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26.10.2019, 12.00 Uhr: AKW und Brennelementefabrik Lingen stilllegen!

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Brennelement- und Uranexporte stoppen!

Raus aus Atom und Kohle – Erneuerbare jetzt!

Auftaktkundgebung: 26. Oktober, 12 Uhr Bahnhof Lingen

In der niedersächsischen „Atomstadt“ Lingen wird noch immer von einer atomaren Zukunft geträumt: RWE betreibt das AKW „Emsland“ (Lingen II) und ANF, eine Tochter des EdF-Konzerns, die bundesweit einzige Brennelementefabrik. Im benachbarten Gronau wird durch den Urenco-Konzern Uran für jedes zehnte AKW weltweit angereichert – Lingen und Gronau halten hochgefährliche Pannenreaktoren weltweit am Laufen! Vom „Atomausstieg“ ist hier nichts zu spüren – stattdessen wird hier die Atomkraft in allen Facetten gelobt!

Risse in den AKW-Rohren und Laufzeitverlängerung?

Im Sommer dieses Jahres wurden während der Revisionsarbeiten im AKW gefährliche Risse im Verdampfersystem entdeckt. Die entdeckten Rohre wurden zwar verschlossen, es wurden aber nicht alle Rohre untersucht, wie es bei einem solchen Vorfall eigentlich notwendig wäre. Auch Niedersachsens Umweltminister Lies hielt dies nicht für notwendig. Im fast baugleichen AKW Neckarwestheim 2 tauchen nun immer mehr solcher Risse auf. Profit geht anscheinend vor Sicherheit! Das AKW Lingen bedroht nicht nur Niedersachsen, sondern auch das angrenzende NRW und die Niederlande. Die Niederlande verteilen im Gegensatz zu Deutschland Jod-Tabletten im Einzugsgebiet um das AKW Lingen.
Zudem hat RWE-Chef Schmitz im Frühjahr angekündigt, noch in 2022 einen Brennelementwechsel im AKW durchführen zu wollen. Wir befürchten, dass RWE so die technischen Voraussetzungen für eine neue Laufzeitverlängerung schaffen und damit den Atomausstieg unterlaufen will – nicht mit uns!
Anstatt die weitere Atommüllproduktion sofort zu stoppen, täuscht RWE ganz aktuell mit der Planung eines neuen Atommüll-Zwischenlagers und einer Atommüll-Konditionierungsanlage eine sichere Entsorgung von ständig neuem Atommüll und Bauschutt des alten AKW Lingen 1 vor – eine Atommüllentsorgung, die in Endlagerprojekten wie Asse, Schacht Konrad, Morsleben und Gorleben bereits gescheitert ist.

Brennelementefabrik – seit Bestehen über 150 Störfälle!

Seit über 40 Jahren wird in der Lingener Brennelementefabrik (Betreiber ANF, welcher zum EdF-Konzern gehört) zeitlich unbegrenzt Nuklearbrennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt hergestellt. Unter anderem werden die umstrittenen Reaktoren Doel 1, 2 und 3 sowie Tihange 2 in Belgien oder Uraltmeiler wie Fessenheim und Cattenom an der deutsch-französischen Grenze beliefert – und auch von diesen ist EdF Haupt- bzw. Mit-Eigentümer.
Wöchentlich erreichen neue UF6-Transporte die Uranfabrik im Lingener Industriegebiet, und wöchentlich verlassen frische Brennelemente das Werk. In der Brennelementefabrik Lingen gibt es immer wieder Störfälle – bislang sind es rund 150! Der letzte und bisher schwerste Störfall ereignete sich am 6. Dezember 2018. Ein Labor mit einem Uranverdampfer brannte! Mehrere Wochen stand der Betrieb still. Inzwischen ist die Produktion wieder in vollem Gange- ca. 800 Brennelemente mit rund 200.000 kg Uran wurden seitdem ausgeliefert.

Klima- und Anti-Atombewegung kämpfen zusammen!

