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Ahaus: Bürgerinitiative spricht mit Bundesforschungsministerin Karliczek / Demonstration am 9. März 2019

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(Bonn / Ahaus, 11.02.2019) Mitglieder der Bürgerinitiative „Kein
Atommüll in Ahaus“ haben Bundesforschungsministerin Anja Karliczek
persönlich ihre ablehnende Haltung gegenüber drohenden
Castor-Atommülltransporten von Garching (Bayern) bzw. Jülich (NRW) nach
Ahaus (NRW) verdeutlichen können. Bei einem Treffen in Bocholt (NRW)
konnten die Mitglieder der Bürgerinitiative ein direktes Gespräch mit
der Ministerin führen.

Das Gespräch wurde im Vorfeld einer überörtlichen Demonstration
durchgeführt. Diese wird am 9. März, 2 Tage vor dem 8. Jahrestag der
Fukushima-Katastrophe, in Ahaus stattfinden. Mit dieser Demonstration
soll u. a. gegen weitere Castor-Atommülltransporte nach Ahaus und gegen
die weitere Atommüllproduktion in Atomkraftwerken und Uranfabriken
protestiert werden. Neben der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus
rufen bereits rund 20 weitere Organisationen zur Teilnahme an der
Demonstration auf, darunter auch der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU), in dem die Ahauser Bürgerinitiative organisiert ist.
In dem Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration heißt es: „Zum einen
müssen wir unseren Protest jetzt auf die Straße tragen, bevor die ersten
Castoren aus Garching oder Jülich nach Ahaus rollen. Zum anderen wollen
wir an den Jahrestag des Unfalls von Fukushima am 11. März 2011 erinnern
und uns mit der japanischen Anti-Atom-Bewegung solidarisieren.“

Ausführliche Informationen zur Demonstration unter
https://atommuell-protest.de

Weitere Informationen:
https://www.bi-ahaus.de, https://ahauser-erklaerung.de,
https://bbu-online.de

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Unterschriftenaktion gegen Atommülltransporte: „Ahauser Erklärung“ / BBU unterstützt Ahauser Bürgerinitiative

BBU-Pressemitteilung

17.09.2018

bbu

(Bonn, Düsseldorf, München, 17.09.2018) Über 360 Menschen haben am Sonntag (16.09.2018) bei einer Kundgebung der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ in der Ahauser Innenstadt die neue „Ahauser Erklärung“ unterschrieben. Sie sprechen sich damit gegen drohende Atommüll-Transporte aus Jülich (NRW) und Garching (Bayern) nach Ahaus aus. Außerdem fordern sie, dass die bis 2036 genehmigte Zwischenlagerung von Atommüll in Ahaus keinesfalls verlängert werden darf.

 

Die Ahauser Bürgerinitiative ist im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) organisiert. Der BBU unterstützt die Aktivitäten der Bürgerinitiative und ist bei der bundesweiten Verbreitung der „Ahauser Erklärung“ behilflich. .

 

Mit der Unterschriftenaktion will die Bürgerinitiative in den nächsten Wochen und Monaten den Widerstand in Ahaus und darüber hinaus verstärken. Die „Ahauser Erklärung“ gibt es bei der Bürgerinitiative in Papierform als Unterschriftenliste, sie kann zudem auch im Internet unterzeichnet werden unter www.ahauser-erklaerung.de <http://www.ahauser-erklaerung.de>.

 

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ hofft auf örtliche und überörtliche Unterstützung von Privatpersonen, aber auch von Firmen, Vereinen und Verbänden. Die gesammelten Unterschriften sollen an die verantwortlichen Bundesministerinnen für Umwelt und Nukleare Sicherheit sowie für Bildung und Forschung, Svenja Schulze und Anja Karliczek, übergeben werden. In einer aktuellen Pressemitteilung der Bürgerinitiative vom 16. September 2018 bekundet der Sprecher der Bürgerinitiative Hartmut Liebermann: „Es wird Zeit, dass sich die verantwortlichen Ministerinnen, die beide aus dem Münsterland kommen, endlich auch um die Belange dieser Region kümmern.“

 

Bei der Kundgebung am Sonntag wurden auch zahlreiche Informationsblätter und die aktuelle Ausgabe der „Gorleben Rundschau“ verteilt, die schwerpunktmäßig die Misere der Zwischenlagerung von Atommüll in Ahaus beschreiben.

