Schlagwort: Atomreaktor

BI Umweltschutz: Gorlebentag auf der Kulturellen Landpartie. Erst demonstrieren, dann tanzen!

 

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 16.05.2018

 

Die kulturelle Widerstandspartie 2018 startet am Pfingstfreitag, 18.05.18 ab 14.00 Uhr an den Atomanlagen Gorleben

Gorleben ist nicht nur identitätsstiftend für die Kulturelle Landpartie, Gorleben ist unverändert der „wunde Punkt“,denn solange der Salzstock Gorleben als potentielles Endlager nicht aufgegeben wird, muss politisch weiter Druck gemacht werden.

Deshalb lädt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) von 14.00 Uhr bis 1:00 Uhr zur kulturellen Widerstandspartie am Beluga-Dreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben ein.(53°01’48.0″N 11°20’31.9″E) Viele KLP-Punkte bleiben an diesem Tag geschlossen mit der Empfehlung, nach Gorleben zu gehen.

Neu wird in diesem Jahr sein, dass die Widerstandspartie eher „leise“ beginnt. Um 14 Uhr wird zum „Gorlebener Gebet“ eingeladen und im Anschluss gibt es auf der Hauptbühne („Belugabühne“) zunächst zwei Diskussionsrunden zum Thema Atomkraft, auf der sich Initiativen vorstellen.Gäste aus Frankreich, dem Hambacher Forst und des Klimacamps Rheinland nehmen zu„internationalen Energiekämpfen“ und zum notwendigen Ausstieg aus Kohle und Atom Stellung.

Wie im vergangenen Jahr wird im„Klimarundling“ zu Fragen der Klimapolitik und dem möglichen eigenen Handeln informiert. Die Bäuerliche Notgemeinschaft startet zu den beliebten informativen Treckerrundfahrten.

Auf der Waldbühne wird Klaus der Geiger ab 16 Uhr die Teilnehmer*innen auf die Demonstration einstimmen, die rund um den wunden Punkt „Erkundungsbergwerk“ führt.

„In diesem Jahr wird erst demonstriert und dann getanzt“, kündigt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an, um den politischen Charakter des Events zu betonen.

Die BI lädt ein, am Ort der Empörung, bunt, frech und widerständisch zu sein.

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BI Umweltschutz: Gorleben – finanzielles (Atommüll-) Fass ohne Boden

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
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Wendland Gorleben antiatom

Pressemitteilung 17.05.2018
Gorleben – finanzielles (Atommüll-) Fass ohne Boden

 

Sonderliches förderte eine parlamentarische Anfrage der Grünen zu Tage: die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK), eine  Postkastenfirma, deren Aktenbestände von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) verwaltet werden, verdient sich an Gorleben unbefristet (!) dick und dämlich.

 

Die DWK hatte mit aggressiven Grundstücksaufkäufen Ende der 70er Jahre ein Gelände von 650 Hektar Wald erworben, auf diesem Gelände sollte ursprünglich das „Nukleare Entsorgungszentrum“ (NEZ) errichtet werden. Daraus wurde bekanntlich nichts, der Widerstand gegen diese Pläne war so heftig, dass der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) den legendären Satz sagte, der Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage sei „politisch nicht durchsetzbar“, erinnert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberge.V. (BI).

 

Vorangetrieben wurden aber die Pläne, in Gorleben oberirdisch die atomaren Zwischenlager zu errichten – die Castorhalle,in der zurzeit 113 Behälter stehen und ein Fasslager. Eine Pilotkonditionierungsanlage, die ihren Betrieb vermutlich nie aufnehmen wird,komplettiert einen Teil des Atomstandorts Gorleben. Nicht weit davon entfernt wurde unter Tage seit 1986 ein Bergwerk im Salzstock Gorleben- Rambow aufgefahren,unter dem Deckmantel „Erkundung“ wurde mit der Errichtung eines Atommüllendlagers begonnen.