RWE brüstet sich als AKW-Betreiber im Zuge der Klimadebatte zunehmend damit, dass Atomstrom CO2-frei sei. Das ist eine glatte Lüge! Rechnet man alle Faktoren zur Atomstromerzeugung ein – vom Uranabbau über die Urankonversion und Urananreicherung, Transporte über den gesamten Globus, bis zur zeitlich endlosen und ungelösten Atommülllagerung – hat das AKW Lingen den Klimawandel mit vielen Mio. Tonnen CO2-Emissionen mit vorangetrieben! Zudem verstopft das AKW im ständigen Volllast-Betrieb die Netze für erneuerbare Energien – so blockiert Lingen die Energiewende – typisch RWE!

Und was machen Bundes- und Landesregierungen?

Die Bundesregierung und die Landesregierungen in Düsseldorf und Hannover hofieren geradezu RWE und EdF/ ANF. RWE darf jedes AKW genauso weiterlaufen lassen wie jedes Kohlekraftwerk und jeden Braunkohletagebau – RWE darf weiter das Klima und Umwelt zerstören, Menschen ihrer Heimat berauben, uns zahlreichen schwerwiegenden Gefahren aussetzen und uns anschließend den Dreck vor die Tür setzen. Auch EON darf das benachbarte AKW Grohnde bis 2021 einfach weiterlaufen lassen. All dies ist schlichtweg verantwortungslos! Trotz des „Atomausstiegs“ wird dem Großkonzern EdF der Weg geebnet, um selbst die gefährlichsten Reaktoren mit Brennstoff beliefern zu können. Der Europäische Gerichtshof urteilte Ende Juli 2019, dass die 2015 erteilte Laufzeitverlängerung für Doel 1 und Doel 2 bei Antwerpen gegen europäisches Recht verstoße. Aber allein im Juli 2019 verließen sechs Brennelementtransporte Lingen für diese beiden Reaktoren – mit Genehmigung des
Bundesumweltministeriums!

Energiewende für Klimaschutz und Atomausstieg jetzt!

Wir fordern von der Bundesregierung die sofortige Stilllegung ALLER Atomanlagen. Wir fordern den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohleförderung – der Hambi und die bedrohten Dörfer müssen bleiben.
Wir fordern den drastischen Ausbau sozialverträglicher erneuerbarer Energiesysteme und so die Erhaltung und Schaffung zukunftsorientierter Arbeitsplätze. Schon mehr als 350 Initiativen und Verbände fordern mit der „Lingen-Resolution“ die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik und des laufenden AKW – es wird dringend Zeit zu handeln!

Gemeinsam rufen wir deshalb zur Teilnahme an der Demo in Lingen am 26. Oktober 2019 auf – seid dabei!

Start: ab 12:00 Uhr Begrüßung am Bahnhof Lingen, anschließend Demonstrationszug durch die Stadt, danach Kundgebung und Livemusik auf dem Marktplatz.

Veranstalter der Demonstration:
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
Elternverein Restrisiko Emsland
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

Erst-UnterstützerInnen:
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA), AntiAtom Bonn, Antiatombündnis Niederrhein, Anti Atom Gruppe Osnabrück, Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, Arbeitskreis Wesermarsch, Bundesverband Bürgerinitiativen Umwelt (BBU) Bonn, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, BUND Kreisgruppe Emsland, Fridaysforfuture Nordhorn, Georgies LP und CD Laden Nordhorn, Initiative 3 Rosen e.V. (Aachen), Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW), Klimagruppe Emsland, Kritische Aachener Zeitung (kraz), Mütter gegen Atomkraft e.V., SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster, Stop Tihange, Systemopositionelle Atomkraft Nein Danke Gruppe Hamburg (SAND)

Den vollständigen Aufruf als pdf-Datei könnt Ihr hier herunterladen. (www.atomstadt-lingen.de/demo)

Um eine starke, laute, bunte Demo auf die Beine zu stellen benötigen wir Geld. Wir freuen uns daher über jede Spende!

Urananreicherung und Brennelementeproduktion: Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Auskunft

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland SOFA (Sofortiger Atomaustieg) Münster

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Gronau/Lingen/Münster/Bonn, 29. März 2019

 

 

– Schreiben an Umweltausschuss und Umweltministerin

 

Regionale Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern in zwei Schreiben an die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, Frau Sylvia Kotting-Uhl, sowie an Bundesumweltministerin Svenja Schulze Auskunft zu den aktuellen Problemen rund um die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefabrik Lingen.

