Schlagwort: BI Umweltschutz

BI Umweltschutz: Was ich nicht gefragt werde, beantworte ich auch nicht

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

Pressemitteilung 03.05.2018

bi umweltschutz castor antiatom

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) hat im vergangenen Jahr begonnen, bundesweit geologische Daten für die Suche nach einem Endlagerstandort für hoch radioaktiven Atommüll zu erheben.Nach Standortauswahlgesetz sollen in einem ersten Schritt des Suchverfahrens Teilgebiete mit günstigen geologischen Voraussetzungen ermittelt werden. Ungeeignete Gebiete sollen durch die Anwendung von

Ausschlusskriterien identifiziert und aus dem Suchverfahren ausgeschlossen werden.
Die niedersächsischen Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne) hat nachgefragt, welche Daten das Land Niedersachsen der BGE übermittelt hat.

Die Antwort des niedersächsischen Umweltministeriums spiegelt, dass das Land nicht bereit, eine kritische und hinterfragende Rolle einzunehmen, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Die Behörde verhalte sich nach dem Motto „Was ich nicht gefragt werden, beantworte ich auch nicht.“

So wird der Tatsache, dass weite Teile Norddeutschland von Eiszeiten berührt waren und mit Sicherheit wieder berührt werden, deshalb keine Bedeutung beigemessen, weil glaziale Ereignisse schlicht nicht zum Fragenkatalog des Standortauswahlgesetzes (StandAG) gehörten. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Das betrifft auch die Frage nach dem Ausschlusskriterium „Einbruchsee“über einem Salzstock, wie es beim Salzstock Gorleben-Rambow der Fall ist, auch die Frage, ob ein Endlager unter dem Urstromtal der Elbe errichtet werden kann,wird nicht beantwortet – wieder mit Verweis auf den vorgegebenen Fragenkatalog des StandAG.“

Offensichtlich wurden nicht einmal die acht Tiefbohrungen dokumentiert und übermittelt, die es zwischen 1907 und 1929 im Bereich Gorleben, Vietze und Brünkendorf während des Kalibooms gab, dabei wurden Teufen bis 1035 Meter erreicht. Dokumentiert sei, so die BI Umweltschutz,dass sie chaotisch oder gar nicht verfüllt wurden (s. Literatur). Ehmke:“ Unser Bemühen, die BGE auf diese Ereignisse hinzuweisen, wurden bisher nicht positiv aufgegriffen, das muss sich ändern.“

Literatur: „Unverritzt ist anders. Altbergbauim Salzstock Gorleben“ von Ulrich Reif. Zur Sache Nr. 11 „Salinare Hölle.“Lüchow März 2017
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Abfalllager Gorleben – viele offene Fragen, neue Transporte geplant

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
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Pressemitteilung 11.05.2018

antiatom castor
 

Das Abfalllager für schwach- und mittelaktive Abfälle in Gorleben muss am Ende komplett geräumt werden. Das bestätigten der technische Geschäftsführer der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) Wilhelm Graf und ihr Abteilungsleiter Dr. Michael Hoffmann auf Nachfrage.

Auf einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für atomare Angelegenheiten des Samtgemeinderats Gartow nahm die BGZ-Spitze nicht nur zu einem Fragenkatalog des Ausschusses Stellung, besorgte Fragen kamen auch aus dem Publikum – und dabei wurden viele Ungereimtheiten publik.

So zum Beispiel, dass nicht nur die „bekannten“1.309 Einzelfässer, deren Lagerungsgenehmigung ausläuft, ausgelagert und in Jülich nachkonditioniert werden müssen, auch alles andere „muss raus“, erklärten sie auf Nachfrage des BI-Sprechers Wolfgang Ehmke. Der Grund: auch die sogenannten „konradgängigen“ Container, die in Gorleben lagern, entsprechen nicht mehr den Einlagerungsbedingungen, sollte der Schacht Konrad bei Salzgitter tatsächlich eines Tages als nukleares Endlager genutzt werden.

Wer glaubt, dass das Abfalllager damit sukzessive geräumt würde, wurde enttäuscht, so die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), denn neue Einlagerungen von Mosaikbehältern mit mittelaktiven Abfällen seien anvisiert. „Der Atommülltourismus geht also weiter“,konstatiert die BI.

