Schlagwort: Wendland

BI Umweltschutz: Gorlebentag auf der Kulturellen Landpartie. Erst demonstrieren, dann tanzen!

 

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
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Pressemitteilung 16.05.2018

 

Die kulturelle Widerstandspartie 2018 startet am Pfingstfreitag, 18.05.18 ab 14.00 Uhr an den Atomanlagen Gorleben

Gorleben ist nicht nur identitätsstiftend für die Kulturelle Landpartie, Gorleben ist unverändert der „wunde Punkt“,denn solange der Salzstock Gorleben als potentielles Endlager nicht aufgegeben wird, muss politisch weiter Druck gemacht werden.

Deshalb lädt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) von 14.00 Uhr bis 1:00 Uhr zur kulturellen Widerstandspartie am Beluga-Dreieck vor dem Erkundungsbergwerk Gorleben ein.(53°01’48.0″N 11°20’31.9″E) Viele KLP-Punkte bleiben an diesem Tag geschlossen mit der Empfehlung, nach Gorleben zu gehen.

Neu wird in diesem Jahr sein, dass die Widerstandspartie eher „leise“ beginnt. Um 14 Uhr wird zum „Gorlebener Gebet“ eingeladen und im Anschluss gibt es auf der Hauptbühne („Belugabühne“) zunächst zwei Diskussionsrunden zum Thema Atomkraft, auf der sich Initiativen vorstellen.Gäste aus Frankreich, dem Hambacher Forst und des Klimacamps Rheinland nehmen zu„internationalen Energiekämpfen“ und zum notwendigen Ausstieg aus Kohle und Atom Stellung.

Wie im vergangenen Jahr wird im„Klimarundling“ zu Fragen der Klimapolitik und dem möglichen eigenen Handeln informiert. Die Bäuerliche Notgemeinschaft startet zu den beliebten informativen Treckerrundfahrten.

Auf der Waldbühne wird Klaus der Geiger ab 16 Uhr die Teilnehmer*innen auf die Demonstration einstimmen, die rund um den wunden Punkt „Erkundungsbergwerk“ führt.

„In diesem Jahr wird erst demonstriert und dann getanzt“, kündigt BI-Sprecher Wolfgang Ehmke an, um den politischen Charakter des Events zu betonen.

Die BI lädt ein, am Ort der Empörung, bunt, frech und widerständisch zu sein.

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BI Umweltschutz: Gorleben lebt – immer noch!

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow

Pressemitteilung 02.05.2018

Wendland Gorleben antiatom
Rechtzeitig vor der 39. Kulturellen Landpartie( KLP), zu der zwischen Himmelfahrt und Pfingstmontag wieder Tausende auswärtige Besucher*innen ins Wendland kommen werden, erscheint die nächste „Gorleben Rundschau“ der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Im Grußwort erinnert Michael Seelig, einer der Mitgründer der KLP, an den holprigen Start, den Pfingstmarkt Kukate und die Landschafts-Kunstaktionen „Hart an der Grenze“ sowie „Aus allen Wolken“, die den Durchbruch brachten.

Im Fokus der BI steht natürlich der „Gorlebentag, der Freitag vor Pfingsten,und mit Blick auf die Gäste bietet die Gorleben Rundschau in einem Interview mit Wolfgang Ehmke, dem Sprecher der BI, auch eine Orientierungshilfe aus dem Dschungel der Gorleben-Geschichten.

Weitere Themen sind die geplanten Castortransporte nach Brokdorf, Philippsburg, Biblis und Isar, die Probleme einer langfristigen Zwischenlagerung und Informationen über das französische Gorleben – Bure.

