Braunschweig, Flyer
  • Sa., 14.04.18, 10.30-16.30 Uhr, Orte der Demokratie – Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen, Ort: Neues Rathaus, Hodlersaal, Hannover 15.00 Uhr Jenny Hagemann (Hannover), Vom Ort der Demokratie zum Ort der Demokratiegeschichte? Gorleben und die Anti-Atombewegung im Hannoverschen Wendland – 15.45 Uhr Gorleben und die Anti-Atombewegung: ein Erinnerungsort niedersächsischer und bundesdeutscher Demokratiegeschichte? Podiumsdiskussion mit Jenny Hagemann (Hannover), Gabi Haas (Gorleben Archiv) und Wolfgang Ehmke (BI Lüchow-Dannenberg)
  • So., 15.04.18, 16.00 Uhr, Benefizkonzert für Tschernobyl- und Fukushima-Kinder, Ort: St. Martini, An der Martinikirche 1, 38100 Braunschweig EuAW/BS
  • Di., 17.04.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Mitgliederversammlung Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post)
  • Mi., 18.04.18, 19.30 Uhr, Vortrag: Kein Atomklo in Bure, der Kampf um das französische Gorleben, Ort: Kulturverein Platenlaase, Platenlaase Nr. 15, 29479 Jameln
  • Fr. 20.4.18, 12.00 Uhr, Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“, Raschplatzpavillion Hannover, Veranstalter: Atommüllreport
  • Fr., 20.04. 18, 14.00 Uhr, Erste gemeinsame Sitzung der „Zivilgesellschaftlichen Kammer“, der „Kommunalvertretung“ der ASSE II-Begleitgruppe und AGO
  • Sa., 21.04.18, 11.00-16.00 Uhr, Pilgerweg Schacht KONRAD, VA: AK Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen. In Kooperation AG Schacht Konrad, Kanaldörfern – 11.00 Uhr Auftakt Gedenk- und Dokumentationsstätte Drütte – 13.00 Uhr Pilgerweg vom Jammerthal nach Bleckenstedt – 14.30 Uhr Begrüßung und  Infos zu Schacht Konrad, Wanderung durchs Dorf zur Kirche –  Andacht mit Gemeinde- Pfarrerin, Anmeldung bis 17.04.2018: T. Schäfer: 0511-1215292, t.schaefer@elm-mission.net  Flyer
  • Sa., 21.04.18, 11.00 Uhr, Vallstedter Frühstück, VA: Vallstedter gegen Konrad, Ort: Gemeindehaus Vallstedt
  • Sa., 21.04. 18, 16.00 Uhr, Autorenlesung mit Musik: Interviews mit – und Geschichten von – Tschernobyl-Kindern, Ort: Historischer Rathaussaal, Stadtmarkt 3-6, Wolfenbüttel EuAW/BS
  • Sa., 21.04.18, 17.00 Uhr, Eröffnungskonzert 2018: ASSE-Konzert – „Café 1930“ Tango Argentino in Wittmar, Ort: Kirche St. Barbara, Kirchstraße, www.asse-konzerte.de
  • So., 22.04.18, 12.00 Uhr, 6. Protest und Kulturmeile am AKW Brokdorf, VA: Brokdorf- akut, Bund Steinburg www.akw-brokdorf-abschalten.de
  • Mo., 23.04.18, 18.00 Uhr, 1. Vorbereitungstreffen Herbstaktion Arbeitsgemeinschaft, Konradhaus, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Di., 24.04.18, 19.00 Uhr, ASSE-2- Koordinationskreis, Wolfenbüttel, St. Thomas, Jahnstr. 1
  • Mi., 25.04.18, 09.00 Uhr, Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen wegen einer Kletteraktion gegen einen Uranzug im Hamburger Hafen, Ort: Amtsgericht Hamburg-Harburg, Saal A3.06. www.nirgendwo.info
  • Mi., 25.04.18, 19.30 Uhr, „Skat mit Asse“ oder „Ein Spiel mit der Geschichte eines strahlenden Problems“, Autoren- Lesung mit Musik, Trinitatis- Kirche Wolfenbüttel anschließend 21.00 Uhr Europaweite Kerzenaktion EuAW/BS
  • *** Do., 26.04.18 Tschernobyl-Jahrestag ***
  • Do., 26.04.18, 11.55 Uhr, Andacht am Lutherbaum, Wiese vor BfS, SZ- Lebenstedt Pfarrer Rolf Adler (Umweltbeauftragter), Pfarrerin Kirstin Müller, Pfarrerin Ann-Kathrin Rieken, Diakon Paul Koch und Team EuAW/BS
  • Do., 26.04.18, 20.00 Uhr, 32 Jahre Tschernobyl – Mahn- und Protestaktion am AKW Neckarwestheim, Tor 1, Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim
  • Fr., 27.04.18, 14.00 Uhr, ASSE II-Begleitgruppe (öffentliche Sitzung mit Behördenvertretern), TWW, Am Exer, WF
  • Di., 01.05.18, 1. Mai Infostände: Die Arbeitsgemeinschaft ist mit Info-Ständen in  Salzgitter, Wolfsburg und Braunschweig dabei
  • Mi., 02.05.18, 17.15 Uhr, Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD- Haus, Salzgitter- Bleckenstedt
  • Fr., 04.05.18, 11.00 Uhr, KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, in den Blumentriften,  Salzgitter- Lebenstedt
  • So., 06.05.18, 17.00 Uhr, ASSE-Konzert „Bachs Welt“, Evangelische Kirche Groß Denkte www.asse-konzerte.de
  • Di., 08.05.18, 18.00 Uhr, Fachgruppe ASSE, DGH Burschenhof, Kantorweg 1, Sickte, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mi., 09.05.18, 09.30 Uhr, Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen wegen einer Kletteraktion gegen einen Uranzug im Hamburger Hafen, Ort: Amtsgericht Hamburg-Harburg, Saal A3.06. www.nirgendwo.info
  • Ausblick:
  • 10.-21.05.18, Kulturelle Landpartie (KLP) und Mützingenta
  • 7.-11.08.18 Sommerakademie in Karlsruhe, Veranstalter: Atommüllreport

