Schlagwort: Atomtransport

AKW Lingen 2 trotz Proteste wieder am Netz / Über 350 Organisationen fordern sofortige Stilllegung

BBU-Pressemitteilung, 01.06.2020

(Bonn, Lingen, 01.06.2020) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat die erfolgte Wieder-Inbetriebnahme des umstrittenen Atomkraftwerkes (AKW) Lingen 2 des Energiekonzerns RWE im Emsland (Niedersachsen) scharf kritisiert. Das mehr als 30 Jahre alte AKW wurde nach einer mehrwöchigen Revision (technische Überprüfung) am Pfingstsonntag (31. Mai) wieder hochgefahren. Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) wurden bei der Überprüfung drei meldepflichtige technische Mängel gefunden. Damit stieg die Zahl der Pannen und Störfälle in dem AKW nahe der niederländischen Grenze auf über 160 seit der Inbetriebnahme 1988. Am Freitag hatten der Elternverein Restrisiko Emsland und das Bündnis AgiEL (AtomkraftgegnerInnen im Emsland) mit einer Mahnwache in Lingen-Darme gegen die drohende Inbetriebnahme des AKW Lingen 2 demonstriert. „Es ist unglaublich, dass der AKW-Betreiber RWE auch noch ausgerechnet an einem Feiertag das AKW wieder in Betrieb nimmt und damit der besorgten Bevölkerung die Feiertagsruhe raubt“, kritisiert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz

Adressaten der vielfältigen Proteste gegen das AKW Lingen 2 des BBU und der emsländischen Bürgerinitiativen, aber auch von Initiativen und Verbänden aus Nordrhein-Westfalen und aus den Niederlanden sindder zuständige niedersächsische Umweltminister Oaf Lies, Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie die örtliche und regionale Politik. Grundsätzlich wird die sofortige Stilllegung des AKW Lingen 2 gefordert, dessen abgebrannte Kernbrennstäbe als Atommüll in einem Castor-Atommüll-Lager in Lingen gelagert werden – vermutlich dauerhaft.

Die grenzüberschreitenden Proteste richten sich zudem gegen die letzte Brennelementefabrik in der Bundesrepublik, die sich ebenfalls in Lingen befindet. Sie versorgt Atomkraftwerke in zahlreichen Ländern, z. B. auch in Belgien, mit Nuklearbrennstoff. Trotz beschlossenem Atomausstieg erfolgt der Betrieb dieser Anlage ohne befristete Genehmigung.

Der BBU unterstützt seit Jahrzehnten den Widerstand gegen das AKW Lingen 2. Bereits vor 40 Jahren, Im Herbst 1980, war der BBU Mitveranstalter einer Großdemonstration gegen die damaligen Pläne zum Bau des AKW Lingen 2. Auch in der jüngsten Zeit hat der BBU immer wieder zur Teilnahme an Protestaktionen gegen die noch laufenden Atomanlagen in Lingen, und gegen die damit verbundenen Atomtransporte, aufgerufen. Das AKW Lingen 1 wurde nach Störfällen bereits vor Jahrzehnten stillgelegt.

Über 350 Initiativen, Verbände und Parteigliederungen aus der Bundesrepublik, aus Belgien und aus den Niederlanden fordern aktuell mit der „Lingen-Resolution“ die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen und des AKW Lingen 2.

Auch für das zweite in Niedersachsen noch laufende AKW (AKW Grohnde) fordert der BBU die sofortige Stilllegung. Das AKW Grohnde ging nach der diesjährigen Revision am 23. Mai 2020 wieder in Betrieb. „Nurdie Stilllegung der Reaktoren schützt vor Störfällen und der weiteren Atommüllproduktion“, betont BBU-Vorstandsmitglied Buchholz.

Weitere Hintergrundinformationen:

https://www.sueddeutsche.de/politik/atom-kernkraftwerk-emsland-nach-revision-wieder-am-netz-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200531-99-255308

https://www.base.bund.de/DE/themen/kt/stoerfallmeldestelle/ereignisse/akw/akw.html).

https://atomstadt-lingen.de/aktuelles

http://www.grohnde-kampagne.de/sicher/regionalkonferenz/index.html

Uranexport nach Russland startet: Kritik auch an der Landesregierung

06.04.2020

Pressemitteilung der GAL Gronau

anti-atom-sonne

Der Uranmüllexport von Gronau nach Russand, der heute starten soll, wird
von der parteiunabhängigen Grün Alternativen Liste (GAL) Gronau, die
auch im Rat der Stadt Gronau vertreten ist, scharf kritisiert. Konkret
richtet sich die Kritik gegen den Urenco-Konzern, der die Gronauer
Uranfabrik betreibt, aber auch gegen die Atomaufsicht des Landes NRW in
Düsseldorf. Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, in dem
auch die GAL mitwirkt, hatte in den letzten Tagen mehrfach den
zuständigen Wirtschaftsminister Pinkwart aufgefordert, den Transport in
Zeiten der Corona-Krise zu unterbinden. Auch der Polzeibeauftragte des
Landes NRW wurde angeschrieben. Es gab keinerlei Antwort. „Die
Landesregierung darf nicht schweigen, muss Verantwortung übernehmen und
gerade aktuell Gefahren von der Bevölkerung abwenden. Atomtransporte
sind nicht akzeptabel“, so GAL-Stadtratsmitglied Udo Buchholz.

Inzwischen hat heute (Montag, 6.4.) eine Lokomotive die Gronauer
Urananreicherungsanlage erreicht, die die Waggons mit Uranmüll abholt.
Abfahrt wird ca. 11.10 oder 12.10 Uhr sein. Vor der
Urananreicherungsanlage findet seit 8 Uhr eine genehmigte
Protestmahnwache statt, um 11 Uhr wird in Münster eine Mahnwache
beginnen, in Höhe des Güterbahnhofs auf dem Alfred-Krupp-Weg / Ecke
Roddestraße.

Grundsätzlich fordert die GAL ein grundsätzliches Transportverbot für
alle Urantransporte, also auch für LKW-Transporte, und das für die
gesamte Zeit der Corona-Krise – und auch danach.

Angesichts des Mangels an Schutzkleidung für Ärztinnen und Ärzte vor
Coronaviren wirft die GAL die Frage auf, wie es eigentlich um den
Katastrophenschutz bei Urantransporten bestellt ist. Die GAL befürchtet,
dass es im Ernstfall bei einem Unfall mit Uranhexafluoridfreisetzungen
nichtgenug Spezial-Schutzkleidung für Polizei, Feuerwehr und
medizinisches Personal geben wird. Vom Schutz der Bevölkerung ganz zu
schweigen. In diesem Zusammenhang erinnert die GAL an den bisher
schwersten Unfall in der Gronauer Urananreicherungsanlage. 2010 wurde
dabei ein Arbeiter verseucht, dem zunächst in den örtlichen
Krankenhäusern nicht geholfen werden konnte. Die GAL Gronau fragt, wo
bei einem Unfall mit Verseuchungen Hunderte oder Tausende Personen
untergebracht und medizinisch versorgt werden können?