BI Umweltschutz: Was ich nicht gefragt werde, beantworte ich auch nicht

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
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Pressemitteilung 03.05.2018

bi umweltschutz castor antiatom

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) hat im vergangenen Jahr begonnen, bundesweit geologische Daten für die Suche nach einem Endlagerstandort für hoch radioaktiven Atommüll zu erheben.Nach Standortauswahlgesetz sollen in einem ersten Schritt des Suchverfahrens Teilgebiete mit günstigen geologischen Voraussetzungen ermittelt werden. Ungeeignete Gebiete sollen durch die Anwendung von

Ausschlusskriterien identifiziert und aus dem Suchverfahren ausgeschlossen werden.
Die niedersächsischen Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne) hat nachgefragt, welche Daten das Land Niedersachsen der BGE übermittelt hat.

Die Antwort des niedersächsischen Umweltministeriums spiegelt, dass das Land nicht bereit, eine kritische und hinterfragende Rolle einzunehmen, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Die Behörde verhalte sich nach dem Motto „Was ich nicht gefragt werden, beantworte ich auch nicht.“

So wird der Tatsache, dass weite Teile Norddeutschland von Eiszeiten berührt waren und mit Sicherheit wieder berührt werden, deshalb keine Bedeutung beigemessen, weil glaziale Ereignisse schlicht nicht zum Fragenkatalog des Standortauswahlgesetzes (StandAG) gehörten. BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Das betrifft auch die Frage nach dem Ausschlusskriterium „Einbruchsee“über einem Salzstock, wie es beim Salzstock Gorleben-Rambow der Fall ist, auch die Frage, ob ein Endlager unter dem Urstromtal der Elbe errichtet werden kann,wird nicht beantwortet – wieder mit Verweis auf den vorgegebenen Fragenkatalog des StandAG.“

Offensichtlich wurden nicht einmal die acht Tiefbohrungen dokumentiert und übermittelt, die es zwischen 1907 und 1929 im Bereich Gorleben, Vietze und Brünkendorf während des Kalibooms gab, dabei wurden Teufen bis 1035 Meter erreicht. Dokumentiert sei, so die BI Umweltschutz,dass sie chaotisch oder gar nicht verfüllt wurden (s. Literatur). Ehmke:“ Unser Bemühen, die BGE auf diese Ereignisse hinzuweisen, wurden bisher nicht positiv aufgegriffen, das muss sich ändern.“

Literatur: „Unverritzt ist anders. Altbergbauim Salzstock Gorleben“ von Ulrich Reif. Zur Sache Nr. 11 „Salinare Hölle.“Lüchow März 2017
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Abfalllager Gorleben – viele offene Fragen, neue Transporte geplant

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
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Pressemitteilung 11.05.2018

antiatom castor
 

Das Abfalllager für schwach- und mittelaktive Abfälle in Gorleben muss am Ende komplett geräumt werden. Das bestätigten der technische Geschäftsführer der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) Wilhelm Graf und ihr Abteilungsleiter Dr. Michael Hoffmann auf Nachfrage.

Auf einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für atomare Angelegenheiten des Samtgemeinderats Gartow nahm die BGZ-Spitze nicht nur zu einem Fragenkatalog des Ausschusses Stellung, besorgte Fragen kamen auch aus dem Publikum – und dabei wurden viele Ungereimtheiten publik.

So zum Beispiel, dass nicht nur die „bekannten“1.309 Einzelfässer, deren Lagerungsgenehmigung ausläuft, ausgelagert und in Jülich nachkonditioniert werden müssen, auch alles andere „muss raus“, erklärten sie auf Nachfrage des BI-Sprechers Wolfgang Ehmke. Der Grund: auch die sogenannten „konradgängigen“ Container, die in Gorleben lagern, entsprechen nicht mehr den Einlagerungsbedingungen, sollte der Schacht Konrad bei Salzgitter tatsächlich eines Tages als nukleares Endlager genutzt werden.

Wer glaubt, dass das Abfalllager damit sukzessive geräumt würde, wurde enttäuscht, so die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), denn neue Einlagerungen von Mosaikbehältern mit mittelaktiven Abfällen seien anvisiert. „Der Atommülltourismus geht also weiter“,konstatiert die BI.