mehr Termine

Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

www.ag-schacht-konrad.de

Bundesumweltministerium: Stilllegung oder Exportstopp für Urananreicherung Gronau?

Foto OMA Gronau 30.03.2018 Demozug Röntgenstraße

Die Proteste gegen die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau reissen nicht ab: Ostermarsch 2018 zur UAA Gronau (Karfreitag, 30.03.2018)

 

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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

 

Gronau/Münster/Schüttorf, 9. April 2018

 

Stilllegung oder Exportstopp für Urananreicherung Gronau?

Bundesumweltministerium prüft beide Varianten / Atomkraftgegner fordern auch Stilllegung der Lingener Brennelementefabrik

Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze prüft die mögliche Untersagung von Lieferungen von angereichertem Uran aus Gronau für Atomanlagen im Ausland, „deren Sicherheit aus deutscher Sicht zweifelhaft ist“. Außerdem prüft sie darüber hinaus auch die Möglichkeit einer generellen Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW). (Quelle: Aktuelle Stunde des WDR, Karfreitag). Die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) gehen davon aus, dass diese Ankündigung auch für die benachbarte Brennelementefabrik Lingen (Niedersachsen) gilt.

Schon lange kritisieren Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände wie der BBU, dass es für die Uranfabriken in Gronau und Lingen bisher keine Laufzeitbegrenzung gibt. Im vergangenen Herbst hatten zwei Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums bestätigt, dass sowohl die Urananreicherungsanlage Gronau wie auch die Brennelementefabrik in Lingen im Rahmen des deutschen Atomausstiegs rechtssicher stillgelegt werden können. Laut aktuellem Koalitionsvertrag soll zunächst der Export von angereichertem Uran und Brennelementen eingeschränkt werden. Hier hatte ein Gutachten für die atomkritische Ärzte-Organisation IPPNW ebenfalls entsprechende Handlungsmöglichkeiten der Bundesregierung aufgezeigt.

 

Neue Umweltministerin muss schnell Ausstiegsbeschlüsse für die Uranfabriken präsentieren

„Es freut uns, dass die neue Bundesumweltministerin dieses ernste und drängende atomare Problem nun offensichtlich rasch angehen will. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die hiesigen Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen zu Recht stillgelegt werden, die Risikoreaktoren im benachbarten Ausland jedoch aus Gronau und Lingen mit Uranbrennstoff weiterbeliefert werden. Wir fordern, dass die neue Ministerin hier schnell klare Ausstiegsbeschlüsse präsentiert, die den Atomausstieg auch für die Uranfabriken in Gronau und Lingen umsetzen,“ so Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und Mitglied im Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Schon im August 2016 hatte Svenja Schulze, damals noch als NRW-Landtagsabgeordnete, eine rechtssichere Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau gefordert.

