Schlagwort: Gorleben

Start der Endlagersuche: BI will nicht Staffage sein

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 4.09.2017

Mit einem „Festprogramm“ in Berlin startet die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) am Dienstag (5.9.) den angeblichen Neustart des Standortauswahlverfahrens. Die Einladung zu diesem Programm aber missfällt der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI).

„Wir haben intensiv diskutiert“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, dann aber die Idee verworfen, uns mit bedruckten T-Shirts wie „Neu-Alt-Gorleben“ ins Publikum zu setzen, es erschien uns zu clownesk.“ Die Absage basiere nämlich auf der Ankündigung der BGE, dass mit der Einladung der Eindruck erweckt wurde, dass die Behördenvertreter an einem „Austausch“ mit den Anti-Atom-Initiativen interessiert seien.

Stattdessen bekamen die Frau Heinen Esser, Dr. Seeba und Prof. Dr. Lennartz als Spitze der BGE einen Brief zu lesen. Martin Donat, der BI-Vorsitzende, begründet, warum aus dem Wendland niemand in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zugegen sein wird:

„In unseren Augen kann Ihre Veranstaltung mit einer Dauer von lediglich zwei Stunden, für die Sie allein schon 8 Referate eingeplant haben, dem Anspruch auf „Austausch“ unmöglich gerecht werden – erst recht nicht bei einem Prozess mit derartig weitreichenden Folgen.

 

Dieses Format ist in unseren Augen ebenso wenig für die „Erkundung geeignet, wo wir herkommen und was wir geschafft haben“. Wie Sie wissen, haben wir eine gemeinsame kritische und wissenschaftlich basierte Aufarbeitung der bisherigen Endlagersuche stets gefordert und vermissen sie nach wie vor. In wenigen Minuten werden wir das mit Sicherheit nicht nachholen können.

 

Wir gehen daher davon aus, dass es sich vorrangig um einen PR-Termin handeln wird, bei dem der Start der Endlagersuche und das Einvernehmen aller Beteiligten kommuniziert werden soll. Aus unserer Sicht ist eine Teilnahme an einer derartigen Veranstaltung nicht sinnvoll, weil sie unsere kritischen Positionen zum Standortauswahlverfahren nicht berücksichtigen kann. Wir wären dort lediglich Staffage.“

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BI Umweltschutz: Termine im September

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

die „Sommerpause“ ist vorüber und wir warten eigentlich noch auf den Sommer und die Pause. Beides war uns nicht recht vergönnt. Hinzu kommt, dass mit Beginn des Septembers gerne gleich „volle Fahrt“ aufgenommen wird und das schlägt sich sogleich im Terminkalender nieder.

Beginnend mit der Atommüllkonferenz in Kassel (02.09.2017), folgt eine Woche später bereits eine große Demo in Lingen (09.09.2017). Volle Fahrt sollen, nach Bestreben des Energieversorgers EnBW, auch wieder die Castortransporte auf dem Neckar aufnehmen. Eine gerichtliche Einwendung der Gemeinde Neckarwestheim wurde abgewiesen und somit könnte bereits in der kommenden Woche der zweite von fünf Wassertransporten angegangen werden.

Völlig neu angehen wollte die Politik auch die Suche nach einem Langzeitatommülllager. Mit der Übernahme des Atommülls in bundeseigene Gesellschaften, die sich nun um die Lagerung und weiterer Maßnahmen zum Verbleib kümmern, soll sogleich das Standortauswahlverfahren Fahrt aufnehmen.
Die Teilnahme an einer entsprechenden Werbeveranstaltung seitens der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), wurde unsererseits begründet abgelehnt. In einem zweistündigen Vortragsprogramm sollen alle staatlichen Institutionen (BMUB, BGE, BerichterstatterInnen des Umweltausschusses, BfE und NBG) zu Wort kommen. Hingegen bleibt den KritikerInnen des Verfahrens kein Raum.
Als skandalös ist die Tatsache zu bewerten, dass Hubertus Zdebel (DIE LINKE) ehemaliges Kommissionsmitglied, Berichterstatter seiner Partei im Umweltausschuss und Mitglied im Aufsichtsrat der BGE, kein Redebeitrag in der Veranstaltung eingeräumt wird.
Zdebel hatte seinerzeit gegen den Abschlussbericht der „Endlager“-Kommission gestimmt und gilt als Kritiker des verabschiedeten Standortauswahlgesetzes. Er zu der Auftaktveranstaltung, die den Namen „Start des Standortauswahlverfahrens“ trägt, erst gar nicht eingeladen.
Somit verkommt der „Start des Standortauswahlverfahrens“ zu einem politischen Schaulaufen ohne Anspruch auf inhaltlichen Diskurs. Kritik? Nein Danke!
Übrigens…. Hinter den Kulissen wird schon eifrig inhaltlich gearbeitet.
Jüngst wurden zwei Studien zur Eignung des Mediums Salz in Auftrag gegeben. Salz hingegen gilt als das mit Abstand am besten erforschte Lagermedium in der BRD.
Es scheint, als sei der Begriff „Weiße Landkarte“ eine Metapher, die auf die Farbgebung von Speisesalz anspielt.
Termine

 

Erinnerung

 

Di. 05.09.2017 – 19.30h – Kino Platenlaase – Öko-Politfilmreihe präsentiert: „Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik“ => http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=19328

 

Sa. 09.09.2017 – 13.00h – Lingen (Emsland) – Demo „Atomzentrum Lingen stilllegen“ => www.lingen-demo.de

 

15.-17.09.2017 – Workshop Wochenende: „Jugend trifft Erfahrung“ im Wendland

Bereits im letzten Newsletter kündigten wir diesen Termin an.
Es sind noch Restplätze frei und wir möchten euch bitten noch einmal aktiv die Werbetrommel in eurem Umfeld zu rühren. Sowohl das Programm, als auch die Konditionen wird es so schnell nicht wieder geben.

Die Teilnahmegebühr beträgt 15€ und die Plätze sind begrenzt.
Bitte nicht vergessen: Teilnahme nur für Menschen unter 28 Lebensjahren.

Alle Infos über das Projekt und das Seminar findet ihr hier =>
http://www.atommuellreport.de/projekte/jugendprojekt/einzelansicht/jugend-trifft-erfahrung-15-179-wendland.html

 

Neue Termine

 

Di. 19.09.2017 – 19.00h – Platenlaase – Die BI macht: Ratschlag!
Findet euch ein um 19.00h im Kulturverein Platenlaase!
Lauschet den neuesten Entwicklungen und den damit verbundenen Herausforderungen.
Bringt euch mit Rat und Tat ein!
Wohin wird die Reise (zum sichersten Ort der Erde) gehen?

Dieses Angebot richtet sich auch an neue MitbürgerInnen des Landkreises, die sich einen aktuellen Überblick zur atomaren Lage in unserer Region verschaffen wollen oder gar selbst einen Stück des Weges mit der BI teilen möchten. Wir freuen uns auch EUCH!

Mi. 20.09.2017 – 19.00h – Jeetzel-Buchhandlung Lüchow – Lesung „Ruhrbeben“ mit Autorin Ursula Sternberg
In Kooperation mit der Alte Jeetzel-Buchhandlung bietet die AG gegen Fracking der BI einen kleinen Thementag rund ums Fracking an.
Los geht es bereits um 16.30h in der Buchhandlung. Dort ist Treffpunkt und Abfahrt für eine geführte Tour durch die Altmark, wo die Folgen des Frackings und der Gasförderung anschaulich vermittelt werden. Vor Ort werden bei Abfahrt Fahrgemeinschaften gebildet.
Um 19.00h liest dann die Autorin Ursula Sternberg aus ihrem Erfolgsroman „Ruhrbeben“ in der Alten Jeetzel-Buchhandlung in Lüchow.
Der Eintritt für die Lesung beträgt 5€ pro Person.
Wir freuen uns, dass die viel beschäftigte Autorin diesen Termin ermöglichen konnte.

Alte-Jeetzel Buchhandlung => www.jeetzelbuch.de

Die AG gegen Fracking der BI => http://no-fracking-wendland.de/

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

Mi. 13.09.2017 – 18.30/19.30h – Infoabend: „Bewegung von Rechts stoppen“ mit Referent Gerd Wiegel
Das Bündnis gegen Rechts Wendland/Altmark lädt ein zu einer weiteren Infoveranstaltung ein. Wie gewohnt wird es im Kulturverein Platenlaase ab 18.30h veganes Essen gegen Spende geben, bevor dann um 19.30h der Vortrag startet.
Infos unter => https://bündnisgegenrechtswendmark.de/
Fr. 29.09.2017 – 19.30h – Festsaal Rathaus Schwarzenbek – Vortrag: „Gegen eine „salinare Hölle“ –  Endlager Gorleben“ mit Andreas Graf von Bernstorff und Egbert de Beyer
Das Forum Kultur&Umwelt im Kreis Herzogtum Lauenburg benennt seine diesjährige Themenreihe „Salz in der Linse“.
Zahlreiche Veranstaltungen widmen sich vom 29.09.-17.11.2017 des Themas Salz.
Den Auftakt bildet eine Veranstaltung mit dem Grundbesitzer und Salzrechtinhaber Andreas Graf von Bernstorff und Egbert de Beyer, Bergbauingenieur und Mitglied der Fachgruppe Radioaktivität der BI. Die Referenten berichten sowohl über den 40 Jahre andauernden Widerstand um Gorleben, als auch über die geologischen Gegebenheiten des Salzstocks Gorleben-Rambow. Der Eintritt beträgt 5€.
Infos und Gesamtprogramm unter => www.kultur-umwelt.de

Vormerken

 

Di. 03.10.2017 – Öko-Politfilmreihe präsentiert: „Before the flood – Vor der Flut“

 

08.-20.10.2017 – Archäologische Grabung auf 1004! Das wissenschaftliche Projekt auf dem Gelände des ehemaligen Hüttendorfes „1004“ zum Kennenlernen und Mitmachen. Gesonderte Termine folgen!

 

November 2017 – Weltklimakonferenz in Bonn – Demo am 11.11.2017 – Wir fahren hin, mit euch!!! Gesonderte Informationen folgen. Informationen zur Kampagne „Don´t nuke the climate“ => www.dont-nuke-the-climate.org

 

Mitgliedsbeiträge
In diesen Tagen werden die Mitgliedsbeiträge eingezogen. Zeitgleich eine freundliche Erinnerung zur Überweisung der Mitgliedsbeiträge für alle, die keinen Lastschrifteinzug veranlasst haben.
Wir bedanken uns für eure Unterstützung, die unsere Arbeit auf ein solides, finanzielles Fundament stellt.

Habt einen schönen Spätsommer, passt auf euch auf und wir sehen uns!

Sonnige Grüße

Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstr. 2029439 Lüchowbuero@bi-luechow-dannenberg.deTel. 05841/4684www.bi-luechow-dannenberg.dewww.facebook.com/BI.Luechow.Dannenberg.e.V.

BI Umweltschutz: Sommercamp startet mit Filmprogramm

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

 

Pressemitteilung 6.08.2017

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Am Montag wird in Gedelitz noch das internationalistische Widerstandscamp 2017 aufgebaut, am Abend schon startet das abendliche Filmprogramm.

Den Auftakt macht der Film “Klima der Hoffnung” von S. Ludlam und J. Garcia, der die Themen Klimawandel und das Bemühen der Atomlobby streift, die Atomkraftwerke als “Retter” angesichts der drohenden Klimakatastrophe ins Spiel zu bringen.

Eine Fülle von Informationen und Exkursionen u.a. zum Thema Atom, Klima und Fracking bietet sich ab Dienstag für 10 Tage für die Teilnehmer_innen. Das Programm lohnt auch für Tagesgäste und Spontanbesuche, vor allem am kommenden Samstag, dem Aktionstag an den Atomlagen in Gorleben zwischen 11 und 14 Uhr u.a mit dem Menschenbild „Stinkefinger“.

Das Free Flow Festival umrahmt am Wochenende auch das Camp und lädt ein zum Musikhören und Relaxen. Für das leibliche Wohl sorgt die Volxküche.

Das vollständige (Film-) Programm findet man auf der Homepage der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) unter www.bi-luechow-dannenberg.de Wolfgang Ehmke, Pressesprecher, 0170 510 56 06

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=18040

BI Umweltschutz: The day after…

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 3.08.2017  

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Am Tag nach der Übernahme aller Zwischenlagerstätten für die hochradioaktiven Abfälle durch den Bund wird auch nach außen sichtbar, dass die neue Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) sich von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) nicht wirklich freimacht. Das Firmenlogo wurde dürftig überklebt, aber die GNS schimmert noch durch (Bild), und die Info-Stelle in Gorleben öffnet und lädt als GNS zum Besuch ein.

„Das ist unfreiwillig konsequent“, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI), denn personelle Konsequenzen hat der Bund als 100%iger Eigner nicht gezogen: alle 80 Beschäftigten an den Standorten Ahaus und Gorleben – den zentralen Zwischenlagern – wurden übernommen wie auch die 70 Beschäftigten am GNS-Standort Essen.

Sogar die beiden Leiter der BGZ, Wilhelm Graf für die technische, Lars Köbler die kaufmännische Geschäftsführung, kommen von der Atomfirma, die sich gern als „Dienstleister“ statt als gewinnorientierte Firma darstellte. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke:“ Wir vermissen eine Berufung von unabhängigen und kritischen Leuten in der Geschäftsführung, die Garanten für eine neue Sicherheitsphilosophie und Sicherheitskonzepte wären, aber das ist vielleicht gar nicht gewollt“.

Immerhin: das wochenlange Drängen und Nachfragen, welchen Preis der Bund für die Übernahme der Zwischenlager und damit des Atommülldesasters zu zahlen hätte, habe sich gelohnt: der Bund zahlt nichts.

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=19193

Atommüll-Endlager: Gorleben muss draußen sein

 

 b_2012042823223262gBerlin, 26. Juli 2017 – In der aktuellen Debatte um ein Atommüll-Endlager widerspricht Michael Müller, ehemaliger Co-Vorsitzender der Endlagerkommission und Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, der Aussage von Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). König hatte am Montag erklärt, bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager solle kein Standort von vornherein bestimmt oder ausgeschlossen werden. Michael Müller:

 

Diese Aussage ist in doppelter Hinsicht falsch. Zum einen beschreibt der Kommissionsbericht der Endlagerkommission zahlreiche Kriterien, an denen es keine Standortauswahl geben kann. Das sind einerseits logischerweise Agglomerationsräume und andererseits bestimmte Schutzzonen wie etwa Naturschutzgebiete.

 

Zum anderen hat die Endlagerfrage eine Geschichte, die mit vielen Verletzungen und eklatanten Fehlern verbunden ist. In Wahrheit geht es nämlich um Gorleben. Deshalb sollten keine übergeordneten Kriterien aufgebaut werden, wo es hauptsächlich um eine einzige, jedoch sehr konfliktreiche Frage geht: Wird der Fehler, einen ungeeigneten und letztlich willkürlich ausgesuchten Standort auszuwählen, wiederholt oder nicht? Aus der Geschichte der letzten 40 Jahre zu lernen hieße, nicht nur naturwissenschaftliche Fakten für eine Bewertung heranzuziehen, sondern eben auch soziale und historische.

 

Die Behauptung, dies würde zu einem billigen Argument auch für andere Standorte, ist schon deshalb falsch, weil es nur einen Standort gab, bei dem auch noch eklatante Fehler gemacht wurden. Wer also möchte, dass die Suche nach einem Atommüll-Endlager nicht von Anfang an belastet wird, muss klar machen, dass aus den bisherigen Fehlern gelernt wurde. Oder anders gesagt: Gorleben muss draußen sein.

BI Umweltschutz: Sommercamp im Wendland

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

Wendland Gorleben antiatom

Pressemitteilung 17.07.2017

 

Das Programm steht. Nach Jahren Pause gibt es wieder ein Sommercamp der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). 10 Tage lang – vom 8. bis 16. August wird auf dem Gelände des Gasthauses Wiese in Gedelitz informiert, diskutiert und musiziert.

Natürlich geht es auch um die Endlagersuche und die Dauerzwischenlager, aber der Themenfächer ist weitaus größer und bereitet u.a. mit auf die Weltklimakonferenz in Bonn, die COP23, vor: Fracking und eine Gaslandtour, Dekarbonisierung und Aktionsangebote, die Kampagne „Don´t nuke the climate“ sind vertreten.

Dazu reisen Gäste und Referent_innen aus dem Ausland an. Musikalisch umrahmt wird das Camp vom Free Flow Festival. Also: Zelt packen, dabei sein!

