Schlagwort: Schacht Konrad

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Mai 2019

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Welche Auswirkungen hat ein radioaktiver Unfall bei Eckert & Ziegler für Wolfenbüttel?
  2. Atommüllreport: Sommerakademie 6.-10. August 2019 in Wolfenbüttel
  3. Erster Infostand der Zivilgesellschaftlichen Vertretung (ZGV) im Asse-2-Begleitprozess
  4. Fachtagung: Morsleben/ERAM – „Sichere Stilllegung schnellstmöglich“
  5. Termine

1. Welche Auswirkungen hat ein radioaktiver Unfall bei Eckert & Ziegler für Wolfenbüttel?

Die Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) informierte am 08.Mai im Ratssaal des Wolfenbütteler Rathauses darüber, welche Auswirkungen ein Unfall mit radioaktiven Stoffen bei der Firma Eckert & Ziegler in Braunschweig-Thune für Wolfenbüttel hätte. Die BISS hat mit dem offiziellen Formelwerk der Strahlenschutzkommission einen Stresstest für die Nuklearfirma Eckert & Ziegler erstellt. Der Stresstest zeigt, dass eine Evakuierung der Bevölkerung in bis zu 20 km Entfernung notwendig wäre, wenn lediglich ein Tausendstel der am Braunschweiger Standort genehmigten Radioaktivität freigesetzt würde. Die Korrektheit der Stresstest-Analysen wurde inzwischen gutachterlich bestätigt und der Stadt Braunschweig und dem Niedersächsischen Umweltminister übergeben.

Hintergrund zum Stresstest bei der BISS…

Die BISS organisiert am 29. Juni (10-16 Uhr) den Ersten Thuner Dorfflohmarkt. Jeder Einwohner kann auf seinem Grundstück im Freien (z.B. in der Einfahrt) oder in der Garage seine Artikel zum Verkauf anzubieten. Wer also in Thune wohnt, kann sich bei der BISS anmelden. In einen Ortsplan werden dann die jeweiligen Verkäufer eingetragen. So muss niemand lange suchen, sondern weiß gleich, wer sich beteiligt. Der Ortsplan ist ab Anfang Juni auf der Seite www.BISS-Braunschweig.de zu finden.

Flyer Dorfflohmarkt…

2. Atommüllreport: Sommerakademie 6.-10. August 2019 in Wolfenbüttel

Ihr möchtet mehr über die Probleme im Umgang mit Atommüll wissen?
Ihr wollt Euch intensiver mit den Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Möglichkeiten der Atommülllagerung beschäftigen?
Ihr interessiert Euch für politische, ökonomische, physikalische oder geologische Aspekte der Atommülllagerung?
Dann macht mit bei der Sommerakademie!

Die Sommerakademie richtet sich an Studierende, junge Akademiker*innen und andere interessierte junge Menschen, die Lust haben, sich fünf Tage intensiv und interdisziplinär mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen. Ausgewiesene Expertinnen und Experten geben eine Einführung in die Probleme bei Umgang und Lagerung radioaktiver Abfälle und zeigen berufliche Perspektiven auf. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

weiterlesen beim Atommüllreport… (Anmeldung bis zum 21.6.2019)

3. Erster Infostand der Zivilgesellschaftlichen Vertretung (ZGV) im Asse-2-Begleitprozess

Erstmals präsentierte sich die im Frühjahr 2018 neu formierte Zivilgesellschaftliche Vertretung (ZGV) im ASSE-2-Begleitprozess in der Öffentlichkeit: In wechselnder Besetzung betreuten Mitglieder der ZGV einen Infostand am 28. April – im Rahmen der 1. Braunschweiger Landpartie – unmittelbar am Schacht ASSE II. Aufgrund des windigen und regnerischen Wetters kamen weniger Besucher*innen als erwartet. Auf jeden Fall wurde mit dieser Aktion das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der ZGV gestärkt und der Grundstein für zukünftige ähnliche Aktivitäten gelegt.

weiterlesen bei der Asse-2-Begleitgruppe…

4. Fachtagung: Morsleben/ERAM – „Sichere Stilllegung schnellstmöglich“

Fachtagung, Samstag, 18. Mai von 10.00 – 17.00 Uhr im Matthäus-Gemeindehaus, Freiherr-vom-Stein-Straße 45, 39108 Magdeburg. Der Stilllegungsplan für das Atommülllager Morsleben ERAM wurde 2010 veröffentlicht. In der Erörterung Ende 2011 wurden die vorgetragenen Einwendungen vielfach bestätigt. Zudem hat die Entsorgungskommission des Bundes im Jahr 2013 erhebliche Defizite fest­gestellt und ihrerseits Auflagen erlassen. Ein offen­kundiger „Flaschenhals“ ist das geplante Verschlussbauwerk im gipsartigen Anhydrit.