 

(Quelle: http://www.spd-muenster.de/news/detail/news/spd-muenster-fuer-ende-der-urananreicherung-in-gronau/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=de3c2c1cb223049c95f6b848847b4a75)

 

 

Zum Hintergrund: Der auch in der Bundesrepublik Deutschland tätige internationale Urananreicherer Urenco beliefert von Gronau aus rund 10 % des Weltmarktes mit angereichertem Uran zur Brennelementeproduktion.

Kunden sind u. a. die belgischen AKW-Betreiber, aber auch z. B. die Ukraine. In Lingen produziert der französische Atomkonzern EDF/Framatome direkt für die belgischen AKW, aber auch z. B. für Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, Schweden und Finnland.

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern bereits seit langem ein Aus für Uranexporte sowie die Stilllegung dieser beiden Atomfabriken. Im Atomausstiegsgesetz wurden sie 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima aber „vergessen“ und dürfen deshalb derzeit noch unbefristet weiterlaufen. Im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche führte Karfreitag auch ein Ostermarsch zur Gronauer Urananreicherungsanlage und unterstrich die Stillegungsforderungen. In Lingen finden am 26. April sowie am 9. Juni weitere Protestaktionen statt.

 

Weitere Informationen:

www.sofa-ms.de <http://www.sofa-ms.de>, www.urantransport.de <http://www.urantransport.de>, www.bbu-online.de <http://www.bbu-online.de>

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. März 2018

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Neustart der ASSE II-Begleitgruppe gelungen
  2. Schacht KONRAD: Pläne gescheitert – Groko will Eingangslager
  3. Antwort der Landesregierung zum Strahlenunfall in Braunschweiger Nuklearfirma wirft Fragen auf
  4. Auch der Hamelner Rat verabschiedet die Resolution zur vorzeitigen Stilllegung des AKW Grohnde
  5. Atommüllkonferenz: 60 Aktive diskutierten die Probleme und Sorgen rund um „den Atommüll“
  6. Talente gesucht! (Fotoarchivar/-in)
  7. Termine

1. Neustart der ASSE II-Begleitgruppe gelungen

Zivilgesellschaftliche Vertretung wird deutlich verbreitert – „Der erste Schritt für einen Neustart der ASSE II-Begleitgruppe ist gelungen“, erklärt Claus Schröder, ASSE-Beauftragter der AG und Mitglied der bisherigen ASSE II-Begleitgruppe. Auf der Gründungsversammlung am 21.02.18 verständigten sich die 48 anwesenden Bürgerinnen und Bürger auf die Verteilung von insgesamt 17 Sitze für die neue Zivilgesellschaftliche Vertretung (ZGV): Umwelt (2 Sitze), Gesundheitssektor (1), junge Generation (1), Anwohner (1), Kirche und Soziales (2), Gewerkschaften (1), Land- und Forstwirtschaft (2), Regionales und Tourismus (1), Wirtschaft (1), Wissenschaft (1), organisierte BürgerInnen-Interessen (4).

weiterlesen…

2. Schacht KONRAD: Pläne gescheitert – Groko will Eingangslager

SPD und CDU wollen ein zentrales „Bereitstellungslager“ für die KONRAD-Abfälle errichten. Laut Koalitionsvertrag der Groko heißt es dazu: „Für einen zügigen Einlagerungsbetrieb ist die Errichtung eines Bereitstellungslagers unverzichtbar. Wir werden deshalb ein solches Bereitstellungslager einrichten und mit den Planungen dafür unverzüglich beginnen.“

„Das Abfallkonzept für Schacht KONRAD ist gescheitert“, erklärt Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD.

