Schlagwort: Widerstand

.ausgestrahltNews | Kette, Castor und eine illegale Steuer

.ausgestrahlt-Newsletter
8. Juni 2017
es schreibt Jochen Stay

ausgestrahlt_large


Liebe/r Anti-Atom-Koordination Berlin,

ereignisreiche Tage: Eigentlich wollte ich Dir in diesem Newsletter nur ausführlich schildern, was Du alles tun kannst, um die Menschenkette von Tihange bis Aachen am 25. Juni zu einem Erfolg zu machen. Nun knallte gestern das Urteil in Sachen Brennelemente-Steuer auf den Tisch – und am Neckar kann jeden Tag der Castor-Alarm ausgerufen werden. Und, und, und …

Viel Stoff zu lesen also mal wieder, verbunden mit meiner Bitte an Dich, Dir die Zeit zu nehmen, Dich hier zu informieren und zu überlegen, ob und wie Du selbst aktiv werden kannst. Gerade das aktuelle Desaster um die Brennelementesteuer zeigt, wie dringend notwendig es weiter ist, sich in die Atompolitik einzumischen.


Aktuelle Informationen in diesem Newsletter:

1. Menschenkette: Du bist Multiplikator*in
2. Desaster Brennelemente-Steuer
3. Castor-Alarm am Neckar steht kurz bevor
4. CSU-Anhänger*innen wollen Aus für AKW Gundremmingen
5. .ausgestrahlt informierte auf Kirchentag und im Wendland
6. Junger atomkritischer Sachverstand gesucht
7. Drei offene Stellen bei .ausgestrahlt: Bewerbungsschluss 18. Juni
8. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand


Herzliche Grüße

Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

1. Menschenkette: Du bist Multiplikator*in

In gut zwei Wochen ist es soweit, dann werden sich Zehntausende Atomkraftgegner*innen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland auf 90 Kilometern die Hände reichen – ein unübersehbares Zeichen für den europäischen Atomausstieg. Doch damit die Kette ein Erfolg wird, braucht es jede*n Einzelne*n. Nicht nur diejenigen sind gefragt, die immer mal wieder zu einer Anti-Atom-Demo gehen, sondern auch alle, die das nur sehr selten oder noch nie gemacht haben, egal ob nah dran oder mit weiter Anreise.

Erfahrungsgemäß entscheiden sich die meisten in den letzten zwei Wochen, ja teilweise erst in den letzten Tagen vor einer solch großen Aktion zum Mitmachen. Wenn Du jetzt diese Zeilen liest, bist Du Multiplikator*in: Denn nichts ist wirkungsvoller als die persönliche Ansprache von Bekannten, ob im Gespräch, per E-Mail, Brief oder wie auch immer. Machst Du mit bei der Werbung für die Kette?

Diese Bekannten müssen nicht nur in Deiner Nachbarschaft wohnen (mit denen aus Deinem Ort kannst Du eine Fahrgemeinschaft bilden), sondern auch irgendwo sonst in der Republik, in Belgien oder den Niederlanden. Weise sie auf die Aktion hin, aber – ganz wichtig – achte dabei auf folgende Hinweise:

Besonders wichtig, damit die Kette klappt:

a. Beachte unbedingt das Konzept „Wohnort bestimmt Aktionsort“, denn eine Menschenkette funktioniert wirklich nur dann, wenn sich alle gleichmäßig verteilen – und deswegen müssen etwa die Berliner*innen woanders hin als die Kölner*innen und die Menschen aus verschiedenen Stadtteilen von Aachen fahren auch zu unterschiedlichen Streckenabschnitten. Welche Regionen zusammengehören, siehst Du hier.

b. Alle aus Deutschland müssen über die Grenzen nach Belgien und die Niederlande und treffen auf den dortigen Streckenabschnitten Menschen aus den Nachbarländern. Nur etwa 4 km der Strecke verlaufen hierzulande und die sind schon voll. Wer wohin fährt, findest Du hier.

c. Die Anreise mit der Bahn funktioniert nicht, denn die wenigen Nahverkehrszüge an der Strecke werden heillos überfüllt sein. Bisherige Busse und Mitfahrgelegenheiten sind hier zu finden (die Liste wird ständig länger). Wer selbst einen Bus organisiert oder andere Mitfahrgelegenheiten, sollte die unbedingt eintragen.
Die Verkehrswege rund um die Kette siehst Du hier.

d. Die Organisation einer so großen Aktion über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg erfordert einen riesigen Aufwand, nicht zuletzt finanziell – auch für uns bei .ausgestrahlt, die wir die Organisator*innen vor Ort personell, mit Geld und Knowhow massiv unterstützen. Kannst Du etwas beitragen? Spende hier.
(Zur Unterscheidung: .ausgestrahlt ist auch Spendenadresse des örtlichen Bündnisses, für die wir die Finanzverwaltung übernommen haben. Doch unter dem hier angegebenen Link sammeln wir Spenden für unseren eigenen hohen Aufwand in Sachen Menschenkette.)

Hausaufgabenhefte und Ketten-Banner

Uns von .ausgestrahlt ist es besonders wichtig, dass sich bei der Kette nicht alles alleine um Tihange dreht, sondern alle anderen AKW, die die Region um Lüttich, Maastricht und Aachen bedrohen, ebenfalls Thema sind – auch die noch immer in Deutschland laufenden. Du kannst uns dabei helfen, diese Botschaft während der Kette rüberzubringen:

Das mit dem Aachener Aktionsbündnis zusammen herausgegebene „Hausaufgaben-Heft für Atomkraftgegner*innen“ mit Ideen zum aktiv bleiben nach der Kette (nicht nur zu Tihange) drucken wir 20.000-mal im praktischen Hosentaschen-Format. Damit in der Kette möglichst viele Menschen ihr Heft bekommen, suchen wir zahlreiche Verteiler*innen, denen wir vorher 50 oder 100 Exemplare schicken können, die sie in ihrem Abschnitt austeilen. Machst Du mit? Dann bestelle hier Dein Päckchen.