Eine Frage nach einem Brandschutzkonzept für das Abfalllager konnte die BGZ-Spitze nicht beantworten. Dr. Hoffman erklärte,dass es derzeit keine Berechnungen für den Fall gäbe, wie sich eine radioaktive Wolke für den Fall eines Brandes im Abfalllager verbreitet. Zwischenzeitlich ruderte die BGZ zurück und korrigierte gegenüber der BI diese Aussage. „Wir wollen diese Unterlagen einsehen und prüfen, ob das Sicherungskonzept noch aktuell ist“,kündigte Ehmke an. Denn Fässer und die Abfallgebinde würden beispielsweise keinerlei Schutz bei einem Flugzeugabsturz bieten.

 

BI Umweltschutz: „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“

BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
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Pressemitteilung 19.02.2018

bi umweltschutz castor antiatom

Zwischen 1978 und 1980 hielt der damaligeWendland-Neuling Helmut Koch seine Kamera auf die Landschaft, die Folklore undden beginnenden Widerstand. Vor 41 Jahren ins Wendland gekommen, um Bäume gegenGorleben zu pflanzen, knatterte er bald mit seinem Mofa hinter Treckern zumLüchower Bahnhof her, nachdem ihn die Bauern nächtens aus dem Bett getrommelthatten.
Es wurde die erste mehrtägige Blockade.Blockiert wurde die Celler Brunnenbau, die mit den Baugrunduntersuchungen fürdie Errichtung eines nuklearen Entsorgungszentrums beauftragt war.

 

Koch hatte seine S-8-Kamera dabei. Und nichtnur dort… Hinter Trebel, an der B 493 auf der Brandheide, pflanzte die Gruppe“Platz” der Bürgerinitiative Bäume, in Schmarsau wurde Hochzeit gefeiert, zur Freudeder Kinder brach der “Katastrophenwinter” herein. Zu sehen sind in der knappenStunde auch eine Demo in Lüchow, die Geschichte einer Fahne, derNiedersachsentag in Lüchow, die 1004-Besetzung und -Räumung, alles inunscharfen, vierzig Jahre alten Bildern.

Nach einigen Aufführungen 1980 verstaubte der Film, bis er Ende 2017digitalisiert und neu geschnitten wurde. Er zeigt eine andere Perspektive derAnfänge des Widerstandes als die bekannten Dokumentationen und Spielfilme zumThema. Zur Kulturellen Landpartie (KLP) im Mai soll er im Lüchower Kinozusammen mit vielen anderen Widerstandsfilmen laufen. Da aber viele Wendländer zurKLP hoch beschäftigt sind, findet die digitale Premiere am 41. Jahrestag derStandortbenennung Gorlebens, am 22. Februar, um 20.15 und um 21.30 Uhr imLüchower Kino statt. Die BI Umweltschutz und das Gorleben-Archiv sind mit vonder Partie und zeigen sich mit einemgemeinsamen Info-Stand.

Aufgrund der begrenzten Plätze wird dringend um Reservierung (wendland-Kino.de)gebeten. Eintritt per Hutkasse.

BI Umweltschutz: Ausschlusskriterien bei Endlagersuche

 

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
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Wendland Gorleben antiatom

Pressemitteilung 31.01.2018

Das Untergrundamt der Freien Republik Wendland, 3131 Gorleben-Solleben, Postfach 1004, hat sich mit einer Expertise an die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) gewandt.

Bekanntlich hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bundesweit sechzig Behörden angeschrieben, um geowissenschaftliche Daten zusammen zu tragen, die helfen sollen, in einem ersten Schritt Regionen von der Endlagersuche auszunehmen. Die Rede ist dabei in erster Linie von Seismik und Vulkanismus.

Die BGE beklagte laut Presseberichten, dass bisher nicht einmal alle Länderbehörden „geliefert“ haben und das auch in dem Maße, dass eine Sichtung länger dauern dürfte als geplant. „Leider haben Sie das Untergrundamt Gorleben-Solleben nicht angeschrieben, denn die Behörde der Freien Republik Wendland hat einiges zusammengetragen, um Amtshilfe leisten und Ihre Entscheidungen erleichtern zu können,“ bekam die BGE jetzt zu lesen.

