Schlagwort: Atommülllager

Neckar: „Blindflug“ Castor-Transport

Pressemitteilung Bündnis Neckar castorfrei
https://neckar-castorfrei.de

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Polizei missachtete beim dritten Transport alle Sicherheitsregeln

Voraussichtlich Dienstag 17.10.17 leere Castoren nach Obrigheim und Donnerstag
19.10.17 Rückfahrt der leeren Schiffe nach Neckarwestheim

Castoren enthalten den gefährlichsten Müll, den die Menschheit kennt:
hochradioaktiven, langfristig heißen und Millionen Jahre lang strahlenden,
tödlichen Atommüll.
Dass die Polizei am 11.10.17 nach dem dritten Castor-Transport auf dem Neckar
banal nur von „ausgedienten Brennelementen“ schreibt, steht symptomatisch für
das Bündel haarsträubender Schlampereien bei diesem Transport.

In Fachkreisen gelten „EVA“ und „SEWD“ als die ganz großen, kaum beherrschbaren
Risiken von Castor-Transporten: das sind „Einwirkungen von außen“ und
„Störmaßnahmen oder sonstige Einwirkungen Dritter“, also insbesondere die
Möglichkeit gezielter Anschläge auf die Transporte mit Zerstörung eines Castors.
Besonders verletzlich sind dabei die langsamen Schiffstransporte, und das in
extremer Form bei den Wendemanövern und beim Schleusen. Die „EVA“ und „SEWD“
betreffenden Teile der Genehmigung sind geheim und damit einer öffentlichen
Beurteilung entzogen. Das reale Handeln der Polizei beim Transport dagegen
spricht eine deutliche Sprache:
die Polizei ist entweder unfähig oder unwillig, auch nur elementare Maßnahmen
zur Sicherung der Castor-Transporte vor gefährlichen Einwirkungen zu erledigen.

Hierzu einige Beobachtungen:

– Die Polizeipräsenz wurde beim dritten Transport massiv verringert, war sogar
schwächer als bei der Leerfahrt vor dem zweiten Transport.

– Der dritte Transport startete im Dunkeln.

– Das waghalsige Wendemanöver vor der Schleuse Guttenbach fand ebenfalls im
Dunkeln statt, das Castor-Schiff hatte dabei nur wenig Abstand zum Ufer.

– Brücken wurden viel zu spät für den Autoverkehr gesperrt und viel zu früh
wieder freigegeben.
Z.B. durften bereits wieder Autos und LKWs über die Otto-Konz-Brücke in
Heilbronn fahren, als das Castor-Schiff noch in der direkt anschließenden
Schleusenkammer befand.

– Die Autobahnbrücke über den Neckar bei Heilbronn wurde überhaupt nicht gesperrt.

– Die Polizei hat die Flussufer entlang der Strecke nicht unter Kontrolle und
ließ den Transport durchgängig auch dort fahren, wo Menschen direkt am Ufer waren.

– Sowohl bei der Verkehrsregelung als auch im Umgang mit den Protestaktionen
zeigte sich bei allen drei Transporten ein Kompetenzwirrwarr und
Kommunikationschaos bei der Polizei. Schon allein die Tatsache, dass bei
Gundelsheim die südliche Hälfte von Neckar und Brücke zum badischen Landkreis
NOK und die nördliche Hälfte zum württembergischen Landkreis HN gehören, führte
zu Verzögerungen in den Polizeimaßnahmen.

– Die Polizei brauchte 25 Minuten, um die schwimmenden Robin
Wood-DemonstrantInnen aus dem Wasser zu holen. Was wäre gewesen, wenn das nicht
politischer Protest gewesen wäre, sondern wenn statt dessen kriminelle oder
terroristische Angreifer im Wasser gewesen wären?

– Die Polizei ließ den Transport unter der Brücke der Schleuse Gundelsheim
hindurch fahren und dann in die Schleusenkammer einsperren, obwohl noch
angekettete DemonstrantInnen direkt oberhalb davon auf der Brücke waren, die z.
B. jederzeit leicht ihre Rucksäcke auf das Schiff hätten werfen können. Was wäre
gewesen, wenn das nicht politischer Protest gewesen wäre, sondern wenn statt
dessen kriminelle oder terroristische Angreifer auf der Brücke gewesen wären?

– Beim Brücken-Protest hat die Polizei das Castor-Schiff sogar unter zwei ihr
unbekannten Autos hindurch fahren lassen. Die Autos wurden wie die Rucksäcke
erst durchsucht, als das Castor-Schiff längst weiter gefahren war, und die
Polizei hat die Autos sogar aktiv auf der Brücke festgehalten, statt sie aus dem
möglichen Einwirkungsbereich auf den Transport wegfahren zu lassen. Was wäre
gewesen, wenn die Autos nicht Teil des politischen Protests gewesen wären,
sondern Mittel eines kriminellen oder terroristischen Anschlags?