 

Für die Salzrechte wurden der DWK im Jahr 2015 vom Bund als Einmalzahlung 277 697,20 Euro überwiesen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf die parlamentarische Anfrage. Für die 37 Hektar, auf denen die Atomanlagen und das Bergwerk stehen, kassiert die DWK jährlich 43.041,68 Euro – unbefristet, zumindest solange, wie Gorleben als mögliches Endlager vorgehalten wird.
BI- Sprecher Wolfgang Ehmke: „Gorleben ist für die Steuerzahler ein Fass ohne Boden. Die Arbeiten unter Tage werden bis zum Rückbau eines Erkundungsbereiches ohnehin jährlich mit 40 Mio. Euro veranschlagt, der dann folgende Offenhaltungsbetrieb schlägt immer noch mit 30 Mio. Euro zu Buche. Und das alles, weil die Politik nicht bereit war, konsequent unter Gorleben einen Schlussstrich zu ziehen.“

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Mai 2018

  1. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser (Mobile Atomaufsicht)
  2. Protest-Treck im Herbst geplant: ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!
  3. Mit dem Zug von Braunschweig zur Demo in Lingen am 9. Juni
  4. Aufgabe Atommüll: Staat, übernehmen Sie!
  5. Ist Umweltministerin Schulze die Asse egal?
  6. Termine

 

ag schacht konrad antiatom

 

 

  1. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser (Mobile Atomaufsicht)

 

Es ist geradezu vermessen anzunehmen, Schacht Konrad sei sicher. Unter anderem deshalb findet vom 14.-18.05.2018 das 1. Konradseminar 2018 der IG-Metall Salzgitter-Peine im Gewerkschaftshaus statt. Weil Kontrolle bekanntlich besser als Vertrauen ist, planen wir als Seminarabschluss am Freitag den 18.05.2018 ab 17.00 Uhr den Betreibern von Schacht Konrad auf die Finger zu schauen.

Wir treffen uns oben am Schacht 1 und werden dort einige Kontrollmessungen durchführen. Begleitet werden die Messungen von Redebeiträgen der SeminarteilnehmerInnen.

Alle interessierten Menschen aus der Region sind herzlich Willkommen.

 

Flyer (PDF) <http://ag-schacht-konrad.de/images/stories/Gruppen/Kanaldoerfer/Mobile_Atomaufsicht/20.Mobile-Atomaufsicht-Plakat-A4.pdf>

 

 

  1. Protest-Treck im Herbst geplant: ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!

 

Am Samstag, den 20. Oktober, soll es mit einem bunten Treck vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter-Lebenstedt zur Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in Peine gehen. Mit vielen Menschen, Initiativen und Organisationen wollen wir gemeinsam aufbrechen, um die BGE als Betreiber der Anlagen ASSE II und Schacht KONRAD aufzufordern, ihre Kapazitäten auf den Schachtneubau an der ASSE zu konzentrieren und das sinnlose Projekt KONRAD endlich aufzugeben.

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2135&Itemid=1>

 

 

  1. Mit dem Zug von Braunschweig zur Demo in Lingen am 9. Juni

 

Atomrisiko jetzt beenden! AKW abschalten – 30 Jahre sind 30 Jahre zu viel!

Wir unterstützen mit unserer Teilnahme das Motto der Demo vom AKW Lingen II zur Brennelementefertigung in Lingen am Samstag, den 9. Juni. Das Atomkraftwerk Emsland wird am 20. Juni 30 Jahre alt! Dieser Atommeiler hat eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2022. Das Risiko einer so langen Laufzeit können und dürfen wir nicht zulassen, weder in Lingen noch an anderen Standorten! Es gibt keine „sichere Atomkraft“, und je älter ein Reaktor wird, desto gefährlicher ist er. Allein durch Materialermüdung und Verschleiß steigt die Anzahl der Störfälle dramatisch an, auch im AKW Emsland. Und auch der aktuelle Störfall im AKW Doel in Belgien nahe der deutschen Grenze bei Aachen…

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2134&Itemid=1>

 

  1. Aufgabe Atommüll: Staat, übernehmen Sie!

 

Bericht über den Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll?“

Mit dem neuen Standortauswahlgesetz wurde auch eine Neuordnung der Verantwortung im Umgang mit dem Atommüll und ein neues Finanzierungskonzept vom Bundestag beschlossen. Zu diesem Thema veranstaltete das Fachportal Atommüllreport am Freitag, dem 20.4. in Hannover den Fachworkshop „Wem gehört der Atommüll“, an dem 40 Vertreter von Firmen, Behörden, Wissenschaft, Initiativen und Umweltverbänden teilnahmen.

