Schlagwort: Atomlobby

Protest vor der Konzern-Zentrale in Mannheim gegen die Atomgeschäfte von Bilfinger in aller Welt

Protestaktion anlässlich der Bilfinger-Hauptversammlung am 24. Juni

Sehr geehrte Damen und Herren,

während Deutschland aus der Atomkraft aussteigt, steigt der Mannheimer Industriedienstleister Bilfinger immer tiefer ins weltweite Atomgeschäft ein. Bilfinger ist beispielsweise an AKW-Neubauproketen in Großbritannien und Frankreich beteiligt, die trotz gewaltiger Kostenexplosion weiter vorangertrieben werden und damit Unsummen schlucken, die für tatsächlichen Klimaschutz fehlen.

Anlässlich der Bilfinger-Hauptversammlung, die in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie virtuell ohne Anwesenheit der Aktionär*innen aus der Konzern-Zentrale übertragen wird, protestiert die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt vor Ort gegen die Atomgeschäfte des Unternehmens.

Mittwoch, 24. Juni 2020, ab 8:30 Uhr
Vor dem Haupteingang von Bilfinger SE, Oskar-Meixner-Straße 1, 68163 Mannheim

.ausgestrahlt sagt: Bilfinger muss aus dem atomaren Geschäftsmodell aussteigen! Keine Arbeiten für Risiko-Reaktoren – nirgendwo! Dies bringen wir in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre auch auf der Hauptversammlung selbst zum Ausdruck. Die Anträge auf Nichtentlastung von Vorstand und Aufsichtsrat lassen sich auf den Seiten des Dachverbandes nachlesen: https://www.kritischeaktionaere.de/bilfinger/gegenantraege-46/

Wir laden Sie zur Berichterstattung ein. Die Protestaktion bietet auch Motive für Film- und Foto-Aufnahmen. Wir stehen vor Ort für Interviews zur Verfügung. Eine ausführlichere inhaltliche Pressemitteilung verschicken wir parallel zur Aktion am 24. Juni.

Rückfragen an:

Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt
Tel. 0170-9358759

Ansprechpartner vor Ort:
Julian Bothe, .ausgestrahlt
Tel. 01573-6191730

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die Atomkraftgegner*innen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.

AKW Lingen 2 trotz Proteste wieder am Netz / Über 350 Organisationen fordern sofortige Stilllegung

BBU-Pressemitteilung, 01.06.2020

(Bonn, Lingen, 01.06.2020) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat die erfolgte Wieder-Inbetriebnahme des umstrittenen Atomkraftwerkes (AKW) Lingen 2 des Energiekonzerns RWE im Emsland (Niedersachsen) scharf kritisiert. Das mehr als 30 Jahre alte AKW wurde nach einer mehrwöchigen Revision (technische Überprüfung) am Pfingstsonntag (31. Mai) wieder hochgefahren. Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) wurden bei der Überprüfung drei meldepflichtige technische Mängel gefunden. Damit stieg die Zahl der Pannen und Störfälle in dem AKW nahe der niederländischen Grenze auf über 160 seit der Inbetriebnahme 1988. Am Freitag hatten der Elternverein Restrisiko Emsland und das Bündnis AgiEL (AtomkraftgegnerInnen im Emsland) mit einer Mahnwache in Lingen-Darme gegen die drohende Inbetriebnahme des AKW Lingen 2 demonstriert. „Es ist unglaublich, dass der AKW-Betreiber RWE auch noch ausgerechnet an einem Feiertag das AKW wieder in Betrieb nimmt und damit der besorgten Bevölkerung die Feiertagsruhe raubt“, kritisiert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz

Adressaten der vielfältigen Proteste gegen das AKW Lingen 2 des BBU und der emsländischen Bürgerinitiativen, aber auch von Initiativen und Verbänden aus Nordrhein-Westfalen und aus den Niederlanden sindder zuständige niedersächsische Umweltminister Oaf Lies, Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie die örtliche und regionale Politik. Grundsätzlich wird die sofortige Stilllegung des AKW Lingen 2 gefordert, dessen abgebrannte Kernbrennstäbe als Atommüll in einem Castor-Atommüll-Lager in Lingen gelagert werden – vermutlich dauerhaft.

Die grenzüberschreitenden Proteste richten sich zudem gegen die letzte Brennelementefabrik in der Bundesrepublik, die sich ebenfalls in Lingen befindet. Sie versorgt Atomkraftwerke in zahlreichen Ländern, z. B. auch in Belgien, mit Nuklearbrennstoff. Trotz beschlossenem Atomausstieg erfolgt der Betrieb dieser Anlage ohne befristete Genehmigung.

