Schlagwort: Castor

[BI-Newsletter] Schöne Feiertage! – Termine zum JahresweXel

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

zum Abschluss eines ereignisreichen Protestjahres möchten wir uns noch einmal persönlich an euch wenden.
Schmunzelnd mussten wir in diesem Jahr zur Kenntnis nehmen, dass wir zwar sehr bekannt sind, einigen Menschen jedoch der Glaube fehlte, dass es uns auch noch gibt.

Zugegeben, die alte Dame BI ist etwas in die Jahre gekommen, aber die großen Augen mancher Besucher*innen unserer Infostände mit dem Ausspruch „Euch gibt es noch!?“ sorgte, gemessen an den zu meisternden Anforderungen und unseren Aktivitäten des vergangenen Jahres, für eine gewisse Erheiterung.

Mit vier Busreiseangeboten zu Großdemonstrationen, alleine im zweiten Halbjahr, unzähligen Fahrten zu Konferenzen und Teilnahmen an Aktionen mit unserem Infostand sind wir nicht nur rüstig, sondern sogar sehr agil. Dass die Gorleben Rundschau kein zahnloser Papiertiger ist, beweist die jüngst von der Bundesrepublik Deutschland eingereichte Klage gegen die Bürgerinitiative, da wir mit bissigen Artikeln über die Probleme der Atommülllagerung offenbar einen wunden Punkt bei den Behörden getroffen haben.

Mit Beharrlichkeit, Leidenschaft und langem Atem werfen wir unsere Erfahrung und Wachsamkeit nicht nur den neu gegliederten und vergrößerten staatlichen Institutionen entgegen, sondern stehen auch unseren Mitmenschen mit Rat und Tat zur Seite.

Mit abnehmendem medialem Interesse an der Atompolitik und den großen Problemen in der globalen Klimapolitik, müssen aber auch wir kleinere Brötchen backen. Projekte, wie die neu gestaltete Webseite, der Versuch ein „atompolitisches Mahnmal“ in Gorleben zu errichten, eine neue halbe Stelle im Büro oder eine juristische Auseinandersetzung zu finanzieren, sind neben unserem Alltagsgeschäft kostspielige Ziele.

Mit einer Spende zum JahresweXel helft ihr uns bei der Realisierung dieser Ziele und sorgt dafür, dass wir auch morgen noch kraftvoll zubeißen können!

Wir bedanken uns herzlich für eure Unterstützung, wünschen euch eine wundervolle Zeit und einen kraftvollen Start ins neue Jahr.

Der Vorstand der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Spenden und Mitgliedsbeiträge können steuerlich geltend gemacht werden, die Spendenquittungen senden wir im Januar zu

 

 

Termine

 

Di. 01.01.2019 – 14.00h, Atomanlagen Gorleben – „Neujahrsempfang“

Mit der ersten Versammlung des Jahres begrüßen wir das neue Protestjahr und versammeln uns an den Atomanlagen in Gorleben.
Bei Heißgetränken und Gebäck schwören wir uns auf die kommenden Aufgaben ein und bringen unseren fortdauernden Protest zum Ausdruck.
Eine tolle Möglichkeit zum Wiedersehen, miteinander Reden und Pläne schmieden.
Wir freuen uns auf euch, wenn es wieder heißt „Adieu 2018 – Allez 2019!“, um 14.00h an den Atomanlagen in Gorleben.

 

 

Di. 08.01.2019 – 19.30h, Kino Platenlaase – Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Climate Warriors“ (D-2018 / 86min.)

Die Energiewende ist technisch bereits möglich. Und doch wird sie nicht umgesetzt.
Menschliche Gier und ungerechte Machtverhältnisse stehen ihr im Weg.
Aber wie kann sich die Menschheit von diesen konservativen Strukturen lösen?
Eine globale Veränderung kann nur durch eine Bewegung von unten entstehen, eine Bewegung aus dem Volke. Davon ist der Filmemacher Carl A. Fechner überzeugt. So trifft er auf seiner Reise durch Deutschland und die USA nicht nur auf Prominente und Politiker, sondern auch auf
engagierte Mitmenschen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen.
Sie alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: den Umstieg auf 100% erneuerbare Energien.
„Climate Warriors“ zeigt, wie die Energiewende tatsächlich gelingen kann – und zwar weltweit.
Der Dokumentarfilm von Carl-A. Fechner gibt den Menschen eine Stimme, die unermüdlich für eine nachhaltige und gerechte Zukunft für uns alle
kämpfen.

Im Anschluss machen wir eine kleine Nachlese zur jüngsten Weltklimakonferenz in Polen und versuchen eine Einordnung der dortigen Beschlüsse.