 

weiterlesen beim Atommüllreport… <https://www.atommuellreport.de/themen/atommuell/einzelansicht/aufgabe-atommuell-staat-uebernehmen-sie.html>

 

  1. Ist Umweltministerin Schulze die Asse egal?

 

Nach einer sechsmonatigen Pause, in der sich vieles um die Umstrukturierung von Ämtern und Gremien drehte, kam am 27. April erstmalig in diesem Jahr der „A2B groß“ zu seiner eigentlich quartalsmäßigen Sitzung in Wolfenbüttel zusammen. Auffallend leer blieben die Sitze des BMUB, weder Staatssekretäre noch Ministerialdirektoren oder -räte hatten den Weg aus der Hauptstadt in die Asse-Region gefunden. Landrätin Steinbrügge antwortet auf Nachfrage aus dem Publikum, dass dem Landkreisamt auch keine Gründe für das Fernbleiben bekannt seien.

 

weiterlesen… <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2136&Itemid=1>

 

 

  1. Termine

 

 

*             26.03.-09.08.2018 atomwaffenfrei – Aktionspräsenz in Büchel <http://www.atomwaffenfrei.de>

*             Mo., 07.05.18, 18.00 Uhr, Wolfenbüttel: ASSE-Mahnwache, Lange Herzogstr. 63 in Wolfenbüttel, Wolfenbütteler AtomAustiegsGruppe WAAG <https://waagwf.wordpress.com/2018/05/02/mahnwache-zu-asse-ii-und-mehr-am-montag-den-7-5-2018/>

*             Mo., 07.05.18, 18.00 Uhr, Göttingen: Mahnwache für die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen weltweit, mit Redebeiträgen, aktuellen Infos und Aktionen. Ort: Göttingen, Gänseliesel, VA: Anti-Atom-Initiative Göttingen <http://anti-atom-initiative-goettingen.de>

*             Di., 08.05.18, 18.00 Uhr, Fachgruppe ASSE <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1808&Itemid=325> , DGH Burschenhof, Kantorweg 1, Sickte, Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Di., 08.05.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) <https://www.biss-braunschweig.de> , Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Di., 08.05.18, 19.00 Uhr, ASSE-2-Koordinationskreis, Treffen in Remlingen

*             Mi., 09.05.18, 09.30 Uhr, Prozess gegen AtomkraftgegnerInnen wegen einer Kletteraktion gegen einen Uranzug im Hamburger Hafen, Ort: Amtsgericht Hamburg-Harburg, Saal A3.06. www.nirgendwo.info <http://www.nirgendwo.info>

*             Do., 10.05.18, 10.00 Uhr, Aachen: Aktion rund um die Karlspreisverleihung <https://www.anti-akw-ac.de/events/99/aktion-rund-um-die-karlspreisverleihung-an-den-groessten-einzelaktionaer-von-tihange-emanuel-macron/>  an den größten Einzelaktionär von Tihange: Emmanuel Macron, Treffen am Welthaus Aachen (An der Schanz 1)

*             10.-21.05.18 Kulturelle Landpartie (KLP) www.kulturelle-landpartie.de <http://www.kulturelle-landpartie.de>

*             10.-21.05.18 Mützingenta www.muetzingenta.de <http://www.muetzingenta.de>

*             So., 13.05.18, 14.00 Uhr, BISS-Sonntagsspaziergang <https://www.biss-braunschweig.de> , Treffen vor dem Firmengelände von Eckert & Ziegler Gieselweg 1, 38110 Braunschweig

*             Di., 14.05.18, 18.00 Uhr, Fachgruppe Konrad <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1141&Itemid=242> , KONRAD-Haus, Interessierte sind herzlich willkommen!