Der BBU unterstützt seit Jahrzehnten den Widerstand gegen das AKW Lingen 2. Bereits vor 40 Jahren, Im Herbst 1980, war der BBU Mitveranstalter einer Großdemonstration gegen die damaligen Pläne zum Bau des AKW Lingen 2. Auch in der jüngsten Zeit hat der BBU immer wieder zur Teilnahme an Protestaktionen gegen die noch laufenden Atomanlagen in Lingen, und gegen die damit verbundenen Atomtransporte, aufgerufen. Das AKW Lingen 1 wurde nach Störfällen bereits vor Jahrzehnten stillgelegt.

Über 350 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen aus der Bundesrepublik, aus Belgien und aus den Niederlanden fordern aktuell mit der „Lingen-Resolution“ die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen und des AKW Lingen 2.

Auch für das zweite in Niedersachsen noch laufende AKW (AKW Grohnde) fordert der BBU die sofortige Stilllegung. Das AKW Grohnde ging nach der diesjährigen Revision am 23. Mai 2020 wieder in Betrieb. „Nurdie Stilllegung der Reaktoren schützt vor Störfällen und der weiteren Atommüllproduktion“, betont BBU-Vorstandsmitglied Buchholz.

Weitere Hintergrundinformationen:

https://www.sueddeutsche.de/politik/atom-kernkraftwerk-emsland-nach-revision-wieder-am-netz-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200531-99-255308

https://www.base.bund.de/DE/themen/kt/stoerfallmeldestelle/ereignisse/akw/akw.html).

https://atomstadt-lingen.de/aktuelles

http://www.grohnde-kampagne.de/sicher/regionalkonferenz/index.html

Online Vorträge zu Irrungen im Namen der Klimakrise

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In letzter Zeit mehren sich die Versuche, Atomkraft im Namen der Klimakrise wieder salonfähig zu machen. Eine Webinarreihe von .ausgestrahlt, Naturfreunde Deutschland, Umweltinstitut München und der BI Lüchow-Dannenberg liefert Argumente, die diese Irrungen entkräften.

Die Termine & Themen:

13. Mai – „Atomkraft: Irrweg in der Klimakrise“

  • Im ersten Termin am 13. Mai um 19:30 Uhr fasst Julian Bothe von .ausgestrahlt die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland zusammen und erklärt, warum ein Festhalten an der Atomkraft den Klimaschutz sogar behindert.

22. Mai – „Die Atomlobby in der EU stoppen! EURATOM Nein danke!“

  • Im zweiten Vortrag geht es auf die europäische Ebene. Uwe Hiksch von den NaturFreunden Deutschlands erklärt am 22. Mai um 18:00 Uhr, warum der EURATOM Vertrag aufgelöst und durch einen Vertrag zur Förderung von Erneuerbaren Energien und Energieeinsparungen ersetzt werden muss. – mehr erfahren

3. Juni – „Strahlengefahren durch Atommüll“

  • Im dritten Vortrag am 3. Juni um 19:00 Uhr berichtet Hauke Doerk vom Umweltinstitut München, warum nicht nur der hochradioaktiver, sondern auch schwach und mittelaktiver Atommüll Gefahren für die Gesundheit bedeuten. – mehr erfahren

17. Juni – „Kostenfalle Atomkraft“

  • Im vierten Termin am 17. Juni (Uhrzeit folgt) der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg geht es darum, wie teuer die die Atomkraft für die Gesellschaft ist.

atomstopp: EuGH bestätigt EURATOMs Bedeutung für die EU und die Förderung der Atomlobby

Österreichs Bundesregierung muss endlich wirkungsvolle Maßnahmen gegen EURATOM einleiten

Linz (OTS) – „Für die Bemühungen Österreichs Regierung hin zu einem atomkraftfreien Europa sollte die heutige Stellungnahme des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofs ein heilsamer Schock sein und endlich zu Maßnahmen führen, die uns wirklich einem atomkraftfreien Europa näher bringen,“ so Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion auf das heute bekannt gewordene Urteil zur Causa Hinkley Point C.

„Der Generalanwalt bestätigte unsere Einschätzung, dass EURATOM, dieser Vertrag zur Förderung der europäischen Atomindustrie aus dem Jahr 1957 – wie ein Schutzschirm für die Atomlobby wirkt und ohne ein grundsätzliches Infragestellen dieses Atomfördervertrags sämtliche Bemühungen hin zu einem atomkraftfreien Europa bloße Makulatur bleiben! Dank EURATOM dürfen Atomkraftwerke unter Missachtung jedweden Wettbewerbsrechts hochsubventioniert werden“, so Schweiger und Egger weiter.