Los geht´s um 19.30h im Kino Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

 

 

BI Büro um die Feiertage geschlossen

Am Freitag, den 21.12.2018, beginnen um 16.00h unsere kleinen Weihnachtsferien. Das BI Büro ist dann um die Feiertage und den JahresweXel nicht besetzt. Ab Mittwoch, den 02.01.2019, sind wir dann wieder zu den gewohnten Zeiten für euch da.

 

 

„Durchgeknallt!“

Auch in diesem Jahr würden wir uns sehr freuen, wenn wir weitere Mitmenschen zu einer Reduzierung der Silvesterknallerei bewegen könnten.

Im Jahr 2017 wurden die Ausgaben für Feuerwerk in Deutschland auf rund 130 Millionen Euro geschätzt. Die WHO (World „Health“ Organisation) veröffentlichte damals, dass mit diesen Ausgaben die gesundheitliche Versorgung der bedürftigsten Bevölkerungsteile des Süd Sudan für ein gesamtes Jahr gesichert werden könne.
Wer darüber hinaus mit einem Haustier zusammenlebt kann hautnah miterleben, welch enorme Belastung für Tier und Umwelt im Allgemeinen entsteht.
4.500 Tonnen Feinstaub werden in der kurzen Zeit bundesweit emittiert. Dies entspricht laut Bundesumweltamt 15,5% der jährlichen Emission im Straßenverkehr. Den Ressourcenverbrauch, die anfallenden Müllmengen und natürlich die prekären Arbeitsbedingungen der Arbeiter*innen in den Herstellungsländern, allen voran Indien und China, möchten wir an dieser Stelle gar nicht näher beleuchten.

Macht doch einfach ein Feuerwerk in euren Herzen. Solidarisiert euch mit Mensch, Tier und Umwelt und sammelt bei der Silvesterfeier ein wenig Geld für eine gemeinnützige Initiative eurer Wahl!

 

Wir wünschen euch wundervolle Weihnachtstage und einen gesunden und kraftvollen Start ins neue Jahr.

Vielen Dank und sonnige Grüße

Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

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[BI-Newsletter] Termine im November – Demo „Kohle stoppen! – Klimaschutz jetzt!“

Wendland Gorleben antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

bevor sich weite Teile der Bevölkerung dem Strudel der Vorweihnachtszeit ergeben, möchten wir euch auf dem Weg zum Jahresabschluss noch ein paar interessante Termine mitteilen, zu denen wir uns über eine rege Teilnahme freuen würden.
Auch wenn sich das Jahr 2018 dem Ende nähert, herrscht in der Diskussion um die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen gerade Aufbruchsstimmung. Dies zumindest seitens der Anti Atom Initiativen, denn nun ist das auf der Atommüllkonferenz erarbeitete Papier zur Zwischenlagerung erschienen. Bisher gut 70 Initiativen und Verbände haben das Papier unterzeichnet und damit eine klare Handlungsaufforderung der Politik und den Behörden unterbreitet.
Zum Papier => http://www.atommuellkonferenz.de/positionspapier-zwischenlagerung-hoch-radioaktiver-abfaelle/

Endzeitstimmung möchten wir jedoch auch erzeugen und rufen deshalb zur Teilnahme an der Großdemo in Berlin auf, um das Ende der Kohlekraftnutzung weiter voranzutreiben.
Nach dem großartigen Erfolg am Hambacher Wald wird nun nachgelegt und noch einmal groß zu zwei Demos am gleichen Tag in Köln und Berlin aufgerufen.
Wir würden euch gerne mit nach Berlin nehmen, wie ihr weiter unten entnehmen könnt.

Termine

 

Mo. 12.11.2018 – 400. Fukushima Mahnwache Dannenberg
Am Montag versammeln sich die die Teilnehmer*innen der Fukushima Mahnwache zum vierhundertsten Mal auf dem Marktplatz in Dannenberg.
Die gesellige Runde unterstreicht in ihren montäglichen Versammlungen die Ernsthaftigkeit ihres Anliegen – Das Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe und die damit verbundene Forderung nach einem globalen Atomausstieg – nicht zuletzt durch die Tatsache, dass bis dato keine Mahnwache ausfiel.
Die Mahnwache freut sich nicht nur zu diesem Jubiläum über Mitstreiter*innen.
Los geht´s, wie jeden Montag, um 18.00h auf dem Marktplatz in Dannenberg.

