Schlagwort: Atomtransport

Asse II-Koordinationskreis im Gespräch mit Umweltminister Lies: KEINE FLUTUNG DES ATOMMÜLLS RISKIEREN!

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Die Bohrung Remlingen 11, der fehlende Schacht Asse 5, die mangelnde Beschleunigungswirkung der Lex Asse und die Frage transportfähiger Verpackungsbehälter für zurückgeholten Atommüll standen im Mittelpunkt des Gesprächs im niedersächsischen Umweltministerium in Hannover zwischen Umweltminister Olaf Lies und acht Vertreter*innen des Asse II-Koordinationskreises (A2K).

 

Minister Lies und ein Abteilungsleiter des Umweltministeriums betonten die Wichtigkeit des für den Herbst dieses Jahres vom Betreiber (BGE) erwarteten Rahmenbetriebsplanes. Ein solcher Rahmenbetriebsplan müsste die für die Rückholung notwendigen Einzelmaßnahmen in ihrer zeitlicher Reihenfolge und Abhängigkeit voneinander darstellen. Erst dann lassen sich die verschiedenen vom Betreiber geplanten und nach Bergrecht oder Atomrecht beantragten Maßnahmen einordnen und Fortschritte auf dem Weg zur Rückholung feststellen.

 

Der Asse II-Koordinationskreis vermittelte Olaf Lies die Besorgnis über die Bohrung Remlingen 11, die die BGE als Betreiber von Asse II 500 Meter tief bis in den Salzsattel hineinführen will. Sie wird allein mit der Genehmigung der Stilllegung der Anlage begründet und nicht mit Rückholungsplänen. Die geplante Bohrung liegt im Bereich der sensiblen Südflanke mit den Störungszonen und möglichen Wasserwegsamkeiten zwischen dem vollgelaufenen Bergwerk Asse I und dem Atommüll-Lager Asse II. Dort könnte eine solche Bohrung neue Wege für einlaufendes Wasser öffnen und im schlimmsten Fall zum Absaufen der Anlage führen. Der A2K machte deutlich: Eine Maßnahme, die die Rückholung gefährdet, aber erst zur Schließung der Anlage nötig ist, sollte nicht vor Abschluss der Rückholungsarbeiten durchgeführt werden.

 

Eindringlich wies der A2K bezüglich des Umgangs mit geborgenem Atommüll auf den Widerspruch hin zwischen dem strahlenschutzrechtlichen Gebot, die Freisetzung von Radioaktivität zu minimieren, und der atomrechtlichen Verpflichtung, Atommüll vor der Endlagerung zu charakterisieren, was unweigerlich mit einer Freisetzung von Radioaktivität verbunden ist.

 

Die Wahl der Bergungsbehälter ist mit entscheidend dafür, bei der Standortfindung für die Konditionierungsanlage und ein Zwischenlager flexibel zu sein. Transportfähige Behälter, die auch zum Einsatz außerhalb des Betriebsgeländes zugelassen sind, würden es ermöglichen, den aus der Asse rückzuholenden Atommüll dort zu konditionieren und zwischenzulagern, wo durch einen größeren Abstand zu Wohnbebauung und weitere Abschirmmaßnahmen eine möglichst geringe Belastung von Anwohner*innen zu erwarten ist. Das Niedersächsische Umweltministerium sagte dem A2K freundlicherweise zu, Informationen über verschiedene zugelassene Transportbehälter für Atommüll zur Verfügung zu stellen.

 

Minister Lies und die Vertreter*innen des A2K vereinbarten, miteinander im Gespräch zu bleiben über die Probleme rund um den Salzstock Asse II und den dort lagernden Atommüll.