Es gibt wieder Kettenbänder, um kleine Lücken zu schließen. Diese Bänder bekommst Du jedoch erst während der Aktion (gegen eine Spende) und nur an der Strecke. Zusätzlich haben wir aber auf großen sechs Meter langen Bannern das Motiv der Kettenbänder aufgedruckt: Alle AKW der Region mit dem dreisprachigen Slogan „Atomkraft überall abschalten“. Bitte trage dazu bei, dass diese Banner mit dieser Botschaft in der Kette auftauchen und bestelle jetzt Dein eigenes Exemplar. Bitte schnell (vor-)bestellen, damit wir planen können. Danke!


2. Desaster Brennelemente-Steuer

Die Brennelemente-Steuer ist verfassungswidrig und der Staat muss inklusive Zinsen etwa sieben Milliarden Euro an die AKW-Betreiber zurückzahlen. Das hat gestern das Bundesverfassungsgericht entschieden. Damit rächt sich bitter, dass die Bundesregierung es nicht geschafft hat, bei den Verhandlungen über die Folgekosten der Atomkraft im letzten Herbst die Stromkonzerne zu verpflichten, alle ihre Klagen zurückziehen, wenn sie schon von der Haftung für die Atommüll-Lagerung befreit werden. Für Eon, RWE und Co ein unverschämt gutes Geschäft auf Kosten der Allgemeinheit.

.ausgestrahlt hatte genau davor gewarnt und außerdem eine Nachschusspflicht in den neuen öffentlichen Fonds gefordert, wenn es den Unternehmen wieder besser geht. Jetzt geht es ihnen besser – aber das Geld landet nicht im Atommüll-Topf, sondern bei den Aktionär*innen.

Aus den Reihen von SPD, Grünen und Linkspartei wurden gestern Forderungen laut, mit einer neuen, verfassungskonformen Abgabe-Regelung die AKW-Betreiber zukünftig an den Lasten für die Allgemeinheit zu beteiligen. .ausgestrahlt wird sie im Bundestagswahlkampf und bei einer möglichen Regierungsbeteiligung daran messen.

Die gestrige Presseerklärung von .ausgestrahlt.

Ein treffender Kommentar von Jürgen Döschner (WDR).


3. Castor-Alarm am Neckar steht kurz bevor

Seit dem 16. Mai liegt die Transportgenehmigung vor und die ersten drei Behälter werden in Obrigheim beladen. Es kann also jeden Tag mit dem ersten von geplanten fünf Transporten losgehen. Alarm wird ausgelöst, sobald das leere Schiff sich von Neckarwestheim, wo es derzeit liegt, auf den Weg nach Obrigheim macht, um die Atommüll-Behälter abzuholen. Schon bei diesem Leertransport, der zehn bis zwölf Stunden dauert, sind erste Aktionen geplant. Treffpunkt ist die Mahnwache in Gundelsheim. Wer also aktiv werden möchte, sollte schon dort dabei sein.

Möglicherweise folgt der Transport der Castoren schon am darauffolgenden Tag. Dann gibt es eine Mahnwache als Anlaufpunkt in Heilbronn. Die Möglichkeit, Dich in den Alarm-Verteiler einzutragen, alle Infos zu den Örtlichkeiten, den Aktions-Plänen (soweit öffentlich), Ausrüstungs-Liste und viele weitere nützliche Hinweise hier.


4. CSU-Anhänger*innen wollen Aus für AKW Gundremmingen

.ausgestrahlt hat das Meinungsforschungs-Institut Emnid beauftragt, die Stimmung in Bayern zum AKW Gundremmingen herauszufinden. Wie viele Menschen unterstützen die Forderung „Wer B sagt, muss auch C sagen – beide Blöcke 2017 abschalten“? Die Ergebnisse sind erstaunlich: 52 Prozent des Bayerinnen und Bayern sind dafür. Nur 42 Prozent wollen, dass der Atomausstieg in Gundremmingen nicht beschleunigt wird. Überrascht hat uns, dass selbst 46 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der CSU dafür eintreten, schon in diesem Jahr ganz auf dieses Atomkraftwerk zu verzichten. Die Chancen sind also gar nicht so schlecht.
Die Pressemitteilung zur Umfrage, die Süddeutsche Zeitung berichtete.


5. .ausgestrahlt informierte auf Kirchentag und im Wendland

Vier gut frequentierte Infostände und Ausstellungen innerhalb von zwei Wochen hatte .ausgestrahlt bei der „Kulturellen Landpartie“ im Wendland, der „Widerstandspartie“ in Gorleben und dem evangelischen Kirchentag in Berlin. Unterm Strich haben wir hunderte Gespräche geführt, mit früher Aktiven, heute Aktiven, zukünftig Aktiven, Förderinnen und Förderern. Wir haben viel Informationsmaterial verteilt und festgestellt, dass junge Menschen die Anti-Atom-Sonne mögen, selbst wenn sie deren lange Geschichte noch gar nicht kennen.


6. Junger atomkritischer Sachverstand gesucht

Viele atomkritische Expert*innen, die der Anti-Atom-Bewegung nahestehen, sind schon Jahrzehnte dabei. Bisher sind zu wenige Nachfolger*innen in Sicht. Deshalb organisiert der Trägerkreis „Atommüllreport“, zu dem auch .ausgestrahlt gehört, die Sommerakademie „Atomares Erbe – Herausforderungen für die nächste Generation“ vom 2. bis 6. August in Wolfenbüttel. Wenn Du jüngere kritische Studierende oder Wissenschaftler*innen kennst, von denen Du annimmst, sie könnten sich für das Thema interessieren, dann weise sie doch bitte auf diese wichtige Veranstaltung hin. Übrigens soll die Teilnahme nicht am Geld scheitern. Flyer dafür gibt es hier.


