Schlagwort: Energiewende

COP24:„Keine Unterstützung für Pro – Atom- Statements!“ – 3.541 Unterschriften anBundesumweltministerin Schulze übergeben

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow -Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20  29439 Lüchow
bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 13.12.2018
Aktivist*innen der Initiative „Don’t nuke theclimate“ haben gestern (Mittwoch, 12.12.)  im polnischen Katowice auf der Weltklimakonferenz COP 24 mehrere tausend Unterschriften an die deutsche Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreicht. Schulze versprach, keine atomfreundlichen Statements auf der Konferenz zu unterstützen.

Wie auf den Vorläuferkonferenzen in Paris und Bonn unterstützt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auch in diesem Jahr die Kampagne „Don´t nuke the climate!“ Denn Atom-Lobbyisten versuchten auf der UN-Klimakonferenz, Atomenergie als die „Hoffnungen zum Abwenden der Klimakatastrophe“zu verkaufen. „Den Bestrebungen der Atomwirtschaft, sich als CO 2- freieAlternative zur dreckigen Kohle anzubiedern, soll mit Hilfe dieser internationalen Kampagne Einhalt geboten werden“, erklärt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Dagegen sammelten die Atomkraftgegner*innen,darunter Günter Hermeyer und Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), mithilfe einer Online-Petition in nur drei Tagen während der Konferenz 3.541 Unterschriften. Gerade das Gastgeberland Polen schiele auf die Atomkraft als Alternative zur Kohle. 2009 schlug die polnische Regierung den Ort Gryfino an der Oder für den Bau eines Atomkraftwerks vor. Proteste auf polnischer und deutscher Seite sorgten dafür, dass dieser Standort kippte. Jetzt bringt die Regierung Zarnowiec ins Spiel, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Danzig. Dort war bereits der Bau von vier russischen Reaktoren in den 80er Jahren begonnen worden.Nach der Katastrophe von Tschernobyl wurde der Bau nach heftigen Protesten gestoppt.

Ministerin Schulze unterzeichnete die Erklärung. Es werde kein Geld aus Deutschland für solche Atompläne geben, so Schulze. Sie unterstrich, sie werde auch keine Statements pro Atom auf der Weltklimakonferenz abgeben.

„Die Atomindustrie ist verdeckt, hin und wieder auch ganz offen sehr präsent auf dem diesjährigen Weltklimagipfel in Katowice“, so Rudek. „Wir begrüßen das klare Statement von Bundesumweltministerin Svenja Schulze sehr. Die Staaten müssten nun Lösungen aufzeichnen, wie wir 100% Erneuerbare Energien in kürzester Zeit erreichen. Das gilt auch für Deutschland. Es fehlt bisher einzig am politischen Willen der Bundesregierung, die Technologie, das Know-how und die finanziellen Mittel dafür sind vorhanden!“

 

 

Protest vor der Vertretung der EU-Kommission: EURATOM-Vertrag auflösen!

cropped-b_2012042823223262g.jpg

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) zu den geplanten Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C hat überdeutlich gezeigt, dass der EURATOM-Vertrag sofort gekündigt werden muss. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass „Förderung der Kernenergie auch mittels Anreizen sich mit dem Ziel der „EURATOM-Gemeinschaft, Investitionen im Bereich der Kernenergie zu erleichtern“ decke.

Der EURATOM-Vertrag ist ein Relikt aus den 1950er Jahren, als auch die deutsche Regierung den Besitz von Atomwaffen anstrebte und den Menschen vorgaukelte, mit der „friedlichen Nutzung“ der Atomenergie so etwas wie ein „Paradies auf Erden“ schaffen zu können. In der Präambel des Vertrags heißt es, dass „die Kernenergie eine unentbehrliche Hilfsquelle für die Entwicklung und Belebung der Wirtschaft und für den friedlichen Fortschritt darstellt“. Ziel sei „die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie […], welche die Energieerzeugung erweitert“. Da die Atomtechnologie höchst kostenintensiv ist, konnten Atomkraftwerke damals und können sie auch heute nur mit erheblichen staatlichen Subventionen gebaut und betrieben werden.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs erlaubt der Atomlobby, mit öffentlichen Mitteln eine völlig unwirtschaftliche und hochgefährliche Technologie weiterhin auszubauen und diese Hochrisikotechnologie auf Kosten der Steurzahler*innen weiterhin zu betreiben.