Eine Frage nach einem Brandschutzkonzept für das Abfalllager konnte die BGZ-Spitze nicht beantworten. Dr. Hoffman erklärte,dass es derzeit keine Berechnungen für den Fall gäbe, wie sich eine radioaktive Wolke für den Fall eines Brandes im Abfalllager verbreitet. Zwischenzeitlich ruderte die BGZ zurück und korrigierte gegenüber der BI diese Aussage. „Wir wollen diese Unterlagen einsehen und prüfen, ob das Sicherungskonzept noch aktuell ist“,kündigte Ehmke an. Denn Fässer und die Abfallgebinde würden beispielsweise keinerlei Schutz bei einem Flugzeugabsturz bieten.

 

BI Umweltschutz: Annalena Baerbock soll mal vorbeikommen

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

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Wendland Gorleben antiatom

Pressemitteilung 29.01.2018

 

 

Mit einem offenen Brief reagiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf Äußerungen der frisch gewählten Vorsitzenden der Grünen Annalena Baerbock.

Nun sind sie gewählt: als neues Spitzenduo der Grünen, Annalena Baerbock und Robert Habeck. Rein biografisch steht Annalena Baerbock für einen klaren Generationswechsel. Die Klima- und Europapolitikerin mit Wahlkreis in Brandenburg ist schon mit einem rot-grünen Weltbild groß worden, ihre Eltern haben sie schon zu Demos mitgenommen. Heute reibt die Juristin es den Älteren in der Partei gern unter die Nase, dass Heldengeschichten aus Gorleben nicht mehr ausreichen würden, um eine grüne Identität zu begründen.

Die BI sagt dazu: Es geht nicht um Heldengeschichten, auch wenn Frau Baerbock das immer wieder betont. Und das tut weh, wenn man nachliest, was sie zu Gorleben weiß. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagt sie:

Schmidt-Mattern: Da haben Sie jetzt schon ein bisschen aus Ihrer Jugend erzählt. Sie sind aufgewachsen in der Nähe von Hannover in einem kleinen Dorf. Das ist in den 80er Jahren eine hochpolitische Gegend gewesen. Wurden Sie da schon irgendwie grün geprägt oder wie kamen Sie eigentlich zu den Grünen?

Baerbock: Also, sicher schon auch familiäres Umfeld. So rückblickend denkt man ja auch immer: ‚Mensch, was hat man als Kind gemacht?‘ Also, irgendwie in der Grundschule habe ich thematisiert, dass wir keinen Fasching feiern durften wegen dem ersten Irakkrieg. Das kommt ja nicht bei so einem Kind alleine in den Kopf. Meine Eltern haben mich auch zu mehreren Demos mitgenommen. Ja, und dann sind wir so …

Schmidt-Mattern: Welche Demos? Gegen Gorleben wahrscheinlich?

Baerbock: Ja, schon als ich zwei war. Abrüstungsdemos also.

 

Sehr geehrte Frau Baerbock,

in Gorleben ging es nicht um Abrüstung, sondern um die Nutzung der Atomkraft, die sich in der BRD noch nicht wirklich, europaweit noch gar nicht erledigt hat. Immer noch laufen Atomkraftwerke und produzieren Müll, immer noch gibt es den Euratom-Vertrag, immer noch beliefert beispielsweise die Brennelementefabrik aus Lingen Atomkraftwerke weltweit mit Brennstäben.

Und in Gorleben geht es immer noch um den Atommüll, der Standort ist „gesetzt“ bei der Endlagersuche, m.a.W. die gesellschaftliche Auseinandersetzung um die Atommülllagerung hat sich lange nicht erledigt, das ist ein generationenübergreifendes Projekt.

Wir hoffen, dass Sie nicht länger abwertend über „Gorleben“ und das anhaltende Engagement von Menschen reden, die sich für eine demokratische Atommüllpolitik einsetzen. Gern begrüßen wir Sie im Wendland, wo Sie Ihre Kenntnisse auffrischen können.

[BI-Newsletter] Termine im Februar

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir hoffen, dass ihr einen guten Start ins Neue Jahr hattet und wünschen euch für das kommende viele schöne Momente und vor allem beste Gesundheit.