2019 sind monatelang fast immer alle drei Wochen an Montagen Sonderzüge
mit Uranmüll von der Gronauer Urananreicherungsanlage durch das
Münsterland und das Ruhrgebiet zum Hafen in Amsterdam gefahren. Dort
wurde der Uranmüll auf ein Frachtschiff verladen und weiter nach
Russland transportiert. Unter Protest ist am 9. März der erste
Uranmüllzug in diesem Jahr gestartet. Bürgerinitiativen, der
Umweltverband BBU und die Ärzteorganisation IPPNW protestierten
wiederholt und vielfältig mit Hinweis auf die Corona-Krise und die
Belastungen der Polizei und der Krankenhäuser sowie der Hilfsdienste.
Sie hatten Erfolg und zunächst verkündete das Bundesinnenministerium und
dann der Urenco-Konzern, der die Gronauer Uranfabrik betreibt, dass in
der letzten Märzwoche kein Uranzug starten sollte. Für die folgenden
Wochen wurde aber der Start eines Sonderzuges mit Uranmüll nicht
ausgeschlossen.

Die GAL Gronau betont, dass nicht nur die unsichtbare Gefahr einer
Corona-Erkrankung zum Verbot von Atommülltransporten führen muss. Auch die

unsichtbare Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung (inclusive Polizei und
medizinisches Personal) durch Radioaktivität vor Ort in und um Gronau
sowie an den Transportstrecken in NRW und in den Niederlanden, aber auch
in Russland, sollten Grund genug sein, den Transport von Uran und
Atommüll zu verbieten. AlleUrananreicherungsanlagen im
Euregio-Grenzgebiet und anderswo müssen sofort geschlossen werden.

Die Grün Alternative Liste (GAL) Gronau hält in diesen Zeiten Uran- und
sonstige Atomtransporte für besonders unverantwortlich. Polizei und
Krankenhäuser arbeiten wegen der Coronakrise auf Hochtourren und dürfen
nicht mit den Auswirkungen von Atomtransporten zusätzlich belastet werden.

Neben dem Transport mit Zügen erfolgt der Transport des hochgefährlichen
Uranhexafluorids von und nach Gronau mit zahlreichen LKW-Transporten.
Und der Betrieb der Schwesteranlage des Urenco-Konzerns in Almelo (NL)
ist mit noch mehr LKW-Transporten verbunden. Die Urananreicherungsanlage
in Almelo verfügt über keinen Bahnanschluss.

Fazit der GAL: Urantransporte sind zu riskant und die
Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo müssen sofort stillgelegt
werden. Die GAL wird sich in der aktuellen Situation weiterhin
bestmöglich für eine Energieversorgung ohne Atomanlagen und
Atomtransporte engagieren.

Hintergrund und weitere Informationen:

https://bbu-online.de/Presse.htm

http://urantransport.de/aktuelles

https://sofa-ms.de/

https://www.ippnw.de/atomenergie.html

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Januar 2020

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Fachtagung: „Unterschätzte Risiken – gefährliche Flickschusterei“ – Jetzt anmelden!
  2. CASTOR 2020? Aktionstag „Eure Genehmigung für die Tonne!“
  3. Heuert an bei den Braunschweiger Atomnarren!
  4. ASSE 2-Begleitgruppe fordert Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages
  5. Termine

1. Fachtagung: „Unterschätzte Risiken – gefährliche Flickschusterei“ – Jetzt anmelden!

  1. Februar 2020, Fachtagung zu den Problemen schwach- und mittelradioaktiver Abfälle, Hannover

    Immer wieder werden die Gefahren der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle von den Verantwortlichen mit Verweis auf das immense radioaktive Inventar bestrahlter Brennelemente herunter gespielt. Oft fehlt der kritische Blick auf die über 40 Zwischenlager in der ganzen Bundesrepublik. Die Konsequenz: falsch deklarierte und rostende Fässer, vollgestopfte Zwischenlager und völlig veraltete Sicherheitsanforderungen für die dauerhafte Lagerung dieser Abfälle.

    Am 21.02.2020 veranstaltet deshalb das Projekt Atommüllreport von 11.00 – 17.00 Uhr die Fachtagung „Unterschätzte Risiken – gefährliche Flickschusterei“ im Raschplatzpavillion Hannover. Welche Gefahren gehen von diesen Abfällen tatsächlich aus? Wie kann die Sicherheit verbessert werden und welches Risiko soll die Bevölkerung akzeptieren? Die Antworten auf diese und weitere Fragen wird im Rahmen der Fachtagung diskutiert.

    Um Anmeldung bis zum 14.02.2020 wird gebeten.

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2. CASTOR 2020? Aktionstag „Eure Genehmigung für die Tonne!“

Aktionstag am Sonntag, 02.02.2020
„Eure Genehmigung für die Tonne!“ – Protestkundgebung um 13:00 Uhr vor der Genehmigungsbehörde in Salzgitter-Lebenstedt, Willy-Brandt-Straße 5

Am 23. Dezember hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) die Einlagerungsgenehmigung für sechs CASTOR-Behälter im Zwischenlager am AKW Biblis erteilt. Damit steht einem hochradioaktiven Atommülltransport aus dem britischen Sellafield nach Hessen nur noch die Transportgenehmigung im Weg.

Aus diesem Anlass werden am Sonntag, 02.02.2020 an vielen Atomstandorten der Bundesrepublik Protestaktionen stattfinden. Die AG Schacht KONRAD ruft aus nahe liegendem Anlass dazu auf, sich zu einer Kundgebung vor der Genehmigungsbehörde zu versammeln.

Dort soll es an der Feuertonne bei heißen Getränken auch weitere Informationen und Redebeiträge geben.

Homepage des Protestbündnisses…

3. Heuert an bei den Braunschweiger Atomnarren!

Wir, die Braunschweiger Atomnarren, lassen auch dieses Jahr das ASSE-Geisterschiff auf dem Schoduvel ins Getümmel stechen. Gerade haben wir unseren Kahn dafür gründlich auf Vordermann gebracht.

Wir treffen uns für die Karnevals-Vorbereitungen regelmäßig jeden Samstag von 10.00 – 13.00 Uhr zum kreativen Atomnarren-Frühstück im Umweltzentrum. Wer Lust und Zeit hat, kann vorbeikommen, sich beteiligen, mit organisieren und Ideen entwickeln, bzw. umsetzen und am Karnevalssonntag, 23.02.2020 mitlaufen. Wir freuen uns auf Dich, bei unseren Treffen und/oder direkt beim Karnevals-Umzug am ASSE-Geisterschiff! Melde Dich unter info@braunschweiger-atomnarren.de

Alle Samstage auf einen Blick: 26.01. | 01.02. | 08.02. | 15.02. | 22.02.; Ort: Umweltzentrum Braunschweig, Hagenbrücke 1-2, 38100 Braunschweig.

Alles weitere zum Ablauf beim Schoduvel unter www.braunschweiger-atomnarren.de…

4. ASSE 2-Begleitgruppe fordert Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages

Als Konsequenz aus der erneuten Verschiebung der eigentlich für „das 3. Quartal 2019“ angekündigten Rückholungsskizze fordert die Zivilgesellschaftliche Vertretung (ZGV) und die Kommunale Vertretung (KV) in einem gemeinsamen Brief an 15 Bundestagsabgeordnete des Umweltausschusses und den hiesigen Wahlkreisen eine Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages.

