Schlagwort: Castor

[BI-Newsletter] Termine im Februar

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir hoffen, dass ihr einen guten Start ins Neue Jahr hattet und wünschen euch für das kommende viele schöne Momente und vor allem beste Gesundheit.

Mit unserer ersten Aktion im Neuen Jahr, dem traditionellen Neujahrsempfang, waren wir bereits mit gut hundert Menschen an den Atomanlagen in Gorleben und haben das Widerstandsjahr 2018 eingeläutet.
=> http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20043

Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr auf euch zählen können und befinden uns bereits in den Vorbereitungen für kommende Aktionen.
Unser zentrales Thema wird weiterhin der Umgang mit Atommüll sein. Die Auseinandersetzungen mit der Zwischenlagerung und dem Standortauswahlverfahren werden vorwiegend in Gremien zu begleiten sein, wobei wir immer auch im Auge behalten werden, die Themen flankierend mit Aktionen oder Demonstrationen zu bearbeiten.

Am 31.12.2017 wurde Block B des AKW Gundremmingen endgültig vom Netz genommen.
Ein weiterer großartiger Erfolg der Bewegung!
Es bleiben jedoch sieben Reaktoren in Betrieb, die weiterhin Müll produzieren. Auch das Gefahrenpotential durch den Betrieb von Atomkraftwerken wurde durch die Abschaltung von Gundremmingen B nur statistisch verringert und bleibt uns die kommenden Jahre erhalten.
Wir werden weiterhin auf eine sofortige Abschaltung drängen und dies auch mit unserer Teilnahme an Aktionen untermauern.

Wie in jedem Jahr werden wir auch wieder in Themenfelder eintauchen, die über die Atomkraft hinausgehen. Sei es beim Klimaschutz oder anderen relevanten Umweltthemen, wir werden mit Sicherheit ein paar „Ausflüge“ und Veranstaltungen anbieten.

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr, in dem es mal wieder viel zu tun gibt.
Packt doch einfach mit an!

Termine

 

Fr. 02.02.2018 – 19.00h – Ratskeller Lüchow –  Vortrag und Diskussion „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“ mit Manuel Reichhardt und Dennis Köhnke (TU Braunschweig)
Bis 2031 soll ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden werden, 2050 soll die Einlagerung beginnen. Das sind die offiziellen Vorgaben. Doch alle, die mit dem Thema Atommüll befasst sind, gehen davon aus, dass ein solches Endlager nicht vor 2080 den Betrieb aufnimmt.
Was heißt das für die bestehenden 12 Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten und die zentralen Castor-Hallen in Ahaus, Lubmin und Gorleben? In Gorleben zum Beispiel läuft die Betriebsgenehmigung im Jahr 2034 aus, aus 40 Jahren Zwischenlagerung werden 80 oder gar 100 Jahre.
Sind die Behälter mit dem hochradioaktiven Müll darin auf derart lange Lagerzeiten ausgelegt? Was ist mit der Sicherung dieser Lagerstätten gegen Terrorschläge oder Flugzeugabsturz? Welche weiteren Probleme sind mit der verlängerten Lagerung verbunden?
Sind Nachrüstung oder Neubau Alternativen? Wie gehen andere Länder mit dem Problem um?

Manuel Reichardt und Dennis Köhnke von der Technischen Universität Braunschweig aus dem Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz stellen Ergebnisse aus dem ENTRIA Forschungsprojekt zur „Oberflächenlagerung“ vor.

In Kooperation mit der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, der  Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg  und der  Rechtshilfe Gorleben.

 

Los geht´s um 19.00h im Ratskeller in Lüchow. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.
=> http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20159

 

Di. 06.02.2018 –  Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Alphabet“ (D 2013 – 109min.)
98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%.
Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht.
Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.

Los geht´s um 19.30h im Kino Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

 

Sa. 17.02.2018 – 12. Atommüllkonferenz in Kassel
Die Fachkonferenz der Anti Atom Initiativen lädt zur zwölften Atommüllkonferenz.
Für alle, die sich einmal auf den aktuellen Stand bundesweiter Diskussionen zum Thema Atommüll bringen wollen sei diese Konferenz ans Herz gelegt. Atommüllkonferenzen finden jeweils im Frühjahr und Herbst statt.

