Schlagwort: Wendland

BI Umweltschutz: Gorlebentag ante portas

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

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Pressemitteilung 28.05.2017

 

Tausende haben in den letzten zwei Jahren die Widerstandspartie der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) besucht. Direkt an den Atomanlagen in Gorleben wird im Rahmen der Kulturellen Landpartie gefeiert, informiert und demonstriert.

„Die Endlagersuche wurde neu gestartet, aber Gorleben bleibt als möglicher Standort gesetzt. Die geologischen Suchkriterien wurden wieder einmal auf den Salzstock Gorleben so zugeschnitten, dass er immer noch als nukleares Endlager in Frage kommt, das haben wir satt“, unterstreicht die BI.

„Der Protest gegen Atomkraft war und ist auch immer ein Protest gegen das konventionelle Energiesystem gewesen“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. „Mit unserer diesjährigen Kulturellen Widerstandspartie wollen wir dem noch mehr Rechnung tragen und haben Engagierte des Landkreises eingeladen, ihre Aktivitäten und Vorstellungen zu einem klima- und ressourcengerechten Leben in Lüchow-Dannenberg vorzustellen.“

Diese Einladung haben die WachstumsWende Wendland in Kooperation mit der Klimaschutzleitstelle des Landkreises zum Anlass genommen, eine Veranstaltung zum Thema Suffizienz zu organisieren, auf der Engagierte und Initiativen zeigen können, wie es ihnen gelingt, Genügsamkeit und Maßhalten in ihren Alltag zu integrieren.

Unter der Überschrift „Das GUTE LEBEN“ haben sich so verschiedene Initiativen wie Landwende, Reparatur-Café Dannenberg, Kulturland eG, Energieberatung Niedersachsen, uma institut, Partnerbetriebe der Biosphäre sowie engagierte Einzelpersonen zum Gemeinschaftsstand ‚Klimaschutz-Rundling‘ zusammengetan. An ihren Ständen wollen die Initiativen mit Interessierten ins Gespräch darüber kommen, wie ein anderes und ihrer Meinung nach besseres Leben im Landkreis und anderswo aussehen kann. Dabei heißt „besser“ nicht nur klima- und ressourcenschonender, sondern auch genussvoller, gesünder, gemeinschaftlicher, und sparsamer. Unter anderem wird es möglich sein, ein mobiles Tiny House zu besichtigen, welches kürzlich innerhalb einer Jahresabschlussarbeit der Freien Schule Hitzacker erstellt wurde.

Parallel dazu finden halbstündige Sofagespräche zu den Themen Plastikfreies Leben, Wohnen im Tiny House, Gemeinschaftsnutzung in der Mobilität, Selbstversorgung und Solidarische Landwirtschaft sowie Kultur-, Bewusstseins- und Politikwandel statt. Auf dem Sofa stehen lokale Experten den Fragen der Moderatoren und aus dem Publikum Rede und Antwort.

„Wir wollen mit dieser Aktion die Vernetzung Gleichgesinnter in der Region fördern, die Besucher zum Nachdenken anregen sowie praktische Tipps zum persönlichen Wandel geben. Außerdem hoffen wir, den einen oder anderen neuen Mitstreiter für die Initiativen zu werben“, so Lia Jahrens, von der WachstumsWende Wendland.

 

An den Atomanlagen Gorleben herrscht nicht nur zur Widerstandspartie reges Treiben. An den Wochenenden könnt ihr Euch zu allgemeinen und Fachvorträgen dort einfinden. Die BI und ihre Fachgruppen informieren dann direkt am Ort des Geschehens über die Probleme. Hier finden Sie/findet ihr die Themen und Termine:

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=18523

Die BI gastiert auch an anderen Orten:

Di. 30.05.17 – 18.30h – Politischer Wunderpunkt Klein Witzeetze 6 Die „Öko-Politfilmreihe“, eine Kooperation des Kulturvereins Platenlaase und der BI, gastiert mit einer Filmvorführung. Um 18.30h läuft dort der Film „Seefeuer“. Eintritt frei – Hutkasse geht rum.

Mi. 31.05.2017 – 15.30h – Wunderpunkt Zadrau „Alte Schule“ Vortrag und Diskussion – „Gorleben oder wie wir den Deckel endgültig draufmachen“ Lokale Standortinitiative trifft weltweiten Anti Atom Widerstand.

Input von und Diskussion mit Kerstin Rudek und Günter Hermeyer von der BI.