Das Untergrundamt merkt dazu kritisch an, dass die Ausschlusskriterien völlig unzureichend sind, die Verengung auf Vulkanismus und Seismik sind ein Ergebnis politischer Verhandlungen, eines Parteienkompromisses der Endlagerkommission, die Vorschläge für die Novelle des Standortauswahlgesetzes (StandAG) erarbeitet hatte.

In der ersten Phase, in der es um die harten Kriterien geht, blieben Gebiete, die von künftigen Eiszeiten bedroht sind, und das sind weite Teile Norddeutschlands, offensichtlich im Rennen. Die Forderung des Untergrundamts, das im Mai 1980 die Tiefbohrstelle 1004 als Kulturdenkmal auswies und dessen Postkästen heutzutage sowohl im Gorleben-Archiv wie auch bei der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zu finden sind, lautet: glaziale Ereignisse sind gleichwertig wie Seismik und Vulkanismus zu behandeln.

Neue Erkenntnisse

Erst vor kurzem hat eine Forschungsgruppe in Hamburg unter der Leitung von Professor Christian Hübscher vor einem Endlager gewarnt, das von künftigen Eiszeiten berührt wird. In einem Gastbeitrag für das Hamburger Abendblatt (1) hat der Geophysiker erläuterte, wie die Eisberge einen ungeheuer starken Druckaufbau schaffen, der den Untergrund durchwalkt.

Mit der Warnung vor einem Endlager in derartigen Gebieten stehe Hübscher nicht allein. Bereits Professor Klaus Duphorn, in den 80er Jahren der führende Quartärgeologe, hatte die Auswirkungen von Gletschern am Beispiel des Salzstocks Gorleben, die berühmte „Gorlebener Rinne“ im Fokus, mit dem Effekt, dass über dem Salzstock auf rund 7,5 Quadratkilometern eine wasserabweisende Barriere aus Ton wegrasiert ist. Permafrostrisse, womöglich bis in 400 Meter Tiefe, räumte sogar die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ein, wie sein Kollege, der Diplomgeologe Ulrich Schneider, nach Auswertung der umfangreichen Dokumente der BGR belegte – das sind potentielle Wasserwege, die radioaktive Partikel an die Oberfläche befördern (2) Die BGR ging in einer Publikation (3) noch 2006 davon aus, dass eine Eiszeit zwar das Deckgebirge wegrasieren kann, der Einlagerungsbereich in 600 bis 800 Meter Tiefe bliebe davon unberührt. Das Öko-Institut Darmstadt widersprach in einer vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Studie: Ein Salzstock dürfe beispielsweise auch nach einer Eisüberfahrung während einer Kaltzeit nicht frei an der Erdoberfläche ausstreichen. Der einschlusswirksame Gebirgsbereich muss über den gesamten Nachweiszeitraum von einem Deckgebirge oder dem übrigen Wirtsgestein überlagert und geschützt bleiben. Dieses k.o.-Kriterium wurde vom Salzstock Gorleben in der Elsterkaltzeit erfüllt. In einer der nächsten Eiszeiten ist dies wiederum durchaus möglich. (4)

Hinzu kommt in diesem Zusammenhang ein ganz anderes Phänomen: Kann es in der norddeutschen Tiefebene Erdbeben geben? Sinkt die Tiefebene soweit ab, dass sie von Meerwasser überspült wird? Und was heißt das für ein mögliches atomares Endlager in Norddeutschland? Auch hier hat das Untergrund einen wichtigen Hinweis zu liefern:

Ein Bericht von Spiegel-online (5) aus dem Jahr 2015 gibt demnach die Antwort: Nach der Auswertung von Navigationsdaten des globalen Navigationssatellitensystems Navstar GPS zeigt Holger Steffen vom schwedischen Landesvermessungsamt erstmals den genauen Verlauf der geologischen Linie, die die Grenze zwischen aufsteigenden und absteigenden Regionen markiert. Skandinavien taucht auf, das Meer zieht sich zurück, während weite Teile Schleswig-Holsteins und Niedersachsens sinken, Ostfriesland und Hamburg etwa um einen halben Millimeter im Jahr.Für die Küste wird die Wippe zum Problem: Zusätzlich zum Anstieg des Meeresspiegels kommt die Landsenkung – das Meer rückt also schneller vor als anderswo. Dazu kommt, dass es aufgrund der unterirdischen Spannungen, die aus der Eiszeit resultieren, zu Beben kommen kann.