– Offensichtlich konzentriert sich die Polizei nur auf die Behinderung des
politischen Protests und vergisst komplett die Sicherung der Transporte vor den
tatsächlichen Gefahren.

– Die Zeitverzögerung des drittens Transports, der durch die Protestaktionen bei
Gundelsheim etwa 45 Minuten lang aufgehalten wurde, wurde durch Langsamfahrt
zwischen Neckarzimmern und Gundelsheim verschleiert. Dieses falsche Ziel, den
Transport unbedingt als unbeeinflusst erscheinen zu lassen, ist wohl die
Erklärung für die o. g. unverantwortliche Entscheidung der Polizei, den
Transport durch die Schleuse Gundelsheim zu schicken, obwohl die Brücke nicht
frei war.

– In Heilbronn und Lauffen setzte die Polizei Flugdrohnen in verbotenen
Bereichen am Fluss und über Menschenansammlungen ein und gefährdete damit selbst
den Transport und die Menschen.

Kritische Anmerkungen zur Strahlung der Transporte:

EnBW, Umweltbehörde LUBW und Umweltministerium Baden-Württemberg verschleiern
und verharmlosen die massive Gamma- und Neutronenstrahlung, die von den
Castor-Transporten ausgeht. Es mag sein, dass die Strahlung noch im gesetzlich
erlaubten und von den Verantwortlichen erwarteten Bereich liegt, aber trotzdem
ist sie auffällig und stark erhöht.

Die amtlichen Messungen der LUBW zeigten z.B. beim ersten Transport bei der
Schleuse Horkheim eine Erhöhung der Neutronenstrahlung während des Transports
auf das 18,8-fache! (Im Rahmen der von der LUBW angegebenen Messungenauigkeit
könnte es sogar ein Vervielfachungs-Faktor von bis zum 75-fachen sein).
Zu Erinnerung: es gibt für radioaktive Strahlung keine sicheren Grenzwerte. Und
selbst vermeintlich niedrige zusätzliche Strahlendosen kommen noch zur sonstigen
Strahlenbelastung als zusätzliche Gefährdung hinzu. Die Grundsätze des
Strahlenschutzes und das Recht auf körperliche Unversehrtheit verlangen, alle
zusätzlichen Gefährdungen so gering wie möglich zu halten. Das geschieht aber
bei diesen Castor-Transporten nicht. EnBW, Transportfirma DAHER,
Umweltministerium, Bundesamt BfE und Polizei versagen.

– Transportpersonal und Polizei lassen elementare Maßnahmen zum Selbstschutz
gegen Strahlung vermissen: unverantwortlich!

– Die Bevölkerung wird von den Behörden nicht vor der Strahlung gewarnt (ebenso
wenig wie vor den anderen Gefahren der Transporte): unverantwortlich!

– Die Polizei schickt noch nicht einmal Kinder von Ufer weg: unverantwortlich!

– Alle Mitteilungen der EnBW und der Behörden verharmlosen die zusätzliche
Strahlung („keine Auffälligkeiten“): unverantwortlich!

– Nach dem ersten Transport veröffentlichte das Umweltministerium zwar die
(erhebliche) Strahlendosis für den Schiffsführer, verharmloste diese aber
zugleich und verschwieg, dass andere Transportbegleiter viel näher an den
Strahlungsquellen waren: unverantwortlich!

– Die Gefahrgut-Kennzeichnung des Castor-Schubverbandes mit 2 blauen Kegeln bzw.
Lampen reicht zur Warnung der Bevölkerung nicht aus, es fehlen auch auf
Entfernung gut sichtbare Radioaktivitäts-Zeichen: unverantwortlich!

– Menschen in der Nähe des Transports werden nicht darüber informiert, was die
Alarmlampen der Autos auf dem Schubleichter und das Öffnen und Schließen der
Lüftungslamellen der Castoren-Garage auf dem Schubleichter zu bedeuten haben:
unverantwortlich!

– Wir konnten auch beim dritten Transport wieder beobachten, dass sich das
Mess-Personal der LUBW wenig Mühe macht, die Messung abschwächende Faktoren
gering zu halten (Mauern und Metallgegenstände im Messweg, unnötig lange
Messwege durch das Wasser usw.): unverantwortlich!

– Umweltminister Untersteller propagiert, Castor-Transporte künftig überwiegend
per Schiff durchzuführen: unverantwortlich!

– Auch andere Atom-Transporte sollen künftig auf dem Fluss erfolgen, z. B. im
Pendelverkehr zwischen AKW Philippsburg und AKW Neckarwestheim sowie Transporte
von strahlendem AKW-Abrissmüll zur Wiederverwendung im Tief- und Hochbau:
unverantwortlich!

