Schlagwort: Widerstand

Widerstandsgeschichten„Der Kastor kommt“

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow -Dannenberg e.V.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de 

bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 13.05.2019

Der Widerstand gegen Castortransporte nach Gorleben istGeschichte. Seit 2011 sind die Transporte ins Zwischenlager Gorleben gestoppt,um das Wendland zu befrieden – und gleichzeitig bundesweit ein Endlager fürhochradioaktive Abfälle zu suchen. Doch die Suche hat einen Haken, Gorlebenbleibt im Topf.

Wolfgang Ehmke, der Pressesprecher der BürgerinitiativeUmweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hat nun einen Roman über denCastor-Widerstand geschrieben. Die Folie für die verquere Liebesgeschichtelieferten die Geschehnisse rund um den vorläufig letzten Transport 2011. SeineZielgruppe sind Abertausende, die immer wieder ins Wendland kamen, um sichgegen die Castortransporte querzustellen und dort für den Ausstieg aus derAtomkraft und gegen die Fertigstellung des Endlagers im untauglichen Salzstockzu protestieren.

Sein Held heißt Robert, ist Lehrer und Pressesprecher der Initiative,pendelt zwischen Hamburg und der Göhrde. Das alles trifft auch auf Ehmke zu. Naklar sei sein Text stark autobiografisch eingefärbt, aber er habe sich undanderen Figuren in „den Zaubertrog der Fiktionalisierung getaucht, damitsie am Ende als Romanfiguren wieder herauskommen“. Ein Schlüsselroman sei“Der Kastor kommt!“ deshalb nicht: „Es ist nicht meineLebensgeschichte, sondern meine Geschichte. Und so ist viel dazuerfunden, vor allemdie schräge Beziehungsgeschichte.“

Der Roman, der bereits in der zweiten, kleinen Auflageerscheint, kann direkt bei der BI Umweltschutz oder beim Köhring-Verlag inLüchow bestellt werden. 132 Seiten, 8,90 Euro.

Lesungen Di. 14.Mai 19 Uhr Pavillon Hannover, Mi 22.Mai 19.30Uhr Künstlerhof Schreyahn

 

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BI Umweltschutz: Auf der Lauer liegt die Mauer…

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow -Dannenberg e.V.
bi umweltschutz castor antiatom

Pressemitteilung 11.1.2019

Seit dem Terrorangriff auf die Twin Towers in New York in „Nine Eleven“ wird über den notwendigen Schutz von Atomanlagen gegen „Einwirkungen Dritter“ debattiert. 18 Jahre sind inzwischen verstrichen, und erst jetzt werden die Zwischenlager der ersten Generation in Ahaus und Gorleben „nachgerüstet“. Eine zusätzliche Schutzmauer und Kerosinabläufe sollen die Sicherung der Lager für hochradioaktive Abfälle gegen Flugzeugabsturz oder Beschuss gewährleisten.

Auf Nachfrage der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bestätigte Burghard Rosen,der Sprecher der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), dass die erforderlichen Genehmigungen nach Atom- und Baurecht zur Errichtung der Schutzwand in 2018 erteilt worden seien: Die Baugenehmigung für die Schutzwand am 21.08.2018 und die Baugenehmigung für die Kerosinabläufe am 08.11.2018. Rosen: „Aktuell bereiten wir – als Gesellschaft des Bundes – die Vergabe de rBaumaßnahmen im Rahmen des öffentlichen Vergaberechts vor und gehen davon aus, dass mit den Baumaßnahmen noch in diesem Jahr begonnen wird.“

Die Bürgerinitiative moniert an dieser Stelle, dass für diese verspäteten Sicherungsmaßnahmen offensichtlich keinerlei Öffentlichkeitsbeteiligung eingeplant ist. Vor einem Jahr noch hatte die Genehmigungsbehörde, das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) erklärt: „Ob eine UVP-Pflicht besteht wird in einer UVP-Vorprüfung festgestellt, bei der die Umwelteinwirkungen des Vorhabens bewertet werden. Derzeit findet eine ergebnisoffene UVP-Vorprüfung statt.“
BI-Sprecher Wolfgang Ehmke: „Seitdem ist nichts weiter verlautbart worden. Wir halten die Mauer zwar für einen gewissen Sicherheitsgewinn, hegen aber grundsätzliche Zweifel, ob es lohnt, die Lager in Ahaus und Gorleben nachzurüsten, weil sie aus unserer Sichtden heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügen.“

