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Protestaktion mit riesigen Buchstaben am AKW Gundremmingen Atomkraftgegner fordern: Atomrisiko jetzt abschalten!

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Mahnwache Gundremmingen Umweltinstitut München

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Gemeinsame Pressemitteilung (mit Link zum Foto-Download)

 

Gundremmingen, 17. September 2017

 

Eine Woche vor der Bundestagswahl haben Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner mit einer Protestaktion vor dem AKW Gundremmingen ihrer Forderung Nachdruck verliehen, beide Reaktorblöcke noch in diesem Jahr abzuschalten. Mit riesigen Buchstaben formten sie den Schriftzug „Atomrisiko jetzt abschalten“.

„In Wahlkampfzeiten sind ‚große Worte‘ nicht selten. Doch heute kommen sie in ganz besonderer Form und nicht aus den Mündern von Politikern“, so Helge Bauer von .ausgestrahlt. „Wir fordern von der nächsten Bundesregierung das gefährlichste AKW in Deutschland spätestens zum Jahreswechsel vollständig abzuschalten. Die Pläne, Block C in Gundremmingen noch vier weitere Jahre zu betreiben, müssen vom Tisch.“

„Es ist unverständlich, dass wir der Gefahr von Block C vier weitere Jahre ausgesetzt werden sollen, dass weitere vier Jahre Atommüll produziert werden soll und gleichzeitig der Ausbau der Windkraft in Bayern blockiert wird“, erklärt Thomas Wolf von der „Mahnwache Gundremmingen“.

„Die Siedewasserreaktoren in Gundremmingen sind ein unverantwortliches Risiko. Sie gehören sofort und endgültig vom Netz“, ergänzt Philip Bedall vom Umweltinstitut München. „Das sieht auch die Mehrheit der Bayrischen Bevölkerung so. Die bayerische wie auch die Bundes-Atomaufsicht könnten eine Abschaltung in die Wege leiten, aber sie sitzen das Risiko aus. Die künftige Bundesregierung muss die Zukunft Gundremmingens zum Gegenstand von Koalitionsverhandlungen machen!“

 

Hier können Sie Fotos der Aktion zur freien Verwendung downloaden:

http://www.ausgestrahlt.de/presse/presse-fotos/aktion-gundremmingen/

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.ausgestrahltNews | Film ab: AKW Gundremmingen off!

.ausgestrahlt-Newsletter
14. September 2017
es schreibt Angela Wolff

Lesen, handeln und weiterschicken!

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Liebe/r Anti-Atom-Aktive,

die Bundestagswahl rückt näher. Spätestens jetzt sollten die Politikerinnen und Politiker, die in der kommenden Legislaturperiode umweltpolitische Verantwortung für dieses Land übernehmen wollen, eine Sache auf dem Zettel haben: Das endgültige Abschalten des Atomrisikos von Gundremmingen! Beide Reaktoren, B und C, müssen in 2017 vom Netz genommen werden, lautet die Botschaft, zu der .ausgestrahlt in Zusammenarbeit mit dem Umweltinstitut München und der IPPNW jetzt auch einen Film gemacht hat.

Als Newsletter-Leser*in gehörst Du zu den ersten, die den einminütigen „B-und-C-Abschalten“-Clip zu sehen bekommen und ihn dann hoffentlich mit vielen Menschen teilen. Die Premiere ist nämlich genau jetzt hier.