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3. Antwort der Landesregierung zum Strahlenunfall in Braunschweiger Nuklearfirma wirft Fragen auf

Welche Lehren zieht Niedersachsen aus dem Zwischenfall, der sich am 22.11.17 am Braunschweiger Atomstandort ereignete? Kurz: Die Bevölkerung wird bei der Freisetzung radioaktiver Stoffe nicht informiert. Da wir Radioaktivität nicht sehen, riechen oder schmecken können, sind Kinder und Erwachsene im Fall von Zwischen- oder Störfällen einer erhöhten radioaktiven Strahlung schutzlos ausgeliefert. Dieses Fazit lässt sich aus der Antwort der Landesregierung auf die Anfrage der Grünen zum Zwischenfall bei GE Healthcare ziehen. Die Antworten zeigen: Der Schutz der Bevölkerung tritt zurück hinter einen Wust von Fragwürdigkeiten und Nicht-Antworten.

weiterlesen bei der BISS…

4. Auch der Hamelner Rat verabschiedet die Resolution zur vorzeitigen Stilllegung des AKW Grohnde

Am Mittwochabend, dem 21. Februar, verabschiedete der Hamelner Rat die Resolution der Listenverbindung von Grünen/LINKE und SPD zur vorzeitigen Abschaltung des AKW Grohnde. Die „Vorarbeit“ hatte der Hamelner Umweltausschuss geleistet, der die Resolution bereits am 31. Januar befürwortet hatte (wir berichteten). Gleichwohl hatte sich der Hamelner Verwaltungsausschuss zwischenzeitlich gegen die Resolution entschieden. Dass es im alles entscheidenden Rat zum Schluss ein knappes Rennen werden würde, war angesichts der dortigen Mehrheitsverhältnisse schon vorher klar.

weiterlesen bei der Regionalkonferenz „AKW Grohnde abschalten“…

5. Atommüllkonferenz: 60 Aktive diskutierten die Probleme und Sorgen rund um „den Atommüll“

Aktive diskutierten die Probleme und Sorgen rund um „den Atommüll“

Standortauswahlverfahren, Abschaltung, Stilllegung, Rückbau, Verfahrenstricks, das waren die Themen der zwei Eingangsvorträge und der Arbeitsgruppen der Konferenz am 17.2. in Kassel. Welche Probleme gibt es beim Start des neuen Standortauswahlverfahrens? Im Standortauswahlverfahren hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) als ersten Schritt von den Ländern geologische Daten zur Ermittlung der Ausschlussgebiete angefordert. Die Ergebnisse sollten Ende September 2017 vorliegen.

weiterlesen…

6. Talente gesucht! (Fotoarchivar/-in)

Aus über 30 Jahren hat sich bei der AG Schacht KONRAD eine faszinierende Menge Fotomaterial angesammelt. Papier-Fotos von den Demos der 70er und 80er Jahre und jede Menge digitale Fotos von Veranstaltungen, Aktionen etc. schlummern zur Zeit in verschiedensten Kistchen oder auf einzelnen Rechnern. Trotzdem fehlt uns immer wieder passende Fotos für Layout und Illustrationen. Deshalb suchen wir eine/n ehrenamtliche/n Mitstreiter/in für diese Aufgabe. Wir wünschen uns: ein bisschen Zeit für das Projekt und grundlegende Kenntnisse in einem Fotoverwaltungsprogramm. Wir bieten: das gute Gefühl Teil einer tatkräftigen Gemeinschaft zu sein und jede Menge Lob und Anerkennung! Interesse geweckt? Einfach mal im KONRAD-Haus melden…

info@ag-schacht-konrad.de, Tel. 05341-900194

Oder vorbeikommen während der Öffnungszeiten: Bleckenstedter Str. 14a in 38239 Salzgitter-Bleckenstedt