7. Drei offene Stellen bei .ausgestrahlt: Bewerbungsschluss 18. Juni

Zur Erinnerung: .ausgestrahlt sucht für eine Elternzeitvertretung vom 1. September 2017 bis mindestens 28. Februar 2019 eine*n Verantwortliche*n für Webtechnik und EDV im Umfang von 20-25 Stunden. Darüber hinaus stellen wir unbefristet eine*n Organizer*in mit 20 Stunden und eine*n Mitarbeiter*in für Büromanagement mit 35-40 Stunden ein, beides zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der*die für eine dieser Stellen in Frage kommt. Je nach Qualifikation lassen sich auch Aufgaben koppeln.


8. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand

Voller guter Argumente: „Kindergeburtstag für den Atomausstieg“ im ZDF. Bitte weiter verbreiten.

Der Deutsche Ärztetag warnt vor Verharmlosung möglicher Strahlenschäden bei „Freimessung“ von Atommüll.

Die Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig ist aus dem Gefängnis raus.


############################################################

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen Atomkraftgegner*innen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.

Mehr über .ausgestrahlt

BI Umweltschutz: Gorlebentag ante portas

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

bi umweltschutz castor antiatom

 

Pressemitteilung 28.05.2017

 

Tausende haben in den letzten zwei Jahren die Widerstandspartie der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) besucht. Direkt an den Atomanlagen in Gorleben wird im Rahmen der Kulturellen Landpartie gefeiert, informiert und demonstriert.

„Die Endlagersuche wurde neu gestartet, aber Gorleben bleibt als möglicher Standort gesetzt. Die geologischen Suchkriterien wurden wieder einmal auf den Salzstock Gorleben so zugeschnitten, dass er immer noch als nukleares Endlager in Frage kommt, das haben wir satt“, unterstreicht die BI.

„Der Protest gegen Atomkraft war und ist auch immer ein Protest gegen das konventionelle Energiesystem gewesen“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. „Mit unserer diesjährigen Kulturellen Widerstandspartie wollen wir dem noch mehr Rechnung tragen und haben Engagierte des Landkreises eingeladen, ihre Aktivitäten und Vorstellungen zu einem klima- und ressourcengerechten Leben in Lüchow-Dannenberg vorzustellen.“

Diese Einladung haben die WachstumsWende Wendland in Kooperation mit der Klimaschutzleitstelle des Landkreises zum Anlass genommen, eine Veranstaltung zum Thema Suffizienz zu organisieren, auf der Engagierte und Initiativen zeigen können, wie es ihnen gelingt, Genügsamkeit und Maßhalten in ihren Alltag zu integrieren.

Unter der Überschrift „Das GUTE LEBEN“ haben sich so verschiedene Initiativen wie Landwende, Reparatur-Café Dannenberg, Kulturland eG, Energieberatung Niedersachsen, uma institut, Partnerbetriebe der Biosphäre sowie engagierte Einzelpersonen zum Gemeinschaftsstand ‚Klimaschutz-Rundling‘ zusammengetan. An ihren Ständen wollen die Initiativen mit Interessierten ins Gespräch darüber kommen, wie ein anderes und ihrer Meinung nach besseres Leben im Landkreis und anderswo aussehen kann. Dabei heißt „besser“ nicht nur klima- und ressourcenschonender, sondern auch genussvoller, gesünder, gemeinschaftlicher, und sparsamer. Unter anderem wird es möglich sein, ein mobiles Tiny House zu besichtigen, welches kürzlich innerhalb einer Jahresabschlussarbeit der Freien Schule Hitzacker erstellt wurde.

Parallel dazu finden halbstündige Sofagespräche zu den Themen Plastikfreies Leben, Wohnen im Tiny House, Gemeinschaftsnutzung in der Mobilität, Selbstversorgung und Solidarische Landwirtschaft sowie Kultur-, Bewusstseins- und Politikwandel statt. Auf dem Sofa stehen lokale Experten den Fragen der Moderatoren und aus dem Publikum Rede und Antwort.

„Wir wollen mit dieser Aktion die Vernetzung Gleichgesinnter in der Region fördern, die Besucher zum Nachdenken anregen sowie praktische Tipps zum persönlichen Wandel geben. Außerdem hoffen wir, den einen oder anderen neuen Mitstreiter für die Initiativen zu werben“, so Lia Jahrens, von der WachstumsWende Wendland.

 

An den Atomanlagen Gorleben herrscht nicht nur zur Widerstandspartie reges Treiben. An den Wochenenden könnt ihr Euch zu allgemeinen und Fachvorträgen dort einfinden. Die BI und ihre Fachgruppen informieren dann direkt am Ort des Geschehens über die Probleme. Hier finden Sie/findet ihr die Themen und Termine:

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=18523

Die BI gastiert auch an anderen Orten:

Di. 30.05.17 – 18.30h – Politischer Wunderpunkt Klein Witzeetze 6 Die „Öko-Politfilmreihe“, eine Kooperation des Kulturvereins Platenlaase und der BI, gastiert mit einer Filmvorführung. Um 18.30h läuft dort der Film „Seefeuer“. Eintritt frei – Hutkasse geht rum.

Mi. 31.05.2017 – 15.30h – Wunderpunkt Zadrau „Alte Schule“ Vortrag und Diskussion – „Gorleben oder wie wir den Deckel endgültig draufmachen“ Lokale Standortinitiative trifft weltweiten Anti Atom Widerstand.

Input von und Diskussion mit Kerstin Rudek und Günter Hermeyer von der BI.