Zweifel gebe es auch in der Frage, ob die geplanten Sicherungsbauten tatsächlich geeignet sind, die Anlage und die Menschen in der Umgebung des Zwischenlagers bei einem gezieltenFlugzeugabsturz und einem Brand zu schützen. Die Umweltinitiative erinnert auch daran, dass die benachbarte Halle mit den schwach- und mittelaktiven Abfällen überhaupt nicht gegen derartige Unfall- oder Terrorszenarien geschützt ist. Ehmke: „Wir hoffen, dass in der Frage der Öffentlichkeitsbeteiligung noch nicht das letzte Wortgesprochen ist.“  Warum die Castor-Behälter allein keinen ausreichenden Schutz bieten, erklärt das Bundesumweltministerium: „Eine Änderung oderErgänzung der Sicherungsmaßnahmen, insbesondere der baulich-technischen Maßnahmen, kann erforderlich werden, wenn sich die Gefährdungsbewertung durch die Sicherheitsbehörden ändert oder wenn sich neue Erkenntnisse, insbesondere zu den Auswirkungen der unterstellten Szenarien, ergeben. Zu bestimmten Angriffsszenarien im Nahbereich der Transport- und Lagerbehälter, die zu Schutzzielverletzungen führen können, hat sich die Bewertung und Erkenntnislage derart verändert, dass die Sicherungsmaßnahmen optimiert werden müssen. Dazu werden bauliche Maßnahmen und – bis zu deren Umsetzung – temporäre Maßnahmen durchgeführt.

 

Widerstandsjahr 2019 in Gorleben eingeläutet

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow -Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20  29439 Lüchow

Wendland Gorleben antiatom

Pressemitteilung 1.1.2019
Traditionell wurde am 1.Januar das neue Widerstandsjahr mit einem „Protest-Empfang“ an den Atomanlagen in Gorleben eingeläutet. Eine wachsende Zahl von Menschen, folgtendem Aufruf der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) – in diesem Jahr waren es über hundert.
Zunächst müsse man an zwei nicht gehaltene Versprechungen für das Jahr 2018 erinnern, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke bei seiner kurzen Rede, in beiden ging es um dasThema „Mauer“. Fast zwei Jahrzehnte nach dem Terrorangriff auf die TwinTowers in New York sei die Sicherung des Zwischenlagers durch eine zusätzliche Schutzmauer immer noch nicht erfolgt. „Auch wenn wir davon ausgehen, dass eine 10 Meter hohe Mauer nichts gegen terroristische Angriffe aus der Luftbewirkt, wäre es ein Gewinn“, so Ehmke. Nicht eingelöst wurde das weitere Versprechen, die Mauer um das „Endlager“-Bergwerk abzureißen: „Die eine Mauer muss her, die andere weg!“
Wolf-Rüdiger Marunde stellte für das Jahr 2019 ein großes Projekt des Gorleben-Archivs vor:“Gorleben-Treck – 40 Jahre danach“. 1979 führte der legendäre“Gorleben-Treck“ nach Hannover schließlich dazu, dass auf den Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage in Gorleben verzichtet wurde. Er sei die Initialzündung für eine ganze Reihe von Entwicklungen im Landkreis gewesen, von ökonomischen bis hin zu neuen Formen der direkten Demokratie. Dazu wird es parallele Ausstellungen im Kreishaus Lüchow und im Historischen Museum in Hannover geben.

Derzeit laufe das Standortauswahlverfahren für ein Atommüll-Endlager nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Beabsichtigt sei, in zwei bis drei Jahren die möglichen Standortregionen auszuweisen, und zu befürchten sei, darin waren sich Marunde und Ehmke einig, dass Gorleben entgegen aller geologischen Einwände bis zum Schluss im Verfahren gehalten werde.