„Seit Jahrzehnten klagen wir an, dass es keine atomkraftfreie Zukunft geben wird, solange der EURATOM-Vertrag besteht! Die österreichische Bundesregierung darf sich nicht länger hinter untauglichen Maßnahmen verstecken: Sie muss dem EURATOM-Vertrag umgehend den Kampf ansagen. Verträge, die aus grauer Urzeit der Europäischen Union stammen, müssen endlich an die Ansprüche der Gegenwart angepasst werden, damit die Zukunft gesichert wird! Wir fordern, dass sich atomkraftfreie Staaten wie Österreich dem Atomfördervertrag einer rückwärtsgewandten Industrie nicht länger unterwerfen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

AKW Hinkley Point: Absurder Parallel-Vertrag ermöglicht Steuergeld für teuersten Reaktor der Welt

GLOBAL 2000 fordert von BM Gewessler: EURATOM-Abschaffung jetzt dringend angehen

Wien (OTS) – Die heute bekannt gewordenen Schlussanträge des Generalanwalts Hogan des Europäischen Gerichts weisen die Klage der Republik Österreich nach dem Wettbewerbsrecht zurück, die argumentiert hatte, dass die substantiellen Förderungen mit britischem Steuergeld für den Neubau von zwei Atomreaktoren in Hinkley Point ein Bruch des Wettbewerbsrechts im europäischen Binnenmarkt war – wesentlich günstigere Alternativen wie Erneuerbare Energieträger wie Wind und Sonne stehen zur Verfügung. Der Generalanwalt argumentiert mit dem Parallell-Vertrag EURATOM aus dem Jahr 1957, der in gleichem Rang zu dem Lissabonner Vertrag über die Europäische Union und dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union stehe und „die Entwicklung von Kernkraft“ als klares Ziel habe.

Die Europäische Kommission entschied am 8. Oktober 2014 – unter enormen politischem Druck aus England, wie Quellen berichteten – dass die gewährten Staatsbeihilfen für die beiden geplanten französischen Atomreaktoren dem Wettbewerbsrecht entsprechen würden. Dagegen berief die Republik Österreich am 6. Juli 2015, das Europäische Gericht wies die Klage am 17. Juli 2018 ab und verwies schon damals auf den EURATOM-Vertrag als Legitimierung der Förderungen. Nach einer neuerlichen Berufung Österreich am 3. September 2018 liegt nun der Schlussantrag des Generalanwalts vor, dessen Empfehlung der Europäische Gerichtshof in der Regel folgt.

Aus Sicht der Umweltorganisation GLOBAL 2000 ist dieser Vertrag aus den atom-freundlichen Gründungsjahren der Europäischen Union längst völlig überholt und muss dringend abgeschafft werden. „Auf Basis eines Parallel-Vertrags jederzeit endlose Mengen von Steuergeld in die unwirtschaftlichste und gefährlichste Form von Stromerzeugung zu versenken, ist zwar offenkundig rechtlich möglich, zeigt aber einmal mehr die dringende Notwendigkeit einer Abschaffung dieses Vertrags“, sagt Dr. Reinhard Uhrig, Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. „Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, sich nicht von diesem enttäuschenden Urteil entmutigen zu lassen und gegen das klar wettbewerbswidrige Vorgehen mit der im Regierungsprogramm vorgesehenen Revision des EURATOM-Vertrags vorzugehen.“

Atom-Projekt Hinkley Point
Die zwei Druckwasserreaktoren vom Typ EPR mit jeweils 1600 Megawatt sollten ursprünglich 18,1 Milliarden Pfund (20,72 Milliarden Euro) kosten, die britischen SteuerzahlerInnen sollten dafür eine Preisgarantie von 92,5 Pfund pro Megawattstunde über 35 Jahre zahlen, indexiert am Verbraucherpreisindex. Zusätzliche Kreditgarantien waren an die Fertigstellung eines baugleichen Reaktors in Frankreich bis Ende 2019 gebunden – sie verfielen jedoch durch die weitere Verzögerung dieses Projekts um mehrere Jahre aufgrund von fehlerhaften Schweißnähten.

