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ausgestrahlt: Gefahr aus Tihange 1: GroKo, übernehmen Sie!

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

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Hamburg, 1. Februar 2018

 

Atomkraftgegner fordern mehr Einsatz der Bundesregierung für schnelleren Ausstieg – auch in Lingen und Gronau

Zu den Recherchen von WDR und Monitor über Sicherheitsmängel im belgischen AKW Tihange 1  erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die derzeit neu entstehende Bundesregierung muss sich mit deutlich mehr Engagement für die schnellere Abschaltung von Atomkraftwerken einsetzen – egal auf welcher Seite der Grenzen. Dachte man bisher, nur Tihange 2 wäre eine Bedrohung, so wird nun deutlich, dass auch Block 1 besondere Risiken in sich birgt. Ein absolut sicheres AKW gibt es so oder so nicht. Auch die sieben noch laufenden Reaktoren in der Bundesrepublik können jeden Tag hochgehen.

In den Koalitionsverhandlungen in Berlin müssen auch die Themen Urananreicherungsanlage Gronau und Brennelementefabrik Lingen auf den Tisch. Die Atomfabriken beliefern den Weltmarkt mit Brennstoff, auch die belgischen Reaktoren. Lingen und Gronau sind bisher vom Atomausstieg ausgenommen. Nach einem vom Bundesumweltministerium veröffentlichten Gutachten, kann der Staat den Betrieb dieser Anlagen beenden. Die aktuellen Nachrichten aus Belgien sind ein Grund mehr, dies in die Tat umzusetzen. GroKo, übernehmen Sie!“

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Trotz gesetzlichen Verbots: Vattenfall will Problem-Atommüll exportieren

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

 

Hamburg, 31. Januar 2018

 

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Brennstäbe aus dem AKW Brunsbüttel sollen dauerhaft in Schweden lagern – Verstoß gegen Standortauswahlgesetz

Zum geplanten Export hochradioaktiver abgebrannter Brennstäbe aus dem AKW Brunsbüttel nach Schweden erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Vattenfall möchte 13 defekte Brennstäbe aus dem AKW Brunsbüttel in einer schwedischen Atomanlage zerlegen lassen. Damit soll erforscht werden, wie solcher Problem-Atommüll langfristig zwischengelagert werden kann. Soweit kann das Vorhaben Sinn machen und ist auch gesetzlich zulässig.

Doch der Plan des AKW-Betreibers, die strahlenden Abfälle nach der Untersuchung dauerhaft in Schweden zu belassen, verstößt gegen das Export-Verbot für Atommüll nach Standortauswahlgesetz. Noch vor einem Jahr wurde von den Müttern und Vätern dieses Gesetzes öffentlich bekundet, dass damit die Ausfuhr von radioaktiven Abfällen ausgeschlossen sei. Nun zeigt sich, dass sich weder die Atomwirtschaft noch die Aufsichtsbehörden an das Verbot gebunden fühlen.

Vattenfall kann mit dem illegalen Export Kosten sparen und schafft sich ein Problem vom Hals, da es bisher für defekte Brennstäbe kein überzeugendes Zwischenlager-Konzept gibt.

Wir fordern die Rücknahme des Atommülls nach den Forschungsarbeiten in Schweden.“

ausgestrahlt: Aus für Gundremmingen B: „Lachendes und weinendes Auge“

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

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Gundremmingen, 29. Dezember 2017

 

Große Freude über Abschaltung des einen Reaktorblocks – Trauer und Wut über Weiterbetrieb von Block C

Zur bevorstehenden Abschaltung von Block B des AKW Gundremmingen und dem Weiterbetrieb von Block C erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Das Aus für Block B in Gundremmingen erleben wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es ist ein Tag der großen Freude, wenn ein gefährlicher Atomreaktor vom Netz geht. Doch dass der baugleiche und gleichalte Block C noch vier weitere Jahre laufen soll, ist ein Skandal und durch nichts zu rechtfertigen. Es macht uns traurig und wütend, dass trotz der immensen Gefahren nicht endlich vollständig Schluss gemacht wird mit dem veralteten Siedewasser-Reaktor in Gundremmingen.