Alle Infos und das Programm findet ihr unter => www.atommuellkonferenz.de

 

So. 18.02.2018 –  17.00h – Gasthaus Wiese – „Aktiviert Euch!“


Die Auseinandersetzung um die Atomkraft hat das Wendland geprägt.

Du hast Lust, Ideen für das Widerstandsjahr 2018 zu sammeln, dich über Projekte zu informieren, dich mit anderen darüber auszutauschen oder selbst einen Beitrag zu leisten?

Das Wendland hat die Auseinandersetzung um die Atomkraft geprägt.

Komm zum BI-Treffen für Aktive und solche, die es werden wollen.
Bring dich ein, übernimm eine kleine Aufgabe und schreibe damit die Geschichte fort.

Klönschnack bei heißer Suppe und kalten Speisen!
Sonntag, 18. Februar 2018 um 17Uhr  Gasthof Wiese , Gedelitz

 

Do. 22.02.2018 – 20.15h / 21.30h – Kino Lüchow –  Filmabend: „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“ von Helmut Koch
Widerstandgeschichte in wackeligen Bildern sind am 41. Jahrestag der Standortbenennung, am 22. Februar, als Premiere um 20:15 und 21:30 Uhr im Lüchower Kino zu sehen.
„Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“ ist der Titel eines Super-8-Stummfilms der zwischen 1978 und 1980 im Wendland entstand.
Zu sehen ist: Wiederaufforstung auf dem „Platz“, Hochzeit in Schmarsau, Katastrophen-Winter, Demo in Lüchow, Geschichte einer Fahne, Niedersachsentag, Blockade der Celler Brunnenbau, Frauentag in Trebel, 1004-Besetzung und -Räumung und anderes.
Ein Film von Helmut Koch, 1980. 2016/17 digitalisiert, von 90 auf 58 Minuten geschnitten und mit Zwischen- und Untertiteln versehen.
Eintrtitt frei, die Hutkasse geht rum.

Bitte Plätze reservieren:  => www.wendland-kino.de

 

In Kooperation mit Helmut Koch, dem Kino „Alte Brennerei“ Lüchow, dem Gorleben Archiv und der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

20.01.2018 – Berlin – Demo „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“
Gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und Gerechten Welthandel werden am kommenden Wochenende die Menschen in Berlin auf die Straße gehen.

Aus dem Wendland werden sich Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern anschließen.

Ab Salzwedel könnt ihr aus dem Wendland mit der Initiative „IgiT“ gemeinsam mit der Bahn anreisen.

Alle Infos zur Demo gibt´s hier => www.wir-haben-es-satt.de/

Kontakt für die TreckerfahrerInnen => www.wir-haben-es-satt.de/trecker/organisatorisches/

Kontakt zu IgiT => www.igit.lindenweg.info

 

Wir wünschen allen Teilnehmenden eine kraftvolle Demonstration!

 

Empfehlenswert

 

Crowdfunding – Abfüllbar – Wendland!
Plastik ist praktisch, vielseitig und bunt. Plastik ist aber auch schädlich, für die Umwelt wie für die Gesundheit. Jeder von uns produziert im Durchschnitt mehr als 600 kg Abfall jährlich. Dies ist eine der höchsten Raten unter den Industrieländern. Obwohl wir recyceln und kompostieren, gelangt zu viel Müll in die Umwelt. Diese Abfälle verschmutzen unsere Gewässer, die Böden und sogar unsere Luft.
Plastikmüll ist besonders problematisch, da er sich nicht zersetzt, sondern in Mikroplastik zerfällt. Die winzigen Partikel gelangen über unsere Gewässer im Meer und werden von Fischen gefressen und landen so wieder auf unserem Teller. Viele Meerestiere verenden qualvoll an großen aber auch winzig kleinen Plastikteilchen.
Einen guten Artikel findet ihr beim NABU: Eine Welt aus Plastik
=> www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologischleben/alltagsprodukte/14058.html

Plastik ist mittlerweile überall drin oder dran – und genau das macht es so schwer, darauf zu
verzichten. Ein Projekt aus dem Wendland möchte da in Zukunft Hilfestellung geben.
Die ‚AbfüllBar Wendland‘ möchte mittels eigens dafür entwickelten Lebensmittelspendern aus Holz und Glas (statt wie üblich aus Plastik) und einem flächendeckenden Vertriebssystem das unverpackte, plastikfreie Einkaufen in ländlichen Regionen ermöglichen. Um starten zu können braucht sie allerdings dringend Unterstützung. Noch bis zum 31.01.18 läuft ein Crowdfunding.