Können die Menschen in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen damit zufrieden sein, wenn sie weiter im Unklaren bleiben über die Zukunft des eigentlich ungeeigneten Atommüll­lagers Morsleben? Wie wird die Öffentlichkeit beteiligt?

weiterlesen beim BUND…

5. Termine

  • 26.03. – 11.08.19 Büchel ist überall: 20 Wochen gegen 20 Atombomben www.atomwaffenfrei.de
  • 27.03. – 28.07.19 Ausstellung: Trecker nach Hannover – Gorleben und die Bewegung zum Atomausstieg, Ort: Hannover, Historisches Museum, Pferdestr. 6, Hannover  mehr Info
  • 10.04. – 10.07.19 Öffentliche Ringvorlesung FU Berlin: „Der Atomkonflikt in Deutschland – bis in alle Ewigkeit?“, ganzes Programm als pdf
  • 30.05. – 10.06.19 Kulturelle Landpartie und Mützingenta im Wendland
  • Mo., 13.05.19, 17.00 Uhr, Treffen der Zentralen Schnittstelle im ASSE-II-Begleitprozess (nicht öffentlich), Landkreisbüro, Wolfenbüttel
  • Di., 14.05.19, 19.00 Uhr, Lesung „Der Kastor kommt…“ Wolfgang Ehmke, Kulturzentrum Pavillon · Lister Meile 4 · 30161 Hannover
  • Mi., 15.05.19, 19.00 Uhr, Umweltstammtisch Braunschweig VA: Greenpeace Braunschweig, Ort: BellyButtonFood, Naturraum, Kleine Burg 15, 38100 Braunschweig, facebook,  Interessierte sind herzlich eingeladen!
  • Do., 16.05.19, 16.30 Uhr, Geschäftsführender Vorstand, KONRAD- Haus
  • Fr., 17.05.19, 12.00-14.00 Uhr, Sitzung von ZGV (zivilgesellschaftliche Vertretung), KV (Kommunale Vertretung) und AGO (Arbeitsgruppe Option Rückholung), Ort: TWW, Am Exer, Wolfenbüttel, (nicht öffentlich), (siehe ASSE II-Begleitgruppe)
  • Fr., 17.05.19, 14.00-17.00 Uhr, Sitzung ASSE-2-Begleitgruppe (A2B), TWW, Am Exer, Wolfenbüttel, (öffentlich) (siehe ASSE II-Begleitgruppe)
  • Sa., 18.05.19, 10.00-17.00 Uhr, Fachtagung: Morsleben/ERAM – „Sichere Stilllegung schnellstmöglich“ Ort: Matthäus-Gemeindehaus, Freiherr-vom-Stein-Straße 45, 39108 Magdeburg, VA BUND Sachsen-Anhalt und BI Morsleben
  • Do., 23.05.19, 19.00 Uhr, Info-Veranstaltung zum Standortauswahlgesetz mit Micheal Müller, Ex-Vorsitz der Endlagerkommission, Dünsche, Gasthaus Sültemeier, BI Lüchow-Dannenberg
  • So., 26.05.19, 11.00-15.00 Uhr, Mit Rad und Tat gegen Atomkraft – „Mit dem Rad auf den Spuren einer verfehlten Atommüllpolitik“, Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS)-Radtour, genaue Angaben folgen auf der Internetseite der Biss
  • So., 26.05.19, 13.00 Uhr, Gorleben: 500. Sonntagsspaziergang rund um das Endlagergelände, Treffen: Atomanlagen Gorleben, Schutzhütte, Salinasgelände
  • Mo., 27.05.19, 17.00 Uhr, Fachgruppe Konrad, KONRAD- Haus
  • Sa., 01.06.19, Friedensgruppen rufen zum Aktionstag gegen Atomwaffen auf. Nach Kündigung des INF-Vertrages wird es am 1. Juni 2019 einen bundesweiten Aktionstag gegen ein neues atomares Wettrüsten und für eine atomwaffenfreie Welt geben. Mehr Info
  • Di., 04.06.19, 19.00 Uhr, ASSE-2-Koordinationskreis (A2K), Ort: Wolfenbüttel, Jahnstr. 1 (St. Thomas Gemeinde)
  • Mi., 05.06.19, 15.00 Uhr, Treffen Umweltschutzforum Salzgitter e.V., KONRAD- Haus
  • Do., 06.06.19, 13.00 Uhr, Konrad-Seminar der IG-Metall besucht die AG im KONRAD- Haus
  • Do., 06.06.19, 16.00-17.30 Uhr, Niedersächsischer Umweltminister Olaf Lies trifft sich mit der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Landesumweltminister Olaf Lies folgt einer Einladung der BISS, sich über den Standort der Atomfirma Eckert & Ziegler in Braunschweig vor Ort zu informieren, voraussichtlich im Dorfgemeinschaftshaus Thune, genaue Angaben folgen auf der Internetseite der Biss
  • Fr., 07.06.19, 11.00 Uhr, KONRAD- Mahnwache am Stadt- Monument, in den Blumentriften,  Salzgitter- Lebenstedt
  • tFr., 07.06.19, 14.00 Uhr, Kulturelle Widerstandspartie – Beluga-Dreieck zw. den Atomanlagen Gorleben, VA: BI Lüchow Dannenberg
  • Fr., 07.06.19, 15.00 Uhr, Mobile Atomaufsicht, VA: Konrad-Seminar, Ort: Schacht 1, Salzgitter Bleckenstedt, mehr Infos folgen
  • Sa., 15.06.19, 09.00-14.00 Uhr, Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM), Fußgängerzone Wolfenbüttel
  • So., 16.06.19, 17.00 Uhr, 10 Jahre ASSE-Konzerte: „Celler Jazzchor“, Pop, Rock und gefühlvolle Balladen, Hits von Cole Porter, Phil Collins und anderen. Ort:  Kissenbrück, St. Stephanus-Kirche Hinter der Kirche 38324 Kissenbrück, asse-konzerte.de