Der Ausschuss müsse sich wieder verstärkt mit der Problematik des äußerst schleppenden Rückholungsprozesses auseinandersetzen und nach wirksamen Beschleunigungsmöglichkeiten suchen, so Claus Schröder, einer der Sprecher der ZGV.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte – passend dazu – im Sommer letzten Jahres dem Bundesumweltministerium fehlende Projektsteuerung bei der Rückholung vorgeworfen und ab sofort jährliche Berichte angefordert.

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5. Termine

Weitere Infos oder links zu den genannten Terminen sowie weitere Termine, finden sich hier: termine.ag-schacht-konrad.de

  • Castor-Transporte 2020 – Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken in Sellafield in England und aus La Hague in Frankreich nach Deutschland rollen. Gemäß der bereits 2015 von der Bundesregierung mit den Energiekonzernen ausgehandelten Vereinbarung nicht mehr nach Gorleben, sondern an vier Atomstandorte. In die sogenannten „Standort-Zwischenlager“ nach Biblis, Philippsburg, Isar und Brokdorf. Infos zum Aktionstag am 2. Februar siehe oben.
  • 01.10.2019 – 24.04.2020 Theateraufführung „Die Kinder“, Staatstheater Braunschweig
  • 24.07. – 04.08.2020 The Radioactive Olympics – Die radioaktiven Olympischen Spiele
  • Freitag 24. Januar 2020, 18:00 Uhr Treffen Wolfenbütteler Atomausstiegsgruppe WAAG, öffentliches Treffen, Ort: Stadtteiltreff „Die Ulme“, Ulmenweg 2a in Wolfenbüttel
  • Samstag 25. Januar 2020, 10:00 Uhr Treffen Braunschweiger Atomnarren, Vorbereitung Schoduvel 2020 jeweils Samstag 10-13 Uhr, Ort: Umweltzentrum Braunschweig, Hagenbrücke 1-2, 38100 Braunschweig. Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Montag 27. Januar 2020, 15:00 – 16:00 Uhr Fässer-Aktion der Braunschweiger VW-Azubis im Rahmen der BISS-Mahnwache. Während der Ausstellung und der Vorträge von AG Schacht Konrad und BISS im November 2019 in der Ausbildung bei VW in Braunschweig haben viele TeilnehmerInnen zwei „Atommüll-Fässer“ in der Ausstellung unterschrieben. Diese Protest-Fässer sollen auf den Plakatanhänger der BISS gestellt werden. Den Austausch werden die Azubis von VW während der BISS-Mahnwache durchführen. Ort: Gieselweg 1-3, 38110 Braunschweig- Thune
  • Montag 27. Januar 2020, 16:30 Uhr Geschäftsführender Vorstand, KONRAD- Haus, Bleckenstedter Straße 14a,  38239 Salzgitter
  • Dienstag 28. Januar 2020, 19:15 Uhr Vortrag: Nukleare Entsorgung – langfristige Tiefenlagerung, Ort: Karlsruhe KIT Süd, kleiner Hörsaal ETI, (11.10)Veranstalterin: kine – Karlsruher Initiative zur nachhaltigen Energiewirtschaft, kine e.V., c/o AStA KIT, Adenauerring 7, 76131 Karlsruhe
  • Samstag 01. Februar 2020, 10:00 Uhr Treffen Braunschweiger Atomnarren, Vorbereitung Schoduvel 2020 jeweils Samstag 10-13 Uhr, Ort: Umweltzentrum Braunschweig, Hagenbrücke 1-2, 38100 Braunschweig. Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Sonntag 02. Februar 2020, 13:00 Uhr „Eure Genehmigung für die Tonne!“, Protestkundgebung gegen die geplanten CASTOR-Transporte 2020 mit Feuertonne und Redebeiträgen vor der Genehmigungsbehörde BASE – Bundesamt für die Entsorgung der nuklearen Abfälle, Willy-Brandt-Str. 5, Salzgitter-Lebenstedt
  • Montag 03. Februar 2020, 18:00 Uhr Anti-Atom Mahnwache Göttingen für die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen weltweit, mit Redebeiträgen, aktuellen Infos und Aktionen, Ort: Göttingen, Gänseliesel, VA: Anti-Atom-Initiative Göttingen
  • Mittwoch 05. Februar 2020, 18:00 Uhr Fachgruppe ASSE, DGH Burschenhof, Kantorweg 1, Sickte, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Freitag 07. Februar 2020, 11:00 Uhr KONRAD-Mahnwache, am Stadt- Monument, in den Blumentriften,  Salzgitter- Lebenstedt
  • Samstag 08. Februar 2020, 11:00 Uhr Klausurtagung der AG im Gemeindehaus Salzgitter- Bleckenstedt
  • Montag 10. Februar 2020, 18:00 Uhr 2020 weiter Druck machen: Uranmüll-Demo, Castor & Klimaschutz, Aktionsbündnis SOFA ruft zur Demo in Münster auf, Am Montag, 10. Februar, wollen wir in Münster abends um 18 Uhr nach einem Auftakt am Hauptbahnhof/ Berliner Platz eine Uranmüll-Demo durchs Bahnhofsviertel machen. Wir werden auch 2020 nicht lockerlassen, damit unverantwortliche Uranmüllexporte nach Russland (wieder) der Vergangenheit angehören und die Uranfabriken in Gronau und Lingen endlich stillgelegt werden.
  • Mittwoch 12. Februar 2020, 17:00 Uhr Info- und Vorbereitungstreffen „Camp Konrad“, Gewerkschaftshaus Salzgitter-Lebenstedt, Sitzungszimmer 1. Etage. Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mittwoch 12. Februar 2020, 19:00 Uhr Umweltstammtisch Braunschweig, Ort: wird noch bekanntgegeben VA: Greenpeace Braunschweig
  • Sonntag 16. Februar 2020, 11:00 – 16:00 Uhr BUND-Workshop zur Atommüll-Lager-Suche, Ort: Landesgeschäftsstelle des BUND Sachsen-Anhalt, Olvenstedter Str. 10, 39108 Magdeburg, Anmeldung an jan.warode@bund.net
  • Dienstag 18. Februar 2020, 17:00 Uhr Fachgruppe Konrad, KONRAD-Haus, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mittwoch 19. Februar 2020, 17:15 Uhr Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD-Haus, Salzgitter- Bleckenstedt, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Freitag 21. Februar 2020, 11:00 – 17:00 Uhr Fachtagung: „Unterschätzte Risiken – gefährliche Flickschusterei“ zum Thema schwach- und mittelradioaktive Abfälle, die Fachtagung richtet den Blick auf die spezifischen Gefahren der Abfälle während der Verarbeitungskette vom Rückbau bis zur Zwischenlagerung, Raschplatzpavillon, Hannover Lister Meile 4 30161 Hannover, VA: Atommüllreport
  • Samstag 22. Februar 2020, 11:00 Uhr 30 Jahre Vallstedter gegen Schacht KONRAD – Vallstedter Frühstück, Gemeindesaal St.-Martins-Gemeinde Vallstedt
  • Samstag 22. Februar 2020, 13:00 Uhr Braunschweiger Atomnarren beladen und schmücken das ASSE-Geisterschiff für die Fahrt beim Schoduvel. Interessierte herzlich willkommen! Bitte vorher anmelden!
  • Samstag 22. Februar 2020, 15:30 Uhr Standortbenennung Gorleben vor 43 Jahren – Tondokumente, Stand der Dinge, anschließend Mapping der FU Braunschweig „emanzipatorische Räume im Wendland“, Platenlaase, Café Grenzbereiche
  • Sonntag 23. Februar 2020, 11:00 Uhr Braunschweiger Atomnarren mit dem ASSE-Geisterschiff beim Schoduvel, wir treffen uns vorab ab 11.00 Uhr zum gemeinsamen Schminken und Verkleiden im Grünen Laden, Madamenweg 171, 38118 Braunschweig und gehen dann gemeinsam zum ASSE-Schiff, das auf der Theodor-Heuss-Str. wartet.
  • Samstag 29. Februar 2020, 11:00 – 17:00 Uhr 16. Atommüllkonferenz, Ort: Volkshochschule Göttingen, Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen

Weitere Infos oder links zu den genannten Terminen sowie weitere Termine, finden sich hier: termine.ag-schacht-konrad.de

Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

www.ag-schacht-konrad.de

16. Atommüllkonferenz am 29.02.2020

Bitte den Termin vormerken

 

16. Atommüllkonferenz

 

Samstag, 29. Februar 2020

11.00 – 17.00 Uhr

Volkshochschule Göttingen
Bahnhofsallee 7, 37081 Göttingen
(250m vom Bahnhof entfernt)

antiakwsonne

 


Wir können den Ort und das Datum der nächsten Atommüllkonferenz schon ankündigen.
Der Ablauf wird mit Vorbehalt so aussehen:

11.00 Uhr   Begrüßung und politische Einführung
11.15 Uhr   Fachdiskussion 1: Aktuelle Situation in Japan – Olympia 2020
12.00 Uhr   Fachdiskussion 2: Keine neue Atomreaktoren, auch nicht mit Thorium!
12.30 Uhr   Mittagspause
13.30 Uhr   Arbeitsgruppen

AG 1: Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen
AG 2: Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll
AG 3: Freimessen / Strahlenschutz
AG 4: Neue CASTOR-Transporte aus Sellafield & La Hague

16.00 Uhr   Abschlussplenum
17.00 Uhr   Ende

Die vollständige Einladung verschicken wir Anfang Januar.

Viele Grüße,
Henning Garbers
(Konferenzteam)
www.atommuellkonferenz.de

Newsletter AG Schacht KONRAD, November 2019

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Alternative Statuskonferenz: Atommüll in der Nachbarschaft?! Es ist an der Zeit, sich zu informieren und sich einzumischen
  2. Keine radioaktiven Stoffe auf Hausmülldeponien
  3. ZGV erwartet Vorlage der Rückholpläne
  4. Happy birthday, junger Verein!
  5. ROTE KARTE zeigen – klare Positionen – gute Stimmung! Das war die Demo in Lingen
  6. Das Letzte: AfD-Bundesparteitag verhindern!
  7. Termine

1. Alternative Statuskonferenz: Atommüll in der Nachbarschaft?! Es ist an der Zeit, sich zu informieren und sich einzumischen

Am Sa. 9. November kommen Menschen aus der gesamten Republik in Hannover zusammen, um sich gemeinsam mit Fachleuten intensiv mit dem Standortauswahlverfahren auseinanderzusetzen. Die Alternative Statuskonferenz bietet Raum für Information, Austausch, Diskussion und Vernetzung – sei dabei!

Termin: Sa. 9.11., 10.00 – 18.00 Uhr in Hannover im Stadtteilzentrum Ricklingen

Kosten: Die Teilnahme soll nicht am Geld scheitern, aber wir sind zur Durchführung der Konferenz auf Spenden angewiesen. Pro Teilnehmer*in entstehen inklusive Verpflegung in etwa Kosten von 45 Euro. Anmeldung. Alternativ per E-Mail an info@ausgestrahlt.de

Hintergrund: Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit veranstaltet jährlich eine Statuskonferenz zur Standortsuche. Doch diese richtet sich in erster Linie an ein Fachpublikum und findet deshalb unter der Woche statt. Die Alternative Statuskonferenz richtet sich an einen breiteren Kreis, an potenziell Betroffene aus Gebieten mit Salz-, Ton- oder Granitvorkommen und an Interessierte aus der ganzen Bundesrepublik. Themen sind u.a. der aktuelle Stand der Standortsuche und die Probleme dabei, eine Bewertung der Auswahlkriterien, die Situation an den Zwischenlagern und ganz wichtig: Wie können sich Bürger*innen einmischen?

Organisatoren: .ausgestrahlt, BI Lüchow-Dannenberg, Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD

2. Keine radioaktiven Stoffe auf Hausmülldeponien

Insgesamt 91 Gruppen, Initiativen und Verbände rund um die Atommüllkonferenz haben anlässlich der bevorstehenden Umweltministerkonferenz jetzt einen offenen Brief geschrieben, mit dem sie die Befassung der Konferenz mit der Freigabe von radioaktivem Müll auf „normalen“ Hausmülldeponien einfordern.

Zum Hintergrund: mit der Novellierung der Strahlenschutzverordnung wurde die Freigabe radioaktiver Abfälle unterhalb bestimmter Grenzwerte bundeseinheitlich geregelt und signifikant ausgeweitet. Radioaktive Abfälle, die gering kontaminiert sind, werden „freigemessen“ und anschließend „frei gegeben“. Durch die Freigabeentscheidung sind sie keine radioaktiven Stoffe im Sinne des Atomgesetzes mehr. Je nach Klassifizierung können Stoffe uneingeschränkt oder zur Beseitigung freigegeben werden.

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3. ZGV erwartet Vorlage der Rückholpläne

Am 25. Oktober besichtigte die Zivilgesellschaftliche Vertretung die Schachtanlage Asse II, um sich vor Ort einen eigenen Eindruck von den Problemen und Fortschritten zu verschaffen. Nach einem Einführungsvortrag in der Infostelle Asse ging es auch unter Tage. Während der Grubenfahrt wurden die komplexen Herausforderungen der Rückholung der radioaktiven Abfälle erläutert.

Die Befahrung der Asse konnte bei den Mitgliedern der ZGV Informationslücken schließen und Wissensstände verbessern. Die Kritik am Vorgehen des Asse-Betreibers und der zuständigen Ministerien wurde durch die Besichtigung bestätigt.

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4. Happy birthday, junger Verein!

Am Donnerstag, 24. Oktober, konnten wir das einjährige Bestehen des Vereins „Archiv Deutsches Atomerbe e.V. feiern. Was ist im ersten Jahr des Vereins geschehen und was braucht es jetzt? Nach der erfolgten Eintragung ins Vereinsregister wurden eine Homepage und ein Präsentationsflyer entworfen und realisiert. Schnell erreichten den Verein die ersten Angebote, Material zur Verfügung zu stellen.

