Schlagwort: Lingen

Urananreicherung und Brennelementeproduktion: Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Auskunft

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland SOFA (Sofortiger Atomaustieg) Münster

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Gronau/Lingen/Münster/Bonn, 29. März 2019

 

 

– Schreiben an Umweltausschuss und Umweltministerin

 

Regionale Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern in zwei Schreiben an die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, Frau Sylvia Kotting-Uhl, sowie an Bundesumweltministerin Svenja Schulze Auskunft zu den aktuellen Problemen rund um die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefabrik Lingen.

 

„Fingierte Stellungnahme für Urenco und gegen ICAN war dreist“

 

Im ersten Schreiben an den Bundestags-Umweltausschuss fordern die Anti-Atomkraft-Initiativen Auskunft zu dem letzte Woche bekannt gewordenen Versuch, mit einer fingierten Stellungnahme aus dem direkten Umfeld des Gronau Urananreicherers Urenco den Ausschuss im Vorfeld einer Öffentlichen Anhörung im Oktober 2018 positiv für Urenco zu beeinflussen. Dabei wurde gleichzeitig die Friedensnobelpreisträgerin ICAN mit Falschaussagen diskreditiert.

 

„Es kann nicht sein, dass „dubiose Lobbyisten“ (taz) mit fingierten Stellungnahmen derart dreist den Meinungsbildungsprozess im Bundestag beeinflussen. Hinzu kommt, dass auch die CDU als „unabhängigen Experten“

für die Urenco-Anhörung ausgerechnet den für Urenco tätigen Anwalt Dr.

Herbert Posser aufgeboten hatte. Wir erwarten, dass der Ausschuss für Aufklärung sorgt und die von der taz recherchierten Vorwürfe klärt,“ so Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt Gronau.

 

„Urananreicherung und Brennelementexporte sind unverantwortlich“

 

Im zweiten Schreiben an die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) erwarten die Initiativen u. a. Auskunft zum aktuellen Stand der regierungsinternen Prüfung für einen Exportstopp von angereichertem Uran und Brennelementen sowie zum aktuellen Stand der Untersuchungen zum Waffenfund in der UAA Gronau im August 2018, zu den Urenco-Plänen, jetzt deutlich höher angereichertes Uran einzusetzen, sowie zu den Konsequenzen aus dem Brand in der Brennelementefabrik Lingen.

 

„Anstatt auf Atomausstieg zu setzen, häufen sich die besorgniserregenden Vorfälle in Gronau und Lingen. Zudem führt der Einstieg von Urenco in die Höheranreicherung immer weiter weg von der zivilen Nutzung der Atomenergie – hier kann die Bundesregierung nicht einfach wegschauen.

Die Stilllegung der Atomanlagen in Gronau und Lingen sowie ein umfassender Exportstopp müssen auf der Tagesordnung bleiben,“ so Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt Schüttorf.

 

  1. April: Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau

 

Die Initiativen rufen zur Teilnahme am diesjährigen Ostermarsch am Karfreitag, 19. April 2019, zur Urananreicherungsanlage Gronau auf. „Uns macht der gefährliche atompolitische Kurs der Urenco in Zeiten weltweiter atomarer Aufrüstung sehr große Sorgen. Wir fordern deshalb sowohl aus ziviler wie aus militärischer Sicht die umgehende Stilllegung der Urananreicherungsanlagen in Gronau und Almelo sowie der Zentrifugenentwicklung und -fertigung in Jülich,“ erklärte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

 

Akuelle Infos zum Gronauer Ostermarsch unter: www.ostermarsch-gronau.de.

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Eine Woche nach dem Störfall – Das Fass ist übergelaufen!

Presseerklärung des Elternvereins Restrisiko Emsland vom 10.12.2018

 

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Nachdem es am 6.12.2018 in der Brennelementefabrik Framatome / ANF in Lingen zu einem Brand gekommen war, wurde am 7.12.2018 gemeldet, es sei ein Brand in einer Lüftungsanlage, keine nuklearen Bereiche betroffen.

Am Samstag den 8.12.2018 wurde dann berichtet, es sei doch zu einem Brand in einer nuklearen Anlage, einem Verdampfer gekommen, aber es sei keine Radioaktivität freigesetzt worden. Dies muss aber erst noch durch Messungen in der nächsten Zeit belegt werden. Richtig hätte die Meldung am Samstag geheißen, es sei keine freigesetzte Radioaktivität bei den Messungen festgestellt worden.