Chancen sich auszutauschen und politisch weiter Druck zu machen, gäbe im Widerstandskalender 2019 zahlreiche. Ehmke: „Die gilt es klug zu nutzen, bis die Katze aus dem Sack ist.“

 

Newsletter der AG Schacht KONRAD e. V. November 2018

ag schacht konrad antiatom

 

  1. Anti-Atom-Treck setzt klares Zeichen
  2. Positionspapier „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“ – Konzept der Atommüll-Zwischenlagerung ist gescheitert
  3. Bundesumweltministerium erteilt Asse-Begleitprozess wiederholt Absage
  4. Neuer Verein sucht Räume für Archiv
  5. Atomnarren versorgen Kindermärchen mit Kuchen und Leckereien zur Weihnachtszeit
  6. Termine

 

 

1. Anti-Atom-Treck setzt klares Zeichen

Mit einem bunten und kreativ gestalteten Treck haben am Samstag, 20. Oktober, über 1.000 Atomkraftgegner*innen zwischen Salzgitter und Peine ihren Protest auf die Straße getragen. Sie forderten mehr Engagement für die Rückholung des Atommülls aus der Asse und die Aufgabe aller Pläne, in Schacht Konrad Atommüll einzulagern. Beteiligt hatten sich auch Gruppen, die in Braunschweig-Thune, Morsleben, Grohnde und Gorleben von Atomanlagen betroffen sind. „Konrad muss aufgegeben werden, weil es ein altes Bergwerk ist, das den Anforderungen an ein Atommüllendlager niemals gerecht werden kann“, sagte Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

weiterlesen bei anti-atom-treck.de (u.a. auch Fotos und Presseschau)…

2. Positionspapier „Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle“ – Konzept der Atommüll-Zwischenlagerung ist gescheitert

70 Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände positionieren sich gemeinsam zur Zukunft der Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle

Die Einlagerung hoch radioaktiver Abfälle in tiefengeologische Lager oder andere mögliche Alternativen wird auch nach dem ambitioniertesten Zeitplan noch nicht beginnen können, geschweige denn abgeschlossen sein, wenn die Genehmigungen für die Zwischenlager auslaufen werden. Damit ist das bisher in Deutschland verfolgte Konzept der Zwischenlagerung hoch radioaktiven Mülls, das für 40 Jahre vorgesehen war, gescheitert. Neue Konzepte für eine längerfristige Zwischenlagerung sind dringend erforderlich. Angesichts der Dauer und Tragweite dieser Zwischenlagerung ist die Gesellschaft frühzeitig an der Diskussion und der Entwicklung dieser neuen Konzepte zu beteiligen. Dies ist eine der zentralen Aussagen eines gemeinsamen Positionspapiers zur Zwischenlagerung von hoch radioaktivem Atommüll, auf das sich nach einem etwa zweijährigen intensiven Diskussionsprozess 70 Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbände verständigt haben.

weiterlesen bei der Atommüllkonferenz…

3. Bundesumweltministerium erteilt Asse-Begleitprozess wiederholt Absage

Mehrfach hatte sich der Asse-Begleitprozess (A2B) in den letzten Monaten an das Bundesumweltministerium unter Svenja Schulze gewandt und dieses aufgefordert, sich endlich wieder aktiv am Rückholungsprozess des Atommülls aus der Asse zu beteiligen. Am 15.10.2018 hatte der A2B erneut die Staatssekretärin angeschrieben und deutlich gemacht, dass eine Präsenz des BMU sowohl von den Vertreter*innen der Zivilgesellschaft als auch von den Kommunen erwartet wird.