Spätestens diese Begründung des EUGH macht deutlich, dass der EURATOM-Vertrag endlich verschwinden muss. Wenn die Bundesregierung glaubwürdig an ihrem Atomausstieg festhalten will, muss sie wirksame Schritte unternehmen, den EURATOM-Vertrag zu kündigen.
Nur so können solche Urteile des EUGH in Zukunft verhindert werden.

Wir fordern:

  • Keine staatliche Subventionierung von Atomkraftwerken!
  • EURATOM-Vertrag auflösen!
  • Deutschland muss seine EURATOM-Mitgliedschaft kündigen, wenn eine Auflösung innerhalb der EURATOM-Mitgliedstaaten nicht durchsetzbar ist!

13.09. 2018  /  17:00 Uhr
Protest gegen EURATOM-Vertrag
Ort: Vor der EU-Vertretung, Unter den Linden 78, 10117 Berlin

Es laden ein: NaturFreunde Berlin, Anti Atom Berlin

 

atomstopp: Berufung gegen Hinkley Point C – Entscheidung richtiger Schritt EURATOM-Vertrag beenden!

 

Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 03.09.2018

b_2012042823223262g

Einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung orten Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in Reaktion auf die angekündigte Berufung gegen das EuG-Urteil, demnach Subventionierungen für den Bau von Atomkraftwerken, legitimiert durch den EURATOM-Vertrag, erlaubt werden sollen: „Das Europäische Gericht hatte im Juli des Jahres die Klage Österreichs und Luxemburgs gegen das haarsträubende Subventionierungsmodell für das britischen AKW Hinkley Point C abgewiesen. Begründet hatte sich das Urteil auf den EURATOM-Vertrag. Das zeigt überdeutlich, dass dieser Pro-Atom-Vertrag ein geradezu gefährliches Vertragswerk gegen jede Wirtschaftlichkeit in der Energieversorgung darstellt.“

„Seit Jahren kritisieren wir, dass der EURATOM-Vertrag mit seinen dar in festgeschriebenen Privilegierungen für eine einzelne, völlig unwirtschaftliche Industrie in einem zukunftsorientierten Europa nichts mehr verloren hat! Die österreichische Bundesregierung ist daher aufgefordert, parallel zur Berufung auch ihre Ratspräsidentschaft dahingehend zu nutzen, ein Ende für die anachronistischen Zielsetzungen des EURATOM-Vertrags einzuleiten. Es darf nicht weiter legitimierbar sein, entgegen jede ökonomische Logik zugunsten einer Technologie entscheiden zu müssen, die ihre Kosten nie und nimmer eigenständig erwirtschaften wird können! Eine Auflösung des Vertrags, wie 2017 in einer Resolution von atomstopp vorgeschlagen und von zahlreichen internationalen Expert_innen unterstützt, ist aus unserer Sicht die einzig probate Maßnahme, um diese Misere zu beenden“, so Schweiger und Egger abschließend.

Regierungskoalition setzt weiter auf Atomkraft

.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie Pressemitteilung

 

Hamburg, 29. Juni 2018

 

ausgestrahlt_large

 

Bei der Atomgesetz-Novelle wurde Chance auf schnelleren Ausstieg und kostengünstigere Energiewende vertan.

Zur Verabschiedung der Atomgesetz-Novelle im Bundestag erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

 

„Die Regierungskoalition im Bundestag hat die Chance nicht genutzt, im Rahmen der Atomgesetz-Änderung die Übertragung von Reststrommengen auf norddeutsche AKW zu untersagen. Damit wäre die Verstopfung der Netze durch den Atomstrom reduziert worden und es wäre Platz in den Leitungen entstanden, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beschleunigen.