Mit unserer ersten Aktion im Neuen Jahr, dem traditionellen Neujahrsempfang, waren wir bereits mit gut hundert Menschen an den Atomanlagen in Gorleben und haben das Widerstandsjahr 2018 eingeläutet.
=> http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20043

Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr auf euch zählen können und befinden uns bereits in den Vorbereitungen für kommende Aktionen.
Unser zentrales Thema wird weiterhin der Umgang mit Atommüll sein. Die Auseinandersetzungen mit der Zwischenlagerung und dem Standortauswahlverfahren werden vorwiegend in Gremien zu begleiten sein, wobei wir immer auch im Auge behalten werden, die Themen flankierend mit Aktionen oder Demonstrationen zu bearbeiten.

Am 31.12.2017 wurde Block B des AKW Gundremmingen endgültig vom Netz genommen.
Ein weiterer großartiger Erfolg der Bewegung!
Es bleiben jedoch sieben Reaktoren in Betrieb, die weiterhin Müll produzieren. Auch das Gefahrenpotential durch den Betrieb von Atomkraftwerken wurde durch die Abschaltung von Gundremmingen B nur statistisch verringert und bleibt uns die kommenden Jahre erhalten.
Wir werden weiterhin auf eine sofortige Abschaltung drängen und dies auch mit unserer Teilnahme an Aktionen untermauern.

Wie in jedem Jahr werden wir auch wieder in Themenfelder eintauchen, die über die Atomkraft hinausgehen. Sei es beim Klimaschutz oder anderen relevanten Umweltthemen, wir werden mit Sicherheit ein paar „Ausflüge“ und Veranstaltungen anbieten.

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr, in dem es mal wieder viel zu tun gibt.
Packt doch einfach mit an!

Termine

 

Fr. 02.02.2018 – 19.00h – Ratskeller Lüchow –  Vortrag und Diskussion „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“ mit Manuel Reichhardt und Dennis Köhnke (TU Braunschweig)
Bis 2031 soll ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden werden, 2050 soll die Einlagerung beginnen. Das sind die offiziellen Vorgaben. Doch alle, die mit dem Thema Atommüll befasst sind, gehen davon aus, dass ein solches Endlager nicht vor 2080 den Betrieb aufnimmt.
Was heißt das für die bestehenden 12 Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten und die zentralen Castor-Hallen in Ahaus, Lubmin und Gorleben? In Gorleben zum Beispiel läuft die Betriebsgenehmigung im Jahr 2034 aus, aus 40 Jahren Zwischenlagerung werden 80 oder gar 100 Jahre.
Sind die Behälter mit dem hochradioaktiven Müll darin auf derart lange Lagerzeiten ausgelegt? Was ist mit der Sicherung dieser Lagerstätten gegen Terrorschläge oder Flugzeugabsturz? Welche weiteren Probleme sind mit der verlängerten Lagerung verbunden?
Sind Nachrüstung oder Neubau Alternativen? Wie gehen andere Länder mit dem Problem um?

Manuel Reichardt und Dennis Köhnke von der Technischen Universität Braunschweig aus dem Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz stellen Ergebnisse aus dem ENTRIA Forschungsprojekt zur „Oberflächenlagerung“ vor.

In Kooperation mit der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, der  Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg  und der  Rechtshilfe Gorleben.

 

Los geht´s um 19.00h im Ratskeller in Lüchow. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.
=> http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20159

 

Di. 06.02.2018 –  Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Alphabet“ (D 2013 – 109min.)
98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%.
Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht.
Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.

Los geht´s um 19.30h im Kino Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

 

Sa. 17.02.2018 – 12. Atommüllkonferenz in Kassel
Die Fachkonferenz der Anti Atom Initiativen lädt zur zwölften Atommüllkonferenz.
Für alle, die sich einmal auf den aktuellen Stand bundesweiter Diskussionen zum Thema Atommüll bringen wollen sei diese Konferenz ans Herz gelegt. Atommüllkonferenzen finden jeweils im Frühjahr und Herbst statt.

Alle Infos und das Programm findet ihr unter => www.atommuellkonferenz.de

 

So. 18.02.2018 –  17.00h – Gasthaus Wiese – „Aktiviert Euch!“


Die Auseinandersetzung um die Atomkraft hat das Wendland geprägt.

Du hast Lust, Ideen für das Widerstandsjahr 2018 zu sammeln, dich über Projekte zu informieren, dich mit anderen darüber auszutauschen oder selbst einen Beitrag zu leisten?