Di. 13.11.2018 – Öko-Politfilmreihe zeigt: „Der marktgerechte Patient“ (D-2018 / 83min.)
Der Anästhetist Peter Hoffmann beschreibt es so: „Das Krankenhaus wird geführt wie eine Fabrik. Der Patient wird vorne eingefüllt und kommt hinten raus, und zwar bitte ein bisschen schneller.“
Seit der Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf „Fallpauschalen“ steht für deutsche Klinken nicht mehr der kranke Mensch, sondern der Erlös aus seiner Behandlung im Vordergrund.
Der Film versucht die Auswirkungen dieser Ökonomisierung auf Patienten und Beschäftigte des Klinikbetriebes aufzudecken.
Los geht´s um 19.30h im Kino Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

Fr. 23.11.2018 – Film: „Wackersdorf“ (D-2018 / 123min.) in Anwesenheit des Regisseurs Oliver Haffner
Die Kinogruppe Platenlaase bringt mit „Wackersdorf“ nicht nur eine filmische Reise in die Vergangenheit ins Wendland, sondern wird bei vielen hier Lebenden lebhafte Erinnerungen an diese Zeit wachrufen.
Der Film läuft im normalen Kinoprogramm an vier Abenden. Nur am Freitag, den 23.11.2018, wird jedoch der Regisseur Oliver Haffner zugegen sein und sich den Fragen des Publikums widmen.

Alle Infos zum Film gibt´s hier  => https://www.platenlaase.de/veranstaltungen/wackersdorf-2018-11-23/

 

Sa. 01.12.2018 – 12.00h Berlin und Köln – Demo „Kohle stoppen! – Klimaschutz jetzt!“

 

Tempo machen beim Kohleausstieg!
Auf zur Klima-Doppel-Demo am Samstag, 1. Dezember – zeitgleich in Berlin und Köln
Im Dezember geht es gleich doppelt ums Klima: Beim Weltklimagipfel in Polen und in der Kohle-Kommission in Berlin. Während die Welt über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verhandelt, entscheidet sich in Berlin, ob Deutschland seine Versprechen wahr macht – und schnell aus der Kohle aussteigt.

Infos zur Demo => https://www.klima-kohle-demo.de/
Wir möchten mit euch an die erfolgreiche Fahrt zum Hambacher Wald anknüpfen und gemeinsam nach BERLIN reisen.
Vor Ort wird dann auch unser Info Stand sein.

Gemeinsame Busreise aus dem Wendland
Abfahrt Lüchow – Gildehaus Parkplatz => 7.00h

Abfahrt Dannenberg – ZOB => 7.30h

Rückfahrt ab Berlin ca. 17.00h.

Unkostenbeitrag => 10,00€ ermäßigt / 15,00€ normal / 20,00€ soli

Bitte meldet euch zeitnah im BI Büro an ( Tel. 05841-4684 / buero@bi-luechow-dannenberg.de ).

In „wendländischer Sache“
Wir leiten an dieser Stelle die Vorstellung einer besonderen Aktion verbunden mit einen Spendenaufruf weiter.
Obwohl es sich um den im Spendenaufruf angegeben Konto um ein Konto der BI handelt, möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir für Spenden auf dieses Konto KEINE Spendenbescheinigungen ausstellen können.

„Liebe Freundinnen und Freunde,

vielleicht ist Euch in der EJZ vom Samstag, dem 27. Oktober eine Todesanzeige aufgefallen, die Alhassane Barry aus Guinea betrauert, der wie viele Tausend andere im Mittelmeer ertrunken ist. Dies war eine erste Anzeige von mehreren geplanten.
Erste Reaktionen zeigen uns, dass der ungewöhnliche Weg über die ‚Familien-Anzeigen‘ in der EJZ ein gutes Mittel ist, um die öffentliche Erstarrung über den vieltausendfachen Tod im Mittelmeer anzukratzen und aufzubrechen. Was die Menschen über die Nachrichten (vor allem: die Nicht-Nachrichten) längst nicht mehr erreicht, rückt über den täglichen Blick in die lokale Trauerseite plötzlich schmerzhaft nahe: plötzlich sind es nicht mehr abstrakte Zahlen, die im Mittelmeer ertrinken, sondern konkrete Menschen. Die toten Geflüchteten bekommen einen Namen und ein Gesicht.
Mit unserer Initiative bewegen wir hoffentlich auch solche Menschen zum ‚Hinschauen‘, die das Thema längst ausgeblendet haben – wir bieten Anknüpfungspunkte für Gespräche, mit Einzelpersonen, in Nachbarschaften, Vereinen und Organisationen.
Die geplante Kampagne baut sich langsam auf:  zuerst sind es nur zwei Anzeigen zum Aufmerken und Neugierig-machen. In weiteren Anzeigen sollen die Menschen dann aufgefordert werden, an bestimmten Orten Blumen und Kränze abzulegen – auf dem Marktplatz in Lüchow, Dannenberg und Hitzacker. Bei guter Resonanz reicht die Aktion eventuell bis hinein in die Kulturelle Landpartie. Und vielleicht entsteht daraus sogar ein dauerhaftes Mahnmal.
Bei unserer Recherche nach konkreten Namen sind wir unter www.unitedagainstracism.org/wp-content/uploads/2017/06/ListofDeathsActual.pdf
auf eine Liste gestoßen, die alle registrierten Toten aufgeführt – die meisten allerdings als ’no-names‘. Unsere Idee ist, die Liste mit den Toten allein von 2018 am Samstag, 24. 11. auf einer ganzen Seite der EJZ zu veröffentlichen und am folgenden Totensonntag der Toten in einer gemeinsamen Aktion zu gedenken – auf dem Marktplatz in Lüchow oder vor dem Kreishaus.
Die Idee wurde von einer Handvoll Menschen initiiert und vorfinanziert. Jetzt ist der Punkt, wo wir breite finanzielle Unterstützung benötigen! Die große Anzeige würde z.B. ungefähr 3.000 Euro kosten. Wir möchten Euch herzlich bitten, die Kampagne mitzufinanzieren und die verschiedensten Menschen und Gruppen darauf anzusprechen.
Unter der Kontonummer: BI Lüchow-Dannenberg
DE91 2585 0110 0230 0455 69 Stichwort Mittelmeer
Sollte mehr Geld zusammenkommen als wir für die Aktion benötigen, reichen wir das Geld an ’seawatch‘ weiter.
Freundeskreis Mittelmeer
u.a. Regina Dubs,Heiko Jäger,Jan und Kina Becker ,Kathrin Grasnick“