 

siehe auch:

https://regionalwolfenbuettel.de/asse-ii-koordinationskreis-im-gespraech-mit-umweltminister-lies/

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28.09.2019: Einladung zur 15. Atommüllkonferenz

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Einladung zur 15. Atommüllkonferenz

 

Samstag, 28. September 2019

11.00 – 17.00 Uhr

 

Volkshochschule Göttingen

Bahnhofsallee 7

37081 Göttingen

 

Die inhaltlichen Schwerpunkte der 15. Atommüllkonferenz drehen sich um Stand der Erkenntnis über Niederdosiseffekte beim Menschen und um die Diskussion über CASTOR-Rückführungstransporte in französischen Anti-Atom-Initiativen. In den Arbeitsgruppen geht es um den Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, um strukturelle Ungleichheiten in Begleitprozessen sowie um Strahlenschutz und Freigabeproblematik.

Programmübersicht:

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

11.15 – 12.00 Uhr Fachdiskussion I

 

                Überholte Konzepte im neuen Strahlenschutzgesetz

12.00 – 12.30 Uhr Fachdiskussion II

                Diskussion über CASTOR-Rückführungstransporte in französischen Anti-Atom-Initiativen

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen
Abschaltung – Stilllegung – Rückbau | Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen
Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll | Strukturelle Ungleichheiten und „Professionalisierungszwänge“ in Begleitprozessen
Freimessen / Strahlenschutz | Niedrigdosis-Problematik, Freigabe-Problematik, Muster-UIG-Anfrage

16.00 Uhr Abschlussplenum
Ergebnisse und Ausblick

 

Ausführlichere Angaben stehen im angehängten Einladungsschreiben.

 

Anmeldung

Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

 

Anreise

Mit der Bahn bis Bahnhof Göttingen. Die Volkshochschule befindet sich an der Bahnhofsallee direkt hinter dem Bahnhof.
Mit dem Auto: A7 bis Abfahrt „Göttingen-Dransfeld“, dann auf B3 „Kasseler Landstraße“, kurz vor Erreichen der Innenstadt und einer Eisenbahnbrücke links in die Bahnhofsallee an der Rückseite des Bahnhofes einbiegen.
[ Karte ]

 

Kostenbeitrag

Zur Finanzierung bitten wir alle Teilnehmer*innen um einen Kostenbeitrag von 25,- € (inkl. Tagungsgetränken und -imbiss).

Überweisung an die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.

Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)

IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00 Stichwort: AMK

(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

 

Aktuelle Informationen sowie Dokumente der vergangenen Konferenzen gibt es auf

www.atommuellkonferenz.de

 

Beste Grüße,

Henning Garbers

für das Konferenzteam

 

Anregungen, Anfragen und Weiteres bitte an:

Email: info@atommuellkonferenz.de

Telefon: 05341 / 90 01 94

Daten- und Schieflage rund um Gorleben

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20  29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841- 4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 16.07.2019

bi umweltschutz castor antiatom

Fürdie Behörden und Institutionen, die mit der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle betraut sind, ist der Umgang mit Gorleben im Standortauswahlgesetz (StandAG) geregelt. Der Salzstock Gorleben wird wie jeder andere in Betracht kommende Standort einem Prüfverfahren unterzogen – und kann folglich bereits im 3. Quartal 2020 aus dem Suchverfahren herausfallen. Doch wie geht man mit den bisher gewonnenen Erkenntnissen bei der Erkundung und dem Ausbau des Endlagerbergwerks um? Diese Frage beschäftigt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), denn sowohl das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) als auch die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) räumen ein, dass die geologische Datenlage eine Schieflageist: selbst dort, wo es auf dem Gebiet der Bundesrepublik Tiefbohrungen gegeben hat, wurde eben nicht nach einem Atommüllendlager gesucht, d.h. es gibt ein sogenanntes „Tiefendefizit“.