Nebenbei wären so für die Stromkund*innen teure Aufschläge auf die Netzentgelte erspart geblieben, da die Überlastung der Stromleitungen immense zusätzliche Kosten verursacht.

Der Bundesrat hatte den Übertragungs-Stopp für Reststrommengen empfohlen. Viele Experten bei der Anhörung im Umweltausschuss des Bundestages hatten dazu geraten. In einer repräsentativen Umfrage hat sich auch die Mehrheit der Bevölkerung dafür ausgesprochen. Selbst die SPD-Fraktion war offen für die Idee, konnte sich aber gegenüber der Union nicht durchsetzen.

Statt den Atomausstieg zu beschleunigen, setzt die Koalition nun weiter auf den Strom aus immer älter und störanfälliger werdenden AKW, die jeden Tag weiteren Atommüll produzieren, von dem niemand weiß, wie er dauerhaft sicher gelagert werden kann. Es ist ein Trauerspiel.“

Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel: Pannenreaktoren stilllegen, Uran-Brennstoffexporte stoppen

Gemeinsame Pressemitteilung von 14 Initiativen und Verbänden zum Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel (20.02.2018)

Datei_009

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer
Verantwortung (IPPNW)
Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen
Initiative 3 Rosen e. V. Aachen
Initiative „Buirer für Buir“
Dorfinteressengemeinschaft Wanlo e. V.
Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben ohne Braunkohle“
Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
AntiAtomBonn
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Aachen/Düsseldorf/Münster/Bonn, 19. Februar 2018

Atomgipfel von Laschet und Michel in Brüssel:
– Pannenreaktoren stilllegen, Uran-Brennstoffexporte stoppen
– Keine Braunkohle, sondern Erneuerbare als Ersatz

14 Anti-Atomkraft-Initiativen, Anti-Braunkohle-Initiativen sowie Umweltverbände erwarten vom Spitzentreffen am morgigen Dienstag in Brüssel zwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und dem belgischen Regierungschef Charles Michel konkrete Vereinbarungen zum Atomausstieg an den AKW-Standorten Tihange und Doel.

„Angesichts der gravierenden Sicherheitsprobleme in Tihange und Doel appellieren wir an den belgischen Regierungschef, die dringend notwendige Stilllegung der betroffenen Reaktoren nicht länger zu verzögern. Auch in der Sowjetunion und Japan hielt man vor Tschernobyl und Fukushima einen Super-GAU für ausgeschlossen. Doch die Ukraine, Weißrussland und Japan kämpfen bis heute mit den Folgen. Ein schwerer Reaktorunfall in Tihange oder Doel hätte verheerende Folgen für Westeuropa. Die Strahlenbelastungen in der Großregion Aachen/Brüssel/Maastricht wären vergleichbar mit denen innerhalb der 20 km Sperrzone in Fukushima,“ warnte Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie.

Von NRW-Ministerpräsident Laschet fordern die Initiativen und Verbände ein umgehendes Ende der Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau. „Solange Deutschland durch die Lieferungen von Uran-Brennstoff maßgeblich am Weiterbetrieb der Pannenreaktoren mitbeteiligt ist, bleibt die offizielle Kritik an den Atomkraftwerken unglaubwürdig. Der Brüssel-Besuch ist ein guter Anlass, um ein Exportverbot für Uran-Brennstoff auf den Weg zu bringen,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Zugleich fordern die Initiativen und Verbände von Laschet eine Kehrtwende bei seiner bisherigen Forderung, Belgien ausgerechnet extrem umweltschädlichen Braunkohlestrom als Ersatz für die Atomkraftwerke anzubieten: „Dies ist ein klimapolitisch vergiftetes Angebot, das allein dem deutschen Energieriesen RWE nutzen soll. Wir fordern, dass Ministerpräsident Laschet von seinem Braunkohle-Vorschlag Abstand nimmt und stattdessen Belgien erneuerbare Energien anbietet. Nur so ist das Exportangebot glaubwürdig und nur so lassen sich auch die selbstgesteckten Klimaziele erreichen,“ forderte Herbert Gilles von der Initiative 3 Rosen aus Aachen.

