Schlagwort: Dukovany

atomstopp: Gefahrzeitverlängerung von AKW Dukovany besorgniserregend!

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 10.04.2016

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Bundespräsident Fischer darf es beim Staatsbesuch in Tschechien nicht bei diplomatischen Floskeln belassen

„Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB die Gefahrzeit für das Atomkraftwerk Dukovany für weitere 10 Jahre verlängert hat, ohne dass eine international übliche Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen wurde, ist aus unserer Sicht besorgniserregend. Gerade das AKW Dukovany machte in den vergangenen Monaten international Schlagzeilen als bekannt wurde, dass bei der Kontrolle der Schweißnähte der Schlendrian Programm war.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Bundespräsident Fischer wird morgen zu seinem letzten Staatsbesuch in die Tschechische Republik aufbrechen und wir gehen davon aus, dass er die guten Beziehungen zwischen Wien und Prag loben und gleichz eitig festhalten wird, dass Österreich und die Tschechische Republik unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Nutzung der Atomenergie haben.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Uns genügt es aber längst nicht, dass Bundespräsident Fischer sich in diplomatischen Ansagen übt. Vielmehr erwarten wir, dass er unsere Besorgnis zur Gefahrzeitverlängerung des AKW Dukovany zum Ausdruck bringt und darüber hinaus in Prag darauf hinweist, dass das Einhalten international üblicher Regeln bei Umweltverträglichkeitsprüfungen zur Stärkung der nachbarschaftlichen Beziehungen ganz besonders beitragen kann.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Von einem österreichischen Bundespräsidenten erwarten wir uns, dass er die Anliegen von Umweltorganisationen ernst nimmt und auch als Korrektiv auftritt, wenn die eigene Bundesregierung säumig ist: Unbestritten ist nämlich, dass die österreichische Bundesregierung im Fall der Gefahrzeitverlängerung von Dukovany energisch und entschieden auftreten könnte, es jedoch verabsäumt, auf international übliche Umweltverträglichkeitsprüfung zu bestehen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

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atomstopp: Umweltminister Rupprechter wegen dubioser Vorgänge im AKW Dukovany dringend gefordert!

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 14.01.2016

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Unbefristete Laufzeitverlängerung trotz tausender gefälschter Schweißnahtkontrollen!

„Offensichtlich genug Gras scheint der tschechischen Atomaufsichtsbehörde in Sachen gefälschter Kontrollbilder von mehreren tausend Schweißnähten in den tschechischen Atomanlagen gewachsen. Völlig unverständlich ist, dass der Betreiber CEZ die Reparaturen von denselben Leuten vornehmen lässt, die für die Fälschungen verantwortlich waren! Laut dem renommierten Wirtschaftsmagazin E15 denkt aber die Chefin der SUJB, Dana Drabova, bereits laut darüber nach, die Laufzeit von Block 1 in Dukovany zu verlängern, und das – entgegen früherer Ankündigungen – sogar unbefristet!“, empören sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Es ist nicht tragbar, dass vom österr eichischen Umweltminister Rupprechter dazu kein Sterbenswörtchen kommt! Nach geltendem europäischen Recht ist für Betriebsverlängerungen über die ursprünglich veranschlagte Lebensdauer hinaus – genau wie beim Neubau – eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig! Und das aus logischem Grund, denn je älter ein Atommeiler wird, umso höher steigt die Gefahr einer Havarie!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir fordern Bundesminister Rupprechter dringend dazu auf, Einspruch einzulegen und auf die UVP vor Erteilung der Laufzeitverlängerung im grenznahen AKW Dukovany zu bestehen. Die besorgten Österreicher_innen haben ein Recht darauf, in ihrem Sinne vertreten zu werden. Tausende Protestunterschriften dürfen nicht einfach ignoriert werden.“, so Egger und Schweiger abschließend.

atomstopp: Tschechische Atomaufsicht SUJB verschiebt Entscheidung über Gefahrzeitverlängerung für Dukovany auf März 2016

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Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 14.12.2015
Österreichisches Umweltministerium muss Umweltverträglichkeitsprüfung verlangen

„Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB nach den alarmierenden Meldungen über die mangelhaften Schweißnähte im Atomkraftwerk Dukovany die Entscheidung über die Laufzeitverlängerung auf März 2016 verschiebt, ist ein Eingeständnis, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann und das Vertrauen in den Atomkonzern wohl nachhaltig erschüttert ist“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer Reaktion auf heutige tschechische Medienberichte.

„Es liegt der Verdacht nahe, dass SUJB damit versucht, ein wenig Gras über die Sache wachsen zu lassen, bevor die gewünschte Laufzeitverlängerung der beiden älteren Reaktoren in Dukovany reib ungslos über die Bühne gebracht werden kann. Um so unverständlicher ist es, dass das österreichische Umweltministerium immer noch nicht auf die Idee gekommen ist, die alarmierenden Meldungen zum Anlass zu nehmen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten Gefahrzeitverlängerung von Dukovany einzufordern! Vor dem Bekanntwerden der mangelhaften Schweißnähte, bei der Übergabe von 35.000 Unterschriften für eine UVP für Dukovany im Feber 2015, meinte Umweltminister Rupprechter sogar noch diplomatisch, die tschechische Regierung würde sich grundsätzlich positiv zu einer UVP positionieren.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die Zeit der Diplomatie sollte angesichts der Vorgänge in Dukovany vorbei sein. Aus unserer Sicht muss das österreichische Umweltministerium vehement für eine UVP eintreten und dazu alle ihr zustehenden Mittel einsetzen. Das ist das Mindeste, dass sich die Bevölkerung von ihrem Umweltminister erwartet!“, so Egger und Schweiger abschließend.