Heute werden die noch leeren Castoren Nr. 11 und 12 (für den vierten Transport)
und Castor Nr. 13 (für den fünften Transport) in Neckarwestheim auf das
Transportschiff gerollt, und voraussichtlich morgen geht deren Fahrt nach
Obrigheim. Dort hat inzwischen die Beladung des Castors Nr. 10 mit den tödlichen
Brennelementen begonnen. Voraussichtlich am Donnerstag fahren die Schiffe leer
zurück auf ihre Parkposition in Neckarwestheim.
Wir lehnen alle diese Vorbereitungen für die weiteren Transporte ab!

Unsere Forderungen gehen noch entschieden weiter:

– sofortiger Stopp der weiteren Atommüllproduktion in Neckarwestheim und
Philippsburg!

– jeder AKW-Betrieb direkt neben einem Castoren-Lager muss sofort verboten werden!

– die seit dem 11.9.2001 und seit dem 11.3.2011 bekannten zusätzlichen
Sicherheitslücken an den Atomstandorten müssen endlich geschlossen werden!

– Stopp der AKW-Abbauarbeiten in Obrigheim, bis die dortigen Brennelemente
endlich in einer Hochsicherheitshalle dort untergebracht sind!

– 2046, also in 29 Jahren, werden das Castoren-Lager in Neckarwestheim und die
ältesten Castoren dort ihre berechnete Haltbarkeit überschreiten und ihre
Genehmigung verlieren. Wahrscheinlich werden die ersten Schäden schon vorher
auftreten. Kein Mensch weiß, wie es dann weitergehen soll. Die Politik entlässt
die EnBW in Kürze aus der Haftung, hat aber selbst keine Lösung. Dieses
brennende Problem muss heute angegangen werden, nicht erst 2046!

– keine Obrigheimer Castoren in ein Lager, dessen Genehmigung schon in 29 Jahren
ausläuft!

– Schutz der Matrosen, des Begleitpersonals und der Polizisten auf dem
„Lastdrager 40“ und den direkt begleitenden Booten vor der erheblichen Gamma-
und Neutronenstrahlung der Castoren!

– ehrliche Information der Bevölkerung über die von den Castoren beim Transport
ausgehende Strahlenbelastung, nachvollziehbare Messungen der LUBW ohne
Verfälschungen durch Schleusenkammern, schräge Messwinkel usw.!

– klare Information der Öffentlichkeit über Ort, Dauer und Gestaltung der
„Bereitstellungslagerung“ der Castoren in Obrigheim!

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atomstopp/PLAGE: EURATOM als zentrales Thema bei Gespräch mit Alexander Van der Bellen

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 03.10.2017
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Atomgegner_innen am 5. Oktober zu Besuch in der Präsidentschaftskanzlei

„Wir freuen uns sehr, dass wir für Donnerstag, 5. Oktober 2017 endlich das lang anvisierte Gespräch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen fixieren konnten! Mit ihm haben wir zweifelsfrei einen Atomkraftgegner ohne Wenn und Aber zum Bundespräsidenten und somit einen Verbündeten auf höchster Staatsebene! Und genau das wollen wir nutzen!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich und Heinz Stockinger, Obmann der Salzburger PLAGE, zu dem diese Woche Donnerstag bevorstehenden Besuch von Anti-Atom-Organisationen bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

„Als persönlicher Unterzeichner unseres EURATOM-Volksbegehrens aus 2011 erhoffen wir uns von Alexander Van der Bellen ein b esonders offenes Ohr für dieses Thema. 2017 bietet einen wichtigen Reflexionszeitraum für die generelle Frage, ob eine Institution wie EURATOM einer zeitgemäßen Europäischen Union nicht vielmehr schadet, als sie ihr je genutzt hat! Seit 60 Jahren sichert der Vertrag der Atomindustrie in Europa einen Status, den sie nach allen Faktoren der Wirtschaftlichkeit nie und nimmer haben könnte! Wir wollen eine Entmachtung, eine Entprivilegierung der Atomindustrie erreichen!“, umreißen Schweiger und Egger ihr Thema für das Gespräch.

„Wir haben Ideen zu einem echten Entwicklungsimpuls – für eine Europäische Union ohne demokratiefeindliche Fußfessel EURATOM-Vertrag! Diese Ideen möchten wir dem überzeugten Europäer Van der Bellen auseinandersetzen und mit ihm diskutieren. Mit der Resolution zur EURATOM-Auflösung, die auf Initiative von atomstopp unter Mitwirken internationaler Expert_innen heuer im Frühjahr verabschiedet werden konnte, legen wir einen formidablen Lösungsansatz vor, wi e alle relevanten Bestimmungen zum geregelten Umgang mit Radioaktivität und den Folgen ihrer Nutzung gewahrt bleiben können, gleichzeitig das Förderziel des EURATOM-Vertrags, nämlich ‚[…] alle Voraussetzungen für eine mächtige Atomindustrie in Europa zu schaffen […]‘ mitsamt all den anderen Privilegien für Atomkonzerne in Europa dorthin entsorgt werden kann, wo es hingehört: auf den Schrotthaufen der Geschichte!“, schließen Schweiger, Egger und Stockinger motiviert.