 

„Fingierte Stellungnahme für Urenco und gegen ICAN war dreist“

 

Im ersten Schreiben an den Bundestags-Umweltausschuss fordern die Anti-Atomkraft-Initiativen Auskunft zu dem letzte Woche bekannt gewordenen Versuch, mit einer fingierten Stellungnahme aus dem direkten Umfeld des Gronau Urananreicherers Urenco den Ausschuss im Vorfeld einer Öffentlichen Anhörung im Oktober 2018 positiv für Urenco zu beeinflussen. Dabei wurde gleichzeitig die Friedensnobelpreisträgerin ICAN mit Falschaussagen diskreditiert.

 

„Es kann nicht sein, dass „dubiose Lobbyisten“ (taz) mit fingierten Stellungnahmen derart dreist den Meinungsbildungsprozess im Bundestag beeinflussen. Hinzu kommt, dass auch die CDU als „unabhängigen Experten“

für die Urenco-Anhörung ausgerechnet den für Urenco tätigen Anwalt Dr.

Herbert Posser aufgeboten hatte. Wir erwarten, dass der Ausschuss für Aufklärung sorgt und die von der taz recherchierten Vorwürfe klärt,“ so Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt Gronau.

 

„Urananreicherung und Brennelementexporte sind unverantwortlich“

 

Im zweiten Schreiben an die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) erwarten die Initiativen u. a. Auskunft zum aktuellen Stand der regierungsinternen Prüfung für einen Exportstopp von angereichertem Uran und Brennelementen sowie zum aktuellen Stand der Untersuchungen zum Waffenfund in der UAA Gronau im August 2018, zu den Urenco-Plänen, jetzt deutlich höher angereichertes Uran einzusetzen, sowie zu den Konsequenzen aus dem Brand in der Brennelementefabrik Lingen.

 

„Anstatt auf Atomausstieg zu setzen, häufen sich die besorgniserregenden Vorfälle in Gronau und Lingen. Zudem führt der Einstieg von Urenco in die Höheranreicherung immer weiter weg von der zivilen Nutzung der Atomenergie – hier kann die Bundesregierung nicht einfach wegschauen.

Die Stilllegung der Atomanlagen in Gronau und Lingen sowie ein umfassender Exportstopp müssen auf der Tagesordnung bleiben,“ so Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt Schüttorf.

 

  1. April: Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau

 

Die Initiativen rufen zur Teilnahme am diesjährigen Ostermarsch am Karfreitag, 19. April 2019, zur Urananreicherungsanlage Gronau auf. „Uns macht der gefährliche atompolitische Kurs der Urenco in Zeiten weltweiter atomarer Aufrüstung sehr große Sorgen. Wir fordern deshalb sowohl aus ziviler wie aus militärischer Sicht die umgehende Stilllegung der Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo sowie der Zentrifugenentwicklung und -fertigung in Jülich,“ erklärte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

 

Akuelle Infos zum Gronauer Ostermarsch unter: www.ostermarsch-gronau.de.

Eine Woche nach dem Störfall – Das Fass ist übergelaufen!

Presseerklärung des Elternvereins Restrisiko Emsland vom 10.12.2018

 

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Nachdem es am 6.12.2018 in der Brennelementefabrik Framatome / ANF in Lingen zu einem Brand gekommen war, wurde am 7.12.2018 gemeldet, es sei ein Brand in einer Lüftungsanlage, keine nuklearen Bereiche betroffen.

Am Samstag den 8.12.2018 wurde dann berichtet, es sei doch zu einem Brand in einer nuklearen Anlage, einem Verdampfer gekommen, aber es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Dies muss aber erst noch durch Messungen in der nächsten Zeit belegt werden. Richtig hätte die Meldung am Samstag geheißen, es sei keine freigesetzte Radioaktivität bei den Messungen festgestellt worden.

 

Mit den vielen Störfällen der letzten Zeit hat die Firma bewiesen, dass ein sicherer Betrieb, was auch immer das heißen mach, nicht möglich ist.