Alle finden es eine prima Idee ihre gesammelten Werke nicht vergeblich aufbewahrt zu haben. Also musste mit Hochdruck nach Räumlichkeiten gesucht werden, wo diese (noch unausgepackten) Kartons trocken und geschützt gelagert werden könnten. Glücklicherweise konnte ein Vereinsmitglied vorübergehend kostenlos einen Raum dafür zur Verfügung stellen.

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5. ROTE KARTE zeigen – klare Positionen – gute Stimmung! Das war die Demo in Lingen

Rote Karte für Atom und Kohle zeigen – das war das Motto der Demo am Samstag, 26. Oktober, in Lingen. Dafür gingen 350 Aktive bei tollem Wetter und guter Stimmung mit ihrem Protest für Energiewende für Klimaschutz und Atomausstieg jetzt! auf die Straße mit ihrem Protest in der Innenstadt in Lingen. Gut organisiert durch die Anti-Atom-Initiativen vor Ort und einem breiten Unterstützerkreis verschiedener Organisationen und Initiativen.

Die Vielzahl der Redner verschiedener Organisationen und die Bandbreite der angesprochenen Themen – Angst vor dem nächsten Störfall – Strahlenbelastung durch Brennelementewechsel, Risiken und Belastungen beim Rückbau eines Atomkraftwerks –Belieferung maroder Reaktoren in Belgien mit Brennelementen aus Lingen, machte die gute Zusammenarbeit und Vernetzung deutlich.

Auch die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD war mit einem Redebeitrag vertreten.

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6. Das Letzte: AfD-Bundesparteitag verhindern!

Die AG Schacht KONRAD unterstützt den Aufruf des Bündnis gegen Rechts, am 30.11. anlässlich des in der Volkswagen-Halle Braunschweig geplanten Bundesparteitag der AfD („Alternative für Deutschland“) auf die Straße zu gehen. Die Arbeitsgemeinschaft engagiert sich grundsätzlich partei-ungebunden, sieht es aber auch auf Grund des von der AfD propagierten Weiterbetriebs und Neubaus von Atomanlagen und der klaren Haltung der AfD gegen die Rückholung des Atommülls aus der Asse als inhaltlich begründet an, gegen die AfD zu protestieren. Wir würden uns freuen, viele Mitglieder, Unterstützer*innen und Freund*innen der Arbeitsgemeinschaft am 30.11. auf den Kundgebungsplätzen zu treffen.

buendnisgegenrechts.net

7. Termine

mehr Termine sowie weitere Infos und links


Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.  

www.ag-schacht-konrad.de

Neue russisch-deutsche Anti-Atom-Proteste: Russischer Generalstaatsanwalt eingeschaltet

Gemeinsame Presseerklärung von

antiakwsonne

Ecodefense, Russland
Greenpeace Russland
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs / Ärzte in sozialer Verantwortung

Moskau/Gronau/Münster/Berlin, 5. November 2019

 

Uranmüllexport der Urenco Gronau-Russland:

 

Neue russisch-deutsche Anti-Atom-Proteste:

– Russischer Generalstaatsanwalt eingeschaltet

– Online-Petition an RWE, EON und Kanzlerin Merkel

– 17. November, 13 Uhr: Kundgebung an UAA Gronau

 

Russische und deutsche Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände weiten ihre Proteste gegen den Uranmüllexport des Urananreicherungskonzerns Urenco von Gronau nach Russland aus:

Greenpeace Russland schaltete jetzt den russischen Generalstaatsanwalt ein wegen des Verdachts des illegalen Atommüllimports in die Russische Föderation. Zugleich startete Greenpeace Russland am Wochenende eine Online-Petition an die Urenco-Miteigentümer RWE und EON sowie an den staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bis zum gestrigen Abend unterzeichneten bereits mehr 20 000 BürgerInnen die Petition. Für jede Unterschrift erhalten RWE und EON in ihren Firmenzentralen in Essen jeweils eine Protestmail.

 

Zudem kündigen die regionalen Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland für Sonntag, den 17. November, um 13 Uhr an der Urananreicherungsanlage Gronau eine Kundgebung an. Gastredner wird dabei Vladimir Slivyak sein, Ko-Vorsitzender der russischen Umweltorganisation Ecodefense. Für den folgenden Montag, 18. November, erwarten die Initiativen den nächsten Uranmülltransport von Gronau nach Russland, zunächst per Bahn und LKW zum Hafen nach Amsterdam. Von dort gelangt das Uran per Schiff nach St.

Petersburg.

 

„Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie mit Billigung der deutschen und russischen Regierung wieder abgereichertes Uran aus Gronau nach Russland gebracht werden soll. Wir fordern RWE und EON dringend auf, mit ihren Urenco-Anteilen für ein Ende dieser Exporte zu sorgen. Bundeskanzlerin Merkel muss als Regierungschefin ebenfalls für ein Veto gegenüber den beiden anderen Urenco-Regierungen in Den Haag und London eintreten,“

erklärte Rashid Alimov, Energieexperte von Greenpeace Russland.

 

„Uns ist es schon 2009 durch internationale Proteste gelungen, die damaligen Uranmülltransporte von Gronau nach Russland zu stoppen. Das wird uns auch dieses Mal wieder gelingen, weil es keinerlei Rechtfertigung für den unmoralischen und zynischen Atomdeal gibt. Das werden wir in den kommenden Wochen in Zusammenarbeit mit den deutschen Partnerinitiaven sehr deutlich machen. Ich freue mich über die Einladung nach Gronau,“ ergänzte Vladimir Slivyak, Ko-Vorsitzender von Ecodefense.

 

„Wir sind bestürzt, dass die Bundesregierung diesen Uranexport im Bundestag auch noch gutheißt. Offensichtlich wird in Berlin alles getan, um die Urananreicherungsanlage in Gronau so lange wie möglich am Laufen zu halten – entgegen der gesellschaftlichen Entscheidung für einen Atomausstieg. Wer seinen Atommüll nicht im eigenen Lande entsorgen kann oder will, muss seine Atomanlage zwingend stilllegen – Russland ist nicht die Lösung für das massive Atommüllproblem,“ so Christina Burchert vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

 

 

Kontakt:

Vladimir Slivyak, Ecodefense Russland, Tel. +7-9032997584 Rashid Alimov, Greenpeace Russland, Tel. +7-9219956118 Christina Burchert, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel.

0171-28041110

Udo Buchholz, AKU Gronau/BBU, Tel. 02562-23125 Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel.

