Schlagwort: BI Umweltschutz

BI Umweltschutz: Stempelstelle auf 1004 abgerissen

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Pressemitteilung 11.5.2020

Wendland Gorleben antiatom

Unbekannte haben die Stempelstelle auf dem Tiefbohrplatz 1004 abgerissen. Mit der Einrichtung einer Stempelstelle für die Pässe der „Freien Republik Wendland“ hatte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) am 3. Mai an die Platzbesetzung und das Hüttendorf, die „Freie Republik Wendland“ vor 40 Jahren erinnert.

Die Kästen mit den Utensilien und die Transparente wurden von Spaziergängern in den Mülltonnen auf dem Salinasgelände, dem Treffpunkt für die Sonntagsspaziergänge rund um das Endlagergelände, gefunden. „Gorleben und das Endlagerprojekt ist also immer noch ein Reizthema“, konstatiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Man werde sich jedoch unbeirrt politisch und fachlich dagegen stemmen, dass der Salzstock Gorleben-Rambow im laufenden Auswahlprozess fortgeschleppt wird.

Wolfgang Ehmke,Pressesprecher, 0170 510 56 06

Stempelstelle und Kultstelle 1004

Das Nationale Begleitgremium (NBG) hat wieder eine Doppelspitze.

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Pressemitteilung 11.5.2020

bi umweltschutz castor antiatom

 

Nach dem Ausscheiden von Prof. Klaus Töpfer wurde in heutiger Sitzung Armin Grunwald als Co-Vorsitzender gewählt. Der Wissenschaftler wird nach dem Ausscheiden Klaus Töpfers gemeinsam mit Prof. Miranda Schreurs, die wiedergewählt wurde, die Arbeit des NBG koordinieren.

Das NBG soll die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle begleiten. Grunwald leitet das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe und war bereits Mitglied in der Endlagerkommission, die Empfehlungen für die Formulierung des Standortauswahlgesetzes (StandAG) erarbeitet hat.

Grunwald selbst wirkte von seiner Wahl überrascht. Er wiederholte bei seiner Befragung die Haltung, es müsse bei der Endlagersuche nicht immer „von der Pike auf“ transparent zugehen, es gäbe auch eine „Intransparenz in derTransparenz“.

Nicht gewählt wurde der CSU-Politiker Günter Beckstein. Trotz seiner Beteuerung, er sei frei und verwahre sich gegen machtpolitische Interessen, hat ihm aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) die Verweigerungsposition des Freistaats Bayern geschadet. Wiederholt hatte der bayrische Ministerpräsident Markus Söder erklärt, in Bayern gebe es keinegeeigneten Gesteinsformationen für eine Untertagedeponie. Im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern heißt es sogar: „Wir sind überzeugt, dass Bayern kein geeigneter Standort für ein Atomendlager ist.“

„Achim Grundwald wird nun unter Beweis stellen müssen, dass bei der Endlagersuche Transparenz von der Pike auf groß geschrieben wird,“ kommentierte BI-SprecherWolfgang Ehmke dessen Wahl.

Wolfgang Ehmke,Pressesprecher, 0170 510 56 06
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Das Nationale Begleitgremium (NBG) ist komplett: BI sieht Personalie Beckstein mit gemischten Gefühlen

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bi umweltschutz castor antiatom
Pressemitteilung 23.3.2020

Nach Monaten der Ungewissheit ist nun das Personaltableau für das Nationale Begleitgremium (NBG) komplett. Bundestag und Bundesrat benannten am 12. März acht neue Mitglieder, „Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“, und bestätigten vier weitere Mitglieder, die ihre Arbeit nun fortsetzen könnten. Sechs „Zufallsbürger*innen“, die in einem gesonderten Losverfahren bestimmt wurden, waren bereits benannt.
Neu an der Spitze des NBG fungiert Günter Beckstein. Der CSU-Politiker und ehemalige bayrische Ministerpräsident wird nach dem Ausscheiden Klaus Töpfers gemeinsam mit Prof. Miranda Schreurs den Vorsitz des NBG übernehmen. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) sieht die Personalie kritisch. „Beckstein war in der Vergangenheit als Befürworter eines Endlagers in Gorleben bekannt. Noch 2008 sprach er sich für den Bau des Endlagers im Wendland aus, eine Lagerstätte in Bayern lehnte er strikt ab.“ Beckstein muss bei der nächsten NBG-Sitzung noch formell gewählt werden. Wann diese stattfindet, ist wegen der Corona-Pandemie unklar.