Anzeigenbeispiel:


„Ich weiß wohl, vor wem ich fliehen soll, aber nicht zu wem?“
Cicero 106-43 v.chr

Unfassbar!

Ibrahim Selim geb. 2015 Türkei

Halil Munir Abdulrezzakgeb 2015 Türkei

gestorben 13.2. 2018 ertrunken im Mittelmeer

Wir bitten um Blumen ,Kerzen und Kränze vor dem Kreishaus in Lüchow.

Die Gruppe bedankt sich für eure Unterstützung.

Vormerken

03.-14.12.2018 – Weltklimakonferenz (COP24) in Kattowice/Polen

Sa. 08.12.2018 – Großdemo #noNPOG – gegen das neue niedersächsische Polizeigesetz – 13.00h Opernplatz Hannover

Sa. 08.12.2018 – Der BI Infostand mit gebrannten Mandeln und textilem Allerlei auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Gartow – 14.00-18.00h.

Wir wünschen euch viele Lichte Momente im Novembernebel und hoffen auf ein Wiedersehen bei den zahlreichen Aktionen.

Sonnige Grüße
Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstr. 2029439 Lüchow

buero@bi-luechow-dannenberg.de

BI Umweltschutz: Heiße Castorhalle

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 6.08.2018
antiatom castor
Es ist anhaltend heiß und auch die Nächtebringen kaum Abkühlung. Ein Grund für die Bürgerinitiative UmweltschutzLüchow-Dannenberg (BI) mit Blick auf die Aufbewahrungsgenehmigung desCastorlagers Fragen an das niedersächsische Umweltministerium zu richten. Denndie Bestimmungen schreiben vor, dass die bundeseigene Gesellschaft fürZwischenlagerung (BGZ) ab einer Erhitzung von Bauteilen auf 55 Grad Celcius beieiner Lufteintrittstemperatur von 27 Grad Celcius dieses derAtomaufsichtsbehörde mitteilen muss.

Hintergrund ist eine technische Besonderheitdes Lagers, es soll „inhärent sicher“ sein. Mit anderen Worten, dieeintretende Luft kühlt die heißen Castoren und tritt in Lüftungsschlitzen ander Decke wieder aus. Eine aktive Kühlung ist ebenso wenig vorgesehen wie eineFilterung der Luft, die ausströmt – Fakten, die von der BI immer wiederkritisiert wurden. „Wenn aber die eintretende Luft heiß ist und nicht mehrkühlt, was dann?“ fragt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Werden 60 Grad Celciusan Bauteilen des Lagers erreicht, so hätte vor dem gegenwärtigen Castorstopplaut Auflagen der Einlagerungsbetrieb sogar unterbrochen werden müssen…

„Welche Temperaturen wurden im Lager und anBauteilen in diesem Sommer erreicht und musste die Halle gekühlt werden? Istdafür ein Notplan vorhanden?“ fragt die Bürgerinitiative. Im Interesse derSicherheit fordert die BI eine rasche Unterrichtung der Öffentlichkeit.

BI Umweltschutz: Termine für den Sommer

Wendland Gorleben antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir lassen ein bewegtes und bewegendes erstes Halbjahr hinter uns und steuern auf die Sommerpause zu.
Für uns die Zeit, mal ein wenig abzuschalten und uns für kommende Aufgaben neu aufzustellen.