BI Umweltschutz: Kommt endlich das Überflugverbot für Gorleben?

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

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Pressemitteilung 03.05.2017

 

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Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel will Übungsflüge der Bundeswehr über das Zwischenlager Gorleben stoppen. Er habe Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in einem Brief darüber informiert, dass die Anwohner wegen der Manöver besorgt seien, heißt es in einem Zeitungsbericht.

 

Allein in den vergangenen zwei Jahren hat es demnach über Gorleben mit den Zwischenlagern für schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle und dem Erkundungsbergwerk mehr als 200 Übungsflüge von Transall- und Airbus-Maschinen gegeben.

 

Wiederholt hatte die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI) gefordert, dass das „Spiel mit dem Feuer“ ein Ende haben müsste. Dabei ging es den Atomkraftgegner/innen um mögliche Terroranschläge, aber schon lange steht auch der zivile und militärische Luftverkehr im Fokus der Kritik.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=10110

 

„Niemand glaubt, dass die Castorbehälter so robust sind, dass sie einem Absturz stand halten“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Dort stehen 113 Behälter, jeder enthält rund 1000 Mal mehr Aktivität als das havarierte Atommüllendlager Asse II. “Was passiert, wenn das Fasslager brennt?” fragt die BI. Dennoch seien das Zwischenlager und die Endlagerbaustelle mit den Fördertürmen für die Bundeswehr ein beliebter markanter Punkt, der bei Übungsflügen angepeilt werde.

Erst Mitte März hatte die BI anlässlich eines Renegade-Voralarms, bei dem alle Atomkraftwerke geräumt wurden, gefordert, dass die Zwischenlager von derartigen Schutzmaßnahmen nicht weiter ausgenommen werden dürfen.

 

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=18333

BI Umweltschutz: Rostige Fässer … auch in staatlicher Aufsicht

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

Rosenstr. 20

29439 Lüchow

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Pressemitteilung 3.04.2017

 

Rostige Fässer in Gorleben… Beim Umräumen und Abtransport von Atommüllfässern im Abfalllager Gorleben, das – noch – von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) betrieben wird, werden regelmäßig Atommüllfässer „entdeckt“, die Rostspuren aufweisen, sogar Blähfässer werden gefunden.

Gerade erst hat sich die Zahl der Atommüllfässer auf 20 erhöht. Aber auch in der Landessammelstelle des Landes Niedersachsens gibt es die gleichen Probleme und zugleich den Plan, diese Abfälle ins Abfalllager Gorleben zu verfrachten, moniert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). „Die Zwischenlagerung funktioniert nicht, was das für die Endlagerung der schwach- und mittelaktiven Abfälle bedeutet, lässt sich unschwer erahnen, nichts Gutes! Da geht es nicht um eine Million Jahre Sicherheit, sondern um „Aus den Augen, aus dem Sinn“.“

Rostfässer sind nämlich keine Besonderheit, auch in der Landessammelstelle des Landes Niedersachsen, in Leese, sieht es ähnlich aus. Mal ist ein Fass falsch deklariert, mal werden rostige Fässer gefunden. Das Besondere: in diesem Fall ist das Land selbst Betreiber. In der Landessammelstelle für radioaktive Abfälle Niedersachsen (LSSt) lagern derzeit 12.080 Stück 200-l-Fässer, und das niedersächsische Umweltministerium als Verantwortlicher überlässt den Betrieb der Landessammelstelle einem sogenannten „Dritten“, der GNS, die wiederum eine weitere Firma (Eckert & Ziegler Nuclitec) beauftragt.

„Wenn schon nach kurzer Zwischenlagerdauer so große Probleme auftauchen und das unter staatlicher Aufsicht, so denkt man mit Grausen an eine Endlagerung und die Strahlenfolgen. Woher aber soll eigentlich das Vertrauen resultieren, dass beim kommenden Wechsel der Zuständigkeiten alles besser würde, wenn in Gorleben nicht mehr die GNS, sondern der Staat zuständig auch für die Zwischenlagerung ist?“, fragt die BI. Im Jahr 2020 übernimmt der Staat die Regie im Abfalllager, ein Jahr zuvor bereits auch für die Castor-Halle.

„Es kann also noch abenteuerlich werden“, prognostiziert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, „denn uns liegt das Protokoll der Begleitgruppe Landessammelstelle Leese vor, wo darüber spekuliert wird, wohin die Leese-Abfälle eines Tages gebracht werden könnten, wenn dort keine neue Halle gebaut wird: Ahaus, Karlsruhe und Gorleben sind dabei im Spiel.“ Erste Gespräche darüber würden bereits geführt, informierten die Mitarbeiter des niedersächsischen Umweltministeriums in jener Sitzung.