Die BI sieht zwar im NBG eher einen „zahnlosen Tiger“, allein der Umgang mit diesem Gremium wie auch mit dessen Berichten durch Bundestag, Bundesrat und Bundesumweltministerium spreche Bände. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Andererseits bot das NBG ein gewichtiges Forum für Fragen und Kritik, oft das einzige. Ob es das Problem der Langzeitzwischenlagerung oder die Forderung nach Transparenz bei der Endlagersuche ist, das NBG organisiert die öffentliche Wahrnehmung von Defiziten im Umgang mit dem Atommüll bzw. im Endlagersuchprozess. Hier fanden wir zumindest ein offenes Ohr für unsere Belange“.

Wolfgang Ehmke,Pressesprecher, 0170 510 56 06
Hintergrund unter
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#castor2020 – Mobilisierung im Wendland

atom-nirgendwo_55

CASTOR-Alarm 2020? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen?
Leider nicht. Schon Ende März könnte der erste Atommülltransport rollen,
von Sellafield nach Biblis. Am Mittwoch, 11. März, findet in Platenlaase
eine Infoveranstaltung statt.

Für die Jahre 2020 bis 2024 sind vier Castor-Transporte geplant, bei
denen hochradioaktiver Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach
Deutschland verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine
langfristige Lagerung gibt. Jeder einzelne Transport stellt ein
zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

Bereits Ende März 2020 könnte der erste Transport über den Seeweg aus
dem britischen Sellafield bei uns anlanden. Auf der Schiene soll er dann
in das Standortzwischenlager des AKW Biblis in Hessen rollen.

Die BI wird sich an den Protesten gegen diesen Transport beteiligen und
möchte euch an diesen Abend so umfassend wie möglich informieren.
Vermutlich wird dies unsere einzige Info-Veranstaltung zu dem
anstehenden Castor Transport sein, denn die Zeit drängt!

Seid also dabei!
Mi. 11.03.2020, 19.00 Uhr – Platenlaase: Info- und
Mobilisierungsveranstaltung zum #Castor2020

Auf der folgenden Webseite findet ihr zudem laufend aktualisierte Infos
zum anstehenden Transport => https://castor-stoppen.de/
Quelle:
https://www.bi-luechow-dannenberg.de/2020/03/09/castor2020-mobilisierung-im-wendland/#more-28438

Atomkraft ja bitte? EU-Klassifizierung nachhaltiger Investments: Keine Erleichterungen für Atomkraft

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Pressemitteilung 18.12.2019

 

bi umweltschutz castor antiatom

 

Im Zuge der Klimadebatte ist der Streit um die Atomkraft wieder aufgebrochen.

Zum Wortführer in Deutschland aber möchte sich niemand so richtig machen. Selbst der energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion Joachim Pfeiffer, der keinen Hehl daraus macht, dass er den Atomausstieg nach Fukushima für falsch hielt, will es anderen überlassen, eine Initiative zu ergreifen. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte er: „Wenn es jetzt aber darum geht, aus Klimaschutzgründen wieder in die Kernenergie einzusteigen, muss die Initiative von den Grünen und Linken ausgehen. An mir und an der Unionsfraktion wird es nicht scheitern.“ Erst vor kurzen hatten deutsche CDU-Parlamentarier*innen im EU-Parlament in einer Entschließung zum Weltklimagipfel gemeinsam mit der FDP und AfD-Leuten dafürgestimmt, die Atomkraft als „grünen“ Energieträger zu klassifizieren, darunter auch drei niedersächsische Unionsabgeordneten David McAllister, Jens Giesekeund Lena Düpont.

