Schlagwort: Atomwaffen

AKW Emsland: Niedersächsiche Atomaufsicht macht Kotau vor RWE

ausgestrahlt_large

Umweltminister Lies (SPD) lässt Reaktor trotz gefährlicher Spannungsrisskorrosion in den Dampferzeugern wieder ans Netz / 10.000 Rohre noch immer ungeprüft / Heute Nachmittag Protest vor dem AKW

Zum vorgezogenen Wiederanfahren des AKW Emsland am heutigen Morgen unter Missachtung der Empfehlungen der Reaktorsicherheitskommission erklärt Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Atomaufsicht in Niedersachsen hat ihren Namen nicht mehr verdient. Unter Missachtung eindeutiger Empfehlungen der Reaktorsicherheitskommission hat Umweltminister Lies (SPD) RWE die Wiederinbetriebnahme des AKW Emsland erlaubt, ohne die rissigen Dampferzeuger zuvor vollständig zu kontrollieren. Das ist hochgradig fahrlässig. Reißt auch nur ein einziges der mehr als 16.000 Heizrohre in den Dampferzeugern des AKW, ist dies bereits ein schwerer Störfall. Sind mehrere Rohre gleichzeitig betroffen, ist der Störfall auslegungsüberschreitend und selbst eine Kernschmelze möglich.

Wer an seinem Auto einen total heruntergefahrenen Reifen bemerkt, wird selbstverständlich alle anderen Reifen ebenfalls in Augenschein nehmen. Nicht so beim AKW Emsland: Da decken Stichprobenkontrollen auf, dass mehrere Rohre in den Dampferzeugern Risse haben. Ursache der Risse ist die gefährliche Spannungsrisskorrosion, was bedeutet, dass auch alle anderen Heizrohre in den Dampferzeugern potenziell rissig sind. Die Atomaufsicht jedoch sieht keinen Anlass, weitere Rohre kontrollieren zu lassen – obwohl die Reaktorkommission genau das fordert. Die Regierung, deren Aufgabe es eigentlich wäre, die Bevölkerung vor Atomunfällen zu bewahren, lässt den mehr als 30 Jahre alten Riss-Reaktor stattdessen mit fast 10.000 ungeprüften Dampferzeuger-Heizrohren wieder ans Netz. Umweltminister Lies (SPD) stellt hier ganz offensichlich die Profitinteressen von RWE über die Sicherheit der Bevölkerung.

Alle Sicherheitsvorschriften nützen nichts, wenn die Atomaufsicht derartig schlampt und selbst die Empfehlungen der Reaktorsicherheitskommission einfach ignoriert. Atomkraftgegner werden heute nachmittag vor dem AKW gegen dieses Vorgehen protestieren.“

Fotos zur honorarfreien Verwendung können Sie ab ca. 17:30 Uhr hier herunterladen:
https://cloud.ausgestrahlt.de/index.php/s/eDtQrARTsadzgaK

Werbeanzeigen

Neuer Rundbrief des uranium-network erschienen

UraniumNet

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

 

weitestgehend bleibt es aufgrund des niedrigen Uranpreises ruhig an der Uran-Front. Aber etwas passiert immer – Minen werden verkauft, Hinterlassenschaften verursachen Probleme, Protest gegen mögliche neue oder alte Minen geht weiter und feiert Erfolge. Auch in Deutschland braucht es weiteren Einsatz, um die Aufbereitung von Uran für Strom gänzlich zu stoppen, ganz in Einklang mit dem Ausstieg aus dem Atomstrom.

Doch auch international braucht es noch mehr Vernetzung: Günter Herrmeyer berichtet von der COP24, wo die Atomlobby weiterhin als Klimaretterin verkauft. Don’t Nuke the Climate leistete dort wichtige Arbeit.

Ein spannender Rundbrief erwartet Sie / Euch also kurz vor Jahresende.