Daher muss ANF jetzt endgültig für immer geschlossen bleiben. Das Risiko ist für die Bevölkerung in Lingen und Umgebung nicht hinnehmbar.

 

Daher rufen der BUND und der Elternverein  zu einer Mahnwache auf dem Bahnhofsvorplatz auf am Donnerstag, den 13.12.2018 in der Zeit von 16 bis 17 Uhr unter dem Motto:

 

Schluss mit den Atomanlagen in Lingen.

 

Es sieht so aus, als hätten wir am vergangenen Donnerstag sehr viel Glück gehabt. Das Glück kann man aber nicht immer herausfordern. Es ist nicht mehr hinnehmbar den Betrieb von ANF, einer französischen Firma, die nach eigenen Angaben 90 % ihrer Produktion ins Ausland exportiert in Lingen zu betreiben mit dem Risiko für die hiesige Bevölkerung. Damit muss jetzt Schluss sein für immer.

Landeskonferenz der nordrhein-westfälischen Antiatom-Initiativen tagte in Duisburg

Pressemitteilung
Duisburg, 22.11.2017

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In Duisburg trafen sich VertreterInnen der nordrhein-westfälischen
Antiatom-Initiativen, der bundesweit tätigen Organisation .ausgestrahlt
und des Bundesverbandes der Bürgerinitiativen Umweltschutz zu ihrer
Herbstkonferenz. Die AtomkraftgegnerInnen bewerteten atompolitische
Fragen unter den Vorzeichen einer neuen Landesregierung in NRW und der
anstehenden Koalitionsverhandlung in Berlin. Sie bekräftigten ihre
Forderung nach einem vollständigen und sofortigen Atomausstieg und
wiesen auf die ungelöste Frage der Entsorgung des Atommülls hin. Zudem
legten die Initiativen ihre Aktionsschwerpunkte für das kommende Jahr fest.

Die AtomkraftgegnerInnen betonten, dass trotz Stilllegungsbeschluss für
die deutschen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 keine Rede von einem
Atomausstieg sein kann. Mit dem Weiterbetrieb der
Urananreicherungsanlage in Gronau, der Brennelementeproduktion in Lingen
und von Atomforschungszentren wie beispielsweise in Karlsruhe ist der
Atomausstieg nur halbherzig erreicht. Insbesondere die Belieferung der
belgischen Pannenreaktoren Tihange und Doel, sowie überalterter
Atomreaktoren in Frankreich mit Brennelementen aus deutscher Produktion,
stellt dabei eine direkte Gefährdung der Bundesrepublik dar. Diese
widerspricht ebenso wie die damit verbundenen Transporte dem Anspruch
und dem Ziel eines Atomausstiegs. Zudem werden die besonderen
Atom-Probleme in NRW im Koalitionsvertrag ausgeblendet. Man hat nur
Belgien im Blick, damit dort die gefährlichen Atomkraftwerke
abgeschaltet werden.

Die Konferenz beschäftigte sich darüber hinaus mit der nach wie vor
ungelösten Frage der Entsorgung aller Arten von Atommüll. Ausdrücklich
bezog man hier auch die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ein, von
denen beim Abriss der Atommeiler riesige Mengen anfallen werden. Für
diese gibt es ebenso wenig eine Entsorgungsmöglichkeit, wie für die
hochradioaktiven Abfälle. Gerade hier stoßen die Planungen, den hoch
angereicherten und damit waffenfähigen Atommüll aus dem
Forschungsreaktor in Garching nach Ahaus transportieren, auf besondere
Kritik. Die Konferenzteilnehmer fordern, diesen vor Ort zu belassen und
nicht nach Ahaus zu transportieren.