Birgit Hunke (Gorleben- Archiv) und Wolfgang Ehmke (BI Umweltschutz) resümieren: „Was diese Befunde für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle bedeuten, wenn es um den Einschluss des gefährlichen Mülls für geologische Zeiträume geht, ist bei den bisherigen Betrachtungen möglicher Endlagerregionen nicht betrachtet worden. Wir sind gespannt, ob die BGE sich mit derartigen Erkenntnissen befasst, wenn die Regionen wissenschaftsbasiert kartiert werden.“

(1) https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article211203955/Was-die-naechste-Eiszeit-mit-unserem-Atommuell-zu-tun-hat.html
(2) BGR: Eiszeitliche Rinnensysteme und ihre Bedeutung für die Langzeitsicherheit möglicher Endlagerstandorte mit hochradioaktiven Abfällen in Norddeutschland.2009 https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Endlagerung/Downloads/Schriften/4_Langzeitsicherheit/Eiszeitl_Rinnen_Keller.pdf;jsessionid=D85B6B9FF34046F545F8637C25094406.2_cid292?__blob=publicationFile&v=2
(3) Ulrich Schneider. Expertise zum Salzstock Gorleben. Der aktuelle Kenntnisstand im Licht der aktuellen Ereignisse bei der Asse II. 2009
(4) http://endlagerdialog.de/2011/12/die-nachsten-eiszeiten-uber-dem-salzstock-gorleben/
(5) Bericht von Spiegel-online

[BI-Newsletter] Termine im Februar

bi umweltschutz castor antiatom

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir hoffen, dass ihr einen guten Start ins Neue Jahr hattet und wünschen euch für das kommende viele schöne Momente und vor allem beste Gesundheit.

Mit unserer ersten Aktion im Neuen Jahr, dem traditionellen Neujahrsempfang, waren wir bereits mit gut hundert Menschen an den Atomanlagen in Gorleben und haben das Widerstandsjahr 2018 eingeläutet.
=> http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20043

Wir hoffen, dass wir auch in diesem Jahr auf euch zählen können und befinden uns bereits in den Vorbereitungen für kommende Aktionen.
Unser zentrales Thema wird weiterhin der Umgang mit Atommüll sein. Die Auseinandersetzungen mit der Zwischenlagerung und dem Standortauswahlverfahren werden vorwiegend in Gremien zu begleiten sein, wobei wir immer auch im Auge behalten werden, die Themen flankierend mit Aktionen oder Demonstrationen zu bearbeiten.

Am 31.12.2017 wurde Block B des AKW Gundremmingen endgültig vom Netz genommen.
Ein weiterer großartiger Erfolg der Bewegung!
Es bleiben jedoch sieben Reaktoren in Betrieb, die weiterhin Müll produzieren. Auch das Gefahrenpotential durch den Betrieb von Atomkraftwerken wurde durch die Abschaltung von Gundremmingen B nur statistisch verringert und bleibt uns die kommenden Jahre erhalten.
Wir werden weiterhin auf eine sofortige Abschaltung drängen und dies auch mit unserer Teilnahme an Aktionen untermauern.

Wie in jedem Jahr werden wir auch wieder in Themenfelder eintauchen, die über die Atomkraft hinausgehen. Sei es beim Klimaschutz oder anderen relevanten Umweltthemen, wir werden mit Sicherheit ein paar „Ausflüge“ und Veranstaltungen anbieten.

Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr, in dem es mal wieder viel zu tun gibt.
Packt doch einfach mit an!