*             Mi., 16.05.18, 19.00 Uhr, Umweltstammtisch, VA: Greenpeace Braunschweig, Ort: Nexus, Frankfurter Str. 235b, 38122 Braunschweig, facebook <https://www.facebook.com/events/2030020510554915/>

*             Mi., 16.05.18, 19.00 Uhr, Mitgliederversammlung des Vereins Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V. <http://www.grohnde-kampagne.de/grohnde-klage/der-rechtshilfeverein/>  mit Bericht zum Stand der Grohnde-Klage und Neuwahl des Vorstandes, Hameln

*             Fr., 18.05.18, 14.00-01.00 Uhr, Kulturelle Widerstands-Partie <http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=19983> , Beluga-Dreieck, Gorleben, BI Lüchow-Dannenberg

*             Fr., 18.05.18, 17.00 Uhr, Mobile Atomaufsicht mit IG-Metall <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=2130&Itemid=1> , Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser, Treffen am Schacht 1, Aktion und Redebeitrage. Interessierte sind herzlich willkommen! Flyer <http://ag-schacht-konrad.de/images/stories/Gruppen/Kanaldoerfer/Mobile_Atomaufsicht/20.Mobile-Atomaufsicht-Plakat-A4.pdf>

*             Sa., 26.05.18, 13.00-17.00 Uhr, Fahrrad-Tour zum Schacht KONRAD mit Rebecca Harms, VA: KV Grüne BS <http://gruene-braunschweig.de/event/radtour-mit-rebecca-harms/>

*             Sa., 26.05.18, 11.00-15.00 Uhr, Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten <http://www.grohnde-kampagne.de>  lädt zu offenem Treffen, Kulturzentrum Alte Polizei, Obernstr. 29, 31655 Stadthagen, Themen: Vorstellung des Anti-Atombündnis Schaumburg – Stand der Endlagersuche / Bericht vom NBG – Präsentation der Grohnde- Klage – Stilllegungsantrag zum AKW Grohnde

*             So., 27.05.18, 11.00 Uhr, Fahrradtour: Mit Rad und Tat zum Atomausstieg, Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) <https://www.biss-braunschweig.de/>

*             Fr., 08.06.18, 14.00 Uhr, ASSE II-Begleitgruppe (öffentliche Sitzung mit Behördenvertretern), TWW, Am Exer, WF

*             Sa., 09.06.18, 09.00-14.00 Uhr, Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM) <http://www.der-wum.de>

*             Sa., 09.06.18, 13.00 Uhr, Save the date: Demo in Lingen vom AKW Lingen II zur Brennelementefertigung, www.lingen-demo.de <https://www.lingen-demo.de> , Facebook <https://www.facebook.com/events/147907749227394/>

*

*             Ausblick:

*             07.-11.08.18 Sommerakademie (richtet sich an Studierende und junge Akademikerinnen und Akademiker aller Fachrichtungen) in Karlsruhe, Veranstalter: Atommüllreport <https://www.atommuellreport.de/projekte-termine/sommerakademie.html>

*             04.-27.06.2018 Wanderausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1898&Itemid=341>  im Wilhelmgymnasium Braunschweig

*             04.-22.06.2018 Wanderausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ <http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1898&Itemid=341>  im Nordflügel Rathaus Wolfenbüttel

 

mehr Termine <http://termine.ag-schacht-konrad.de/>

 

 

Schöne Grüße

Michaela Sohn und Thomas Erbe

für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

BI Umweltschutz: Gorleben lebt – immer noch!

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

Pressemitteilung 02.05.2018

Wendland Gorleben antiatom
Rechtzeitig vor der 39. Kulturellen Landpartie( KLP), zu der zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag wieder Tausende auswärtige Besucher*innen ins Wendland kommen werden, erscheint die nächste „Gorleben Rundschau“ der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Im Grußwort erinnert Michael Seelig, einer der Mitgründer der KLP, an den holprigen Start, den Pfingstmarkt Kukate und die Landschafts-Kunstaktionen „Hart an der Grenze“ sowie „Aus allen Wolken“, die den Durchbruch brachten.

Im Fokus der BI steht natürlich der „Gorlebentag, der Freitag vor Pfingsten,und mit Blick auf die Gäste bietet die Gorleben Rundschau in einem Interview mit Wolfgang Ehmke, dem Sprecher der BI, auch eine Orientierungshilfe aus dem Dschungel der Gorleben-Geschichten.