7. Termine

  • noch bis 24.03.18, Ausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ in der Stadtbibliothek Salzgitter-Bad
  • 05.-11.03.18 Atomgefahren im Ostseeraum, Projekthaus Doebeln, Janun
  • 11.03.-26.04.18 Im Rahmen der Europäischen Aktionswochen zu Tschernobyl und Fukushima (EuAW), viele Aktionen mit Zeitzeugen, Informationsveranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten. Flyer
  • 26.03. – 09.08.18 „20 Wochen gegen 20 Bomben“, Aktionspräsenz in Büchel
  • heute, Do., 08.03.18, 17.15 Uhr, Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD- Haus, Salzgitter- Bleckenstedt
  • heute, Do., 08.03.18, 19.30 Uhr BI-Treffen Assewasser Nein Danke, Sehnde
  • heute, Do., 08.03.18, 20.00 Uhr, Göttingen, Film: „Furusato – Wunde Heimat“, Die Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima… Dort leben noch immer knapp 57.000 Menschen. Warum? Kino Lumiere, Geismarlandstr. 19, 37083 Göttingen
  • heute, Do., 08.03.18, 20.15 Uhr, Wendland, Film: „Furusato – Wunde Heimat“, Die Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima… Dort leben noch immer knapp 57.000 Menschen. Warum? Kino „Alte Brennerei“, Rosenstr. 19, 29439 Lüchow. In Kooperation BI Lüchow-Dannenberg
  • Fr., 09.03.18, 12.00 Uhr, Braunschweig: Ökumenisches Fukushima- Mittagsgebet: „Schau hin – Öffne Deine Augen“, Jugendkirche, Herzog- Elisabeth- Str. 80 a, EuAW/BS
  • 09.-11.03.2018 Workshop: Jugend trifft Erfahrung, Karlsruhe, Atommüllreport
  • Sa., 10.03.18, 10.00-11.30 Uhr, Anti-Atom-Banner-Aktion Europäischer Brückentag „Radioaktivität macht nicht an Grenzen halt!“ Aufruf: Réaction en chaîne humaine/ cattenom NON MERCI, mehr Info facebook
  • Sa., 10.03.18, 11.30-15.30 Uhr, Fukushima-Jahrestag in Göttingen, Treffen am Fukushima- Stein, Hiroshimaplplatz, 37083 Göttingen, Demonstration, bunte Aktionen und Musik zum Gedenken an die Atomkatastrophe in Fukushima. anti-atom-initiative-goettingen.de
  • Sa., 10.03.18, 13.00 Uhr, Berlin: Die nukleare Kette brechen! Kazaguruma- Demo zum 7. Jahrestag von Fukushima, Brandenburger Tor Pariser Platz, Berlin VA: Sayonara Nukes Berlin, www.kazagurumademo.de
  • Sa., 10.03.18, 19.30 Uhr, Hannover, Film: „Furusato – Wunde Heimat“, Die Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima… Dort leben noch immer knapp 57.000 Menschen. Warum? Regisseur Thorsten Trimpop ist anwesend, Kommunales Kino im Künstlerhaus, Sophienstr. 2, 30159 Hannover. In Kooperation mit Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten
  • So., 11.03.18, ********* Fukushima-Jahrestag – vor 7 Jahren begann die Katastrophe **********
  • So., 11.03.18, 12.00 Uhr, Münster, Film: „Furusato – Wunde Heimat“, Die Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima… Dort leben noch immer knapp 57.000 Menschen. Warum? Anschließend Diskussion mit Regisseur Thorsten Trimpop, Cinema Münster, in Kooperation mit der Initiative für den sofortigen Atomausstieg Münster (Sofa-MS)
  • So., 11.03.18, 13.00 Uhr, Demo Kichheim/Neckar: Fukushima – Strahlung ohne Ende, Mit Redebeiträge von Masao Fukumoto (Fukushima), Angelika Claußen (IPPNW), Daniel Bannasch (MetrolpolSolar), Bündnis Fukushima-Neckarwestheim
  • Mo., 12.03.18, 19.30 Uhr, Vortrag und Diskussion: Japan – Deutschland nach Fukushima, Referentin: Prof. Dr. Miranda Schreurs, Christuskirche Braunschweig, Am Schwarzen Berge 18, Braunschweig, EuAW
  • Di., 13.03.18, 19.00 Uhr, Informationsveranstaltung Atomtransporte durch Hamburg, mit Cécile Lecomte und RobinWood Hamburg-Lüneburg, Ort: Centro Sociale, Raum Kubus, Sternstr. 2, Hamburg
  • Do., 15.03.18, 19.00 Uhr, Info-Veranstaltung BI-Südwest zum geplanten Gewerbe- und Industriegebiet SZ/BS, Schützenhaus des KKSV Timmerlah, neue Homepage: bi-sw-bs.jimdo.com
  • So., 18.03.18, 10.00 Uhr, Fukushima-Gottesdienst mit Nachgespräch und Aktion am Ginko- Baum, Ort: St. Thomas, Wolfenbüttel, Jahnstr. 1, Kooperationsveranstaltung EuAW/ BS, St. Thomas WF, AK Japan (ev.-luth. Landeskirche Braunschweig), mehr
  • So., 18.03.18, 14.00 Uhr, „20 Jahre Tag X“, Kundgebung und Sonntagsspaziergang in Ahaus, Ort: Am Mahner in Ahaus www.bi-ahaus.de
  • So., 18.03.18, 18.00 Uhr, 40. Asse-Andacht, Treffen am Asse- Schacht, Remlingen
  • So., 25.03.18, 14.00 Uhr, Konrad-Gottesdienst, Treffpunkt Stein „Schacht KONRAD – Ende der Atommüllstraßen“ am Hof der Familie Traube in Salzgitter-Bleckenstedt (Broistedter Straße / Schwerdtfeger Straße)
  • Mo., 26.03.18, 19.00 Uhr, Wolfenbüttel, Film: „Furusato – Wunde Heimat“, Die Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima… Dort leben noch immer knapp 57.000 Menschen. Warum? Filmpalast, Lange Str. 5, WF, In Kooperation mit .ausgestrahlt
  • Di., 27.03.18, 19.30 Uhr, ASSE-2-Koordinationskreis, Gemeindezentrum St. Thomas, Jahnstr. 1, 38302 Wolfenbüttel
  • Fr., 30.03.18, 13.00 Uhr, Gronauer Ostermarsch – für Frieden und Solidarität statt Urananreicherung, Atomwaffen und Aufrüstung, Auftaktkundgebung am Bahnhof Gronau, anschließend Demo zur Urananreicherungsanlage, BI Ahaus, facebook
  • Sa., 07.04.18, 11.00 Uhr, Mitgliederversammlung der AG Schacht Konrad, Gemeindehaus, Bleckenstedt
  • So., 08.04.18, 14.00 Uhr, 1. BISS-Sonntagsspaziergang in 2018, Treffen vor dem Firmengelände von Eckert & Ziegler Gieselweg 1 38110 Braunschweig
  • Ausblick:
  • Fr. 20.4.18, 12.00 Uhr, Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“, Raschplatzpavillion Hannover, Veranstalter: Atommüllreport
  • 7.-11.08.18 Sommerakademie in Karlsruhe, Veranstalter: Atommüllreport