Termine

 

Fr. 02.02.2018 – 19.00h – Ratskeller Lüchow –  Vortrag und Diskussion „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“ mit Manuel Reichhardt und Dennis Köhnke (TU Braunschweig)
Bis 2031 soll ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden werden, 2050 soll die Einlagerung beginnen. Das sind die offiziellen Vorgaben. Doch alle, die mit dem Thema Atommüll befasst sind, gehen davon aus, dass ein solches Endlager nicht vor 2080 den Betrieb aufnimmt.
Was heißt das für die bestehenden 12 Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten und die zentralen Castor-Hallen in Ahaus, Lubmin und Gorleben? In Gorleben zum Beispiel läuft die Betriebsgenehmigung im Jahr 2034 aus, aus 40 Jahren Zwischenlagerung werden 80 oder gar 100 Jahre.
Sind die Behälter mit dem hochradioaktiven Müll darin auf derart lange Lagerzeiten ausgelegt? Was ist mit der Sicherung dieser Lagerstätten gegen Terrorschläge oder Flugzeugabsturz? Welche weiteren Probleme sind mit der verlängerten Lagerung verbunden?
Sind Nachrüstung oder Neubau Alternativen? Wie gehen andere Länder mit dem Problem um?

Manuel Reichardt und Dennis Köhnke von der Technischen Universität Braunschweig aus dem Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz stellen Ergebnisse aus dem ENTRIA Forschungsprojekt zur „Oberflächenlagerung“ vor.

In Kooperation mit der Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg, der  Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg  und der  Rechtshilfe Gorleben.

 

Los geht´s um 19.00h im Ratskeller in Lüchow. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.
=> http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=20159

 

Di. 06.02.2018 –  Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Alphabet“ (D 2013 – 109min.)
98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%.
Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht.
Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.

Los geht´s um 19.30h im Kino Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

 

Sa. 17.02.2018 – 12. Atommüllkonferenz in Kassel
Die Fachkonferenz der Anti Atom Initiativen lädt zur zwölften Atommüllkonferenz.
Für alle, die sich einmal auf den aktuellen Stand bundesweiter Diskussionen zum Thema Atommüll bringen wollen sei diese Konferenz ans Herz gelegt. Atommüllkonferenzen finden jeweils im Frühjahr und Herbst statt.

Alle Infos und das Programm findet ihr unter => www.atommuellkonferenz.de

 

So. 18.02.2018 –  17.00h – Gasthaus Wiese – „Aktiviert Euch!“


Die Auseinandersetzung um die Atomkraft hat das Wendland geprägt.

Du hast Lust, Ideen für das Widerstandsjahr 2018 zu sammeln, dich über Projekte zu informieren, dich mit anderen darüber auszutauschen oder selbst einen Beitrag zu leisten?

Das Wendland hat die Auseinandersetzung um die Atomkraft geprägt.

Komm zum BI-Treffen für Aktive und solche, die es werden wollen.
Bring dich ein, übernimm eine kleine Aufgabe und schreibe damit die Geschichte fort.

Klönschnack bei heißer Suppe und kalten Speisen!
Sonntag, 18. Februar 2018 um 17Uhr  Gasthof Wiese , Gedelitz

 

Do. 22.02.2018 – 20.15h / 21.30h – Kino Lüchow –  Filmabend: „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“ von Helmut Koch
Widerstandgeschichte in wackeligen Bildern sind am 41. Jahrestag der Standortbenennung, am 22. Februar, als Premiere um 20:15 und 21:30 Uhr im Lüchower Kino zu sehen.
„Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!“ ist der Titel eines Super-8-Stummfilms der zwischen 1978 und 1980 im Wendland entstand.
Zu sehen ist: Wiederaufforstung auf dem „Platz“, Hochzeit in Schmarsau, Katastrophen-Winter, Demo in Lüchow, Geschichte einer Fahne, Niedersachsentag, Blockade der Celler Brunnenbau, Frauentag in Trebel, 1004-Besetzung und -Räumung und anderes.
Ein Film von Helmut Koch, 1980. 2016/17 digitalisiert, von 90 auf 58 Minuten geschnitten und mit Zwischen- und Untertiteln versehen.
Eintrtitt frei, die Hutkasse geht rum.