 

Mit den vielen Störfällen der letzten Zeit hat die Firma bewiesen, dass ein sicherer Betrieb, was auch immer das heißen mach, nicht möglich ist.

Daher muss ANF jetzt endgültig für immer geschlossen bleiben. Das Risiko ist für die Bevölkerung in Lingen und Umgebung nicht hinnehmbar.

 

Daher rufen der BUND und der Elternverein  zu einer Mahnwache auf dem Bahnhofsvorplatz auf am Donnerstag, den 13.12.2018 in der Zeit von 16 bis 17 Uhr unter dem Motto:

 

Schluss mit den Atomanlagen in Lingen.

 

Es sieht so aus, als hätten wir am vergangenen Donnerstag sehr viel Glück gehabt. Das Glück kann man aber nicht immer herausfordern. Es ist nicht mehr hinnehmbar den Betrieb von ANF, einer französischen Firma, die nach eigenen Angaben 90 % ihrer Produktion ins Ausland exportiert in Lingen zu betreiben mit dem Risiko für die hiesige Bevölkerung. Damit muss jetzt Schluss sein für immer.

Landeskonferenz der nordrhein-westfälischen Antiatom-Initiativen tagte in Duisburg

Pressemitteilung
Duisburg, 22.11.2017

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In Duisburg trafen sich VertreterInnen der nordrhein-westfälischen
Antiatom-Initiativen, der bundesweit tätigen Organisation .ausgestrahlt
und des Bundesverbandes der Bürgerinitiativen Umweltschutz zu ihrer
Herbstkonferenz. Die AtomkraftgegnerInnen bewerteten atompolitische
Fragen unter den Vorzeichen einer neuen Landesregierung in NRW und der
anstehenden Koalitionsverhandlung in Berlin. Sie bekräftigten ihre
Forderung nach einem vollständigen und sofortigen Atomausstieg und
wiesen auf die ungelöste Frage der Entsorgung des Atommülls hin. Zudem
legten die Initiativen ihre Aktionsschwerpunkte für das kommende Jahr fest.

Die AtomkraftgegnerInnen betonten, dass trotz Stilllegungsbeschluss für
die deutschen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 keine Rede von einem
Atomausstieg sein kann. Mit dem Weiterbetrieb der
Urananreicherungsanlage in Gronau, der Brennelementeproduktion in Lingen
und von Atomforschungszentren wie beispielsweise in Karlsruhe ist der
Atomausstieg nur halbherzig erreicht. Insbesondere die Belieferung der
belgischen Pannenreaktoren Tihange und Doel, sowie überalterter
Atomreaktoren in Frankreich mit Brennelementen aus deutscher Produktion,
stellt dabei eine direkte Gefährdung der Bundesrepublik dar. Diese
widerspricht ebenso wie die damit verbundenen Transporte dem Anspruch
und dem Ziel eines Atomausstiegs. Zudem werden die besonderen
Atom-Probleme in NRW im Koalitionsvertrag ausgeblendet. Man hat nur
Belgien im Blick, damit dort die gefährlichen Atomkraftwerke
abgeschaltet werden.

Die Konferenz beschäftigte sich darüber hinaus mit der nach wie vor
ungelösten Frage der Entsorgung aller Arten von Atommüll. Ausdrücklich
bezog man hier auch die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle ein, von
denen beim Abriss der Atommeiler riesige Mengen anfallen werden. Für
diese gibt es ebenso wenig eine Entsorgungsmöglichkeit, wie für die
hochradioaktiven Abfälle. Gerade hier stoßen die Planungen, den hoch
angereicherten und damit waffenfähigen Atommüll aus dem
Forschungsreaktor in Garching nach Ahaus transportieren, auf besondere
Kritik. Die Konferenzteilnehmer fordern, diesen vor Ort zu belassen und
nicht nach Ahaus zu transportieren.

Felix Ruwe von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll nach Ahaus“ zur Frage
der Zwischenlagerung: „Sämtliche Konzepte zur Entsorgung und
Zwischenlagerung sind gescheitert, nicht zuletzt, weil sie nicht mit der
Zeit gehen und neue Risiken wie beispielsweise Terrorgefahren
unberücksichtigt lassen. Wir haben bereits heute massive Probleme vor
allem mit sicherheitstechnisch unzureichenden Lagerhallen. Auch das
ständig steigende Risiko überalterter Castoren zeigt die
Konzeptlosigkeit der Verantwortlichen. Die müssen die weitere
Aufbewahrung des Atommülls regeln, dabei die Sicherheit kontinuierlich
nach neuesten Stand von Wissenschaft und Technik verbessern.“

Die VertreterInnen der Antiatom-Initiativen fordern deshalb von den
VerursacherInnen und politisch Verantwortlichen in Berlin und
Düsseldorf, verantwortungsvolle Lagerkonzepte. Zudem müssen sämtliche
Atomanlagen sofort geschlossen werden, um weiteren Atommüll zu vermeiden.