Mit einer großen Ausnahme: Gorleben. Doch im Standortauswahlgesetz (StandAG) heißt es dazu: „Der Umstand, dass für den Standort Gorleben Erkenntnisse aus der bisherigen Erkundung vorliegen, darf ebenso wenig in die vergleichende Bewertung einfließen wie der Umstand, dass für den Standort Gorleben bereits Infrastruktur für die Erkundung geschaffen ist.“Daraus leitet die BI ab, dass die bisher gewonnenen Daten aus der Zeit der untertägigen Erkundung in Gorleben tabu sind – schließlich, so BI-SprecherWolfgang Ehmke, sei über Jahrzehnte hinweg der klammheimliche Ausbau des Erkundungsbergwerks als Atommüllendlager mit der Erhebung von Daten vermischt worden. Außerdem sei ohne Öffentlichkeitsbeteiligung behördenintern eine Aktenlage pro Gorleben geschaffen worden. All die Firmen und Institutionen, die zum Schluss, vor Beginn des neuerlichen Gorleben-Moratoriums, an der vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben gearbeitet haben, hätten ein großes Ziel verfolgt: Gorleben als mögliches Atommüllendlager zu präsentieren. Das BfE kommt in der Interpretation des StandAG zu einem ganz anderen Schluss: „Hierbei geht es darum, dass weder ein Erkenntnisvorsprung in Bezug auf Gorleben noch eine unterstellte Zeit- und Kostenersparnis bei Weiternutzung der dortigen Infrastruktur Kriterien sein dürfen, die bei der vergleichenden Bewertung möglicher Standorte berücksichtigt werden. Dagegen enthält das StandAG kein Verwertungsverbot für Daten über Gorleben. Es ist nicht etwa bestimmt, dass geologische Daten über den Salzstock Gorleben und seine Umgebung z. B. bei der Anwendung der Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen und geowissenschaftlichen Abwägungskriterien nicht verwendet werden dürfen. Vielmehr findet zunächst eine Betrachtung des gesamten Bundesgebiets statt (§ 13 Abs. 2 StandAG). Um gut erkundete Gebiete nicht zu benachteiligen, bestimmt das StandAG außerdem, dass Gebiete, die aufgrund nicht hinreichender geologischer Daten nicht eingeordnet werden können, im Verfahren bleiben. Im Zwischenbericht Teilgebiete muss die BGE mbH vorschlagen, wie mit diesen Gebieten verfahren werden soll.“Aus Sicht der BI mogelt man sich über die Formulierungen des StandAG hinweg. Wolfgang Ehmke: „Der Gesetzestext ist eindeutig, die Interpretation mehrdeutig. Es ist aus unserer Sicht ein weiterer Beleg dafür, dass das StandAG nicht aus einem Guss ist, sondern den politischen Streit um Gorlebenwiderspiegelt.

 

Hintergrund §36 StandAG

DerSalzstock Gorleben wird wie jeder andere in Betracht kommende Standort gemäß den nach den §§22 bis 26 festgelegten Kriterien und Anforderungen in das Standortauswahlverfahren einbezogen. Er kann lediglich im jeweiligen Verfahrensabschnitt nach den §§ 13 bis 20 des Standortauswahlgesetzes mit einem oder mehreren anderen Standorten verglichen werden, solange er nicht nach Satz 5 ausgeschlossen wurde. Er dient nicht als Referenzstandort für andere zu erkundende Standorte. Der Umstand, dass für den Standort Gorleben Erkenntnisse aus der bisherigen Erkundung vorliegen, darf ebenso wenig in die vergleichende Bewertung einfließen wie der Umstand, dass für den Standort Gorleben bereits Infrastruktur für die Erkundung geschaffen ist.

BI Umweltschutz: Klimaschutz und Widerstand gegen Gorleben – ja bitte!