Wir möchten uns aber rückblickend zunächst für eine sehr erfolgreiche und wundervolle Kulturelle Landpartie bedanken.
Mit uns sind wieder viele Menschen in Gorleben auf der Straße gewesen und haben die Kulturelle Widerstandspartie zu einem echten Höhepunkt des Jahres werden lassen.
Besonders möchten wir uns bei den vielen Helfer*innen bedanken, die von ihren KLP Punkten, aus den Castorgruppen und aus verschiedensten politischen Zusammenhängen die KWP unterstützt haben und maßgeblich zum Erfolg des Tages beigetragen haben. Ohne EUCH geht´s nicht! DANKE!

Der Freude über eine schöne Kulturelle Landpartie folgt nun die Traurigkeit über den Tod von Francis.
Unter diesem Eindruck hat sich das Organisations-Team für das diesjährige Sommer Camp und Free Flow Festival dafür entschieden, die einwöchige „Camptival“ Veranstaltung nicht stattfinden zu lassen.
Francis war maßgeblicher Teil der Planungsgruppe und gehörte zum engsten Kreis der Free Flow Planer*innen.
Wir bitten daher um Verständnis für diese schwierige und nachvollziehbare Entscheidung.

Termine
Fr./Sa. 27./28.07.2018 – Benefiz Open Air „e-Ventschau 2018“
Das Benefiz Festival „e-Ventschau“ geht in seine sechste Runde. Auf dem Hof Thiele in Ventschau/Tosterglope, zwischen Lüneburg und dem Wendland, bekommt ihr an zwei Tagen umfassende Informationen zu Anti Atom Themen und musikalisch gehörig etwas auf die Ohren.
Das ehrenamtlich organisierte Open Air hat sich längst in die Herzen der Besucher*innen gespielt. Die wunderschöne Lage, die hervorragenden Bands, das politische und kulinarische Angebot gepaart mit der gemütlichen Stimmung zeichnen das e-Ventschau aus. Als wäre das nicht schon Anlass genug für einen Besuch, werden die Einnahmen an Projekte gespendet, die sich für die Kinder von Tschernobyl und Fukushima einsetzen.
Für einige Anti Atom Initiativen ist das e-Ventschau zum sommerlichen Treffpunkt und Austausch geworden, um in schöner Atmosphäre über kommende, gemeinsame Aktionen zu beraten.
Auch in diesem Jahr sind wir wieder mit unserem Infostand vor Ort. Zudem wird es am Samstag einen Vortrag von Wolfgang Ehmke zum Thema Zwischenlagerung geben.

Das gesamte Programm und alle Infos findet ihr hier =>  https://e-ventschau.de/
Sichert euch ein Ticket! Wir sehen uns in Ventschau!

11.-22.08.2018 – Klimacamp im Rheinland

Zur Kulturellen Landpartie traf sich das Orga Team des Camps zur WendlandOrgaWoche (WOW) in Gedelitz.
Die Ergebnisse dieser Woche könnt ihr beim kommenden Klimacamp nun selbst erleben.

Aus der Ankündigung: „Das Klimacamp 2018 findet vom 11. bis 22. August zum neunten Mal im Rheinland statt. Wir wollen in dieser Zeit das Camp gemeinsam aufbauen, mit Leben füllen und auch wieder gemeinsam abbauen. Es wird wieder jede Menge Bildungs- und Kulturveranstaltungen geben. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Zukunft des Rheinischen Braunkohlereviers und dem Nachdenken darüber, wo die Klimagerechtigkeitsbewegung steht und wie sie sich entwickeln sollte.“

Alle Infos findet ihr unter => http://www.klimacamp-im-rheinland.de/
…..und irgendwo dort trefft ihr bestimmt ganz unvermittelt auch auf „uns“.

Save the Date!

 

Sa. 20.10.2018 – Anti Atom Treck „ASSE leerräumen – KONRAD aufgeben!“
Treck vom Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter-Lebenstedt zur Bundesgesellschaft für Endlagerung in Peine.

Alle Infos, fortlaufend aktualisiert, findet ihr hier => http://www.anti-atom-treck.de/

 

Save the Date!

[BI-Newsletter] Termine im Februar

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir hoffen, dass ihr einen guten Start ins Neue Jahr hattet und wünschen euch für das kommende viele schöne Momente und vor allem beste Gesundheit.

Mit unserer ersten Aktion im Neuen Jahr, dem traditionellen Neujahrsempfang, waren wir bereits mit gut hundert Menschen an den Atomanlagen in Gorleben und haben das Widerstandsjahr 2018 eingeläutet.
=> http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20043

Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr auf euch zählen können und befinden uns bereits in den Vorbereitungen für kommende Aktionen.
Unser zentrales Thema wird weiterhin der Umgang mit Atommüll sein. Die Auseinandersetzungen mit der Zwischenlagerung und dem Standortauswahlverfahren werden vorwiegend in Gremien zu begleiten sein, wobei wir immer auch im Auge behalten werden, die Themen flankierend mit Aktionen oder Demonstrationen zu bearbeiten.