Wir feiern die Abschaltung von Block B und werden gleichzeitig weiter dafür streiten, dass Block C nicht noch vier Jahre weiterbetrieben wird.

Hier ist die bayerische Atomaufsicht in der Pflicht, dem Risiko ein Ende zu bereiten. Und wenn München nicht handelt, ist Berlin gefragt.

Umweltministerin Barbara Hendricks kann jederzeit mit einer bundesaufsichtlichen Weisung durchsetzen, dass auch der letzte Reaktorblock in Gundremmingen vom Netz genommen werden muss.

Anlässlich des Betriebsendes von Block B erinnern wir daran, dass das AKW Gundremmingen, wenn es nach Angela Merkel gegangen wäre, noch zwölf Jahre länger betrieben worden wäre. Erst durch die Massenproteste nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurde die Kanzlerin gezwungen, ihre Laufzeitverlängerung zumindest teilweise zu revidieren. Das gilt für Block C nur eingeschränkt: Dieser wäre nach der alten Ausstiegs-Regelung aus dem Jahr 2000 bereits vom Netz, hat von Merkel jedoch nochmal vier Jahre obendrauf bekommen – obwohl der Reaktortyp viele Ähnlichkeiten mit dem AKW in Fukushima aufweist.“

Protestaktion mit riesigen Buchstaben am AKW Gundremmingen Atomkraftgegner fordern: Atomrisiko jetzt abschalten!

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Mahnwache Gundremmingen Umweltinstitut München

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Gemeinsame Pressemitteilung (mit Link zum Foto-Download)

 

Gundremmingen, 17. September 2017

 

Eine Woche vor der Bundestagswahl haben Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner mit einer Protestaktion vor dem AKW Gundremmingen ihrer Forderung Nachdruck verliehen, beide Reaktorblöcke noch in diesem Jahr abzuschalten. Mit riesigen Buchstaben formten sie den Schriftzug „Atomrisiko jetzt abschalten“.

„In Wahlkampfzeiten sind ‚große Worte‘ nicht selten. Doch heute kommen sie in ganz besonderer Form und nicht aus den Mündern von Politikern“, so Helge Bauer von .ausgestrahlt. „Wir fordern von der nächsten Bundesregierung das gefährlichste AKW in Deutschland spätestens zum Jahreswechsel vollständig abzuschalten. Die Pläne, Block C in Gundremmingen noch vier weitere Jahre zu betreiben, müssen vom Tisch.“

„Es ist unverständlich, dass wir der Gefahr von Block C vier weitere Jahre ausgesetzt werden sollen, dass weitere vier Jahre Atommüll produziert werden soll und gleichzeitig der Ausbau der Windkraft in Bayern blockiert wird“, erklärt Thomas Wolf von der „Mahnwache Gundremmingen“.

„Die Siedewasserreaktoren in Gundremmingen sind ein unverantwortliches Risiko. Sie gehören sofort und endgültig vom Netz“, ergänzt Philip Bedall vom Umweltinstitut München. „Das sieht auch die Mehrheit der Bayrischen Bevölkerung so. Die bayerische wie auch die Bundes-Atomaufsicht könnten eine Abschaltung in die Wege leiten, aber sie sitzen das Risiko aus. Die künftige Bundesregierung muss die Zukunft Gundremmingens zum Gegenstand von Koalitionsverhandlungen machen!“

 

Hier können Sie Fotos der Aktion zur freien Verwendung downloaden:

http://www.ausgestrahlt.de/presse/presse-fotos/aktion-gundremmingen/

.ausgestrahltNews | Film ab: AKW Gundremmingen off!

.ausgestrahlt-Newsletter
14. September 2017
es schreibt Angela Wolff

Lesen, handeln und weiterschicken!