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20  29439 Lüchow
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Büro: Tel: 05841- 4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 8.06.2019

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Gleich nach der nostalgischen Demo-Modenschau mit alten Parkas, Friesennerz und schicken Klamotten mit dem Gorleben-typischen Widerstands-X ging es weiter mit einer echten Demonstration: Tausende umrundeten zu Fuß und Traktor das Gelände des „Erkundungsbergwerks Gorleben“ und forderten das Ende dieses Projekts. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hatte im Rahmen der Kulturellen Landpartie, die zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag viele auswärtige Besucher*innen ins Wendland lockt, zum „Gorlebentag“ aufgerufen. Das Politfestival erwies sich erneut als Magnet. „Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass das Endlagerprojekt in Gorleben nicht aufgegeben wurde“, betont BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Demo rund um die 2,4 Kilometer lange Festungsmauer öffne vielen Menschen die Augen. Und: „Wir erklären, dass die Endlagersuche viele Mängel hat, das Festhalten an Gorleben ist allerdings ein gewichtiger. Und wir wollen einmal glauben, was uns Politiker*innen sagen: Würde es mit rechten Dingen zugehen, wird Gorleben bei der Endlagersuche wegen seiner geologischen Mängel rausfallen.“Längst jedoch geht es auch auf dem Gorleben-Tag um die Themen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Zahlreiche Politrunden, Infostände und Gespräche hatten diese Themen zum Inhalt. Erst ein kräftiges Gewitter um Mitternacht setzte der anschließenden Party ein Ende. Regenfeste Menschen verharrten allerdings bis zum Schluss zu den Klängen der widerständigen Songs des Berlin-Boom-Ochestras bis kurz vor 3 Uhr.

BI Umweltschutz: Bis die Fördertürme fallen…

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

Wendland Gorleben antiatom

Einige Dutzend Sonntagsspazierer*innen machten sich heute (Sonntag, d. 26. Mai) auf den Weg rund die Mauer des Endlagerbergwerks Gorleben, darunter der harte Kern, der kaum einen der 500 Sonntagsspaziergänge ausgelassen hat.

Ihr Ziel war und ist, dass der ungeeignete Salzstock Gorleben endlich als Standort für ein Atommüllendlager aufgegeben wird. Alles begann mit der Entscheidung des damaligen Umweltministers Norbert Röttgen, das Endlagermoratorium für Gorleben nach zehnjähriger Pause aufzukündigen, gleichzeitig wurde eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke beschlossen. Das ist Geschichte, denn bis 2022 sollen die letzten Atommeiler abgeschaltet werden und in Gorleben gibt es wieder in Moratorium. Allerdings fehlte beim „großen Aufräumen“ und dem Lernen aus den Fehlern der Vergangenheit der Mut, tatsächlich unter Gorleben einen Schlussstrich zu ziehen. Der Stand-by-Betrieb ist vielen nur ein Ausdruck politischer Deals.

So heißt es also sonntags weiterlaufen, bis die Fördertürme fallen. Und so mischen sich an diesem Tag diejenigen, die den „Gorlebentag“,den Freitag vor Pfingsten vorbereiten, die den Plan für die Stände, die große Demonstration, eine Anti-Atom-Modenschau und die Bühnen vor Ort skizzieren und letzte Absprachen treffen, mit denjenigen, die schon auf dem Weg zum Gorlebener Gebet im Anschluss sind, das ebenfalls „nullt“ und jetzt auf 30 Jahre ununterbrochene Treffen zusteuert.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) schreibt in einem Grußwort dazu: „Jeden Sonntag wird in Gorleben mit dem Spaziergang an das ungelöste Atommüllproblem erinnert.“ Der lange Atem im Atomwiderstand sein ein wichtiges Element der bundesweiten und auch der internationalen Anti-Atomkraft-Bewegung.