Die Kostenschätzungen für die Fertigstellung der Hinkley Point-Reaktoren mussten bereits mehrfach nach oben revidiert werden – zuletzt auf 21,5 bis 22,5 Milliarden Pfund, also nunmehr 40 Prozent über den 2016 veranschlagten Kosten, Tendenz steigend. „Hinkley Point ist mit über 25,8 Milliarden Euro oder mit fast 13 Milliarden Euro pro Reaktor das teuerste Kraftwerk der Welt“, sagt Uhrig. „In Zeiten der Klimakrise braucht es den Einsatz von jedem einzelnen Cent Steuergeld auf effizienteste, schnellste, zuverlässigste und sauberste Weise. Das Monster-Projekt Hinkley Point kann alle diese Punkte ganz klar nicht erfüllen.“

EURATOM-Reform bzw. Abschaffung dringend nötig
Im Regierungsprogramm der aktuellen Bundesregierung wird auf Seite 115 eine Reform des seit 1957 bestehenden EURATOM-Vertrages gefordert. „Es geht jetzt darum, andere dieser gescheiterten, unwirtschaftlichen Technologie gegenüber kritische Staaten wie Deutschland zu einer gemeinsamen Initiative zu bewegen, um weitere unverhältnismäßige Verschwendungen von Steuergeld zu verhindern“, erklärt Uhrig. „Bundesministerin Gewessler sollte rasch aktiv werden – wir wissen, dass die tschechische Regierung bereits Ende Mai mit einem Finanzierungsmodell für den Ausbau des Atom-Standorts Dukovany an die Europäische Kommission herantreten will.“

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Dr. Reinhard Uhrig, GLOBAL 2000 Atomsprecher, 0699 14 2000 18, reinhard.uhrig@global2000.at

Erdbeben in Kroatien mahnt: Atomkraftwerke endlich schließen!

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Berlin, 23. März 2020 – Das gestrige Erdbeben in Kroatien muss als ernste Mahnung begriffen werden, den Betrieb von Atomkraftwerken schnellstmöglichst zu beenden, warnt Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands:

 

Das schwere Erdbeben in der Nähe der kroatischen Hauptstadt Zagreb hat nicht nur Schrecken und Zerstörung gebracht, sondern einmal mehr verdeutlicht, wie gefährdet auch Atomkraftwerke sind. Nur 50 Kilometer von Zagreb entfernt liegt das slowenische Atomkraftwerk Krsko. Die schweren Erdstöße waren noch bis in die Steiermark und das südöstliche Kärnten deutlich zu spüren. Viele Atomkraftwerke in der Region sind alt, störanfällig und vor Erdbeben nicht ausreichend geschützt.

 

Atomkraftwerke sind eine stetige Gefahrenquelle. Die Europäische Union muss endlich handeln und den Vertrieb sowie den Neubau von Atomkraftwerken untersagen. Atomkraft ist in keiner Weise mit einer verantwortungsvollen Energieversorgungsstruktur zu vereinbaren.

 

Die NaturFreunde Deutschlands fordern die Regierungen in den Staaten Mittel- und Osteuropas auf, ihre wahnwitzigen Pläne zum Bau neuer Atomkraftwerke endlich fallen zu lassen. Viele der neuen Atomkraftwerke sollen in erdbebengefährdeten Gebieten liegen, etwa in der Türkei (Akkuyu) oder in Bulgarien (Belene). Bulgarien, Frankreich, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Tschechien planen weiterhin neue Atomreaktoren.

 

Die NaturFreunde Deutschlands fordern, dass

> in den europäischen Verträgen ein Verbot des Baus, Betriebs und der Planung von neuen Atomkraftwerken festgeschrieben wird;

> jegliche Finanzierung zur Erforschung und den Bau neuer Atomkraftwerke sofort eingestellt wird;

> der EURATOM-Vertrages schnellstmöglich aufgelöst wird;

> Deutschland seine EURATOM-Mitgliedschaft kündigt, wenn eine Auflösung innerhalb der EURATOM-Mitgliedstaaten nicht durchsetzbar ist;

> ein neuer europäischer Vertrag geschlossen wird, auf dessen Grundlage erneuerbare Energien gefördert und erhebliche Energieeinsparungen in ganz Europa durchgesetzt werden.

Kein Bereitstellungslager KONRAD in Würgassen!

Zur heutigen Standortbekanntgabe für das Bereitstellungslager KONRAD erklärt die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD:

 

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„Wir lehnen ein Bereitstellungslager KONRAD wegen seiner zentralen Funktion für den Betrieb des gefährlichen und völlig veralteten Projekts Schacht KONRAD ab,“ erklärt Vorstandsmitglied Ludwig Wasmus. „Statt eine riesige neue Atomanlage zu bauen, muss das Projekt KONRAD endlich aufgegeben werden.

 

„Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung will den ehemaligen Atomkraftwerksstandort Würgassen zur zentralen Drehscheibe für alle schwach- und mittelradioaktiven Abfälle in Deutschland machen. Einziger Grund für dieses neue zentrale Zwischenlager ist, dass bei Schacht KONRAD aus Kostengründen die genehmigten Obergrenzen bis zum Letzten ausgereizt werden sollen. Beispielsweise gibt es eine ganze Reihe von Radionukliden, deren genehmigte Einlagerungsmenge in Schacht KONRAD erreicht bzw. sogar überschritten werden wird.