„Für schmutzige Deals zugunsten RWE und zu Lasten unserer Zukunft stehen wir nicht zur Verfügung. Herr Laschet wurde gewählt, um Zukunft zu gestalten – zwei Drittel der Menschen in NRW wollen den schnellstmöglichen Kohleausstieg. Das ist ein klarer Wählerauftrag,“ ergänzte Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“ aus Kerpen.

Weitere Infos:

www.ippnw.de, www.sofa-ms.de, www.nabu-nrw.de, www.antiatombonn.de,
www.bbu-online.de, www.bi-luechow-dannenberg.de,
www.dont-nuke-the-climate.org

NukeNews #27 – Anti-Atom-Infodienst

************************************************************

*           NukeNews #27 – Anti-Atom-Infodienst            *

************************************************************

atom-nirgendwo_55

———————————————————————-

  1. Vorwort

———————————————————————-

Willkommen bei der letzten Ausgabe der NukeNews 2017! Dieses Mal freuen wir uns, Informationen unserer Freundinnen und Freunde in Indien, den Vereinigten Staaten, der Tschechischen Republik, Schweden, Kanada und Polen über ihre Kämpfe gegen Atomkraft und die neuesten Entwicklungen der Atompolitik in ihren Regionen mit euch teilen zu können.

 

Wir wünschen euch ein gutes, erfolgreiches neues Jahr 2018!

 

 

———————————————————————-

Inhaltsverzeichnis der aktuellen NukeNews #27

———————————————————————-

  1. Vorwort
  2. Internationale Kooperation für eine Welt ohne Atomkraft!
  3. Aktuelle Informationen über Atomkraftwerke in Kalifornien 3. Tschechische Republik: Willkommen im Atomstaat 4.  Mitglieder der Plattform gegen das Endlager enttäuscht über die

Entscheidung des Ministers RAWRA zu unterstützen 5.  Indien, Klimawandel und Atomkraft: Leugnen, Täuschen und

Verschleiern

  1. Atomares Indien: Stolzer Marsch auf dem Holzweg 7. Erklärung der Solidarität mit dem Kampf gegen Atomkraft in Chutka 8.  Auf dem Weg zur Festlegung eines Endlagers für hochradioaktiven

Atommüll in Schweden

  1. Radioaktiver Kolonialismus – Uranpleite in Nordsaskatchewan 10. Aktuelles zur Atompolitik in Polen 11. Veranstaltungen der nächsten Monate 12. Was sind die NukeNews?

 

 

———————————————————————-

  1. Internationale Kooperation für eine Welt ohne Atomkraft!

———————————————————————-

Zeigt eure Solidarität mit unserer internationalen Kooperation zum Schutz unserer Gesellschaft, unserer Menschenrechte und der Mutter Erde vor der nuklearen Zerstörung, indem ihr heute einen Beitrag leistet… Wir sind eine Gruppe von Organisator*innen und Aktivist*innen, die als Planungskomitee an der Koordination eines internationalen Aktionscamps gegen Atomkraft im Sommer 2018 in Europa arbeiten. Die Mitglieder unseres Planungskomitees kommen aus Indien, Japan, Russland, Deutschland, der Türkei, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Wir arbeiten gemeinsam daran, uns wieder zusammenzufinden, und laden Andere ein, mehr über die Kämpfe der Anderen zu erfahren, Strategien zu diskutieren und zukünftige Kampagnen zu planen.

 

Mehr erfahrt ihr hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/International_Collaboration_for_a_Nuclear_Free_World!

 

 

———————————————————————-

  1. Aktuelle Informationen über Atomkraftwerke in Kalifornien

———————————————————————-

Die Californian Public Utilities Commission, die Regulierungsbehörde des Staates Kalifornien, wird am 14. Dezember ihre Entscheidung zur Schließung der zwei Diablo-Canyon-Reaktoren fällen. Der Beschluss, den der Richter vorschlug, nachdem er die ein Jahr dauernde Überprüfung des Plans beaufsichtigt hatte, sieht vor, den Plan der Pacific Gas & Electric Co., eine große Menge erneuerbarer Energie zu kaufen, auf spätere Anhörungen zu verschieben. Er stimmte aber der Schließung der Anlage zu, und diese Schließung könne auch früher stattfinden, wenn entsprechende Informationen bekannt würden. Aktivist*innen sind mit dem geplanten Schließungsdatum 2024 unzufrieden und machen sich Sorgen wegen der Erdbebengefahr.