Entsprechend dieser Forderungen legten die Antiatom-Initiativen ihre
Aktionsplanung für das kommende Jahr fest. Für Jülich, wo derzeit 152
Castoren nach Auslaufen der Genehmigung im Jahr 2013 nur mit Duldung
gelagert werden, fordern sie den Bau eines neuen Lagers. Auch die
Urananreicherung in Gronau wird Schwerpunkt sein. Hier wird am
Karfreitag der Auftakt der Ostermärsche Rhein /Ruhr stattfinden, um die
Verbindung von sogenannter „ziviler“ und militärischer Nutzung der
Atomkraft aufzuzeigen.

In Lingen wird es am 16.Juni eine überregionale Demonstration gegen das
AKW Lingen II, das 30 Jahre alt wird, und die Brennelementefabrik von
Areva geben.

Zudem werden zahlreiche Transporte, die im Zusammenhang mit der
Urananreicherung stehen, bundesweit von Protesten begleitet werden.

Weitere Informationen unter
http://www.antiatom-buendnis-niederrhein.de, http://westcastor.blogsport.de,
http://www.bi-ahaus.de, https://sofa-ms.de, http://www.bbu-online.de

Demo für einen europäischen Atomausstieg

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9. September 2017 in Lingen

Demo für einen europäischen Atomausstieg

Beginn: 09.09.2017 13:00

Ende: 09.09.2017

Am 9. September 2017 beginnt um 13 Uhr am Bahnhof in Lingen eine Demo für einen europäischen Atomausstieg. Zwei Wochen vor den Bundestagswahlen soll hierfür ein deutliches Zeichen gesetzt werden! Es wird gefordert, Urankraftwerke zu schließen, Atomkraftwerke abzuschalten und Brennstoffexporte zu stoppen.

  • Exportgenehmigungen von Kernbrennstoffen an die gefährlichen Pannen-Reaktoren in Belgien und Frankreich mit sofortiger Wirkung zurücknehmen!
  • Brennelemente-Herstellung in Lingen und Urananreicherung in Gronau sofort beenden!
  • Die AKW Lingen, Grohnde, Fessenheim, Tihange, Doel und alle anderen AKW abschalten! Für einen weltweiten Atomausstieg!
  • Sonne & Wind, statt Fracking, Kohle & Atom! Energiewende jetzt!

Weitere Informationen zur Aktion, sowie den Flyer, eine Online Petition und Anweisungen zur Einbringung in die Vorbereitungen finden Sie hier.

Uranexporte aus Gronau und Lingen verbieten! Atomanlagen abschalten!

Fukushima antiatom

Am Freitag, 28.04.2017 berät der Deutsche Bundestag über drei Anträge die ein Ende der unverantwortlichen Atompolitik in Deutschland fordern. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat die Anträge „Grenzregionen vor Atomrisiken schützen – Export von Brennelementen stoppen“  und „Tschernobyl und Fukushima mahnen – Atomausstieg konsequent umsetzen“ vorgelegt. Die Fraktion DIE LINKE hat den Antrag „Ausfuhr von Uran-Brennstoffen für den Betrieb störanfälliger Atomkraftwerke im Ausland stoppen“ zur Abstimmung im Bundestag eingebracht. Wir fordern die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, diesen Anträgen zuzustimmen.

Durch die Lieferung von angereichertem Uran aus der Atomfabrik in Gronau und Brennelementen aus der Atomfabrik in Lingen werden etwa ein Drittel aller Atomkraftwerke weltweit mit ihrem notwendigen Brennstoff versorgt. Die deutschen Atomanlagen sind damit zentral für die Sicherung des Einsatzes der atomaren Schrottreaktoren in vielen Staaten der Welt.

Trotz der Forderungen der Anti-Atom-Bewegung weigert sich die Bundesregierung bisher, die Uranfabriken in Gronau und Lingen stillzulegen. Damit verhindert die Bundesregierung einen wirklichen Atomausstieg in Deutschland.