mehr Termine

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Offener Brief an BMU Schulze anlässlich ihres Besuches in Salzgitter am 8.2.

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Offener Brief zu Ihrem Besuch in Salzgitter am 8.2.2019

 

Sehr geehrte Frau Bundesumweltministerin Schulze,

 

wir haben positiv vernommen, dass Sie nach nunmehr fast einem Jahr im Ministeramt in unsere Region kommen, um sich vor Ort mit dem geplanten Atommülllager „Schacht Konrad“ zu befassen.

 

Mit Befremden haben wir die Einladung der BGE zu deren Veranstaltung am 8.2.2019 im Ratssaal der Stadt Salzgitter zur Kenntnis genommen, auf der Sie nach zwei Referaten von Herrn König und Herrn Lautsch im Anschluss „eine Diskussion mit der engagierten Öffentlichkeit“ führen wollen. Dauer insgesamt 1 1/2 Stunden. Von Rang und Wichtigkeit wäre es sinnvoll gewesen, wenn Sie in Ihrer Funktion als Bundesministerin und in Ihrer Zuständigkeit für die Endlagerung eingeladen und die Veranstaltung in Form eines Gesprächs mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern gesucht hätten. Weder Form noch Inhalt dieser BGE- Veranstaltung erscheinen uns so im Bemühen um eine ernsthafte Diskussion angemessen.

 

Wir gehen davon aus, dass Sie weiter an einer Fortführung der konkreten fachlichen Erörterung zwischen den regionalen Akteuren und Ihrem Haus interessiert sind. Deshalb laden wir Sie hiermit ein, in einen direkten Austausch mit uns zu treten. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der regionalen Akteure sind Ihrem Haus ja bestens bekannt.

 

Wir stehen für weitere Gespräche über die Probleme der Nutzung von Schacht KONRAD als Atommülllager – gerne auch öffentlich und unter Beteiligung aller interessierten und engagierten Bürgerinnen und Bürger – zur Verfügung und erwarten Ihre Terminvorschläge.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Matthias Wilhelm

  1. Bevollmächtigter IG Metall Salzgitter-Peine

 

Ulrich Löhr

Vorsitzender Landvolk Braunschweiger Land e.V.

 

Thomas Ohlendorf

  1. Vorsitzender BUND e.V., Kreisgruppe Salzgitter

 

Petra Wassmann

  1. Vorsitzende NABU Salzgitter e.V.

 

Karl-Ludwig Wasmus

Vorstand Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.

Hier findet Ihr den offenen Brief: 2019-02-05_Offener Brief BMU Schulze

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. Dezember 2018

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Bildungsmaterial Atommüll
  2. Wer hat das Rezept…verschleppt? – Weihnachtsmarkt in Neuerkerode
  3. Brand in Brennelementefabrik Lingen
  4. „Damals war´s“-Reihe endet
  5. Arbeitsgemeinschaft macht Winterpause
  6. Termine

1. Bildungsmaterial Atommüll

Atommüll ist ein Zukunftsthema. Unbestritten wird Atommüll noch über mehrere Jahrzehnte in oberirdischen Zwischenlagern aufbewahrt werden müssen. Das heißt, es wird die heutige Generation von Schülerinnen und Schülern sein, die sich in den nächsten Jahrzehnten mit der sicheren Verwahrung der radioaktiven Abfälle auseinandersetzen muss. Schließlich handelt es sich um Stoffe, die teilweise Millionen Jahre gefährlich für Mensch und Umwelt bleiben.

Deshalb haben wir Bildungsmaterialien entwickelt, die helfen sollen, sich mit den Folgen der Atomenergienutzung und den Herausforderungen einer sicheren Lagerung von Atommüll zu beschäftigen.

weiterlesen beim Atommüllreport…

2. Wer hat das Rezept…verschleppt? – Weihnachtsmarkt in Neuerkerode

Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir gemeinsam mit unseren Freund*innen von der BASA am 3. Advent (16. Dezember) von 11.00 bis 17.00 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt in Neuerkerode dabei sein. Neben den aktuellsten Infos zur Asse II und Schacht Konrad gibt es auch wieder eine große Kleckerei in der Weihnachtsbäckerei. Schmeißt den Ofen an!

Unsere beliebten Weihnachtswaffeln – gebacken aus guten Zutaten und mit nachwachsenden Rohstoffen befeuert – warten wieder auf hungrige kleine und große Mäuler. Mit dieser Aktion verabschieden wir uns dann in eine Weihnachtspause und wünschen allen Unterstützer*innen ein friedliches Fest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!