.ausgestrahltNews | Film ab: AKW Gundremmingen off!

.ausgestrahlt-Newsletter
14. September 2017
es schreibt Angela Wolff

Lesen, handeln und weiterschicken!

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Liebe/r Anti-Atom-Aktive,

die Bundestagswahl rückt näher. Spätestens jetzt sollten die Politikerinnen und Politiker, die in der kommenden Legislaturperiode umweltpolitische Verantwortung für dieses Land übernehmen wollen, eine Sache auf dem Zettel haben: Das endgültige Abschalten des Atomrisikos von Gundremmingen! Beide Reaktoren, B und C, müssen in 2017 vom Netz genommen werden, lautet die Botschaft, zu der .ausgestrahlt in Zusammenarbeit mit dem Umweltinstitut München und der IPPNW jetzt auch einen Film gemacht hat.

Als Newsletter-Leser*in gehörst Du zu den ersten, die den einminütigen „B-und-C-Abschalten“-Clip zu sehen bekommen und ihn dann hoffentlich mit vielen Menschen teilen. Die Premiere ist nämlich genau jetzt hier.

Stopp! – bevor Du Dir den Film ansiehst, nimm Dir doch bitte noch kurz Zeit für

weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar
4. Gefälschte Sicherheitsnachweise: Welche Atomanlagen sind betroffen?
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Herzliche Grüße

Angela Wolff
und das ganze .ausgestrahlt-Team
1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September

„Große Worte“ sind zu Wahlkampfzeiten nicht selten. Am 17. September kommen sie aber in ganz besonderer Form und nicht aus den Mündern von Politiker*innen. Mit einer pressebegleiteten Protestaktion vor dem AKW Gundremmingen lenken .ausgestrahlt, das Umweltinstitut München und die Mahnwache Gundremmingen die Aufmerksamkeit ein weiteres Mal auf das, was laut Umfrage die absolute Mehrheit der Bayer*innen fordert: AKW Gundremmingen abschalten! Wenn Du am Sonntagvormittag in der Gegend bist, komm doch vorbei. Die Aktion startet gegen 11.30 Uhr und wird ca. eine Stunde dauern.
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award

Das .ausgestrahlt-Team jubelt, denn Jochen Stay wird morgen in Basel mit dem Nuclear-Free Future Award (NFFA) ausgezeichnet. Jochen erhält den Preis in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Nuclear-Free Future Award wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen. Die Preisverleihung ist öffentlich und beginnt um 18.30 Uhr im Kollegienhaus der Universität Basel. Hier die .ausgestrahlt-Presseerklärung dazu, auch mit Infos zum NFFA 2017 und zu den weiteren Preisträger*innen.

Und falls Du den (undotierten) Preis für Jochen noch aufwerten möchtest, kannst Du hier – wenn Du es noch nicht bist – Förderin oder Förderer von .ausgestrahlt werden.
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar

Der dritte von insgesamt fünf geplanten Castor-Transporten auf dem Neckar wird voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte stattfinden –  sehr wahrscheinlich wieder an einem Mittwoch. EnBW hat vorgestern bereits drei leere Castorbehälter zur Beladung nach Obrigheim verschiffen lassen. Das Beladen dauert ca. zwei bis drei Wochen. In der vergangenen Woche wurde der zweite Castor-Transport erneut von Protesten begleitet und diese fanden viel Beachtung in den Medien.
4. Fehlende Sicherheitsüberprüfungen: Welche Atomanlagen sind betroffen?

Ein Angehöriger der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) hat über Jahre hinweg bewusst Sicherheitsunterlagen von Mitarbeiter*innen manipuliert. Im .ausgestrahlt-Blog kannst Du nachlesen, wie es möglich sein konnte, dass Personen ohne behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung in sensiblen Bereichen von Atomanlagen gearbeitet haben und warum der Skandal nicht nur Jülich, sondern Atomanlagen im gesamten Bundesgebiet betrifft.

Du wohnst in der Nähe einer Atomanlage und fragst Dich, ob dort ebenfalls Personen mit gefälschten Sicherheitsunterlagen gearbeitet haben? Frag doch einmal bei der zuständigen Landesatomaufsicht nach; die Adresse findest Du hier.