Peinliche Pikanterie am Rande: eine Vielzahl der Gebinde dürfte auch nicht ins umstrittene Endlager Schacht Konrad, weil die Einlagerungsbedingungen nicht erfüllt sind, also wohin damit?

 

Wolfgang Ehmke, Pressesprecher

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=18482

BI Umweltschutz: Termine im April

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Liebe Freundinnen und Freunde,

kurz Luft holen heißt es für uns im April mit einem überschaubaren Terminplan.

Nach den Aktivitäten rund um 40 Jahre Standortbenennung und 40 Jahre BI wurde im März auch der neue Vorstand der Bürgerinitiative gewählt. Nun heißt es sich zusammenfinden, um die kommenden Herausforderungen zu skizzieren. Mit der Kulturellen Landpartie in greifbarer Nähe, weiteren Rostfässer Funden in Gorleben, einem verabschiedeten und stark kritisiertem Standortauswahlgesetz, Castor Transporten in Süddeutschland und zahlreichen Sommeraktionen bleibt folgerichtig dann auch nur ein Moment, um einmal kräftig durchzuatmen.

Ein freundliches „Hallo!“ dem neuen Vorstand => http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9346

Rostfässer! Ein zorniges „Hallo???“ der niedersächsischen Atomaufsicht =>

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=18482

 

Termine

 

Di. 04.04.2017 – Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Bikes vs. Cars“ (S 2015-91min.)

„Bikes vs. Cars“ zeigt eine globale Krise, über die wir uns längst bewusst sind und über die wir sprechen sollten: Klima, Ressourcenvergeudung, sowie ganze Städte, die von Autos vereinnahmt und verschlungen werden…
Ein stets steigendes schmutziges und lautes Verkehrschaos.
Das Fahrrad ist eine Alternative, um dem entgegenzuwirken, aber die Autoindustrie investiert jährlich Millionen in Lobbyarbeit und Werbung, um ihr Geschäft zu schützen.

Passend zum Thema begrüßen wir den Klimaschutzmanager unseres Landkreises, Hans-Albrecht Wiehler, der die Arbeit der Klimaschutzleitstelle und das Projekt „100% Klimaschutz in Lüchow-Dannenberg“ vorstellen wird.

Los geht´s um 19.30h im Kinosaal Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

Fr. 14.04.17 – 13.00h Gronauer Ostermarsch
Am Karfreitag, 14. April, startet am Bahnhof in Gronau der diesjährige Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau. Der UAA-Betreiber Urenco beliefert ein Drittel des Weltmarktes mit angereichertem Uran, darunter den belgischen AKWBetreiber Electrabel und die ukrainische Atomindustrie im Kriegsgebiet. Mit der Zentrifugentechnologie lassen sich zudem Atombomben bauen und europäische Militärstrategen liebäugeln nach der Wahl von Donald Trump in Hinterzimmern mit einer europäischen Atomstreitmacht. Die zivile und militärische Nutzung der Urananreicherung lassen sich nicht trennen!

Alle Infos => https://sofa-ms.de/?page_id=602

 

So. 23.04.17 – 2 vor 12h – Protest- und Kulturmeile vor dem AKW Brokdorf
Anlässlich des Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl findet auch in diesem Jahr wieder die Protest- und Kulturmeile vor dem AKW Brokdorf statt.

Aus dem Aufruf:
„Im Falle eines schweren Nuklear-Unfalls im AKW-Brokdorf müsste Norddeutschland evakuiert werden – von Flensburg bis Hannover, von Emden bis Schwerin. Das hat die für den Strahlenschutz zuständige Behörde, das Bundesamt für Strahlenschutz, im Jahr 2014 errechnet. Bis zur Stilllegung des AKW Brokdorf sind wir, ca. 5 Millionen Menschen, dem Risiko einer Verstrahlung ausgesetzt. Außerdem wachsen die Atommüllberge weiter.“

Gesamter Aufruf und alle Infos hier =>
http://www.brokdorf-akut.de/protest-und-kulturmeile-am-sonntag-dem-23-april-2017-12-uhr-vor-dem-akw-brokdorf/

 

So. 23.04.17 – ab 15.00h – e-Ventschau SPEZIAL „31 Jahre Tschernobyl – 6 Jahre Fukushima“
Als Erweiterung zum jährlichen e-Ventschau-Festival findet auch dieses Jahr wieder ein e-Ventschau SPEZIAL statt.
In Erinnerung an den 31. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wird der Umweltjournalist und Fotograf Alexander Tetsch am Sonntag, den 23.04.17 um 15.00h nach Ventschau kommen.
In seinem neuen Vortrag „Was Sie schon immer über das Atom wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“, gewährt er uns Einblicke, in teilweise haarsträubende Tatsachen und wohlweislich verschwiegene Informationen rund um das Atom-Thema, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen.