Das Wendland hat die Auseinandersetzung um die Atomkraft geprägt.

Komm zum BI-Treffen für Aktive und solche, die es werden wollen.
Bring dich ein, übernimm eine kleine Aufgabe und schreibe damit die Geschichte fort.

Klönschnack bei heißer Suppe und kalten Speisen!
Sonntag, 18. Februar 2018 um 17Uhr  Gasthof Wiese , Gedelitz

 

Do. 22.02.2018 – 20.15h / 21.30h – Kino Lüchow –  Filmabend: „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“ von Helmut Koch
Widerstandgeschichte in wackeligen Bildern sind am 41. Jahrestag der Standortbenennung, am 22. Februar, als Premiere um 20:15 und 21:30 Uhr im Lüchower Kino zu sehen.
„Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“ ist der Titel eines Super-8-Stummfilms der zwischen 1978 und 1980 im Wendland entstand.
Zu sehen ist: Wiederaufforstung auf dem „Platz“, Hochzeit in Schmarsau, Katastrophen-Winter, Demo in Lüchow, Geschichte einer Fahne, Niedersachsentag, Blockade der Celler Brunnenbau, Frauentag in Trebel, 1004-Besetzung und -Räumung und anderes.
Ein Film von Helmut Koch, 1980. 2016/17 digitalisiert, von 90 auf 58 Minuten geschnitten und mit Zwischen- und Untertiteln versehen.
Eintrtitt frei, die Hutkasse geht rum.

Bitte Plätze reservieren:  => www.wendland-kino.de

 

In Kooperation mit Helmut Koch, dem Kino „Alte Brennerei“ Lüchow, dem Gorleben Archiv und der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

20.01.2018 – Berlin – Demo „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“
Gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und Gerechten Welthandel werden am kommenden Wochenende die Menschen in Berlin auf die Straße gehen.

Aus dem Wendland werden sich Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern anschließen.

Ab Salzwedel könnt ihr aus dem Wendland mit der Initiative „IgiT“ gemeinsam mit der Bahn anreisen.

Alle Infos zur Demo gibt´s hier => www.wir-haben-es-satt.de/

Kontakt für die TreckerfahrerInnen => www.wir-haben-es-satt.de/trecker/organisatorisches/

Kontakt zu IgiT => www.igit.lindenweg.info

 

Wir wünschen allen Teilnehmenden eine kraftvolle Demonstration!

 

Empfehlenswert

 

Crowdfunding – Abfüllbar – Wendland!
Plastik ist praktisch, vielseitig und bunt. Plastik ist aber auch schädlich, für die Umwelt wie für die Gesundheit. Jeder von uns produziert im Durchschnitt mehr als 600 kg Abfall jährlich. Dies ist eine der höchsten Raten unter den Industrieländern. Obwohl wir recyceln und kompostieren, gelangt zu viel Müll in die Umwelt. Diese Abfälle verschmutzen unsere Gewässer, die Böden und sogar unsere Luft.
Plastikmüll ist besonders problematisch, da er sich nicht zersetzt, sondern in Mikroplastik zerfällt. Die winzigen Partikel gelangen über unsere Gewässer im Meer und werden von Fischen gefressen und landen so wieder auf unserem Teller. Viele Meerestiere verenden qualvoll an großen aber auch winzig kleinen Plastikteilchen.
Einen guten Artikel findet ihr beim NABU: Eine Welt aus Plastik
=> www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologischleben/alltagsprodukte/14058.html

Plastik ist mittlerweile überall drin oder dran – und genau das macht es so schwer, darauf zu
verzichten. Ein Projekt aus dem Wendland möchte da in Zukunft Hilfestellung geben.
Die ‚AbfüllBar Wendland‘ möchte mittels eigens dafür entwickelten Lebensmittelspendern aus Holz und Glas (statt wie üblich aus Plastik) und einem flächendeckenden Vertriebssystem das unverpackte, plastikfreie Einkaufen in ländlichen Regionen ermöglichen. Um starten zu können braucht sie allerdings dringend Unterstützung. Noch bis zum 31.01.18 läuft ein Crowdfunding.