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Mai 2019

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Welche Auswirkungen hat ein radioaktiver Unfall bei Eckert & Ziegler für Wolfenbüttel?
  2. Atommüllreport: Sommerakademie 6.-10. August 2019 in Wolfenbüttel
  3. Erster Infostand der Zivilgesellschaftlichen Vertretung (ZGV) im Asse-2-Begleitprozess
  4. Fachtagung: Morsleben/ERAM – „Sichere Stilllegung schnellstmöglich“
  5. Termine

1. Welche Auswirkungen hat ein radioaktiver Unfall bei Eckert & Ziegler für Wolfenbüttel?

Die Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) informierte am 08.Mai im Ratssaal des Wolfenbütteler Rathauses darüber, welche Auswirkungen ein Unfall mit radioaktiven Stoffen bei der Firma Eckert & Ziegler in Braunschweig-Thune für Wolfenbüttel hätte. Die BISS hat mit dem offiziellen Formelwerk der Strahlenschutzkommission einen Stresstest für die Nuklearfirma Eckert & Ziegler erstellt. Der Stresstest zeigt, dass eine Evakuierung der Bevölkerung in bis zu 20 km Entfernung notwendig wäre, wenn lediglich ein Tausendstel der am Braunschweiger Standort genehmigten Radioaktivität freigesetzt würde. Die Korrektheit der Stresstest-Analysen wurde inzwischen gutachterlich bestätigt und der Stadt Braunschweig und dem Niedersächsischen Umweltminister übergeben.

Hintergrund zum Stresstest bei der BISS…

Die BISS organisiert am 29. Juni (10-16 Uhr) den Ersten Thuner Dorfflohmarkt. Jeder Einwohner kann auf seinem Grundstück im Freien (z.B. in der Einfahrt) oder in der Garage seine Artikel zum Verkauf anzubieten. Wer also in Thune wohnt, kann sich bei der BISS anmelden. In einen Ortsplan werden dann die jeweiligen Verkäufer eingetragen. So muss niemand lange suchen, sondern weiß gleich, wer sich beteiligt. Der Ortsplan ist ab Anfang Juni auf der Seite www.BISS-Braunschweig.de zu finden.

Flyer Dorfflohmarkt…

2. Atommüllreport: Sommerakademie 6.-10. August 2019 in Wolfenbüttel

Ihr möchtet mehr über die Probleme im Umgang mit Atommüll wissen?
Ihr wollt Euch intensiver mit den Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Möglichkeiten der Atommülllagerung beschäftigen?
Ihr interessiert Euch für politische, ökonomische, physikalische oder geologische Aspekte der Atommülllagerung?
Dann macht mit bei der Sommerakademie!

Die Sommerakademie richtet sich an Studierende, junge Akademiker*innen und andere interessierte junge Menschen, die Lust haben, sich fünf Tage intensiv und interdisziplinär mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen. Ausgewiesene Expertinnen und Experten geben eine Einführung in die Probleme bei Umgang und Lagerung radioaktiver Abfälle und zeigen berufliche Perspektiven auf. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

weiterlesen beim Atommüllreport… (Anmeldung bis zum 21.6.2019)

3. Erster Infostand der Zivilgesellschaftlichen Vertretung (ZGV) im Asse-2-Begleitprozess

Erstmals präsentierte sich die im Frühjahr 2018 neu formierte Zivilgesellschaftliche Vertretung (ZGV) im ASSE-2-Begleitprozess in der Öffentlichkeit: In wechselnder Besetzung betreuten Mitglieder der ZGV einen Infostand am 28. April – im Rahmen der 1. Braunschweiger Landpartie – unmittelbar am Schacht ASSE II. Aufgrund des windigen und regnerischen Wetters kamen weniger Besucher*innen als erwartet. Auf jeden Fall wurde mit dieser Aktion das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der ZGV gestärkt und der Grundstein für zukünftige ähnliche Aktivitäten gelegt.

weiterlesen bei der Asse-2-Begleitgruppe…

4. Fachtagung: Morsleben/ERAM – „Sichere Stilllegung schnellstmöglich“

Fachtagung, Samstag, 18. Mai von 10.00 – 17.00 Uhr im Matthäus-Gemeindehaus, Freiherr-vom-Stein-Straße 45, 39108 Magdeburg. Der Stilllegungsplan für das Atommülllager Morsleben ERAM wurde 2010 veröffentlicht. In der Erörterung Ende 2011 wurden die vorgetragenen Einwendungen vielfach bestätigt. Zudem hat die Entsorgungskommission des Bundes im Jahr 2013 erhebliche Defizite fest­gestellt und ihrerseits Auflagen erlassen. Ein offen­kundiger „Flaschenhals“ ist das geplante Verschlussbauwerk im gipsartigen Anhydrit.