In dem Schreiben heißt es: „Der Bundesregierung obliegt die politische Verantwortung für die sichere Rückholung der Abfälle aus der Asse […] wir würden Sie in der nächsten Sitzung am 09. November 2018 gern begrüßen […] um die Sichtweisen und Positionen des BMU sowohl zu den konkreten Sachthemen als auch zur Rolle des BMU im Begleitprozess darstellen zu können.

weiterlesen…

4. Neuer Verein sucht Räume für Archiv

Nun wird es konkreter: der Verein „Archiv Deutsches Atomerbe“ befindet sich in Gründung. Die elf Gründungsmitglieder diskutierten am 24. Oktober die Satzung und wählten sogleich auch ihren Vorstand. Zweck des Vereins ist die Förderung von Wissenschaft, Forschung, Bildung und Erziehung in Bezug auf die zivile und militärische Nutzung der Atomenergie.

Durch die Sammlung und Archivierung von Plakaten, Flyern, Fotos, Filmen und anderen Dokumenten von Bürgerinitiativen und anderen Akteuren, die sich seit Jahrzehnten mit der Thematik auseinander gesetzt haben, soll dieses Wissen der Öffentlichkeit und der Nachwelt zugänglich gemacht werden.

weiterlesen…

5. Atomnarren versorgen Kindermärchen mit Kuchen und Leckereien zur Weihnachtszeit

Es ist wieder so weit. Die Braunschweiger Atomnarren eröffnen ihre Narrenzeit mit einer Aktion für den guten Zweck. Die Braunschweiger Atomnarren werden nun bereits zum dritten Mal die Kaffee-, Kuchen- und süße Leckereien-Versorgung der Kinder und Erwachsenen beim Weihnachtsmärchen der Studiobühne übernehmen (Freitag 7.12., Samstag 8.12., Sonntag 9.12.).

Der Spenden-Erlös fließt in die Teilnahme der Braunschweiger Atomnarren beim kommenden Karnevalsumzug in Braunschweig. Dem Braunschweiger „Schoduvel“. Genießt das Märchen und unterstützt die Braunschweiger Atomnarren. Wer keine Zeit hat vorbeizukommen, kann vielleicht einen Kuchen spenden.

Einfach unter info@braunschweiger-atomnarren.de melden.

6. Termine

  • 09. – 30.11.18 Wanderausstellung „30 Jahre AG Schacht KONRAD – 30 Jahre erfolgreicher Widerstand“ im Ausbildungszentrum VW-Werk Salzgitter
  • 15.-16.11.18 Lesen ohne Atomstrom. Das Festival steht in diesem Jahr erstmals unter einem übergreifenden Motto: „Protest & Widerstand“
  • Fr., 09.11.18, 13.00 Uhr, Sitzung der KV (Kommunale Vertretung) der ASSE II-Begleitgruppe, TWW, Am Exer, Wolfenbüttel
  • Fr., 09.11.18, 14.00 Uhr, ASSE II-Begleitgruppe (öffentliche Sitzung mit Behördenvertretern), TWW, Am Exer, Wolfenbüttel
  • Mo., 12.11.18, 18.00 Uhr, 400ste Fukushima Mahnwache im Wendland, Ort: Dannenberg, Marktplatz
  • Mo., 12.11.18, 19.30 Uhr, ASSE-2-Koordinationskreis (A2K), Ort: St. Thomas, Wolfenbüttel
  • Di., 13.11.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mi., 14.11.18, 19.00 Uhr, Umweltstammtisch, Veranstalter: Greenpeace Braunschweig, Ort: BellyButtonFood, Naturraum, Kleine Burg 15, 38100 Braunschweig, bei facebook, Interessierte sind herzlich eingeladen!
  • Di., 20.11.18, 19.00-21.30 Uhr, Geplant: Regionalkonferenz Braunschweiger Land, mehr Infos und Ort folgen auf termine.ag-schacht-konrad.de
  • Mi., 21.11.18, 16.30 Uhr, Geschäftsführender Vorstand AG Schacht Konrad, KONRAD-Haus
  • Fr., 23.11.18, 14.00 Uhr, Sitzung von ZGV (zivilgesellschaftliche Vertretung), KV (Kommunale Vertretung) und AGO (Arbeitsgruppe Optionenvergleich) der ASSE II-Begleitgruppe, TWW, Am Exer, Wolfenbüttel
  • Fr., 23.11.18, 20.00 Uhr, „Wackersdorf“ – der Film, im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur, Kulturverein Platenlaase, Filmsaal, Platenlaase Nr. 15, 29479 Jameln
  • Sa., 24.11.18, 11.00 Uhr, Fest der Demokratie in SZ- Lebenstedt, mehr Infos folgen auf termine.ag-schacht-konrad.de
  • Di., 27.11.18, 19.00 Uhr, Braunschweig: Öffentliches Treffen der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS), Gemeinschaftshaus Wenden, Veltenhöfer Str. 3 (über der Post) Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Fr., 30.11.18, 18.00 Uhr, Treffen Braunschweiger Atomnarren, Vorbereitungen Schoduvel 2019 (u.a. für 7.-9.12. Kaffee&Kuchen-Stand beim Weihnachtsmärchen der Studio-Bühne), Ort:  Umweltzentrum, Hagenbrücke 1/2, 38100 Braunschweig, Eingang Reichsstraße, Interessierte sind herzlich willkommen!
  • Mo., 03.12.18, 10.00 Uhr, Beweismaufnahme zur Grohnde-Klage am OVG Lüneburg (nicht öffentlich)
  • Do., 06.12.18, 18.00 Uhr, Treffen Verein „Archiv Deutsches Atomerbe“, Umweltzentrum Braunschweig (Hagenbrücke 1-2/ Eingang Reichsstraße), Interessierte sind herzlich eingeladen!
  • Fr., 07.12.18, 17.00 Uhr, SAVE THE DATE: Mobile Atomaufsicht – Jahresabschluss der AG, mehr Infos folgen auf www.ag-schacht-konrad.de
  • 07.-09.12.18 Braunschweiger Atomnarren: Kaffee&Kuchen-Stand beim Weihnachtsmärchen der Studio-Bühne, Jugendzentrum Neustadtmühle, Braunschweig