Weitere Themen sind die geplanten Castortransporte nach Brokdorf, Philippsburg, Biblis und Isar, die Probleme einer langfristigen Zwischenlagerung und Informationen über das französische Gorleben – Bure.

Störfall im AKW Doel erfordert Konsequenzen: Brennelementexporte von Lingen nach Doel sofort stoppen!

Lingen/Münster/Aachen/Bonn/Berlin,2. Mai 2018

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Presseerklärung:

Allein fünf neue Brennelement-Transporte im März/April!!

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind angesichts des gravierenden Störfalls im belgischen AKW Doel sowie der schleppenden und äußerst bruchstückhaften Informationspolitik des AKW-Betreibers Engie-Electrabel und der belgischen Atomaufsicht alarmiert und fordern von der belgischen Regierung die sofortige Stilllegung des Reaktors. Zugleich fordern sie von der Bundesregierung in Berlin die sofortige Einstellung aller Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau nach Belgien.

Laut der aktuellen Transportübersicht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) lieferte Lingen mit Billigung des Bundesumweltministeriums erst vor wenigen Wochen zwischen dem 18. März und dem 4. April fünfmal neue Brennelemente nach Belgien. Zielort war laut einer Auskunft des Bundesumweltministeriums an die Links-Fraktion ausgerechnet Doel 1 und 2 (Quelle: Bundestags-Drucksache 19-1126, Fragen 149 und 150). Es ist sehr gut möglich, dass diese Brennelemente nun bei den „Wartungsarbeiten“für Doel 1 in den Reaktor eingesetzt werden, um den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

„Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor das Bundesumweltministerium und die Bundesregierung die Reißleine ziehen, um die äußerst brisanten Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran für den AKW-Betrieb in Belgien einzustellen?“ fragte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. „Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre jeweiligen Parteifreunde in Berlin davon überzeugen, dass diese Exporte von Kernbrennstoffen zu einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit für halb Europa führen?“ ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss jetzt umgehend handeln und jeden weiteren Brennelementexport nach Belgien per Weisung unterbinden.

Während beim Betreiber der belgischen AKW, Engie-Electrabel, der französische Staat der größte Einzelaktionär ist, befindet sich der Betreiber der Lingener Brennelementefabrik, EDF-Framatome, sogar mehrheitlich im französischen Staatsbesitz.Lingen ist schon seit langem der wichtigste Brennelementelieferant für den AKW-Standort Doel. Doel 1 und 2 werden sogar exklusiv aus Lingen beliefert. In 2016/17 wurden zudem die Hochrisikoreaktoren Doel 3 und Tihange 2 aus Lingen beliefert. Das angereicherte Uran für die Brennelemente stammt zum Teil aus der Urananreicherungsanlage in Gronau.

„Ohne Brennelemente funktioniert kein AKW. Wer die Brennelemente wider besseren Wissens liefert, trägt auch für sämtliche Störfälle eine Mitverantwortung. Es ist deshalb mehr als unverständlich und unverantwortlich, dass die Bundesregierung weiterhin durch die Exportgenehmigungen aktiv am Weiterbetrieb der belgischen Pannenmeiler mitwirkt. Rechtlich wurden inzwischen sowohl ein Exportstopp wie auch die komplette Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau positiv begutachtet – jetzt müssen endlich Taten folgen,“ so Christina Burchert vom niedersächsischen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

Neue Anti-Atom-Proteste in Aachen und Lingen:

Für die kommenden Wochen planen Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Niedersachsen sowie mehrere Umweltverbände neue Proteste gegen den Weiterbetrieb der belgischen Pannenreaktoren sowie der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau:

10. Mai:Anti-Atom-Demo zum Macron-Besuch in Aachen
Anlässlich der Verleihung des Karlspreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron findet in Aachen ab 10 Uhr eine Anti-Atom-Demo statt. Der französische Staat ist über Konzerne mit großer staatlicher Beteiligung sowohl in Doel und Tihange wie auch bei der Brennelementefabrik Lingen größter Anteilseigner. Derf ranzösische Präsident steht deshalb in besonderer Verantwortung, die störanfälligen Atomanlagen endlich stillzulegen.