0176-64699023

Kerstin Rudek, BI Umweltschutz Luechow-Dannenberg, Tel. 01590-2154831

 

Weitere Infos:

www.bbu-online.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de, www.ippnw.de, https://www.facebook.com/AKU.Schuettorf

Russische und deutsche Atomkraftgegner protestieren gemeinsam: „Uranmüllexport von Gronau nach Russland sofort stoppen“

Gemeinsame Presseerklärung von:

 

Ecodefense, Russland

Greenpeace Russland

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs / Ärzte in

sozialer Verantwortung

 

Moskau/Gronau/Münster/Berlin, 25. Oktober 2019

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Russische und deutsche Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände lehnen gemeinsam die Fortführung der jetzt bekannt gewordenen Uranmüllexporte von der Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau zur russischen Atomanlage Novouralsk am Ural ab. Sie kündigten heute in Moskau, im Münsterland, in Berlin und im Wendland gemeinsam neue Proteste an. Schon für den kommenden Montag, 28. Oktober, erwarten sie am Vormittag einen neuen Uranzug mit 600 t abgereichertem Uranhexafluorid (UF6), der sich von Gronau aus über Burgsteinfurt, Münster und Hamm auf die Fahrt zum Hafen in Amsterdam macht und dort nach St. Petersburg verschifft werden soll. Zahlreiche Transportwaggons wurden bereits auf dem Gelände der UAA Gronau gesichtet. Die UAA Gronau wird vom Urenco-Konzern betrieben, der zu einem Drittel RWE und EON gehört.

 

Vladimir Slivyak, der Ko-Vorsitzende der renommierten russischen Umweltorganisation Ecodefense, erklärte dazu:

„Der Transport von radioaktivem Müll nach Russland ist unmoralisch und zynisch. Urenco spart sich Milliarden Euro durch den Export des Atommülls, während Rosatom Geld verdient, indem sie Russland in eine internationale Atommüllkippe verwandeln. Der Export von Uranmüll muss ein für allemal gestoppt werden.“

 

Rashid Alimov, Energieexperte von Greenpeace Russland, ergänzte:

„Während wir noch darum kämpfen, dass Urenco für die 27 300 t abgereichertes Uran Verantwortung übernimmt, die von 1995 bis 2009 von Gronau nach Russland geschafft wurden, haben bereits wieder neue Exporte von Deutschland begonnen. Wir verlangen einen sofortigen Stop, die Veröffentlichung aller relevanter Verträge sowie die Bestrafung all derjeniger, die für das Zustandekommen dieser illegalen Verträge verantwortlich sind.“

„Schon auf der morgigen überregionalen Anti-Atom-Demonstration in Lingen wird die Ko-Vorsitzende von Ecodefense, Alexandra Koroleva, ein Grußwort beisteuern. Frau Koroleva hat im Juni aufgrund der schwierigen politischen Situation in Russland politisches Asyl in Deutschland beantragt. Wir stehen solidarisch an der Seite von Ecodefense und der Umweltbewegung in Russland und werden gemeinsam für einen sofortigen Stopp des unverantwortlichen Uranmüllexports kämpfen,“ erklärte Kerstin Rudek von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Kontakt:

Vladimir Slivyak, Ecodefense Russland, Tel. +7-9032997584

Rashid Alimov, Greenpeace Russland, Tel. +7-9219956118

Kerstin Rudek, BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Tel. 01590-2154831

Udo Buchholz, AKU Gronau/BBU, Tel. 02562-23125

Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0176-64699023

 

Weitere Infos:
www.bbu-online.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Oktober 2019

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Großeinsatz der Polizei zum Pressetermin am AKW Lingen + DEMO 26. Oktober!
  2. Alternative Statuskonferenz 09. November 2019 – Wie funktioniert die Standortsuche?
  3. Havariertes Atommülllager ASSE II – Rückholung so sicher und so schnell wie möglich – Statusgespräche sinnvoll!
  4. Uranatlas: verdrängte Gefahren der Atomenergie
  5. „Mein?“ Endlager?
  6. Termine

1. Großeinsatz der Polizei zum Pressetermin am AKW Lingen + DEMO 26. Oktober!

Im September war die südafrikanische Umweltaktivistin Makoma Lekalakala zu Gast in der Atomregion Lingen/Gronau. Die Trägerin des international renommierten „Goldman Environmental Prize“ war zuvor in Berlin, um der Öffentlichkeit den neuen Uran-Atlas vorzustellen und kam auf Einladung mehrerer Umweltinitiativen in die Region, um sich ein Bild von den hiesigen Atomanlagen zu machen, um an einer Mahnwache bei einem der weltweit größten Uranhändler (Urenco) teilzunehmen und um am Abend bei einer Info-Veranstaltung zu ihrer Arbeit in Südafrika für den Schutz von Mensch, Umwelt und Natur vor den Auswirkungen der Nutzung von Atomkraft zu referieren.
Der am Nachmittag eigens für die Presse anberaumte Termin am AKW Lingen führte jedoch zu einem handfesten Eklat: RWE fühlte sich von den vor dem Werkstor stehenden fünf (!) Menschen offenbar so sehr gestört, dass sie die Polizei um Hilfe anrief. Obgleich der öffentliche Raum vor dem AKW in keinster Weise gefährdet wurde, rückte die Polizei wenige Minuten später mit insgesamt 5 Wagen inklusive einer Hundestaffel an, um die erstaunten UmweltschützerInnen unter Androhung weiterer Maßnahmen einer ausführlichen Personenkontrolle zu unterziehen.

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Demo in Lingen: 26. Oktober 2019, 12 Uhr Bahnhof Lingen

AKW und Brennelementefabrik Lingen stilllegen!
Brennelement- und Uranexporte stoppen!
Raus aus Atom und Kohle – Erneuerbare jetzt!

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2. Alternative Statuskonferenz 09. November 2019 – Wie funktioniert die Standortsuche?

Wie funktioniert die Standortsuche? Wie ist der aktuelle Stand? Wie objektiv sind die Auswahlkriterien?

Es ist an der Zeit, sich zu informieren und sich einzumischen.

Seit 2018 läuft die neue Suche nach einem Standort für ein tiefengeologisches Lager für hochradioaktiven Atommüll. Für Herbst 2020 sind von den Behörden erste Zwischenergebnisse angekündigt. Dann werden die Gebiete benannt, die für die weitere Suche ausgewählt wurden. Wenn dann viele der Betroffenen zum ersten Mal davon erfahren, dass sie in einem solchen Gebiet leben, haben die Behörden schon drei Jahre daran gearbeitet.

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3. Havariertes Atommülllager ASSE II – Rückholung so sicher und so schnell wie möglich – Statusgespräche sinnvoll!

Havariertes Atommülllager ASSE II – Rückholung so sicher und so schnell wie möglich – Statusgespräche sinnvoll! Als Reaktion über auftretende Verzögerungen und Probleme bei der Rückholung der atomaren Abfälle im havarierten Atommülllager ASSE II und zur weiteren Stärkung der Öffentlichkeitsbeteiligung unterstützen der für Atomausstieg zuständige Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Hubertus Zdebel und der örtlich zuständige Bundestagsabgeordnete Victor Perli die Forderung der Kommunalvertretung (KV) und der Zivilgesellschaftlichen Vertretung (ZGV) an das Bundesumweltministerium (BMU), künftig vierteljährliche Statusgespräche zwischen den Beteiligten durchzuführen.

weiterlesen bei Hubertus Zdebel, Die Linke……

4. Uranatlas: verdrängte Gefahren der Atomenergie

Der erste Uranatlas, der gemeinsam vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Nuclear Free Future Foundation (NFFF) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) veröffentlicht wurde, zeigt als umfangreiches Faktenbuch die Gefahren der Atomenergie von der Uranförderung bis zum problematischen Umgang mit dem Atommüll. Eine gleichzeitig veröffentlichte aktuelle repräsentative Umfrage von Kantar Emnid zeigt zudem, dass eine große Mehrheit der Deutschen für einen schnellen Atomausstieg ist, obwohl die Risiken der Atomenergie kein großes öffentliches Thema mehr sind. Warum Uran in der Erde bleiben sollte, erklärt auf 50 Seiten der Uranatlas 2019.

weiterlesen beim BUND…

5. „Mein?“ Endlager?