Stopp! – bevor Du Dir den Film ansiehst, nimm Dir doch bitte noch kurz Zeit für

weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar
4. Gefälschte Sicherheitsnachweise: Welche Atomanlagen sind betroffen?
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Herzliche Grüße

Angela Wolff
und das ganze .ausgestrahlt-Team
1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September

„Große Worte“ sind zu Wahlkampfzeiten nicht selten. Am 17. September kommen sie aber in ganz besonderer Form und nicht aus den Mündern von Politiker*innen. Mit einer pressebegleiteten Protestaktion vor dem AKW Gundremmingen lenken .ausgestrahlt, das Umweltinstitut München und die Mahnwache Gundremmingen die Aufmerksamkeit ein weiteres Mal auf das, was laut Umfrage die absolute Mehrheit der Bayer*innen fordert: AKW Gundremmingen abschalten! Wenn Du am Sonntagvormittag in der Gegend bist, komm doch vorbei. Die Aktion startet gegen 11.30 Uhr und wird ca. eine Stunde dauern.
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award

Das .ausgestrahlt-Team jubelt, denn Jochen Stay wird morgen in Basel mit dem Nuclear-Free Future Award (NFFA) ausgezeichnet. Jochen erhält den Preis in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Nuclear-Free Future Award wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen. Die Preisverleihung ist öffentlich und beginnt um 18.30 Uhr im Kollegienhaus der Universität Basel. Hier die .ausgestrahlt-Presseerklärung dazu, auch mit Infos zum NFFA 2017 und zu den weiteren Preisträger*innen.

Und falls Du den (undotierten) Preis für Jochen noch aufwerten möchtest, kannst Du hier – wenn Du es noch nicht bist – Förderin oder Förderer von .ausgestrahlt werden.
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar

Der dritte von insgesamt fünf geplanten Castor-Transporten auf dem Neckar wird voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte stattfinden –  sehr wahrscheinlich wieder an einem Mittwoch. EnBW hat vorgestern bereits drei leere Castorbehälter zur Beladung nach Obrigheim verschiffen lassen. Das Beladen dauert ca. zwei bis drei Wochen. In der vergangenen Woche wurde der zweite Castor-Transport erneut von Protesten begleitet und diese fanden viel Beachtung in den Medien.
4. Fehlende Sicherheitsüberprüfungen: Welche Atomanlagen sind betroffen?

Ein Angehöriger der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) hat über Jahre hinweg bewusst Sicherheitsunterlagen von Mitarbeiter*innen manipuliert. Im .ausgestrahlt-Blog kannst Du nachlesen, wie es möglich sein konnte, dass Personen ohne behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung in sensiblen Bereichen von Atomanlagen gearbeitet haben und warum der Skandal nicht nur Jülich, sondern Atomanlagen im gesamten Bundesgebiet betrifft.

Du wohnst in der Nähe einer Atomanlage und fragst Dich, ob dort ebenfalls Personen mit gefälschten Sicherheitsunterlagen gearbeitet haben? Frag doch einmal bei der zuständigen Landesatomaufsicht nach; die Adresse findest Du hier.

Wir sammeln Infos zu den Vorfällen und würden uns freuen, wenn Du uns auch das Ergebnis Deiner Nachforschungen mitteilst. Am liebsten per E-Mail an:
info@ausgestrahlt.de.
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop

Endlich da: Tabletten „GundremmingenAkut“

Eine Geduldsprobe lang haben wir auf die Lieferung der GundremmingenAkut-Tabletten gewartet. Jetzt sind sie endlich da: 18 Pfefferminz-Dragees in Jodtabletten-Aufmachung. Natürlich mit Beipackzettel zu den Risiken und Nebenwirkungen des AKW Gundremmingen.
Großen Dank an alle, die gemeinsam mit uns geduldig geblieben sind!

WICHTIG: „GundremmingenAkut“ erhöht die Aufmerksamkeit vor dem Störfall – bei einem Super-GAU helfen die Pillen ebenso wenig wie Jodtabletten.

Passend für unterschiedlich große Geldbeutel: „GundremmingenAkut“-Tabletten zum ermäßigten Preis (1 Euro), zum normalen Preis (1,50 Euro) oder zum Soli-Preis (2 Euro).
Neu: Bernward Janzing:  „Vision für die Tonne“

Bernward Janzing dokumentiert den jahrzehntelangen Widerstand gegen Atomkraft in Mitteleuropa. Auf seiner „Reise“ durch anti-atombewegte Zeiten begegnet er außergewöhnlichen Charakteren, deren Geschichten er in seinem Buch festhält.
Alle neuen Produkte (und viele weitere) findest Du im .ausgestrahlt-Webshop.
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Die Umweltorganisation Robin Wood sucht zum 1. Dezember 2017 eine*n Energiereferenten*in. Ausführliche Informationen findest Du in der Stellenausschreibung.