So schafft Bayern die Energiewende nicht

Presseerklärung v. 20.4.17

anti-atom

 

Neue Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik bestätigen

So schafft Bayern die Energiewende nicht

 

Heute veröffentlichte Zahlen des Landesamtes für Statistik zeigen, dass Bayern den wegfallenden Atomstrom nicht ausreichend mit Strom aus Photovoltaik und Windkraft ersetzt. So macht sich Bayern abhängig von Einfuhren aus Atom- und Kohlekraftwerken und dem Bau subventionierter und klimaschädlicher Gaskraftwerke.

 

Das Bayerische Landesamt für Statistik hat Zahlen zur sogenannten allgemeinen Versorgung der Elektrizitätswirtschaft für das Jahr 2016 veröffentlicht. Diese Zahlen enthalten jedoch weder die Stromeigenerzeugung der Industrie noch die der kleinen PV- und Biogasanlagen mit einer Leistung unter 1000 Kilowatt.

Die Stromerzeugung der großen Stromfirmen ist gesunken. Die weggefallene Stromerzeugung des AKW Grafenrheinfeld bei Schweinfurt ist nicht durch Stromerzeugung aus Photovoltaik und Windkraft ersetzt worden. Bayern plant weiter, den bisherigen eigenen Atomstrom durch Strom aus anderen Ländern zu ersetzen. Da die Stromverbindungen mit Nord- und Ostdeutschland unzulänglich sind, setzt man auf Stromlieferungen aus Tschechien und Baden-Württemberg wie auch Frankreich. Und somit auf Atom- und Kohlestrom. Für Umweltschützer ein Wahnsinn! Und für Bayerns Wirtschaft ein Nachteil.

 

Bayern wollte und könnte es besser machen. Im am 19. Juli 2013 von der CSU beschlossenen Bayernplan heißt es vernünftig: „Wir wollen so viel Strom, wie wir in Bayern verbrauchen, in Bayern selbst herstellen.“ Allerdings hat dann die CSU unter H. Seehofer in Berlin zugestimmt, dass der PV-Ausbau in Deutschland auf einem niedrigen Niveau gedeckelt wird. Und in München hat die CSU-Mehrheit im Landtag mit einer 10H-Regelung beschlossen, den Windkraftausbau massiv zu behindern. Zugleich sollen in Bayern subventionierte Erdgaskraftwerke gebaut werden. Hierzu haben jedoch vernünftigerweise Berlin und Brüssel noch nicht ihre Zustimmung erteilt.

 

Da Bayern viele Stromleitungen nach Baden-Württemberg und Tschechien hat und der Ausbau der Stromverbindungen mit Nord- und Ostdeutschland um viele Jahre verzögert wurde, werden wir immer mehr Atom- und Kohlestrom aus Baden-Württemberg wie auch Frankreich und aus Tschechien einkaufen. Und einige spekulieren auf eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke.

 

Andere Bundesländer machen es besser: So bauen gerade Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ihre Windkraft aus und erzeugen mit Erneuerbaren Energien schon etwa so viel Strom wie in den Ländern verbraucht wird. Auch Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Niedersachsen kommen in der Energiewende voran. Bayern hingegen lügt sich in die Tasche. So sagte am 5. April bei der Eröffnung einer Fachtagung in München der zuständige Staatssekretär F. Pschierer: „„Bayern ist Vorreiter bei der Energiewende.“

In Wirklichkeit erzeugt Bayern nur etwa 40 Prozent des im Land verbrauchten Stroms aus Erneuerbaren Energien. Und profitiert hierbei auch noch von der Lage vor den Alpen, wo sich die Wolken abregnen und so viele Wasserkraftwerke möglich sind.

 

Bayern kann und sollte Dreierlei tun:

  • Photovoltaik und Windkraft schwungvoll ausbauen. Neue Anlagen liefern hier den Strom für 6 bis 8 Cent je Kilowattstunde. Billiger als neue Gas- oder Kohlekraftwerke.
  • Biogasanlagen flexibilisieren, so dass sie dann viel Strom liefern, wenn PV und Windkraft wenig leisten. Zugleich braucht Bayern zur Nutzung des PV-Stroms am Abend und in der Nacht auch Speicher. Dies können Pumpspeicherkraftwerke wie auch elektro-chemische Speicher werden.
  • Den Stromverbund gerade mit Nord- und Ostdeutschland durch den Bau verlustarmer HGÜ-Leitungen verbessern. Denn wetterabhängige Stromquellen brauchen die großräumige Verteilung und den großräumigen Verbund. Moderner Stromverbund hat erheblich weniger Energieverluste und ist somit effizienter und ist auch preiswerter als der Bau von Speichern.

 

 

 

Raimund Kamm  (Vorstand)

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager

und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm

BI Umweltschutz: Termine im April

antiatom castor

Liebe Freundinnen und Freunde,

kurz Luft holen heißt es für uns im April mit einem überschaubaren Terminplan.

Nach den Aktivitäten rund um 40 Jahre Standortbenennung und 40 Jahre BI wurde im März auch der neue Vorstand der Bürgerinitiative gewählt. Nun heißt es sich zusammenfinden, um die kommenden Herausforderungen zu skizzieren. Mit der Kulturellen Landpartie in greifbarer Nähe, weiteren Rostfässer Funden in Gorleben, einem verabschiedeten und stark kritisiertem Standortauswahlgesetz, Castor Transporten in Süddeutschland und zahlreichen Sommeraktionen bleibt folgerichtig dann auch nur ein Moment, um einmal kräftig durchzuatmen.

Ein freundliches „Hallo!“ dem neuen Vorstand => http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=9346

Rostfässer! Ein zorniges „Hallo???“ der niedersächsischen Atomaufsicht =>

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=18482

 

Termine

 

Di. 04.04.2017 – Öko-/Politfilmreihe zeigt: „Bikes vs. Cars“ (S 2015-91min.)