BI Umweltschutz: Gorlebentag ante portas

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

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Pressemitteilung 28.05.2017

 

Tausende haben in den letzten zwei Jahren die Widerstandspartie der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) besucht. Direkt an den Atomanlagen in Gorleben wird im Rahmen der Kulturellen Landpartie gefeiert, informiert und demonstriert.

„Die Endlagersuche wurde neu gestartet, aber Gorleben bleibt als möglicher Standort gesetzt. Die geologischen Suchkriterien wurden wieder einmal auf den Salzstock Gorleben so zugeschnitten, dass er immer noch als nukleares Endlager in Frage kommt, das haben wir satt“, unterstreicht die BI.

„Der Protest gegen Atomkraft war und ist auch immer ein Protest gegen das konventionelle Energiesystem gewesen“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. „Mit unserer diesjährigen Kulturellen Widerstandspartie wollen wir dem noch mehr Rechnung tragen und haben Engagierte des Landkreises eingeladen, ihre Aktivitäten und Vorstellungen zu einem klima- und ressourcengerechten Leben in Lüchow-Dannenberg vorzustellen.“

Diese Einladung haben die WachstumsWende Wendland in Kooperation mit der Klimaschutzleitstelle des Landkreises zum Anlass genommen, eine Veranstaltung zum Thema Suffizienz zu organisieren, auf der Engagierte und Initiativen zeigen können, wie es ihnen gelingt, Genügsamkeit und Maßhalten in ihren Alltag zu integrieren.

Unter der Überschrift „Das GUTE LEBEN“ haben sich so verschiedene Initiativen wie Landwende, Reparatur-Café Dannenberg, Kulturland eG, Energieberatung Niedersachsen, uma institut, Partnerbetriebe der Biosphäre sowie engagierte Einzelpersonen zum Gemeinschaftsstand ‚Klimaschutz-Rundling‘ zusammengetan. An ihren Ständen wollen die Initiativen mit Interessierten ins Gespräch darüber kommen, wie ein anderes und ihrer Meinung nach besseres Leben im Landkreis und anderswo aussehen kann. Dabei heißt „besser“ nicht nur klima- und ressourcenschonender, sondern auch genussvoller, gesünder, gemeinschaftlicher, und sparsamer. Unter anderem wird es möglich sein, ein mobiles Tiny House zu besichtigen, welches kürzlich innerhalb einer Jahresabschlussarbeit der Freien Schule Hitzacker erstellt wurde.

Parallel dazu finden halbstündige Sofagespräche zu den Themen Plastikfreies Leben, Wohnen im Tiny House, Gemeinschaftsnutzung in der Mobilität, Selbstversorgung und Solidarische Landwirtschaft sowie Kultur-, Bewusstseins- und Politikwandel statt. Auf dem Sofa stehen lokale Experten den Fragen der Moderatoren und aus dem Publikum Rede und Antwort.

„Wir wollen mit dieser Aktion die Vernetzung Gleichgesinnter in der Region fördern, die Besucher zum Nachdenken anregen sowie praktische Tipps zum persönlichen Wandel geben. Außerdem hoffen wir, den einen oder anderen neuen Mitstreiter für die Initiativen zu werben“, so Lia Jahrens, von der WachstumsWende Wendland.

 

An den Atomanlagen Gorleben herrscht nicht nur zur Widerstandspartie reges Treiben. An den Wochenenden könnt ihr Euch zu allgemeinen und Fachvorträgen dort einfinden. Die BI und ihre Fachgruppen informieren dann direkt am Ort des Geschehens über die Probleme. Hier finden Sie/findet ihr die Themen und Termine:

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=18523

Die BI gastiert auch an anderen Orten:

Di. 30.05.17 – 18.30h – Politischer Wunderpunkt Klein Witzeetze 6 Die „Öko-Politfilmreihe“, eine Kooperation des Kulturvereins Platenlaase und der BI, gastiert mit einer Filmvorführung. Um 18.30h läuft dort der Film „Seefeuer“. Eintritt frei – Hutkasse geht rum.

Mi. 31.05.2017 – 15.30h – Wunderpunkt Zadrau „Alte Schule“ Vortrag und Diskussion – „Gorleben oder wie wir den Deckel endgültig draufmachen“ Lokale Standortinitiative trifft weltweiten Anti Atom Widerstand.

Input von und Diskussion mit Kerstin Rudek und Günter Hermeyer von der BI.