Am 31.12.2017 wurde Block B des AKW Gundremmingen endgültig vom Netz genommen.
Ein weiterer großartiger Erfolg der Bewegung!
Es bleiben jedoch sieben Reaktoren in Betrieb, die weiterhin Müll produzieren. Auch das Gefahrenpotential durch den Betrieb von Atomkraftwerken wurde durch die Abschaltung von Gundremmingen B nur statistisch verringert und bleibt uns die kommenden Jahre erhalten.
Wir werden weiterhin auf eine sofortige Abschaltung drängen und dies auch mit unserer Teilnahme an Aktionen untermauern.

Wie in jedem Jahr werden wir auch wieder in Themenfelder eintauchen, die über die Atomkraft hinausgehen. Sei es beim Klimaschutz oder anderen relevanten Umweltthemen, wir werden mit Sicherheit ein paar „Ausflüge“ und Veranstaltungen anbieten.

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr, in dem es mal wieder viel zu tun gibt.
Packt doch einfach mit an!

Termine

 

Fr. 02.02.2018 – 19.00h – Ratskeller Lüchow –  Vortrag und Diskussion „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“ mit Manuel Reichhardt und Dennis Köhnke (TU Braunschweig)
Bis 2031 soll ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden werden, 2050 soll die Einlagerung beginnen. Das sind die offiziellen Vorgaben. Doch alle, die mit dem Thema Atommüll befasst sind, gehen davon aus, dass ein solches Endlager nicht vor 2080 den Betrieb aufnimmt.
Was heißt das für die bestehenden 12 Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten und die zentralen Castor-Hallen in Ahaus, Lubmin und Gorleben? In Gorleben zum Beispiel läuft die Betriebsgenehmigung im Jahr 2034 aus, aus 40 Jahren Zwischenlagerung werden 80 oder gar 100 Jahre.
Sind die Behälter mit dem hochradioaktiven Müll darin auf derart lange Lagerzeiten ausgelegt? Was ist mit der Sicherung dieser Lagerstätten gegen Terrorschläge oder Flugzeugabsturz? Welche weiteren Probleme sind mit der verlängerten Lagerung verbunden?
Sind Nachrüstung oder Neubau Alternativen? Wie gehen andere Länder mit dem Problem um?

Manuel Reichardt und Dennis Köhnke von der Technischen Universität Braunschweig aus dem Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz stellen Ergebnisse aus dem ENTRIA Forschungsprojekt zur „Oberflächenlagerung“ vor.

In Kooperation mit der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, der  Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg  und der  Rechtshilfe Gorleben.

 

Los geht´s um 19.00h im Ratskeller in Lüchow. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.
=> http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20159

 

Di. 06.02.2018 –  Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Alphabet“ (D 2013 – 109min.)
98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%.
Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht.
Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.

Los geht´s um 19.30h im Kino Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

 

Sa. 17.02.2018 – 12. Atommüllkonferenz in Kassel
Die Fachkonferenz der Anti Atom Initiativen lädt zur zwölften Atommüllkonferenz.
Für alle, die sich einmal auf den aktuellen Stand bundesweiter Diskussionen zum Thema Atommüll bringen wollen sei diese Konferenz ans Herz gelegt. Atommüllkonferenzen finden jeweils im Frühjahr und Herbst statt.

Alle Infos und das Programm findet ihr unter => www.atommuellkonferenz.de

 

So. 18.02.2018 –  17.00h – Gasthaus Wiese – „Aktiviert Euch!“


Die Auseinandersetzung um die Atomkraft hat das Wendland geprägt.

Du hast Lust, Ideen für das Widerstandsjahr 2018 zu sammeln, dich über Projekte zu informieren, dich mit anderen darüber auszutauschen oder selbst einen Beitrag zu leisten?

Das Wendland hat die Auseinandersetzung um die Atomkraft geprägt.

Komm zum BI-Treffen für Aktive und solche, die es werden wollen.
Bring dich ein, übernimm eine kleine Aufgabe und schreibe damit die Geschichte fort.

Klönschnack bei heißer Suppe und kalten Speisen!
Sonntag, 18. Februar 2018 um 17Uhr  Gasthof Wiese , Gedelitz

 

Do. 22.02.2018 – 20.15h / 21.30h – Kino Lüchow –  Filmabend: „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“ von Helmut Koch
Widerstandgeschichte in wackeligen Bildern sind am 41. Jahrestag der Standortbenennung, am 22. Februar, als Premiere um 20:15 und 21:30 Uhr im Lüchower Kino zu sehen.
„Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“ ist der Titel eines Super-8-Stummfilms der zwischen 1978 und 1980 im Wendland entstand.
Zu sehen ist: Wiederaufforstung auf dem „Platz“, Hochzeit in Schmarsau, Katastrophen-Winter, Demo in Lüchow, Geschichte einer Fahne, Niedersachsentag, Blockade der Celler Brunnenbau, Frauentag in Trebel, 1004-Besetzung und -Räumung und anderes.
Ein Film von Helmut Koch, 1980. 2016/17 digitalisiert, von 90 auf 58 Minuten geschnitten und mit Zwischen- und Untertiteln versehen.
Eintrtitt frei, die Hutkasse geht rum.