„Bikes vs. Cars“ zeigt eine globale Krise, über die wir uns längst bewusst sind und über die wir sprechen sollten: Klima, Ressourcenvergeudung, sowie ganze Städte, die von Autos vereinnahmt und verschlungen werden…
Ein stets steigendes schmutziges und lautes Verkehrschaos.
Das Fahrrad ist eine Alternative, um dem entgegenzuwirken, aber die Autoindustrie investiert jährlich Millionen in Lobbyarbeit und Werbung, um ihr Geschäft zu schützen.

Passend zum Thema begrüßen wir den Klimaschutzmanager unseres Landkreises, Hans-Albrecht Wiehler, der die Arbeit der Klimaschutzleitstelle und das Projekt „100% Klimaschutz in Lüchow-Dannenberg“ vorstellen wird.

Los geht´s um 19.30h im Kinosaal Platenlaase. Der Eintritt ist frei, die Hutkasse geht rum.

 

Termine anderer VeranstalterInnen

 

Fr. 14.04.17 – 13.00h Gronauer Ostermarsch
Am Karfreitag, 14. April, startet am Bahnhof in Gronau der diesjährige Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau. Der UAA-Betreiber Urenco beliefert ein Drittel des Weltmarktes mit angereichertem Uran, darunter den belgischen AKWBetreiber Electrabel und die ukrainische Atomindustrie im Kriegsgebiet. Mit der Zentrifugentechnologie lassen sich zudem Atombomben bauen und europäische Militärstrategen liebäugeln nach der Wahl von Donald Trump in Hinterzimmern mit einer europäischen Atomstreitmacht. Die zivile und militärische Nutzung der Urananreicherung lassen sich nicht trennen!

Alle Infos => https://sofa-ms.de/?page_id=602

 

So. 23.04.17 – 2 vor 12h – Protest- und Kulturmeile vor dem AKW Brokdorf
Anlässlich des Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl findet auch in diesem Jahr wieder die Protest- und Kulturmeile vor dem AKW Brokdorf statt.

Aus dem Aufruf:
„Im Falle eines schweren Nuklear-Unfalls im AKW-Brokdorf müsste Norddeutschland evakuiert werden – von Flensburg bis Hannover, von Emden bis Schwerin. Das hat die für den Strahlenschutz zuständige Behörde, das Bundesamt für Strahlenschutz, im Jahr 2014 errechnet. Bis zur Stilllegung des AKW Brokdorf sind wir, ca. 5 Millionen Menschen, dem Risiko einer Verstrahlung ausgesetzt. Außerdem wachsen die Atommüllberge weiter.“

Gesamter Aufruf und alle Infos hier =>
http://www.brokdorf-akut.de/protest-und-kulturmeile-am-sonntag-dem-23-april-2017-12-uhr-vor-dem-akw-brokdorf/

 

So. 23.04.17 – ab 15.00h – e-Ventschau SPEZIAL „31 Jahre Tschernobyl – 6 Jahre Fukushima“
Als Erweiterung zum jährlichen e-Ventschau-Festival findet auch dieses Jahr wieder ein e-Ventschau SPEZIAL statt.
In Erinnerung an den 31. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wird der Umweltjournalist und Fotograf Alexander Tetsch am Sonntag, den 23.04.17 um 15.00h nach Ventschau kommen.
In seinem neuen Vortrag „Was Sie schon immer über das Atom wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“, gewährt er uns Einblicke, in teilweise haarsträubende Tatsachen und wohlweislich verschwiegene Informationen rund um das Atom-Thema, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen.

Im Anschluss wird das Lüneburger Musiker-Trio „Brass Riot“ mit einer Mischung aus elektronischer Clubmusik und fettem Saxophonsound für nachhaltig positive Energie sorgen.

Alle Infos => http://e-ventschau.de/2017/01/alexander-tetsch-die-wahre-katastrophe-ist-das-vergessen/

 

Vormerken

 

Die Kulturelle Landpartie 2017
Nicht mehr sooo lange und die Kulturelle Landpartie öffnet wieder ihre Pforten. Vom 25. Mai bis zum 5. Juni 2017 präsentieren dann wieder die Wunderpunkte im Wendland ein abwechslungsreiches und spannendes Programm.

Wieder mit dabei ist die Kulturelle Widerstandspartie am Freitag vor Pfingsten – 02. Juni 17 – ab 14.00h an den Atomanlagen Gorleben.

Der Reisebegleiter erscheint in der Woche vor Ostern und geht dann in die Verteilung. Ab Ostern könnt ihr dann einen frisch gedruckten Reisebegleiter (5€) im Büro der Kulturellen Landpartie bestellen oder erwerben.
Den Reisebegleiter gibt es dann natürlich auch bei uns im BI Büro und an unseren Infotischen.

Infos zur Kulturellen Landpartie => https://www.kulturelle-landpartie.de/

 

Infos zur Kulturellen Widerstandspartie und dem KLP Programm der BI =>
http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=17982

 

Wir werden das Programm in den kommenden Wochen ergänzen und präzisieren. Das Programm für die Kulturelle Widerstandspartie wird ebenfalls nach Ostern verfügbar sein.

Vielen Dank für Euer Interesse, habt eine sonnige Zeit und auf ein Wiedersehen bei einer der kommenden Aktionen.

Sonnige Grüße

Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstraße 2029439 Lüchow buero@bi-luechow-dannenberg.deTel. 05841/4684 www.bi-luechow-dannenberg.dewww.facebook.com/BI.Luechow.Dannenberg.e.V.

BI Umweltschutz: Misserfolg für die Gorleben-Gegner

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.

http://www.bi-luechow-dannenberg.de

antiatom castor

 

Pressemitteilung 16.03.2017

Die Veränderungssperre in Gorleben war und bleibt rechtens. Das befand das Oberverwaltungsgericht Lüneburg heute (Aktenzeichen: 7 LC 80/15 Fried von Bernstorff./. BRD und 7 LC 81/15 Greenpeace./. BRD OVG Lüneburg). Denn an Gorleben als Endlagerstandort werde festgehalten, das entschied heute das OVG Lüneburg.