mehr Termine

Schöne Grüße
Michaela Sohn und Thomas Erbe
für das newsletter-Team der AG Schacht KONRAD e.V.

 

Hamburg-Harburg: Erneuter Prozess gegen Anti-Atom Aktivisten

Pressemitteilung

anti-atom-sonne

Am Freitag, den 21.9. soll am Amtsgericht Hamburg-Harburg ein weiteres Strafverfahren gegen einen Aktivisten beginnen, der im August 2014 gegen einen Atomtransport im Hafenbahnhof Hamburg Süd protestiert hatte. Damals hatten sich 3 Personen vor und hinter einem mit Uranerzkonzentrat beladenen Güterzug an die Schienen gekettet und diesen für ca. 5 Stunden daran gehindert loszufahren.

Es handelt sich bereits um das insgesamt dritte Verfahren im Zusammenhang mit dieser Aktion. Zuletzt wurde eine Aktivistin verurteilt, weil sie eine Angekettete mit Lebensmitteln versorgt hatte. „Wir haben es hier mit einem politischen Verfahren zu tun, und mit einer Staastanwaltschaft die auf Biegen und Brechen Menschen für ihre emanzipatorischen Ideale bestrafen will. Um die Sache geht es dieser Justiz nicht“, so der Angeklagte. „Auch für mein Verfahren rechne ich fest mit einer Verurteilung – ganz egal, was die Beweiserhebung bringen wird. Spätestens seit den G20 Prozessen sollte klar sein, das in Hamburg die rechtsstaatlichen Masken gefallen sind. Gerade in dieser Situation ist es wichtig sich nicht einschüchtern zu lassen und weiterhin für eine vernunftgeleitete Politik zu kämpfen.“

Über das Hamburger Stadtgebiet und den Hafen gehen eine Vielzahl von Atomtransporten. Trotz Ausstiegsankündigungen einzelner Unternehmen bleibt Hamburg bislang eine Drehscheibe zur Versorgung der AKWs im internationalen Atomgeschäft. Uranoxide, das extrem giftige Uranhexafluorid, unbestrahlte Brennelemente oder andere Produkte im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomtechnologie werden im Hamburger Hafen umgeschlagen und durch das Hamburger Stadtgebiet transportiert. Im Schnitt passiert ca. alle drei Tage ein Atomtransport die Hansestadt. Atomkraftgegner*innen kritisieren seit Jahren diese Praxis und blockieren auch immer wieder direkt Atomtransporte, so zuletzt in der Nähe von Koblenz Ende August.