Bitte Plätze reservieren:  => www.wendland-kino.de

 

In Kooperation mit Helmut Koch, dem Kino „Alte Brennerei“ Lüchow, dem Gorleben Archiv und der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

20.01.2018 – Berlin – Demo „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“
Gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und Gerechten Welthandel werden am kommenden Wochenende die Menschen in Berlin auf die Straße gehen.

Aus dem Wendland werden sich Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern anschließen.

Ab Salzwedel könnt ihr aus dem Wendland mit der Initiative „IgiT“ gemeinsam mit der Bahn anreisen.

Alle Infos zur Demo gibt´s hier => www.wir-haben-es-satt.de/

Kontakt für die TreckerfahrerInnen => www.wir-haben-es-satt.de/trecker/organisatorisches/

Kontakt zu IgiT => www.igit.lindenweg.info

 

Wir wünschen allen Teilnehmenden eine kraftvolle Demonstration!

 

Empfehlenswert

 

Crowdfunding – Abfüllbar – Wendland!
Plastik ist praktisch, vielseitig und bunt. Plastik ist aber auch schädlich, für die Umwelt wie für die Gesundheit. Jeder von uns produziert im Durchschnitt mehr als 600 kg Abfall jährlich. Dies ist eine der höchsten Raten unter den Industrieländern. Obwohl wir recyceln und kompostieren, gelangt zu viel Müll in die Umwelt. Diese Abfälle verschmutzen unsere Gewässer, die Böden und sogar unsere Luft.
Plastikmüll ist besonders problematisch, da er sich nicht zersetzt, sondern in Mikroplastik zerfällt. Die winzigen Partikel gelangen über unsere Gewässer im Meer und werden von Fischen gefressen und landen so wieder auf unserem Teller. Viele Meerestiere verenden qualvoll an großen aber auch winzig kleinen Plastikteilchen.
Einen guten Artikel findet ihr beim NABU: Eine Welt aus Plastik
=> www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologischleben/alltagsprodukte/14058.html

Plastik ist mittlerweile überall drin oder dran – und genau das macht es so schwer, darauf zu
verzichten. Ein Projekt aus dem Wendland möchte da in Zukunft Hilfestellung geben.
Die ‚AbfüllBar Wendland‘ möchte mittels eigens dafür entwickelten Lebensmittelspendern aus Holz und Glas (statt wie üblich aus Plastik) und einem flächendeckenden Vertriebssystem das unverpackte, plastikfreie Einkaufen in ländlichen Regionen ermöglichen. Um starten zu können braucht sie allerdings dringend Unterstützung. Noch bis zum 31.01.18 läuft ein Crowdfunding.

Crowdfunding: www.startnext.com/abfuellbar-wendland
Projekt-Seite: www.abfuellbar-wendland.de

 

Vormerken
So. 04.03.2018 – Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Do. 08.03.2018 – Filmabend „Furusato – Wunde Heimat“  anlässlich des Fukushima Jahrestages

Mo. 12.03.2018 – Fukushima Mahnwache, wie jeden Montag im Jahr, mit einem besonderen Programm anlässlich des Fukushima Jahrestages
In eigener Sache
Die Spendenbescheinigungen für das Jahr 2017 werden in der ersten Februar Woche 2018 versendet.  Solltet ihr im weiteren Verlauf auf eure Spendenbescheinigung warten, meldet euch bitte ab Mitte Februar bei uns, möglicherweise haben wir keine aktuelle Adresse von euch.  Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für die großartige Unterstützung unserer Arbeit!

Wir wünschen euch eine schöne Zeit, passt auf euch auf und kommt gut durch den „Winter“!

Sonnige Grüße
Torben Klages
Für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstr. 2029439 Lüchowbuero@bi-luechow-dannenberg.deTel. 05841/4684www.bi-luechow-dannenberg.de

BI Umweltschutz: Neue Gorleben Rundschau: VIELES NEU

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

Rosenstr. 20

29439 Lüchow

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

antiatom castor

 

Pressemitteilung 8.01.2018

 

Die erste Gorleben Rundschau 2018 mit dem Schwerpunktthema „Dauerzwischenlager“ ist da. „Niemand geht davon aus, dass bis 2050 in Deutschland ein Endlager in Betrieb ist, daraus resultieren neue Probleme und Gefahren bei der Zwischenlagerung“, betont BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Schon am kommenden Samstag werde das Nationale Begleitgremium, das die Endlagersuche moderieren soll, sich unter BI-Beteiligung bei einer Tagung in Karlsruhe mit diesem Thema befassen.