Wir sammeln Infos zu den Vorfällen und würden uns freuen, wenn Du uns auch das Ergebnis Deiner Nachforschungen mitteilst. Am liebsten per E-Mail an:
info@ausgestrahlt.de.
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop

Endlich da: Tabletten „GundremmingenAkut“

Eine Geduldsprobe lang haben wir auf die Lieferung der GundremmingenAkut-Tabletten gewartet. Jetzt sind sie endlich da: 18 Pfefferminz-Dragees in Jodtabletten-Aufmachung. Natürlich mit Beipackzettel zu den Risiken und Nebenwirkungen des AKW Gundremmingen.
Großen Dank an alle, die gemeinsam mit uns geduldig geblieben sind!

WICHTIG: „GundremmingenAkut“ erhöht die Aufmerksamkeit vor dem Störfall – bei einem Super-GAU helfen die Pillen ebenso wenig wie Jodtabletten.

Passend für unterschiedlich große Geldbeutel: „GundremmingenAkut“-Tabletten zum ermäßigten Preis (1 Euro), zum normalen Preis (1,50 Euro) oder zum Soli-Preis (2 Euro).
Neu: Bernward Janzing:  „Vision für die Tonne“

Bernward Janzing dokumentiert den jahrzehntelangen Widerstand gegen Atomkraft in Mitteleuropa. Auf seiner „Reise“ durch anti-atombewegte Zeiten begegnet er außergewöhnlichen Charakteren, deren Geschichten er in seinem Buch festhält.
Alle neuen Produkte (und viele weitere) findest Du im .ausgestrahlt-Webshop.
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Die Umweltorganisation Robin Wood sucht zum 1. Dezember 2017 eine*n Energiereferenten*in. Ausführliche Informationen findest Du in der Stellenausschreibung.

Das Standardwerk zur weltweiten Entwicklung der Atomkraft ist neu erschienen. Die 2017er-Ausgabe des „World Nuclear Industry Status Report“ findest Du hier.

Start der Endlagersuche: BI will nicht Staffage sein

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 4.09.2017

Mit einem „Festprogramm“ in Berlin startet die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) am Dienstag (5.9.) den angeblichen Neustart des Standortauswahlverfahrens. Die Einladung zu diesem Programm aber missfällt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI).

„Wir haben intensiv diskutiert“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, dann aber die Idee verworfen, uns mit bedruckten T-Shirts wie „Neu-Alt-Gorleben“ ins Publikum zu setzen, es erschien uns zu clownesk.“ Die Absage basiere nämlich auf der Ankündigung der BGE, dass mit der Einladung der Eindruck erweckt wurde, dass die Behördenvertreter an einem „Austausch“ mit den Anti-Atom-Initiativen interessiert seien.

Stattdessen bekamen die Frau Heinen Esser, Dr. Seeba und Prof. Dr. Lennartz als Spitze der BGE einen Brief zu lesen. Martin Donat, der BI-Vorsitzende, begründet, warum aus dem Wendland niemand in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zugegen sein wird:

„In unseren Augen kann Ihre Veranstaltung mit einer Dauer von lediglich zwei Stunden, für die Sie allein schon 8 Referate eingeplant haben, dem Anspruch auf „Austausch“ unmöglich gerecht werden – erst recht nicht bei einem Prozess mit derartig weitreichenden Folgen.

 

Dieses Format ist in unseren Augen ebenso wenig für die „Erkundung geeignet, wo wir herkommen und was wir geschafft haben“. Wie Sie wissen, haben wir eine gemeinsame kritische und wissenschaftlich basierte Aufarbeitung der bisherigen Endlagersuche stets gefordert und vermissen sie nach wie vor. In wenigen Minuten werden wir das mit Sicherheit nicht nachholen können.

 

Wir gehen daher davon aus, dass es sich vorrangig um einen PR-Termin handeln wird, bei dem der Start der Endlagersuche und das Einvernehmen aller Beteiligten kommuniziert werden soll. Aus unserer Sicht ist eine Teilnahme an einer derartigen Veranstaltung nicht sinnvoll, weil sie unsere kritischen Positionen zum Standortauswahlverfahren nicht berücksichtigen kann. Wir wären dort lediglich Staffage.“

Neckar-Castoren: Risiko-Fahrt zum Zweiten?

Bündnis Neckar castorfrei

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Pressemitteilung 02.09.2017

 

Zeichen für bevorstehenden Neustart der Castortransporte von Obrigheim nach Neckarwestheim verdichten sich

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Sofortvollzug, der dann gar nicht in Anspruch genommen wird, war offenbar doch nicht so dringend.