Bislang anberaumte Verhandlungstermine sind 21.9.25.9. und 2.10. jeweils 8:30 Uhr, Amtsgericht Hamburg-Harburg, Buxtehuder Strase 9, Saal A 6.04. Interessierte Journalist*innen sind willkommen.

Mehr Informationen
– zu Urantransporten: urantransport.de
– zum Verfahren: nirgendwo.info/hamburg

BISS: Demonstration am Donnerstag 6.9.2018, um 18:30 Uhr

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Ort: Gieselweg vor dem Firmengelände von Eckert & Ziegler in 38110 Braunschweig

Der Stresstest der BISS ist von einer Fachgutachterin als korrekt bestätigt worden. Wenn Radioaktivität durch einen Unfall freigesetzt wird, droht die Evakuierung in einer Entfernung von bis zu 20 km. Das ist in einer Großstadt wie Braunschweig nicht machbar. Die Verantwortlichen bei der Stadt Braunschweig und das Niedersächsische Umweltministerium werden den Stresstest bei allen Genehmigungen berücksichtigen müssen. Zu einer Erweiterung des Nuklearstandortes darf es nicht kommen!
Darum sollen die Verantwortlichen mit einer spontanen kurzen Demo aufgefordert werden, sich ernsthaft mit den Gefahren auseinanderzusetzen. Daher das Motto: „Nix verpennen! BISS-Stresstest kennen“

Der Widerstand gegen den ungeeigneten Firmenstandort geht in die entscheidende Phase—kommt zahlreich!

BI Umweltschutz: Fragen zu Gorleben liegen auf Eis

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20
29439 Lüchow
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841- 4684 Fax: -3197
buero@bi-luechow-dannenberg.de

Pressemitteilung 21.08.2018
bi umweltschutz castor antiatom
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatmit Stefan Studt einen neuen Chef. Der ehemalige schleswig-holsteinische Innenminister ist dabei, sich in sein neues Amt einzuarbeiten, solange müsse sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) gedulden, Antworten auf einen aktuellen Fragenkatalog zu bekommen, teilt die BGE-SprecherinMonika Hotopp mit.

Die Umweltinitiative möchte nämlich wissen, wann der Rückbau unter Tage beendet ist und ab wann das Bergwerk aus dem Bergrecht entlassen wird. „Gibt es eine „Abnahme“ und wird es künftig auchmöglich und nötig sein, das Bergwerk zu befahren/kontrollieren?“ fragt die BI und unterstreicht zugleich das Interesse, bei einer solchen letzten Befahrung dabei zu sein und Fachleute ihres Vertrauens dazu bitten zu können.

Auch der Mauerrückbau ist ein Thema, immernoch umgibt die martialische Betonmauer die Endlagerbaustelle, aber auch dieFrage, ob es inzwischen ein Zeitfenster für den Mauerrückbau gibt, kann zurzeit nicht beantwortet werden. Die BI erinnert daran, dass die Vorgängerin von Studt, Ursula Heinen-Esser, bereits in Aussicht gestellt hatte, dass ein Eckstück mit Graffitis als Erinnerungsstück erhalten bleiben könnte. BI-Sprecher WolfgangEhmke: „Wir möchten allerdings dieses Stück Mauer am originären Platz erhalten wissen, denn nur an so einer Stelle wäre es ein Denk-/Mahnmal. Vielleicht können Sie uns erklären, was daran aus Sicht der BGE problematisch ist?“

Wenn es z.B. um einen Versicherungsschutz ginge für den Fall, dass jemand – wie bei der „Beluga“, dem Greenpeace- Schiff, das an den Atomanlagen als Mahnmal aufgedockt wurde – zu Schaden kommen könnte, ist die BI bereit, auch bei diesem Projekt eine Unfallversicherung zu übernehmen.