Die Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland hatten Fried von Bernstorff aus Gartow und Greenpeace auf den Weg gebracht, die im Besitz von Salzrechten in Gorleben sind. Seit dem Erkundungsstopp in Gorleben war aus Sicht der Gorleben-Gegner die Lex Gorleben hinfällig“, schreibt dazu die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Das Gericht hält in einer Presseverlautbarung fest: „Die Festlegung einer Veränderungssperre sei zulässig zur Sicherung oder Fortsetzung einer Standorterkundung für Anlagen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Der Sicherungszweck sei durch das Standortauswahlgesetz nicht weggefallen. Zwar sei die bergmännische Erkundung des Standorts Gorleben nach diesem Gesetz beendet worden. Der Salzstock Gorleben werde nach dem Gesetz jedoch wie jeder andere in Betracht kommende Standort in das Standortauswahlverfahren einbezogen. Er sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden. Der Sicherungszweck bestehe damit fort.“

Die Bundesrepublik hielt solange an der Veränderungssperre Gorleben fest, bis sie künftig durch die Novelle des Standortauswahlgesetzes, die im Deutschen Bundestag gerade abschließend gelesen wird, ersetzt wird. Das Gesetz soll verhindern, dass dort wie an anderen potentiellen Standorten eine Eingriffe vorgenommen werden, die eine mögliche Nutzung von Wirtsgesteinen darunter als Atommüllendlager erschweren.

„Wieder einmal wird die Sonderstellung Gorlebens bei der Endlagersuche überdeutlich. Die Extra-Behandlung Gorlebens wird also fortgesetzt, denn es gibt bisher keine anderen potentiellen Standorte. Für die Bundesrepublik als Betreiberin in Gorleben ist das Urteil aber eine politische Blamage, denn die Mär von der angeblich weißen Landkarte fliegt nun auf“, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=18395

Fukushima-Jahrestag: Wir schließen das AKW Brokdorf

atom-nirgendwo_55

Heute früh haben Aktivist*innen von ContrAtom, Robin Wood und der BI Kiel gegen Atomanlagen die Schließung des Atomkraftwerks Brokdorf selbst in die Hand genommen und verhindern die Arbeiten zum Wiederanfahren des Reaktors. Seit den frühen Morgenstunden sind die beiden Einfahrten des AKW nicht mehr passierbar. Die Aktivist*innen fordern anlässlich des Fukushima-Jahrestages die sofortige Schließung aller Atomanlagen weltweit. In den letzten Wochen war während der Revision des AKW Brokdorf herausgekommen, dass die Brennelemente außergewöhnlich starke Oxidschichten gebildet hatten. Daran wird wieder einmal deutlich, dass niemand die Prozesse im Reaktor auch nur nachvollziehen kann – auch vor diesem Hintergrund ist es ein Skandal, die Abschaltung des von PreussenElektra (vormals E.ON Kernkraft GmbH)  betriebenen Kraftwerks auf 2021 zu datieren. Von Atomausstieg kann nicht die Rede sein, wenn das AKW durch den sogenannten Normalbetrieb Tag für Tag die Umwelt radioaktiv verseucht, bis 2021 weiter Atommüll produziert und die dauernde Gefahr eines Unfalls mit unbeherrschbarer Freisetzung radioaktiver Stoffe besteht.

 

Die Tore werden mit einem Dreibein, auf dem sich ein Mensch befindet, und zwei Betonfässsern, an denen Menschen angekettet sind, versperrt. „Wer von Atomausstieg spricht, darf diesen nicht irgendwann in die Zukunft verlegen. Atomanlagen sind jeden einzelnen Tag gefährlich und können jederzeit zu einem Desaster wie in Fukushima oder Tschernobyl führen. Jetzt hat sich wieder gezeigt, dass auch das AKW Brokdorf nicht kontrolliert werden kann“, sagt Aktivistin Marita.

 

Am 11. März 2011 kam es in Fukushima zu einer der größten Atomkatastrophen. Infolge eines Erdbebens und Tsunamis kam es in drei Reaktoren zu einer Kernschmelze, und es traten enorme Mengen radioaktiver Strahlung aus. Menschen, Natur und Umwelt wurden verstrahlt. Vor Kurzem wurden in Fukushima die höchsten je gemessenen Strahlungswerte festgestellt. Die Folgen des Super-GAUs werden die Menschen in der Region noch Jahrtausende zu spüren bekommen. Das Desaster nimmt kein Ende. Die Katastrophe bestätigte, was viele Menschen bereits wussten: Es kann kein sicheres Atomkraftwerk geben!

 

Mit ihrer Aktion wollen die Aktivist*innen auch auf die anstehenden Demonstrationen zum Fukushima-Jahrestag, zum Beispiel in Hamburg aufmerksam machen. Am Jahrestag des Super-GAUs von Fukushima wollen viele Menschen ihren Unmut über die weltweite Atompolitik auf die Straße tragen und sich für eine endgültige Abschaltung aller Atomanlagen weltweit und sofort einsetzen. Die Demonstration in Hamburg beginnt am Samstag um 14 Uhr an der Elbpromenade (U-Bahn Baumwall).

 

PreussenElektra (vormals E.ON Kernkraft GmbH) produziert weiterhin hochradioaktiven Müll, ohne eine Lösung für das Problem zu haben. Der radioaktive Müll wird nur zwischen verschiedenen Standorten hin und her gefahren. Diese Scheinlösung ist keine Lösung.

 

Die Aktivist*innen verstehen sich als Sand im Getriebe der Atomspirale und setzen überall dort an, wo die Atomindustrie verstrahlt, verarbeitet oder transportiert. Dieses Jahr sollen wieder Castoren Atommüll von Obrigheim nach Neckarwestheim bringen und in den kommenden Jahren sollen nach dem  Willen der Regierung Castoren aus Sellafield nach Brokdorf transportiert werden.„Am Tag X werden wir auch an die Strecke kommen und uns dem Castor in den Weg stellen“, erklären beteiligte Aktivist*innen.