Es ist ein Skandal, dass durch die Atomanlagen in Lingen und Gronau die Atomreaktoren in Doel, Tihange, Cattenom, Fessenheim, Beznau und Leibstadt weiterhin atomaren Brennstoff erhalten. Damit wird der unverantwortliche Weiterbetrieb dieser Schrottanlagen durch die Exportgenehmigungen bundesdeutscher Stellen ermöglicht. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie mit allen juristischen Mitteln gegen den Weiterbetrieb dieser Atomkraftwerke vorgeht und jegliche Lieferung von Uranbrennstoff für diese Anlagen verhindert.

 

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Sofortiges Exportverbot von Uran-Kernbrennstoffen aus den Atomanlagen in Lingen und Gronau
  • Schnellstmögliche Stilllegung der Urananlagen in Gronau und Lingen
  • Kündigung des EURATOM-Vertrages
  • Verbot des Betriebs und des Exports von Atomanlagen im Grundgesetz verankern!

 

 

Wir treffen uns

Freitag, 28.04.2017

09.00 Uhr

Pariser Platz (vor dem Brandenburger Tor)

 

NaturFreunde Berlin

Anti Atom Berlin

Stilllegung des AKW Lingen 2 statt Plutoniumeinsatz

BBU-Pressemitteilung

02.01.2017

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(Lingen, Hannover, Bonn, 02.01.2017) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), der niedersächsische Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) sowie Anti-Atomkraft-Organisationen in Nordrhein-Westfalen fordern von der Landesregierung in Hannover das sofortige und endgültige Aus für das Atomkraftwerk Lingen 2. Das Atomkraftwerk, das auch AKW Emsland genannt wird, ist derzeit für einen Brennelementwechsel für ca. 10 Tage außer Betrieb. Letzte Woche wurde dabei ein Lagerschaden an einem Motor einer Nebenkühlwasserpumpe festgestellt.

 

Der BBU warnt, dass erneut plutoniumhaltige Brennelemente im AKW Lingen

2 eingesetzt werden sollen. Zur Entstehung von Krebs reicht vermutlich schon eine Menge von wenigen Mikrogramm Plutonium aus. „Niedersachsens Umweltminister Wenzel muss endlich dafür Sorge tragen, dass das AKW Lingen 2 nicht länger die Bevölkerung im Emsland und weit darüber hinaus gefährdet. Er ist der zuständige Minister, der die Betriebsgenehmigung für das AKW aufheben kann“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

 

Den offiziellen Plänen zufolge soll das AKW Emsland noch sechs Jahre bis Ende 2022 laufen. Umweltverbände und Anti-Atomkraft-Initiativen fürchten, dass es in der Zeit noch zu zahlreichen Störfällen kommen kann. Grundsätzlich fordert der BBU die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke und Atomanlagen.

 

Ende Oktober 2016 haben Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände in Lingen mit einer überörtlichen Demonstration für den sofortigen Atomausstieg demonstriert. Die Demonstration richtete sich dabei auch konkret gegen den Weiterbetrieb des AKW Emsland und der Brennelementefabrik in Lingen, in der Brennelemente für den Betrieb zahlreicher Atomkraftwerke, u. a. auch in Belgien, produziert werden.

 

Gegen den Weiterbetrieb der Atomanlagen in Lingen richtet sich auch die Lingen-Resolution, die bereits von weit mehr als 200 Initiativen, Verbänden und Parteigliederungen unterschrieben wurde. Weitere Organisationen können die Resolution noch mit unterschreiben. Mehr dazu unter http://bbu-online.de. Direktlink:

http://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%202016.pdf

29.10.2016: Demo: Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen!

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Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen!
Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!

Beginn: 29. Oktober 2016, 13 Uhr, Bahnhof Lingen
Abschlusskundgebung vor dem Alten Rathaus

Gemeinsam mit vielen Menschen aus dem Emsland und ganz Niedersachsen, aus NRW und aus anderen Regionen wollen wir am 29. Oktober 2016 für unsere Forderungen auf die Straße gehen:

  • Uranlieferungen aus Lingen und Gronau an marode AKW in Belgien und Frankreich stoppen!
  • Brennelementeherstellung in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
  • Das AKW Emsland, Grohnde, Tihange, Doel, Fessenheim, Cattenom und alle anderen AKW abschalten! Sofort!
  • Energiewende jetzt! Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom!
Über 5 Jahre nach Fukushima und 30 Jahre nach Tschernobyl sind wir mehr denn je von alternden Atomkraftwerken und von einer weiterhin aktiven Nuklearindustrie bedroht.