Viel Spaß beim Lesen und eine erholsame Ferienzeit wünscht Ihnen und Euch

das Team von uranium-network.org

 

 

Inhalt

I. Aktuelles rund um den Uranbergbau

  1. Neueste Uranentwicklungen
  2. USA: Oberster Gerichtshof entscheidet sich für Aufrechterhaltung desUranbergbau-Banns am Grand Canyon
  3. Spanien: Regierung verweigert Genehmigungen für Retortillo-Projekt,Berkeley-Aktien sinken
  4. Namibia: Rio Tinto verkauft Rossing-Mine an chinesische CNUC
  5. Deutschland: Wachsende Front gegen Urananreicherungsanlage Gronau
  6. Berlin: Internationales Uran-Film-Festival

 

II. Unsere Projekte

  1. Frisch von der COP24: Uns braucht es!
  2. Tanzania I: CESOPE klärt über geplante gesetzliche Regelungen für Uranbergbau auf
  3. Tanzania II: Farkwa-Damm vermutlich doch für Uranbergbau gedacht
  4. Verleihung des Nuclear Free Future Awards
  5. Kritik an rohstoffpolitischer Strategie der Bundesregierung

 

III. Ankündigungen

  1. UraniumFilmFestival in USA im November/Dezember

 

IV. Mehr zu uranium-network.org

 

Den neuen Rundbrief findet Ihr hier: 20181213 Rundbrief 3

EURATOM – Kampagne gestartet

cropped-b_2012042823223262g.jpg

„Mit einer Pressekonferenz durften wir heute, am 13. 12. 2018, in Paris gemeinsam mit den französischen Kolleg_innen von ‚Réaction en Chaîne Humaine – RECH’ sowie ‚CRIIRAD’ den Frankreichstart der ‚Kampagne zur Abschaffung von EURATOM‘ setzen. Als Vorlage dafür dient unsere ‚EURATOM-Resolution‘, die 2017 im Rahmen der Nuclear Energy Conference in Linz verabschiedet wurde. “, zeigen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich erfreut.

„Präsident Macron ist es, der in der französischen Petition aufgefordert wird, sich für die Auflösung von EURATOM einzusetzen – und das ist besonders wichtig. Denn in keinem anderen europäischen Staat hat sich die Atomindustrie derart unverschämt an der Privilegien-Maschine EURATOM bedient u nd somit auch entsprechend breit gemacht. Nirgendwo sonst hat die Atomlobby die Macht derart an sich gerissen und so den Grad an Resignation in der Bevölkerung erzeugt, den sie zum Durchziehen ihres Geschäftsmodells braucht. Deshalb ist es besonders schätzenswert, dass Aktivist_innen nun mutig die Ursache dieser Vormachtstellung einer einzigen Energieform anpacken!“, streichen Schweiger und Egger heraus.

„Auch mit Kolleg_innen in Deutschland, wo der EURATOM-Vertrag in seiner Ausprägung aus 1957 zunehmend in Frage gestellt wird, ist die Ausweitung der Kampagne in Vorbereitung – das lässt uns einigermaßen hoffnungsvoll ins nächste Jahr blicken. EURATOM ist das Hindernis auf dem Weg zu einem atomkraftfreien Europa, darüber sind sich alle einig. Verträge sind keine Naturgesetze, sie sind menschgemacht und deshalb muss es auch möglich sein, dass Menschen sie abändern können“, so Schweiger und Egger abschließend.

Eine Woche nach dem Störfall – Das Fass ist übergelaufen!

Presseerklärung des Elternvereins Restrisiko Emsland vom 10.12.2018

 

atom-nirgendwo_55

 

Nachdem es am 6.12.2018 in der Brennelementefabrik Framatome / ANF in Lingen zu einem Brand gekommen war, wurde am 7.12.2018 gemeldet, es sei ein Brand in einer Lüftungsanlage, keine nuklearen Bereiche betroffen.

Am Samstag den 8.12.2018 wurde dann berichtet, es sei doch zu einem Brand in einer nuklearen Anlage, einem Verdampfer gekommen, aber es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Dies muss aber erst noch durch Messungen in der nächsten Zeit belegt werden. Richtig hätte die Meldung am Samstag geheißen, es sei keine freigesetzte Radioaktivität bei den Messungen festgestellt worden.

 

Mit den vielen Störfällen der letzten Zeit hat die Firma bewiesen, dass ein sicherer Betrieb, was auch immer das heißen mach, nicht möglich ist.

Daher muss ANF jetzt endgültig für immer geschlossen bleiben. Das Risiko ist für die Bevölkerung in Lingen und Umgebung nicht hinnehmbar.

 

Daher rufen der BUND und der Elternverein  zu einer Mahnwache auf dem Bahnhofsvorplatz auf am Donnerstag, den 13.12.2018 in der Zeit von 16 bis 17 Uhr unter dem Motto:

 

Schluss mit den Atomanlagen in Lingen.