3. Brand in Brennelementefabrik Lingen

Am Donnerstag, den 6.12. hat es in der Brennelementefabrik ANF in Lingen gebrannt. Jetzt steht die Fertigung auf unbestimmte Zeit still. Wir fordern gemeinsam mit 350 anderen Initiativen die sofortige Stilllegung.

Der Schutz der Bevölkerung muss oberste Priorität haben.

weiterlesen…

4. „Damals war´s“-Reihe endet

Mit einem Blick in Salzgitters Parteienlandschaft von 1983 (eine Empfehlung den Film „Wackersdorf“ anzusehen) endet unsere „Damals war´s“-Reihe.

Ab Februar 2019 heißt es dann an gleicher Stelle „Aus dem Archiv“, hier soll dann mit kleinen kurz kommentierten Fundstücken der Verein „Archiv Deutsches Atomerbe“ bekannt gemacht werden.

5. Arbeitsgemeinschaft macht Winterpause

Wir möchten uns bei allen Aktiven und UnterstützerInnen für das Engagement in einem wieder einmal sehr ereignisreichen Jahr bedanken! Die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad wünscht eine frohe Weihnachtszeit und einen entspannten Jahresausklang.

Wir machen vom 15.12.2018 bis zum 13.01.2019 eine Winterpause!

Das Konrad-Haus bleibt vom 11.12.2018 bis zum 18.01.2019 geschlossen.

6. Termine

  • Die Arbeitsgemeinschaft macht vom 15.12.2018 bis 13.01.2019 Winterpause
  • Do., 13.12.18, 19.30 Uhr, Sehnde: BI-Treffen Assewasser Nein Danke, Ort: Gemeindehaus der Ev. luth. Kirche Sehnde, Mittelstraße 56
  • So., 16.12.18, 11.00-17.00 Uhr, Weihnachtsmarkt Neuerkerode mit ASSE-Café und Infostand von BASA und AG Schacht Konrad
  • Mo., 17.12.18, 15.00 Uhr, Braunschweig-Thune: Mahnwache der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) vor dem Werkstor Harxbütteler Straße 3, 38110 Braunschweig
  • So., 23.12.18, 18.00 Uhr, 43. Asse-Andacht, Treffen am Asse-Schacht, Remlingen
  • Di., 01.01.19, 14.00 Uhr, Traditioneller Neujahrsempfang der BI Lüchow-Dannenberg an den Atomanlagen Gorleben
  • Do., 03.01.19, 19.30 Uhr, Sehnde: BI-Treffen Assewasser Nein Danke, Ort: Gemeindehaus der Ev. luth. Kirche Sehnde, Mittelstraße 56
  • Mo., 07.01.19, 15.00 Uhr, Braunschweig-Thune: Mahnwache der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) vor dem Werkstor Harxbütteler Straße 3, 38110 Braunschweig

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Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.  

www.ag-schacht-konrad.de

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. November 2018

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Anti-Atom-Treck setzt klares Zeichen
  2. Positionspapier „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“ – Konzept der Atommüll-Zwischenlagerung ist gescheitert
  3. Bundesumweltministerium erteilt Asse-Begleitprozess wiederholt Absage
  4. Neuer Verein sucht Räume für Archiv
  5. Atomnarren versorgen Kindermärchen mit Kuchen und Leckereien zur Weihnachtszeit
  6. Termine

 

 

1. Anti-Atom-Treck setzt klares Zeichen

Mit einem bunten und kreativ gestalteten Treck haben am Samstag, 20. Oktober, über 1.000 Atomkraftgegner*innen zwischen Salzgitter und Peine ihren Protest auf die Straße getragen. Sie forderten mehr Engagement für die Rückholung des Atommülls aus der Asse und die Aufgabe aller Pläne, in Schacht Konrad Atommüll einzulagern. Beteiligt hatten sich auch Gruppen, die in Braunschweig-Thune, Morsleben, Grohnde und Gorleben von Atomanlagen betroffen sind. „Konrad muss aufgegeben werden, weil es ein altes Bergwerk ist, das den Anforderungen an ein Atommüllendlager niemals gerecht werden kann“, sagte Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

weiterlesen bei anti-atom-treck.de (u.a. auch Fotos und Presseschau)…

2. Positionspapier „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“ – Konzept der Atommüll-Zwischenlagerung ist gescheitert

70 Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände positionieren sich gemeinsam zur Zukunft der Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle

Die Einlagerung hoch radioaktiver Abfälle in tiefengeologische Lager oder andere mögliche Alternativen wird auch nach dem ambitioniertesten Zeitplan noch nicht beginnen können, geschweige denn abgeschlossen sein, wenn die Genehmigungen für die Zwischenlager auslaufen werden. Damit ist das bisher in Deutschland verfolgte Konzept der Zwischenlagerung hoch radioaktiven Mülls, das für 40 Jahre vorgesehen war, gescheitert. Neue Konzepte für eine längerfristige Zwischenlagerung sind dringend erforderlich. Angesichts der Dauer und Tragweite dieser Zwischenlagerung ist die Gesellschaft frühzeitig an der Diskussion und der Entwicklung dieser neuen Konzepte zu beteiligen. Dies ist eine der zentralen Aussagen eines gemeinsamen Positionspapiers zur Zwischenlagerung von hoch radioaktivem Atommüll, auf das sich nach einem etwa zweijährigen intensiven Diskussionsprozess 70 Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände verständigt haben.

weiterlesen bei der Atommüllkonferenz…

3. Bundesumweltministerium erteilt Asse-Begleitprozess wiederholt Absage

Mehrfach hatte sich der Asse-Begleitprozess (A2B) in den letzten Monaten an das Bundesumweltministerium unter Svenja Schulze gewandt und dieses aufgefordert, sich endlich wieder aktiv am Rückholungsprozess des Atommülls aus der Asse zu beteiligen. Am 15.10.2018 hatte der A2B erneut die Staatssekretärin angeschrieben und deutlich gemacht, dass eine Präsenz des BMU sowohl von den Vertreter*innen der Zivilgesellschaft als auch von den Kommunen erwartet wird.

In dem Schreiben heißt es: „Der Bundesregierung obliegt die politische Verantwortung für die sichere Rückholung der Abfälle aus der Asse […] wir würden Sie in der nächsten Sitzung am 09. November 2018 gern begrüßen […] um die Sichtweisen und Positionen des BMU sowohl zu den konkreten Sachthemen als auch zur Rolle des BMU im Begleitprozess darstellen zu können.

weiterlesen…

4. Neuer Verein sucht Räume für Archiv

Nun wird es konkreter: der Verein „Archiv Deutsches Atomerbe“ befindet sich in Gründung. Die elf Gründungsmitglieder diskutierten am 24. Oktober die Satzung und wählten sogleich auch ihren Vorstand. Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung, Bildung und Erziehung in Bezug auf die zivile und militärische Nutzung der Atomenergie.

Durch die Sammlung und Archivierung von Plakaten, Flyern, Fotos, Filmen und anderen Dokumenten von Bürgerinitiativen und anderen Akteuren, die sich seit Jahrzehnten mit der Thematik auseinander gesetzt haben, soll dieses Wissen der Öffentlichkeit und der Nachwelt zugänglich gemacht werden.

weiterlesen…

5. Atomnarren versorgen Kindermärchen mit Kuchen und Leckereien zur Weihnachtszeit

Es ist wieder so weit. Die Braunschweiger Atomnarren eröffnen ihre Narrenzeit mit einer Aktion für den guten Zweck. Die Braunschweiger Atomnarren werden nun bereits zum dritten Mal die Kaffee-, Kuchen- und süße Leckereien-Versorgung der Kinder und Erwachsenen beim Weihnachtsmärchen der Studiobühne übernehmen (Freitag 7.12., Samstag 8.12., Sonntag 9.12.).

Der Spenden-Erlös fließt in die Teilnahme der Braunschweiger Atomnarren beim kommenden Karnevalsumzug in Braunschweig. Dem Braunschweiger „Schoduvel“. Genießt das Märchen und unterstützt die Braunschweiger Atomnarren. Wer keine Zeit hat vorbeizukommen, kann vielleicht einen Kuchen spenden.

Einfach unter info@braunschweiger-atomnarren.de melden.