Crowdfunding: www.startnext.com/abfuellbar-wendland
Projekt-Seite: www.abfuellbar-wendland.de

 

Vormerken
So. 04.03.2018 – Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Do. 08.03.2018 – Filmabend „Furusato – Wunde Heimat“  anlässlich des Fukushima Jahrestages

Mo. 12.03.2018 – Fukushima Mahnwache, wie jeden Montag im Jahr, mit einem besonderen Programm anlässlich des Fukushima Jahrestages
In eigener Sache
Die Spendenbescheinigungen für das Jahr 2017 werden in der ersten Februar Woche 2018 versendet.  Solltet ihr im weiteren Verlauf auf eure Spendenbescheinigung warten, meldet euch bitte ab Mitte Februar bei uns, möglicherweise haben wir keine aktuelle Adresse von euch.  Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für die großartige Unterstützung unserer Arbeit!

Wir wünschen euch eine schöne Zeit, passt auf euch auf und kommt gut durch den „Winter“!

Sonnige Grüße
Torben Klages
Für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstr. 2029439 Lüchowbuero@bi-luechow-dannenberg.deTel. 05841/4684www.bi-luechow-dannenberg.de

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BI Umweltschutz: Neue Gorleben Rundschau: VIELES NEU

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

Rosenstr. 20

29439 Lüchow

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

antiatom castor

 

Pressemitteilung 8.01.2018

 

Die erste Gorleben Rundschau 2018 mit dem Schwerpunktthema „Dauerzwischenlager“ ist da. „Niemand geht davon aus, dass bis 2050 in Deutschland ein Endlager in Betrieb ist, daraus resultieren neue Probleme und Gefahren bei der Zwischenlagerung“, betont BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Schon am kommenden Samstag werde das Nationale Begleitgremium, das die Endlagersuche moderieren soll, sich unter BI-Beteiligung bei einer Tagung in Karlsruhe mit diesem Thema befassen.

Die „etwas andere Bürgerinitiative“, das Trio Oliver Neß, Frank Otto und Andreas Blechschmidt, haben mit „Lesen ohne Atomstrom“ die Hamburger Lesetage, das Greenwashing des Vattenfall-Konzerns, verdrängt. Initialzündung sagen der Fernsehjournalist, der Medienunternehmer und Sohn des Versandhausgründers Otto und der Sprecher der Roten Flora in Hamburg, seien die Castortransporte ins Wendland gewesen. Heute sind die „Lesetage ohne Atomstrom“ ein fester Bestandteil des Hamburger Kulturlebens. Sie sagen im Interview, wenn alle Atomkraftwerke stillgelegt, der Hamburger Hafen nicht mehr Drehschreibe für Atomtransporte und wenn „Gorleben unwiderruflich stillgelegt ist, dann hören wir sofort auf dem Lesen ohne Atomstrom.“

Armin Simon blickt noch einmal zurück auf den Weltklimagipfel in Bonn und Axel Kahrs eröffnet mit einer Würdigung von Nicolas Born, der am 31.12. 80 Jahre alt geworden wäre, eine neue Rubrik: ein „kleines Feuilleton“.

Die GR kostet nichts, sie liegt in vielen Läden, Cafés und Restaurants aus, kann direkt im BI-Büro abgeholt oder dort bestellt werden: 05841-4684.

 

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06 http://www.bi-luechow-dannenberg.de/wp-content/uploads/2017/12/GR_2018_01_Web.pdf

BI Umweltschutz fordert Denkmalnach in Gorleben

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

antiatom castor

 

Pressemitteilung 2.01.2018

 

Zur Einstimmung auf das Widerstandsjahr 2018 versammelten sich rund 100 Atomkraftgegner_innen an den Atomanlagen in Gorleben. Im Fokus der Auseinandersetzung werde neben der ungeklärten Situation, ob der Salzstock Gorleben-Rambow und damit das sogenannte Erkundungsbergwerk Gorleben als Atommüllendlager genutzt wird, die Dauerzwischenlagerung stehen, erklärte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI).