Das Standardwerk zur weltweiten Entwicklung der Atomkraft ist neu erschienen. Die 2017er-Ausgabe des „World Nuclear Industry Status Report“ findest Du hier.

„Großbuchstaben bringen es auf den Punkt: Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten!“

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Mahnwache Gundremmingen Umweltinstitut München

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Gemeinsame Presse-Einladung

 

Protestaktion am AKW Gundremmingen

am Sonntag, dem 17. September, um 11.30 Uhr

 

„Großbuchstaben bringen es auf den Punkt:

Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten!“

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Vorfeld der Bundestagswahl werden Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner vor dem AKW Gundremmingen ihre Forderung, beide Reaktorblöcke noch in diesem Jahr abzuschalten, mit einer bildmächtigen Aktion verdeutlichen. Mit großen Buchstaben werden die Aktiven vor der Kulisse des Atomkraftwerks einen Slogan bilden.

Den genauen Ort der Protestaktion finden Sie hier:

https://www.ausgestrahlt.de/akw-gundremmingen/aktionskarte

 

Jochen Stay erhält den Nuclear Free Future Award

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

 

Hamburg, 12. September 2017

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Preisverleihung am Freitag in Basel

Am Freitag erhält  der Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt Jochen Stay in Basel den „Nuclear Free Future Award“ in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Preis wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen.

Die weitere Preisträgerinnen und Preisträger in diesem Jahr sind:

Almoustapha Alcahen, Niger (Kategorie Widerstand) Janine Allis Smith und Martin Grant Forwood, Großbritannien (Aufklärung) Hiromichi Umebayashi, Japan (Lösungen) Die Unermüdlichen der Schweizer Anti-Atom-Bewegung (Besondere Anerkennung)

 

Auszug aus der Begründung für die Nominierung:

„Jochen Stay ist seit 30 Jahren im Widerstand gegen die Atomkraft aktiv, schwerpunktmäßig im Widerstand gegen Atommüll-Projekte und -Transporte.

Von Wackersdorf über Neckarwestheim, Biblis, Brokdorf, Ahaus bis Gorleben und an vielen anderen Standorten hat er seine Spuren hinterlassen.

Nach dem Aus von Wackersdorf hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Anti-Atom-Bewegung den Widerstand gegen die Castor-Transporte zu den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield zu ihrem Schwerpunktthema gemacht hat. Dadurch konnte die Zahl der dort ankommenden Brennelemente deutlich reduziert werden.

Ab 1992 hat er im Wendland an entscheidender Stelle dazu beigetragen, die Castor-Transporte nach Gorleben zum Symbol in der Auseinandersetzung um Atommüll und Atomkraft zu machen. Als ein maßgeblicher Stratege im Hintergrund und eine hörbare öffentliche Stimme des wendländischen Widerstands hat er damit den Gorleben-Konflikt bundesweit neuen Generationen zugänglich gemacht – und gleichzeitig die anderen Standorte nie vernachlässigt. Nur 13 Transporte nach Gorleben konnten durchgesetzt werden. Seit 2011 gilt ein Transportestopp.

Das von ihm mitentwickelte Mobilisierungs- und Blockadekonzept von X-tausendmal quer hat zu den größten und langanhaltendsten Sitzblockade-Aktionen in der Geschichte der Anti-Atom-Bewegung geführt.

Die Ideen und Konzepte von X-tausendmal quer wurden von vielen anderen Protestbewegungen national und international aufgegriffen.