Besorgt hatte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), Martin Donat, nachgehakt und daran erinnert, dass der Atomausstieg in Deutschland eine wichtige Bedingung dafür sei, das Jahrtausendproblem der Atommülllagerung nicht nur konfrontativ angehen zu können.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke sekundierte: „Einer vorsichtigen und gewachsenen Bereitschaft, in der Atommülldebatte auch konstruktiv mitzuwirken, liegt der gesetzlich festgezurrte Atomausstieg zugrunde. Dabei ist selbst auf diesem Feld so einiges „unbestellt“ – dass die Urananreicherung in Deutschland nicht verboten wurde ebenso wenig wie die Brennelementfertigung, dass der Schacht Konrad durchgewunken werden soll, dass unklar ist, was aus Gorleben wird … Sollte der Atomausstieg erneut in Frage gestellt werden, wären die alten Grabenkämpfe eine unmittelbare Folge.“

Düpont erklärte ihr Abstimmungsverhalten in ihrer Antwort auf den Brief Donats damit, dass in vielen europäischen Ländern die Atomkraft eine „Brückentechnologie“ sei. Das Verhandlungsteam des Europäischen Parlaments hat indessen bei den Verhandlungen um die Klassifizierung nachhaltiger Investments (Taxonomie) die Hürde dafür, dass die Nutzung der Atomkraft als nachhaltig angesehen und damit auch mit Fördermitteln rechnen könnte, sehr hoch angelegt. Nach Einschätzung von Experten so hoch, dass faktisch dieser Energieträger die Hürde reißt.

WolfgangEhmke, Pressesprecher, 0170 520 56 06https://www.bi-luechow-dannenberg.de/blog/

 

Hintergrund:

Die Taxonomie-Verordnung definiert europaweit, welche wirtschaftlichen Aktivitäten sich nachhaltig nennen und damit in einem als nachhaltig beworbenen Finanzprodukt stecken dürfen. Als nachhaltig gilt, wer einerseits einen positiven Beitrag leistet zum Klimaschutz, ohne gleichzeitig in anderen Bereichen der Umwelt zu schaden (do-no-harm-Prinzip). Die Klassifizierung soll prinzipiell für alle Finanzprodukte gelten. Anbieter, die sie nicht anwenden, müssen das in einem Hinweis angeben. Kohle wird explizit aus nachhaltigen Finanzprodukten ausgeschlossen. Da zudem die Umweltschutzstandards (do-no-harm-Prinzip) sehr hoch sind, wird Atomkraft sich nicht qualifizieren können und wird damit de-facto aus nachhaltigen Finanzprodukten ausgeschlossen.

Pro-Atom-Ab-Stimmung bei CDU, FDP und AfD 38 von 96 EU-Parlamentariern aus Deutschland haben im Europaparlament dafürgestimmt, Atomkraft als „nachhaltigen Energieträger“ zu deklarieren.

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Pressemitteilung 3.12.2019
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Der ansonsten starke Beschluss zur Klimakonferenz wurde durch einen von Konservativen, Rechten und Liberalen getragenen Antrag so verändert, dass auch die überhaupt nicht regenerative Atomkraft nun als Teil der nachhaltigen Energieversorgung angesehen wird.