Stellungnahme der AG Schacht KONRAD zur geplanten „Jugendbeteiligung“ bei der Endlagersuche.

Mit Befremden haben wir die medial jugendgerecht aufgemachte Kampagne #Dein_Endlager!? als gemeinsames Projekt von BfE (Bundesamt für Entsorgungssicherheit), BGE (Bundesgesellschaft für Endlagerung) und NBG (Nationales Begleitgremium) zur Kenntnis genommen. Wir stellen dazu fest: Seit den frühen 70er Jahren des letzten Jahrhunderts haben sich kritische Menschen gegen die Nutzung der Atomenergie engagiert.

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6. Termine

  • Di., 01.10.19, 19.00 Uhr, Öffentliches Treffen der ZGV, (zivilgesellschaftliche Vertretung im Asse-2-Begleitprozess), Hotel Rilano, Wolfenbüttel, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Di., 01.10.19, 19.00 Uhr, Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Fr., 04.10.19, 11.00 Uhr, KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, in den Blumentriften, Salzgitter-Lebenstedt
  • Mo., 07.10.19, 16.00 Uhr, Braunschweig-Thune: Mahnwache der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) vor dem Werkstor Harxbütteler Straße 3, 38110 Braunschweig
  • Mo., 07.10.19, 18.00 Uhr, Wolfenbüttel: ASSE-Mahnwache, Lange Herzogstr. 63, VA: Wolfenbütteler AtomAustiegsGruppe WAAG
  • Mo., 07.10.19, 18.00 Uhr, Göttingen: Mahnwache für die Stilllegung sämtlicher Atomanlagen weltweit, mit Redebeiträgen, aktuellen Infos und Aktionen. Ort: Gänseliesel. VA: Anti-Atom-Initiative Göttingen
  • Di., 08.10.19, 16.00 Uhr, Fachgruppe KONRAD, KONRAD-Haus
  • Do., 10.10.19, 19.30 Uhr, BI-Treff Assewasser Nein Danke, Ort: Gemeindehaus der EV. luth. Kirche Sehnde, Mittelstraße 56, 31319 Sehnde
  • Mi., 16.10.19, 10.00 Uhr, Philippsburg, Beginn des Erörterungstermins zum Abbau des AKW I, Land Baden-Württemberg Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Öffentliche Bekanntmachung Ort: Rathaus (Ratssaal) Stadt Philippsburg, Rote-Tor-Str. 6-10, 76661 Philippsburg
  • Sa., 19.10.19, 11.00-18.00 Uhr, Castor-Ratschlag: Arbeitstreffen Planungen und Vorbereitungen, Ort: ASV-Mannheim (Arbeitersportverein), Beilstr. 12 in Mannheim, Anmeldung: info@ausgestrahlt.de
  • So., 20.10.19, 17.00 Uhr, 10 Jahre ASSE-Konzerte ABSCHLUSSKONZERT 2019 – „… aufzusuchen Glück und Abenteuer …“, Don Quixote und Pierrot Lunaire – zwei reisende Narren, Werke von Ibert, Kowalski und Ravel, Claus Temos (Karsruhe), Bassbariton, Heike Bleckmann (Karslruhe), Klavier, Ort:  Historischer Ratssaal Wolfenbüttel, Stadtmarkt 6. Eintritt frei. Spende für regionale Anti-Atom-Initiativen: AufpASSEn! e.V., BISS e.V. und AG Schacht Konrad
  • Di., 22.10.19, 18.00 Uhr, Fachgruppe ASSE, DGH Burschenhof, Kantorweg 1, Sickte, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Di., 22.10.19, 19.30 Uhr, Mitgliederversammlung Vallstedter gegen Schacht Konrad, Gemeindesaal St. Martins Gemeinde Vallstedt
  • Mi., 23.10.19, 16.00 Uhr, Geschäftsführender Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht Konard, ausnahmesweise in Braunschweig(!)
  • Mi., 23.10.19, 18.00 Uhr, Jahreshauptversammlung und offenes Treffen Verein „Archiv Deutsches Atomerbe“, Braunschweig, mehr Infos folgen, Interessierte sind herzlich willkommen! www.archiv-atomerbe.de
  • Fr., 25.10.19, 14.00-19.00 Uhr, Gemeinsames Gespräch aller ICAN-Partner in Deutschland. Zusammenarbeit verstärken für Atomwaffenverbot, Ort: Neues Rathaus, Trammplatz 2, 30159 Hannover
  • Sa., 26.10.19, 12.00-18.00 Uhr, Lingen-Demo – RWE und EdF die rote Karte zeigen. Begrüßung am Bahnhof Lingen, anschließend Demonstrationszug durch die Stadt, danach Kundgebung und Livemusik (Gerd Schinkel, „Riot at the Moonshine Bar“) auf dem Marktplatz. Veranstalter: Bündnis AgiEL- AtomkraftgegnerInnen im Emsland, Elternverein Restrisiko Emsland, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen alle Infos: https://atomstadt-lingen.de/demo/
  • So., 27.10.19, 11.00-16.00 Uhr, BUND-Workshop zur Atommüll-Lager-Suche, Ort: Ulmer Stuben, Adolph-Kolping-Platz 11, 89073 Ulm. Anmeldung bis zum 6.10.2019 jan.warode@bund.net
  • Mo., 28.10.19, 18.00 Uhr, Öffentliches Treffen der ZGV, (zivilgesellschaftliche Vertretung im Asse-2-Begleitprozess), Wolfenbüttel, Hotel Rilano, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • So., 03.11.19, 16.30 Uhr, Kastor oder Kartoffel? Wolfgang Ehmke liest am berühmten Kartoffelsonntag aus dem Roman „Der Kastor kommt!“. Ort: Dannenberg „Sprechzimmer“
  • Mi., 06.11.19, 17.15 Uhr, Koordinationsausschuss der Arbeitsgemeinschaft, KONRAD-Haus, Salzgitter-Bleckenstedt
  • Fr., 08.11.19, 11.00 Uhr, KONRAD-Mahnwache am Stadt-Monument, in den Blumentriften, Salzgitter-Lebenstedt
  • Sa. 09.11.19, 11-18 Uhr, Alternative Statuskonferenz zur Standortsuche für ein Atommüll-Lager, Es ist an der Zeit, sich zu informieren und sich einzumischen, Veranstalter: .ausgestrahlt, AG Schacht Konrad, BI Lüchow-Dannenberg, Ort: Stadtteilzentrum Ricklingen, Ricklinger Stadtweg 1, Hannover, Flyer
  • 11. – 29.11.19 Wander-Ausstellung der AG zu den Atommüllprojekten in der Region in der Volkswagen Akademie Braunschweig
  • Sa., 16.11.19, 10.00-16.00 Uhr, Tagung: Kernkraftwerke in der DDR – Geschichte und Widerstand. VA: Die GRÜNE LIGA in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin, dem Netzwerk Nukleares Gedächtnis (NeNuG) und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte. Ort: Robert Havemann Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

mehr Termine sowie weitere Infos und links

Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.  

www.ag-schacht-konrad.de

KONRAD-Haus: Bleckenstedter Straße 14a – 38239 Salzgitter – Tel.: 05341 – 90 01 94 – Fax: 05341 – 90 01 95 – info@ag-schacht-konrad.de

Asse II-Koordinationskreis im Gespräch mit Umweltminister Lies: KEINE FLUTUNG DES ATOMMÜLLS RISKIEREN!