Können die Menschen in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen damit zufrieden sein, wenn sie weiter im Unklaren bleiben über die Zukunft des eigentlich ungeeigneten Atommüll­lagers Morsleben? Wie wird die Öffentlichkeit beteiligt?

weiterlesen beim BUND…

5. Termine

  • 26.03. – 11.08.19 Büchel ist überall: 20 Wochen gegen 20 Atombomben www.atomwaffenfrei.de
  • 27.03. – 28.07.19 Ausstellung: Trecker nach Hannover – Gorleben und die Bewegung zum Atomausstieg, Ort: Hannover, Historisches Museum, Pferdestr. 6, Hannover  mehr Info
  • 10.04. – 10.07.19 Öffentliche Ringvorlesung FU Berlin: „Der Atomkonflikt in Deutschland – bis in alle Ewigkeit?“, ganzes Programm als pdf
  • 30.05. – 10.06.19 Kulturelle Landpartie und Mützingenta im Wendland
  • Mo., 13.05.19, 17.00 Uhr, Treffen der Zentralen Schnittstelle im ASSE-II-Begleitprozess (nicht öffentlich), Landkreisbüro, Wolfenbüttel
  • Di., 14.05.19, 19.00 Uhr, Lesung „Der Kastor kommt…“ Wolfgang Ehmke, Kulturzentrum Pavillon · Lister Meile 4 · 30161 Hannover
  • Mi., 15.05.19, 19.00 Uhr, Umweltstammtisch Braunschweig VA: Greenpeace Braunschweig, Ort: BellyButtonFood, Naturraum, Kleine Burg 15, 38100 Braunschweig, facebook,  Interessierte sind herzlich eingeladen!
  • Do., 16.05.19, 16.30 Uhr, Geschäftsführender Vorstand, KONRAD- Haus
  • Fr., 17.05.19, 12.00-14.00 Uhr, Sitzung von ZGV (zivilgesellschaftliche Vertretung), KV (Kommunale Vertretung) und AGO (Arbeitsgruppe Option Rückholung), Ort: TWW, Am Exer, Wolfenbüttel, (nicht öffentlich), (siehe ASSE II-Begleitgruppe)
  • Fr., 17.05.19, 14.00-17.00 Uhr, Sitzung ASSE-2-Begleitgruppe (A2B), TWW, Am Exer, Wolfenbüttel, (öffentlich) (siehe ASSE II-Begleitgruppe)
  • Sa., 18.05.19, 10.00-17.00 Uhr, Fachtagung: Morsleben/ERAM – „Sichere Stilllegung schnellstmöglich“ Ort: Matthäus-Gemeindehaus, Freiherr-vom-Stein-Straße 45, 39108 Magdeburg, VA BUND Sachsen-Anhalt und BI Morsleben
  • Do., 23.05.19, 19.00 Uhr, Info-Veranstaltung zum Standortauswahlgesetz mit Micheal Müller, Ex-Vorsitz der Endlagerkommission, Dünsche, Gasthaus Sültemeier, BI Lüchow-Dannenberg