mehr Termine

Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

7 Jahre nach Fukushima – BBU fordert Sofortausstieg! Bundesweit Gedenk-und Protestveranstaltungen

BBU-Pressemitteilung, 08.03.2018

 

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(Bonn / Berlin, 08.03.2018) Anlässlich des 7. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan, 11. März 2011) ruft der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bundesweit zur Teilnahme an Gedenk- und Protestveranstaltungen rund um den Jahrestag auf. „Die Katastrophe und ihre anhaltenden Folgen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Das Mitgefühl des BBU gilt den betroffenen Menschen in Japan. Und in der Bundesrepublik muss der Atomausstieg endlich richtig und umfassend vollzogen werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Dreckiger Kohlestrom darf dabei keine Alternative zum Atomstrom sein. „Die Zukunft gehört der Solarenergie und der Windkraft“.

 

Der BBU weist darauf hin, dass besonders Initiativen im Bereich von Atomanlagen und von Atommüll-Lagern mit vielfältigen lokalen Veranstaltungen an die Fukushima-Katastrophe erinnern und einen umfassenden Atomausstieg einfordern. Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis z. T. Ende 2022 ist unverantwortlich und auch die sonstigen Atomanlagen wie die Uranfabriken in Gronau und Lingen müssen sofort stillgelegt werden.

 

Hier eine unvollständige Übersicht lokaler und überregionaler Aktivitäten:

 

10.03., Berlin, Kazaguruma-Demonstration, 13 Uhr, Brandenburger Tor / Pariser Platz

 

10.03., Gronau, Mahnwache, 12.00 – 13.00 Uhr, Neustraße (vor „Bruno Kleine“)

 

10.03., Landshut, Filmvorführung zum Thema Atommüll, 17 Uhr, Landshuter Umweltmesse, Niedermayerstraße 100

 

10.03., Mosbach, Mahnwache, 11.30 Uhr – 12.00 Uhr, Kirchplatz

 

11.03., Bonn, Filmvorführung über Fukushima, 11.00 Uhr, Neue Filmbühne, Friedrich-Breuer-Straße 68-70

 

11.03., Gorleben, Sonntagsspaziergang am Bergwerksgelände, 13.00 Uhr

 

11.03., Lingen, Mahnwache, 18.00 – 18,30 Uhr, Altes Rathaus, Marktplatz

 

11.03., Münster, Filmvorführung über Fukushima, 12.00 Uhr, Cinema, Warendorfer Str. 45

 

11.03., Neckarwestheim, überörtliche Demonstration zum Atomkraftwerk,

13.00 Uhr ab Bahnhof Kirchheim / Neckar

 