 

Weitere Informationen: www.bi-ahaus.de <http://www.bi-ahaus.de>, http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=10826,

https://bbu-online.de, http://www.atommuellkonferenz.de

BBU: Nein zu EURATOM

BBU-Pressemitteilung, 12.09.2018

bbu

13.09.2018: Protest in Berlin gegen den EURATOM-Vertrag

(Bonn, Berlin, 12.09.2018)Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. solidarisiert sich mit einer Protestaktion, die am Donnerstag (13.09.2018) in Berlin von 17 bis 18 Uhr vor der Vertretung der EU-Kommission stattfinden wird. (Unter den Linden 78, 10117 Berlin). Mit der Aktion soll der Forderung nach Auflösung des sogenannten EURATOM-Vertrages Nachdruck verliehen werden.

BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz betont, dass die Bundesrepublik Deutschland ihre EURATOPM-Mitgliedschaft unbedingt kündigen muss. „Wer aus der Atomenergie aussteigen will, darf nicht an dem EURATOM-Vertrag festhalten.“

In einem Aufruf zur Teilnahme an der Aktion heißt es dazu: „Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) zu den geplanten Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C hat überdeutlich gezeigt, dass der EURATOM-Vertrag sofort gekündigt werden muss. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass „Förderung der Kernenergie auch mittels Anreizen sich mit dem Ziel der „EURATOM-Gemeinschaft, Investitionen im Bereich der Kernenergie zu erleichtern“ decke.

Der EURATOM-Vertrag ist ein Relikt aus den 1950er Jahren, als auch die deutsche Regierung den Besitz von Atomwaffen anstrebte und den Menschen vorgaukelte, mit der „friedlichen Nutzung“ der Atomenergie so etwas wie ein „Paradies auf Erden“ schaffen zu können. In der Präambel des Vertrags heißt es, dass „die Kernenergie eine unentbehrliche Hilfsquelle für die Entwicklung und Belebung der Wirtschaft und für den friedlichen Fortschritt darstellt“. Ziel sei „die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie […], welche die Energieerzeugung erweitert“. Da die Atomtechnologie höchst kostenintensiv ist, konnten Atomkraftwerke damals und können sie auch heute nur mit erheblichen staatlichen Subventionen gebaut und betrieben werden.“

Quelle und vollständiger Text des Aufrufes: https://www.antiatomberlin.de
Direktlink: https://www.antiatomberlin.de/termine-uebersicht/icalrepeat.detail/2018/09/13/661/88/protest-vor-der-vertretung-der-eu-kommission.html?filter_reset=1

Hintergrundinformationen:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=LEGISSUM%3Axy0024

http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/15519-europas-liebe-zu-euratom-broeckelt

http://www.fr.de/wirtschaft/euratom-im-club-der-atomfreunde-a-316688

https://www.deutschlandfunk.de/europaeische-atomgemeinschaft-euratom-der-grosse-foerderer.724.de.html?dram:article_id=382156

http://www.raus-aus-euratom.at

Bundesumweltministerium: Stilllegung oder Exportstopp für Urananreicherung Gronau?

Foto OMA Gronau 30.03.2018 Demozug Röntgenstraße

Die Proteste gegen die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau reissen nicht ab: Ostermarsch 2018 zur UAA Gronau (Karfreitag, 30.03.2018)

 

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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

 

Gronau/Münster/Schüttorf, 9. April 2018

 

Stilllegung oder Exportstopp für Urananreicherung Gronau?

Bundesumweltministerium prüft beide Varianten / Atomkraftgegner fordern auch Stilllegung der Lingener Brennelementefabrik

Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze prüft die mögliche Untersagung von Lieferungen von angereichertem Uran aus Gronau für Atomanlagen im Ausland, „deren Sicherheit aus deutscher Sicht zweifelhaft ist“. Außerdem prüft sie darüber hinaus auch die Möglichkeit einer generellen Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW). (Quelle: Aktuelle Stunde des WDR, Karfreitag). Die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) gehen davon aus, dass diese Ankündigung auch für die benachbarte Brennelementefabrik Lingen (Niedersachsen) gilt.

Schon lange kritisieren Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände wie der BBU, dass es für die Uranfabriken in Gronau und Lingen bisher keine Laufzeitbegrenzung gibt. Im vergangenen Herbst hatten zwei Gutachten im Auftrag des Bundesumweltministeriums bestätigt, dass sowohl die Urananreicherungsanlage Gronau wie auch die Brennelementefabrik in Lingen im Rahmen des deutschen Atomausstiegs rechtssicher stillgelegt werden können. Laut aktuellem Koalitionsvertrag soll zunächst der Export von angereichertem Uran und Brennelementen eingeschränkt werden. Hier hatte ein Gutachten für die atomkritische Ärzte-Organisation IPPNW ebenfalls entsprechende Handlungsmöglichkeiten der Bundesregierung aufgezeigt.

 

Neue Umweltministerin muss schnell Ausstiegsbeschlüsse für die Uranfabriken präsentieren

„Es freut uns, dass die neue Bundesumweltministerin dieses ernste und drängende atomare Problem nun offensichtlich rasch angehen will. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die hiesigen Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen zu Recht stillgelegt werden, die Risikoreaktoren im benachbarten Ausland jedoch aus Gronau und Lingen mit Uranbrennstoff weiterbeliefert werden. Wir fordern, dass die neue Ministerin hier schnell klare Ausstiegsbeschlüsse präsentiert, die den Atomausstieg auch für die Uranfabriken in Gronau und Lingen umsetzen,“ so Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und Mitglied im Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Schon im August 2016 hatte Svenja Schulze, damals noch als NRW-Landtagsabgeordnete, eine rechtssichere Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau gefordert.

 

(Quelle: http://www.spd-muenster.de/news/detail/news/spd-muenster-fuer-ende-der-urananreicherung-in-gronau/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=de3c2c1cb223049c95f6b848847b4a75)

 

 

Zum Hintergrund: Der auch in der Bundesrepublik Deutschland tätige internationale Urananreicherer Urenco beliefert von Gronau aus rund 10 % des Weltmarktes mit angereichertem Uran zur Brennelementeproduktion.

Kunden sind u. a. die belgischen AKW-Betreiber, aber auch z. B. die Ukraine. In Lingen produziert der französische Atomkonzern EDF/Framatome direkt für die belgischen AKW, aber auch z. B. für Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, Schweden und Finnland.

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern bereits seit langem ein Aus für Uranexporte sowie die Stilllegung dieser beiden Atomfabriken. Im Atomausstiegsgesetz wurden sie 2011 nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima aber „vergessen“ und dürfen deshalb derzeit noch unbefristet weiterlaufen. Im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche führte Karfreitag auch ein Ostermarsch zur Gronauer Urananreicherungsanlage und unterstrich die Stillegungsforderungen. In Lingen finden am 26. April sowie am 9. Juni weitere Protestaktionen statt.

 

Weitere Informationen:

www.sofa-ms.de <http://www.sofa-ms.de>, www.urantransport.de <http://www.urantransport.de>, www.bbu-online.de <http://www.bbu-online.de>

7 Jahre nach Fukushima – BBU fordert Sofortausstieg! Bundesweit Gedenk-und Protestveranstaltungen

BBU-Pressemitteilung, 08.03.2018

 

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(Bonn / Berlin, 08.03.2018) Anlässlich des 7. Jahrestages des Beginns der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan, 11. März 2011) ruft der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bundesweit zur Teilnahme an Gedenk- und Protestveranstaltungen rund um den Jahrestag auf. „Die Katastrophe und ihre anhaltenden Folgen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Das Mitgefühl des BBU gilt den betroffenen Menschen in Japan. Und in der Bundesrepublik muss der Atomausstieg endlich richtig und umfassend vollzogen werden“, fordert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Dreckiger Kohlestrom darf dabei keine Alternative zum Atomstrom sein. „Die Zukunft gehört der Solarenergie und der Windkraft“.

 

Der BBU weist darauf hin, dass besonders Initiativen im Bereich von Atomanlagen und von Atommüll-Lagern mit vielfältigen lokalen Veranstaltungen an die Fukushima-Katastrophe erinnern und einen umfassenden Atomausstieg einfordern. Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis z. T. Ende 2022 ist unverantwortlich und auch die sonstigen Atomanlagen wie die Uranfabriken in Gronau und Lingen müssen sofort stillgelegt werden.

 

Hier eine unvollständige Übersicht lokaler und überregionaler Aktivitäten:

 

10.03., Berlin, Kazaguruma-Demonstration, 13 Uhr, Brandenburger Tor / Pariser Platz

 

10.03., Gronau, Mahnwache, 12.00 – 13.00 Uhr, Neustraße (vor „Bruno Kleine“)

 

10.03., Landshut, Filmvorführung zum Thema Atommüll, 17 Uhr, Landshuter Umweltmesse, Niedermayerstraße 100

 

10.03., Mosbach, Mahnwache, 11.30 Uhr – 12.00 Uhr, Kirchplatz

 

11.03., Bonn, Filmvorführung über Fukushima, 11.00 Uhr, Neue Filmbühne, Friedrich-Breuer-Straße 68-70

 

11.03., Gorleben, Sonntagsspaziergang am Bergwerksgelände, 13.00 Uhr

 

11.03., Lingen, Mahnwache, 18.00 – 18,30 Uhr, Altes Rathaus, Marktplatz

 

11.03., Münster, Filmvorführung über Fukushima, 12.00 Uhr, Cinema, Warendorfer Str. 45

 

11.03., Neckarwestheim, überörtliche Demonstration zum Atomkraftwerk,

13.00 Uhr ab Bahnhof Kirchheim / Neckar

 

12.03., Dannenberg, Mahnwache, Kundgebung und Treckerkonvoi, 18.00 Uhr, Marktplatz

 

13.03., Hamburg, Infoveranstaltung über die Gefahren der Atomtransporte,

19.00 Uhr, Centro Sociale, Raum Kubus, Sternstr. 2, Ecke Neuer Kamp

 

18.03., Ahaus, Kundgebung, 14.00 Uhr, Innenstadt / am Mahner

 

Weitere Informationen: https://www.facebook.com/BBU72

 

Europäischer Brücken-Aktionstag gegen Atomgefahren

 

Zudem findet am Samstag, 10.03., eine international vernetzte Aktion statt, in deren Rahmen in vielen Städten auf Autobahnbrücken mit Transparenten und Anti-Atomkraft-Fahnen demonstriert wird. Damit soll auf die europäische Bedrohung durch die Nutzung der Atomkraft und deren Gefahren (GAU, Terrorgefahren, Verlängerung der Laufzeiten, Ausbau von AKWs etc.) hingewiesen werden. In der Bundesrepublik gibt es dabei Aktionen u. a. auf Brücken in Berlin, Freiburg, Karlsruhe, Saarbrücken und Trier. Auch in Belgien und Frankreich finden Brückenproteste statt.

 

http://chainehumaine.fr/aufruf-zum-europaischen-bruckentag

 

Mit diesen und vielen weiteren Aktionen soll verdeutlicht werden, dass kein weiterer Atommüll, für den es weltweit keinen sicheren Platz gibt, produziert werden darf. Mit der notwendigen Stilllegung der AKW und Atomanlagen wird das Risiko großer Katastrophen reduziert, deren Wahrscheinlichkeit steigt, weil die Anlagen schon alle sehr alt sind.

 

Über die konkreten Folgen der Atomkatastrophe in Japan schreibt Kazuhiko Kobayashi aus Tokyo: „Aber die Regierung will für die aus Fukushima geflohenen Mütter und Kinder kein Geld ausgeben. Sie holt sie sogar mit allen gemeinen psychischen und physischen Druckmitteln und Tricks wieder in Fukushima zurück. So sind von den aus Fukushima geflohenen 17,895 Kindern mehr als Hälfte, nämlich 9,271 Kinder wieder in Fukushima zurückgeholt worden, so bleiben nur noch 8,624 Kinder im Fluchtort außerhalb von Fukushima, deren Mütter trotz aller Schwierigkeiten weiterhin unbedingt ihre Kinder vor der atomaren Strahlungsgefahr schützen wollen.“ (Vollständiger Text, siehe unten). Der BBU hat in den letzten Jahren wiederholt Vortragsveranstaltungen mit Kazuhiko Kobayashi in der Bundesrepublik durchgeführt.

24.2.2018: Aktionstag gegen Urantransporte

BBU-Pressemitteilung

15.02.2018

 

bbu

(Bonn / Hamburg, 15.02.2018) Am 24. Februar 2018 findet ein bundesweiter Strecken-Aktionstag gegen Urantransporte statt.

Anti-Atomkraft-Initiativen rufen zur Teilnahme an Mahnwachen auf, mit denen auf die Gefahren der zahlreichen Urantransporte hingewiesen werden soll. Gleichzeitig richten sich die Protestaktionen generell gegen die Nutzung der Atomenergie. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass erste konkrete Aktionen in Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz angekündigt wurden. http://urantransport.de/aktionstage/streckenaktionstag-2018

 

In dem Aufruf zur Teilnahme an den Protestaktionen heißt es: „Wir wollen auf den Transport von Uranerzkonzentrat (auch bekannt als „Yellow Cake“) aufmerksam machen, das regelmäßig im Hamburger Hafen verladen wird und dann per Bahn bis Narbonne im Süden Frankreichs fährt, inklusive radioaktiver Strahlung und entsprechender Gefährdung. Uranerzkonzentrat ist eine Art gelbes Pulver, das aus den Uranminen kommt und in Narbonne in Uranhexafluorid (sehr giftiges Zeug) umgewandelt wird, damit es in Gronau z.B. für Brennelemente angereichert werden kann.“

 

Das Uranerzkonzentrat fährt über den Schienenweg von Hamburg über Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier, danach über Metz und Woippy bis Narbonne. Die Anti-Atomkraft-Initiativen rufen zum Protest entlang dieser Transportstrecke auf.

 

Udo Buchholz vom BBU-Vorstand betont, dass sich der Aktionstag gegen viele Gefahren der Atomindustrie richtet. „Der Schwerpunkt der Proteste richtet sich gegen konkrete Transporte von Uranerzkonzentrat. Die Proteste richten sich aber auch gegen alle Uran- und Atomtransporte, sowie gegen Atomkraftwerke und Uranfabriken. Und der Protest richtet sich auch gegen den Uranabbau, der in vielen Ländern erfolgt und der die Rohstoffe der Atomindustrie liefert.“

 

Urantransporte erfolgen auch mit LKW – Hilfskräfte werden vorab nicht informiert

 

Der BBU weist darauf hin, dass Urantransporte nicht nur mit der Bahnerfolgen, sondern auch mit LKW. Oft fahren die Transporte unerkannt durch Wohngebiete; Hilfskräfte wie Feuerwehren oder das THW werden im Vorfeld nicht über derartige Transporte informiert und wären im Ernstfall selber den Gefahren radioaktiver Strahlung ausgesetzt.