Deshalb wollen sich die Abfallanlieferer untereinander abstimmen, bzw. einen Ausgleich der Aktivitätskontingente schaffen. Um diese komplizierte Logistik in den Griff zu bekommen sollen die Abfälle alle an einen Ort, Würgassen, geschafft werden. So wird sich die Zahl der fälligen Atommülltransporte zwangsläufig verdoppelt und damit auch die Strahlenbelastung und das Risiko von Unfällen. Wasmus: „Ein solches Vorgehen ist unverantwortlich, sowohl gegenüber den Menschen in Würgassen, als auch den Menschen an den Transportstrecken.“

Fukushima > Tokio: Starke Demonstration in Neckarwestheim zum Fukushima-Jahrestag

Bündnis Fukushima – Neckarwestheim

www.endlich-abschalten.de

 

Pressemitteilung 08.03.2020

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

 

auf Einladung des Bündnisses „Fukushima-Neckarwestheim“ fand heute am 08.03.2020 anlässlich des 9. Jahrestages (11. März) des dreifachen Super-GAUs in Fukushima/Japan eine Demonstration zum Atomkraftwerk Neckarwestheim statt.

 

Die Katastrophe in Japan ist auf absehbare Zeit immer noch nicht im Griff. Sie belastet dort das ganze Land, hat aber über Wasser, Luft und Warenverkehr Folgen für die ganze Welt. Nicht erst die aktuelle globale Virus-Welle zeigt, dass die Menschheit gegen derartige Bedrohungen gemeinsam und nachhaltig vorgehen muss. Leider passiert dieses Jahr das Gegenteil: die radioaktiven olympischen Spiele in Japan sind doppelt fatal: einerseits werden alle beteiligten Menschen gesundheitlich gefährdet, andererseits stärkt die Olympiade die unglaubliche Verharmlosung der Atomkatastrophe.

 

Über die aktuelle Situation in Japan und über die Olympiade berichteten Frau Nagomi Norimatsu und Dr. med. Jörg Schmid den 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Demonstration. Wie in den vergangenen Jahren wurden solidarische Grüße zwischen den Bürgerinitiativen von Kyoto und Neckarwestheim ausgetauscht.

 

Ingenieur Hans Hydemann erläuterte die dramatische Alterung und Korrosion im Neckarwestheimer AKW-Block II und erklärte, warum in diesem Block die Gefahr eines Super-GAUs von Tag zu Tag wächst. Er stellte dabei die gestern gestartete Petition zur sofortigen Abschaltung des brandgefährlichen Kraftwerks vor. Die Unterschriftensammlung ist über diese Adresse erreichbar: https://v.gd/gkn2petition

 

Einen flammenden Appell für die engagierte Beschleunigung der Energiewende brachte die Ansprache von Dr. Christfried Lenz. Atom-, Kohle- und Gas-Ausstieg müssen Hand in Hand gehen, mit Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien ist dies erreichbar und bringt echten Klimaschutz.

 

Musikalisch begleitet wurde die Demonstration von Trommelgruppen und vom Liedermacher Bousch Bardarossa und Band aus Wertheim.

 

Wir fordern:

– Atomausstieg sofort!

– Kohleausstieg jetzt starten, bis 2030 abschließen!

– dezentrale Energiewende beschleunigen, Ausbremsgesetze abschaffen!

 

Mit freundlichen Grüßen

Bündnis Fukushima – Neckarwestheim

www.endlich-abschalten.de

presse@atomerbe.de

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Januar 2020

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  1. Fachtagung: „Unterschätzte Risiken – gefährliche Flickschusterei“ – Jetzt anmelden!
  2. CASTOR 2020? Aktionstag „Eure Genehmigung für die Tonne!“
  3. Heuert an bei den Braunschweiger Atomnarren!
  4. ASSE 2-Begleitgruppe fordert Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages
  5. Termine

1. Fachtagung: „Unterschätzte Risiken – gefährliche Flickschusterei“ – Jetzt anmelden!

  1. Februar 2020, Fachtagung zu den Problemen schwach- und mittelradioaktiver Abfälle, Hannover

    Immer wieder werden die Gefahren der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle von den Verantwortlichen mit Verweis auf das immense radioaktive Inventar bestrahlter Brennelemente herunter gespielt. Oft fehlt der kritische Blick auf die über 40 Zwischenlager in der ganzen Bundesrepublik. Die Konsequenz: falsch deklarierte und rostende Fässer, vollgestopfte Zwischenlager und völlig veraltete Sicherheitsanforderungen für die dauerhafte Lagerung dieser Abfälle.