Dieser Pro-Atom-Deklaration haben auch die drei niedersächsischen CDU-Abgeordneten David McAllister, Lena Dupont und Jens Gieseke zugestimmt, und zwar im Schulterschluss mit ausnahmslos allen FDP – und AfD- Abgeordneten. Das ruft die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf den Plan. In persönlichen Anschreiben an die drei Niedersachsen zeigt sich der BI-Vorsitzende Martin Donat entsetzt darüber, „dassSie sich damit politisch auf einer Linie mit der AfD befinden. Wir haben immer gefürchtet, dass der Schulterschluss der Konservativen mit der neuen Rechten und den rechten Populisten nicht in offenen Koalitionen, sondern in Detailabstimmungen erfolgen könnte. Bitte schieben Sie dem unverzüglich einen Riegel vor!“ Frau Dupont, die Mai diesen Jahres bei der CDU in Gartow zu Gast war, bekam zu lesen, dass sie sich sicher ein Bild davon hat machen können, „wie große Wunden diese menschenverachtende Technologiein unsere Demokratie geschlagen hat und dass spätestens nach der Initiative Ihrer Kanzlerin für den Atomausstieg auch in den Reihen der Volkspartei CDU ein Umdenken längst eingesetzt hat.“

Vor allem David McAllister als ehemaliger niedersächsischer Ministerpräsident müsse sich fragen lassen, ob er die Endlagerdebatte im Lande nicht mehr verfolge. „Wir fragen uns, ob Sie mit Ihrem Abstimmungsverhalten eher den auf Initiative Ihrer Kanzlerin zustande gekommenen Ausstiegsbeschluss des Deutschen Bundestages konterkarieren oder aber die gegenwärtige Endlagersuche effektiv torpedieren wollten.“ Immerhin liegen mit Zwischenahn, Lesum und Harsefeld drei potentielle Endlagerstandort relativ dicht an dessen Wahlkreis, erinnert ihn die BI. Donat: „Was eine Renaissance der Atomkraft für ein deutsches Endlager und die Langzeitsicherheit des Atommülls bedeuten würde,dürfte Ihnen als Niedersachse und ehemaligem Ministerpräsidenten doch sicherlich klar sein“.

Die BI fordert diese Abgeordneten auf, die Motive Ihres Abstimmungsverhaltens darzulegen und unbedingt zu den Ausstiegsbeschlüssen des Deutschen Bundestageszurückzukehren.

 

 

Russische und deutsche Atomkraftgegner protestieren gemeinsam: „Uranmüllexport von Gronau nach Russland sofort stoppen“

Gemeinsame Presseerklärung von:

 

Ecodefense, Russland

Greenpeace Russland

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs / Ärzte in

sozialer Verantwortung

 

Moskau/Gronau/Münster/Berlin, 25. Oktober 2019

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Russische und deutsche Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände lehnen gemeinsam die Fortführung der jetzt bekannt gewordenen Uranmüllexporte von der Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau zur russischen Atomanlage Novouralsk am Ural ab. Sie kündigten heute in Moskau, im Münsterland, in Berlin und im Wendland gemeinsam neue Proteste an. Schon für den kommenden Montag, 28. Oktober, erwarten sie am Vormittag einen neuen Uranzug mit 600 t abgereichertem Uranhexafluorid (UF6), der sich von Gronau aus über Burgsteinfurt, Münster und Hamm auf die Fahrt zum Hafen in Amsterdam macht und dort nach St. Petersburg verschifft werden soll. Zahlreiche Transportwaggons wurden bereits auf dem Gelände der UAA Gronau gesichtet. Die UAA Gronau wird vom Urenco-Konzern betrieben, der zu einem Drittel RWE und EON gehört.

 

Vladimir Slivyak, der Ko-Vorsitzende der renommierten russischen Umweltorganisation Ecodefense, erklärte dazu:

„Der Transport von radioaktivem Müll nach Russland ist unmoralisch und zynisch. Urenco spart sich Milliarden Euro durch den Export des Atommülls, während Rosatom Geld verdient, indem sie Russland in eine internationale Atommüllkippe verwandeln. Der Export von Uranmüll muss ein für allemal gestoppt werden.“

 

Rashid Alimov, Energieexperte von Greenpeace Russland, ergänzte:

„Während wir noch darum kämpfen, dass Urenco für die 27 300 t abgereichertes Uran Verantwortung übernimmt, die von 1995 bis 2009 von Gronau nach Russland geschafft wurden, haben bereits wieder neue Exporte von Deutschland begonnen. Wir verlangen einen sofortigen Stop, die Veröffentlichung aller relevanter Verträge sowie die Bestrafung all derjeniger, die für das Zustandekommen dieser illegalen Verträge verantwortlich sind.“

„Schon auf der morgigen überregionalen Anti-Atom-Demonstration in Lingen wird die Ko-Vorsitzende von Ecodefense, Alexandra Koroleva, ein Grußwort beisteuern. Frau Koroleva hat im Juni aufgrund der schwierigen politischen Situation in Russland politisches Asyl in Deutschland beantragt. Wir stehen solidarisch an der Seite von Ecodefense und der Umweltbewegung in Russland und werden gemeinsam für einen sofortigen Stopp des unverantwortlichen Uranmüllexports kämpfen,“ erklärte Kerstin Rudek von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Kontakt:

Vladimir Slivyak, Ecodefense Russland, Tel. +7-9032997584

Rashid Alimov, Greenpeace Russland, Tel. +7-9219956118

Kerstin Rudek, BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Tel. 01590-2154831

Udo Buchholz, AKU Gronau/BBU, Tel. 02562-23125

Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0176-64699023

 

Weitere Infos:
www.bbu-online.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de

Deutliche Schieflage bei der Endlagersuche

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Pressemitteilung 23.10.2019

Michael Sailer ging im August in Rente und wird am Donnerstag (24.10) in Berlin im Rahmen eines Empfangs „entlassen“ – und doch wieder nicht. Kaum dass er aus Altersgründen den Chefposten des Öko-Instituts räumt, übernimmt er eine Beratungsaufgabe für den sogenannten „Vorhabensträger“ bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Müll, für die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Einzelheiten sind inder öffentlichen Bekanntmachung der Auftragsvergabe nachzulesen.

Für die Beratung des staateigenen Betriebes, der u.a. für die havarierten Endlager Asse II und Morsleben, aber auch für den Ausbau des umstrittenen ehemaligen Erzbergwerks Schacht Konrad zu einer Deponie für die schwach- und mittelaktiven Abfälle zuständig ist und dafür Gelder aus dem Bundeshaushalt und aus dem sogenannten Entsorgungsfonds erhält, bezieht Sailer 388.800 Euro für vier Jahre Arbeit – die Berliner „TAZ“ rechnet vor, dass sein „Tagessatz“ bei fünf Arbeitstagen pro Monat rechnerisch bei 1.620 Euro liegt.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hält das Honorar für „maßlos“. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wir hingegen müssen gegenwärtig ernsthaft überlegen, ob wir für ein Rechtsgutachten 3000 Euro zusammenkratzen können, um die Sicherheitsbestimmungen für die Endlagerung, an denen Sailer im Auftrag des Bundesumweltministeriums maßgeblich mitgewirkt hat, unter die Lupe nehmen zu können. Deutlicher kann die Schieflage zwischen David und Goliath bei der Endlagersuche nicht umrissen werden, von Augenhöhe zwischen den Akteuren kann bei weitem keine Rede sein“.

Anstoß nimmt die BI aber vor allem daran, dass Michael Sailer einerseits die Verordnung für die Endlagersuche mitformulierte, einer rechtlichen Leitplanke für die BGE bei der Endlagersuche, jetzt aber die Seite wechselt und die BGE in gleicher Sache berät. Hinzu kommt noch, dass es keine Ausschreibung dieser Stelle gegeben habe. Gleichzeitig, so erinnert BI-Sprecher Ehmke, ist Sailer immer noch der Vorsitzende der Entsorgungskommission des Bundes: „Das passt alles nicht zusammen und wir erwarten nun eine Intervention und die Entflechtung dieser Rollen durch das Bundesumweltministerium.“

BI Umweltschutz: Klimaschutz und Widerstand gegen Gorleben – ja bitte!