9. Juni:Anti-Atom-Demo in Lingen
Mit einer überregionalen Demonstration vom AKW Lingen II („Emsland“) zur Brennelementefabrik Lingen unterstreichen zahlreiche Initiativen und Verbände die Forderung nach einer sofortigen Stilllegung des Atomstandorts Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau.

Link zur BfE-Transportliste:
https://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Downloads/BfE/DE/fachinfo/ne/transportgenehmigungen.pdf?__blob=publicationFile&v=30

Weitere Infos:
www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.antiatombonn.de, www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de, www.urantransport.de

Schacht KONRAD aufgeben – ASSE ausräumen

Pressemitteilung 12.04.2018
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„Schacht ASSE V statt Schacht KONRAD 2“, so lautet das Jahresmotto der Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD für 2018 – beschlossen auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Damit verbunden ist die klare Forderung an die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) als Betreiberin beider Anlagen, ihre Kapazitäten auf den Schachtneubau an der Asse zu konzentrieren und das sinnlose Projekt KONRAD endlich aufzugeben.

„Wie werden diesen Forderungen mit kreativen Aktionen im Herbst Nachdruck verleihen. Allerdings behalten wir auch die Entwicklungen in Morsleben und Thune im Blick und wir werden uns auch auf Landes- und Bundesebene atompolitisch weiter einmischen“, so Marianne Neugebauer, die ebenso wie ihre Vorstandskollegen Thomas Erbe, Silke Westphal, Ludwig Wasmus und Carsten Kawka in ihrem Amt bestätigt wurde.

Anhang: Foto des alten und neuen Vorstandes. Von links: Silke Westphal, Thomas Erbe, Marianne Neugebauer, Ludwig Wasmus, Carsten Kawka

Pressemitteilung: Verzicht auf Atomtransporte im Hamburger Hafen? Vor allem heiße Luft!

+ + + Pressemitteilung von ContrAtom und ROBIN WOOD v. 12.4.2018 + + +

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Verzicht auf Atomtransporte im Hamburger Hafen? Vor allem heiße Luft!

Der freiwillige Verzicht umfasst nur einen Bruchteil der Transporte radioaktiver Stoffe im Hamburger Hafen

 

Der angekündigte Verzicht der Unternehmen HHLA und Hapag-Lloyd auf den Umschlag von Kernbrennstoffen in Hamburg ist ein kleines Zugeständnis, aber noch lange kein Durchbruch in der Auseinandersetzung um die Sperrung des Hafens für sämtliche Atomtransporte. Das stellen ContrAtom und ROBIN WOOD fest, die sich seit Jahren im Bündnis „Atomtransporte durch Hamburg stoppen!“ engagieren.

 

Medien brachten gestern Schlagzeilen wie „Atomtransporte im Hafen stehen vor dem Aus“ (Hamburger Abendblatt) oder „Hafenunternehmen verzichten auf Atomumschlag“ (NDR). In den Artikeln wurde berichtet, dass die Reederei Hapag-Lloyd und die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) künftig freiwillig auf den Umschlag von Kernbrennstoffen verzichten. Hamburger Atomkraftgegner*innen weisen darauf hin: Die Erfolgsmeldung ist nicht so groß, wie sie sich anhört. Praktisch machen die Transporte, auf die jetzt freiwillig verzichtet werden soll, nur etwa zehn Prozent der durch Hamburg beförderten radioaktiven Stoffe aus.

 

Im Jahre 2017 wären das 12 von 119 Transporten gewesen, bezogen auf das Gewicht sogar noch weniger. Die Zahlen beruhen auf Recherchen der Hamburger Systemoppositionellen Atomkraft Nein Danke-Gruppe.

 

Zum einen umfasst der Verzicht nur Kernbrennstoffe laut Atomgesetz, das heißt Stoffe, die spaltbar sind, insbesondere Uranprodukte erst nach dem Anreicherungsprozess. Nicht verzichtet wird also auf den Umschlag von Uranerzkonzentrat und nicht angereichertem Uranhexafluorid, beides sind Zwischenprodukte auf dem Weg zur Produktion von Brennelementen für Atomkraftwerke.