Mit Blick auf den geplanten Rückbau der festungsartigen Mauer rund um das Endlagerbergwerk stellte Falko Berkemeier den Plan vor, ein Mauersegment mit den Anti-Atom-Graffitis stehen zu lassen, als Mahnmal für die verkorkste Endlagersuche, aber auch als Denkmalnach: die notwendige Infrastruktur für das Bergwerk, um aus dem Stillstand sofort wieder mit den Plänen, dort hochradioaktiven Müll versenken zu können bleibt erhalten.

Die Gefahr, dass aus 40 Jahren Zwischenlagerung flugs 100 Jahre werden können und die Frage, ob die Castorbehälter für eine derart lange Laufzeit ausgelegt und die Castor-Halle Schutz vor Einwirkungen „Dritter“ – wie ein gezielter oder nicht gewollter Flugzeugabsturz umschrieben wird – rückte Martin Donat, der BI-Vorsitzende in den Mittelpunkt seiner kurzen Ansprache. Schon am 13. Januar wird das Nationale Begleitgremium (NBG), das die Endlagersuche moderieren soll, sich dieses Themas annehmen. Nicht ganz freiwillig, betonte Donat, „dieses Thema hat das NBG übernommen, weil wir es beständig auf die Tagesordnung setzen“. Am 2. Februar wird es im Ratskeller in Lüchow eine Abendveranstaltung mit Experten zu dieser Problematik geben.

BI-Pressesprecher Wolfgang Ehmke blickte noch einmal auf das Jahr 2017 zurück. Mit dem Gorleben-Tag während der KLP, den Tausende besucht hatten, einem internationalen Sommercamp und den Aktivitäten rund um den Weltklimagipfel sei ein breites Spektrum der Widerstandsarbeit sichtbar und wirksam geworden. Dass es zu einer vorerst letzten Befahrung des Endlagerbergwerks am 19. Dezember gekommen sei, hätte sich vor rund 30 Jahren, als im März 1986 das Abteufen des ersten Schachtes begann, niemand träumen mögen, so sehr schien alles auf Gorleben als Endlagerstandort zuzulaufen. „Das erfüllt uns auch mit Stolz, wenngleich wir im Jahr 2018 sofort wieder darauf verweisen, dass sich der Endlagerstandort Gorleben nicht erledigt habe.“ Schon bei den Ausschlusskriterien für ein Atommüllendlager werde deutlich, dass es nicht allein um die reine Wissenschaft, sondern um politische Vorgaben gehe, sonst wäre der Salzstock Gorleben mit einem Einbruchsee darüber schon jetzt raus.

BI Umweltschutz: Alle Jahre Widerstand

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

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Pressemitteilung 27.12.2017

Alle Jahre wieder zieht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) Bilanz. 40 Jahre Widerstand prägen das Wendland und im Jahr 2017 gab es naturgemäß viele Veranstaltungen zu diesem Thema mit großer Presseresonanz. Höhepunkt war zweifelsohne der Gorleben-Tag mit der Widerstandspartie Anfang Juni, zu der wieder Tausende Besucher_innen kamen.

Die Weltklimakonferenz in Bonn und die Versuche der Atomlobby, die Atomkraft als “grüne” Energie darzustellen, hat die Aktivisten im Herbst auf den Plan gerufen. In Bonn wurde karnevalistisch am 11. November unter dem Motto “Die bösen Geister austreiben” für den Ausstieg aus der Kohle und der Atomkraft demonstriert.

Auf den ersten – flüchtigen – Blick habe sich vor Ort vieles zum Besseren gewendet: seit 2011 gibt es keine Castor-Transporte mehr und im Jahr 2018 soll die festungsähnliche Mauer rund um das sogenannte Erkundungsbergwerk zurückgebaut werden.

BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Wer näher hinschaut, wird jedoch an das Märchen “Des Kaisers neue Kleider” von Christian Andersen erinnert. Politiker_innen und Behörden behaupten unablässig, in Gorleben gingen die Lichter aus. Doch den aufmerksamen Betrachtern geht eher ein Licht auf: zwei Schächte, unter Tage die notwendige Infrastruktur – Gorleben bleibt als Atommülllager im Rennen. Nicht einmal ein Einbruchsee über dem Salzstock wie in Rudow gilt bisher als Ausschlusskriterium.“ Deshalb ruft die BI nach den Festtagen erneut am 1. Januar um 14 Uhr an den Atomanlagen zum “Neujahrsempfang” auf und läutet damit das Widerstandsjahr 2018 mit vielen Höhepunkten ein.