Im Anschluss wird das Lüneburger Musiker-Trio „Brass Riot“ mit einer Mischung aus elektronischer Clubmusik und fettem Saxophonsound für nachhaltig positive Energie sorgen.

Alle Infos => http://e-ventschau.de/2017/01/alexander-tetsch-die-wahre-katastrophe-ist-das-vergessen/

 

Vormerken

 

Die Kulturelle Landpartie 2017
Nicht mehr sooo lange und die Kulturelle Landpartie öffnet wieder ihre Pforten. Vom 25. Mai bis zum 5. Juni 2017 präsentieren dann wieder die Wunderpunkte im Wendland ein abwechslungsreiches und spannendes Programm.

Wieder mit dabei ist die Kulturelle Widerstandspartie am Freitag vor Pfingsten – 02. Juni 17 – ab 14.00h an den Atomanlagen Gorleben.

Der Reisebegleiter erscheint in der Woche vor Ostern und geht dann in die Verteilung. Ab Ostern könnt ihr dann einen frisch gedruckten Reisebegleiter (5€) im Büro der Kulturellen Landpartie bestellen oder erwerben.
Den Reisebegleiter gibt es dann natürlich auch bei uns im BI Büro und an unseren Infotischen.

Infos zur Kulturellen Landpartie => https://www.kulturelle-landpartie.de/

 

Infos zur Kulturellen Widerstandspartie und dem KLP Programm der BI =>
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=17982

 

Wir werden das Programm in den kommenden Wochen ergänzen und präzisieren. Das Programm für die Kulturelle Widerstandspartie wird ebenfalls nach Ostern verfügbar sein.

Vielen Dank für Euer Interesse, habt eine sonnige Zeit und auf ein Wiedersehen bei einer der kommenden Aktionen.

Sonnige Grüße

Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstraße 2029439 Lüchow buero@bi-luechow-dannenberg.deTel. 05841/4684 www.bi-luechow-dannenberg.dewww.facebook.com/BI.Luechow.Dannenberg.e.V.

NaturFreunde: Gorleben ist Geschichte – der Gesetzgeber muss das akzeptieren

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Berlin, 23. März 2017 – Heute hat der Bundestag das Gesetz für die Suche nach einem Endlager für Atommüll verabschiedet. Michael Müller, Co-Vorsitzender der Endlager-Kommission und Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, kritisiert den „gesetzten politischen Frame, der die Wirklichkeit überdeckt“. Müller erklärt:

 

Jetzt wird von einer ‚weißen Landkarte‘ geredet, als sei die Suche ein Neuanfang, die alles auf Null stelle, gleichsam die Geschichte tilge und ungeschehen mache. Das stimmt in mehrfacher Hinsicht nicht. Die ‚weiße Landkarte‘ ist ein Selbstbetrug.

 

Erstens gibt es eine Geschichte des Atommülls mit konkreten Fehlern, massiven Auseinandersetzungen und einer knallharten Interessenpolitik. Diese Geschichte war und ist die Geschichte von Gorleben. Es wird keine gute Zukunft geben, wenn Gorleben im Topf bleibt.

 

Zweitens werden von Anfang an wichtige Regionen in Deutschland ausgenommen – zum Beispiel Städte, Naturschutzgebiete, wichtige Abbaugebiete von Ressourcen. Es kann nicht sein, dass nur naturwissenschaftliche und raumordnerische Aspekte zählen, nicht aber soziale und kulturelle.

 

Drittens wäre es ein klares Zeichen der Lernfähigkeit gewesen, Gorleben raus zu nehmen. Das ist leider nicht geschehen. Gorleben muss raus, denn Gorleben ist für ein Endlager nicht geeignet. Gorleben ist verbrannt.

 

Der Bericht der Standortauswahlkommission war ein Schritt voran, aber jetzt muss die Politik auch die Konsequenz daraus ziehen. Gorleben ist Geschichte.