 

Hapag-Lloyd  beförderte 2017 etwa 3.000 Tonnen (Bruttomasse) nicht angereichertes Uranhexafluorid in 12 Transporten, aber kein einziges Mal Kernbrennstoffe. Alle Atomtransporte durch Hapag-Lloyd werden also weiter gehen, vielleicht sogar zunehmen. Vor dem Amtsantritt des rot-grünen Senats 2015 wurden durch Hapag-Lloyd nur knapp 1.000 Tonnen Uranhexafluorid über Hamburg transportiert. Versorgt wird mit dem Uranhexafluorid vor allem die Urananreicherungsanlage in Gronau, die eine unbefristete Betriebsgenehmigung hat und weiterhin Uran für alle Welt anreichern darf.

 

Auch der Verzicht der HHLA bedeutet lange nicht das Aus der Atomtransporte in Hamburg, auch wenn dieser durchaus ein Anfang ist. Viele der über das HHLA-Terminal Altenwerder abgewickelten Atomtransporte werden weiter gehen, weil es sich dort vorwiegend um nicht angereicherte radioaktive Stoffe handelt, insbesondere um das – auch chemisch extrem gefährliche – Uranhexafluorid und um Uranerzkonzentrat. Beide Stoffe dienen dem unverantwortlichen Weiterbetrieb von Atomkraftwerken. Tritt bei Unfällen Uranhexafuorid aus, bildet es zusammen mit Luftfeuchtigkeit Flusssäure, die zu tödlichen Verätzungen führen kann. Der Abbau von Uran verursacht enorme ökologische Schäden und Menschenrechtsverletzungen.

 

„Dass zwei Hafenbetriebe nach vielen Protestaktionen endlich auf den Umschlag eines Teils der radioaktiven Stoffe verzichten, ist ein längst überfälliger Schritt, der bei weitem nicht ausreicht. Der Hamburger Hafen bleibt so weiterhin eine zentrale Drehscheibe für das riskante Geschäft der Atomindustrie weltweit. Ziel muss es sein, dass HHLA, Hapapg-Lloyd und alle weiteren im Hafen tätigen Unternehmen sämtliche Atomtransporte einstellen. Wenn dies nicht freiwillig geschieht, ist eine gesetzliche Regelung nötig“, sagt Ronja Heise, Energiereferentin bei ROBIN WOOD.

 

Irene Thesing von ContrAtom ergänzt: „Viel herausgekommen ist bei dem freiwilligen Verzicht nicht. Im Hafen wird weiter Profit vor dem Schutz der Gesundheit der Menschen hier oder beim Uranabbau gehen – geschützt durch den Senat mit kleinen Happen zur Beruhigung der Bevölkerung. Deshalb bleiben auch weiter entschlossene Aktionen gegen die verbliebenen Transporte notwendig.“

 

Atomkraftgegner*innen stehen für ihre Aktionen gegen die Transporte immer wieder vor Gericht. Der nächste Prozesstermin ist am 25. April um 9:00 Uhr vor dem Amtsgericht Hamburg-Harburg wegen einer Abseilaktion gegen einen Urantransport aus der Firma C. Steinweg – die bisher keinerlei Verzicht ankündigte.

 

Kontakt:

ContrAtom: Irene Thesing, Tel. 0151 / 59 23 93 49 ROBIN WOOD: Ronja Heise, 040 / 380 89 2 21, energie@robinwood.de und Ute Bertrand, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de

 

Mehr Informationen:

Infos der Kampagne „Atomtransporte durch Hamburg stoppen“ http://www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de/

 

Detaillierte Auswertungen zu den Transporten durch Hamburg von der Systemoppositionellen Atomkraft Nein Danke Gruppe (SAND) auf Basis kleiner Anfragen an den Hamburger Senat (von den Linken), daraus ergeben sich auch alle genannten Zahlen:

https://sand.blackblogs.org/dokumente/auswertungen/

 

Infos zu Atomtransporten und Protestaktionen:

https://urantransport.de/

https://www.robinwood.de/kampagnen/atomtransporte-stoppen

http://www.contratom.de/