Die „etwas andere Bürgerinitiative“, das Trio Oliver Neß, Frank Otto und Andreas Blechschmidt, haben mit „Lesen ohne Atomstrom“ die Hamburger Lesetage, das Greenwashing des Vattenfall-Konzerns, verdrängt. Initialzündung sagen der Fernsehjournalist, der Medienunternehmer und Sohn des Versandhausgründers Otto und der Sprecher der Roten Flora in Hamburg, seien die Castortransporte ins Wendland gewesen. Heute sind die „Lesetage ohne Atomstrom“ ein fester Bestandteil des Hamburger Kulturlebens. Sie sagen im Interview, wenn alle Atomkraftwerke stillgelegt, der Hamburger Hafen nicht mehr Drehschreibe für Atomtransporte und wenn „Gorleben unwiderruflich stillgelegt ist, dann hören wir sofort auf dem Lesen ohne Atomstrom.“

Armin Simon blickt noch einmal zurück auf den Weltklimagipfel in Bonn und Axel Kahrs eröffnet mit einer Würdigung von Nicolas Born, der am 31.12. 80 Jahre alt geworden wäre, eine neue Rubrik: ein „kleines Feuilleton“.

Die GR kostet nichts, sie liegt in vielen Läden, Cafés und Restaurants aus, kann direkt im BI-Büro abgeholt oder dort bestellt werden: 05841-4684.

 

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06 http://www.bi-luechow-dannenberg.de/wp-content/uploads/2017/12/GR_2018_01_Web.pdf

BI Umweltschutz fordert Denkmalnach in Gorleben

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

antiatom castor

 

Pressemitteilung 2.01.2018

 

Zur Einstimmung auf das Widerstandsjahr 2018 versammelten sich rund 100 Atomkraftgegner_innen an den Atomanlagen in Gorleben. Im Fokus der Auseinandersetzung werde neben der ungeklärten Situation, ob der Salzstock Gorleben-Rambow und damit das sogenannte Erkundungsbergwerk Gorleben als Atommüllendlager genutzt wird, die Dauerzwischenlagerung stehen, erklärte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI).

Mit Blick auf den geplanten Rückbau der festungsartigen Mauer rund um das Endlagerbergwerk stellte Falko Berkemeier den Plan vor, ein Mauersegment mit den Anti-Atom-Graffitis stehen zu lassen, als Mahnmal für die verkorkste Endlagersuche, aber auch als Denkmalnach: die notwendige Infrastruktur für das Bergwerk, um aus dem Stillstand sofort wieder mit den Plänen, dort hochradioaktiven Müll versenken zu können bleibt erhalten.

Die Gefahr, dass aus 40 Jahren Zwischenlagerung flugs 100 Jahre werden können und die Frage, ob die Castorbehälter für eine derart lange Laufzeit ausgelegt und die Castor-Halle Schutz vor Einwirkungen „Dritter“ – wie ein gezielter oder nicht gewollter Flugzeugabsturz umschrieben wird – rückte Martin Donat, der BI-Vorsitzende in den Mittelpunkt seiner kurzen Ansprache. Schon am 13. Januar wird das Nationale Begleitgremium (NBG), das die Endlagersuche moderieren soll, sich dieses Themas annehmen. Nicht ganz freiwillig, betonte Donat, „dieses Thema hat das NBG übernommen, weil wir es beständig auf die Tagesordnung setzen“. Am 2. Februar wird es im Ratskeller in Lüchow eine Abendveranstaltung mit Experten zu dieser Problematik geben.

BI-Pressesprecher Wolfgang Ehmke blickte noch einmal auf das Jahr 2017 zurück. Mit dem Gorleben-Tag während der KLP, den Tausende besucht hatten, einem internationalen Sommercamp und den Aktivitäten rund um den Weltklimagipfel sei ein breites Spektrum der Widerstandsarbeit sichtbar und wirksam geworden. Dass es zu einer vorerst letzten Befahrung des Endlagerbergwerks am 19. Dezember gekommen sei, hätte sich vor rund 30 Jahren, als im März 1986 das Abteufen des ersten Schachtes begann, niemand träumen mögen, so sehr schien alles auf Gorleben als Endlagerstandort zuzulaufen. „Das erfüllt uns auch mit Stolz, wenngleich wir im Jahr 2018 sofort wieder darauf verweisen, dass sich der Endlagerstandort Gorleben nicht erledigt habe.“ Schon bei den Ausschlusskriterien für ein Atommüllendlager werde deutlich, dass es nicht allein um die reine Wissenschaft, sondern um politische Vorgaben gehe, sonst wäre der Salzstock Gorleben mit einem Einbruchsee darüber schon jetzt raus.