EnBW plant auch den 5. CASTOR-Transport als riskante Nachtfahrt!

Pressemitteilung 17.12.2017

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Nach unseren Recherchen planen die EnBW und die Polizeiführung den 5.
Neckar-CASTOR-Transport wieder als riskante Nachtfahrt. Dies wahrscheinlich bereits in der Nacht von Montag, 18.12.17 auf Dienstag kommender Woche.
Voraussichtlich gleich nach dem abendlichen Beladen soll der atomare Konvoi von Obrigheim nach Neckarwestheim starten.
Das Bündnis Neckar castorfrei ruft zum Protest auf.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Absicht der EnBW und der Polizeiführung, einfach mal auch im Winter einen CASTOR-Transport durchzuführen, hat zu einer Bruchlandung geführt: nach der Leerfahrt nach Obrigheim hatte der Neckar an der Schleuse in Gundelsheim ein Hochwasser von über 3,80 Meter mit entsprechend starker Strömung und zeitweiligem Schifffahrtsverbot.
Das Hochwasser durchkreuzt nun bereits in der zweiten Woche die Transportplanungen.

Das Wetter-Risiko besteht weiter. Wenn die Niederschläge nicht zunehmen, soll in der Nacht von Montag auf Dienstag der Neckarpegel weiter sinken, einen Tag später bereits wieder ansteigen.

Nach unseren Informationen soll das Beladen der drei Castoren mit dem hochradioaktiven Atommüll deshalb genau in diesem engen Zeitfenster erfolgen, der atomare Transport soll dann als riskante Nachtfahrt bereits unmittelbar nach dem Beladen starten, eventuell noch vor Mitternacht. Die Gefahren des Transports würden noch weiter auf die Spitze getrieben.

Wir rufen zum Protest gegen diesen verantwortungslosen Transport auf:

Protest-Mahnwache ab 7 Uhr in Lauffen, Uferstrasse Dort gibt es aktuelle Informationen zum Transport und Info-Materialien.
(Lageplan auf unserer Homepage)

Zweiter Protest-Aktionsort ist am Neckar direkt gegenüber dem Atomkraftwerk Wir machen eine Protest-Kundgebung am Ufer direkt gegenüber dem Neckarwestheimer AKW. Dort sind wir (wenn die Schiffe früh losfahren) ab 8 Uhr am Dienstag.
Wenige Meter weiter, auf Höhe der Schiffsanlegestelle, laden wir zur Pressekonferenz beim Eintreffen der Castoren (s. separate Einladung).

Wir fordern: Die riskanten und sinnlosen Atommüllverschiebungen stoppen!
Keine weitere Atommüllproduktion – Atomausstieg jetzt!

 

Infoquellen:

www.neckar-castorfrei.de
twitter.com/NeckarXCastor
Hashtag: #NeckarXCastor
SMS-Alarm bestellen:
neckar-castorfrei.de/sms-alarm

CaSTORNO: 5. Neckar-Castor diese Woche gestrichen

Bündnis Neckar castorfrei
www.Neckar-castorfrei.de

Neckar_castorfrei_1216_V4d

Pressemitteilung 12.12.2017

 

Endlich einmal machen Polizei und EnBW etwas richtig

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Wochenende sollte alles noch ganz schnell gehen mit dem 5. Transport, jetzt haben EmBW und Polizei angesichts von Hochwasser und Wetterlage die Reißleine gezogen.

Die Beladevorbereitungen wurden unterbrochen, z.B. ist noch kein Kran vor Ort, um die Rampe einzurichten. Und nach unseren Beobachtungen hat auch die Polizei heute früh ihre Vorbereitungen abgebrochen, und sämtliche Polizeibegleitboote habe die Region um Obrigheim wieder verlassen. Am Schubboot Ronja finden gerade Wartungsarbeiten statt.

Wir rechnen diese Woche nicht mehr mit einem Transport, da zum Wochenende hin der Wasserpegel erneut ansteigen soll.

Auf besseres Wetter zu warten, ändert aber am Atommüll nichts.
Wir fordern weiterhin, den 5. Transport komplett zu stornieren.