    Am 21.02.2020 veranstaltet deshalb das Projekt Atommüllreport von 11.00 – 17.00 Uhr die Fachtagung „Unterschätzte Risiken – gefährliche Flickschusterei“ im Raschplatzpavillion Hannover. Welche Gefahren gehen von diesen Abfällen tatsächlich aus? Wie kann die Sicherheit verbessert werden und welches Risiko soll die Bevölkerung akzeptieren? Die Antworten auf diese und weitere Fragen wird im Rahmen der Fachtagung diskutiert.

    Um Anmeldung bis zum 14.02.2020 wird gebeten.

    weiterlesen…

2. CASTOR 2020? Aktionstag „Eure Genehmigung für die Tonne!“

Aktionstag am Sonntag, 02.02.2020
„Eure Genehmigung für die Tonne!“ – Protestkundgebung um 13:00 Uhr vor der Genehmigungsbehörde in Salzgitter-Lebenstedt, Willy-Brandt-Straße 5

Am 23. Dezember hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) die Einlagerungsgenehmigung für sechs CASTOR-Behälter im Zwischenlager am AKW Biblis erteilt. Damit steht einem hochradioaktiven Atommülltransport aus dem britischen Sellafield nach Hessen nur noch die Transportgenehmigung im Weg.

Aus diesem Anlass werden am Sonntag, 02.02.2020 an vielen Atomstandorten der Bundesrepublik Protestaktionen stattfinden. Die AG Schacht KONRAD ruft aus nahe liegendem Anlass dazu auf, sich zu einer Kundgebung vor der Genehmigungsbehörde zu versammeln.

Dort soll es an der Feuertonne bei heißen Getränken auch weitere Informationen und Redebeiträge geben.

Homepage des Protestbündnisses…

3. Heuert an bei den Braunschweiger Atomnarren!

Wir, die Braunschweiger Atomnarren, lassen auch dieses Jahr das ASSE-Geisterschiff auf dem Schoduvel ins Getümmel stechen. Gerade haben wir unseren Kahn dafür gründlich auf Vordermann gebracht.

Wir treffen uns für die Karnevals-Vorbereitungen regelmäßig jeden Samstag von 10.00 – 13.00 Uhr zum kreativen Atomnarren-Frühstück im Umweltzentrum. Wer Lust und Zeit hat, kann vorbeikommen, sich beteiligen, mit organisieren und Ideen entwickeln, bzw. umsetzen und am Karnevalssonntag, 23.02.2020 mitlaufen. Wir freuen uns auf Dich, bei unseren Treffen und/oder direkt beim Karnevals-Umzug am ASSE-Geisterschiff! Melde Dich unter info@braunschweiger-atomnarren.de

Alle Samstage auf einen Blick: 26.01. | 01.02. | 08.02. | 15.02. | 22.02.; Ort: Umweltzentrum Braunschweig, Hagenbrücke 1-2, 38100 Braunschweig.

Alles weitere zum Ablauf beim Schoduvel unter www.braunschweiger-atomnarren.de…

4. ASSE 2-Begleitgruppe fordert Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages

Als Konsequenz aus der erneuten Verschiebung der eigentlich für „das 3. Quartal 2019“ angekündigten Rückholungsskizze fordert die Zivilgesellschaftliche Vertretung (ZGV) und die Kommunale Vertretung (KV) in einem gemeinsamen Brief an 15 Bundestagsabgeordnete des Umweltausschusses und den hiesigen Wahlkreisen eine Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages.

Der Ausschuss müsse sich wieder verstärkt mit der Problematik des äußerst schleppenden Rückholungsprozesses auseinandersetzen und nach wirksamen Beschleunigungsmöglichkeiten suchen, so Claus Schröder, einer der Sprecher der ZGV.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte – passend dazu – im Sommer letzten Jahres dem Bundesumweltministerium fehlende Projektsteuerung bei der Rückholung vorgeworfen und ab sofort jährliche Berichte angefordert.

weiterlesen…

5. Termine

Weitere Infos oder links zu den genannten Terminen sowie weitere Termine, finden sich hier: termine.ag-schacht-konrad.de