6. Termine

  • 09. – 30.11.18 Wanderausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ im Ausbildungszentrum VW-Werk Salzgitter
  • 15.-16.11.18 Lesen ohne Atomstrom. Das Festival steht in diesem Jahr erstmals unter einem übergreifenden Motto: „Protest & Widerstand“
  • Fr., 09.11.18, 13.00 Uhr, Sitzung der KV (Kommunale Vertretung) der ASSE II-Begleitgruppe, TWW, Am Exer, Wolfenbüttel
  • Fr., 09.11.18, 14.00 Uhr, ASSE II-Begleitgruppe (öffentliche Sitzung mit Behördenvertretern), TWW, Am Exer, Wolfenbüttel
  • Mo., 12.11.18, 18.00 Uhr, 400ste Fukushima Mahnwache im Wendland, Ort: Dannenberg, Marktplatz
  • Mo., 12.11.18, 19.30 Uhr, ASSE-2-Koordinationskreis (A2K), Ort: St. Thomas, Wolfenbüttel
  • Di., 13.11.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mi., 14.11.18, 19.00 Uhr, Umweltstammtisch, Veranstalter: Greenpeace Braunschweig, Ort: BellyButtonFood, Naturraum, Kleine Burg 15, 38100 Braunschweig, bei facebook, Interessierte sind herzlich eingeladen!
  • Di., 20.11.18, 19.00-21.30 Uhr, Geplant: Regionalkonferenz Braunschweiger Land, mehr Infos und Ort folgen auf termine.ag-schacht-konrad.de
  • Mi., 21.11.18, 16.30 Uhr, Geschäftsführender Vorstand AG Schacht Konrad, KONRAD-Haus
  • Fr., 23.11.18, 14.00 Uhr, Sitzung von ZGV (zivilgesellschaftliche Vertretung), KV (Kommunale Vertretung) und AGO (Arbeitsgruppe Optionenvergleich) der ASSE II-Begleitgruppe, TWW, Am Exer, Wolfenbüttel
  • Fr., 23.11.18, 20.00 Uhr, „Wackersdorf“ – der Film, im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur, Kulturverein Platenlaase, Filmsaal, Platenlaase Nr. 15, 29479 Jameln
  • Sa., 24.11.18, 11.00 Uhr, Fest der Demokratie in SZ- Lebenstedt, mehr Infos folgen auf termine.ag-schacht-konrad.de
  • Di., 27.11.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Fr., 30.11.18, 18.00 Uhr, Treffen Braunschweiger Atomnarren, Vorbereitungen Schoduvel 2019 (u.a. für 7.-9.12. Kaffee&Kuchen-Stand beim Weihnachtsmärchen der Studio-Bühne), Ort:  Umweltzentrum, Hagenbrücke 1/2, 38100 Braunschweig, Eingang Reichsstraße, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mo., 03.12.18, 10.00 Uhr, Beweismaufnahme zur Grohnde-Klage am OVG Lüneburg (nicht öffentlich)
  • Do., 06.12.18, 18.00 Uhr, Treffen Verein „Archiv Deutsches Atomerbe“, Umweltzentrum Braunschweig (Hagenbrücke 1-2/ Eingang Reichsstraße), Interessierte sind herzlich eingeladen!
  • Fr., 07.12.18, 17.00 Uhr, SAVE THE DATE: Mobile Atomaufsicht – Jahresabschluss der AG, mehr Infos folgen auf www.ag-schacht-konrad.de
  • 07.-09.12.18 Braunschweiger Atomnarren: Kaffee&Kuchen-Stand beim Weihnachtsmärchen der Studio-Bühne, Jugendzentrum Neustadtmühle, Braunschweig

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Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

 

Anti-Atom-Treck setzt klares Zeichen

Anti-Atom-Treck 2018: Asse leerräumen - Konrad aufgeben

Mit einem bunten und kreativ gestalteten Treck haben am Samstag über 1.000 Atomkraftgegner*innen zwischen Salzgitter und Peine ihren Protest auf die Straße getragen. Sie forderten mehr Engagement für die Rückholung des Atommülls aus der Asse und die Aufgabe aller Pläne, in Schacht Konrad Atommüll einzulagern. Beteiligt hatten sich auch Gruppen, die in Braunschweig-Thune, Morsleben, Grohnde und Gorleben von Atomanlagen betroffen sind.

„Konrad muss aufgegeben werden, weil es ein altes Bergwerk ist, das den Anforderungen an ein Atommüllendlager niemals gerecht werden kann“, sagte Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

Die Arbeitsgemeinschaft hatte in einem breiten Bündnis mit Gewerkschaften, Landvolk, Verbänden und Initiativen seit Monaten den Treck vorbereitet und freut sich über die erneut gute Beteiligung. Jetzt sei die Politik am Zug, kommentierte Silke Westphal (AG Schacht Konrad): „Wir fordern von der Bundesregierung, die Verantwortung für den in der Asse havarierten Müll zu übernehmen und sich endlich wieder am Rückholungsprozess zu beteiligen!“

Auch Wolfgang Räschke erinnerte als 1. Bevollmächtigter der IG Metall Peine-Salzgitter, daran, dass es für Schacht Konrad nie eine vergleichende Standortauswahl gegeben hat und der neueste Stand von Wissenschaft und Technik nicht eingehalten wird: „Die wartungsfreie nicht rückholbare Endlagerung ist spätestens seit den Erfahrungen mit der Asse gescheitert. Eine Rückholbarkeit muss bei jedem Endlager gewährleistet bleiben.“

Wolfgang Ehmke von der BI Lüchow-Dannenberg prognostiziert, dass das Projekt Schacht Konrad ähnlich wie Gorleben schief gehen wird, weil die Endlagerung gegen den Widerstand der Zivilgesellschaft niemals durchsetzbar ist. Er forderte die BGE auf: „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“

An die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen erinnerte Ulrich Löhr vom Niedersächsischen Landvolk: „Demnächst müssen 8 Mrd. Menschen auf dem Erdball ernährt werden. Deswegen können wir es uns nicht leisten, in der Kornkammer Mitteleuropas die Erzeugung von Lebensmitteln durch ein Endlager zu gefährden, das genehmigt wurde, als der Commodore 64 eine technische Revolution darstellte.“

Eindrücklich unterstützt wurde der Protest von über 50 geschmückten Treckern, die den Protestzug anführten – es folgten 250 Fahrräder und zahlreiche PKW. Ziel der Demonstration war die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung in Peine, die nach einer Umstrukturierung jetzt Betreiber der Atommülllager Asse II und Planer von Schacht Konrad ist. Die Veranstalter kündigten an, dass die Auseinandersetzung um die Atommülllager in der Region auf allen Ebenen fortgesetzt werden wird.Weitere Infos und aktuelle Fotos vom Treck unter: https://www.anti-atom-treck.de/