 

Atomausstieg? Ungenügend!
Während die verbleibenden 8 deutschen Atomkraftwerke bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollen, bleibt die nukleare Infrastruktur unangetastet. Sowohl die Brennelementefabrik in Lingen (Niedersachsen) als auch die Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) verfügen weiterhin über eine unbefristete Betriebsgenehmigung. Beide Uranfabriken versorgen Atommeiler in aller Welt mit Brennstoff, so auch die besonders maroden Meiler Tihange, Doel, Fessenheim und Cattenom.

 

Lingen – Zentrum der Atomindustrie dichtmachen!
In Niedersachsen hat sich die Atomindustrie auch im Emsland breit gemacht. Gleich vier Atomanlagen in Lingen stehen exemplarisch für verschiedene Gefahren in der nuklearen Kette:
Mit der Brennelementefabrik mutet die Firma AREVA der Bevölkerung in der Region Störfälle und gefährliche Atomtransporte zu.
Das fast 30 Jahre alte AKW Emsland soll trotz wiederholter Störfälle noch bis Ende 2022 weiter laufen, wobei es schon jetzt ein unzumutbares Risiko darstellt. Nicht ohne Grund werden in dessen Umkreis Jodtabletten auf niederländischer und deutscher Seite verteilt. Aber veraltete Katastrophenschutzpläne und fehlende Evakuierungspläne lassen befürchten, dass die Bevölkerung bei einer nuklearen Katastrophe der radioaktiven Verseuchung schutzlos ausgeliefert sein wird.
Die Castor-Atommüllhalle neben dem AKW Emsland macht Lingen zu einem weiteren Atommüllstandort in Niedersachsen, neben den schon vorhandenen oder geplanten Standorten Asse, Gorleben und Schacht Konrad.
Am ständig wachsenden hochradioaktiven Müll und dem äußerst schwierigen Rückbau des AKW Lingen 1 zeigt sich, wie sehr die nuklearen Hinterlassenschaften unsere Zukunft und die nachfolgender Generationen belasten.

 

Urananreicherung in Gronau beenden Uranexporte stoppen!
In NRW zieht die Angst vor einem Super-GAU in Belgien, aber auch vor den niedersächsischen Atomkraftwerken Emsland (Lingen) und Grohnde immer weitere Kreise. Die Zahl der Kommunen, die sich gegen die belgischen Pannenreaktoren wehren oder vorsorglich Jodtabletten an die Bevölkerung verteilen wollen, wächst zusehends.
Dabei muss klar sein: nur durch das Abschalten der Hochrisikomeiler ist die Gefahr gebannt, und nur mit einen Lieferstopp kann verhindert werden, dass die Meiler in Tihange mit dem angereicherten Uran aus Gronau weiterlaufen.
Dass sich die NRW-Landesregierung der Klage der Städteregion Aachen gegen das AKW Tihange angeschlossen hat, ist ein richtiger Schritt, doch längst nicht ausreichend. Es ist an der Zeit, die im NRW-Koalitionsvertrag vereinbarte Schließung der Urananreicherungsanlage vor der Landtagswahl 2017 endlich umzusetzen!

 

Veranstalter/innen:

Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, AntiAtomBonn, Anti-Atom-Gruppe Osnabrück, Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Elternverein Restrisiko Emsland.

 

Unterstützer/innen:

AKW-NEE-Gruppe Aachen
Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn
Aktionsbündnis STOP Westcastor
AntiAtom-Bündnis Niederrhein
AntiAtomEuskirchen
AntiAtomPlenum Köln
Arbeitskreis Atomenergie der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Atomianer
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Bonn
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Emsland
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Grafschaft Bentheim
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Recklinghausen
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Niedersachsen
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Nordrhein-Westfalen
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Nordrhein-Westfalen – Landesarbeitskreis Atom
Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Regionalgruppe Münsterland
Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Grafschaft Bentheim
Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverband Gescher
Bürgerinitiative Cattenom Non Merci
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Bürgerinitiative StrahlenSchutz (BISS) Braunschweig
Die Linke. Kreisverband Borken
Die Linke. Landesverband NRW
Die Linke. Stadtverband Gronau
Elektrizitätswerke Schönau (EWS)
Greenpeace Energy (Hamburg)
Klimaforum Detmold
LichtBlick (Hamburg)
NaturFreunde Deutschlands
Piratenpartei Landesverband Niedersachsen
Piratenpartei Landesverband Nordrhein-Westfalen
Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten
Robin Wood
Schweinfurter Aktions-Bündnis gegen Atomkraft
SofA Münster (Sofortiger Atomausstieg)
Südwestdeutsche Anti Atom Initiativen
Umweltinstitut München
World Information Service on Energy (WISE International)