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Die Bohrung Remlingen 11, der fehlende Schacht Asse 5, die mangelnde Beschleunigungswirkung der Lex Asse und die Frage transportfähiger Verpackungsbehälter für zurückgeholten Atommüll standen im Mittelpunkt des Gesprächs im niedersächsischen Umweltministerium in Hannover zwischen Umweltminister Olaf Lies und acht Vertreter*innen des Asse II-Koordinationskreises (A2K).

 

Minister Lies und ein Abteilungsleiter des Umweltministeriums betonten die Wichtigkeit des für den Herbst dieses Jahres vom Betreiber (BGE) erwarteten Rahmenbetriebsplanes. Ein solcher Rahmenbetriebsplan müsste die für die Rückholung notwendigen Einzelmaßnahmen in ihrer zeitlicher Reihenfolge und Abhängigkeit voneinander darstellen. Erst dann lassen sich die verschiedenen vom Betreiber geplanten und nach Bergrecht oder Atomrecht beantragten Maßnahmen einordnen und Fortschritte auf dem Weg zur Rückholung feststellen.

 

Der Asse II-Koordinationskreis vermittelte Olaf Lies die Besorgnis über die Bohrung Remlingen 11, die die BGE als Betreiber von Asse II 500 Meter tief bis in den Salzsattel hineinführen will. Sie wird allein mit der Genehmigung der Stilllegung der Anlage begründet und nicht mit Rückholungsplänen. Die geplante Bohrung liegt im Bereich der sensiblen Südflanke mit den Störungszonen und möglichen Wasserwegsamkeiten zwischen dem vollgelaufenen Bergwerk Asse I und dem Atommüll-Lager Asse II. Dort könnte eine solche Bohrung neue Wege für einlaufendes Wasser öffnen und im schlimmsten Fall zum Absaufen der Anlage führen. Der A2K machte deutlich: Eine Maßnahme, die die Rückholung gefährdet, aber erst zur Schließung der Anlage nötig ist, sollte nicht vor Abschluss der Rückholungsarbeiten durchgeführt werden.

 

Eindringlich wies der A2K bezüglich des Umgangs mit geborgenem Atommüll auf den Widerspruch hin zwischen dem strahlenschutzrechtlichen Gebot, die Freisetzung von Radioaktivität zu minimieren, und der atomrechtlichen Verpflichtung, Atommüll vor der Endlagerung zu charakterisieren, was unweigerlich mit einer Freisetzung von Radioaktivität verbunden ist.

 

Die Wahl der Bergungsbehälter ist mit entscheidend dafür, bei der Standortfindung für die Konditionierungsanlage und ein Zwischenlager flexibel zu sein. Transportfähige Behälter, die auch zum Einsatz außerhalb des Betriebsgeländes zugelassen sind, würden es ermöglichen, den aus der Asse rückzuholenden Atommüll dort zu konditionieren und zwischenzulagern, wo durch einen größeren Abstand zu Wohnbebauung und weitere Abschirmmaßnahmen eine möglichst geringe Belastung von Anwohner*innen zu erwarten ist. Das Niedersächsische Umweltministerium sagte dem A2K freundlicherweise zu, Informationen über verschiedene zugelassene Transportbehälter für Atommüll zur Verfügung zu stellen.

 

Minister Lies und die Vertreter*innen des A2K vereinbarten, miteinander im Gespräch zu bleiben über die Probleme rund um den Salzstock Asse II und den dort lagernden Atommüll.

 

siehe auch:

https://regionalwolfenbuettel.de/asse-ii-koordinationskreis-im-gespraech-mit-umweltminister-lies/

28.09.2019: Einladung zur 15. Atommüllkonferenz

antiakwsonne

Einladung zur 15. Atommüllkonferenz

 

Samstag, 28. September 2019

11.00 – 17.00 Uhr

 

Volkshochschule Göttingen

Bahnhofsallee 7

37081 Göttingen

 

Die inhaltlichen Schwerpunkte der 15. Atommüllkonferenz drehen sich um Stand der Erkenntnis über Niederdosiseffekte beim Menschen und um die Diskussion über CASTOR-Rückführungstransporte in französischen Anti-Atom-Initiativen. In den Arbeitsgruppen geht es um den Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, um strukturelle Ungleichheiten in Begleitprozessen sowie um Strahlenschutz und Freigabeproblematik.

Programmübersicht:

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

11.15 – 12.00 Uhr Fachdiskussion I

 

                Überholte Konzepte im neuen Strahlenschutzgesetz

12.00 – 12.30 Uhr Fachdiskussion II

                Diskussion über CASTOR-Rückführungstransporte in französischen Anti-Atom-Initiativen

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen
Abschaltung – Stilllegung – Rückbau | Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen
Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll | Strukturelle Ungleichheiten und „Professionalisierungszwänge“ in Begleitprozessen
Freimessen / Strahlenschutz | Niedrigdosis-Problematik, Freigabe-Problematik, Muster-UIG-Anfrage

16.00 Uhr Abschlussplenum
Ergebnisse und Ausblick

 

Ausführlichere Angaben stehen im angehängten Einladungsschreiben.

 

Anmeldung

Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

 

Anreise

Mit der Bahn bis Bahnhof Göttingen. Die Volkshochschule befindet sich an der Bahnhofsallee direkt hinter dem Bahnhof.
Mit dem Auto: A7 bis Abfahrt „Göttingen-Dransfeld“, dann auf B3 „Kasseler Landstraße“, kurz vor Erreichen der Innenstadt und einer Eisenbahnbrücke links in die Bahnhofsallee an der Rückseite des Bahnhofes einbiegen.
[ Karte ]

 

Kostenbeitrag

Zur Finanzierung bitten wir alle Teilnehmer*innen um einen Kostenbeitrag von 25,- € (inkl. Tagungsgetränken und -imbiss).

Überweisung an die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.

Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)

IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00 Stichwort: AMK

(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

 

Aktuelle Informationen sowie Dokumente der vergangenen Konferenzen gibt es auf

www.atommuellkonferenz.de

 

Beste Grüße,

Henning Garbers

für das Konferenzteam

 

Anregungen, Anfragen und Weiteres bitte an:

Email: info@atommuellkonferenz.de

Telefon: 05341 / 90 01 94