Keine Beteiligung an der Standortsuche für ein Bereitstellungslager KONRAD

 

ag schacht konrad antiatom

Pressemitteilung 30.08.2018:

Mit Hochdruck arbeitet die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung an der Errichtung eines sogenannten „Bereitstellungslagers KONRAD“. Sogar eine Sondersitzung der Entsorgungskommission wurde dazu einberufen, obwohl die Inbetriebnahme von Schacht KONRAD auf 2027 verschoben wurde. Nun wurde ein Beteiligungsverfahren gestartet, um einen Standort für dieses bundesweite Zwischenlager zu suchen. Wegen seiner zentralen Funktion für den Betrieb des gefährlichen und völlig veralteten Projekts Schacht KONRAD lehnt die Arbeitsgemeinschaft Schacht gemeinsam mit anderen angefragten Initaitven das Bereitstellungslager und somit logischerweise auch das Beteiligungsverfahren ab. Ludwig Wasmus, „Mit einem zusätzlichen Bereitstellungslager entfernt man sich immer weiter von den ursprünglichen Plänen. Statt ein absurdes Beteiligungsverfahren zu starten muss das  Projekt KONRAD endlich aufgegeben werden.“

Die Erklärung im Wortlaut:
Position Bereitstellungslager KONRAD

Die geplante Inbetriebnahme von Schacht KONRAD wird seit den 80-iger Jahren regelmäßig immer wieder verschoben, zuletzt im Frühjahr von 2022 auf 2027.

Bundesumweltministerium und Bundesgesellschaft für Endlagerung wollen sich nicht eingestehen, was kaum noch zu verbergen ist: Schacht KONRAD ist als Endlager nicht geeignet. Ein Bereitstellungslager für Schacht KONRAD ist deshalb unsinnig und reine Geldverschwendung.

Wenn die Verantwortlichen wirklich noch daran glauben, dass Schacht KONRAD den heutigen Sicherheitsanforderungen an ein Endlager genügt, wäre der einzig „sinnvolle“ Ort für ein derartiges Bereitstellungslager direkt am Schacht. Doch dieser Standort wurde offenbar nicht gewählt, weil dies eine „wesentliche Planänderung“ bedeuten würde und damit ein erneutes Planfeststellungsverfahren zur Folge hätte. Dies soll vermieden werden, weil in einem neuen Verfahren deutlich würde, dass das Projekt den heutigen Sicherheitsstandards nicht genügt. Es wäre das endgültige Aus für ein Endlager Schacht KONRAD.

So aber soll mit den Planungen und dem Partizipationsverfahren für ein Bereitstellungslager ein Zombie künstlich beatmet werden, anstatt aus den Fehlern bei den gescheiterten Projekten ASSE II und Morsleben zu lernen. Deshalb lehnen wir ein Bereitstellungslager KONRAD, wo auch immer es entstehen soll, ab und werden uns auch nicht an einem Partizipationsverfahren beteiligen.

Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.
ausgestrahlt e.V.
Bürgerinitiative StrahlenSchutz Braunschweig (BISS) e.V.
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
BUND Kreisverband Salzgitter

Hintergrundinformation:
Das Bereitstellungslager- eine zentrale Anlage für den Betrieb von Schacht KONRAD

Im Entsorgungsübergangsgesetz vom Januar 2017 wurde erstmals die Möglichkeit zur Errichtung eines „zentralen Bereitstellungslagers […] als Eingangslager für das Endlager KONRAD“ erwähnt. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vom März 2018 heißt es bereits: „Für einen zügigen Einlagerungsbetrieb ist die Errichtung eines Bereitstellungslager unverzichtbar.“ Seitdem wird mit Hochdruck an diesem Projekt gearbeitet, die Entsorgungskommission musste sogar eine Sondersitzung dazu einlegen und das, obwohl die geplante Inbetriebnahme vom Schacht KONRAD um weitere fünf Jahre auf 2027 verschoben wurde.

Warum ist dieses Bereitstellungslager plötzlich ein Projekt mit höchster Priorität?

Für die Einlagerung von Atommüll in Schacht KONRAD gibt es sowohl Aktivitäts- als auch Temperaturbegrenzungen. Noch während des Erörterungstermins zu Schacht KONRAD hieß es, dass diese Obergrenzen weit unterschritten werden würden. Deswegen wären auch die Störfallbetrachtungen, die von den Obergrenzen ausgingen, konservativ, da ihnen viel zu hohe Werte zugrunde liegen würden.

Dies hat sich in den letzten Jahren grundsätzlich geändert. Das Bestreben, Kosten zu reduzieren (für die Einlagerung wird nach Kubikmeter abgerechnet), technische Weiterentwicklungen bei der Konditionierung und der hohe Anfall einzelner Radionuklide führen inzwischen dazu, dass die genehmigten Obergrenzen bis zum Letzten ausgereizt werden müssen.