Crowdfunding: www.startnext.com/abfuellbar-wendland
Projekt-Seite: www.abfuellbar-wendland.de

 

Vormerken
So. 04.03.2018 – Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Do. 08.03.2018 – Filmabend „Furusato – Wunde Heimat“  anlässlich des Fukushima Jahrestages

Mo. 12.03.2018 – Fukushima Mahnwache, wie jeden Montag im Jahr, mit einem besonderen Programm anlässlich des Fukushima Jahrestages
In eigener Sache
Die Spendenbescheinigungen für das Jahr 2017 werden in der ersten Februar Woche 2018 versendet.  Solltet ihr im weiteren Verlauf auf eure Spendenbescheinigung warten, meldet euch bitte ab Mitte Februar bei uns, möglicherweise haben wir keine aktuelle Adresse von euch.  Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für die großartige Unterstützung unserer Arbeit!

Wir wünschen euch eine schöne Zeit, passt auf euch auf und kommt gut durch den „Winter“!

Sonnige Grüße
Torben Klages
Für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstr. 2029439 Lüchowbuero@bi-luechow-dannenberg.deTel. 05841/4684www.bi-luechow-dannenberg.de

BI Umweltschutz: Wer hat das Sagen in Gorleben?

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
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antiatom castor
Pressemitteilung 16.01.2018

Die Nuklearindustrie führt in Gorleben immer noch eine gewichtige Rolle. Seit dem 1.8.2017 hat zwar die bundeseigne Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) formell die Geschäfte übernommen, denn die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll ist nach einer Novelle des Atomgesetzes fortan Sache des Bundes.

Einmal abgesehen davon, dass die Mitarbeiter*innen der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) von der bundeseigenen Firma zu 100 Prozent übernommen wurde, wird fortan suggeriert, dass es nun eine klare staatliche Verantwortung in Sachen nuklearer Entsorgung gebe. Lars Köbler, der technische Geschäftsführer, verblüffte auf einer Ratssitzung in Gorleben mit dem Satz: „Jetzt gibt es höhere Ansprüche an die Sicherheit“.

Irritiert ist die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), dass der Bund offensichtlich nur teilweise Regie führt. Auf der Homepage der zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für die Zwischenlager, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BFE): „Betrieben wird es von der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH. Weitere Genehmigungsinhaberin ist die Brennelementlager Gorleben GmbH (BLG).“ http://www.bfe.bund.de/DE/ne/zwischenlager/zentral/gorleben/gorleben_node.html

Die staatliche Regie bei der Zwischenlagerung von Atommüll und bei der Endlagersuche ist zweifelhaft, solange die Nuklearindustrie in Gorleben noch was zu sagen hat, unterstreicht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Die Initiative drängt darauf, dass diese Vermischung aus staatlicher Verantwortung auf der einen Seite und möglicher Einflussnahme durch die Nuklearindustrie auf der anderen Seite klar beendet wird, denn der BLG, einer Tochter der GNS, gehört offensichtlich immer noch das 15 Hektar große Betriebsgelände.

Mit einer Anfrage bei der Aufsichtsbehörde, dem BfE, soll geklärt werden, wem der Gebäudebestand gehört und warum die BLG noch Genehmigungsinhaberin ist. Eine weitere Frage ist, ob der Bund an die BLG und die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK) Pachtgeld für das Zwischenlagergelände und das Areal des Endlagerbergwerks zahlt – und wenn ja, in welcher Höhe -, nachdem sich die Atomstromproduzenten mit 23 Mrd. Euro von der nuklearen Entsorgung freigekauft haben.

Das mag überraschen, denn auch die DWK, die ursprünglich in Gorleben und später in Dragahn eine Wiederaufarbeitungsanlage errichten und damit politisch gescheitert war, gibt es noch. Am 16. Juli 1980 gründete die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mbH (DWK), Hannover, die BLG als Tochterunternehmen mit Sitz in Gorleben.

Ein weiterer Punkt, „der uns auf die Palme bringt“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, ist die BFE-Beschreibung dessen, was die Pilot-Konditionierungsanlage in Gorleben, die zum Gebäudebestand gehört, leistet, angeblich nämlich die endlagergerechte Konditionierung hochradioaktiver Abfälle. Ehmke: „Dem BFE scheint entgangen zu sein, dass der Betrieb der PKA bis zur Benennung eines Endlagerstandortes durch den Bund ist durch eine Nebenbestimmung der erteilten Genehmigung auf die Reparatur schadhafter Transport- und Lagerbehälter beschränkt ist. Wenn das frühestens 2031 geschieht und wenn der Endlagerstandort dann tatsächlich Gorleben heißt, ist sie 2050 mit dem Beginn der Endlagerung völlig veraltet und kann eine Konditionierung der 1.900 Castoren ohnehin nicht leisten.“

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

BI Umweltschutz: Große Koalition, kleine Pläne

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

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Wendland Gorleben antiatom

 

Pressemitteilung 12.01.2018

 

 

Das, was die Unionsparteien und die SPD zum Bereich Klimaschutz, Energie und Umwelt ausgehandelt haben, ist aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) „minimalistisch“.