 

Mehr erfahrt ihr hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Update_on_atomic_power_plants_in_California

 

 

———————————————————————-

  1. Tschechische Republik: Willkommen im Atomstaat

———————————————————————-

Die Tschechische Republik entwickelt sich stetig zum Atomstaat.

Während viele Länder sich entschlossen haben ihre Atomprogramme zu reduzieren, plant die Tschechische Republik neue Reaktoren zu bauen – obwohl niemand weiß, wie und von wem sie finanziert werden sollen – und die Laufzeit der alten zu verlängern. Darüber hinaus versucht die Atomlobby, darunter auch das Staatsamt für Atomsicherheit, die Beteiligung der Öffentlichkeit an allen Atomprojekten wie der Tiefenlagerung von radioaktiven Abfällen, dem Bau neuer Reaktoren und der Laufzeitverlängerung für alte Reaktoren (PLEX – Plant Lifetime

Extension) so stark wie möglich zu verringern.

 

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Czech_Republic:_Welcome_in_the_nuclear_state!

 

 

———————————————————————-

  1. Mitglieder der Plattform gegen das Endlager enttäuscht über die

Entscheidung des Ministers RAWRA zu unterstützen

———————————————————————-

„Ebenso wenig, wie man Leichen wieder zum Leben erwecken kann, kann man abgelaufene Genehmigungen verlängern“, kommentierte Rechtsanwalt Doucha Umweltminister Brabecs im November ergangene Entscheidung, die abgelaufene Gültigkeitsfrist von Explorationsgenehmigungen zur geologischen Erforschung potenzieller Endlagerstandorte in Tschechien erneut zu thematisieren. Nachdem der Minister sich im März deutlich gegen den Antrag der Behörde für Endlager für radioaktive Abfälle (Radioactive Waste Repository Authority, RAWRA) auf eine Verlängerung der Gültigkeit nach dem Ablaufdatum äußerte, hat jetzt eine 180-Grad- Wende stattgefunden. Mitglieder der Plattform gegen das Endlager (Platform Against Repository) sind enttäuscht von den neuen Entwicklungen.

 

Mehr Informationen gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/The_Minister%27s_decision_to_support_RAWRA_has_disappointed_the_members_of_the_Platform_Against_Repository

 

 

———————————————————————-

  1. Indien, Klimawandel und Atomkraft: Leugnen, Täuschen und

Verschleiern

———————————————————————-

Narendra Modi, der indische Premierminister, hat bisher in Bezug auf den Klimawandel ein im besten Fall widersprüchliches Verhalten an den Tag gelegt. Jetzt plant das Land einen massiven Ausbau der Atomenergie, die er als Lösung darstellt. Die Tatsache, dass er offenbar Energieunternehmen beschwichtigen will sowie die gewalttätige Unterdrückung von Atomkraftgegner*innen geben Anlass zu ernster Besorgnis.

 

Die ganze Geschichte gibt es hier:

https://theecologist.org/2017/sep/15/india-climate-change-and-nuclear-power-denials-delusions-and-deceptions-modi

 

 

———————————————————————-

  1. Atomares Indien: Stolzer Marsch auf dem Holzweg

———————————————————————-

Die atomaren Ambitionen Indiens sind nicht nur hinsichtlich der erstrebten Kapazitäten gewaltig. Das Land entwickelt verschiedene, sich auf alle Bereiche erstreckende nukleare Einsatzmöglichkeiten – von neuen Bergwerken über Brennstofffabriken, Urananreicherungsanlagen, Wiederaufbereitungsanlagen bis zu neuen Reaktordesigns wie Europäische Druckwasserreaktoren (EPR), AP1000,

VVER1200 und die einheimischen PHWR-700. Obwohl Indiens Amt für Atomenergie weiterhin das Atommüllproblem und folglich den Bedarf einer Lagereinrichtung leugnet, sucht es auch nach einem geologischen Tiefenendlager.