  • So., 26.05.19, 11.00-15.00 Uhr, Mit Rad und Tat gegen Atomkraft – „Mit dem Rad auf den Spuren einer verfehlten Atommüllpolitik“, Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS)-Radtour, genaue Angaben folgen auf der Internetseite der Biss
  • So., 26.05.19, 13.00 Uhr, Gorleben: 500. Sonntagsspaziergang rund um das Endlagergelände, Treffen: Atomanlagen Gorleben, Schutzhütte, Salinasgelände
  • Mo., 27.05.19, 17.00 Uhr, Fachgruppe Konrad, KONRAD- Haus
  • Sa., 01.06.19, Friedensgruppen rufen zum Aktionstag gegen Atomwaffen auf. Nach Kündigung des INF-Vertrages wird es am 1. Juni 2019 einen bundesweiten Aktionstag gegen ein neues atomares Wettrüsten und für eine atomwaffenfreie Welt geben. Mehr Info
  • Di., 04.06.19, 19.00 Uhr, ASSE-2-Koordinationskreis (A2K), Ort: Wolfenbüttel, Jahnstr. 1 (St. Thomas Gemeinde)
  • Mi., 05.06.19, 15.00 Uhr, Treffen Umweltschutzforum Salzgitter e.V., KONRAD- Haus
  • Do., 06.06.19, 13.00 Uhr, Konrad-Seminar der IG-Metall besucht die AG im KONRAD- Haus
  • Do., 06.06.19, 16.00-17.30 Uhr, Niedersächsischer Umweltminister Olaf Lies trifft sich mit der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Landesumweltminister Olaf Lies folgt einer Einladung der BISS, sich über den Standort der Atomfirma Eckert & Ziegler in Braunschweig vor Ort zu informieren, voraussichtlich im Dorfgemeinschaftshaus Thune, genaue Angaben folgen auf der Internetseite der Biss
  • Fr., 07.06.19, 11.00 Uhr, KONRAD- Mahnwache am Stadt- Monument, in den Blumentriften,  Salzgitter- Lebenstedt
  • tFr., 07.06.19, 14.00 Uhr, Kulturelle Widerstandspartie – Beluga-Dreieck zw. den Atomanlagen Gorleben, VA: BI Lüchow Dannenberg
  • Fr., 07.06.19, 15.00 Uhr, Mobile Atomaufsicht, VA: Konrad-Seminar, Ort: Schacht 1, Salzgitter Bleckenstedt, mehr Infos folgen
  • Sa., 15.06.19, 09.00-14.00 Uhr, Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM), Fußgängerzone Wolfenbüttel
  • So., 16.06.19, 17.00 Uhr, 10 Jahre ASSE-Konzerte: „Celler Jazzchor“, Pop, Rock und gefühlvolle Balladen, Hits von Cole Porter, Phil Collins und anderen. Ort:  Kissenbrück, St. Stephanus-Kirche Hinter der Kirche 38324 Kissenbrück, asse-konzerte.de