Dass die EnBW erst auf eine verspätete Genehmigung warten musste und dann freiwillig zwei Mal die Castortransporte auf dem Neckar verschoben hat, hat dennoch für die von der Gemeinde Neckarwestheim angerufenen Richter nicht ausgereicht, den fadenscheinigen Sofortvollzug der Transportgenehmigung in Frage zu stellen. Dabei dürfte der Zeitplan der EnBW nun schon fast 6 Monate in Verzug sein: statt 5 Transporte von März bis September durchzuziehen (das dürfte der Plan von EnBW, Transportfirma Daher, Atomaufsicht und Polizei gewesen sein), steht jetzt erst der zweite Transport an und die heiklen Transporte könnten sich bis ins nächste Jahr hinziehen.

Nach unseren Beobachtungen in Neckarwestheim und Obrigheim könnte die zweite Transport-Runde kurzfristig starten, vielleicht schon morgen (Sonntag 3.9.) mit der Fahrt der Schiffe aus ihrer Parkposition am AKW Neckarwestheim hin zum AKW Obrigheim. Und dann könnte es bereits am Montag oder Dienstag mit der heißen Fracht zurück nach Neckarwestheim gehen, obwohl dort wegen der Jahresrevision des Block II gerade Hochbetrieb mit unzähligen Fremdfirmen herrscht.

Möglicherweise wartet man aber bei der Polizei auch noch das Ferienende ab, das würde eine weitere Verschiebung um eine Woche bedeuten.

Wir stimmen der Gemeinde Neckarwestheim zu, dass die Sicherheit der Transporte und der Castoren-Lagerung in Neckarwestheim mangelhaft ist. Deshalb fordern auch wir einen Abbruch der Transporte statt der derzeitigen Vogel-Strauß-Politik der Verantwortlichen bei EnBW und Behörden.

Unsere Forderungen gehen jedoch entschieden weiter:

  • sofortiger Stopp der weiteren Atommüllproduktion in Neckarwestheim und Philippsburg!
  • jeder AKW-Betrieb direkt neben einem Castoren-Lager muss sofort verboten werden!
  • die seit dem 11.9.2001 und seit dem 11.3.2011 bekannten zusätzlichen Sicherheitslücken an den Atomstandorten müssen endlich geschlossen werden!
  • Stopp der AKW-Abbauarbeiten in Obrigheim, bis die dortigen Brennelemente endlich in einer Hochsicherheitshalle dort untergebracht sind!
  • 2046, also in 29 Jahren, werden das Castoren-Lager in Neckarwestheim und die ältesten Castoren dort ihre berechnete Haltbarkeit überschreiten und ihre Genehmigung verlieren. Wahrscheinlich werden die ersten Schäden schon vorher auftreten. Kein Mensch weiß, wie es dann weitergehen soll. Die Politik entlässt die EnBW in Kürze aus der Haftung, hat aber selbst keine Lösung. Dieses brennende Problem muss heute angegangen werden, nicht erst 2046!
  • keine Obrigheimer Castoren in ein Lager, dessen Genehmigung schon in 29 Jahren ausläuft!
  • Schutz der Matrosen, des Begleitpersonals und der Polizisten auf dem „Lastdrager 40“ und den direkt begleitenden Booten vor der erheblichen Gamma- und Neutronenstrahlung der Castoren!
  • ehrliche Information der Bevölkerung über die von den Castoren beim Transport ausgehende Strahlenbelastung, nachvollziehbare Messungen der LUBW ohne Verfälschungen durch Schleusenkammern, schräge Messwinkel usw.!
  • klare Information der Öffentlichkeit über Ort, Dauer und Gestaltung der „Bereitstellungslagerung“ der Castoren in Obrigheim!

 

Sobald die Schiffe in Neckarwestheim starten oder andere wichtige Infos verfügbar sind, informieren wir darüber in erster Linie per Twitter und SMS.

Webseiten-Aktualisierungen, Newsletter und Pressemitteilungen werden weniger häufig folgen.

Am Tag des zweiten heißen Transportes von Obrigheim nach Neckarwestheim rufen wir zu Protest und Mahnwachen in Lauffen am Neckar auf. Eine Karte mit den Standorten der beiden Mahnwachen und Infopunkte gibt es hier als Download:

https://neckar-castorfrei.de/karte-lauffen

Wir rufen alle Bürger und Bürgerinnen auf: Kommt am Transporttag nach Lauffen und protestiert mit uns gegen die Atommüll-Verschiebung!

https://www.neckar-castorfrei.de

https://twitter.com/NeckarXCastor

BI Umweltschutz: Termine im September

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

die „Sommerpause“ ist vorüber und wir warten eigentlich noch auf den Sommer und die Pause. Beides war uns nicht recht vergönnt. Hinzu kommt, dass mit Beginn des Septembers gerne gleich „volle Fahrt“ aufgenommen wird und das schlägt sich sogleich im Terminkalender nieder.