12.03., Dannenberg, Mahnwache, Kundgebung und Treckerkonvoi, 18.00 Uhr, Marktplatz

 

13.03., Hamburg, Infoveranstaltung über die Gefahren der Atomtransporte,

19.00 Uhr, Centro Sociale, Raum Kubus, Sternstr. 2, Ecke Neuer Kamp

 

18.03., Ahaus, Kundgebung, 14.00 Uhr, Innenstadt / am Mahner

 

Weitere Informationen: https://www.facebook.com/BBU72

 

Europäischer Brücken-Aktionstag gegen Atomgefahren

 

Zudem findet am Samstag, 10.03., eine international vernetzte Aktion statt, in deren Rahmen in vielen Städten auf Autobahnbrücken mit Transparenten und Anti-Atomkraft-Fahnen demonstriert wird. Damit soll auf die europäische Bedrohung durch die Nutzung der Atomkraft und deren Gefahren (GAU, Terrorgefahren, Verlängerung der Laufzeiten, Ausbau von AKWs etc.) hingewiesen werden. In der Bundesrepublik gibt es dabei Aktionen u. a. auf Brücken in Berlin, Freiburg, Karlsruhe, Saarbrücken und Trier. Auch in Belgien und Frankreich finden Brückenproteste statt.

 

http://chainehumaine.fr/aufruf-zum-europaischen-bruckentag

 

Mit diesen und vielen weiteren Aktionen soll verdeutlicht werden, dass kein weiterer Atommüll, für den es weltweit keinen sicheren Platz gibt, produziert werden darf. Mit der notwendigen Stilllegung der AKW und Atomanlagen wird das Risiko großer Katastrophen reduziert, deren Wahrscheinlichkeit steigt, weil die Anlagen schon alle sehr alt sind.

 

Über die konkreten Folgen der Atomkatastrophe in Japan schreibt Kazuhiko Kobayashi aus Tokyo: „Aber die Regierung will für die aus Fukushima geflohenen Mütter und Kinder kein Geld ausgeben. Sie holt sie sogar mit allen gemeinen psychischen und physischen Druckmitteln und Tricks wieder in Fukushima zurück. So sind von den aus Fukushima geflohenen 17,895 Kindern mehr als Hälfte, nämlich 9,271 Kinder wieder in Fukushima zurückgeholt worden, so bleiben nur noch 8,624 Kinder im Fluchtort außerhalb von Fukushima, deren Mütter trotz aller Schwierigkeiten weiterhin unbedingt ihre Kinder vor der atomaren Strahlungsgefahr schützen wollen.“ (Vollständiger Text, siehe unten). Der BBU hat in den letzten Jahren wiederholt Vortragsveranstaltungen mit Kazuhiko Kobayashi in der Bundesrepublik durchgeführt.

AG Schacht Konrad: Gutem Geld schlechtes hinterher werfen …

08.03.2018 Pressemitteilung zur erneuten Verschiebung der Inbetriebnahme von Schacht KONRAD:

ag schacht konrad antiatom

Gutem Geld schlechtes hinterher werfen …
sagt man, wenn versucht wird kostspielig etwas zu regeln, das nicht zu regeln ist. Gemeint sein können aber auch Prozesse oder Projekte, die so aussichtslos oder wacklig sind, dass sie nicht zu retten sind und man lieber die Finger davon lassen sollte.

1988, 1996, 2013, 2019, 2022 und jetzt also 2027; das die Jahreszahlen die vom jeweiligen Betreiber für die Inbetriebnahme des Atommülllagers Schacht KONRAD genannt wurden. Es dauert länger, es wird teurer, die Diskrepanz zwischen Plan und Realität wird immer größer und bei alldem geraten Sicherheitsaspekte immer weiter in den Hintergrund. Zusätzlich wird das Projekt augenfällig immer sinnloser: fehlende Rückholbarkeit, ungeklärte Transportfragen, und für große Mengen schwach- und mittelradioaktiven Mülls wird ein weiteres Lager notwendig werden.

„Es wird immer absurder, dass an einem falschen und offensichtlich nicht umsetzbaren Projekt festgehalten wird, nur weil es dafür eine Genehmigung gibt. Das Projekt KONRAD muss endlich aufgeben werden. Schacht KONRAD bleibt ein Irrweg, der nur immer weiter weg von tatsächlichen Lösungen führt.“ so Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD.