Schlagwort: Gronau

Uranexporte aus Gronau und Lingen verbieten! Atomanlagen abschalten!

Fukushima antiatom

Am Freitag, 28.04.2017 berät der Deutsche Bundestag über drei Anträge die ein Ende der unverantwortlichen Atompolitik in Deutschland fordern. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat die Anträge „Grenzregionen vor Atomrisiken schützen – Export von Brennelementen stoppen“  und „Tschernobyl und Fukushima mahnen – Atomausstieg konsequent umsetzen“ vorgelegt. Die Fraktion DIE LINKE hat den Antrag „Ausfuhr von Uran-Brennstoffen für den Betrieb störanfälliger Atomkraftwerke im Ausland stoppen“ zur Abstimmung im Bundestag eingebracht. Wir fordern die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, diesen Anträgen zuzustimmen.

Durch die Lieferung von angereichertem Uran aus der Atomfabrik in Gronau und Brennelementen aus der Atomfabrik in Lingen werden etwa ein Drittel aller Atomkraftwerke weltweit mit ihrem notwendigen Brennstoff versorgt. Die deutschen Atomanlagen sind damit zentral für die Sicherung des Einsatzes der atomaren Schrottreaktoren in vielen Staaten der Welt.

Trotz der Forderungen der Anti-Atom-Bewegung weigert sich die Bundesregierung bisher, die Uranfabriken in Gronau und Lingen stillzulegen. Damit verhindert die Bundesregierung einen wirklichen Atomausstieg in Deutschland.

Es ist ein Skandal, dass durch die Atomanlagen in Lingen und Gronau die Atomreaktoren in Doel, Tihange, Cattenom, Fessenheim, Beznau und Leibstadt weiterhin atomaren Brennstoff erhalten. Damit wird der unverantwortliche Weiterbetrieb dieser Schrottanlagen durch die Exportgenehmigungen bundesdeutscher Stellen ermöglicht. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie mit allen juristischen Mitteln gegen den Weiterbetrieb dieser Atomkraftwerke vorgeht und jegliche Lieferung von Uranbrennstoff für diese Anlagen verhindert.

 

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Sofortiges Exportverbot von Uran-Kernbrennstoffen aus den Atomanlagen in Lingen und Gronau
  • Schnellstmögliche Stilllegung der Urananlagen in Gronau und Lingen
  • Kündigung des EURATOM-Vertrages
  • Verbot des Betriebs und des Exports von Atomanlagen im Grundgesetz verankern!

 

 

Wir treffen uns

Freitag, 28.04.2017

09.00 Uhr

Pariser Platz (vor dem Brandenburger Tor)

 

NaturFreunde Berlin

Anti Atom Berlin

Ostermarschproteste in Gronau und Jülich gegen Urananreicherung

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Mitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V.

Pressemitteilung, 14. April 2017

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Rund 250 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner aus Belgien, aus den
Niederlanden und aus der Bundesrepublik haben sich Karfreitag (14. April
2017) in Gronau am Ostermarsch zur bundesweit einzigen
Urananreicherungsanlage beteiligt. Ihre eindeutige Forderung an die
Landes- und Bundespolitik: Sofortige Stilllegung der umstrittenen
Uranfabrik. Auch in Jülich wurde mit Nachdruck gegen Urananreicherung
und gegen den Bau von Zentrifugen für Urananreicherungsanlagen
demonstriert.

In der Gronauer Urananreicherungsanlage wird Natururan für den späteren
Einsatz in Atomkraftwerken vorbereitet (angereichert). Der
Urenco-Konzern, an dem u. a. die Energieunternehmen RWE und E.ON
beteiligt sind, hat für die Anlage in Gronau eine unbefristete
Betriebsgenehmigung. Mit Uran aus Gronau werden Atomkraftwerke in der
Bundesrepublik, aber auch in Belgien, Frankreich und anderswo betrieben.
Die Urananreicherung in Gronau erfolgt mit dem Zentrifugenverfahren, das
grundsätzlich auch zur Produktion von Uran für Atomwaffen geeignet ist.
Auch das iranische und pakistanische Atomprogramm basiert auf dieser
Zentrifugentechnik.

In Jülich ist die Enrichment Technology Company (ETC) ansässig, ein
Tochterunternehmen des Urenco-Konzerns und des französischen
Atomkonzerns Areva. Die ETC erforscht und entwickelt Zentrifugen für
Urananreicherungsanlagen und baut sie auch. In der Vergangenheit hatte
sie auch einen Produktionssitz neben der Urananreicherungsanlage in
Gronau, der aber bereits vor einigen Jahren geschlossen wurde.

Schulterschluss der Anti-Atomkraft-Bewegung mit Friedensorganisationen

Der Gronauer Ostermarsch wurde wie in den letzten Jahren im Rahmen der
bundesweiten Ostermärsche der Friedensbewegung durchgeführt. Bei zwei
Kundgebungen am Bahnhof und vor der Urananreicherungsanlage kamen
Mitglieder regionaler und überregionaler Organisationen zu Wort,
darunter Gertrud Roth (Katholische Frauen Deutschlands, Gruppe Ahaus),
Marc Alexander von der belgischen Anti-Atomkraft-Bewegung
(11maartbeweging), Dr. med. Angelika Claussen (Ärztevereinigung IPPNW),
Karl-Willhem ter Horst (Pastor i. R. aus Schüttorf) und Joachim Schramm
vom Organisationskomitee des Ostermarsches Rhein-Ruhr. Texte einiger
Reden unter https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2017/reden

Veranstaltet wurde der Gronauer Ostermarsch vom Aktionsbündnis
Münsterland gegen Atomanlagen. Zur Teilnahme hatten rund 30
Organisationen aufgerufen: Aus Gronau u. a. der Arbeitskreis Umwelt, der
DGB, die Fraktion DIE LINKE im Gronauer Stadtrat, die Grün Alternative
Liste (GAL) und der Natur- und Umweltschutzverein. Aus der Gronauer
Umgebung unterstützten u. a. der Arbeitskreis Umwelt Schüttorf, die
Initiative Enschede voor Vrede, die Stichting VEDAN, der Grafschafter
Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen sowie die Bürgerinitiative
„Kein Atommüll in Ahaus“ den Aufruf zur Teilnahme an der Aktion.
Überörtlich unterstützte u. a. der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) den Aufruf zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch.

Im Aufruf zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch hieß es: „Die in
Jülich erforschte und in Gronau angewandte Zentrifugentechnologie für
die Urananreicherung ist eine massive Bedrohung für den Frieden. In der
Urenco-Anlage in Almelo (NL) entwendete der pakistanische
Wissenschaftler Dr. Khan in den 1970erJahren Baupläne und verhalf so
Pakistan zur Atombombe. Von dort gelangten die Pläne auch an den Iran
und Nordkorea.“

Mit dem Ostermarsch in Gronau wurde u. a. folgenden Forderungen
Nachdruck verliehen: „Verbot der Urananreicherung und
Zentrifugenforschung! Vernichtung und “Entsorgung” aller Atomwaffen und
Uranmunitions-Bestände! Stopp aller Waffenexporte und
Kriegsbeteiligungen! Sofortige Stilllegung aller Uranminen und
Atomanlagen weltweit! Förderung von gewaltfreien Ansätzen zur
Konfliktlösung statt Wettrüsten!“

Engagierter Protest auch in Jülich / Weitere Aktionen

In Jülich fand Karfreitag ebenfalls eine Ostermarsch-Aktion am Gelände
der ETC/Urenco statt. Rund 50 engagierte Personen beteiligten sich an
einer Oster-Mahnwache.In Jülich werden Zentrifugen für
Urananreicherungsanlagen entwickelt und hergestellt. Organisiert hatte
in Jülich den Protest das Aktionsbündnis Stop Westcastor.

Hintergrundinformationen zum Ostermarsch in Gronau und zum Protest in
Jülich unter http://www.sofa-ms.de <http://www.sofa-ms.de>,
http://westcastor.blogsport.de.

 

Am 7. Mai findet an der Gronauer Urananreicherungsanlage der nächste
Sonntagsspaziergang der regionalen Anti-Atomkraft-Initiativen statt.
Seit dem Herbst 1986, also seit dem Jahr der Tschernobyl-Katastrophe,
treffen sich immer am ersten Sonntag Anti-Atomkraft-Initiativen um 14
Uhr an der Gronauer Uranfabrik.

Proteste gegen Urantransporte in Norddeutschland, NRW und Rheinland-Pfalz

BBU-Pressemitteilung
20.02.2017

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Foto: Quelle: BBU

(Bonn, Hamburg, Trier, 20.02.2017) Am Wochenende (18. und 19. Februar)
wurde in mehreren Bundesländern gegen die zahlreichen Urantransporte
demonstriert, die für den Weiterbetrieb von Atomanlagen und
Atomkraftwerken durchgeführt werden. Proteste gab es u. a. in Kiel,
Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Köln, Bonn, Koblenz Trier und
Duisburg. Die Abschlussaktion fand am Sonntag in Gronau (Westfalen) statt.

Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) fordern das sofortige Verbot der häufig fahrenden
Urantransporte und die sofortige Stilllegung der Uranfabriken in Lingen
(Niedersachsen) und Gronau (Nordrhein-Westfalen). Beide Uranfabriken
unterliegen keinerlei Laufzeitbegrenzung und in ihnen wird
Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke im In- und Ausland produziert.
Damit beide Anlagen betrieben werden können, finden zahlreiche
Urantransporte mit LKW und Zügen, aber auch per Schiff, statt. Zudem
erfolgen weitere Transporte von diesen Anlagen hin zu weiteren
Atomfabriken und Atomkraftwerken im In- und Ausland. .

Die Aktion am Wochenende richtete sich u. a. konkret gegen sogenannte
„Yellow Cake“- Transporte über Kiel und Hamburg zur AREVA-Uranfabrik in
Narbonne (Frankreich) sowie gegen Uranhexafluorid-Transporte von der
französischen Konversionsanlage Pierrelatte (Rhône-Tal) zur einzigen
deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau.

Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen transportierten
symbolisch „Yellow Cake“ (Uranerzkonzentrat) von Kiel nach Trier in
Personenzügen t. Sie nutzten dabei die Bahnstrecken, die regelmäßig für
die Urantransporte zwischen Hamburg und Trier genutzt werden. Außerdem
wurde symbolisch Uranhexafluorid von Frankreich nach Gronau transportiert.

Während der zweitägigen Protestfahrt wurden in Zügen und auf Bahnhöfen
Reisende über die Gefahren der Urantransporteinformiert. Urantransporte
erfolgen in der Regel ohne Polizeischutz und auch betroffene Kommunen,
die durchfahren werden, werden vorab nicht informiert. Bei möglichen
Unfällen wären die zuständigen Hilfskräfte vor Ort nicht in der Lage
sofort angemessen reagieren zu können. Bei einem Unfall mit
Uranhexafluorid-Freisetzungen müsste innerhalb weniger Minuten ein
Bereich im Umkreis von mehreren Kilometern evakuiert werden.

Weitere ausführliche Informationen unter http://urantransport.de/aktuelles.

Anti-Atomkraft-Initiativen und der BBU planen bereits weitere Aktionen
gegen Urananlagen und Urantransporte. So wird Karfreitag wieder ein
Ostermarsch in Gronau zur Urananreicherungsanlage führen. Beginn wird um
13 Uhr am Gronauer Bahnhof sein.

Uranfabrik Gronau: Anti-Atom-Hund untergräbt Sicherungszaun

BBU-Pressemitteilung
08.02.2016
bbu

(Bonn, Gronau, 08.02.2016) Zeitgleich mit dem Karnevalsumzug in Gronau haben sich am Karnevalssonntag (7. Februar 2016) Mitglieder niederländischer und deutscher Anti-Atomkraft-Initiativen an der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau an einem Sonntagsspaziergang beteiligt. Dabei wurden auf dem Gelände der Anlage LKW-Auflieger mit Containern entdeckt, in denen sich vermutlich das hochgefährliche Uranhexafluorid befindet. Unterstützt wurden die Aktiven von einem „Anti-Atomkraft-Hund“, der buddelnd die mangelhafte Sicherung der Urananreicherungsanlage entlarvte. Es bereitete ihm keine Mühe den Anlagenzaun zu unterhöhlen.

Es ist kaum zu glauben, aber offenbar ist es mit wenigen Spatenstichen möglich, den Anlagenzaun der Urananreicherungsanlage zu untergraben. So können Unbefugte in kürzester Zeit auf das Anlagengelände, und zu den ungeschützten Containern, kommen. In der Mitte des Anlagengeländes befindet sich ein Freilager, in dem schutzlos einige Hundert Container mit Uranhexafluorid gelagert werden. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und weitere Organisationen kritisieren schon lange, dass das Freilager nicht gegen Sabotage und auch nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert wird.
Grundsätzlich fordern sie die sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage, damit in ihr nicht weiterhin Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt, und zudem auch noch Atommüll, produziert.

Bei Kaffee und Kuchen wurden am Rande des sonntäglichen Spaziergangs aktuelle Informationen über die Gefahren der Atomindustrie ausgetauscht.
Außerdem wurden weitere Aktivitäten besprochen.
Schon seit Ende 1986, also seit fast 30 Jahren, treffen sich Anti-Atomkraft-Initiativen regelmäßig an jedem ersten Sonntag im Monat in Gronau an der bundesweit einzigartigen Atomfabrik, um ihrem Protest gegen die Anlage und gegen Urantransporte Nachdruck zu verleihen. Seit dem Herbst 1986 ist noch keiner der monatlichen Sonntagsspaziergänge ausgefallen. Neben niederländischen und deutschen Initiativen haben auch mehrfach Mitglieder russischer Anti-Atomkraft-Organisationen an den Anti-Atomkraft-Sonntagsspaziergängen in Gronau teilgenommen.

Der nächste Sonntagspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage findet am 6. März statt. Er wird in Erinnerung an den Beginn der japanischen Reaktorkatastrophe von Fukushima vor 5 Jahren (11. März
2011) durchgeführt. Wenige Wochen später findet dann Karfreitag (25.
März) an der Gronauer Urananreicherungsanlage wieder ein Ostermarsch statt. Dabei wird im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche der Friedensbewegung gegen Atomanlagen und gegen Atomwaffen demonstriert.
2015 fand an der Gronauer Uranfabrik einer der größten Ostermärsche der bundesweiten Friedens- und Umweltbewegung statt.

Weitere Informationen:

http://www.bbu-online.de, http://www.friedenskooperative.de,
http://www.sofa-ms.deFoto UAA-Sonntagsspaziergang mit Hund, 07.02.2016,

Sechs Jahre nach Kontamination: Weitere Proteste in Gronau

BBU-Pressemitteilung
21.01.2016

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(Bonn, Gronau, Düsseldorf, 21.01.2016) Sechs Jahre nach dem bisher
schwersten Störfall in der Urananreicherungsanlage Gronau haben
Anti-Atomkraft-Initiativen weitere Proteste gegen die bundesweit
einzigartige Atomfabrik angekündigt. Wie schon seit fast 30 Jahren werden
sich auch in diesem Jahr niederländische und deutsche Anti-Atomkraft-Initiativen
immer am ersten Sonntag im Monat am Haupttor der Anlage
zum Sonntagsspaziergang treffen. Außerdem wird Karfreitag an
der Anlage wieder ein Ostermarsch stattfinden, der als Auftaktaktion
der Ostermärsche in Nordrhein-Westfalen organisiert wird.
Dabei erfolgt wieder ein enger Schulterschluß der Anti-Atomkraft-Bewegung
mit der Friedensbewegung. Zudem ist mit weiteren Protesten gegen
Urantransporte zu rechnen.

Ein Arbeiter wurde kontaminiert

Vor genau sechs Jahren, am 21. Januar 2010, wurde erstmals ein Arbeiter
in der Urananreicherungsanlage kontaminiert. Er hatte einen angeblich
leeren Urancontainer geöffnet, in dem aber noch radioaktives
Uranhexafluorid enthalten war. Seitdem kam es immer wieder zu
Zwischenfällen in der Urananreicherungsanlage. Von der Landesregierung
in Düsseldorf wurde wiederholt ein konkreter Stilllegungsfahrplan für
die Gronauer Uranfabrik gefordert, für die es bisher keine
Laufzeitbegrenzung gibt. Immerhin hat die rot-grün besetzte
Landesregierung die Stilllegung der Anlage als Ziel im Koalitionsvertrag
festgeschrieben. Kritisiert wird, dass “die Landesregierung in
Düsseldorf nicht gewillt ist, den Uranhahn in Gronau abzudrehen.
Tatenlos sehen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihr Ministerteam
zu, wie in Gronau Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken in aller Welt
vorbereitet wird. Angesichts fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für den
Gronauer Atommüll könnte die Landesregierung aber die
Betriebsgenehmigung sofort aufheben”, betont Udo Buchholz vom Vorstand
des Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

Aktionen gegen Gefahren der Urananreicherung

Die vielfältigen Aktionen der Anti-Atomkraft-Bewegung richten sich bei
der Gronauer Atomfabrik gegen zahlreiche Probleme und Gefahren:
Störfälle sind jederzeit möglich, die Anlage ist nicht gegen
Flugzeugabstürze gesichert und zahlreiche Urantransporte gefährden die
Bevölkerung bundesweit und international an Bahnstrecken und an Straßen.
Neben der Urananreicherungsanlage soll eine Lagerhalle in Betrieb gehen,
in der 60.000 Tonnen Uranmüll eingelagert werden sollen. Wann die ersten
Transporte aus Frankreich zu erwarten sind, ist noch nicht bekannt.
Außerdem richten sich die Proteste gegen den möglichen Verkauf des
Betreiberkonzerns Urenco. Damit verbunden wäre die Weiterverbreitung der
militärisch nutzbaren Zentrifugentechnik zur Urananreicherung.
Hauptforderung zahlreicher Anti-Atomkraft-Initiativen, Umweltverbände
und sonstiger Organisationen: Kein Verkauf des Urenco-Konzerns sondern
sofortige Stilllegung der Uranfabriken des Konzerns, an dem auch RWE und
E.ON beteiligt sind. Außer der Anlage in Gronau betreibt Urenco je eine
Urananreicherungsanlage in den Niederlanden, in Großbritannien und in
den USA. Erforderlich für den Betrieb dieser Anlagen ist der menschen-
und umweltfeinliche Uranabbau in mehreren Staaten. Auch hiergegen
richten sich die Proteste.

Zweite Runde im Prozess um angehaltenen Urantransport

Zweite Runde im Prozess um angehaltenen Urantransport

Im Juli 2012 hielten mehrere Atomkraftgegner*innen einen Urantransport von Gronau nach Frankreich mehrere Stunden auf, so dass er schließlich umgeleitet werden musste. Zwei Personen, die im Gleisbereich angekettet waren, wird der Prozess gemacht. In erster Instanz wurden sie zu 80 bzw. 110 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Jetzt findet die Berufungsverhandlung vorm Landgericht in Münster statt.
Fr, 14.8. 9 Uhr (mit Polizeizeug*innen)

Fr, 21.8. 9 Uhr (mit Polizeizeug*innen)
Di, 25.8. 9 Uhr (mit Polizei- und Bahnzeugen)
Fr, 11.9. 9 Uhr
Di, 15.9. 9 Uhr (mit Polizeizeugen)
Fr, 18.9. 9 Uhr
Fr, 25.9. 9 Uhr
Fr, 2.10. 12.30 Uhr
jeweils im Sitzungssaal A06 vom Landgericht Münster

Quelle: http://nirgendwo.info/blog/2015/07/10/ms-zweite-runde-im-prozess-um-angehaltenen-urantransport/

Ohne Atomanlagen und Atomtransporte wären derartige Prozesse überflüssig …

Mit freundlichen Grüßen
Udo Buchholz
BBU-Vorstandsmitglied und Nachbar der Gronauer Urananreicherungsanlage