  • Castor-Transporte 2020 – Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken in Sellafield in England und aus La Hague in Frankreich nach Deutschland rollen. Gemäß der bereits 2015 von der Bundesregierung mit den Energiekonzernen ausgehandelten Vereinbarung nicht mehr nach Gorleben, sondern an vier Atomstandorte. In die sogenannten „Standort-Zwischenlager“ nach Biblis, Philippsburg, Isar und Brokdorf. Infos zum Aktionstag am 2. Februar siehe oben.
  • 01.10.2019 – 24.04.2020 Theateraufführung „Die Kinder“, Staatstheater Braunschweig
  • 24.07. – 04.08.2020 The Radioactive Olympics – Die radioaktiven Olympischen Spiele
  • Freitag 24. Januar 2020, 18:00 Uhr Treffen Wolfenbütteler Atomausstiegsgruppe WAAG, öffentliches Treffen, Ort: Stadtteiltreff „Die Ulme“, Ulmenweg 2a in Wolfenbüttel
  • Samstag 25. Januar 2020, 10:00 Uhr Treffen Braunschweiger Atomnarren, Vorbereitung Schoduvel 2020 jeweils Samstag 10-13 Uhr, Ort: Umweltzentrum Braunschweig, Hagenbrücke 1-2, 38100 Braunschweig. Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Montag 27. Januar 2020, 15:00 – 16:00 Uhr Fässer-Aktion der Braunschweiger VW-Azubis im Rahmen der BISS-Mahnwache. Während der Ausstellung und der Vorträge von AG Schacht Konrad und BISS im November 2019 in der Ausbildung bei VW in Braunschweig haben viele TeilnehmerInnen zwei „Atommüll-Fässer“ in der Ausstellung unterschrieben. Diese Protest-Fässer sollen auf den Plakatanhänger der BISS gestellt werden. Den Austausch werden die Azubis von VW während der BISS-Mahnwache durchführen. Ort: Gieselweg 1-3, 38110 Braunschweig- Thune
  • Montag 27. Januar 2020, 16:30 Uhr Geschäftsführender Vorstand, KONRAD- Haus, Bleckenstedter Straße 14a,  38239 Salzgitter
  • Dienstag 28. Januar 2020, 19:15 Uhr Vortrag: Nukleare Entsorgung – langfristige Tiefenlagerung, Ort: Karlsruhe KIT Süd, kleiner Hörsaal ETI, (11.10)Veranstalterin: kine – Karlsruher Initiative zur nachhaltigen Energiewirtschaft, kine e.V., c/o AStA KIT, Adenauerring 7, 76131 Karlsruhe
  • Samstag 01. Februar 2020, 10:00 Uhr Treffen Braunschweiger Atomnarren, Vorbereitung Schoduvel 2020 jeweils Samstag 10-13 Uhr, Ort: Umweltzentrum Braunschweig, Hagenbrücke 1-2, 38100 Braunschweig. Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Sonntag 02. Februar 2020, 13:00 Uhr „Eure Genehmigung für die Tonne!“, Protestkundgebung gegen die geplanten CASTOR-Transporte 2020 mit Feuertonne und Redebeiträgen vor der Genehmigungsbehörde BASE – Bundesamt für die Entsorgung der nuklearen Abfälle, Willy-Brandt-Str. 5, Salzgitter-Lebenstedt
  • Montag 03. Februar 2020, 18:00 Uhr Anti-Atom Mahnwache Göttingen für die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen weltweit, mit Redebeiträgen, aktuellen Infos und Aktionen, Ort: Göttingen, Gänseliesel, VA: Anti-Atom-Initiative Göttingen
  • Mittwoch 05. Februar 2020, 18:00 Uhr Fachgruppe ASSE, DGH Burschenhof, Kantorweg 1, Sickte, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Freitag 07. Februar 2020, 11:00 Uhr KONRAD-Mahnwache, am Stadt- Monument, in den Blumentriften,  Salzgitter- Lebenstedt
  • Samstag 08. Februar 2020, 11:00 Uhr Klausurtagung der AG im Gemeindehaus Salzgitter- Bleckenstedt
  • Montag 10. Februar 2020, 18:00 Uhr 2020 weiter Druck machen: Uranmüll-Demo, Castor & Klimaschutz, Aktionsbündnis SOFA ruft zur Demo in Münster auf, Am Montag, 10. Februar, wollen wir in Münster abends um 18 Uhr nach einem Auftakt am Hauptbahnhof/ Berliner Platz eine Uranmüll-Demo durchs Bahnhofsviertel machen. Wir werden auch 2020 nicht lockerlassen, damit unverantwortliche Uranmüllexporte nach Russland (wieder) der Vergangenheit angehören und die Uranfabriken in Gronau und Lingen endlich stillgelegt werden.
  • Mittwoch 12. Februar 2020, 17:00 Uhr Info- und Vorbereitungstreffen „Camp Konrad“, Gewerkschaftshaus Salzgitter-Lebenstedt, Sitzungszimmer 1. Etage. Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mittwoch 12. Februar 2020, 19:00 Uhr Umweltstammtisch Braunschweig, Ort: wird noch bekanntgegeben VA: Greenpeace Braunschweig
  • Sonntag 16. Februar 2020, 11:00 – 16:00 Uhr BUND-Workshop zur Atommüll-Lager-Suche, Ort: Landesgeschäftsstelle des BUND Sachsen-Anhalt, Olvenstedter Str. 10, 39108 Magdeburg, Anmeldung an jan.warode@bund.net
  • Dienstag 18. Februar 2020, 17:00 Uhr Fachgruppe Konrad, KONRAD-Haus, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mittwoch 19. Februar 2020, 17:15 Uhr Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD-Haus, Salzgitter- Bleckenstedt, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Freitag 21. Februar 2020, 11:00 – 17:00 Uhr Fachtagung: „Unterschätzte Risiken – gefährliche Flickschusterei“ zum Thema schwach- und mittelradioaktive Abfälle, die Fachtagung richtet den Blick auf die spezifischen Gefahren der Abfälle während der Verarbeitungskette vom Rückbau bis zur Zwischenlagerung, Raschplatzpavillon, Hannover Lister Meile 4 30161 Hannover, VA: Atommüllreport
  • Samstag 22. Februar 2020, 11:00 Uhr 30 Jahre Vallstedter gegen Schacht KONRAD – Vallstedter Frühstück, Gemeindesaal St.-Martins-Gemeinde Vallstedt
  • Samstag 22. Februar 2020, 13:00 Uhr Braunschweiger Atomnarren beladen und schmücken das ASSE-Geisterschiff für die Fahrt beim Schoduvel. Interessierte herzlich willkommen! Bitte vorher anmelden!
  • Samstag 22. Februar 2020, 15:30 Uhr Standortbenennung Gorleben vor 43 Jahren – Tondokumente, Stand der Dinge, anschließend Mapping der FU Braunschweig „emanzipatorische Räume im Wendland“, Platenlaase, Café Grenzbereiche
  • Sonntag 23. Februar 2020, 11:00 Uhr Braunschweiger Atomnarren mit dem ASSE-Geisterschiff beim Schoduvel, wir treffen uns vorab ab 11.00 Uhr zum gemeinsamen Schminken und Verkleiden im Grünen Laden, Madamenweg 171, 38118 Braunschweig und gehen dann gemeinsam zum ASSE-Schiff, das auf der Theodor-Heuss-Str. wartet.
  • Samstag 29. Februar 2020, 11:00 – 17:00 Uhr 16. Atommüllkonferenz, Ort: Volkshochschule Göttingen, Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen

Weitere Infos oder links zu den genannten Terminen sowie weitere Termine, finden sich hier: termine.ag-schacht-konrad.de

Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

www.ag-schacht-konrad.de

ausgestrahlt: Greenwashing für Atomkraft verhindern

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EU-Taxonomie: Finanzministerium darf atomfreundlichen Finanz-Regeln nicht zustimmen / Kein grünes Geld für Atomkraft / Koalitionsvertrag umsetzen

Zu den heute startenden Verhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und den EU-Mitgliedsstaaten über ein Klassifizierungssystem für ökologisch nachhaltige Finanzierungen in der EU („EU-Taxonomie“) erklärt Matthias Weyland, Vorstand der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Atomfreundliche Kräfte in der EU wollen die Hochrisikotechnologie Atomkraft über den Umweg einer EU-Finanz-Richtlinie (‚EU-Taxonomie‘) als angeblich ‚nachhaltiges Investment‘ deklarieren. Diesem Versuch nuklearen Greenwashings muss sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz entschieden widersetzen.

Atomkraft verursacht von der Urangewinnung bis zur Lagerung der strahlenden Abfälle immense Umweltschäden. Ein schwerer Atomunfall in einem europäischen AKW bedroht Leben und Gesundheit von Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürgern. Mit ‚Nachhaltigkeit‘ hat das nichts zu tun. Finanzminister Scholz darf deshalb bei den ‚Trilog‘-Verhandlungen diese Woche zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und den EU-Mitgliedsstaaten keiner Formulierung zustimmen, die Atomkraft als nachhaltig einstufen könnte.

In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD festgehalten, dass sie eine EU-Förderung für neue AKW ablehnen. Auch aus diesem Grund dürfen sie nun nicht zulassen, dass die Atomindustrie unter einem ‚grünen‘ Deckmantel Zugang zu neuen öffentlichen und privaten Finanzquellen erhält.“

Weitere Informationen:
Stellungnahme von .ausgestrahlt und mehr als 50 weiteren Nichtregierungsorganisationen zur EU-Taxonomie: http://www.wwf.eu/?uNewsID=353090