Strahlender Advent – Heutige Leerfahrt ist Auftakt des 5. Neckar-Castors

Bündnis Neckar castorfrei
www.Neckar-castorfrei.de

Pressemitteilung 10.12.2017

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Auch der 5. Transport von Obrigheimer Castoren ist unnötig und gefährlich – Atommüll-Problem verschärft statt verbessert

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute früh um 6:40 Uhr legte Schubschiff Edda am AKW Neckarwestheim ab, um den leeren Castoren-Leichter Lastdrager 40 an der RoRo-Rampe des AKWs abzuholen und zu rangieren. Um circa 7:20 Uhr erfolgte dann knapp 1 km flussabwärts das riskante Wendemanöver mit Übergabe des Leichters an das Schubschiff Ronja, welches nun den Lastdrager 40 nach Obrigheim schiebt. Ankunft in Obrigheim dürfte zwischen 15 und 16 Uhr sein.

Mit der heutigen Sonntagsfahrt umgeht man die morgen für 5 Tage beginnenden Arbeiten unter der Autobahnbrücke bei Heilbronn. Wir gehen dennoch davon aus, dass die heiße Transportfahrt trotz dieser Brückenarbeiten in Kürze starten wird.

Der allerfrüheste Transporttermin für die Fahrt der Castoren Nr. 13 bis Nr. 15 wäre sogar schon in der Nacht zum Montag, das wäre jedoch ein gefährlicher Zeitdruck, und wieder eine unverantwortliche Nachtfahrt.
Wir vermuten derzeit eher den Dienstag 12.12. oder Mittwoch 13.12. als Termin der heißen Fahrt.
Allerdings bleibt zu befürchten, dass die Polizei trotz der zusätzlichen Gefahren wieder auf eine Nachtfahrt setzen wird.

Auch der fünfte und damit für einige Jahre der vorerst letzte Castor-Transport auf dem Neckar ist so unnötig wie gefährlich und gleicht einem Hütchenspiel:
statt die Atommüll-Probleme anzugehen, setzt man auf Show und heiße Luft, verschiebt den Müll nur hin und her und führt dabei die Menschen an der Nase herum. Dieser Atommüll in Form abgebrannter Brennelemente bleibt 40.000 Generationen gefährlich, da braucht es eine verantwortliche Zukunftsstrategie und keine Taschenspieler-Tricks. Und vor allem muss die weitere Produktion dieses gefährlichsten Mülls, den die Menschheit kennt, sofort beendet werden.
Deshalb: alle AKWs sofort abschalten, in Neckarwestheim und anderswo!

Bis zum Ende des 5. Transports informieren wir weiter über Twitter und SMS, bitte nutzen Sie diese Kanäle, um sich auf dem Laufenden zu halten (Details s.
unten).

Wir laden Sie schon heute zu einer Pressekonferenz beim Eintreffen des 5.
Transports in Neckarwestheim ein, nähere Infos finden Sie in beigefügter separater Einladung.

Mit freundlichen Grüßen
Bündnis Neckar castorfrei

Infoquellen:

www.neckar-castorfrei.de
twitter.com/NeckarXCastor
Hashtag: #NeckarXCastor
SMS-Alarm bestellen:
neckar-castorfrei.de/sms-alarm oder SMS an: +447537414385 | Text der SMS: JOIN 1416

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Ein Auszug der Aktionen unseres Bündnisses im Protestjahr 2017:
Januar/Februar: „Infowelle“: Aktionsserie entlang der Transportstrecke.
Februar: Brückenaktion in Heilbronn, und Anti-AKW-Sonntagsspaziergang.
März: Demonstration in Heilbronn mit 750 Teilnehmer/innen.
April: Rad-Aktionstag mit über 100 Teilnehmer/innen, und Anti-AKW-Sonntagsspaziergang.
Mai: Kletteraktion bei EnBW-Hauptversammlung, Fluss-Aktionstag mit 150 Teilnehmer/innen, und Anti-AKW-Sonntagsspaziergang.
Juni: Mahnwachen und Brückenaktionen beim 1. Transport.
Juli: Demonstration in Lauffen mit über 60 Teilnehmer/innen, und Anti-AKW-Sonntagsspaziergang.
September: Mahnwachen beim 2. Transport.
Oktober: Ankettaktion, Schwimmaktion und Mahnwachen beim 3. Transport, und Anti-AKW-Sonntagsspaziergang.
November: Mahnwachen u. Schwimmaktion beim 4. Transport, und Anti-AKW-Sonntagsspaziergang.
Dezember: Demonstration in Neckarwestheim mit 200 Teilnehmer/innen.