 

Wer nicht im Nahbereich der Bahnstrecke Hamburg – Narbonne wohnt, kann am 24. Februar auch in anderen Orten, unabhängig vom Streckenverlauf Mahnwachen, Kundgebungen oder Infostände gegen Uran- und sonstige Atomtransporte organisieren. Wo es zeitlich besser passt, können Mahnwachen auch am 23.2. oder am 25.2. durchgeführt werden. Zur bundesweiten Vernetzung ist es sinnvoll, die „Bundesweite Vernetzung gegen Urantransporte“ über geplante Aktivitäten zu informieren, damit sie gemeinsam beworben werden können. Kontakt: kontakt@urantransport.de <mailto:kontakt@urantransport.de>

 

Weitere Informationen über die Gefahren der Urantransporte, über den Aktionstag am 24.2.2018 sowie über konkrete Aktionen unter http://urantransport.de. Informationen zum Thema Uranabbau:

http://www.wise-uranium.org, http://www.menschenrechte3000.de

Leckage im AKW Lingen 2: Störfälle und Pannen häufen sich

BBU-Pressemitteilung, 17.11.2017

bbu

(Bonn / Berlin / Hannover, 17.11.2017) Der Weiterbetrieb des Atomkraftwerkes Lingen 2 ist aus Sicht des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) nicht hinnehmbar. Mitte der Woche
hatte das Niedersächsische Umweltministerium die Öffentlichkeit erneut
über ein besonderes Vorkommnis im AKW Lingen 2 informiert. Diesmal ging
es um eine Leckage im Nebenkühlwassersystem. „Das Nebenkühlwassersystem
ist ein kombiniertes System, das zur Wärmeabfuhr aus der Anlage sowohl
im Normalbetrieb zum Beispiel von betrieblichen Einrichtungen wie etwa
Klimaanlagen als auch bei Störfällen genutzt werden kann“, so das
Ministerium. Erst Ende Oktober war es im AKW Lingen 2 durch eine defekte
Sicherung in einem Spannungsregler zu einem Ausfall von Teilen der
Brandmeldeanlage gekommen. Als Folge waren mehrere Brandmelder nicht
verfügbar.

Der BBU, in dem u. a. auch der Elternverein Restrisiko Emsland, der
Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen und das
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen organisiert sind, fordert
schon lange die Stilllegung des AKW Lingen 2. „Das AKW Lingen 2 soll
noch bis Ende 2022 betrieben werden. In der Zeit fällt aber weiterhin
Atommüll an, für den es kein Entsorgungskonzept gibt, und niemand kann
garantieren, dass der nächste Störfall nicht zu einer Katastrophe
führt“, kritisiert BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz

In Lingen gab und gibt es immer wieder Demonstrationen gegen das AKW
Lingen 2 und die benachbarte Brennelementefabrik. Noch im September
forderten rund 500 Personen in der Innenstadt von Lingen u. a. die
sofortige Stilllegung dieser Atomanlagen und das Verbot der damit
verbundenen Atomtransporte.Zudem haben schon weit über 200 Initiativen
und Organisationen die Lingen-Resolution unterschrieben, mit der die
sofortige Stilllegung des AKW Lingen 2 und der Brennelementefabrik in
Lingen gefordert wird. Es werden weitere Unterstützungserklärungen
gesammelt.

Mit Blick auf die aktuellen Regierungsbildungen in Hannover und in
Berlin fordert der BBU, dass das Thema Atomausstieg sowohl in
Niedersachsen als auch auf der Bundesebene verstärkt auf die politische
Tagesordnung gesetzt werden muss.

Und auch von der neuen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen fordert
der BBU ein engagiertes Vorgehen gegen die Atomanlagen in Lingen, die
sich nur wenige Kilometer nördlich der Landesgrenze von NRW und
Niedersachsen befinden. „Die Bevölkerung in NRW wird nicht nur von den
belgischen AKW bedroht, sondern auch vom AKW Lingen 2“, so Udo Buchholz,
der sich als Münsterländer bereits schon seit Jahrzehnten gegen das AKW
Lingen 2 engagiert.

Pressemitteilung des NMU zum jüngsten Vorkommnis im AKW Lingen 2:
https://www.umwelt.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/meldepflichtiges-ereignis-im-atomkraftwerk-emsland-kke-159529.html

Lingen-Resolution:
http://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%202017.pdf