mehr Termine

Internationale Tagung in Linz zu brandgefährlichen Plänen der Atomindustrie

Presseaussendung von atomstopp_atomkraftfrei leben!, Anti Atom Komitee, Mütter gegen Atomgefahr am 25.03.2019

atomstopp_atomkraftfrei leben!, Anti Atom Komitee, Mütter gegen Atomgefahr: Nuclear Energy Conference 2019 zur Laufzeitverlängerung alter Atomreaktoren
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LAUFZEIT.VERLÄNGERT.GEFAHR – unter diesem Titel wird heuer in Linz die bereits 6. Nuclear Energy Conference, die NEC 2019, über die Bühne gehen. Am 8. Mai treffen diesmal im oberösterreichischen Landeskulturzentrum Ursulinenhof internationale Expert_innen sowie Vertreter_innen aus Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um die aktuelle, brandgefährliche Tendenz zur Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren, die eigentlich am E nde ihrer designten Lebensdauer angekommen sind, zu erörtern, zu diskutieren – und vor allem, um geeignete Gegenstrategien zu entwickeln.

„Wie in vielen Bereichen herrscht auch im Umgang mit dem Auslaufmodell ‚Kernenergie‘ in Europa eine enorme Ungleichzeitigkeit. Während etwa in Deutschland der Ausstiegsbeschluss planmäßig Umsetzung findet und sich die Energiewirtschaft die klare Leadership in Sachen Energiewende gesichert hat, tritt man in anderen Staaten einfallslos, aber um so konsequenter auf der Stelle. Der Herausforderung an eine zukünftige Energieversorgung wird besonders in Frankreich, Finnland, Tschechien und mehreren anderen Ländern fatalerweise mit dem simplen Trick begegnet, die Abschalttermine für technisch längst überholte Atomreaktoren drastisch hinauszuzögern. Diese scheinbar billige Lösung ist aber in Wahrheit nicht nur finanziell desaströs, sondern stellt auch eine fahrlässige Gefährdung für ganz Europa dar!“, warnen Gabriele Schweiger und Rol and Egger vom Linzer Verein atomstopp, dem Hauptorganisator der NEC 2019. Gemeinsam mit dem Anti Atom Komitee und den Müttern gegen Atomgefahr aus Freistadt sorgen die 3 Organisationen für die erfolgreiche Abwicklung des Meetings, das vom Land Oberösterreich ermöglicht wird.

„Laufzeit verlängert, Gefahrzeit verlängert – ein logischer Schluss. Doch es bleibt nicht dabei, denn die Gefahr wird nicht nur verlängert, sondern auch erhöht. Jede technische Anlage, je komplexer desto sensibler, wird durch Materialabnutzung und Alterung störanfälliger. Gerade bei den ohnehin schon risikobehafteten Atomreaktoren hat dieses Phänomen eine besondere Tragweite. Bei der NEC2019 steht deshalb eine Studie dazu im Zentrum, die umfassend wissenschaftliche Belege dafür liefern wird. Wir freuen uns, dass einige der Studienautor_innen Ergebnisse ihrer Arbeit bei der NEC 2019 vors tellen werden“, so Schweiger und Egger.

In Auftrag gegeben wurde die Studie durch die von Landesrat Rudi Anschober initiierten ‚Allianz der Regionen‘, erstellt wird sie von der International Nuclear Risk Assessment Group INRAG, einer weltweit agierenden Plattform unabhängiger Expert_innen zur Erforschung und Entschärfung des nuklearen Risikos. Aus dieser Gruppe wird Wolfgang Renneberg, Physiker und Jurist, mit seiner Keynote-Rede zum Thema beitragen, Oda Becker und Nikolaus Müllner gehen in ihrem Referat speziell auf die technischen Details ein.

Weitere Vortragende stellen Situationen in einzelnen Atomstaaten dar: Dalibor Strasky für Tschechien, Leo Šešerko für Slowenien, József Kóbor für Ungarn, Ulla Klötzer für Finnland und Bruno Chareyron für Frankreich.

Einen weiteren, nicht unwesentlichen Aspekt der Laufzeitverlängerung von AKW beleuchtet der Schweizer Ökonom Kaspar Müller: Er beschäftigt si ch mit der fragwürdigen wirtschaftlichen Perspektive des künstlichen Hinauszögerns des Ablaufdatums von Reaktoren. Last not least wird Umweltaktivistin Patricia Lorenz von Global2000 und Friends of the Earth Einblick geben in die Reihe der rechtlichen Optionen sowie die Spielräume gesetzlicher Regelungen zum rechtzeitigen Aus für Kernkraftwerke.

„Wir freuen uns, dass wir auch heuer wieder aus einem reichen Pool an Expertisen schöpfen und so ein umfassendes Programm zusammenstellen konnten. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, die Anzahl der Registrierungen jedoch begrenzt. Wir laden deshalb ein, sich möglichst rasch für die NEC 2019 unter office@anti.atom.at anzumelden“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

Hinweis: Mit der Nuclear Energy Conference, die 2014 gestartet wurde und die seither jährlich abwechselnd zwischen Prag und Linz stattfindet, konnte eine mittlerweile international höchst anerkannte Konferenzserie etabliert werden, die dem Diskurs zu wirtschaftlichen, technischen und juristischen Aspekten zum Europaweiten Atomausstieg Plattform bietet.