 

Es sieht so aus, als hätten wir am vergangenen Donnerstag sehr viel Glück gehabt. Das Glück kann man aber nicht immer herausfordern. Es ist nicht mehr hinnehmbar den Betrieb von ANF, einer französischen Firma, die nach eigenen Angaben 90 % ihrer Produktion ins Ausland exportiert in Lingen zu betreiben mit dem Risiko für die hiesige Bevölkerung. Damit muss jetzt Schluss sein für immer.

atomstopp: EURATOM-Appell an Ratspräsident Österreich

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 29.06.2018

b_2012042823223262g

Beste Basis durch Allianz beim Treffen der deutschsprachigen Umweltministerinnen

„Zur Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft 2018 appellieren wir an unsere Bundesregierung, in dieser Phase der Gestaltungsmöglichkeit auf europäischer Ebene als treibende Kraft für den Atomausstieg aufzutreten! Mit der kürzlich geschmiedeten Allianz beim Treffen der deutschsprachigen Umweltministerinnen ist Ministerin Elisabeth Köstinger endlich einer unserer langgehegten Forderungen nachgekommen, Verbündete gegen die einseitige Bevorzugung der Atomindustrie durch den EURATOM-Vertrag zu bilden. Sowohl Svenja Schulze, Umweltministerin der Bundesrepublik Deutschland als auch Amtskollegin Carole Dieschbourg aus Luxemburg haben sich darauf geeinigt, gemeinsam mit Österreich Schritte gegen die anachronistischen Zielsetzungen von EURATOM, der Europäischen Atom gemeinschaft, einzuleiten“, zeigen sich Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, vorsichtig optimistisch.

„Schon im Vorjahr haben wir zusammen mit internationalen Expert_innen eine Resolution an den Europäischen Rat verabschiedet, in der wir die wohl sauberste Lösung, nämlich die Auflösung von EURATOM vorschlagen. Diese Resolution liegt bereits Ratspräsident Donald Tusk vor und heute übermitteln wir weitere hunderte Unterstützungsunterschriften dazu, um so unserer Bundesregierung im vehementen Vorgehen gegen die Vormachtstellung der Atomindustrie den Rücken zu stärken“, ergänzen Schweiger und Egger.

„Nicht nur die beginnende Ratspräsidentschaft eröffnet einen günstigen Zeitrahmen, um die Grundpfeiler der Atommacht in Europa zu überdenken. Auch der BREXIT erfordert eine Neuordnung der gesamteuropäischen Atomwirtschaft. Der EURATOM-Vertrag muss dazu zumindest ein Stück weit aufgeschnürt werden – warum also nicht gleich eine ech t zukunftstaugliche Lösung anwenden? Aus heutiger Sicht ist die privilegierte Sonderstellung der Atomstromerzeugung sachlich in keinster Weise argumentierbar, diese Branche hat in den mehr als 6 Jahrzehnten ihres Bestands die Erwartungen nicht erfüllt und dazu noch zusätzlich Probleme angehäuft, anstatt welche zu lösen. Es ist jetzt der günstigste Zeitpunkt, um mit der fehlgelaufenen Strategie EURATOM Schluss zu machen!“, fordern Schweiger und Egger abschließend.

Einladung zur Fukushima-Demonstration: „Die nukleare Kette brechen!“

Sayonara Nukes Berlin, NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin, Greenpeace Energy, IPPNW, Strahlentelex, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, ausgestrahlt, AK Rote Beete, DIE LINKE Berlin, BUND Berlin, COOP Berlin – Anti-War-Cafe, MC Kuhle Wampe Berlin, WOLF, ican, Deutsch-Japanische Gesellschaft Halle/Saalekreis,

 

Gemeinsame Pressemitteilung der teilnehmenden Organisationen für die Demonstration zum Fukushima-Jahrestag

25915717561_bdec12bd45_z

 

 

Einladung zur Fukushima-Demonstration: „Die nukleare Kette brechen!“

 

73 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki, 32 Jahre nach Tschernobyl und 7 Jahre nach

Fukushima: Wir müssen die nukleare Kette weltweit brechen, um das atomare Zeitalter Geschichte werden zu lassen! Deshalb ruft ein breites Bündnis zur Fukushima-Demonstration in Berlin auf.

 

Mit hunderten Windrädern (Kazaguruma) werden die Teilnehmenden für ein Ende der Atomenergie und für die Energiewende demonstrieren.

 

KAZAGURUMA-DEMO: Die nukleare Kette brechen!