Mit dem Aufbau der Organisation .ausgestrahlt konnte Jochen Stay ab 2008 maßgeblich zur Renaissance der Anti-Atom-Bewegung beitragen. Mit seinem Optimismus, seinem Gespür für politische Chancen, seiner Hartnäckigkeit und seiner Tatkraft hat er selbst fast aussichtlos erscheinende Projekte wie die 120 km lange Menschenkette von Brunsbüttel nach Krümmel im Jahr 2010 zu einem großen Erfolg geführt.

 

Nach Fukushima war .ausgestrahlt gewissermaßen die Koordinationsstelle und eine wesentliche Stimme der Anti-Atom-Bewegung in Deutschland.

Innerhalb von zwei Wochen wurden zusammen mit zahlreichen Bündnispartnern vier parallele Großdemonstrationen mit insgesamt 250.000 Menschen organisiert. Über Monate folgten weitere Großproteste und nach einem Aufruf von .ausgestrahlt wöchentliche Mahnwachen in über 700 Städten. Nur durch den anhaltenden Protest ist es gelungen, der Bundesregierung die Stilllegung von acht Atomkraftwerken abzutrotzen. In keinem anderen europäischen Land gab es nach Fukushima eine ähnliche Entwicklung.

In der seither wieder kleiner gewordenen Bewegung ist .ausgestrahlt und sein Sprecher Jochen Stay ein wesentlicher Akteur, der das Thema in der Öffentlichkeit hält und weiter für einen schnelleren Atomausstieg kämpft. Für viele AtomkraftgegnerInnen ist .ausgestrahlt heute ein bedeutsamer  Wächter, der darauf achtet, was atompolitisch schief läuft und wo es gilt, seine Stimme zu erheben.

Natürlich hat Jochen Stay keines dieser Projekte alleine umgesetzt, sondern es waren immer viele unterschiedliche Menschen und Organisationen beteiligt. Aber er war in vielen Fällen eine treibende Kraft. Ohne seine fast unerschöpfliche Energie, ohne seinen Widerstandsgeist, ohne seine argumentative Schärfe, aber auch seine Fähigkeit, ganz unterschiedliche Akteure in Bündnissen zu vereinen, hätte die Anti-Atom-Bewegung in Deutschland weniger erreicht.“

 

Mehr über die Preisträgerinnen und Preisträger:

http://www.nuclear-free-future.com/home/news/310-preistraeger-2017/

 

Mehr über den Preis:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nuclear-Free-Future-Award

 

.ausgestrahltNews | Nach dem Castor ist vor dem Castor!

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Liebe Interessierte,

innerhalb einer Woche gingen gleich zwei Botschaften der Anti-AKW-Bewegung über alle Kanäle durchs ganze Land und sogar über Grenzen hinweg. Am 25. Juni haben sich 50.000 Menschen über 90 km zwischen Tihange und Aachen miteinander verbunden und ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Atomkraft gesetzt. Nur drei Tage später war der Anti-Atom-Widerstand erneut in aller Munde und in den Top-News-Leisten der Medien. Diesmal kamen die Nachrichten vom Neckar.

Dort hatten sich Demonstrant*innen versammelt, um gegen die gefährliche und sinnlose Castor-Verschiffung von Obrigheim nach Neckarwestheim zu protestieren. Die Gruppe war vergleichsweise klein, denn viele, die gerne dabei gewesen wären, hatten nicht die Möglichkeit kurzfristig und mitten in der Woche auf den Castor-Alarm zu reagieren und den Transport zu begleiten. Die, die dort waren, haben in ihren Protest so viel Kreativität, Geschick und Willenskraft eingebracht, dass sie in der Öffentlichkeit fast ebenso deutlich wahrgenommen wurden, wie die vielen tausend Teilnehmer*innen bei der Menschenkette. Mit Transparenten, Brückenblockaden und einer Abseilaktion sorgten die Atomkraftgegner*innen für politischen Gegenwind am Neckar.