 

Lies den gesamten Artikel:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_India:_Proudly_Marching_on_the_Wrong_Side_of_History

 

 

———————————————————————-

  1. Erklärung der Solidarität mit dem Kampf gegen Atomkraft in Chutka

———————————————————————-

Die widerständigen, mutigen Bewohner von Chutka, Indien, die unermüdlich gegen ein Atomprojekt in ihrer Nähe kämpfen, das sie wie schon die Bargi-Talsperre an der Narmada vertreiben und in Gefahr bringen würde, organisierten am 12. Dezember 2017 einen großen Protest. Er stellte den Höhepunkt der zweimonatigen basisdemokratischen Kampagne dar, mit der sie am 2. Oktober begonnen hatten. Mehr Details zu dieser Kampagne gibt es im verlinkten Artikel.

 

Ihr könnt gern die Solidaritätserklärung zu diesem Artikel weiterverbreiten und andere bitten, in einer E-Mail an „editor AT dianuke PUNKT org“ ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Ihr könnt auf der verlinkten Website auch eine Online-Petition unterschreiben.

 

Mehr erfahrt ihr hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Solidarity_statement_with_the_anti-nuclear_struggle_in_Chutka

 

 

———————————————————————-

  1. Auf dem Weg zur Festlegung eines Endlagers für hochradioaktiven

Atommüll in Schweden

———————————————————————-

Vor Kurzem wurde in Schweden das bislang größte Umweltverfahren

verhandelt: Fünf Wochen lang hörte eine Jury des Umweltgerichts sich an, welche Lösung (die KBS-3-Methode) die Atomindustrie vorschlägt, um schwer belasteten Atommüll so zu lagern, dass für 100.000 Jahre lang keinerlei Kontakt mit Menschen und Tieren stattfände. Eine unmögliche Aufgabenstellung! Alle schwedischen Umweltschutzorganisationen nahmen am Prozess teil und wurden demokratisch angehört. Die Jury wird der Regierung am 20. Dezember 2017 ihre Ansicht mitteilen. Danach kommt es voraussichtlich nach der Wahl im September 2018 zu einer Entscheidung.

Wir halten euch über das Verfahren auf dem Laufenden.

 

 

———————————————————————-

  1. Radioaktiver Kolonialismus – Uranpleite in Nordsaskatchewan

———————————————————————-

Das kanadische Uranunternehmen Cameco, größter Arbeitgeber für die indigene Bevölkerung, hat die Schließung der Werke McArthur River Mine und Key Lake Mill ab Januar 2018 angekündigt. 845 Personen werden entlassen. Industrie und Regierung haben eine wirtschaftliche Abhängigkeit gefördert, die Mitglieder der First Nations und der Metis unter Druck setzte, für diese Minen zu arbeiten. Die postsekundäre Schulbildung war stark auf Bergbautechnik ausgerichtet. Das bringt diese Gemeinschaften jetzt in Schwierigkeiten: Sie können nicht auf eine andere nachhaltige Wirtschaft zurückgreifen.

 

 

———————————————————————-

  1. Aktuelles zur Atompolitik in Polen

———————————————————————-

Das Energieministerium hätte der polnischen Regierung eigentlich längst das überarbeitete Grundsatzprogramm zur Atomenergie von 2014 übermitteln sollen. Dies wurde vertagt und nun wird dies zum Jahreswechsel, wahrscheinlicher aber nicht früher als Januar, erwartet.