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Liebe/r Anti-Atom-Aktive,

die Bundestagswahl rückt näher. Spätestens jetzt sollten die Politikerinnen und Politiker, die in der kommenden Legislaturperiode umweltpolitische Verantwortung für dieses Land übernehmen wollen, eine Sache auf dem Zettel haben: Das endgültige Abschalten des Atomrisikos von Gundremmingen! Beide Reaktoren, B und C, müssen in 2017 vom Netz genommen werden, lautet die Botschaft, zu der .ausgestrahlt in Zusammenarbeit mit dem Umweltinstitut München und der IPPNW jetzt auch einen Film gemacht hat.

Als Newsletter-Leser*in gehörst Du zu den ersten, die den einminütigen „B-und-C-Abschalten“-Clip zu sehen bekommen und ihn dann hoffentlich mit vielen Menschen teilen. Die Premiere ist nämlich genau jetzt hier.

Stopp! – bevor Du Dir den Film ansiehst, nimm Dir doch bitte noch kurz Zeit für

weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar
4. Gefälschte Sicherheitsnachweise: Welche Atomanlagen sind betroffen?
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Herzliche Grüße

Angela Wolff
und das ganze .ausgestrahlt-Team
1. Großbuchstaben-Aktion vor dem AKW Gundremmingen am 17. September

„Große Worte“ sind zu Wahlkampfzeiten nicht selten. Am 17. September kommen sie aber in ganz besonderer Form und nicht aus den Mündern von Politiker*innen. Mit einer pressebegleiteten Protestaktion vor dem AKW Gundremmingen lenken .ausgestrahlt, das Umweltinstitut München und die Mahnwache Gundremmingen die Aufmerksamkeit ein weiteres Mal auf das, was laut Umfrage die absolute Mehrheit der Bayer*innen fordert: AKW Gundremmingen abschalten! Wenn Du am Sonntagvormittag in der Gegend bist, komm doch vorbei. Die Aktion startet gegen 11.30 Uhr und wird ca. eine Stunde dauern.
2. Jochen Stay erhält den Nuclear-Free Future Award

Das .ausgestrahlt-Team jubelt, denn Jochen Stay wird morgen in Basel mit dem Nuclear-Free Future Award (NFFA) ausgezeichnet. Jochen erhält den Preis in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Nuclear-Free Future Award wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen. Die Preisverleihung ist öffentlich und beginnt um 18.30 Uhr im Kollegienhaus der Universität Basel. Hier die .ausgestrahlt-Presseerklärung dazu, auch mit Infos zum NFFA 2017 und zu den weiteren Preisträger*innen.

Und falls Du den (undotierten) Preis für Jochen noch aufwerten möchtest, kannst Du hier – wenn Du es noch nicht bist – Förderin oder Förderer von .ausgestrahlt werden.
3. Dritter Castor-Transport auf dem Neckar

Der dritte von insgesamt fünf geplanten Castor-Transporten auf dem Neckar wird voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte stattfinden –  sehr wahrscheinlich wieder an einem Mittwoch. EnBW hat vorgestern bereits drei leere Castorbehälter zur Beladung nach Obrigheim verschiffen lassen. Das Beladen dauert ca. zwei bis drei Wochen. In der vergangenen Woche wurde der zweite Castor-Transport erneut von Protesten begleitet und diese fanden viel Beachtung in den Medien.
4. Fehlende Sicherheitsüberprüfungen: Welche Atomanlagen sind betroffen?

Ein Angehöriger der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) hat über Jahre hinweg bewusst Sicherheitsunterlagen von Mitarbeiter*innen manipuliert. Im .ausgestrahlt-Blog kannst Du nachlesen, wie es möglich sein konnte, dass Personen ohne behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung in sensiblen Bereichen von Atomanlagen gearbeitet haben und warum der Skandal nicht nur Jülich, sondern Atomanlagen im gesamten Bundesgebiet betrifft.

Du wohnst in der Nähe einer Atomanlage und fragst Dich, ob dort ebenfalls Personen mit gefälschten Sicherheitsunterlagen gearbeitet haben? Frag doch einmal bei der zuständigen Landesatomaufsicht nach; die Adresse findest Du hier.

Wir sammeln Infos zu den Vorfällen und würden uns freuen, wenn Du uns auch das Ergebnis Deiner Nachforschungen mitteilst. Am liebsten per E-Mail an:
info@ausgestrahlt.de.
5. Neu im .ausgestrahlt-Webshop

Endlich da: Tabletten „GundremmingenAkut“

Eine Geduldsprobe lang haben wir auf die Lieferung der GundremmingenAkut-Tabletten gewartet. Jetzt sind sie endlich da: 18 Pfefferminz-Dragees in Jodtabletten-Aufmachung. Natürlich mit Beipackzettel zu den Risiken und Nebenwirkungen des AKW Gundremmingen.
Großen Dank an alle, die gemeinsam mit uns geduldig geblieben sind!

WICHTIG: „GundremmingenAkut“ erhöht die Aufmerksamkeit vor dem Störfall – bei einem Super-GAU helfen die Pillen ebenso wenig wie Jodtabletten.

Passend für unterschiedlich große Geldbeutel: „GundremmingenAkut“-Tabletten zum ermäßigten Preis (1 Euro), zum normalen Preis (1,50 Euro) oder zum Soli-Preis (2 Euro).
Neu: Bernward Janzing:  „Vision für die Tonne“

Bernward Janzing dokumentiert den jahrzehntelangen Widerstand gegen Atomkraft in Mitteleuropa. Auf seiner „Reise“ durch anti-atombewegte Zeiten begegnet er außergewöhnlichen Charakteren, deren Geschichten er in seinem Buch festhält.
Alle neuen Produkte (und viele weitere) findest Du im .ausgestrahlt-Webshop.
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Die Umweltorganisation Robin Wood sucht zum 1. Dezember 2017 eine*n Energiereferenten*in. Ausführliche Informationen findest Du in der Stellenausschreibung.

Das Standardwerk zur weltweiten Entwicklung der Atomkraft ist neu erschienen. Die 2017er-Ausgabe des „World Nuclear Industry Status Report“ findest Du hier.

„Großbuchstaben bringen es auf den Punkt: Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten!“

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Mahnwache Gundremmingen Umweltinstitut München

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Gemeinsame Presse-Einladung

 

Protestaktion am AKW Gundremmingen

am Sonntag, dem 17. September, um 11.30 Uhr

 

„Großbuchstaben bringen es auf den Punkt:

Atomrisiko Gundremmingen jetzt abschalten!“

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Vorfeld der Bundestagswahl werden Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner vor dem AKW Gundremmingen ihre Forderung, beide Reaktorblöcke noch in diesem Jahr abzuschalten, mit einer bildmächtigen Aktion verdeutlichen. Mit großen Buchstaben werden die Aktiven vor der Kulisse des Atomkraftwerks einen Slogan bilden.

Den genauen Ort der Protestaktion finden Sie hier:

https://www.ausgestrahlt.de/akw-gundremmingen/aktionskarte

 

Jochen Stay erhält den Nuclear Free Future Award

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

 

Hamburg, 12. September 2017

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Preisverleihung am Freitag in Basel

Am Freitag erhält  der Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt Jochen Stay in Basel den „Nuclear Free Future Award“ in der Kategorie „Besondere Anerkennung“. Der Preis wird seit 1998 weltweit an Menschen verliehen, die sich erfolgreich für eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie einsetzen.

Die weitere Preisträgerinnen und Preisträger in diesem Jahr sind:

Almoustapha Alcahen, Niger (Kategorie Widerstand) Janine Allis Smith und Martin Grant Forwood, Großbritannien (Aufklärung) Hiromichi Umebayashi, Japan (Lösungen) Die Unermüdlichen der Schweizer Anti-Atom-Bewegung (Besondere Anerkennung)

 

Auszug aus der Begründung für die Nominierung:

„Jochen Stay ist seit 30 Jahren im Widerstand gegen die Atomkraft aktiv, schwerpunktmäßig im Widerstand gegen Atommüll-Projekte und -Transporte.

Von Wackersdorf über Neckarwestheim, Biblis, Brokdorf, Ahaus bis Gorleben und an vielen anderen Standorten hat er seine Spuren hinterlassen.

Nach dem Aus von Wackersdorf hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Anti-Atom-Bewegung den Widerstand gegen die Castor-Transporte zu den Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield zu ihrem Schwerpunktthema gemacht hat. Dadurch konnte die Zahl der dort ankommenden Brennelemente deutlich reduziert werden.

Ab 1992 hat er im Wendland an entscheidender Stelle dazu beigetragen, die Castor-Transporte nach Gorleben zum Symbol in der Auseinandersetzung um Atommüll und Atomkraft zu machen. Als ein maßgeblicher Stratege im Hintergrund und eine hörbare öffentliche Stimme des wendländischen Widerstands hat er damit den Gorleben-Konflikt bundesweit neuen Generationen zugänglich gemacht – und gleichzeitig die anderen Standorte nie vernachlässigt. Nur 13 Transporte nach Gorleben konnten durchgesetzt werden. Seit 2011 gilt ein Transportestopp.

Das von ihm mitentwickelte Mobilisierungs- und Blockadekonzept von X-tausendmal quer hat zu den größten und langanhaltendsten Sitzblockade-Aktionen in der Geschichte der Anti-Atom-Bewegung geführt.

Die Ideen und Konzepte von X-tausendmal quer wurden von vielen anderen Protestbewegungen national und international aufgegriffen.

Mit dem Aufbau der Organisation .ausgestrahlt konnte Jochen Stay ab 2008 maßgeblich zur Renaissance der Anti-Atom-Bewegung beitragen. Mit seinem Optimismus, seinem Gespür für politische Chancen, seiner Hartnäckigkeit und seiner Tatkraft hat er selbst fast aussichtlos erscheinende Projekte wie die 120 km lange Menschenkette von Brunsbüttel nach Krümmel im Jahr 2010 zu einem großen Erfolg geführt.

 

Nach Fukushima war .ausgestrahlt gewissermaßen die Koordinationsstelle und eine wesentliche Stimme der Anti-Atom-Bewegung in Deutschland.

Innerhalb von zwei Wochen wurden zusammen mit zahlreichen Bündnispartnern vier parallele Großdemonstrationen mit insgesamt 250.000 Menschen organisiert. Über Monate folgten weitere Großproteste und nach einem Aufruf von .ausgestrahlt wöchentliche Mahnwachen in über 700 Städten. Nur durch den anhaltenden Protest ist es gelungen, der Bundesregierung die Stilllegung von acht Atomkraftwerken abzutrotzen. In keinem anderen europäischen Land gab es nach Fukushima eine ähnliche Entwicklung.

In der seither wieder kleiner gewordenen Bewegung ist .ausgestrahlt und sein Sprecher Jochen Stay ein wesentlicher Akteur, der das Thema in der Öffentlichkeit hält und weiter für einen schnelleren Atomausstieg kämpft. Für viele AtomkraftgegnerInnen ist .ausgestrahlt heute ein bedeutsamer  Wächter, der darauf achtet, was atompolitisch schief läuft und wo es gilt, seine Stimme zu erheben.

Natürlich hat Jochen Stay keines dieser Projekte alleine umgesetzt, sondern es waren immer viele unterschiedliche Menschen und Organisationen beteiligt. Aber er war in vielen Fällen eine treibende Kraft. Ohne seine fast unerschöpfliche Energie, ohne seinen Widerstandsgeist, ohne seine argumentative Schärfe, aber auch seine Fähigkeit, ganz unterschiedliche Akteure in Bündnissen zu vereinen, hätte die Anti-Atom-Bewegung in Deutschland weniger erreicht.“

 

Mehr über die Preisträgerinnen und Preisträger:

http://www.nuclear-free-future.com/home/news/310-preistraeger-2017/

 

Mehr über den Preis:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nuclear-Free-Future-Award