Samstag, 10.03.2018,

13.00 Uhr Pariser Platz (Brandenburger Tor)

 

 

Dazu erklärt der Jochen Stay (Sprecher .ausgestrahlt): „Sieben Jahre nach Fukushima ist Deutschland noch immer zweitgrößter Atomstrom-Produzent in der EU. Der Atomausstieg ist eine Schnecke. Die alten Meiler werden nicht weniger gefährlich, wenn ein Abschaltdatum beschlossen ist. Wir fordern, die noch laufenden sieben Reaktoren sofort abzuschalten.“

 

Derzeit versucht die Atomindustrie, in einigen EU-Ländern mit neuen – unwirtschaftlichen und deshalb hoch subventionierten Reaktorprojekten – eine Wiederkehr dieser gefährlichen Technologie zu erreichen. „Dass ausgerechnet das Atomausstiegsland Deutschland wiederholt kneift und höchst umstrittene AKW-Bauten wie Hinkley Point C in England oder Paks II in Ungarn nicht EU-rechtlich untersuchen lassen will, ist dabei höchst bedauerlich“, kritisiert Christoph Rasch, Pressesprecher von Greenpeace Energy

 

Dazu Uwe Hiksch (NaturFreunde Deutschlands): „Die NaturFreunde fordern ein weltweites Verbot von Uranabbau. Die sogenannte zivile Nutzung der Atomenergie und die militärische Herstellung von Atombomben sind zwei Seiten einer Medaille. Deutschland muss den Atomverbotsvertrag beitreten und den EURATOM-Vertrag kündigen.“

 

Ablauf der Demonstration:

 

13.00 Uhr: Auftakt-Performance

  • Kazuma Glen Motomura – Mad World Dance

 

Redner*innen Auftaktkundgebung:

  • Dr. Hiroomi Fukuzawa (Sayonara Nukes Berlin)
  • Günther Hemeyer ( BI Lüchow-Dannenberg)
  • Michael Müller (Bundesvorsitzender NaturFreunde Deutschlands)
  • Jochen Stay (Sprecher von .ausgestrahlt)

 

14.00 Uhr Beginn Demo

  • Demo-Strecke: Auftakt-Kundgebung: Pariser Platz, Unter den Linden, Friedrichstraße, Französische Straße, Charlottenstraße, Unter den Linden, Abschluss-Kundgebung: Pariser Platz

 

14.45 Uhr Redner*innen Abschlusskundgebung:

  • Dr. Alex Rosen (Vorsitzender der deutschen Sektion von IPPNW)
  • Christoph Rasch (Pressesprecher Greenpeace Energy)
  • Sascha Hach (Vorstandsmitglied ICAN)

 

15.15 Uhr Abschluss-Performance

  • Kunst & Musik von Sympathetic Cardiogram (Daichi Matsusaki & Fumihiro Ono)

 

Rückfragen:

Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

Wissenschaft konkret: Vortrag: Die Anti-Atom-Bewegung auf neuen Wegen?

b_2012042823223262g

  • Freitag, 23.02.2018
  • Zeit: 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
  • Ort: NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin

 

In seiner Bachelorarbeit hat Luca Schirmer über die Rolle der NaturFreunde in der Anti-Atom-Bewegung und deren atom-und energiepolitischen Positionen zu Zeiten der Energiewende geschrieben. Leitfragen der Arbeit waren dabei: Ist die deutsche Anti-Atom-Bewegung durch den „Atomausstieg“ und die „Energiewende“ obsolet geworden? Wofür sollte eine Bewegung die ihr großes Ziel offensichtlich erreicht hat noch kämpfen?

Dabei stehen die NaturFreunde als wichtiger Teil dieser Bewegung im Vordergrund der Betrachtung. Sie waren in unterschiedlicher Weise an allen großen Auseinandersetzungen der Anti-Atom-Geschichte präsent und sind auch heute noch am Diskurs beteiligt. Neben der rezenten (End-)Lagerdebatte mischt die Anti-Atom-Bewegung heut auch auf internationaler Ebene und insbesondere bei Fragen der erneuerbaren Energien mit.

Seine Arbeit wird Luca im Rahmen unserer Vortragsreihe „Wissenschaft Konkret“ vorstellen und im Anschluss soll ausgiebig darüber diskutiert werden.

Die Bachelor-Arbeit findet Ihr unter: http://www.naturfreunde-berlin.de/bachelorarbeit-anti-atom-bewegung-neuen-wegen

Infos: NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch, (0176) 62 01 59 02, hiksch@naturfreunde.de