Bitte Plätze reservieren:  => www.wendland-kino.de

 

In Kooperation mit Helmut Koch, dem Kino „Alte Brennerei“ Lüchow, dem Gorleben Archiv und der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

20.01.2018 – Berlin – Demo „Der Agrarindustrie die Stirn bieten!“
Gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und Gerechten Welthandel werden am kommenden Wochenende die Menschen in Berlin auf die Straße gehen.

Aus dem Wendland werden sich Bäuerinnen und Bauern mit ihren Treckern anschließen.

Ab Salzwedel könnt ihr aus dem Wendland mit der Initiative „IgiT“ gemeinsam mit der Bahn anreisen.

Alle Infos zur Demo gibt´s hier => www.wir-haben-es-satt.de/

Kontakt für die TreckerfahrerInnen => www.wir-haben-es-satt.de/trecker/organisatorisches/

Kontakt zu IgiT => www.igit.lindenweg.info

 

Wir wünschen allen Teilnehmenden eine kraftvolle Demonstration!

 

Empfehlenswert

 

Crowdfunding – Abfüllbar – Wendland!
Plastik ist praktisch, vielseitig und bunt. Plastik ist aber auch schädlich, für die Umwelt wie für die Gesundheit. Jeder von uns produziert im Durchschnitt mehr als 600 kg Abfall jährlich. Dies ist eine der höchsten Raten unter den Industrieländern. Obwohl wir recyceln und kompostieren, gelangt zu viel Müll in die Umwelt. Diese Abfälle verschmutzen unsere Gewässer, die Böden und sogar unsere Luft.
Plastikmüll ist besonders problematisch, da er sich nicht zersetzt, sondern in Mikroplastik zerfällt. Die winzigen Partikel gelangen über unsere Gewässer im Meer und werden von Fischen gefressen und landen so wieder auf unserem Teller. Viele Meerestiere verenden qualvoll an großen aber auch winzig kleinen Plastikteilchen.
Einen guten Artikel findet ihr beim NABU: Eine Welt aus Plastik
=> www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologischleben/alltagsprodukte/14058.html

Plastik ist mittlerweile überall drin oder dran – und genau das macht es so schwer, darauf zu
verzichten. Ein Projekt aus dem Wendland möchte da in Zukunft Hilfestellung geben.
Die ‚AbfüllBar Wendland‘ möchte mittels eigens dafür entwickelten Lebensmittelspendern aus Holz und Glas (statt wie üblich aus Plastik) und einem flächendeckenden Vertriebssystem das unverpackte, plastikfreie Einkaufen in ländlichen Regionen ermöglichen. Um starten zu können braucht sie allerdings dringend Unterstützung. Noch bis zum 31.01.18 läuft ein Crowdfunding.

Crowdfunding: www.startnext.com/abfuellbar-wendland
Projekt-Seite: www.abfuellbar-wendland.de

 

Vormerken
So. 04.03.2018 – Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Do. 08.03.2018 – Filmabend „Furusato – Wunde Heimat“  anlässlich des Fukushima Jahrestages

Mo. 12.03.2018 – Fukushima Mahnwache, wie jeden Montag im Jahr, mit einem besonderen Programm anlässlich des Fukushima Jahrestages
In eigener Sache
Die Spendenbescheinigungen für das Jahr 2017 werden in der ersten Februar Woche 2018 versendet.  Solltet ihr im weiteren Verlauf auf eure Spendenbescheinigung warten, meldet euch bitte ab Mitte Februar bei uns, möglicherweise haben wir keine aktuelle Adresse von euch.  Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für die großartige Unterstützung unserer Arbeit!

Wir wünschen euch eine schöne Zeit, passt auf euch auf und kommt gut durch den „Winter“!

Sonnige Grüße
Torben Klages
Für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstr. 2029439 Lüchowbuero@bi-luechow-dannenberg.deTel. 05841/4684www.bi-luechow-dannenberg.de