BI Umweltschutz: Termine im März

antiatom castor

Liebe Freundinnen und Freunde,

der Frühling naht, wir sind schon da!

Der März bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen zu denen wir uns unter der Anti Atom Sonne versammeln können. Am Wochenende wurden auf dem Neckar bereits erste gelbe Anti Atom Enten gesichtet, die zwar der Jahreszeit untypisch, dem Anlass aber angemessen, in Scharen gen Süddeutschland zogen.

Aktuelle Berichte zu den anstehenden Castor-Transporten auf dem Neckar gibt´s hier => https://neckar-castorfrei.de/

Weit weniger farbenfroh schreitet der Prozess um das Standortauswahlgesetz voran. Hier dominiert vor allem schwarz auf weiß und die offenkundig treibende Kraft liegt, wie immer, im Zeitmangel. Möglichst schnell soll das Gesetz bereits in dieser Woche in die erste Lesung und am Ende des Monats soll dann eine Beschlussfassung im Bundesrat erfolgen. Die auslaufende Veränderungssperre für den Standort Gorleben, deren Verlängerung eine weitere Bankrotterklärung für die Politik und den Prozess um das StandAG wäre, spielt dabei sicherlich eine gewichtige Rolle.

Dazu die Pressemitteilung der BI „Endlagersuche: Tempo, Tempo statt Sorgfalt“ mit einer ausführlichen Stellungnahme des BI Vorsitzenden Martin Donat:

http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?p=18246

 

Termine

 

Di. 07.03.2017 – 19.30h Öko-/Politfilmreihe zeigt: „How to change the world – Greenpeace, wie alles begann“

Für seinen packenden Dokumentarfilm HOW TO CHANGE THE WORLD konnte sich Regisseur Jerry Rothwell aus einem riesigen Archiv unglaublicher, bisher unveröffentlichter Filmaufnahmen bedienen. Er erzählt die Geschichte der frühen Jahre von Greenpeace – vom grenzenlosen Idealismus und der Aufbruchsstimmung der ersten Stunde, bis zu den inneren Konflikten, die den rasanten Aufstieg zu einer der größten Non-Profit-Organisationen der Welt begleiteten.

Ein atemberaubender Film über den vielleicht wichtigsten politischen und kulturellen Wendepunkt unserer Zivilisation in den vergangenen 50 Jahren.
“Sie waren sich einig, dass eine Hand voll Leute die Welt verändern kann. Sie waren sich bloß nicht einig wie.”

Mit sehr freundlicher Unterstützung von Greenpeace e.V. .

“How to change the World – Greenpeace, wie alles begann”
Di. 07.03.17 – Beginn 19.30 Uhr
Kinosaal Platenlaase – Eintritt frei, die Hutkasse geht rum.

 

Sa. 11.03.2017 – 15.00h Demo Gedelitz/Gorleben: „6 Jahre Fukushima – 40 Jahre Gorleben: Lügen, pfuschen und vertuschen!“

Wir gedenken den Opfern der Atomkatastrophe von Fukushima, fordern “Alle Atomanlagen sofort stillegen!” und setzen gleichzeitig ein Zeichen gegen die Atommüll-Pläne in Gorleben, die noch lange nicht vom Tisch sind.

Um 15.00h startet der Demozug in Gedelitz in Richtung Bergwerk Gorleben.

Dort angekommen gibt es Redebeiträge von Herbert Schaper-Biemann für die Fukushima Mahnwache Dannenberg und Wolfgang Ehmke für die BI. Gesine Wiese aus Gedelitz wird ein Grußwort aus Fukushima verlesen.

Musikalisch wird die Demo umrahmt von XAMBA und dem Duo Lili Vollmer (Sax) und Betsy Miller (Voc.+Git.).

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt – Kuchenspenden sind trotzdem willkommen!

Auf die Straße für die Abschaltung aller Atomanlagen, WELTWEIT!

 

Do. 16.03.2017 – 19.00h Vortragsabend „Indianischer Widerstand in Standing Rock“

Die AG gegen Fracking der BI lädt zu einer besonderen Veranstaltung mit Dr. Michael Koch.

Seit April 2016 protestieren tausende nordamerikanische Indianer gegen den Bau der Dakota Access Erdölpipeline durch ihre Gebiete, die 75000m³ Rohöl täglich über 1880 km transportieren soll.
Der ehemalige US-Präsident Obama stoppte das insgesamt 3,8 Mrd. US-Dollar teure Projekt im Dezember 2016. Trump, der in die Pipelinebetreiberfirma  Energy Transfer Partners und die Holding Phillips 66 investiert hat, verordnete per Dekret am zweiten Tag seiner Amtszeit den Weiterbau.  Der Offenbacher Dr. Michael Koch, der an einem Buch über indianischen Widerstand schreibt, und sich seit Jahren für die Freilassung des seit 1975 im Gefängnis festgehaltenen wohl bekanntesten indianischen politischen Gefangenen, Leonard Peltier, einsetzt, wird in einer Mischung aus Vortrag, Lesung, Livemusik, Film- und Bildershow auch auf weiteren indigenen Widerstand, die Völkermordgeschichte an den Native Americans und das heutige Leben in Reservaten eingehen.

„Indianischer Widerstand in Standing Rock“ mit Dr. Michael Koch
Do. 16.03.17 – 19.00h
Ratskeller – Lüchow
Eintritt frei – die Hutkasse geht rum.

 

So. 19.03.2017 – 17.00h Lesung „Pegasus in Gorleben – 40 Jahre Widerstand“

 

Aufgrund der überwältigenden Nachfrage haben sich alle KünstlerInnen bereit erklärt die Lesung vom 26.02.17 zu wiederholen. Ein herzliches Dankeschön und die absolute Empfehlung sich diese Lesung nicht entgehen zu lassen.
Das geflügelte Pferd, seit der Antike Sinnbild für die freie Dichtung, gibt den Namen her für eine Lesung im Künstlerhof Schreyahn mit literarischen Texten zum andauernden Konflikt um den atomaren Müll in Gorleben und anderswo.