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Pressemitteilung 8.06.2019

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Gleich nach der nostalgischen Demo-Modenschau mit alten Parkas, Friesennerz und schicken Klamotten mit dem Gorleben-typischen Widerstands-X ging es weiter mit einer echten Demonstration: Tausende umrundeten zu Fuß und Traktor das Gelände des „Erkundungsbergwerks Gorleben“ und forderten das Ende dieses Projekts. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hatte im Rahmen der Kulturellen Landpartie, die zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag viele auswärtige Besucher*innen ins Wendland lockt, zum „Gorlebentag“ aufgerufen. Das Politfestival erwies sich erneut als Magnet. „Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass das Endlagerprojekt in Gorleben nicht aufgegeben wurde“, betont BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Die Demo rund um die 2,4 Kilometer lange Festungsmauer öffne vielen Menschen die Augen. Und: „Wir erklären, dass die Endlagersuche viele Mängel hat, das Festhalten an Gorleben ist allerdings ein gewichtiger. Und wir wollen einmal glauben, was uns Politiker*innen sagen: Würde es mit rechten Dingen zugehen, wird Gorleben bei der Endlagersuche wegen seiner geologischen Mängel rausfallen.“Längst jedoch geht es auch auf dem Gorleben-Tag um die Themen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Zahlreiche Politrunden, Infostände und Gespräche hatten diese Themen zum Inhalt. Erst ein kräftiges Gewitter um Mitternacht setzte der anschließenden Party ein Ende. Regenfeste Menschen verharrten allerdings bis zum Schluss zu den Klängen der widerständigen Songs des Berlin-Boom-Ochestras bis kurz vor 3 Uhr.

BI Umweltschutz: Atomkraft – ja bitte? Wie bitte?

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bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 7.06.2019

Stimmen aus Politik und Wirtschaft werden unter dem Eindruck der Friday for Future-Demonstrationen und mit Blick auf den geplanten Ausbau der Elektromobilität laut, die Laufzeit der verbliebenen Atomkraftwerke über das Jahr 2022 zu verlängern.

So hatten Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle und jüngst im Tagesspiegel-Background-Interview auch VW-Vorstandschef Herbert Diess diese Debatte befeuert. Auch in den Unionsparteien machte sich Alexander Mitsch von der WerteUnion für eine Laufzeitverlängerung stark.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hingegen geht davon aus, dass der Verweis auf die angeblich „CO2 – freie Atomkraft“ nur vorgeschoben ist. Die abgeschriebenen Kraftwerke würden, anders als Neubauten, bei einer verlängerten Laufzeit Gewinne einfahren: „Es geht gar nicht um Klimaschutz, es geht wie gehabt um Profite“.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke warnt darüber hinaus vor gesellschaftlichen Kettenreaktionen: „Denjenigen, die am Ausstiegskonsens rütteln, wird die Atommüllfrage um die Ohren fliegen.“ Käme es zu einer Laufzeitverlängerung, würden sich weder Umweltverbände noch Anti-Atom-Gruppen in die aktuelle Debatte um die Atommülllagerung einbringen, prophezeit Ehmke. Die wackelige Basis für den kritischen Diskurs war, dass der Atomausstieg kommt und kein weiterer Atommüll mehr anfallen würde.Bisher eindeutig positionieren sich die Stromkonzerne. Für RWE ist eine Laufzeitverlängerung jedenfalls „kein Thema“. Eine Sprecherin sagte gegenüber dem Tagesspiegel: „Diese Diskussion führen wir bei uns im Unternehmen gar nicht mehr. Das Kapitel ist abgeschlossen.“Nicht anders kommentiert die Eon diese „Geisterdebatte“: Es gebe in Deutschland einen breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens zum Atomausstieg, an dem nicht gerüttelt werden solle. Eon wolle sich im Sinne des Klimaschutzes darauf konzentrieren, die Energiewende konsequent und in allen Bereichen erfolgreich umzusetzen.