Protest vor dem Bundestag: Nein zum vorgelegten Endlagersuchgesetz“

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Am Donnerstag stimmt der Deutsche Bundestag über das „Gesetz zur Fortentwicklung des Gesetzes zur Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle und anderer Gesetze“ ab. Damit soll der zukünftige Weg zur Suche eines Atommülllagers eingeleitet werden. Trotz der Forderung der Anti-Atom-Initiativen und der Umweltverbände, Gorleben aus der Suche auszuschließen, wurde der Standort Gorleben ausdrücklich“ im Topf gelassen“.

Unzureichend umgesetzt werden Maßnahmen, die für mehr Transparenz im Suchverfahren und eine bessere Bürgerbeteiligung notwendig sind. Die Rechtsschutzmöglichkeit für betroffene Regionen müssen im Gesetz schon nach der obertägigen Auswahl in Frage kommender Standorte gewährleistet werden. Das Gesetzt wurde so geschrieben, dass möglichst reibungslos ein Atommülllager durchgesetzt werden kann. Dies wird jedoch ohne einen breiten gesellschaftlichen Konsens nicht gelingen.

Nicht akzeptabel ist, dass vor einer breiten gesellschaftlichen Diskussion die zukünftige Lagermethode für Atommüll ohne grundlegende Abwägung von Alternativen in dem Gesetz festgelegt wird. Auch die Auswahlkriterien im Gesetz sind so unpräzise formuliert, das wie bei Gorleben politische Standortbestimmungen möglich bleiben.

 

Wir fordern

  • Sofortige Beendigung der Atommüllproduktion in Deutschland
  • Keine Einschränkung des Klagerechts für die Bevölkerung
  • Organisationen eines offenen, transparenten Beteiligungsprozesses
  • Streichung von Gorleben als möglicher Standort aus dem Verfahren

 

 

Wir treffen uns

Donnerstag, 23.03.2017

08.00 Uhr

Platz der Republik, vor dem Deutschen Bundestag

 

NaturFreunde Berlin

Anti Atom Berlin

Berliner Wassertisch

BI Umweltschutz: Misserfolg für die Gorleben-Gegner

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

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Pressemitteilung 16.03.2017

Die Veränderungssperre in Gorleben war und bleibt rechtens. Das befand das Oberverwaltungsgericht Lüneburg heute (Aktenzeichen: 7 LC 80/15 Fried von Bernstorff./. BRD und 7 LC 81/15 Greenpeace./. BRD OVG Lüneburg). Denn an Gorleben als Endlagerstandort werde festgehalten, das entschied heute das OVG Lüneburg.

Die Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland hatten Fried von Bernstorff aus Gartow und Greenpeace auf den Weg gebracht, die im Besitz von Salzrechten in Gorleben sind. Seit dem Erkundungsstopp in Gorleben war aus Sicht der Gorleben-Gegner die Lex Gorleben hinfällig“, schreibt dazu die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Das Gericht hält in einer Presseverlautbarung fest: „Die Festlegung einer Veränderungssperre sei zulässig zur Sicherung oder Fortsetzung einer Standorterkundung für Anlagen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Der Sicherungszweck sei durch das Standortauswahlgesetz nicht weggefallen. Zwar sei die bergmännische Erkundung des Standorts Gorleben nach diesem Gesetz beendet worden. Der Salzstock Gorleben werde nach dem Gesetz jedoch wie jeder andere in Betracht kommende Standort in das Standortauswahlverfahren einbezogen. Er sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden. Der Sicherungszweck bestehe damit fort.“

Die Bundesrepublik hielt solange an der Veränderungssperre Gorleben fest, bis sie künftig durch die Novelle des Standortauswahlgesetzes, die im Deutschen Bundestag gerade abschließend gelesen wird, ersetzt wird. Das Gesetz soll verhindern, dass dort wie an anderen potentiellen Standorten eine Eingriffe vorgenommen werden, die eine mögliche Nutzung von Wirtsgesteinen darunter als Atommüllendlager erschweren.

„Wieder einmal wird die Sonderstellung Gorlebens bei der Endlagersuche überdeutlich. Die Extra-Behandlung Gorlebens wird also fortgesetzt, denn es gibt bisher keine anderen potentiellen Standorte. Für die Bundesrepublik als Betreiberin in Gorleben ist das Urteil aber eine politische Blamage, denn die Mär von der angeblich weißen Landkarte fliegt nun auf“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

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