Nichtsdestotrotz hat EnBW bereits mit den Vorbereitungen für den zweiten von insgesamt fünf geplanten Castor-Transporten begonnen. Leere Behälter wurden Anfang dieser Woche nach Obrigheim gebracht und werden jetzt mit den hochradioaktiven Brennstäben befüllt. In zwei bis vier Wochen ist mit der nächsten Atomfracht auf dem Neckar zu rechnen.

Auch diesmal bleibt der genaue Transporttermin das Geheimnis von EnBW und Behörden. Es ist also nicht vorhersehbar, wann genau der nächste Castor-Alarm ausgerufen wird. Der Widerstand gegen den verantwortungslosen Umgang mit Atommüll hängt also erneut von der Spontaneität und Kreativität derer ab, die die Möglichkeit haben, schnell vor Ort zu sein. Sobald es losgeht, sendet das Bündnis „Neckar castorfrei“ einen „Weckruf“ per SMS. Wo auch immer in Deutschland Du Dich dann gerade aufhältst, Du hast ausreichend Zeit, um passend da zu sein. Falls Du Dich noch nicht für den „SMS-Alarm“ angemeldet hast, kannst Du das hier nachholen.


Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:
1. Danke für die finanzielle Unterstützung
2. Neuer .ausgestrahlt-Podcast: Das Brennelementesteuer-Urteil
3. Neu im .ausgestrahlt-Webshop
4. Nachrichtenservice: Atomradar

Herzliche Grüße

Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team


1. Danke für die finanzielle Unterstützung

Im letzten Newsletter habe ich um Unterstützung gebeten, damit .ausgestrahlt die Menschenkette nicht mit einem finanziellen Defizit abschließt. Viele haben daraufhin gespendet, so dass wir jetzt wohl auf der sicheren Seite sind, auch wenn noch nicht alle Abrechnungen vorliegen. Dafür danke ich ganz herzlich. Es ist sehr ermutigend, dass es so viele Menschen gibt, die die Arbeit von .ausgestrahlt mittragen.


2. .ausgestrahlt-Podcast #7: Das Brennelementesteuer-Urteil

Der siebte .ausgestrahlt-Podcast ist online. Diesmal geht es um das Brennelementesteuer-Urteil. In knapp neun Minuten erfährst Du, was die damalige Regierung bei der Einführung der Steuer verbockt hat und wie die jetzige handeln müsste, um den Fehler zu korrigieren. Du kannst die auf der .ausgestrahlt-Website bereitgestellten Audio-Dateien jederzeit abrufen oder auch abonnieren.


3. Neu im .ausgestrahlt-Webshop

Neu: Broschüre „AKW-Abriss: versteckt – verteilt – verharmlost“
Die Bürgerinitiative baesh.de aus Schleswig-Holstein hat eine Broschüre zum Thema AKW-Abriss herausgegeben. Auf 28 Seiten erläutert sie die Hintergründe, Gefahren und Alternativen zur Praxis des Recycelns, Verbrennens und Deponierens von radioaktivem AKW-Abrissmaterial.

Die Broschüre kostet in der Druckfassung 1 €. In der PDF-Fassung ist sie als kostenloser Download verfügbar.

Neu: „Hausaufgabenhefte“ zur Menschenkette Tihange-Aachen
Wer am 25. Juni bei der Menschenkette war und kein „Hausaufgabenheft für Atomkraftgegner*innen“ ergattern konnte, kann das jetzt nachholen – es sind noch welche da. Alle anderen dürfen sich natürlich auch mit „Hausaufgaben“ eindecken. Das Heft ist kostenlos.