 

Klimaforscher des Potsdam-Instituts warnen vor künftigen Überschwemmungen, wenn es kein Umsteuern in der Energie- und Klimapolitik gibt. Die Parteien der Groko hingegen räumen ein, dass die international gesteckten Ziele zum Klimaschutz bis 2030 nicht eingehalten werden können.

“Stattdessen gibt es einen vagen, nicht terminierten Zeitplan zum Kohleausstieg“, kritisiert die BI.“ BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Die Luftverschmutzung durch die Braunkohleverstromung bleibt, und damit das Hauptproblem.“ Ein schneller Atomausstieg wird offensichtlich nicht einmal angedacht, auch nicht die Kündigung des EURATOM-Vertrages, der immer noch die Förderung der Atomkraft zum Hauptziel hat.

 

Die Groko-Parteien will die „Endlagersuche zielstrebig fortsetzen“. Die Notwendigkeit, die Sicherheit von Zwischenlagern, die zu Dauerlagern mutieren, zu thematisieren und Sicherheitsüberprüfungen oder andere Lagerkonzepte zu realisieren, scheinen die Unterhändler nicht angesprochen zu haben. Ehmke: „Ebenfalls überhaupt keine Erwähnung findet die Tatsache, dass mit der Brennelementfertigung und der Urananreicherung zwei Atomanlagen in Deutschland völlig vom Atomausstieg ausgenommen sind – und damit weiter Atommüll anfällt, allen Rechenmodellen zum Trotz.“

 

BI Umweltschutz: Neue Gorleben Rundschau: VIELES NEU

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

Rosenstr. 20

29439 Lüchow

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antiatom castor

 

Pressemitteilung 8.01.2018

 

Die erste Gorleben Rundschau 2018 mit dem Schwerpunktthema „Dauerzwischenlager“ ist da. „Niemand geht davon aus, dass bis 2050 in Deutschland ein Endlager in Betrieb ist, daraus resultieren neue Probleme und Gefahren bei der Zwischenlagerung“, betont BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Schon am kommenden Samstag werde das Nationale Begleitgremium, das die Endlagersuche moderieren soll, sich unter BI-Beteiligung bei einer Tagung in Karlsruhe mit diesem Thema befassen.

Die „etwas andere Bürgerinitiative“, das Trio Oliver Neß, Frank Otto und Andreas Blechschmidt, haben mit „Lesen ohne Atomstrom“ die Hamburger Lesetage, das Greenwashing des Vattenfall-Konzerns, verdrängt. Initialzündung sagen der Fernsehjournalist, der Medienunternehmer und Sohn des Versandhausgründers Otto und der Sprecher der Roten Flora in Hamburg, seien die Castortransporte ins Wendland gewesen. Heute sind die „Lesetage ohne Atomstrom“ ein fester Bestandteil des Hamburger Kulturlebens. Sie sagen im Interview, wenn alle Atomkraftwerke stillgelegt, der Hamburger Hafen nicht mehr Drehschreibe für Atomtransporte und wenn „Gorleben unwiderruflich stillgelegt ist, dann hören wir sofort auf dem Lesen ohne Atomstrom.“

Armin Simon blickt noch einmal zurück auf den Weltklimagipfel in Bonn und Axel Kahrs eröffnet mit einer Würdigung von Nicolas Born, der am 31.12. 80 Jahre alt geworden wäre, eine neue Rubrik: ein „kleines Feuilleton“.

Die GR kostet nichts, sie liegt in vielen Läden, Cafés und Restaurants aus, kann direkt im BI-Büro abgeholt oder dort bestellt werden: 05841-4684.

 

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06 http://www.bi-luechow-dannenberg.de/wp-content/uploads/2017/12/GR_2018_01_Web.pdf