Beispielsweise gibt es eine ganze Reihe von Radionukliden, Radon-226, Thorium-232, Uran-235 und 238, Tritium und Kohlenstoff-14, deren genehmigte Einlagerungsmenge in Schacht KONRAD erreicht bzw. sogar überschritten werden wird. Deshalb wollen sich die Abfallanlieferer untereinander abstimmen, bzw. einen Ausgleich der Aktivitätskontingente schaffen. „Ein solcher Ausgleich ist eine notwendige Voraussetzung für die optimale Ausschöpfung der in den Endlagerungsbedingungen Konrad festgelegten Aktivitätsbegrenzungen.“ (ESK Stellungnahme 02.07.2014)

Ein solcher Ausgleich erfordert aber ein höchstmögliches Maß an Abstimmung und Koordination zwischen den Abfallanlieferern. Dies scheitert bisher alleine schon an den unterschiedlichen Qualitäten der Datenerfassung und nicht abgestimmter Datenbanken bei den privaten Abfallanlieferern, den öffentlichen Abfallanlieferern und dem Betreiber von Schacht KONRAD. Zur Vermeidung unnötiger Strahlenbelastung am Schacht KONRAD selbst, müssen die Abfälle zudem laut Planfeststellungsbeschluss Just-in-time angeliefert werden. Ein längerer Aufenthalt im Pufferlager am Standort soll vermieden werden. Und so wären lange Vorplanungen und ein reibungsloser Ablauf zwischen vielen Akteuren vonnöten, um die im Sinne der Betreiber „optimale“ Zusammensetzung von Gebinden in einer Einlagerungskampagne tatsächlich verfügbar zu haben.

Hier kommt nun das neue Bereitstellungslager Schacht KONRAD in’s Spiel. Es soll an einem externen Standort die Möglichkeit eröffnen, das Just-in-time-Konzept zu umgehen, ohne dass der Planfeststellungsbeschluss nochmal neu aufgerollt werden muss.

Einladung zur 13. Atommüllkonferenz

antiatom castor

 

Samstag, 22. September 2018

11.00 – 17.00 Uhr

 

Volkshochschule Göttingen

Bahnhofsallee 7

37081 Göttingen

 

Inhaltliche Schwerpunkte der 13. Atommüllkonferenz sind Zwischenlager in Hinblick auf die geplanten CASTOR-Transporte ab 2019 und die Situation an Deponie-Standorten für freigegebenen Atommüll. Die Diskussion über Positionen und Forderungen zu Zwischenlagern für hoch radioaktive Abfälle wird abgeschlossen. Die Rolle des Nationalen Begleitgremiums wird bewertet und diskutiert. In der Arbeitsgruppe „Freimessen / Strahlenschutz“ geht es um die Vernetzung von Initiativen an Deponie-Standorten und um den aktuellen Referentenentwurf einer neuen Strahlenschutzverordnung.

Programmübersicht:

 

11.00 – 11.15 Uhr Eröffnungsplenum

11.15 – 12.00 Uhr Fachdiskussion I

Zwischenlager für CASTOR-Transporte ab 2019 nicht vorbereitet

12.00 – 12.30 Uhr Fachdiskussion II

AKW-Abriss und Freigabepraxis

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 – 16.00 Uhr Arbeitsgruppen

Abschaltung – Stilllegung – Rückbau | Diskussion und Positionierung zu Zwischenlagern für hoch radioaktive Abfälle

Gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atommüll | Begleitprozesse: Rolle des Nationalen Begleitgremiums (NBG)

Freimessen / Strahlenschutz | Standortvernetzung und Referentenentwurf einer neuen Strahlenschutzverordnung

16.00 Uhr Abschlussplenum & Ergebnisse und Aussicht

 

Ausführlichere Angaben stehen im angehängten Einladungsschreiben.

 

Anmeldung

Wir bitten um eine Anmeldung (formlos) per Email an anmeldung@atommuellkonferenz.de

 

Anreise

Mit der Bahn bis Bahnhof Göttingen. Die Volkshochschule befindet sich an der Bahnhofsallee direkt hinter dem Bahnhof.
Mit dem Auto: A7 bis Abfahrt „Göttingen-Dransfeld“, dann auf B3 „Kasseler Landstraße“, kurz vor Erreichen der Innenstadt und einer Eisenbahnbrücke links in die Bahnhofsallee an der Rückseite des Bahnhofes einbiegen.
[ Karte ]

 

Kostenbeitrag

Zur Finanzierung bitten wir alle Teilnehmer*innen um einen Kostenbeitrag von 25,- € (inkl. Tagungsgetränken und -imbiss).

Überweisung an die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.

Konto 4067 8836 00 – GLS Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67)

IBAN DE76 4306 0967 4067 8836 00 Stichwort: AMK

(da die Teilnahme nicht am Kostenbeitrag scheitern soll, kann auf Anfrage davon abgesehen werden)

 

Aktuelle Informationen sowie Dokumente der vergangenen Konferenzen gibt es auf

www.atommuellkonferenz.de

 

Beste Grüße,

Henning Garbers

für das Konferenzteam