4. Nachrichtenservice: Atomradar

Mit dem „Atomradar“ stellen wir Dir unsere Presseauswertung und -zusammenfassung zur Verfügung. Per E-Mail erhältst Du manchmal täglich, manchmal alle paar Tage eine Linksammlung zu den wichtigsten Medienberichten rund um das Thema Atompolitik und Atomenergie. Das Abo ist kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Castor auf dem Neckar: „Polizei hat Lage nicht im Griff“

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

Heilbronn, 28. Juni 2017

 

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Erschreckende Sicherungspannen trotz großen Polizei-Aufgebots

 

Zu den Sicherungspannen beim derzeitigen Castor-Transport auf dem Neckar erklärt der Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Jochen Stay:

„Die Behörden haben der Bevölkerung vorgegaukelt, sie hätten in Sachen Sicherung des Castor-Transports auf dem Neckar alles im Griff. Jetzt wissen wir es leider besser: Der Polizei gelingt es noch nicht einmal zu verhindern, dass Anti-Atom-Aktivisten in der Stahlkonstruktion einer Brücke übernachten und sich tagsüber abseilen können – wie heute in Bad Wimpfen geschehen. Wer traut ihr dann noch zu, in Zeiten der Terror-Gefahr mögliche Attentäter daran zu hindern, das Schiff ins Visier zu nehmen?

Auch in Horkheim ist es Demonstranten gelungen, sich von einem Wehr über dem Neckar abzuseilen. Wieder kam die Polizei zu spät.

Vertrauenserweckend ist das alles nicht. Wir können froh sein, dass es sich bei den heutigen Aktionen um Aktivisten handelt, die den Transport nicht gefährden wollen.

EnBW und baden-württembergische Landesregierung setzen die Bevölkerung am Neckar einem absolut vermeidbaren Risiko aus. Die Castor-Verschiffung löst nicht das Atommüll-Problem, sondern dient als Billig-Variante statt des Baus einer robusten Lagerhalle in Obrigheim.

Wir fordern das Ende dieser unnötigen und gefährlichen Transporte.“

Mehrheit in Bayern für Gundremmingen-Aus in 2017

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

Gundremmingen, Hamburg, 8. Juni 2017

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Mehrheit in Bayern für Gundremmingen-Aus in 2017

 

Repräsentative Umfrage: Selbst 46 Prozent der CSU-Anhänger wollen das AKW noch in diesem Jahr vollständig abschalten

 

 

52 Prozent des Bayerinnen und Bayern sind dafür, beide noch laufenden Blöcke des AKW Gundremmingen noch 2017 abzuschalten, also den Block C des Kraftwerks nicht– wie bisher vorgesehen – noch vier weitere Jahre am Netz zu lassen. Nur 42 Prozent wollen, dass der Atomausstieg in Gundremmingen nicht beschleunigt wird. Selbst 46 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der CSU treten dafür ein, schon in diesem Jahr ganz auf dieses Atomkraftwerk zu verzichten.

Im Auftrag der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid 1.055 Menschen in Bayern folgende Frage gestellt: „Das Atomkraftwerk Gundremmingen hat zwei Reaktoren. Einer soll in diesem Jahr abgeschaltet werden, der gleichalte zweite Reaktor soll noch bis 2021 weiterlaufen. Sind Sie der Meinung, dass beide Reaktoren des Atomkraftwerks Gundremmingen in diesem Jahr, also 2017, abgeschaltet werden sollen?“

Dazu erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Es hat sich in Bayern herumgesprochen, dass auf die Sicherheit des AKW Gundremmingen kein Verlass ist und das Kraftwerk für die Stromversorgung nicht mehr benötigt wird. Eine Mehrheit möchte den Atomausstieg deutlich beschleunigen und nicht vier weitere Jahre den Gefahren des alten Siedewasserreaktors ausgesetzt sein.

Dass auch fast die Hälfte der CSU-Anhänger den Sicherheits-Litaneien der bayerischen Staatsregierung keinen Glauben mehr schenkt, ist überraschend, zeigt aber, dass sich die Menschen nicht länger für dumm verkaufen lassen. Wenn Gundremmingen C noch vier Jahre weiterläuft, nutzt das nur den Betreibern und steigert gleichzeitig das Risiko für die Allgemeinheit. Wir fordern: Schaltet beide Blöcke noch dieses Jahr aus, bevor es übel endet.“

Die Ergebnisse der Emnid-Umfrage im Detail:

https://www.ausgestrahlt.de/akw-gundremmingen/emnid-b-und-c-ausschalten