 

Den vollständigen Artikel gibt es hier:

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Updates_on_nuclear_policy_in_Poland

 

 

———————————————————————-

  1. Veranstaltungen der nächsten Monate

———————————————————————-

Ihr seid eingeladen uns eure lokalen und internationalen Veranstaltungshinweise für die umfangreiche Terminseite beim Nuclear Heritage Network und für diesen Auszug in den NukeNews zu senden!

http://upcoming.nuclear-heritage.net

 

 

bald möglich:      nächster Castortransport vom AKW Obrigheim ins AKW

Neckarwestheim & Proteste (D)

ab 2018:           Atommülltransporte nach Ahaus & Proteste (D)

10.01.18:          Regionalkonferenz „Braunschweiger Land“ (D)

26.03.18-12.08.18: „20 Wochen gegen 20 Bomben“ – Aktionswochen 2018 am

Atomwaffenstützpunkt Büchel (D)

11.07.18-12.07.18: Protest beim NATO-Gipfel in Brüssel (B)

06.08.18-12.08.18: Treffen des Nuclear Heritage Network in

Südfrankreich

 

 

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Castor_Resistance_in_Germany_2017

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/Nuclear_Waste_Transport_to_Ahaus

http://ag-schacht-konrad.de/index.php?option=com_content&task=view&id=769&Itemid=189

http://www.nuclear-heritage.net/index.php/%22Twenty_weeks_for_twenty_bombs%22_-_2018_action_weeks_in_B%C3%BCchel

http://www.cnduk.org/get-involved/events/item/3561-save-the-date-protest-at-nato-summit-in-brussels

 

 

———————————————————————-

  1. Was sind die NukeNews?

———————————————————————-

Die NukeNews sind ein mehrsprachiges Newslettersystem des Nuclear Heritage Network. Sie spiegeln die Aktivitäten, Themen und Kämpfe der Anti-Atom-Aktivist*innen wider, die durch diese internationale Community miteinander vernetzt sind. Die Nachrichten werden von Aktivist*innen zusätzlich zu ihren normalen Anti-Atom-Aktivitäten geschrieben und übersetzt. Der Newsletter will sowohl Aktivist*innen als auch die interessierte Öffentlichkeit informieren und auf dem Laufenden halten.

 

Deine Beiträge zu den NukeNews sind willkommen! Sende sie per E-Mail an „newsletter AT nuclear-heritage DOT net“. Der Text sollte sehr kurz und in Englisch verfasst sein. Bitte mach es nicht länger als einen Absatz. Wir brauchen eine präzise Überschrift für deinen Artikel; du kannst auch einen Link zu weiteren Informationen anfügen. Die Deadline für die 28. Ausgabe der NukeNews ist der 16. Februar 2018.

 

Erfahre mehr und mache die NukeNews bekannter:

http://NukeNews.Nuclear-Heritage.NET

_______________________________________________

ger-nukenews Newsletter

atomstopp: Erster Rückzieher der neuen Koalition bei Antiatom-Versprechen

antiakwsonne
Kurz und Strache müssen Nein zu Paks-Klage umgehend revidieren

„Bedauerlich, dass die neue Regierung bei Antiatom-Versprechen aus dem wenige Stunden jungen Regierungsprogramm offensichtlich schon in der ersten Sitzung des Nationalrates einen Rückzieher macht! Der Parlamentsaussendung zufolge ist Türkis/Blau nicht bereit, ‚rechtliche Schritte gegen die staatliche AKW-Förderung durch die EU-Kommission‘ zu tätigen. Das ist das glatte Gegenteil von ‚Neu- und Ausbau von Atomkraftwerken […] mit allen zur Verfügung stehenden politischen und rechtlichen Mitteln entgegenwirken’!“, staunen Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich über den rasanten Rückzieher von Türkis/Blau.

„Man hat ja in unserem Metier häufig erfahren müssen, dass der politische Standort auch den Standpun kt bestimmt. Aber Ansagen aus dem eigenen, quasi druckfrischen Regierungsprogramm schon bei der ersten Gelegenheit abzuschießen, das ist ein Vorgehen besonders ungeschickter Ausprägung!“, ergänzen Schweiger und Egger.

„Wir appellieren an Kanzler Kurz und Vizekanzler Strache, die Entscheidung umgehend zu revidieren. Die Frist für die Paks-Klage läuft bereits, diesen wichtigen Impuls für ein Europa ohne Atomkraft muss eine glaubwürdige österreichische Regierung genauso setzen wie zuvor den mit der Klage zu Hinkley Point C!“, so Schweiger und Egger abschließend.