Beginnend mit der Atommüllkonferenz in Kassel (02.09.2017), folgt eine Woche später bereits eine große Demo in Lingen (09.09.2017). Volle Fahrt sollen, nach Bestreben des Energieversorgers EnBW, auch wieder die Castortransporte auf dem Neckar aufnehmen. Eine gerichtliche Einwendung der Gemeinde Neckarwestheim wurde abgewiesen und somit könnte bereits in der kommenden Woche der zweite von fünf Wassertransporten angegangen werden.

Völlig neu angehen wollte die Politik auch die Suche nach einem Langzeitatommülllager. Mit der Übernahme des Atommülls in bundeseigene Gesellschaften, die sich nun um die Lagerung und weiterer Maßnahmen zum Verbleib kümmern, soll sogleich das Standortauswahlverfahren Fahrt aufnehmen.
Die Teilnahme an einer entsprechenden Werbeveranstaltung seitens der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), wurde unsererseits begründet abgelehnt. In einem zweistündigen Vortragsprogramm sollen alle staatlichen Institutionen (BMUB, BGE, BerichterstatterInnen des Umweltausschusses, BfE und NBG) zu Wort kommen. Hingegen bleibt den KritikerInnen des Verfahrens kein Raum.
Als skandalös ist die Tatsache zu bewerten, dass Hubertus Zdebel (DIE LINKE) ehemaliges Kommissionsmitglied, Berichterstatter seiner Partei im Umweltausschuss und Mitglied im Aufsichtsrat der BGE, kein Redebeitrag in der Veranstaltung eingeräumt wird.
Zdebel hatte seinerzeit gegen den Abschlussbericht der „Endlager“-Kommission gestimmt und gilt als Kritiker des verabschiedeten Standortauswahlgesetzes. Er zu der Auftaktveranstaltung, die den Namen „Start des Standortauswahlverfahrens“ trägt, erst gar nicht eingeladen.
Somit verkommt der „Start des Standortauswahlverfahrens“ zu einem politischen Schaulaufen ohne Anspruch auf inhaltlichen Diskurs. Kritik? Nein Danke!
Übrigens…. Hinter den Kulissen wird schon eifrig inhaltlich gearbeitet.
Jüngst wurden zwei Studien zur Eignung des Mediums Salz in Auftrag gegeben. Salz hingegen gilt als das mit Abstand am besten erforschte Lagermedium in der BRD.
Es scheint, als sei der Begriff „Weiße Landkarte“ eine Metapher, die auf die Farbgebung von Speisesalz anspielt.
Termine

 

Erinnerung

 

Di. 05.09.2017 – 19.30h – Kino Platenlaase – Öko-Politfilmreihe präsentiert: „Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik“ => http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=19328

 

Sa. 09.09.2017 – 13.00h – Lingen (Emsland) – Demo „Atomzentrum Lingen stilllegen“ => www.lingen-demo.de

 

15.-17.09.2017 – Workshop Wochenende: „Jugend trifft Erfahrung“ im Wendland

Bereits im letzten Newsletter kündigten wir diesen Termin an.
Es sind noch Restplätze frei und wir möchten euch bitten noch einmal aktiv die Werbetrommel in eurem Umfeld zu rühren. Sowohl das Programm, als auch die Konditionen wird es so schnell nicht wieder geben.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15€ und die Plätze sind begrenzt.
Bitte nicht vergessen: Teilnahme nur für Menschen unter 28 Lebensjahren.

Alle Infos über das Projekt und das Seminar findet ihr hier =>
http://www.atommuellreport.de/projekte/jugendprojekt/einzelansicht/jugend-trifft-erfahrung-15-179-wendland.html

 

Neue Termine

 

Di. 19.09.2017 – 19.00h – Platenlaase – Die BI macht: Ratschlag!
Findet euch ein um 19.00h im Kulturverein Platenlaase!
Lauschet den neuesten Entwicklungen und den damit verbundenen Herausforderungen.
Bringt euch mit Rat und Tat ein!
Wohin wird die Reise (zum sichersten Ort der Erde) gehen?

Dieses Angebot richtet sich auch an neue MitbürgerInnen des Landkreises, die sich einen aktuellen Überblick zur atomaren Lage in unserer Region verschaffen wollen oder gar selbst einen Stück des Weges mit der BI teilen möchten. Wir freuen uns auch EUCH!

Mi. 20.09.2017 – 19.00h – Jeetzel-Buchhandlung Lüchow – Lesung „Ruhrbeben“ mit Autorin Ursula Sternberg
In Kooperation mit der Alte Jeetzel-Buchhandlung bietet die AG gegen Fracking der BI einen kleinen Thementag rund ums Fracking an.
Los geht es bereits um 16.30h in der Buchhandlung. Dort ist Treffpunkt und Abfahrt für eine geführte Tour durch die Altmark, wo die Folgen des Frackings und der Gasförderung anschaulich vermittelt werden. Vor Ort werden bei Abfahrt Fahrgemeinschaften gebildet.
Um 19.00h liest dann die Autorin Ursula Sternberg aus ihrem Erfolgsroman „Ruhrbeben“ in der Alten Jeetzel-Buchhandlung in Lüchow.
Der Eintritt für die Lesung beträgt 5€ pro Person.
Wir freuen uns, dass die viel beschäftigte Autorin diesen Termin ermöglichen konnte.