Am Sonntag, den 19. März, leitet Axel Kahrs durch das Programm, das Dichterinnen und Dichter im heißen Kampf um das Atom zu Wort kommen lässt: Der Autor Andreas Maier wird seinen schon fast legendären ZEIT-Artikel „Die Legende vom Salzstock“ lebendig werden lassen und seine Wanderung im Elbholz aus „Bullau“ schildern. Der Schauspieler Wolfgang Kaven liest die frühen Tag-bücher von Hans Christoph Buch sowie Gedichte und die Widerstands-Rede Nicolas Borns. Wolf Biermanns „Gorleben-Lied“ gehört ebenso dazu wie die von Ingrid Birkholz vorgetragenen Reflexionen von Christa Wolf, Dorothee Sölle und Marie Luise Kaschnitz.
Kein idyllischer Rückblick, kein Poesiealbum, sondern engagierte Literatur, begleitend, zweifelnd, mahnend, anspornend, vorausschauend.

Lesung „Pegasus in Gorleben – 40 Jahre Widerstand“
So. 19.03.17 – 17.00h
Künstlerhof Schreyahn – Eintritt gegen Spende

 

 

Sa. 25.03.17 – 18.00h Geburtstagsfeier 40 Jahre BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

Bei vielen Menschen sorgte es schon für Verwirrung: 40 Jahre Standortentscheidung Gorleben, das heißt auch 40 Jahre Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Während die Standortentscheidung im Februar fiel, folgte die Gründung der BI im März.

Das darf dann auch mal gefeiert werden und somit gibt es eine kleine, aber feine Geburtstagsfeier in den Trebeler Bauernstuben. Zückt Eure Wendenpässe!

Die schlechte Nachricht: Ihr müsst Mitglied sein!
Die gute Nachricht: Ihr könnt sofort oder spätestens am Eingang zur Veranstaltung Mitglied werden!

 

Zur Einladung => http://www.bi-luechow-dannenberg.de/?page_id=18281

 

So. 26.03.17 – 15.00h Mitgliederversammlung der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Im März eines jeden Jahres: Die ordentliche Mitgliederversammlung der BI.

Neben Berichten, Zahlen und Fakten des vergangenen Jahres wird ebenfalls jährlich ein neuer Vorstand gewählt.

Zutritt wiederum nur für Mitglieder. Deshalb unser Tipp: Ein Wochenende im Wendland einplanen, Samstag Party, Sonntag Sitzung! Mitgliedschaft vorher oder am gleichen Tag beantragen!

Ordentliche Mitgliederversammlung der BI
So. 26.03.17 – 15.00h
Trebeler Bauernstuben – Trebel

 

Aktionen/Termine anderer VeranstalterInnen

 

Fukushima Jahrestag

Dem Wendland so fern, doch im Herzen dabei? Vielleicht auf einer Veranstaltung in Eurer Nähe!?

„.ausgestrahlt – gemeinsam gegen atomenergie“ bietet eine wunderbare, bundesweite Übersicht zu Veranstaltungen um den Fukushima Jahrestag => https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/jahrestag-fukushima/

oder

11.03.17 – Hamburg – „Fukushima Demo – Atommüll verhindern, bevor er entsteht!“ 14.00h Elbpromenade =>  http://www.atomtransporte-hamburg-stoppen.de/2017-fukushima-demo/

oder

11.03.17 – Berlin – „Kazaguruma Demo – Für eine Zukunft ohne Atomanlagen“ mit einem Redebeitrag von der BI – 12.00h Gendarmenmarkt => http://www.antiatomberlin.de/aktionen/37-demos/299-demo-zum-6-jahrestag-von-fukushima.html

 

Mitmachen!

Kampagne: AKW Gundremmingen: Beide Blöcke 2017 abschalten – Wer B sagt, muss auch C sagen!

Ende des Jahres erlischt die Betriebsgenehmigung von Block B des AKW Gundremmingen. Block C soll noch vier Jahre weiterlaufen! Wir schließen uns den Forderungen der AktionspartnerInnen .ausgestrahlt, Umweltinstitut München und der Standortinitiative FORUM an und verweisen gerne auf die momentan laufende Kampagne:

https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/kampagnen/kampagne-akw-gundremmingen/

 

10.03.17 – 12.00-18.00h Klimaschutz im Wendland im VERDO Hitzacker

Die Klimaschutzleitstelle des Landkreis Lüchow-Dannenberg lädt zur Veranstaltung: Dialogwerkstatt „Gemeinsam
Klimaschutz gestalten – Ideen und Impulse für den Masterplan 2050“.

Neben dem Thema Suffizienz (Forum V), wird es auch um Mobilität (Forum IV), Dorfentwicklung (Forum I), Klimaschutzbildung (Forum III) und Landnutzung (Forum VI) gehen.

Anmeldung und Infos (bis 08.03.17) hier => http://veranstaltungen.baumgroup.de/Events/131

Fr. 17.03.17 – 18.30h/19.30h Infoabend „Rechtspopulismus und Antifeminismus in der AFD“ – Veranstaltung mit A. Kemper

Los geht´s um 18.30h mit einem Essen gegen Spende und der Veranstaltung um 19.30h im Kulturverein Platenlaase.

Infos: http://keinortfuernaziswendland.blogsport.de/2017/02/15/rechtspopulismus-und-antifeminismus-in-der-afd-17-3-2017/

Wir wünschen Euch einen wundervollen Frühlingsanfang – Entfaltet Euch!

Sonnige Grüße

Torben Klages
für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.

— Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.Rosenstraße 2029439 Lüchow