Felix Ruwe von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll nach Ahaus“ zur Frage
der Zwischenlagerung: „Sämtliche Konzepte zur Entsorgung und
Zwischenlagerung sind gescheitert, nicht zuletzt, weil sie nicht mit der
Zeit gehen und neue Risiken wie beispielsweise Terrorgefahren
unberücksichtigt lassen. Wir haben bereits heute massive Probleme vor
allem mit sicherheitstechnisch unzureichenden Lagerhallen. Auch das
ständig steigende Risiko überalterter Castoren zeigt die
Konzeptlosigkeit der Verantwortlichen. Die müssen die weitere
Aufbewahrung des Atommülls regeln, dabei die Sicherheit kontinuierlich
nach neuesten Stand von Wissenschaft und Technik verbessern.“

Die VertreterInnen der Antiatom-Initiativen fordern deshalb von den
VerursacherInnen und politisch Verantwortlichen in Berlin und
Düsseldorf, verantwortungsvolle Lagerkonzepte. Zudem müssen sämtliche
Atomanlagen sofort geschlossen werden, um weiteren Atommüll zu vermeiden.

Entsprechend dieser Forderungen legten die Antiatom-Initiativen ihre
Aktionsplanung für das kommende Jahr fest. Für Jülich, wo derzeit 152
Castoren nach Auslaufen der Genehmigung im Jahr 2013 nur mit Duldung
gelagert werden, fordern sie den Bau eines neuen Lagers. Auch die
Urananreicherung in Gronau wird Schwerpunkt sein. Hier wird am
Karfreitag der Auftakt der Ostermärsche Rhein /Ruhr stattfinden, um die
Verbindung von sogenannter „ziviler“ und militärischer Nutzung der
Atomkraft aufzuzeigen.

In Lingen wird es am 16.Juni eine überregionale Demonstration gegen das
AKW Lingen II, das 30 Jahre alt wird, und die Brennelementefabrik von
Areva geben.

Zudem werden zahlreiche Transporte, die im Zusammenhang mit der
Urananreicherung stehen, bundesweit von Protesten begleitet werden.

Weitere Informationen unter
http://www.antiatom-buendnis-niederrhein.de, http://westcastor.blogsport.de,
http://www.bi-ahaus.de, https://sofa-ms.de, http://www.bbu-online.de

Demo für einen europäischen Atomausstieg

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9. September 2017 in Lingen

Demo für einen europäischen Atomausstieg

Beginn: 09.09.2017 13:00

Ende: 09.09.2017

Am 9. September 2017 beginnt um 13 Uhr am Bahnhof in Lingen eine Demo für einen europäischen Atomausstieg. Zwei Wochen vor den Bundestagswahlen soll hierfür ein deutliches Zeichen gesetzt werden! Es wird gefordert, Urankraftwerke zu schließen, Atomkraftwerke abzuschalten und Brennstoffexporte zu stoppen.

  • Exportgenehmigungen von Kernbrennstoffen an die gefährlichen Pannen-Reaktoren in Belgien und Frankreich mit sofortiger Wirkung zurücknehmen!
  • Brennelemente-Herstellung in Lingen und Urananreicherung in Gronau sofort beenden!
  • Die AKW Lingen, Grohnde, Fessenheim, Tihange, Doel und alle anderen AKW abschalten! Für einen weltweiten Atomausstieg!
  • Sonne & Wind, statt Fracking, Kohle & Atom! Energiewende jetzt!

Weitere Informationen zur Aktion, sowie den Flyer, eine Online Petition und Anweisungen zur Einbringung in die Vorbereitungen finden Sie hier.

Uranexporte aus Gronau und Lingen verbieten! Atomanlagen abschalten!

Fukushima antiatom

Am Freitag, 28.04.2017 berät der Deutsche Bundestag über drei Anträge die ein Ende der unverantwortlichen Atompolitik in Deutschland fordern. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat die Anträge „Grenzregionen vor Atomrisiken schützen – Export von Brennelementen stoppen“  und „Tschernobyl und Fukushima mahnen – Atomausstieg konsequent umsetzen“ vorgelegt. Die Fraktion DIE LINKE hat den Antrag „Ausfuhr von Uran-Brennstoffen für den Betrieb störanfälliger Atomkraftwerke im Ausland stoppen“ zur Abstimmung im Bundestag eingebracht. Wir fordern die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, diesen Anträgen zuzustimmen.