Alte-Jeetzel Buchhandlung => www.jeetzelbuch.de

Die AG gegen Fracking der BI => http://no-fracking-wendland.de/

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

Mi. 13.09.2017 – 18.30/19.30h – Infoabend: „Bewegung von Rechts stoppen“ mit Referent Gerd Wiegel
Das Bündnis gegen Rechts Wendland/Altmark lädt ein zu einer weiteren Infoveranstaltung ein. Wie gewohnt wird es im Kulturverein Platenlaase ab 18.30h veganes Essen gegen Spende geben, bevor dann um 19.30h der Vortrag startet.
Infos unter => https://bündnisgegenrechtswendmark.de/
Fr. 29.09.2017 – 19.30h – Festsaal Rathaus Schwarzenbek – Vortrag: „Gegen eine „salinare Hölle“ –  Endlager Gorleben“ mit Andreas Graf von Bernstorff und Egbert de Beyer
Das Forum Kultur&Umwelt im Kreis Herzogtum Lauenburg benennt seine diesjährige Themenreihe „Salz in der Linse“.
Zahlreiche Veranstaltungen widmen sich vom 29.09.-17.11.2017 des Themas Salz.
Den Auftakt bildet eine Veranstaltung mit dem Grundbesitzer und Salzrechtinhaber Andreas Graf von Bernstorff und Egbert de Beyer, Bergbauingenieur und Mitglied der Fachgruppe Radioaktivität der BI. Die Referenten berichten sowohl über den 40 Jahre andauernden Widerstand um Gorleben, als auch über die geologischen Gegebenheiten des Salzstocks Gorleben-Rambow. Der Eintritt beträgt 5€.
Infos und Gesamtprogramm unter => www.kultur-umwelt.de

Vormerken

 

Di. 03.10.2017 – Öko-Politfilmreihe präsentiert: „Before the flood – Vor der Flut“

 

08.-20.10.2017 – Archäologische Grabung auf 1004! Das wissenschaftliche Projekt auf dem Gelände des ehemaligen Hüttendorfes „1004“ zum Kennenlernen und Mitmachen. Gesonderte Termine folgen!

 

November 2017 – Weltklimakonferenz in Bonn – Demo am 11.11.2017 – Wir fahren hin, mit euch!!! Gesonderte Informationen folgen. Informationen zur Kampagne „Don´t nuke the climate“ => www.dont-nuke-the-climate.org

 

Mitgliedsbeiträge
In diesen Tagen werden die Mitgliedsbeiträge eingezogen. Zeitgleich eine freundliche Erinnerung zur Überweisung der Mitgliedsbeiträge für alle, die keinen Lastschrifteinzug veranlasst haben.
Wir bedanken uns für eure Unterstützung, die unsere Arbeit auf ein solides, finanzielles Fundament stellt.

Habt einen schönen Spätsommer, passt auf euch auf und wir sehen uns!

Sonnige Grüße

Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
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AG Schacht Konrad fordert: Neustart statt „neue“ Akteure

Presseerklärung 28.08.2017:

ag schacht konrad antiatom
„Vielmehr als eine neue Behördenstruktur braucht es eine neue Debatte um den Umgang mit Atommüll. Die Konzepte aus den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts haben an den Beispielen Asse II und Morsleben gezeigt, dass sie nichts taugen. Wer heute noch an einer nicht-rückholbaren Atommülllagerung unter Tage festhält, hat in den letzten 40 Jahren nichts dazu gelernt“, erklärt Silke Westphal vom Vorstand der AG Schacht KONRAD anlässlich der morgigen Einführungsveranstaltung der neuen Bundesgesellschaft für Endlagerung“ (BGE) in Salzgitter-Lebenstedt.

Als neuer Betreiber des größten Atommüllprojektes der Bundesrepublik Deutschland genügt es nicht, eine kritische Öffentlichkeit zu begrüßen und ein gegenseitiges Kennenlernen vorzuschlagen. Westphal: „Aus unserer Sicht kann ein wirklicher Neustart beim Umgang mit Atommüll nur gelingen, wenn als Konsequenz aus dem Desaster bei ASSE II und Morsleben die Projekte KONRAD und Gorleben ohne Wenn und Aber ad acta gelegt werden. Daran wird sich die BGE messen lassen müssen.“