Durch die Lieferung von angereichertem Uran aus der Atomfabrik in Gronau und Brennelementen aus der Atomfabrik in Lingen werden etwa ein Drittel aller Atomkraftwerke weltweit mit ihrem notwendigen Brennstoff versorgt. Die deutschen Atomanlagen sind damit zentral für die Sicherung des Einsatzes der atomaren Schrottreaktoren in vielen Staaten der Welt.

Trotz der Forderungen der Anti-Atom-Bewegung weigert sich die Bundesregierung bisher, die Uranfabriken in Gronau und Lingen stillzulegen. Damit verhindert die Bundesregierung einen wirklichen Atomausstieg in Deutschland.

Es ist ein Skandal, dass durch die Atomanlagen in Lingen und Gronau die Atomreaktoren in Doel, Tihange, Cattenom, Fessenheim, Beznau und Leibstadt weiterhin atomaren Brennstoff erhalten. Damit wird der unverantwortliche Weiterbetrieb dieser Schrottanlagen durch die Exportgenehmigungen bundesdeutscher Stellen ermöglicht. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie mit allen juristischen Mitteln gegen den Weiterbetrieb dieser Atomkraftwerke vorgeht und jegliche Lieferung von Uranbrennstoff für diese Anlagen verhindert.

 

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Sofortiges Exportverbot von Uran-Kernbrennstoffen aus den Atomanlagen in Lingen und Gronau
  • Schnellstmögliche Stilllegung der Urananlagen in Gronau und Lingen
  • Kündigung des EURATOM-Vertrages
  • Verbot des Betriebs und des Exports von Atomanlagen im Grundgesetz verankern!

 

 

Wir treffen uns

Freitag, 28.04.2017

09.00 Uhr

Pariser Platz (vor dem Brandenburger Tor)

 

NaturFreunde Berlin

Anti Atom Berlin

Stilllegung des AKW Lingen 2 statt Plutoniumeinsatz

BBU-Pressemitteilung

02.01.2017

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(Lingen, Hannover, Bonn, 02.01.2017) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), der niedersächsische Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) sowie Anti-Atomkraft-Organisationen in Nordrhein-Westfalen fordern von der Landesregierung in Hannover das sofortige und endgültige Aus für das Atomkraftwerk Lingen 2. Das Atomkraftwerk, das auch AKW Emsland genannt wird, ist derzeit für einen Brennelementwechsel für ca. 10 Tage außer Betrieb. Letzte Woche wurde dabei ein Lagerschaden an einem Motor einer Nebenkühlwasserpumpe festgestellt.

 

Der BBU warnt, dass erneut plutoniumhaltige Brennelemente im AKW Lingen

2 eingesetzt werden sollen. Zur Entstehung von Krebs reicht vermutlich schon eine Menge von wenigen Mikrogramm Plutonium aus. „Niedersachsens Umweltminister Wenzel muss endlich dafür Sorge tragen, dass das AKW Lingen 2 nicht länger die Bevölkerung im Emsland und weit darüber hinaus gefährdet. Er ist der zuständige Minister, der die Betriebsgenehmigung für das AKW aufheben kann“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

 

Den offiziellen Plänen zufolge soll das AKW Emsland noch sechs Jahre bis Ende 2022 laufen. Umweltverbände und Anti-Atomkraft-Initiativen fürchten, dass es in der Zeit noch zu zahlreichen Störfällen kommen kann. Grundsätzlich fordert der BBU die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und Atomanlagen.

 

Ende Oktober 2016 haben Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände in Lingen mit einer überörtlichen Demonstration für den sofortigen Atomausstieg demonstriert. Die Demonstration richtete sich dabei auch konkret gegen den Weiterbetrieb des AKW Emsland und der Brennelementefabrik in Lingen, in der Brennelemente für den Betrieb zahlreicher Atomkraftwerke, u. a. auch in Belgien, produziert werden.

 

Gegen den Weiterbetrieb der Atomanlagen in Lingen richtet sich auch die Lingen-Resolution, die bereits von weit mehr als 200 Initiativen, Verbänden und Parteigliederungen unterschrieben wurde. Weitere Organisationen können die Resolution noch mit unterschreiben. Mehr dazu unter http://bbu-online.de. Direktlink:

http://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%202016.pdf